Öffentlichkeit

Der Bundestrojaner technisch durchdekliniert

„Die wunderbare Welt von Isotopp“ hat mal den Bundestrojaner technisch durchdekliniert.


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Der Deal ist also wie folgt: Weil einige Staatsorgane den heimlichen Zugriff auf meine Hardware fordern, will der Staat das möglicherweise noch vorhandene Restvertrauen zwischen ihm und mir komplett ruinieren. Ich muß in Zukunft also davon ausgehen, daß jede staatlich bereitgestellte Software nicht nur die angepriesenen Funktionen hat, sondern auch noch die staatliche Hintertür auf Vorrat mitbringt. Im Austausch bekommt der Staat einen Mechanismus, der für den angepriesenen Zweck vorab erkennbar ungeeignet ist, weil er die notwendigen Richtlinien zur gerichtsfesten Beweiserbringung nach Definition nicht erfüllen kann. Der Staat riskiert außerdem die Sicherheit seiner gesamten DV-Infrastruktur, bundesweit, seine eigenen Systeme eingeschlossen. Und das ist die Sachlage noch vor jedem politischen Argument dafür oder dagegen.

Und weil es aktuell ist, hier mal die neuesten Forderungen der letzten paar Stunden:

Heise: EU-Justizkommissar Frattini befürwortet Online-Durchsuchung.

Heise:Thüringen will Antrag zu Online-Durchsuchungen in Bundesrat stellen.

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3 Kommentare
  1. Noch etwas zum Bundestrojaner

    Constanze Kurz ist ja derzeit auf allen Kanälen zu sehen, der Vollständigkeit halber stelle ich an der Stelle noch einmal das Interview aus der heutigen taz mit ihr zu Online-Durchsuchungen rein.

    Die interessante Frage ist, finde ich, gibt es tatsächlich ein Recht darauf, gednakenlos mit Microsoft zu surfen?

    kurzes Zitat aus dem Interview:

    Müssten die Nutzer nicht einfach nur auf freie Programme umsteigen ?

    Das wäre wünschenswert, aber die meisten Menschen tun sich schwer damit. Sie wollen nicht Stunden investieren, damit ihr PC sicher ist. Aber auch sie haben ein Recht darauf, etwa mit dem Internet Explorer von Microsoft zu surfen, ohne sich ständig Gedanken zu machen, dass ihnen der Staat dabei zusieht.

    Hier ist der Link:

    http://www.taz.de/pt/2007/03/01/a0202.1/text

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