Generell

Da hackt es wohl in Baku – EU Delegation gehackt

Die Technik der EU Delegation in Baku wurde gehackt, das bestätigte der EU-Kommissionssprecher Ryan Heath. Eine hochrangige Delegation der Europäischen Union hielt sich diese Woche zum 7. Internet Governance Forum in Baku, Aserbaidschan auf. Bei der Konferenz wurde darüber beraten wie Staaten mit dem Internet umgehen sollen. Die EU verteidigte das bewährte Multistakeholder-Modell. Diesmal nutzten EU-Kommissarin Neelie Kroes und einige prominente Europaparlamentarier das Treffen der Vereinten Nationen um scharfe Kritik an der Menschenrechtssituation im Gastland zu üben. In der gemeinsamen Stellungnahme heißt es:

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We see the exercise of free speech [in Baku] effectively criminalised. We see violent attacks on journalists. And we see activists spied on online, violating the privacy of journalists and their sources. We condemn that the intimidation of political activists has even continued within the conference premises of the 7th IGF.

Neelie Kroes blieb angeblich die Möglichkeit verwehrt, politische Gefangene zu besuchen und klagte über Schikanen der Gastgeber:

I was denied access to meet political prisoners, despite a commitment from the President himself. Activists were harassed at the Internet conference. My advisers had their computers hacked. So much for openness.

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7 Kommentare
  1. Da fragt man sich doch, mit was für Computern so hochrangige Vertreter durch die Gegend laufen. Man sollte der Meinung sein, dass diese vernünftig verschlüsselt sind und keine Betriebssysteme verwenden, welche vorrangig aus Sicherheitslücken bestehen. Aber gut, eigentlich habe ich von unseren EU-Vertretern auch nichts anderes erwartet.

  2. Hahahaha … naja .. wie ich ja auch schon auf den Netzkongress feststellen durfte: Es wird viel über Computer, Datenschutz und Datensicherheit philosophiert – leider folgen den Gesprächen keine Taten. Aber es ist gut, dass wir ‚mal ‚drüber gesprochen haben. :(

  3. Sich davor zu „Schützen“ ist fast Unmöglich, selbst für EU-Vertreter.
    Das Problem ist eine weitgehende Monoinfrastruktur bei der Geheimdienste, Millitär und Krimminelle die gleichen Werkzeuge zur Kommpromitierung , Spionage oder gar „Angriffe“ verwenden.
    Eine IT Industrie welche welche auch per Gesetz dazu Angehalten wird dieses wenn schon nicht zu Ermöglichen , dann wenigstens zu Unterstützen, denn eine wirkliche Sicherheit würde auch staatliche Dienste Aussperren.
    Aserbaidschan ist zudem ein „politisches Minenfeld“ auf dem sich viele Geheimdienste, Millitär und die Ölindusrie tummeln.
    Von denen keiner „Unruhen“ im Land möchte und lieber die „Grabesruhe“ bevorzugen.

    1. Nein, das ist schon ganz richtig. Weiß zwar keiner aber: „Es hackt“ kommt aus der Seemannssprache, genauer gesagt von den Uboot-Fahrern. „Es hackt“, wenn der Regen auf das Boot einpeitscht. Nicht so angenehm, wenn man da Wache an Deck schieben muss. Im Rumpf hört man wie der Regen auf das Schiff einprasselt.

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