Streetview Oberstaufen

Soeben lese ich, dass Google Streetview morgen startet. Der erste vollständig (bis auf einige Pixel?) dargestellte Ort wird Oberstaufen im Oberallgäu sein, wo man sich des Vorwurfs Google mit Hilfe von süßem Backwerk zu dieser Bevorzugung bestochenwogen zu haben, nicht vollständig verwehren kann. Am Dienstag um 10:30h werden Vertreter von Google mit einer Delegation des Dorfes das Zuckerbrot anschneiden und den Dienst starten.


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Die Peitsche kassieren die sich für bedeutsam haltenden Städte mit Wahrzeichen und Denkmälern. Von Ihnen veröffentlicht Google vorerst nur die Sehenswürdigkeiten.

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24 Kommentare
  1. Is bereits online
    oberstaufen bei maps eingeben und links ausm zoombalken das gelbe männchen auf oberstaufen ziehen.
    und ich bin übrigens immer noch dafür, jedes haus, was die besitzer/mieter haben schwärzen lassen mittels panoramio nachträglich einzubinden.
    Das wird lustig, wenn man dann rentner, bildleser und cdu wähler paschulke zeigen kann, das sein schönes haus doch online zu sehen ist.

  2. Soll kommen, ich freue mich. Verstehe auch die Diskussion über dieses Thema nicht ganz. Man kann sich nicht auf Dauer gegen die Zukunftstechniken wehren. Was wollen Streetview Gegner denn bewirken? Vergleichbar mit einem Mensch, der vor einem Haus steht und es ansieht. Was ist dagegen einzuwenden?
    Wie war das damals als die ersten Handys rauskamen? ..stellt euch mal vor, bald laufen sogar unsere Kinder mit Handys rum..

  3. @Horst:

    Prima Idee. Das würde den Graben zwischen den „Onlinern“ und den „Offlinern“ nur vergrößern. Kläre die Leute doch auf! Geh zu den Leuten in deinem Umkreis und erklär ihnen, was StreetView ist, wie gefährlich oder ungefährlich es ist, damit sie das verstehen.

  4. Hm. Oder einfach aus Protest zu jedem gepixelten Haus einen Link setzen, in dem man lesen kann, was man alles im Netz so ueber die Bewohner findet (inkl. Quellen).

    P.S. Es geht Online und ploetzlich steht das ZDF Morgenmagazin Streetview doch positiv gegenueber.

  5. Ich weiß nicht, warum sich über „Verpixeler“ so lächerlich gemacht wird. Wenn jemand sein Haus da nicht sehen will soll er doch die Möglichkeit haben, das zu machen. Hätte Google von Anfang an diese Möglichkeit angeboten wäre die ganze Geschichte bei weitem nicht so hochgekommen und es wären weitaus weniger als die 244k Verweigerer rausgekommen. Da hat sich Google ins eigene Fleisch geschnitten.

    Ich persönlich hab nix dagegen und sehne mich nach dem Tag an dem ganz DE verfügbar ist!

  6. Boah! Die verpixelten Häuser sind aber ganz schön auffällig! Wenn sich da mal nicht der gewünschte Effekt ins Gegenteil verkehrt. Siehe zum Beispiel hier: (klick)
    Für mich ein klarer Fall eines Widerspruchs von Ziel (Anonymisierung) und Methode (Verpixelung). Letztere stellt die unerwünschte Aufmerksamkeit ja erst her.

    Was hat der wohl zu verbergen? Mal nachschauen?

  7. ab heute ist es online und cih finde es super. Fionde es auch cool wie ein eiziger Ort sich zusammentut und Google dabei unterstützt. Ich wette die werden in der kommenden Zeit deutlich mehr Besucher und Touristen bekommen als zuvor. So etwas fördert das Image. Sowas nenne ich eine starke Gemeinschaft. Die wissen einfach zu schätzen was streetview ihnen wirtschaftlich bringen kann. Man sollte eben nicht immemr gleich alles neue kritisieren und sich dagagen wehren. Find ich klasse

  8. Wirklich ein sehr cleverer touristischer Schachzug von Oberstaufen, wirklich. Das bisher weitgehend unbekannte Örtchen findet heute sogar auf tagesschau.de Erwähnung. Übrigens inklusive Bild des verpixelten Hauses…

  9. Also von „vollständig“ kann ja nicht die Rede sein. Selbst unter Vernachlässigung der verpixelten Häuser sind längst nicht alle Straßen dort abfotografiert.

  10. Super klasse das verstecken der Häuser.

    in der „Hugo-von-Königseggstr. 15, Oberstaufen“ ist ein geheimes haus unkennbar gemacht.

    Richtig lustig finde ich die Ansicht von der Einmündung der Rothenfelsstraße ;)

    Ich liebe Technik

  11. >> Ich weiß nicht, warum sich über “Verpixeler” so lächerlich gemacht wird. Wenn jemand sein Haus da nicht sehen will soll er doch die Möglichkeit haben, das zu machen. <> Soll kommen, ich freue mich. Verstehe auch die Diskussion über dieses Thema nicht ganz. Man kann sich nicht auf Dauer gegen die Zukunftstechniken wehren. <<

    Fürs Tourismus Geschäft sicherlich eine gute .Ich zähle Social Networks auch mal zu den Zukunftstechnologien, dort ist es doch auch einem selbst überlassen ob man daran teilnehmen möchte oder nicht, warum also nicht von vornherein bei StreetView?

  12. Die Datenkrake Google (die ja angeblich nur „Gutes tut“ und unsere Daten selbstverständlich nur „aus purer Nächstenliebe“ sammelt) zeigt mal wieder ihr wahres Gesicht:
    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,726954,00.html

    Google hätte bei einem Widerspruch gegen die Aufnahmen, die Rohdaten löschen oder verpixeln müssen! Dies hat Google selber sogar schriftlich zugesichert!! ….und es war (mal wieder) nur scheinheilig und gelogen, um die Offentlichkeit vom Bild des angeblich so Gutmütigen und tollen Unternehmens zu überzeugen. Tatsächlich sind alle Rohdaten längst in die USA übertragen worden und dort gespeichert – wer glaut Google würde diese nachträglich löschen ist ein naiver Träumer.

    Das zeigt, dass Google auf die Bürger und den Datenschutz scheißt und sich überhaupt nicht um Gesetze schert und sogar vor einer glatten Lüge nicht zurückschreckt um mit unseren privaten Daten Geld zu verdienen und die eigene ungesunde Monopolstellung im Internet noch weiter zu verstärken.

    Aber Hauptsache die naiv-dümmlichen 15-jährigen Internet-Bubis und fanatischen Google-Fanboys finden alles ganz dufte, was Google mit unseren Daten macht…und Hauptsache ihr regt euch über Schäuble und anderen Unternehmen auf, die viel weniger Daten über uns gesammelt haben als die Datenkrake Google!

  13. Rechtsanwälte Dr. Staubach Berlin erklären, Rechtsmittel gegen Google Street View einzugelegen:
    http://www.blogspan.net/presse/rechtsanwalte-dr-staubach-berlin-erklaren-rechtsmittel-gegen-google-street-view-einzugelegen/mitteilung/172811/

    “Google Street View verstößt gegen das Grundrecht auf Privatsphäre und informationelle Selbstbestimmung”

    “Wir halten das Vorgehen von Google für nicht rechtmäßig und die jetzt angekündigten Kamerafahrten für einen Versuch, das in Art. 1 Abs.1 in Verbindung mit Art 2 Abs. 1 des Grundgesetzes garantierte Recht auf informationelle Selbstbestimmung stückweise auszuhebeln”

  14. Auch wenn es anscheinend schon tausendmal gesagt wurde.

    Das Abbilden des öffentlichen Raumes ist in Deutschland jedem erlaubt. Auch Google. Dutzende Gerichtsurteile haben das bereits vor Streetview (z.B. Kölner Bildband-Urteil) bestätigt.

    Der öffentliche Raum ist nicht gleichzusetzen mit dem eigenen Wohnzimmer. Die öffentlich einsehbare Fassade eines Hauses nicht mit dem Gesicht eines Menschen.

    Mit einer solchen Willkür in der Argumentation wird meiner Meinung nach der Datenschutz verwässert.

    @bambow (#20) Das Anmelden bei einem Social Network ist ergo etwas anderes als ein interaktiver Online-Bildband.

    Wenn mich jemand mit von mir bekannten Daten bei einen SN anmeldet, kann ich dagegen vorgehen (leider allerdings immer noch zu umständlich), wenn jemand meine Stadt fotografiert und onlinestellt und an die Fotos nicht-personenbezogene Daten dranhängt, ist das ein Service für das gemeinsame Wissen.

    Baujahr des Hauses, Adresse des Hauses, Anzahl der Wohnparteien, Basisdaten der soziokulturellen Zusammensetzung der Strassenbewohner, Altlastenverdachtsflächenzustand, die Telefonnummer der Pizzeria im Erdgeschoß plus Bewertungen etc. sind prinzipiell sinnvolle Datenverknüpfungen.

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