Die chinesische Regierung lässt die Umgehung der Internet-Zensur auf bestimmte Arten zu, weil die komplette Sperrung zu viele „Kollateralschäden“ bedeuten würde. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage von über 1.000 chinesischen Internet-Nutzern, die die Zensur umgehen. Die meisten von ihnen wollen einfach nur zensierte Inhalte schnell erreichen – und weniger anonym und sicher sein.
Das Open Internet Tools Project hat eine Studie zur Umgehung der Internet-Zensur in China veröffentlicht: Collateral Freedom: A Snapshot of Chinese Users Circumventing Censorship. (PDF)
Darin präsentieren sie die Ergebnisse einer Umfrage von 1.175 Menschen, die die Internet-Zensur umgehen. Aus der Zusammenfassung:
The report found that the circumvention tools that work best for Chinese users are technologically diverse, but are united by a shared political feature: the collateral cost of choosing to block them is prohibitive for China’s censors. Survey respondents rely not on tools that the Great Firewall can’t block, but rather on tools that the Chinese government does not want the Firewall to block. Internet freedom for these users is collateral freedom, built on technologies and platforms that the regime finds economically or politically indispensable
Das OpenITP will damit Entwicklern und Förderern von Anti-Zensur-Technologien Hinweise geben, wie diese Tools in der Praxis wirklich angewendet werden und was die Bedürfnisse der Nutzerinnen sind.