Menschenrechte

  • : Vietnam: Erneut regimekritischer Blogger festgenommen
    Vietnam: Erneut regimekritischer Blogger festgenommen

    Ende Mai berichteten wir über die Festnahme des regimekritischen Bloggers Truong Duy Nha in Vietnam. Nun wurde wieder ein regierungskritischer Blogger verhaftet, Pham Viet Dao. Laut dem Ministerium für Öffentliche Sicherheit wurde Dao am Donnerstag in seinem Haus in Hanoi festgenommen, ihm wird der „Missbrauch demokratischer Freiheiten“ vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung drohen ihm bis zu sieben Jahren Gefängnis. Pham Viet Dao war Beamter des Kultusministeriums, ist dann aus der Kommunistischen Partei Vietnams ausgetreten. Auf seinem Blog äußerte er sich kritisch über die kommunistische Führung des Landes. Berichten zufolge war Daos Blog am Freitag nicht erreichbar und wurde wohl von offizieller Seite blockiert.

    Auf der Rangliste zur Pressefreiheit von Reporter ohne Grenzen (ROG) liegt Vietnam derzeit auf Platz 172 von insgesamt 179 Ländern. Das Land ist laut ROG eines von fünf, die die wichtigsten Feinde des Internets sind:

    For the government, the blogosphere is the main target. Blogs represent an enormous new information and opinion sphere – one that arouses great interest by web users. For that reason, blogs are targeted for heavy sanctions.

    Berichten zufolge sind in diesem Jahr mindestens 38 Aktivistinnen und Aktivisten in Vietnam festgenommen worden.

    16. Juni 2013
  • : StopWatching.Us – Mozilla startet Protestkampagne
    StopWatching.Us – Mozilla startet Protestkampagne

    Mit der heute gestarteten Kampagne „StopWatching.Us“ setzt sich das Mozilla-Projekt an die Spitze einer politisch relativ bunt wirkenden Gruppe von Organisationen (von Greenpeace USA über Consumer Watchdog bis zur Mansfield North Central Ohio Tea Party Association und 46 anderen). Sie fordert vom US Kongress einen Stopp und eine vollständige Offenlegung der heimlichen Überwachungsprogramme rund um PRISM und bietet dazu gleich die Möglichkeit, den entsprechenden offenen Brief elektronisch ebenfalls zu unterzeichnen (aktuell um 01:40 werden 27.000 Unterzeichner angezeigt).

    Im Blog-Post zum Kampagnenstart wird darauf hingewiesen, dass viele der durch Internetnutzer selbst einsetzbaren Schutzwerkzeuge nicht viel nützen, wenn die großen Plattformbetreiber per Gerichtsbeschluss zur Übergabe von Nutzerdaten gezwungen werdern können, wie es nach dem USA PATRIOT Act und dem Foreign Intelligence Surveillance Act (FISA) wohl der Fall ist:

    Technology has also been getting better at providing additional controls and transparency. Mozilla, for instance, provides tools like Do Not Track, Persona and the Collusion Add-on for Firefox, among others.

    However, exposures resulting from government-sponsored online surveillance are entirely separate from whether we choose to share information and what those sites say they will or will not do with our data. That’s because, at least in the US, these companies are required to respect a court order to share our information with the government, whether they like it or not.

    Die Tragweite des Anzapfens privater Plattformbetreiber wird noch deutlicher durch einen Blick auf die Slides zur „Zuckerstangentheorie“, die Sebastian Deterding auf der re:publica 2010 präsentiert hat.

    12. Juni 2013 15
  • : #occupygezi: Türkische Demonstranten schalten crowdfinanzierte Anzeige in der NY Times
    #occupygezi: Türkische Demonstranten schalten crowdfinanzierte Anzeige in der NY Times

    Heute erschien in der New York Times eine ganzseitige Anzeige zu den Protesten in der Türkei. Murat Aktihanoglu, Oltac Unsal und Duygy Atacan hatten hierfür eine Crowdfunding-Aktion organisiert: Am 3. Juni gestartet, war die Zielsumme von 53,800 Dollar bereits nach 24 Stunden zusammen. Mittlerweile sind es bereits mehr als 100.000 Dollar.

    7. Juni 2013
  • : Vietnam: Blogger wegen Missbrauch der Meinungsfreiheit verhaftet
    Vietnam: Blogger wegen Missbrauch der Meinungsfreiheit verhaftet

    Die größte, staatliche Tageszeitung Vietnams, Tuoi Tre, berichtete gestern von der Festnahme des regimekritischen Bloggers Truong Duy Nhat. Er habe nach Artikel 258 des Strafgesetzbuches illegal gehandelt:

    1. Those who abuse the rights to freedom of speech, freedom of press, freedom of belief, religion, assembly, association and other democratic freedoms to infringe upon the interests of the State, the legitimate rights and interests of organizations and/or citizens, shall be subject to warnings, non-custodial reform for up to three years, or a prison term of between six months and three years.
    2. Committing the offense in serious circumstances, the offenders shall be sentenced to between two and seven years of imprisonment.

    Zudem wurde Nhats Wohnung „in Übereinstimmung mit geltendem Gesetz“ stundenlang durchsucht. Nhat betreibt seit 2010 das Blog „Mot goc nhin khac“ (Another viewpoint) und äußerte sich kritisch über die Regierung. Das Blog ist seit seiner Verhaftung nicht erreichbar.

    28. Mai 2013 7
  • : Exportkontrollen für Überwachungstechnologie im Bundestag
    Screenshot von frieden2punkt0.de
    Exportkontrollen für Überwachungstechnologie im Bundestag

    Auch um Exportkontrollen für Überwachungs- und Zensurtechnologie ging es – pro forma – am Donnerstag im Bundestag. Faktisch wurde der Antrag von Bündnis 90/Die Grünen (PDF) zum Thema einen Tag vorher fertig und die „Reden“ je eines Abgeordneten pro Fraktion zwar für’s Protokoll geschrieben, aber nie gehalten.

    Das Ergebnis der Debatte ist vorläufig die Überweisung des Antrags in die zuständigen Ausschüsse, mit der Annahme durch die Regierungskoalition in der 2. und 3. Lesung im Parlament ist nicht zu rechnen.

    Im Antrag der Grünen wird u.a.

    • das Verbot des Exports von Überwachungstechnologie und ‑software in autoritäre Regime,
    • ihre Erfassung als „digitale Rüstungsgüter“ und eine Regulierung, die der von Waffen entspricht,
    • die Einstellung öffentlicher Förderung für die Entwicklung und stattdessen die
    • Entwicklung und Verbreitung von Umgehungssoftware

    gefordert.

    Wohl in der realistischen Einschätzung, dass die Debatte allein nicht viel Wirkung entfaltet, gibt es die begleitende Website Frieden 2.0, die über die Bedeutung von Überwachungstechnologie informiert und dazu aufruft, Protest-Mails an CDU, CSU und FDP zu schicken. Leider hält die Website nicht, was sie auf den ersten Blick verspricht: es ist keine interaktive Visualisierung deutscher Exporte, aufgeschlüsselt nach Firmen. Sie informiert aber im Text über die deutsche Produktion und den Einsatz im Nahen Osten.

    Im Blogpost bei Grün Digital werden auch frührere Aktivitäten zum Thema beschrieben. Der Einsatz von beispielsweise Trojanern wie FinFisher in nicht-autoritäre Staaten wird hier nicht kritisiert, genauso wenig wird definiert, aufgrund welcher Definition Staaten als autoritäre Regime klassifiziert werden. Dessen ungeachtet ist es ein guter und wichtiger Schritt, den Export deutscher Überwachungstechnologie auch im Parlament zu thematisieren.

    In seiner zu Protokoll gegebenen Rede thematisierte Konstantin von Notz (Grüne) auch den Einsatz von Trojanern in Deutschland:

    Wir fordern nicht nur den Einsatz entsprechender Programme in Deutschland solange auszusetzen, bis einwandfrei nachgewiesen werden konnte, dass verfassungsrechtliche Vorgaben auch eingehalten werden können. Zudem fordern wir die schwarz-gelbe Bundesregierung seit  mehreren Jahren auf, dafür zu sorgen, dass deutsche Technik nicht länger einen entscheidenden Beitrag zu massiven Menschenrechtsverletzungen weltweit leistet. Wir haben sie, meine Damen und Herren von CDU/CSU und FDP, immer und immer wieder aufgefordert, nicht länger die Augen vor diesen höchst fragwürdigen Geschäften zu verschließen, sondern sich stattdessen für eine Effektivierung der Exportbestimmungen einzusetzen. Geschehen ist nichts.

    Er verweist auch darauf, dass sich das Auswärtige Amt und das Wirtscahftsministerium (beide FDP) beim Thema Exportkontrollen völlig widersprüchlich äußern.

    So, meine Damen und Herren, sieht also die „verantwortungsbewusste Exportkontrolle” aus, von der Sie bis heute schwadronieren. Sie suggerieren, sich für die Freiheit des Netzes einzusetzen, und in Wirklichkeit ermöglichen Sie  – zumindest indirekt – Verfolgung und Folter made in Germany.

    Für die LINKE begrüßte Andrej Hunko grundsätzlich den Antrag, forderte aber, dass die Liste der Dual-Use-Güter noch deutlich erweitert werden soll:

    Die Liste jener Dual-Use Güter, für deren Export es einer Genehmigung benötigt, müsste deutlich erweitert werden. Hierzu gehören Anwendungen zur Versendung einer „Stillen SMS“ oder die sogenannten IMSI-Catcher und WLAN-Catcher, um Mobiltelefone zu lokalisieren und die Kommunikation der Besitzerinnen und Besitzer abzuhören. Auch die sogenannte Funkzellenauswertung gehört immer mehr zum Standard. Die beschriebenen Kommunikationsvorgänge laufen in „Monitoring Centres“ zusammen, wie sie etwa Siemens Nokia und nun die Firma Trovicor in arabische Länder exportiert.

    Angesichts der Vorverlagerung von Strafverfolgung zähle ich auch die zunehmende Nutzung von Data Mining-Software zu jenen Technologien, die – etwa im Namen eines „Kampfes  gegen Terrorismus“ gegen missliebige Aktivitäten eingesetzt werden.

    Er kritisierte außerdem, dass deutsche Sicherheitsbehörden

    .. zahlreiche ausländische Behörden in der Anwendung der Spionagewerkzeuge beraten: So geschehen etwa in Belarus oder in Kirgistan. Zur Verkaufsförderung von Trojaner-Software hatte das Bundeskriminalamt mit den deutschen Herstellern ein informelles Netzwerk eingerichtet, das in mehreren Ländern regelrechte Tupper-Parties zum „Informationsaustausch“ organisierte. In Ländern des Arabischen Frühlings führt das Bundeskriminalamt Schulungen zur „Open Source Internetauswertung“ durch – entsprechende Lehrgänge fanden sogar noch unter den damaligen Machthabern statt.

    Für die CDU „redete“ Erich Fritz (PDF), der aufgrund der ihm zustehenden längeren Redezeit etwas weiter ausholen konnte:

    Cyber Security ist daher eine große politische Herausforderung auf nationaler und internationaler Ebene. Eines ist sicher: kein Staat kann Cyberspace alleine regulieren.

    Auch die CDU kann sich der Idee anschließen, dass es Exportkontrollen für Überwachungssoftware geben soll.

    Gefährlich wird es in der Tat, wenn diese Überwachungstechnologie missbraucht wird zu Zwecken der internen Repression z. B. für die Überwachung und Verfolgung Oppositioneller und Minderheiten. Undemokratische Staaten dürfen nicht die technischen Mittel bekommen, um Ihre Bürger auszuspionieren und zu bedrohen. Dieses Ziel eint uns. (…)

    Unser Problem besteht darin, dass Softwareprodukte nicht immer als Dual-Use-Güter gelten oder auf der Ausfuhrliste stehen und daher oft nicht unter die zu kontrollierenden Güter fallen. Es gibt noch keine übergreifende Exportkontrolle für jede Form von Überwachungssoftware. Die Bundesregierung arbeitet aktuell daran, den Export von Überwachungssoftware stärker regulieren zu können.

    Er ist allerdings der Meinung, dass die Bundesregierung hier ausreichend viel unternimmt und wirft den Grünen vor, das Thema für den Wahlkampf zu instrumentalisieren.

    Ein Beispiel: Der Begriff „digitale Waffen“ für Überwachungssoftware ist plakativ, könnte aber zu einer Verharmlosung der schrecklichen unmittelbar tödlichen Wirkung „echter“ Waffen führen.

    Die Reden von Martin Lindner (FDP) und Klaus Barthel (SPD) waren am Freitag auf Nachfrage nicht zu erhalten und fehlten leider auch im Bundestags-Protokoll.

    18. Mai 2013 2
  • : Syrien erneut vom Internet abgeschnitten
    Syrien erneut vom Internet abgeschnitten

    Wie mehrere amerikanische Nachrichtenseiten übereinstimmend berichten, ist Syrien erneut komplett vom Internet abgeschnitten. Mittlerweile bestätigt dieses auch renesys in einem ausführlichen Blogpost zur Lage in Syrien sowie Google mit seinem Transparenzbericht.

    Der Blackout ist schon der Zweite innerhalb nur weniger Wochen. Bereits am 7. Mai wurde Syrien komplett vom Internet abgeschniten und sollte es auch knapp 20 Stunden lang bleiben. Ob es sich um eine technische Störung im zentralen Knotenpunkt in Damaskus oder eine gezielte Abschaltung des Internetverkehrs handelt ist zur Zeit noch vollkommen unklar.

    15. Mai 2013 1
  • : Syrien ist offline [UPDATE]
    Syrien ist offline [UPDATE]

    Google, Renesys, OpenDNS und andere bemerkten gestern Abend, dass es plötzlich keinen Datenverkehr mehr von und nach Syrien gab.

    Im November 2012 hatte es bereits einen zweitägigen Blackout gegeben, und beide Seiten des Bürgerkriegs beschuldigten die jeweils andere der Sabotage. Später meldete die staatliche Nachrichtenagentur Sana, dass das Internet in Damaskus „nach Wartunsarbeiten wieder funktioniere“. Die Ursache für den aktuellen Ausfall ist noch nicht bekannt. Laut dpa vermuten Flüchtlinge, die seit Dienstagabend die Grenze überquerten, und Rebellen, die auf Satelligenverbindungen zurückgreifen können, dass die Regierung von Präsident Baschar al-Assad die Kommunikation absichtlich gestört habe. Cloudflare beobachtete:

    Today at 18:48 UTC, Syria dropped off the Internet. Based on the data we collect from our network, as well as reports from other organizations monitoring network routes, it appears that someone systematically withdrew the BGP (Border Gateway Protocol) routes from the country’s border routers. This is the same technique that was used to withdraw Syrian Internet access last November.

    8. Mai 2013 6
  • : Frieden 2.0: Kampagne für effektive Exportkontrolle von Überwachungstechnologie
    Frieden 2.0: Kampagne für effektive Exportkontrolle von Überwachungstechnologie

    bahrainBarbara Lochbihler, Mitglied im Europäischen Parlament und seit 2011 Vorsitzende des Ausschusses für Menschenrechte und Konstantin von Notz, Mitglied des Deutschen Bundestags und Sprecher für Netzpolitik der grünen Bundestagsfraktion, starteten gemeinsam die Kampagne „Frieden 2.0“ und fordern eine effektive Exportkontrolle von Überwachungstechnologie. Auf der Kampagnenseite frieden2punkt0.de werden verschiedene deutsche Unternehmen vorgestellt, die „digitale Waffen“ exportieren, darunter Trovicor und Gamma International. An verschiedenen Ländern wird erklärt, wie Überwachungstechnologie aus Deutschland dort missbraucht und gegen Aktivistinnen und Aktivisten eingesetzt werden, zum Beispiel in Bahrain, Syrien, Iran oder in den USA. Auf der Seite findet sich unten eine vorformulierte Email, die an die Vorsitzenden von CDU, CSU und FDP adressiert ist und folgende Forderungen enthält:

    1. Eine Ausweitung und Stärkung der europäischen Dual-Use-Verordnungen 428/2009 und 1232/2011.
    2. Alle Exporte von Spyware müssen im Vorfeld an zentraler Stelle, in diesem Falle von der Europäischen Kommission kontrolliert und autorisiert werden.
    3. Regelmäßige Vierteljahresberichte durch die Europäische Kommission an Öffentlichkeit, Mitgliedstaaten, nationale Parlamente und Europäisches Parlament.
    4. Die Ausarbeitung – unter Beteiligung des Europäischen Parlaments – eines Strafmaßnahmenkatalogs für den Fall, dass EU-Mitgliedstaaten oder die dort ansässigen Unternehmen die vereinbarte Genehmigungspflicht oder die Entscheidung der Kommission nicht achten.
    29. April 2013 2
  • : Drohung oder Zukunftsversprechen? Grüne Fachtagung äußert massive Kritik an Drohnen
    Drohung oder Zukunftsversprechen? Grüne Fachtagung äußert massive Kritik an Drohnen

    Der Einsatz von unbemannten Fluggeräten ist längst keine ferne Zukunftsmusik mehr: Während bewaffnete US-Drohnen allein in Pakistan im Zeitraum von Juni 2004 bis September 2012 zwischen 2.562 und 3.325 Menschen getötet haben, werden bei uns Drohnen immer mehr zu Überwachungs- und Aufklärungszwecken verwendet. Und selbst Privatpersonen können mit dem Besuch des Elektronikladens um die Ecke eine Drohne mit hochauflösender Kamera erwerben und sich damit den Garten des Nachbarn oder gleich sein Schlafzimmer einmal genauer anschauen. Über die Konsequenzen dieser Entwicklung und mögliche Lösungen haben die Grünen am vergangenen Freitag die Fachtagung Drohnen – Drohung oder Zukunftsversprechen? veranstaltet.

    Drohnenangriffe sind Rekrutierungsgrund Nummer Eins für Al-Qaida

    Diese begann mit einer Rede von Professorin Mary Ellen O´Connell, die die US-Drohnenangriffe im Kontext internationalen Rechts diskutierte und dabei zu einem klaren Ergebnis kam: Es gebe keine rechtlichen Grundlagen, Menschen außerhalb von Konfliktzonen zu töten. Sie nahm die üblichen Argumente für das gezielte Töten mit Drohnen in Ländern wie Pakistan, Jemen und Somalia auseinander. So sei weder das Recht auf Selbstverteidigung, die Zustimmung von Ländern wie Pakistan oder das Argument, dass es ja Präzisionsschläge seien, ausreichend, um die Angriffe zu legitimieren. Besonders letzteres widerlegte sie eindrucksvoll: Allein in Pakistan starben bei 364 Drohnenangriffen 474 – 881 Zivilisten, einschließlich 176 Kindern. Inzwischen sind Drohnenangriffe Rekrutierungsgrund Nummer eins für al-Qaida – nicht mehr wie früher Guantanamo. Es sei nun an Deutschland, Druck auf den Verbündeten USA zu machen und sich gegen die extralegalen Tötungen zu stellen.

    20. März 2013 1
  • : Menschenrechte bei Terrorismus-Bekämpfung: Vereinte Nationen untersuchen zivile Opfer bei Drohnen-Angriffen
    Menschenrechte bei Terrorismus-Bekämpfung: Vereinte Nationen untersuchen zivile Opfer bei Drohnen-Angriffen

    Sind Drohnen-Angriffe mit zivilen Todesfällen Kriegsverbrechen? Der Hohe Kommissar der UNO für Menschenrechte will diese Frage beantworten und hat eine Untersuchung eingeleitet. Nach Recherchen des Londoner Büros für investigativen Journalismus wurden seit 2004 mehr als 800 Unbeteiligte mit Drohnen ermordet, darunter 176 Kinder.

    Der UN-Sonderberichterstatter zu Menschenrechten bei der Bekämpfung von Terrorismus, Ben Emmerson, hat gestern offiziell eine Untersuchung der zivilen Auswirkungen von Drohnen und anderen Formen der gezielten Tötung bekannt gegeben. Damit kommt er Anfragen aus Russland, China und Pakistan nach.

    Untersucht werden sollen 25 Einsätze der USA, Großbritannien und Israel, bei denen in Jemen, Pakistan, Somalia, Afghanistan und Gaza jeweils Zivilisten um ihr Leben gebracht wurden. Dabei sollen Beweise über zivile Opfer kritisch untersucht werden, um die Frage zu beantworten, ob diese Angriffe Kriegsverbrechen sind.

    Ende des Jahres will der Sonderberichterstatter der Generalversammlung der Vereinten Nationen einen Bericht vorlegen, der die Staaten an ihre Pflicht erinnern will, wirksame, unabhängige und unparteiische Untersuchungen der Rechtmäßigkeit und Verhältnismäßigkeit solcher Attacken vorzunehmen.

    25. Januar 2013 2
  • : Bundesregierung: Bewaffnete Drohnen sind „unbedingt erforderlich“
    Bundesregierung: Bewaffnete Drohnen sind „unbedingt erforderlich“

    Die Bundesregierung hat erstmals offiziell eingeräumt, bewaffnete Drohnen anschaffen zu wollen. Das geht aus ihrer Antwort auf eine kleine Anfrage der Linkspartei hervor. Derzeit besitzt die Bundeswehr schon mehr als 400 Drohnen verschiedener Größen.

    Der Bundestagsabgeordnete Andrej Hunko und die Linksfraktion haben Ende Dezember eine kleine Anfrage Integration von schweren Drohnen in den allgemeinen zivilen Luftraum gestellt. Jetzt ist die Antwort der Bundesregierung eingetroffen.

    Viele der Fragen und Antworten drehen sich um die Europäische Agentur für Flugsicherheit und einen „Einheitlichen Europäischen Luftraum“ für Drohnen. Ein paar Punkte sind aber auch explizit auf die deutsche Bundeswehr und die Bundesregierung zugeschnitten.

    So gibt es eine aktuelle Auflistung, wie viele Drohnen welcher Art die Bundeswehr derzeit in Deutschland besitzt:

    25. Januar 2013 22
  • : Hardware für Alle – Plattform zum Verschenken und Verleihen von Hardware
    Hardware für Alle – Plattform zum Verschenken und Verleihen von Hardware

    hardware-logoDaniel Ziegener (sofakissen) und Phillip Thelen (viirus) starten mit „Hardware für Alle“ gestern auf dem 29c3 eine Vermittlungs-Plattform für „bedingungslos gescheite Hardware“. Das Internet ist fester Bestandteil des gesellschaftlichen Alltags geworden, es ist Informations- und Wissensquelle und ermöglicht Teilhabe. Während jedoch viele Menschen unbenutzte Altgeräte oder einfach die nicht mehr neuesten Modelle haben, ist es für Andere schwierig, eigene Hardware – sei es Notebook, Desktop PC, Tablet oder Smartphone – zu erwerben. Hardware für Alle will hier eine Verbindung herstellen. Wie ist der Plan?

    Menschen, die funktionierende Hardware haben, die sie (temporär) entbehren können, können diese bei Hardware für Alle einstellen – inklusive ehrlicher Beschreibung des Zustands. Menschen, die Hardware brauchen, können diese dort sehen und per Mail Kontakt zu dem oder der AnbieterIn aufnehmen und sich im Anschluss bestensfalls treffen und das Gerät übergeben (ausleihen geht ebenfalls). Anmelden bei der Plattform können sich beide über einen Facebook, Twitter, Google+ oder Github Account. Wirklich zufrieden sind die Entwickler mit dieser Lösung auch nicht, jedoch legen sie Wert darauf, dass eine Art Vertrauensbasis ermöglicht wird – bereits bestehende Profile sollen dabei helfen. Eine andere Möglichkeit, die erwägt wird, sind lokale Kleingruppen, die Accounts zur Verfügung stellen und eventuell die Hardware prüfen. Hierfür benötigt es jedoch erstmal HelferInnen, da sich das Projekt noch in der Startphase befindet. Wer also helfen will, kann sich per Mail (oder vielleicht noch hier auf dem Kongress) mit den Entwicklern in Verbindung setzen. Auch Kooperationen mit kleinen Unternehmen oder Initiativen werden in Betracht gezogen, jedoch soll bis zu einer solchen Zusammenarbeit erst die Plattform optimiert werden.

    Wer also zu Weihnachten neue Hardware bekommen und nun nicht mehr gebrauchte zu Hause hat, weiß nun, wo er damit hin kann :)

    30. Dezember 2012 7
  • : Syrien drückt den Internet-Aus Knopf (Updates)
    Syrien drückt den Internet-Aus Knopf (Updates)

    Assad macht den Mubarak: Derzeit ist ein Großteil des Internets aus und nach Syrien nicht erreichbar. Damit ist das Land effektiv offline. Auch Telefon- und Mobilfunk soll betroffen sein.

    Die „Internet Intelligence Authority“ Renesys berichtet:

    77 networks experienced an outage in Syria starting at 10:26 UTC on November 29. This represents 92% of the routed networks in the country.

    Die Facebook-Seite Syria Digital Reports meldet:

    Starting at 10:26 UTC (12:26pm in Damascus), Syria’s international Internet connectivity shut down. In the global routing table, all 84 of Syria’s IP address blocks have become unreachable, effectively removing the country from the Internet.

    Das Content Delivery Network Akamai bestätigt:

    29. November 2012 11
  • : Da hackt es wohl in Baku – EU Delegation gehackt
    Da hackt es wohl in Baku – EU Delegation gehackt

    Die Technik der EU Delegation in Baku wurde gehackt, das bestätigte der EU-Kommissionssprecher Ryan Heath. Eine hochrangige Delegation der Europäischen Union hielt sich diese Woche zum 7. Internet Governance Forum in Baku, Aserbaidschan auf. Bei der Konferenz wurde darüber beraten wie Staaten mit dem Internet umgehen sollen. Die EU verteidigte das bewährte Multistakeholder-Modell. Diesmal nutzten EU-Kommissarin Neelie Kroes und einige prominente Europaparlamentarier das Treffen der Vereinten Nationen um scharfe Kritik an der Menschenrechtssituation im Gastland zu üben. In der gemeinsamen Stellungnahme heißt es:

    We see the exercise of free speech [in Baku] effectively criminalised. We see violent attacks on journalists. And we see activists spied on online, violating the privacy of journalists and their sources. We condemn that the intimidation of political activists has even continued within the conference premises of the 7th IGF.

    Neelie Kroes blieb angeblich die Möglichkeit verwehrt, politische Gefangene zu besuchen und klagte über Schikanen der Gastgeber:

    I was denied access to meet political prisoners, despite a commitment from the President himself. Activists were harassed at the Internet conference. My advisers had their computers hacked. So much for openness.

    11. November 2012 7
  • : Update: „Sex Offender“ in Kalifornien müssen Online-Identitäten offenlegen
    Update: „Sex Offender“ in Kalifornien müssen Online-Identitäten offenlegen

    Wie gestern geschrieben, wurden mit der Präsidentschaftswahl in den USA auch zahlreiche Referenden abgehalten. Eines davon war die Proposition 35 in Kalifornien. Diese Initiative forderte härtere Strafen für „Sex Offender“ und ebenfalls, dass sie all ihre Online-Accounts und Nicknames offenlegen müssen. Dieses Referendum wurde gestern mit großer Mehrheit angenommen.

    Just 90 minutes after the polls closed, more than 83 percent of v0tes counted supported the longer sentences and bigger fines for trafficking. While it was still early in the evening, it was a clear victory for Chris Kelly, the former Facebook executive who bankrolled the measure.

    Dass das Ergebnis dieses Referendums so schnell feststand, ist ungewöhnlich, denn viele sind noch immer nicht ausgezählt. Bekannt ist bisher jedoch, dass in Maine und Maryland die gleichgeschlechtliche Ehe zugelassen wurde sowie in Colorado und Washington State der gelegentliche Konsum von Marihuana legalisiert wurde.

    7. November 2012 6
  • : Referendum in Kalifornien: „Sex Offender“ sollen sämtliche Online-Accounts offenlegen
    Referendum in Kalifornien: „Sex Offender“ sollen sämtliche Online-Accounts offenlegen

    In Kalifornien wird mit der Präsidentschaftswahl auch ein Referendum darüber abgehalten, ob härtere Strafen für „Sex Offender“ verhängt werden sollen. In einer Initiative werden unter anderem längere Haftstrafen sowie die Auflage „to disclose Internet activities and identities“ gefordert. So sollen, falls die Intitiative erfolgreich ist, „Sex Offender“ all ihre Online-Präsenzen offenlegen müssen: Ob es sich dabei um den Twitter-Account, ein Blog, eine Buchbörse oder eine politische Diskussionsseite handelt, macht keinen Unterschied. Die EFF rät, gegen diesen Antrag zu stimmen:

    In today’s online world, users may set up accounts on websites to communicate with family members, discuss medical conditions, participate in political advocacy, or even listen to Internet radio. An individual on the registered sex offender list would be forced to report each of these accounts to law enforcement within 24 hours of setting it up – or find themselves in jail. This will have a powerful chilling effect on free speech rights of tens of thousands of Californians.

    Ein weiterer, äußerst relevanter Punkt: Der Begriff ‚Sex Offender’ ist nicht eng genug definiert. Melissa Gira Grant nennt die Gefahr, dass Menschen, die aufgrund von prostitutions-ähnlichen Vergehen verurteilt wurden, gleichermaßen betroffen sein könnten wie solche, die wegen Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung verurteilt wurden.

    Under Prop 35, anyone involved in the sex trade could potentially be viewed as being involved in trafficking, and could face all of the criminal penalties associated with this redefinition of who is involved in “trafficking,” which include fines of between $500,000 and $1 million and prison sentences ranging from five years to life. This is in addition to having to register as a sex offender, and surrender to lifelong internet monitoring

    Diese Regelung soll rückwirkend alle Verurteilungen ab 1944 betreffen und würde somit auch „Unzucht“ beinhalten. Betroffen sind überproportional häufig „sex workers, and women of color, as well as gay men and gender nonconforming people“. Die Offline-Stigmatisierung dieser Menschen würde durch den Antrag also leicht Einzug in ihr Online-Leben halten.

    Finanziert wird diese Initiative übrigens hauptsächlich von Chris Kelly, dem ehemaligen Datenschutzbeauftragten von Facebook.

    6. November 2012 4
  • : Straßburg für Netzstasi-Exportkontrollen
    Straßburg für Netzstasi-Exportkontrollen

    Das Europaparlament positioniert sich gegen den unkontrollierten Export von Netz-Überwachungstechnik. Der Arabische Frühling und die bürgerkriegsähnliche Situation in Syrien haben das Bewusstsein geschärft. Viele Europaabgeordnete waren pikiert, als ihnen die Betroffenen aus den Nahost-Diktaturen die Verstrickungen von europäischen Dienstleistern in die staatliche Netzüberwachung enthüllten. Am Dienstag ließen die Abgeordneten ihrer Empörung Taten folgen lassen. In der Position zur Verordnung der Gütern mit doppeltem Verwendungszweck (dual use goods) steht in Abänderung 11:

    ‚3a.  Die Ausfuhr von Gütern mit doppeltem Verwendungszweck, die nicht in Anhang I aufgeführt sind, ist auch genehmigungspflichtig, wenn der Ausführer von den …Behörden …davon unterrichtet worden ist, dass diese Güter ganz oder teilweise zur Verwendung im Zusammenhang mit Verstößen gegen die Menschenrechte, die Grundsätze der Demokratie oder die Meinungsfreiheit, wie sie in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union festgelegt sind, bestimmt sind oder bestimmt sein können, indem Abfangtechniken und Vorrichtungen der digitalen Datenübertragung, mit dem Mobiltelefone und Textnachrichten überwacht und die Internet-Nutzung gezielt beobachtet werden können (z. B. Überwachungsstellen und Schnittstellen zur legalen Überwachung [„Lawful Interception Gateways“]) verwendet werden.’

    Diese Position aus erster Lesung darf in Kraft treten, wenn der Ministerrat zustimmt. Im Ministerrat sind die Regierungen der europäischen Mitgliedstaaten vertreten.

    Es gilt eine angemessene Balance zu finden. Das ist herausfordernd. Mancher Advokat von Exportkontrollen stand auch schon einmal auf der anderen Seite. Die Älteren werden sich noch an die netzaffine Kritik aus den 90ern an Exportbeschränkungen für Verschlüsselungslösungen erinnern, und kreative Umgehungsmethoden wie die Veröffentlichung von Programmcode als Buch. Auf den zweiten Blick reichen vielleicht schon die Bordmittel eines unixartigen Betriebssystems um die Kriterien in Änderung 11 zu erfüllen. Tatsächlich geht es aber um „idiotensichere“ Spezialsoftware aus Europa. Die wird in den Ländern eingesetzt, um Jagd auf Regimegegner zu machen.

     

    26. Oktober 2012 4
  • : Bewaffnete Drohnen: Bald entscheiden autonome Tötungsmaschinen über Leben und Tod
    Drohne RQ-4, "Stolz der Bundeswehr". Bild: Jim Gordon. Quelle: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Northrop_Grumman_RQ-4_Global_Hawk.jpg">Wikimedia Commons. Lizenz: </a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en">CC BY 2.0</a>.
    Bewaffnete Drohnen: Bald entscheiden autonome Tötungsmaschinen über Leben und Tod

    Weltweit werden immer mehr unbemannte Luftfahrzeuge entwickelt und eingesetzt, über 50 Staaten bauen daran. Treibende Kräfte sind vor allem Dienste und Militärs, die Drohnen zur Überwachung und zum Töten einsetzen. Die fliegenden Tötungsmaschinen werden dabei immer autonomer – und werden irgendwann selbst über Leben und Tod entscheiden.

    Vorreiter beim Einsatz von Drohnen sind die USA. Das Bureau of Investigative Journalism listet in seinem Special Report Covert War on Terror 346 Einsätze allein in Pakistan auf, mit mindestens 2.500 Toten. Was sich unter der Präsidentschaft von George Bush entwickelte, wurde von Barack Obama massiv ausgebaut. Kein anderer amerikanischer Präsident hat so viele Menschen ohne Gerichtsverfahren exekutieren lassen wie der regierende Friedensnobelpreisträger.

    25. September 2012 33
  • : Mohammed-Video: Meinungsfreiheit oder Brandstiftung?
    Mohammed-Video: Meinungsfreiheit oder Brandstiftung?

    Den passenden Beitrag zu dieser unsäglichen Mohammed-Schmäh-Video-Debatte hat gestern Abend ZAPP auf NDR gesendet: Schmähvideo – Meinungsfreiheit oder Brandstiftung?

    Haben Sie es gesehen – das ganze Video? Oder auch nur die Bilder? Seit der unglaublichen Aufregung über einen unglaublich schlecht gemachten Film, wird auch hierzulande heiß diskutiert: Zeigen oder nicht zeigen? Ist das Mohammed-Video eine Provokation, die man verbieten sollte oder doch fällt es unter die Meinungsfreiheit?

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

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    20. September 2012 44
  • : US-Patentamt filtert Schwergewichte aus ihrem Web
    US-Patentamt filtert Schwergewichte aus ihrem Web

    Als James Love im US-Patentamt (USPTO) auf seiner eigenen Web-Seite keionline.org vorbei schauen wollte, erhielt er die überraschende Meldung:

    Your request was denied because this URL contains content that is categorized as: „Political/Activist Groups“ which is blocked by USPTO policy.

    James Love ist eine anerkannte Koryphäe zu internationalen Entwicklungen auf dem Gebiet der Schutzrechte. Die Konsumentenrechtler von Knowledge Ecology International (KEI) verfolgen zuverlässig und engagiert kritisch die vom USPTO mitverhandelten Abkommen wie z.B. jüngst das Transpacific Partnership Agreement (TPP) oder die UN-Verhandlungen zum Urheberrechtsvertrag für die Blinden. Außer KEI blockt das USPTO nach Angaben von Love u.a. die Bürgerrechtler von EFF, Public Citizen und ACLU, sowie die Seite des umstrittenen konservativen Radiomoderators Rush Limbaugh. Interessengruppen der Medien- und Pharmaindustrie wie die BSA, MPPA, RIIA und PhRMA bleiben von der Filterlösung beim USPTO dagegen unberührt.

    Update: Das USPTO hat den Filter deaktiviert, für den ein externer Vertragspartner verantwortlich war. Die Filterung betraf nach ihren Angaben nicht die Mitarbeiter und folgte keinen internen Richtlinien. Nach Angaben eines Kommentators auf dem Blog Patentlyo blockierte die Filterlösung 2010 auch den Film Patent Absurdity: The Movie ohne Angabe von Gründen.

    18. September 2012 4