Myanmar: Noch ein langer Weg zum freien Internet

Im Februar berichteten wir über Versuche „staatlich unterstützter Angreifer“, die Mail-Accounts myanmarischer Journalistinnen und Journalisten zu hacken sowie Angriffe auf die Webseiten der zwei führenden privaten Nachrichtenportale.

Vor einem Monat erschien ein Report des Open Technology Fund OTF, über „Access and Openness“ in Myanmar 2012. Eine ‚technische Delegation‘ besuchte im Dezember letzen Jahres Yangon und die Hauptstadt Naypyidaw und untersuchte die Telekommunikationslandschaft der Republik. Denn trotz Reformen der zuvor sehr strikten Medienbeschränkungen und Zensurmaßnahmen in Myanmar war es, wie bei den beiden Nachrichtenportalen, zu Angriffen auf unabhängige Medien gekommen. Die meisten Menschen in Myanmar haben durch internetfähige mobile Geräte Zugang zum Netz, insgesamt sollen es circa 350.000 Bürgerinnen und Bürger sein (bei einer Einwohnerzahl von circa 54 Millionen).

In dem Report des OTF geht es um die technische Analyse des Internet-Zugangs in Myanmar, um Zugang durch mobile Geräte und das Public Access Center bei Naypyidaw. Zu den wichtigsten Erkenntnissen gehören, dass es kaum deutliche Gesetze zu Überwachung und Zensur gibt und dass die drei ISPs entweder komplett oder teilweise in staatlicher Hand sind oder aber Familienangehörigen der politischen Führungsriege gehören. Desweiteren wurden Geäte von der Firma Blue Coat gefunden, die teilweise für Deep Packet Inspection verwendet wurden.

Internationale Unternehmen wie Google, Microsoft und HP starkes Interesse zeigen starkes Interesse an dem „digital wasteland“ Myanmar:

With over 90 companies bidding for telco licenses to operate in the country, and companies like Google, Microsoft, HP, Intel, and Cisco visiting and possibly planning to open offices, by the end of 2014 we’ll be looking at a completely different Myanmar.

Google.com.mm machte am 21. März den Anfang.

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