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Das Ende des Ausnahmezustandes

Heinrich Wefing kommentiert in der ZEIT den langsamen Tod des BKA-Gesetzes: All das sind mehr als gesetzgeberische Rückschläge, Alltagsquerelen des Parlamentarismus. Es geht, sosehr die CDU auch gegen den Koalitionspartner pesten mag, auch nicht bloß um Steuerungsprobleme innerhalb der SPD. Was sich hier abzeichnet, ist etwas Größeres: Die Bundesrepublik tritt heraus aus dem Schatten von…

  • Ralf Bendrath

Heinrich Wefing kommentiert in der ZEIT den langsamen Tod des BKA-Gesetzes:

All das sind mehr als gesetzgeberische Rückschläge, Alltagsquerelen des Parlamentarismus. Es geht, sosehr die CDU auch gegen den Koalitionspartner pesten mag, auch nicht bloß um Steuerungsprobleme innerhalb der SPD. Was sich hier abzeichnet, ist etwas Größeres: Die Bundesrepublik tritt heraus aus dem Schatten von 9/11.

Die Lust am Ausnahmezustand ist gründlich verflogen

Lesenswert.

Über die Autor:innen

  • Ralf Bendrath

    Ralf ist seit Jahren in Zusammenhängen wie DigiGes, EDRi, AK Vorrat, AK Zensur aktiv. 2011 wurde er in den Beirat von Privacy International berufen. Nach einer soliden Grundausbildung als Nerd am Commodore C-64 und dem Studium der Politikwissenschaft in Bremen und Berlin hat er zehn Jahre lang zu Datenschutz, Internet-Governance und Cyber-Sicherheit geforscht, u.a. in Berlin, Bremen, Washington und New York City. Von 2002 bis 2005 hat er für die Heinrich-Böll-Stiftung den Weltgipfel Informationsgesellschaft begleitet. Im Hauptberuf arbeitet er seit Sommer 2009 für den Abgeordneten Jan Philipp Albrecht im Europäischen Parlament, ebenfalls zu Themen der Internetfreiheit und der digitalen Bürgerrechte. Wenn er Zeit findet, bloggt er hier auf deutsch oder auf englisch auf http://bendrath.blogspot.com. Häufiger twittert er als @bendrath.


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4 Kommentare zu „Das Ende des Ausnahmezustandes“


  1. Nun … für den polnischen Geheimdienst herrscht jetzt Ausnahmezustand:

    „In Zeiten des Ausnahmezustands besteht eine globale Gefahr. In solchen Fällen besteht die Notwendigkeit einer Briefzensur. Und die Post muss darauf vorbereitet sein.“


  2. So schön es wäre, wenn der politische Ausnahmezustand beendet wird, so wenig glaube ich daran. Am BKA-Gesetz wird es Veränderungen geben, hier ein Richtervorbehalt mehr, dort ein kleines Befugnis weniger. Aber im großen und ganzen geht das Ding dann durch. Schäuble und Wiefelspütz sehen noch immer hinter jedem Busch einen Terroristen hocken.
    Momentan ist es ruhig, der letzte Anschlag ist ewig her, die instrumentalisierbare Angst nicht mehr so groß. Bei der nächsten aufgebauschten Bedrohung (kopflose Möchtegerne-Terroristen irgendwo in der Provinz) sind die Hardliner wieder da und die Presse auch.


  3. Es gab ja in der Bevölkerung nie eine Hysterie. Nur Politiker und Medien gaben vor, es gäbe diese Hysterie. In Wahrheit war diese vorgespielte „Hysterie“ nicht Ursache neuer „Sicherheitsgesetze“, sondern ein Mittel, längst geplante Gesetze, die der Exekutive mehr Macht geben sollen, durchzusetzen.

    Das Konglomerat aus Exekutive und Legislatvie (das Parlament ist bekanntlich faktisch nicht unabhängig von der Exekutive und umgekehrt, weil sowohl Parlament und Regierung in Deutschland immer in einer Hand sind, nämlich in der Hand der jeweiligen Mehrheitspartei) wird andere Gründe finden, Bürgerrechte weiter zu beschneiden und die Macht der Exekutive auszubauen.

    Ein neues Szenario bildet sich ja gerade ab: Terrorhysterie könnte ersetzt werden durch Kinderporno-Hysterie…

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