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  • bits: Als die Polizeigewerkschaft auf Streetview Streife fahren wollte
    Heute ist Donnerstag und es gibt eine weitere Ausgabe unseres bits-Newsletters.
    Heute ist Donnerstag und es gibt eine weitere Ausgabe unseres bits-Newsletters.
    bits Als die Polizeigewerkschaft auf Streetview Streife fahren wollte

    Seit zehn Jahren gibt es Google Streetview in Deutschland. Über die gefährlicheren Datenspuren, die wir überall hinterlassen, wird leider wenig diskutiert. – Der zurückgetretene Innenminister Lorenz Caffier hatte noch mehr Leichen im Keller. – Das Filmdrama „Ökozid“ stellt die Bundesregierung für ihre Verantwortung in der Klimakrise vor Gericht. – Unser Tagesrückblick.

    19. November 2020
  • : Public Streetview: Berliner Senat lässt ab Montag die Berliner Straßen abfotografieren
    Public Streetview: Berliner Senat lässt ab Montag die Berliner Straßen abfotografieren

    Google Streeview reloaded: Im Auftrag des Berliner Senats werden ab Montag alle Straßen, insgesamt 5130 Kilometer, abfotografiert. Wie schon für Google, und erst vor kurzem für Nokia, werden ein Jahr lang Autos mit hochauflösenden Kameras durch die Stadt fahren, die sämtliche Straßen, Brücken, Rad- und Gehwege erfassen. Die Bilder sollen dann zu einer einheitlichen Datenbank zusammengefasst werden, die in Zukunft zur Planung von Baumaßnahmen dienen soll. Die Kosten sollen 1,8 Million Euro betragen.

    Ab Ende 2015 sollen die erfassten Daten öffentlich zugänglich sein, abrufbar über das Geoportal der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, wie die Morgenpost berichtet. Das führt zu datenschutzrechtlichen Fragen:

    Denn wo öffentlicher Straßenraum für jedermann einsehbar ist, kommen die Datenschutzrechte der Bürger ins Spiel. Als der Internetriese Google für seinen Dienst Street View vor vier Jahren anfing, deutsche Großstädte zu scannen, war die Bevölkerung alarmiert. Laut Senat sollen Personen und Autokennzeichen „unmittelbar nach Erfassung der Daten anonymisiert“ werden. Das Vorhaben sei bereits mit Alexander Dix abgestimmt, dem Berliner Datenschutzbeauftragten für Informationsfreiheit.

    Doch Dix wartet noch auf die angekündigten Detailinfos zum Anonymisierungsverfahren. „Gesichter und Kennzeichen pixeln reicht nicht. Auch Häuserfassaden könnten ein Problem sein, wenn sie für Dritte einsehbar sind“, sagt Dix. Der Senat hat angekündigt, dass „die Kameras der Fahrzeuge nach unten gerichtet sind, so dass nur teilweise Fassaden aufgenommen werden.“ Wenn das eingehalten werde, sei nichts zu beanstanden, so Dix.

    10. September 2014 1
  • : Kritik an Googles Datenschutzbestimmungen aus Hamburg
    Kritik an Googles Datenschutzbestimmungen aus Hamburg

    Johannes Caspar, Datenschutzbeauftragter von Hamburg, will Google in Kürze offiziell auffordern, seine Geschäftspraktiken zu ändern. Caspar wirft Google bereits seit längerem vor, gegen deutsche Datenschutzbestimmungen und die informationelle Selbstbestimmung zu verstoßen, indem sie Nutzerdaten aus verschiedenen seiner Dienste unter einer einzigen Nutzer-ID zusammenführten – und damit ein aussagekräftiges Profil über den Nutzer anlegen.

    Zu Googles zahlreichen Diensten neben der Suche gehören unter vielen anderen YouTube, GoogleMail und GoogleMaps, deren Datenschutzbestimmungen 2012 zusammengefasst wurden, damit die Verarbeitung der Informationen über verschiedene Google-Dienste hinweg zu ermöglichen. Begründet wurde das mit mehr Nutzerkomfort und besserer Anpassung von beispielsweise Autovervollständigungen an das Profil, doch letztlich wird durch die Neuregelung die Privatsphäre des Nutzers massiv beeinträchtigt, da scheinbar harmlose Einzelangaben über eine Verkettung sensible Informationen offenbaren können.

    13. Mai 2014 2
  • : Google aus deutschen Straßen vertrieben? (UPDATE!)
    Google aus deutschen Straßen vertrieben? (UPDATE!)

    Nachdem Google sich gerade erst gerichtlich hat bestätigen lassen, dass Streetview ein legales Angebot ist, hat man sich dort nun entschieden, den Dienst in Deutschland aussterben zu lassen: Weder Aktualisierungen der bisher vorhandenen, noch die Aufnahme neuer Städte ist mehr vorgesehen.

    Es sind noch Streetview-Wagen unterwegs, aber deren Daten sollen laut Google nur zur Verbesserung von „Google Maps“ und Navigationsdiensten genutzt werden – man will wohl nur Straßennamen automatisiert auslesen lassen.

    Ohne Zweifel wären das hohe Kosten für nur geringfügige Verbesserungen. Die gesammelten Daten wären – ohne kostspielige Verpixelungen – wohl auch schnell für Streetview aufbereitet. In dieser Meldung wird Google mit der Andeutung zitiert, dass man sich zumindest nicht festlegen wolle, ob die Entscheidung endgültig sei. Es könnte sich also auch ’nur’ um ein Kräftemessen nach dem Verpixel-Eklat des letzten Jahres handeln.

    Ob Google sich nun bitten lassen möchte? Zumindest ist es unwahrscheinlich, dass 250.000 Streetview-Freunde demnächst mit der Vehemenz der Gegner ähnlichem Engagement für die Wiedereinführung kämpfen. Dafür müssten – wie so oft in Deutschland – wahrscheinlich erst noch ein paar Jahre ins Land ziehen.

    UPDATE: Google lässt via dpa dementieren:

    [Kay Oberbeck] dementierte einen Bericht des US-Portals Searchengineland.com vom Wochenende, wonach Google die Fotoaufnamen für Street View in Deutschland gestoppt habe. „Wir haben den Dienst doch erst vor einigen Monaten eingeführt. Daher gibt es keinen Grund, derzeit erneut Aufnahmen für Street View zu machen.

    In der Tat seien nun Fahrzeuge unterwegs, die Aufnahmen für Google Maps machen. Das ist seit einiger Zeit auch angekündigt. Und diese Bilder sollen auch nicht für Streetview genutzt werden, sondern für die Erkennung von Einbahnstraßen, Ladenschildern (für automatisierte Brancheneinträge) und 3D-Modellen.

    An den Fakten hat sich also nichts geändert – aber die Interpretation ändert sich gründlich: „Wir haben uns noch nicht festgelegt, wann wir wie weiter ausbauen.“ heißt doch einfach nur „Wir haben uns noch nicht festgelegt, wann wir wie weiter ausbauen.“

    11. April 2011 34
  • : Überraschung: StreetView ist legal.
    Überraschung: StreetView ist legal.

    Zur Streetview-Debatte habe ich mich damals zurückgehalten. Ohne Frage ist und muss es legal sein, Häuser zu fotografieren. Es mag auch eine Frage der Höflichkeit sein, Leuten trotzdem eine Widerspruchsmöglichkeit einzuräumen. Thema eigentlich erledigt.

    Bedauerlich war die Hysterie, die mit Streetview einherging, und die von der Bundesregierung gezielt kanalisiert wurde, während die Bevölkerung mit RFID- & Biometrie-Ausweisen ausgestattet und einer zentralen Arbeitnehmerdatenbank unterworfen würde, und man von der Idee der Vollüberwachung immer noch nicht lassen konnte. Eine Viertelmillion absichtlich aufgescheuchter, beängstigter Bürger ließ seine Häuser panisch entfernen. Das Ergebnis ist das sinnlos zerstörte Streetview Deutschland, über das sich die Welt beömmelt.

    Wie dem auch sei, in Berlin hat das Kammergericht im Beschluss vom 25. Oktober 2010(Az.: 10 W 127/10) bestätigt, dass Google Häuserfassaden fotografieren darf.

    Surprise, surprise!

    16. März 2011 63
  • : Die schönsten Streetview-Schnappschüsse
    Die schönsten Streetview-Schnappschüsse

    Seit dem ersten Launch gibt es Blogs, die sich auf die peinlichsten Streetview-Bilder spezialisiert haben. So gelangten der sich übergebende Brite und die urinierende Spanierin zu ungewolltem Ruhm. Jon Rafman konzentriert sich eher auf die Bilder, die auch noch so etwas wie ästhetischem, vielleicht sogar künstlerischem Anspruch Genüge tun, weil sie einfach gut fotografiert sind.

    Hier lang, wer mehr als nur ein paar Beispiele sehen will.

    15. November 2010 13
  • : Streetview-Debatte: Typisch deutsch?
    Streetview-Debatte: Typisch deutsch?

    Muss man eigentlich noch was über Streetview schreiben? Jetzt, wo es soweit ist (Wobei, die brilliante Idee mit den Sehenswürdigkeiten hätte ich mir schützen lassen sollen … ‚)? Nö, Hal Faber hat schon alles gesagt, was zu sagen war:

    Typisch deutsch könnte man die Debatten über Streetview nennen, wäre da nicht der Großtöner Jeff Jarvis, der sich in der Zeit als Freund Deutschlands auskotzen kann über das Deutschnet. Jarvis ärgert sich über das Verbot, Geodaten und Gesichtserkennung zu kombinieren unter Verweis auf die Toten durch Katrina und das Erdbeben in Haiti. Kleiner geht es nicht, dem deutschen Wesen amerikanische Werte zu vermitteln, die noch nichjt mit Monopoly eingeübt worden sind. Im Gegenzug poltert die denkfaulste Stütze der Gesellschaft von Zwangsräumung und Enteignung. Irgendwo dazwischen tummeln sich die Spinner der Aktion verschollene Häuser. Wer am lautesten schreit, wer den schlimmsten Vergleich findet, siegt.

    Klar, man könnte noch darauf hinweisen, dass Oberstaufen seine 15 Minuten Ruhm hatte (Und dabei ignorieren, dass so eine Nummer nur genau einmal funktioniert, „Technikfreundlichkeit und Kreativität“ hin oder her). Oder darauf, dass die bedauerlichen Fehler bei Google langsam aber sicher zu einem running gag werden, über den keiner mehr lachen kann.

    Wenn ich allerdings nur noch einen Link frei hätte, würde ich lieber auf diesen Kommentar von Benedikt Köhler verweisen. Da steht im Prinzip alles drin, was ich schon immer zum Thema schreiben wollte.

    7. November 2010 61
  • : Streetview Oberstaufen
    Streetview Oberstaufen

    Soeben lese ich, dass Google Streetview morgen startet. Der erste vollständig (bis auf einige Pixel?) dargestellte Ort wird Oberstaufen im Oberallgäu sein, wo man sich des Vorwurfs Google mit Hilfe von süßem Backwerk zu dieser Bevorzugung bestochenwogen zu haben, nicht vollständig verwehren kann. Am Dienstag um 10:30h werden Vertreter von Google mit einer Delegation des Dorfes das Zuckerbrot anschneiden und den Dienst starten.

    Die Peitsche kassieren die sich für bedeutsam haltenden Städte mit Wahrzeichen und Denkmälern. Von Ihnen veröffentlicht Google vorerst nur die Sehenswürdigkeiten.

    1. November 2010 24
  • : Das Streetview-Sommerloch
    Das Streetview-Sommerloch

    Google-Streetview soll dieses Jahr noch in 20 Städten gestartet werden und eigentlich ist alles schon dazu gesagt. Wir halten uns hier auch eher mit Kommentaren zurück, weil das Thema nur Schwarz-Weiß diskutiert wird. Kurzzusammenfasung der beiden Lager, leicht überspitzt: Die einen finden das alles unkritisch super und die anderen dämonisieren den Dienst. (Wen meine Meinung dazu interessiert, kann hier ein Interview bei Stern.de lesen.)

    Richtig skurill und absurd wird die öffentliche Debatte aber, wenn die dpa einen Artikel mit Statements von Jürgen Drews (Das ist der abgehalftete Schlagersänger mit exhibitionistischen Tendenzen aus dem Kornfeld) und Gaby Dohm (In der Prä-Internetzeit war die mal eine Krankenschwester in der Schwarzwaldklinik im ZDF) tickert.

    Oder wenn aufgebrachte Rentner sich von Zeitungen vor ihrem Haus ablichten lassen und das Foto dann im Netz erscheint. Unverpixelt und nur in 2D

    12. August 2010 59