Zensur

  • : EFF legt offiziell Einspruch zu Kopierschutztechniken in HTML5 ein
    EFF legt offiziell Einspruch zu Kopierschutztechniken in HTML5 ein

    Nachdem das „World Wide Web Consortium“ (W3C) im neuesten Entwurf zu HTML5 an seinen Plänen festhält Kopierschutztechniken in darin übernehmen, legt die Electronic Frontier Foundation (EFF) nun offiziell Einspruch gegen den Entwurf ein. Zu diesem ist die EFF in der Lage, da sie ein „Full Member“ des W3C ist.

    […] the charter’s current „support of playback of protected content“ represents a significant broadening of scope for the HTML WG (and the W3C as a whole) to include the remote determination of end-user usage of content.

    Die EFF hat bei der Aufnahme von „Digital Rights Management“ (DRM) in HTML5 drei grundlegende Bedenken. Erstens würde eine solche Implementierung eine ganze Reihe User Agents – also Programme mit denen Netzwerkdienste genutzt werden können, wie Internetbrowser oder Chatprogramme – ihrer vollen Kompatibilität mit HTML5 berauben. Zweitens würde es Inhalteanbieter dazu bringen, weniger Inhalte über das Internet zu zu verbreiten. Und drittens würde das W3C seine eigenen Grundgedanken untergraben, ein Internet zu schaffen das die Fähigkeit der Zusammenarbeit stärkt und den Zugriff auf alle Daten ermöglicht.

    30. Mai 2013 8
  • : US-Lobbyorganisation spricht sich für Computersperren im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen aus
    US-Lobbyorganisation spricht sich für Computersperren im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen aus

    In einem 84-seitigen Bericht über die Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen, spricht sich die „Commission on the Theft of American Intellectual Property“ (IP Commission) für das Sperren von Computern ein, sollte bei ein Nutzer im Verdacht stehen, Zugriff auf urheberrechtlich geschützte Inhalte zu bekommen. Um dieses zu realisieren müsste eine bestimmte Software auf allen Computern installiert sein, die sämtliche Handlungen des Nutzers überwacht und gegebenenfalls einschreiten würde. Kurz gesagt: Die IP Commission fordert die Legalisierung von Rootkits, Malware und Trojanern im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen.

    Sollte die Software eine vermeintliche Urheberrechtsverletzung durch den Nutzer feststellen, würde der weitere Zugriff auf sämtliche Daten gesperrt werden und ein Sperrbildschirm erscheinen. Dieser würde dem Nutzer erklären, sich selbst wegen einer begangenen Urheberrechtsverletzung bei den Behörden anzuzeigen. Nur so sei es möglich den Computer wieder zu entsperren. Diese Handhabe verstoße nach Meinung der Autoren des Berichts – darunter bekannte Persönlichkeiten wie John Huntsman, ehemaliger republikanischer Präsidentschaftskandidat und China-Botschafter, sowie Craig R. Barrett, Ex-Intel-Präsident – nicht gegen geltendes amerikanisches Recht:

    Additionally, software can be written that will allow only authorized users to open files containing valuable information. If an unauthorized person accesses the information, a range of actions might then occur. For example, the file could be rendered inaccessible and the unauthorized user’s computer could be locked down, with instructions on how to contact law enforcement to get the password needed to unlock the account. Such measures do not violate existing laws on the use of the Internet, yet they serve to blunt attacks and stabilize a cyber incident to provide both time and evidence for law enforcement to become involved.

    27. Mai 2013 7
  • : Taiwan: neues Urheberrecht soll Internetsperren einführen
    Taiwan: neues Urheberrecht soll Internetsperren einführen

    Die USA scheinen ihren Kampf gegen Internetpiraterie rund um die Welt nun in Taiwan fortzusetzen. Nach verschiedenen größeren Handelsabkommen wie ACTA oder aktuell TTP im pazifischen Raum und TAFTA in Europa, bei denen es darum geht „einen starken Schutz der Rechte des geistigen Eigentums“ herzustellen, ist nun Taiwan an der Reihe sein Urheberrecht zu reformieren. Wie GlobalVoices berichtet, plant das „Taiwan Intellectual Property Office“ (TIPO) das Urheberrecht zu modifizieren und das Sperren von Internetseiten durch die Netzbetreiber rechtlich zu verankern. Insgesamt sei der Gesetzesentwurf mit dem inneramerikanischen Vorstoß SOPA zu vergleichen, welcher jedoch im vergangenen Jahr ausgesetzt wurde.

    Auffällig ist, dass nur ausländische Webseiten gesperrt werden sollen:

    Although IPO has stressed that the Internet service providers will only block overseas online platforms which are “specifically designed for copyright infringement activities” or websites which have “obviously violated copyrights”, such as Megaupload, the authorities will target online platforms that enhance peer-to-peer transmission including Bit Torrent, Foxy, and FTP sharing.

    27. Mai 2013 2
  • : Urheberrecht in der Schweiz: Forderung nach Netzsperren, Überwachung und Zensur
    Bild: Flo(h)rian Mauchle.
    Urheberrecht in der Schweiz: Forderung nach Netzsperren, Überwachung und Zensur

    Dieser Gastbeitrag von Rechtsanwalt Martin Steiger erschien zunächst auf seinem Blog steigerlegal.ch. Wir veröffentlichen ihn mit freundlicher Genehmigung unter der Lizenz Creative Commons BY-SA 3.0.

    In der Schweiz wird an einem amerikanisch-schweizerischen Runden Tisch und in der Arbeitsgruppe zur Optimierung der kollektiven Verwertung von Urheberrechten und verwandten Schutzrechten (AGUR12) über verschärfte Massnahmen gegen Urheberrechtsverletzungen im Internet diskutiert. Handlungsbedarf ist nicht überzeugend ausgewiesen, aber es besteht amerikanischer Druck.

    Im Gegensatz zum Runden Tisch, der weitgehend im Geheimen tagt, veröffentlicht die AGUR12 immerhin Zusammenfassungen ihrer einzelnen Sitzungen. An ihrer Sitzung vom 8. Mai 2013 befasste sich die AGUR12 demnach mit der „Durchsetzung der Urheberrechte im Internet“ und die Mitglieder waren sich „einig, dass auf eigenen oder fremden Urheberrechtsverletzungen basierende Geschäftsmodelle wirksam bekämpft werden müssen, und dass die Betreiber von Infrastrukturen, deren sich solche Geschäftsmodelle bedienen, dabei im Rahmen des Zumutbaren, technisch Möglichen und rechtlich Erlaubten Hilfestellung leisten sollten.“

    Für die AGUR12 standen „mögliche gesetzgeberische Interventionen“ im Vordergrund, die Andreas von Gunten (Präsident der Digitalen Allmend) in ihrer Gesamtheit treffend als „das Schlimmste aus Frankreich, den USA und Deutschland kombiniert“ bezeichnete. Die AGUR12 schlägt als Massnahmen vor, Netzsperren, Warnhinweise sowie Notice and Take Down-Verfahren mit umfassender Überwachung der Internet-Nutzung bei gleichzeitiger Immunität für Hosting- und Internetzugangs-Anbieter zu ermöglichen:

    23. Mai 2013
  • : Hollywood-Studios lassen Links zu Pirate Bay Dokumentation löschen
    Hollywood-Studios lassen Links zu Pirate Bay Dokumentation löschen

    Wie TorrentFreak berichtet, haben mehrere Hollywood-Studios die Löschung von Links, welche zum Dokumentationsfilm „TPB AFK: The Pirate Bay Away From Keyboard“ führen, bei Google beantragt. Solche Löschanfragen sind nichts außergewöhnliches, versuchen die Hollywood-Studios doch so viele Filme zu löschen wie nur möglich. Bemerkenswert ist aber, dass die besagte Dokumentation unter der Creative-Commons-Lizenz BY-NC-ND veröffentlicht wurde und somit kostenlos herunterzuladen ist.

    Ob es sich bei den Löschanfragen von Studios wie Fox, Lionsgate oder Viacom um ernsthafte Anfragen oder aber ob es sich um ein Versehen handelt ist nicht sicher. TorrentFreak geht zur Zeit jedoch von einem Versehen aus:

    Most DMCA takedown processes are fully automated and somehow the TPB-AFK links were (mistakenly) associated with infringing titles.

    Doch auch wenn es sich bei der Löschanfrage nur um ein Versehen gehandelt hat, macht es die Sache nicht weniger problematisch. Schließlich ist der Download und die Verbreitung des Films rechtlich einwandfrei. Solche Situationen zeigen ein ums andere Mal wie kaputt das System ist, wenn Rechteinhaber, wie in diesem Fall die Hollywood-Studios, sogar Links zu Inhalten löschen können, an denen sie nachweislich keine Rechte halten. Aber auch Unternehmen wie Google scheinen die Löschanfragen einfach umzusetzen, ohne die Listen auf Korrektheit zu prüfen.

    21. Mai 2013 2
  • : Internet-Zensur: Australische Finanz-Aufsichtsbehörde lässt Webseiten sperren
    Internet-Zensur: Australische Finanz-Aufsichtsbehörde lässt Webseiten sperren

    Die australische Regierung hat bestätigt, dass die australische Finanz-Aufsichtsbehörde (ASIC) für die Sperrung einer Reihe von Webseiten verantwortlich ist, welche mit betrügerischen Online-Angeboten in Verbindung gebracht werden. Doch die Sperrung ist aus mehreren Gründen nicht unumstritten. So sind Sperrungen von bestimmten Webseiten bisher nur von der australischen Polizei angeordnet worden, so dass hier womöglich von einem Präzedenzfall gesprochen werden kann. Darüber hinaus lief die Sperrung der betroffenen Webseiten aber auch alles andere als reibungslos. Insgesamt wurden fälschlicherweise rund 1200 Seiten gesperrt, darunter auch das Webangebot der Freien Universität Melbourne.

    Bei der Sperrung beruft sich die ASIC auf Paragraph 313 des australischen Telekommunikationsgesetzes. In diesem Paragraph ist geregelt, dass australische Behörden Zugangsanbieter verpflichten können Webangebote zu sperren. Geschaffen wurde der Paragraph um Webseiten mit kinderpornographischen Inhalten zu sperren (wir berichteten), weshalb er bisher nur von der australischen Bundespolizei genutzt wurde. Ob die Anordnung einer Webseiten-Sperrung durch eine australische Behörde rechtmäßig ist wird, laut delimiter.com.au, selbst von den australischen Providern angezweifelt:

    The use of the Section 313 notices in this manner is believed to be the first occasion when the legislation has been interpreted to allow the Australian Federal Police to request ISPs to block website addresses. Some ISPs have questioned the legality of the use of the legislation in this manner, with some — such as one ISP believed to be major telco TPG — going so far as to refuse to follow the AFP’s requests to block websites.

    21. Mai 2013 2
  • : Exportkontrollen für Überwachungstechnologie im Bundestag
    Screenshot von frieden2punkt0.de
    Exportkontrollen für Überwachungstechnologie im Bundestag

    Auch um Exportkontrollen für Überwachungs- und Zensurtechnologie ging es – pro forma – am Donnerstag im Bundestag. Faktisch wurde der Antrag von Bündnis 90/Die Grünen (PDF) zum Thema einen Tag vorher fertig und die „Reden“ je eines Abgeordneten pro Fraktion zwar für’s Protokoll geschrieben, aber nie gehalten.

    Das Ergebnis der Debatte ist vorläufig die Überweisung des Antrags in die zuständigen Ausschüsse, mit der Annahme durch die Regierungskoalition in der 2. und 3. Lesung im Parlament ist nicht zu rechnen.

    Im Antrag der Grünen wird u.a.

    • das Verbot des Exports von Überwachungstechnologie und ‑software in autoritäre Regime,
    • ihre Erfassung als „digitale Rüstungsgüter“ und eine Regulierung, die der von Waffen entspricht,
    • die Einstellung öffentlicher Förderung für die Entwicklung und stattdessen die
    • Entwicklung und Verbreitung von Umgehungssoftware

    gefordert.

    Wohl in der realistischen Einschätzung, dass die Debatte allein nicht viel Wirkung entfaltet, gibt es die begleitende Website Frieden 2.0, die über die Bedeutung von Überwachungstechnologie informiert und dazu aufruft, Protest-Mails an CDU, CSU und FDP zu schicken. Leider hält die Website nicht, was sie auf den ersten Blick verspricht: es ist keine interaktive Visualisierung deutscher Exporte, aufgeschlüsselt nach Firmen. Sie informiert aber im Text über die deutsche Produktion und den Einsatz im Nahen Osten.

    Im Blogpost bei Grün Digital werden auch frührere Aktivitäten zum Thema beschrieben. Der Einsatz von beispielsweise Trojanern wie FinFisher in nicht-autoritäre Staaten wird hier nicht kritisiert, genauso wenig wird definiert, aufgrund welcher Definition Staaten als autoritäre Regime klassifiziert werden. Dessen ungeachtet ist es ein guter und wichtiger Schritt, den Export deutscher Überwachungstechnologie auch im Parlament zu thematisieren.

    In seiner zu Protokoll gegebenen Rede thematisierte Konstantin von Notz (Grüne) auch den Einsatz von Trojanern in Deutschland:

    Wir fordern nicht nur den Einsatz entsprechender Programme in Deutschland solange auszusetzen, bis einwandfrei nachgewiesen werden konnte, dass verfassungsrechtliche Vorgaben auch eingehalten werden können. Zudem fordern wir die schwarz-gelbe Bundesregierung seit  mehreren Jahren auf, dafür zu sorgen, dass deutsche Technik nicht länger einen entscheidenden Beitrag zu massiven Menschenrechtsverletzungen weltweit leistet. Wir haben sie, meine Damen und Herren von CDU/CSU und FDP, immer und immer wieder aufgefordert, nicht länger die Augen vor diesen höchst fragwürdigen Geschäften zu verschließen, sondern sich stattdessen für eine Effektivierung der Exportbestimmungen einzusetzen. Geschehen ist nichts.

    Er verweist auch darauf, dass sich das Auswärtige Amt und das Wirtscahftsministerium (beide FDP) beim Thema Exportkontrollen völlig widersprüchlich äußern.

    So, meine Damen und Herren, sieht also die „verantwortungsbewusste Exportkontrolle” aus, von der Sie bis heute schwadronieren. Sie suggerieren, sich für die Freiheit des Netzes einzusetzen, und in Wirklichkeit ermöglichen Sie  – zumindest indirekt – Verfolgung und Folter made in Germany.

    Für die LINKE begrüßte Andrej Hunko grundsätzlich den Antrag, forderte aber, dass die Liste der Dual-Use-Güter noch deutlich erweitert werden soll:

    Die Liste jener Dual-Use Güter, für deren Export es einer Genehmigung benötigt, müsste deutlich erweitert werden. Hierzu gehören Anwendungen zur Versendung einer „Stillen SMS“ oder die sogenannten IMSI-Catcher und WLAN-Catcher, um Mobiltelefone zu lokalisieren und die Kommunikation der Besitzerinnen und Besitzer abzuhören. Auch die sogenannte Funkzellenauswertung gehört immer mehr zum Standard. Die beschriebenen Kommunikationsvorgänge laufen in „Monitoring Centres“ zusammen, wie sie etwa Siemens Nokia und nun die Firma Trovicor in arabische Länder exportiert.

    Angesichts der Vorverlagerung von Strafverfolgung zähle ich auch die zunehmende Nutzung von Data Mining-Software zu jenen Technologien, die – etwa im Namen eines „Kampfes  gegen Terrorismus“ gegen missliebige Aktivitäten eingesetzt werden.

    Er kritisierte außerdem, dass deutsche Sicherheitsbehörden

    .. zahlreiche ausländische Behörden in der Anwendung der Spionagewerkzeuge beraten: So geschehen etwa in Belarus oder in Kirgistan. Zur Verkaufsförderung von Trojaner-Software hatte das Bundeskriminalamt mit den deutschen Herstellern ein informelles Netzwerk eingerichtet, das in mehreren Ländern regelrechte Tupper-Parties zum „Informationsaustausch“ organisierte. In Ländern des Arabischen Frühlings führt das Bundeskriminalamt Schulungen zur „Open Source Internetauswertung“ durch – entsprechende Lehrgänge fanden sogar noch unter den damaligen Machthabern statt.

    Für die CDU „redete“ Erich Fritz (PDF), der aufgrund der ihm zustehenden längeren Redezeit etwas weiter ausholen konnte:

    Cyber Security ist daher eine große politische Herausforderung auf nationaler und internationaler Ebene. Eines ist sicher: kein Staat kann Cyberspace alleine regulieren.

    Auch die CDU kann sich der Idee anschließen, dass es Exportkontrollen für Überwachungssoftware geben soll.

    Gefährlich wird es in der Tat, wenn diese Überwachungstechnologie missbraucht wird zu Zwecken der internen Repression z. B. für die Überwachung und Verfolgung Oppositioneller und Minderheiten. Undemokratische Staaten dürfen nicht die technischen Mittel bekommen, um Ihre Bürger auszuspionieren und zu bedrohen. Dieses Ziel eint uns. (…)

    Unser Problem besteht darin, dass Softwareprodukte nicht immer als Dual-Use-Güter gelten oder auf der Ausfuhrliste stehen und daher oft nicht unter die zu kontrollierenden Güter fallen. Es gibt noch keine übergreifende Exportkontrolle für jede Form von Überwachungssoftware. Die Bundesregierung arbeitet aktuell daran, den Export von Überwachungssoftware stärker regulieren zu können.

    Er ist allerdings der Meinung, dass die Bundesregierung hier ausreichend viel unternimmt und wirft den Grünen vor, das Thema für den Wahlkampf zu instrumentalisieren.

    Ein Beispiel: Der Begriff „digitale Waffen“ für Überwachungssoftware ist plakativ, könnte aber zu einer Verharmlosung der schrecklichen unmittelbar tödlichen Wirkung „echter“ Waffen führen.

    Die Reden von Martin Lindner (FDP) und Klaus Barthel (SPD) waren am Freitag auf Nachfrage nicht zu erhalten und fehlten leider auch im Bundestags-Protokoll.

    18. Mai 2013 2
  • : UK: Musikindustrie bereitet weitere Sperrung von Webseiten vor
    UK: Musikindustrie bereitet weitere Sperrung von Webseiten vor

    Wie TorrentFreak berichtet, bereitet die britische Musikindustrie zum wiederholten Male die Sperrung von Webseiten durch Internetprovider vor. So seien laut einer Insiders aus der Musikindustrie 25 Seiten betroffen, darunter große Bittorrent-Seiten wie 1337x oder der mp3-Streaming Dienst Grooveshark.

    Nach Informationen die TorrentFreak vorliegen, handelt es sich hierbei um eine gemeinsame Aktion der British Phonographic Industry (BPI), ein Repräsentant der britischen Musikindustrie, sowie der Phonographic Performance Limited (PPL), einer britischen Musiklizenzierungsgesellschaft, ähnlich der deutschen GEMA. So soll die PPL im Auftrag der BPI ein Schreiben mit einer Liste von 25 Webseiten an alle Mitglieder versendet haben.

    Over the past years, UK music labels have innovated to build one of the most vibrant digital music sectors in the world. However, the growth of digital music in the UK is held back by a raft of illegal businesses commercially exploiting music without a licence from the copyright holders […]

    17. Mai 2013 1
  • : Heute im Bundestag: neues IFG, Datenschutz in der EU, Export von Zensur- und Überwachungstechnologie, Netzneutralität
    Heute im Bundestag: neues IFG, Datenschutz in der EU, Export von Zensur- und Überwachungstechnologie, Netzneutralität

    In der heutigen 240. Plenarsitzung wird sich der Bundestages mit einer Reihe netzpolitischer Themen befassen. Als TOP 12 ist die erste Beratung über den durch das SPD eingebrachten Entwurf zum neuen Informationsfreiheits- und Transparenzgesetz (IFTG) – wir berichteten. Als TOP 36 wird sich der Bundestag auf Antrag der SPD-Fraktion mit einem Vorschlag der EU-Kommission auseinandersetzen, welcher einheitliche Richtlinien für den Datenschutz innerhalb der EU fordert.

    Weitere Themen sind ein Antrag der Grünen, mit dem der Export von Zensur- und Überwachungstechnologie, insbesondere an autoritäre Staaten, verhindert werden soll (mehr dazu auch auf unter gruen-digital.de). Und kurz vor Schluss wird sich der Bundestag auf Antrag der Fraktion DIE LINKE noch mit dem gesetzlichen Festschreiben der Netzneutralität befassen.

    Eine Übersicht der gesamten Tagesordnung findet sich auf der online Website des Bundestages. Die gesamte Plenarsitzung wird wie immer im Parlamentsfernsehen und auf der Seite des Bundestages übertragen.

    16. Mai 2013 2
  • : Internet-Zensur: mehrere griechische Torrent-Seiten vor Sperrung
    Internet-Zensur: mehrere griechische Torrent-Seiten vor Sperrung

    Nach der Sperrung von 27 Filesharing-Seiten in Italien durch die Provider und der Sperrung mehrerer Filesharing-Portale in Großbritannien, ist nun anscheinend Griechenland an der Reihe.

    Wie TorrentFreak berichtet hat die Greek Society for the Protection of Intellectual Property (AEPI) die Sperrung von 10 Filesharing-Seiten vor Gericht beantragt. Zu den zu sperrenden Seiten gehören unter anderem bekannte Portale wie KickAssTorrents, isoHunt oder 1337x, sowie eine Reihe weiterer lokaler Seiten.

    14. Mai 2013 1
  • : Act of Terror – Ein Film über das Filmen von Polizisten. Und was dann passiert.
    Act of Terror – Ein Film über das Filmen von Polizisten. Und was dann passiert.

    Gemma Atkinson hat in der Londoner U‑Bahn gefilmt, als ihr Freund angehalten und durchsucht wurde. Das reicht schon, um gegen das britische Terrorismus-Gesetz zu verstoßen. Dachte jedenfalls die beteiligte Polizei.

    Tatsächlich steht im Gesetz, dass es in Großbritannien verboten ist, PolizistInnen zu fotografieren oder zu filmen – wenn die Aufnahmen terroristisch nutzbar sind. Ich vermute, dass das eine ziemlich dehnbare Definition ist.

    Sie hat sich vor Gericht dagegen gewehrt, dass sie in Gewahrsam genommen und mit Handschellen gefesselt wurde. Und hat gewonnen. Das Geld aus dem Verfahren hat sie in diesen kurzen Film gesteckt:

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    Nebenbei wird auch sehr anschaulich gezeigt, warum nur wenige Leute die Nerven haben, juristisch gegen die Polizei vorzugehen. Das ist hier nicht anders.

    (via The Guardian)

    7. Mai 2013 10
  • : Collateral Freedom: Wie chinesische Internet-Nutzer die Zensur umgehen
    Collateral Freedom: Wie chinesische Internet-Nutzer die Zensur umgehen

    Die chinesische Regierung lässt die Umgehung der Internet-Zensur auf bestimmte Arten zu, weil die komplette Sperrung zu viele „Kollateralschäden“ bedeuten würde. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage von über 1.000 chinesischen Internet-Nutzern, die die Zensur umgehen. Die meisten von ihnen wollen einfach nur zensierte Inhalte schnell erreichen – und weniger anonym und sicher sein.

    Das Open Internet Tools Project hat eine Studie zur Umgehung der Internet-Zensur in China veröffentlicht: Collateral Freedom: A Snapshot of Chinese Users Circumventing Censorship. (PDF)

    Darin präsentieren sie die Ergebnisse einer Umfrage von 1.175 Menschen, die die Internet-Zensur umgehen. Aus der Zusammenfassung:

    The report found that the circumvention tools that work best for Chinese users are technologically diverse, but are united by a shared political feature: the collateral cost of choosing to block them is prohibitive for China’s censors. Survey respondents rely not on tools that the Great Firewall can’t block, but rather on tools that the Chinese government does not want the Firewall to block. Internet freedom for these users is collateral freedom, built on technologies and platforms that the regime finds economically or politically indispensable

    Das OpenITP will damit Entwicklern und Förderern von Anti-Zensur-Technologien Hinweise geben, wie diese Tools in der Praxis wirklich angewendet werden und was die Bedürfnisse der Nutzerinnen sind.

    3. Mai 2013 7
  • : Netzpolitischer Wochenrückblick: KW 16
    CC-BY-ND <a href="http://www.flickr.com/photos/tambako/8512432948/in/photostream/" >Tambako The Jaguar</a>
    Netzpolitischer Wochenrückblick: KW 16

    Die wichtigsten Themen der Woche im Netzpolitischen Rückblick, die Audioversion folgt in Kürze!

    • Quellen-TKÜ: Bund und Länder verzichten “bis auf Weiteres” auf Einsatz, Eigenentwicklung verzögert sich weiter

    Die Eigenentwicklung eines behördlichen Staatstrojaners und die Überprüfung des kommerziellen Trojaners FinFisher verzögern sich weiter. Das geht aus einer Antwort des Innenministeriums vor, die wir veröffentlichen. Erstmals geben aber Bund und Länder zu, “bis auf Weiteres” auf Quellen-Telekommunikationsüberwachungen zu verzichten. [Zum Artikel]

    19. April 2013
  • : Internet-Zensur: Italienische Provider sperren 27 Filesharing-Seiten – und Indymedia
    Internet-Zensur: Italienische Provider sperren 27 Filesharing-Seiten – und Indymedia

    In Italien werden Internet-Provider verpflichtet, den Zugang zu bestimmten Webseiten zu sperren. Letzte Woche traf es 27 Filesharing-Seiten auf einmal. Die Internet-Zensur wurde ursprünglich gegen Kinderpornografie eingeführt, aber mittlerweile gegen alle möglichen Inhalte eingesetzt – auch politische Webseiten.

    Wir haben bereits berichtet, dass auch in Italien Provider ihren Kunden den Zugang zu manchen Webseiten sperren und diese so zensieren. Begründet wurde diese Netz-Zensur, wie so oft, mit dem Kampf gegen kinderpornografische Inhalte. Mittlerweile werden jedoch schon 5.646 Webseiten gesperrt, wie die Beobachtungsstelle für Internet-Zensur in Italien berichtet – aus vielen verschiedenen Gründen.

    Gleich zu Beginn wurde 2008 die Filesharing-Seite The Pirate Bay gesperrt. Letzte Woche kamen noch einmal 27 Sharehoster-Seiten dazu, die genaue Liste gibt’s bei TorrentFreak. Die Staatsanwaltschaft in Rom hatte die neuen DNS-Sperren anordnen lassen und will diese zu einer Beschlagnahme der Domains ausbauen.

    In der Sperr-Liste der Beobachtungsstelle für Internet-Zensur in Italien finden sich weitere Sperrgründe:

    16. April 2013 7
  • : Französischer Geheimdienst lässt Artikel in Wikipedia löschen (Update)
    Französischer Geheimdienst lässt Artikel in Wikipedia löschen (Update)

    Wo wir gerade beim Eingriff von staatlichen Behörden auf die Wikipedia sind: Der französische Geheimdienst hat einen Artikel aus der französischen Wikipedia löschen lassen. Hier ist eine Übersetzung der französischen Mitteilung:

    Guten Tag,

    ich teile Ihnen/euch mit, dass ich den Artikel über die Militärische Funkstation bei Pierre-sur-Haute während der bevorstehenden Wartung löschen werde. Dieser Artikel verstößt gegen den Artikel 413–11 des französischen Strafrechts (Verrat militärischer Geheimnisse der Landesverteidigung). Nachdem sich die Wikimedia Foundation geweigert hatte, diesen Artikel in seiner jetzigen Form zu löschen, lud mich die französische Polizei in meiner Eigenschaft als Administrator vor. Für eine Wiederbereitstellung des Artikels ist der_die jeweilige ausführende Administrator_in verantwortlich im Sinne des Strafrechts.

    Über weitere Informationen freuen wir uns in den Kommentaren.

    Update: Der Google-Translate-Text wurde gegen eine händische Übersetzung ausgetauscht.

    Update: Es gibt ein Statement der Rechtsabteilung der Wikimedia Foundation: „Wikimedia Foundation elaborates on recent demand by French governmental agency to remove Wikipedia content.“ (Danke Tilmann)

    Es gibt den Artikel derzeit in zwölf Sprachen, Tendenz steigend. Hier ist der deutsche Artikel: Militärische Sendeanlage Pierre-sur-Haute.

    Da wird die Geschichte auch kurz nochmal erklärt: Kontroverse um Wikipedia-Artikel.

    Am 4. März 2013 versuchte der französische Inlandsgeheimdienst DRCI durch einen Brief an die Wikimedia Foundation den Artikel über die Station aus der französischen Wikipedia löschen zu lassen, da dieser geheime Informationen enthalte.[3] Auf Nachfrage der Wikimedia Foundation, welche Passagen in den Augen der DRCI problematisch seien, wurde von dieser ohne Nennung weiterer Details wiederholt die Löschung des gesamten Artikels gefordert. Nachdem die Wikimedia Foundation dem nicht nachkam, nötigte die DRCI einen ehrenamtlichen Administrator der französischen Wikipedia dazu, die Löschung während einer persönlichen Vorladung in der Räumlichkeiten des DRCI vorzunehmen.[4][5][6][7][8]

    Später wurde der Artikel von anderen Wikipedia-Nutzern wiederhergestellt.[5] Das französische Innenministerium lehnte gegenüber der AFP einen Kommentar ab.[9] Die Kontroverse brachte dem Artikel einige Medienaufmerksamkeit und führte dazu, dass der Artikel in mehrere Sprachen übersetzt wurde. Dies wurde von der Zeitung 20 minutes als Beispiel für den Streisand-Effekt angeführt.[10]

    Und auch Wikinews berichtet: Französischer Inlandsgeheimdienst forderte Löschung eines Wikipedia-Artikels.

    Hier ist übrigens eine Statistik, wie oft der Original-Artikel aufgerufen wurde.

    5. April 2013 15
  • : Wird Russland die Wikipedia sperren?
    Wird Russland die Wikipedia sperren?

    Die englischsprachige russische Nachrichtenagentur RiaNovosti berichtet, dass die russische Wikipedia eine Nachrichte der dortigen SPerrbehörde erhalten hat, dass Teile der russischen Wikipedia auf die Liste der Netzzensur kommen könnte. Konkret handelt es sich wohl um einen Artikel zum Thema Cannabis, sicher ein Thema, wovor die Kinder geschützt werden müssen.

    The notification says that a Wikipedia article titled “Smoking Cannabis” includes information on the methods of extraction, production and consumption of narcotics. The site’s administrators must remove all banned content within 24 hours of receiving the notification, otherwise the hosting provider is obliged to block access to Russian-language Wikipedia in Russia. If the provider fails to do this, the network operator will block access to the website, the notification said.

    Wir sind gespannt. Eine Sperrung der russischen Wikipedia, und sei es nur zu Teilen, wegen eines Artikel zum Thema Cannabis zeigt, dass das dortige Netzzensur-Gesetz zum Schutz der Kinder garantiert zweckentfremdet wird.

    5. April 2013 4
  • : Petition: Hollyweb, W3C und Lobbyisten für „Digital Rights Management“ im HTML5-Standard
    Petition: Hollyweb, W3C und Lobbyisten für „Digital Rights Management“ im HTML5-Standard

    hollywebDer fast fertige HTML5-Standard für Webseiten soll technische Möglichkeiten zur Inhalte-Kontrolle erhalten. Mit dem gefährlichen „Digital Rights Management“ (DRM) ist aber schon die Musikindustrie gescheitert. Netzpolitische Organisationen rufen dazu auf, eine Petition dagegen zu unterzeichnen – macht mit!

    Das HTML-Protokoll ist für das Internet zentral wie die Luft zum Atmen. Es beschreibt, wie Inhalte im Webbrowser dargestellt werden. Kein Wunder, dass die Neutralität, Unabhängigkeit und Offenheit dieses Protokolls nahezu allen Usern ausgesprochen wichtig sind. Genau diese Grundsätze sind jetzt in Gefahr, weil die Medienindustrie ihre Lobbyisten auf das World Wide Web Consortium (W3C) angesetzt hat, um eine standardisierte Schnittstelle für DRM-Mechanismen direkt in das HTML-Protokoll zu integrieren.

    Bisher gibt es keine solche Schnittstelle im Protokoll, was zu Auswüchsen wie dem Flash-Plugin geführt hatte. Unter dem Vorwand, einen Ersatz für Flash zu schaffen, sollen nun Schnittstellen für proprietäre Erweiterungen in HTML in den Standard integriert werden. Damit entstehen mindestens zwei schwerwiegende Einschränkungen für User: Sie können nicht mehr jederzeit alle Inhalte empfangen, und die Implementierung der proprietären Erweiterungen ist nicht mehr vollständig in freien Webbrowsern wie Firefox möglich. Gerade diese Freiheiten sind Hollywood ein Dorn im Auge, so dass es mit Sicherheit keine Vorteile für Anwender gibt, mit denen sich diese Erweiterungen begründen lassen. Es soll die Einführung und Verbreitung von DRM-Technologie erleichtert werden, weil auf diese Weise jeder standardkonforme Browser als DRM-Schnittstelle dienen kann. Mehr nicht.

    4. April 2013 6
  • : Das französische Paradox
    Das französische Paradox

    546px-French_Legation_Wine_CellarEin französisches Paradox gibt es nicht nur in Sachen Mittelmeer-Diät und Lebensstil. Auch im digitalen Bereich schaffen es die Franzosen, nicht immer ganz kohärent zu sein. Vor nur wenigen Tagen wurde bekannt, dass Frankreich das Prinzip der Netzneutralität gesetzlich verankern will.

    Der französische Rat für die digitale Agenda CCNum veröffentlichte Mitte März eine kurze Empfehlung, begleitet von einem 67-seitigen Bericht (pdf, FR). Die Stellungnahme des CCNum beschränkt sich zunächst darauf, das Prinzip der Netzneutralität gesetzlich zu sichern – ohne sofort eine effektive Rechtsdurchsetzung vorzuschlagen. Konkret möchte der Rat Artikel 1 des Kommunikationsfreiheitsgesetzes von 1986 mit dem folgenden Text ergänzen:

    Die Neutralität der Kommunikationsnetze, der Infrastruktur, der Zugangsdienste und der öffentlichen elektronischen Kommunikationsdienste garantiert, dass Informationen und Mittel der Meinungsäußerung zu nicht diskriminierenden, gerechten und transparenten Bedingungen zugänglich sind.

    Nach den Niederlanden und Slowenien könnte unser Nachbarland nun also zum dritten europäischen Staat werden, der eine Diskriminierung von Inhalten oder Diensten im Internet verbietet.

    Allerdings passt dies nicht so ganz mit den französischen Überlegungen zur Bekämpfung unliebsamer oder illegaler Inhalte zusammen. Die französische Regierung liebäugelt seit einiger Zeit schon mit einer recht paradoxen Lösung: Amerikanische IT-Riesen einfach mit der Wahrung französischer Werte und Kultur sowie der Durchsetzung politischer Ziele beauftragen.

    2. April 2013
  • : Internet-Zensur in Russland weitet sich aus: Politische Gegner, Mein Kampf, Glücksspiel, Bestechung und Cartoons
    Internet-Zensur in Russland weitet sich aus: Politische Gegner, Mein Kampf, Glücksspiel, Bestechung und Cartoons

    In Russland werden immer mehr Webseiten zensiert, wie aus einer Auflistung im Februar gesperrter Seiten hervorgeht. Das zugrundeliegende Gesetz sollte nur Kinderpornografie, Drogenkonsum und Suizid-Anleitungen sperren, doch es betrifft immer harmlosere Inhalte. Auch westliche Internet-Firmen kooperieren mit der russischen Zensurbehörde.

    2. April 2013 14
  • : Myanmar: Noch ein langer Weg zum freien Internet
    Myanmar: Noch ein langer Weg zum freien Internet

    Im Februar berichteten wir über Versuche „staatlich unterstützter Angreifer“, die Mail-Accounts myanmarischer Journalistinnen und Journalisten zu hacken sowie Angriffe auf die Webseiten der zwei führenden privaten Nachrichtenportale.

    Vor einem Monat erschien ein Report des Open Technology Fund OTF, über „Access and Openness“ in Myanmar 2012. Eine ‚technische Delegation’ besuchte im Dezember letzen Jahres Yangon und die Hauptstadt Naypyidaw und untersuchte die Telekommunikationslandschaft der Republik. Denn trotz Reformen der zuvor sehr strikten Medienbeschränkungen und Zensurmaßnahmen in Myanmar war es, wie bei den beiden Nachrichtenportalen, zu Angriffen auf unabhängige Medien gekommen. Die meisten Menschen in Myanmar haben durch internetfähige mobile Geräte Zugang zum Netz, insgesamt sollen es circa 350.000 Bürgerinnen und Bürger sein (bei einer Einwohnerzahl von circa 54 Millionen).

    25. März 2013