AGB von MySpace.com jetzt urheberfreundlich

Schon einige Tage alt, aber doch wissenswert: MySpace.com (das faktisch zum Murdoch-Imperium gehört) hat auf Betreiben von Billy Bragg seine Geschäftsbedingungen geändert, so dass hochgeladene, selbstgemachte Musik jetzt auch nach dem Hochladen noch dem Urheber gehört, und nicht MySpace. Bragg schreibt in seinem Blog:

I am very pleased to see that MySpace have changed their terms of agreement from a declaration of their rights into a declaration of our rights as artists, making it clear that, as creators, we retain ownership of our material. Having been adopted by the biggest social networking site on the block, I hope their recognition of the right of the artist to be sole exploiter of their own material now becomes an industry standard because there is much more at stake here than just the terms and conditions of a website.

Wie bitte? Beinahe alle Welt (und die FAZ) hypt das Web 2.0 qua Berichterstattung, und das war womöglich derselben breiten Masse bekannt? Dass das Copyright für meine eigene Musik nicht bei mir verblieb, wenn ich den Song bei MySpace verfügbar machte? Niemand liest mehr den Text hinter „I accept“? Kaputte Welt… die aber jetzt ein wenig besser geworden ist. Ich hör zur Nacht jetzt nochmal das Hamburger Konzert von 2000.

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