USA

  • : Freie Software ist notwendig für die Entfaltung einer Freien Kultur!
    Freie Software ist notwendig für die Entfaltung einer Freien Kultur!

    Lawrence Lessig hat auf der Linux World in San Franzisco die Keynote gehalten und Internetworld.com berichtet darüber: Lessig: Free Culture Needs Free Software.

    „The fight for free culture will be harder than the fight for free software,“ Lessig added. „There are no laws against free software.“ Lessing provided the audience with three steps that they could do to help the fight for free culture. The first is to understand that free culture is not piracy and that piracy should not be defended. The second item is to actually practice free culture and to participate in it. The third step, and the one most important for the LinuxWorld audience, is to enable free culture with a free platform to make it possible for free culture to flourish. „Free software is necessary to create free culture.“

    Nach der Keynote warf Lessig seinen Apple MacOSX in die Menge und stieg auf Freie Software um… Naja, nicht wirklich, leider. Aber manchmal wundere ich mich, dass soviele Free Culture Advocaten Wasser predigen („Freie Software“) und Wein trinken („Apple Mac OSX“). Cory Doctorow ist ja mittlerweile erfreulicherweise auf Ubuntu umgestiegen. Hoffentlich steigen noch mehr um, weil die Kernmessage kann ich nur unterschreiben: Freie Software ist notwendig für die Entfaltung einer Freien Kultur! Schmeisst Eure Apples Betriebssysteme weg, auch wenn sie schöner aussehen mögen!

    16. August 2006 10
  • : Ein Fuchs im Kornfeld
    Ein Fuchs im Kornfeld

    Das ist mal eien coole Idee: Studenten der Linux Users Group an der Oregon State University haben ein 220 Fuss grosses Firefox-Logo in ein Kornfeld gemacht. Vielleicht waren es aber auch Aliens, who knows?

    Auf der Webseite findet man eine detaillierte Anleitung in Form eines Erlebnisberichtes. Eines der Ziele der netten Open Source Marketing Aktion ist es, in Google Earth sichtbar zu werden.

    16. August 2006 9
  • : PR gegen Netzneutralität
    PR gegen Netzneutralität

    Hier kann man wieder eine nette Medienverdummung, bzw. PR der Telkos im Streit um die Netzneutralität sehen. Die Computerwoche berichtet über eine Studie einer Firma namens Brix Networks, welche die Qualität von VoIP-Lösungen untersucht und erstaunliches herausgefunden haben will: VoIP-Qualität wird angeblich schlechter.

    Ein geeignetes Mittel, um die Sprachqualität zu verbessern, wäre eine Priorisierung des Traffics im Netz, was letztendlich in einer von Carriern erhobenen Durchleitungsgebühr münden könnte. Eine Internet-Maut wird von Verfechtern der „Net Neutrality“, darunter Diensteanbieter wie Amazon.com, Ebay, Google, Yahoo oder Vonage vehement bekämpft.

    Aus Sicht von Marktexperten ist die Einführung einer Durchleitungsgebühr nur eine Frage der Zeit: Bei VoIP-Anwendern gebe es noch eine gewisse Toleranz, was die Dienstgüte betrifft, erklärte Yankee-Group-Analyst Zeus Kerravala gegenüber dem News-Dienst Cnet. Spätestens mit dem verstärkten Abruf von Videos aus dem Internet, etwa IPTV, würde eine schlechte Qualität nicht mehr geduldet.

    In der Realität finden die VoIP-Anbieter aber komischerweise eine Neutralität des Netzes gut. Wenn sich die VoIP-Anbieter um ein ordentliches Peering kümmern, ist eine Priorisierung, wie hier beschrieben, nicht nötig. Sinnvoller wäre es, wenn die VoIP-Router zuhause bei den Nutzern die Bandbreite sichern. Und IPTV wird immer von Seiten der Telkos als Beispiel eingebracht, um eine Netzneutralität zu ihren Gunsten aufzugeben.

    [Danke Torsten]

    16. August 2006 3
  • : Softwarepatente: Aufruhr im E‑Learning-Sektor
    Softwarepatente: Aufruhr im E‑Learning-Sektor

    Der E‑Learning-Bereich ist in Aufruhr, wie die Posts bei O‚Reilly zeigen: Die Firma Blackboard hat das so genannte Learning Management System (LMS) patentiert und damit viel böses Blut in der Branche verursacht. Nach amerikanischem Recht wurde der Firma ein Patent genehmigt, das ihr „ziemlich alles, was mit Learning Management Systemen zu tun hat, garantiert“ erklärt Open-Source-Programmierer Michael Feldstein in seinem Blog e‑Literate, der unter anderem auch an Freien E‑Learning-Projekten des MIT mitgearbeitet hat. Er interpretiert das Patent so, dass Blackboard die Rechte an jeder Art von Groupware hat, die bei Lernsoftware eingesetzt wird. Das würde schwerwiegende Folgen sowohl für proprietäre Entwickler als auch für die Open-Source-Gemeinde haben, so Feldstein. Damit nicht genug: Am gleichen Tag reichte Blackboard eine Patentklage gegen den Konkurrenten Direct2Learn ein. Nicht nur freie Lernprogramme wie Moodle und Sakai könnten damit ebenso belangt werden, sogar ein Content Management System (CMS) wie Drupal wäre im Visier des breit ausgelegten Patents, so Feldstein.

    Die Community schritt zur Tat: Es wurde eine Seite ins Leben gerufen, um die juristische Sprache des Patents verständlich zu formulieren. Weiterhin gibt es einen großen Überblick über die Geschichte des E‑Learning bei der Wikipedia. Außerdem wurde ein Boykottaufruf mit einer Online-Petition gegen Blackboard gestartet.

    [Danke an Daniel]

    15. August 2006
  • : Neues von SWIFT
    Neues von SWIFT

    Während die Article 29 Group unter dem Vorsitz von Peter Schaar nächste Woche die massive Weitergabe von europäischen Banküberweisungsdaten an US-Geheimdienste diskutieren wird, hat in Österreich die Staatsanwaltschaft Wien Vorermittlungen eingeleitet. Dies berichtet die Futurezone: Staatsanwaltschaft prüft SWIFT-Affäre.

    Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigte auf Anfrage von ORF.at, dass in dieser Angelegenheit Vorerhebungen eingeleitet worden sind. Auch hier wird noch geprüft, ob durch die Weitergabe dieser Daten gegen österreichisches Recht verstoßen wurde, im Zentrum der Vorerhebungen: der österreichische SWIFT-Aufsichtsrat Gall.

    Aus Deutschland scheint es in diese Richtung keine Aktionen zu geben. Schade eigentlich.

    Im Rahmen unserer Aktion „Die CIA spioniert – auch auf Deinem Konto? Frag Deine Bank!“ wurden die Musterbriefe bisher über 1000x heruntergeladen. Ein Artikel dazu ist bei der Readers Edition im Moment sowohl unter den Top5 der „Meistgelesenen Artikel“ als auch „Artikel der Woche“. Man kann ihn dort übrigens immer noch bewerten.

    14. August 2006 2
  • : Ashcroft macht jetzt in Homeland Security
    Ashcroft macht jetzt in Homeland Security

    Erinnert sich noch jemand an John D. Ashcraft? Der war US-Justizminister vor und nach dem 11. September und ist mit verantwortlich für den Aufbau der Homeland Security und der ausufernden Überwachung in den USA. Seit zwei Jahren ist er nicht mehr Teil der Regierung und war wohl Vorbild für Otto Schily und seine Biometrie-Beratungstätigkeiten, wie ein Artikel in der Washington Post zeigt: Ashcroft Finds Private-Sector Niche.

    Nearly two years after he left the Justice Department for a glass-and-marble office tower six blocks away, Ashcroft is building a lucrative consulting company helping security and other firms find business with federal agencies. Federal spending on homeland security is expected to reach nearly $60 billion in fiscal 2007, according to the Office of Management and Budget.

    [Danke Falk]

    14. August 2006
  • : Human Rights Watch: Zensur-Report zu China
    Human Rights Watch: Zensur-Report zu China

    Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch hat einen 149-seitigen Report zur Internetzensur in China veröffentlicht: “Race to the Bottom” – Corporate Complicity in Chinese Internet Censorship (PDF).

    Westlichen Firmen wie Microsoft, Google, Yahoo und Skype wird darin eine Mittäterschaft bei der Verletzung von Menschenrechten ‚wie dem Recht auf Meinungsfreiheit, vorgeworfen. Die Zensurmassnahmen in China seien laut der Pressemeldung von HRW „tyrannisch, undurchsichtig und unverantwortlich“: China: Internet Companies Aid Censorship – Legislation and Code of Conduct Needed to Ensure Ethical Business Practices.

    Human Rights Watch definiert auch konkrete Forderungen an westliche Gesetzgeber und schliesst sich damit den Forderungen von Reporter ohne Grenzen an, die auch schon in eine Resolution des europäischen Parlaments eingeflossen sind:

    Human Rights Watch believes the following principles should be included in legislation on corporate responsibility to uphold human rights:

    * No user data should be stored in jurisdictions where there is a strong record of punishing individuals for exercising basic rights such as freedom of expression;
    * Companies should not take on the role of active censors;
    * Companies should be prohibited from complying with oral, undocumented requests from the authorities for censorship of political speech;
    * Companies should make public on their websites when a government has forced them to censor political speech;
    * When a search returns no results, or only censored results, companies should be required to clearly inform users; and
    * Legislation should be adopted by all countries and should apply to companies operating in all countries.

    Da der Report sicherlich schnell innerhalb der chinesischen Zensurmauer gefiltert sein dürfte, bittet HRW um Mithilfe bei der Verbreitung auf Mirrors. Wenn Ihr mithelfen wollt, einen Zugang zu diesem Report zu erleichtert, dann spiegelt das ca. 5 MB grosse PDF auf Euren Seiten! Dasselbe gilt natürlich auch für das „Handbook for bloggers and cyber-dissidents“ von Reporter ohne Grenzen. Man kann die Datei dabei auch umbenennen, was vielleicht nochmal etwas die Zensur erschwert.

    10. August 2006 2
  • : Deleting Online Predators Act
    Deleting Online Predators Act

    Über DOPA, dem „Deleting Online Predators Act“, hatte ich wohl noch gar nicht geschrieben. Das ist ein spannendes Gesetz zur Förderung der Medienkompetenz unter Jugendlichen in den USA. Hauptziel ist es wohl, Kinder und Jugendlichen von gefährlichen Orten wie MySpace & Co fernzuhalten, wo sie nicht nur konsumieren, sondern kommunizieren und die Seelen dabei rein zu halten. Fernsehen bleibt aber irgendwie erlaubt.

    Spannend dabei ist, dass sich Jugendliche nun mit technischen Hilfsmitteln wie Proxy-Servern und dergleichem auseinandersetzen und ohne Probleme neue Wege finden, trotzdem kommunizieren zu dürfen. Vielleicht sogar mit etwas mehr Motivation. Technology Review berichtet gerade nochmal über DOPA: Falsche Angst vor MySpace. Ach ja: Die spinnen, die Amis.

    DOPA, vom republikanischen Abgeordneten Michael Fitzpatrick aus Pennsylvania angeführt, wurde am 26. Juli im US-Repräsentantenhaus mit 410 zu 15 Stimmen verabschiedet. Das Gesetz verbietet es Einrichtungen, die Bundesgelder erhalten, einen Internet-Zugriff auf kommerzielle Social-Networking-Seiten und Chatrooms anzubieten, weil sich dort Erwachsene herumtreiben könnten, die auf der Suche nach sexuellen Kontakten mit Kindern und Jugendlichen sind.

    Ds muss aber noch durch den Senat.

    8. August 2006 2
  • : AOL veröffentlicht Suchanfragen von 650.000 Kunden
    AOL veröffentlicht Suchanfragen von 650.000 Kunden

    Peinlich: Habe gerade erst gemerkt, dass Markus das schon gebloggt hatte. Erst lesen, dann schreiben… Na, immerhin sind hier ein paar Updates drin. Und ich muss mit Markus wohl mal diskutieren, ob man einen Link auf Sachen setzen sollte, die man eigentlich nicht gerne online haben will.
    Vor einigen Monaten gab es ja mal diesen Versuch der US-Regierung, an die Anfragen der großen Suchmaschinen ranzukommen, um sie vor Gericht als Argument für ein Gesetz „zum Schutz der Kinder vor Pornografie“ zu verwenden. Die Datenschützer liefen schon damals Sturm dagegen. Nun hat AOL sich einen Riesen-Klopser geleistet und 20 Millionen Suchanfragen von 650.000 Kunden komplett zum Download ins Netz gestellt. Die Kundennummern sind zwar durch Zufallszahlen (eine pro Kunde) ersetzt worden, aber die Suchbegriffe erlauben in vielen Fällen ein Zurückverfolgen der Leute – wer sucht nicht auch mal nach seinem eigene Namen oder dem von guten Bekannten). Nach kurzer Zeit und vielfachem Protest in der Blogosphäre hat man sich zwar bei AOL etwas besseren besonnen und die Daten wieder offline genommen (Cache der ursprünglichen Seite hier), aber es gibt jetzt einige Mirrors, und Leute basten schon an Web-Interfaces zur einfacheren Auswertung. Neben den offensichtlichen Datenschutz-Problemen wird auch erwartet, dass Spammer, „Suchmaschinenoptimierer“ (falls es da einen Unterschied gibt) und Klingeltonverkäufer die Daten ausnutzen werden, um sich besser zu positionieren. Und es gibt bereits einen Aufruf zum AOL-Boykott (ist das überhaupt noch nötig?).

    Den Link auf die Mirrors der Daten setze ich übrigens mit Absicht nicht, weil ich mich zumindest nicht aktiv an der Verbreitung beteiligen will.

    7. August 2006 5
  • : Die NSA hat ein Stromproblem
    Die NSA hat ein Stromproblem

    Die NSA scheint in ihrem Rechenzentrum in Baltimore ein Stromproblem zu haben. Dies berichtet The Inquirer und bezieht sich dabei auf die Baltimore SUN: NSA computer operation headed for meltdown.

    The NSA has a huge eavesdropping outfit at its 350-acre Fort Meade headquarters and it is sucking up more juice than it should. Apparently the problem is so bad that NSA is unable to install some new gear for fear of blowing out the electrical infrastructure.

    7. August 2006 2
  • : AOL veröffentlicht Suchanfragen
    AOL veröffentlicht Suchanfragen

    Während sich eine Suchmaschine vor kurzem weigerte, eine Liste mit Suchanfragen an die US-Regierung zu schicken, schoss AOL am Wochenende gleich einen Vogel ab. Zu „Forschungszwecken“ wurden die Suchanfragen von mehr als 500.000 AOL-Mitgliedern über drei Monate (März bis Mai 2006) hinweg in ein öffentliches Wiki gestellt: AOL veröffentlichte Suchanfragen von über 500.000 Mitgliedern.

    In der zum Download bereitgestellten, 440 MByte großen Datei sind die AOL-Screennames der Nutzer durch zufällige Ziffernkombinationen ausgetauscht. In den Anfragen befinden sich jedoch bisweilen jede Menge Informationen, die Rückschlüsse auf die suchende Person zulassen, etwa Namen und Adressen von Freunden oder Kollegen. Gleichzeitig hat AOL beispielsweise Anfragen nach pornografischen Inhalten der gleichen Personen nicht aus der Log-Datei entfernt. Für Unternehmen, die personalisierbare Informationen zu Web-Nutzern suchen, sei die Datei ein gefundenes Fressen, kritisieren Privacy-Verfechter nun und rufen zum Boykott der AOL-Suchmaschine auf.

    Hier sind ein paar Links zu Mirrors.

    7. August 2006 3
  • : FAZ-Special zu Internet in China
    FAZ-Special zu Internet in China

    Mit dem Artikel „Der große Bruder“ beendet FAZ.NET ein kleines „Internet in China“-Special.

    Wenn jeweils im Frühjahr das State Department in Washington seinen Jahresbericht über Menschenrechts-verletzungen in der ganzen Welt veröffentlicht, sitzt China auf der Anklagebank ganz vorne. Seit etlichen Jahren legt Peking deshalb nur jeweils einen Tag später einen eigenen Jahresbericht über Menschenrechtsverletzungen in den Vereinigten Staaten vor. Der entsprechende Bericht aus diesem Jahr fällt wieder nicht sonderlich positiv aus. Doch jenseits solcher Symbolpolitik wächst das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern seit langem kontinuierlich.

    4. August 2006 2
  • : Aktion: Die CIA spioniert – auch auf Deinem Konto? Frag Deine Bank!
    Aktion: Die CIA spioniert – auch auf Deinem Konto? Frag Deine Bank!

    Über die europäische Finanzgesellschaft SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication), über die praktisch alle Auslands- und Eil-Überweisungen deutscher Banken laufen, hatten wir hier ja schon öfters berichtet. Die Organisation wurde mit der Aufdeckung vor wenigen Wochen bekannt, dass bereits seit 2001 jährlich die Daten von mindestens 20 Millionen Überweisungen ohne Gerichtsbeschluß an US-Behörden weitergegeben werden. Einfach so.

    Die Bundesregierung gibt sich nach einem Artikel von Tagesschau.de machtlos und verweist die Verbraucher an ihre jeweiligen Banken:

    „Wir haben keinen Zugriff auf ein belgisches Unternehmen“, sagte der Sprecher des Finanzministeriums, Torsten Albig, in Berlin. Die Bundesregierung werde die Amerikaner aber sicherlich im Rahmen der Gespräche der sieben führenden Industrieländer (G7) auf das Thema ansprechen. Indirekt appellierte Albig an deutsche Bankkunden, bei ihren Instituten nachzufragen, was diese für den Schutz der Kontendaten unternehmen. Die deutschen Anteilseigner der belgischen Gesellschaft müssten sicher stellen, „dass dort nur Dinge geschehen“, die vor den Kunden der von Swift vertretenen Kreditinstitute auch zu verantworten seien. Es sei Sache der deutschen Unternehmen, diese belgische Gesellschaft zu nutzen oder nicht. Am Ende entscheide der Markt, ob die Kunden der deutschen Banken dies so akzeptierten.

    Diese indirekte Aufforderung der Bundesregierung mit dem Verweis auf den Markt sollte man doch einfach mal als Verbraucher befolgen. Quintessenz.at hat für österreichische Bankkunden eine Mustervorlage für ein Auskunftsbegehren gegenüber den Banken erstellt und bietet diese auf ihrer Webseite an. Wir haben daraufhin die Musterbriefe ein wenig an das deutsche Datenschutzgesetz und die hiesigen Verhältnisse angepasst und stellen sie hier zur Verfügung. Kopiert sie, druckt sie aus und schickt sie mit den passenden Daten ausgefüllt an Eure Bank.

    * Winword 97/2000/XP DOC
    * OpenOffice OpenText ODT
    * RichTextFormat RTF
    * Acrobat PDF (zum handschriftlichen Ausfüllen – hat wer eine Acrobat Vollversion für eine Version mit Screen-Formular?)

    Wer kreative Antworten von seiner Bank erhält hat, möge sie doch bitte hier als Kommentar einfügen.

    Hier ist ein erstes Banner:

    Worum gehts nochmal bei SWIFT?

    Illegale Weitergabe von Finanzdaten – Ohne jemals einen Anspruch vor einem ordentlichen Gericht geltend gemacht zu haben, hat das US-Finanzministerium solange Druck ausgeübt, bis eine Einigung hinter verschlossenen Türen erzielt war. Nach den Regeln internationaler Datenzentren steht auch in New York ein Datenzentrum mit einer vollständigen Kopie aller Transaktionsdaten innerhalb der EU. Nach Angaben von SWIFT hätten ohne Einigung alle Daten beschlagnahmt werden können. Übermittelt wurden mehr als 100 Millionen Datensätze von Überweisungen.

    Verdacht auf Wirtschaftsspionage – Schon in der Causa der Weitergabe detaillierter Informationen über Flugbuchungen in die USA (Passenger Name Records), welche ähnlich wie die Finanzdaten bei SWIFT über das europäische Buchungssystem Amadeus laufen, wurde der Verdacht auf Wirtschaftspionage laut. Die Weitergabe dieser Daten wurde im Juni 2006 vom Europäischen Gerichtshof für illegal erklärt. Über die Leitungen von SWIFT werden täglich Transaktionen von 8000 Finanzinstituten weltweit abgewickelt und damit internationale Handelsbeziehungen im Detail abgebildet.

    Verletzung des Bankgeheimnis – Für die Wahrung des Bankgeheimnisses sind in erster Linie die Banken selbst verantwortlich. Diese können und müssen dafür sorgen, dass der millionenfache Vertrauensbruch sofort gestoppt wird. Nach fast fünf Jahren wird es nun Zeit, dass sich die Banken darum kümmern, wie mit unseren Finanzdaten umgegangen wird, die sie an SWIFT weitergeben. Denn es sind die Banken, die garantieren müssen, dass Dienstleister den gleichen Standard beim Datenschutz garantieren, wie sie selbst mit dem Bankgeheimnis versichern.

    Weiterführende Links

    * Privacy International: An Open Letter to the CEO of SWIFT on other covert programmes for access to financial data
    * Terrorist Finance Tracking Program raises privacy questions
    * ULD: US-Behörden kontrollieren weltweiten Banktransaktionsdaten von SWIFT
    * SWR: Datenschützer prüfen US-Bankdatenüberwachung
    * ULD: ULD ermittelt bei Banken wegen Datenweitergabe an CIA
    * DER STANDARD: CIA schnüffelt durch Bankdaten
    * EU-Datenschützer gehen gemeinsam gegen SWIFT-Affäre vor
    * NZZ: Datenschutz – ein vernachlässigtes Grundrecht
    * ÖÖN: US-GEHEIMDIENSTE: Auch Vertreter Österreichs deckte jahrelangen Bruch des Bankgeheimnisses
    * DIE PRESSE: Sorge über Datenweitergabe an USA
    * FTD: US-Geheimdienste greifen auf deutsche Bankdaten zu
    * FUZO: SWIFT-Bankdaten wurden „abgepresst“
    * HANDELSBLATT: Swift rückte Kontodaten freiwillig heraus
    * NZZ CIA untergräbt Bankgeheimnis
    * DER SPIEGEL Banken schweigen, Verbraucherschützer alarmiert

    3. August 2006 18
  • : Interview mit DefectiveByDesign-Kampagne
    Interview mit DefectiveByDesign-Kampagne

    Im digitalmusicweblog gibt es ein lesenswertes Interview mit Gregory Heller von der DefectiveByDesign-Kampagne.

    TDMW: DbD’s creative demonstrations have received quite a lot of attention in the blog-o-sphere, and some attention in the major media. They’ve also created quite a precedent for activism, how does DbD plan to keep up the momentum?

    DefectiveByDesign: By having fun at the expense of those imposing DRM, whilst organizing actions that you can get involved in. Actions that will allow you to show your frustration with Microsoft, Apple, Sony and the major record labels. And by organizing high profile actions that will gain mainstream media coverage.

    2. August 2006 1
  • : Verschenk Deine Inhalte an CNN
    Verschenk Deine Inhalte an CNN

    Die „Breaking News des Tages“ scheint eine Upload-Funktion bei CNN zu sein, wo man eigene Videos als „Bürgerjournalist“ hochladen kann. Zumindest scheint die News so wichtig zu sein, dass sie bei Heise erscheint: CNN sucht Videos von „Bürgerjournalisten“ (Sommerloch?).

    Wahrscheinlich liest sich mal wieder niemand die „Terms of Use“ durch, aber wie immer sind die bei dieser Meldung am interessantesten. Beim Upload gewährt man CNN das nicht-exklusive Recht für praktisch alles, inklusive dem Recht, die Inhalte an weitere Medien zu verkaufen. Bezahlt wird natürlich nichts an den „Bürgerjournalisten“, dafür kann man vielleicht seinen Namen bei CNN sehen. Kein Wunder, dass Journalisten beim Wort „Bürgerjournalismus“ immer an Konkurrenz denken, wenn die „tradionellen Medien“ bei dem Begriff immer an „kostenlose Inhalte“ denken.

    31. Juli 2006 5
  • : Zeit-Zünder über Netzneutralität
    Zeit-Zünder über Netzneutralität

    Beim Zeit-Zünder ist jetzt ein Artikel über Netzneutralität online, wo ich auch kurz zitiert werde: Internet in Gefahr. Aber irgendwie hat das ziemlich lange gedauert, bis der ARtikel online ging. Hatte die Fragen vor zwei Monaten beantwortet und erinnerte mich kaum noch daran.

    31. Juli 2006 2
  • : Mäuse auf Drogen
    Mäuse auf Drogen

    Wer schon immer wissen wollte, wie Mäuse auf verschiedene Drogen reagieren, kann dies jetzt in dieser Flash-Animation anschauen. Nett gemacht und schön wissenschaftlich.

    31. Juli 2006 3
  • : AGB von MySpace.com jetzt urheberfreundlich
    AGB von MySpace.com jetzt urheberfreundlich

    Schon einige Tage alt, aber doch wissenswert: MySpace.com (das faktisch zum Murdoch-Imperium gehört) hat auf Betreiben von Billy Bragg seine Geschäftsbedingungen geändert, so dass hochgeladene, selbstgemachte Musik jetzt auch nach dem Hochladen noch dem Urheber gehört, und nicht MySpace. Bragg schreibt in seinem Blog:

    I am very pleased to see that MySpace have changed their terms of agreement from a declaration of their rights into a declaration of our rights as artists, making it clear that, as creators, we retain ownership of our material. Having been adopted by the biggest social networking site on the block, I hope their recognition of the right of the artist to be sole exploiter of their own material now becomes an industry standard because there is much more at stake here than just the terms and conditions of a website.

    Wie bitte? Beinahe alle Welt (und die FAZ) hypt das Web 2.0 qua Berichterstattung, und das war womöglich derselben breiten Masse bekannt? Dass das Copyright für meine eigene Musik nicht bei mir verblieb, wenn ich den Song bei MySpace verfügbar machte? Niemand liest mehr den Text hinter „I accept“? Kaputte Welt… die aber jetzt ein wenig besser geworden ist. Ich hör zur Nacht jetzt nochmal das Hamburger Konzert von 2000.

    30. Juli 2006
  • : Spannendes Gerichtsduell: US-Millionär vs. MPAA
    Spannendes Gerichtsduell: US-Millionär vs. MPAA

    Lustieg Sache – Die MPAA hat einem US-Millionär über eine Anwaltskanzlei vorwerfen lassen, dass dieser einen Film illegal aus dem Internet geladen habe und die tolle Möglichkeit hätte, gegen die Zahlung von 2500 $ nicht angeklagt zu werden. Und der Millionär ist not amused und lässt es jetzt auf ein Verfahren ankommen: Filmindustrie macht Millionär zum Helden wider Willen.

    Hogan sah sich nicht nur zu Unrecht beschuldigt, sondern hatte den Film sogar in seiner DVD-Sammlung zu stehen. Er weigerte sich deshalb zu zahlen und ließ es auch nach mehrmaligem Hinweis durch die MPAA-Kanzlei auf eine Klage ankommen. „Wenn sie wirklich denken, dass sie etwas gegen mich in der Hand haben, warum lassen sie mich dann für 2.500 Dollar davonkommen? Man kann viel mehr Geld mit einem Gerichtsurteil erzielen“, so Hogans Reaktion. „Jemand muss sich gegen diese Clowns wehren… Ihre Angstmacherei lässt sie in meinen Augen sehr albern erscheinen.“

    Die Originalgeschichte gibts bei Wired: Shawn Hogan, Hero.

    26. Juli 2006
  • : Flash-Animation: Die NSA singt
    Flash-Animation: Die NSA singt

    Sehr lustige Flash-Animation: Die NSA singt nach dem Vorbild von Stevie Wonder „You just called and we were listening“.

    25. Juli 2006 2