Die Technik der EU Delegation in Baku wurde gehackt, das bestätigte der EU-Kommissionssprecher Ryan Heath. Eine hochrangige Delegation der Europäischen Union hielt sich diese Woche zum 7. Internet Governance Forum in Baku, Aserbaidschan auf. Bei der Konferenz wurde darüber beraten wie Staaten mit dem Internet umgehen sollen. Die EU verteidigte das bewährte Multistakeholder-Modell. Diesmal nutzten EU-Kommissarin Neelie Kroes und einige prominente Europaparlamentarier das Treffen der Vereinten Nationen um scharfe Kritik an der Menschenrechtssituation im Gastland zu üben. In der gemeinsamen Stellungnahme heißt es:
We see the exercise of free speech [in Baku] effectively criminalised. We see violent attacks on journalists. And we see activists spied on online, violating the privacy of journalists and their sources. We condemn that the intimidation of political activists has even continued within the conference premises of the 7th IGF.
Neelie Kroes blieb angeblich die Möglichkeit verwehrt, politische Gefangene zu besuchen und klagte über Schikanen der Gastgeber:
I was denied access to meet political prisoners, despite a commitment from the President himself. Activists were harassed at the Internet conference. My advisers had their computers hacked. So much for openness.