-
: Die Facebook-Agenda von Innenminister Thomas de Maizière: Mehr Überwachung und Zensurmechanismen
Thomas de Maiziere im ZDF-Morgenmagazin (C) ZDF : Die Facebook-Agenda von Innenminister Thomas de Maizière: Mehr Überwachung und Zensurmechanismen Am Montag trifft sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière mit Facebook in Berlin. Dabei geht es sicher auch um „Hate-Speech“, aber vor allem um den Ausbau von Überwachungs- und Zensurinfrastrukturen.
-
: Wochenrückblick KW 34 – Neue Überwachungsforderungen im Wochentakt
Eisbären gehören zu den wenigen Tieren, die Menschen jagen. Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/arcticwoof/6953647156/">Arctic Wolf</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">[CC-BY-SA 2.0]</a> : Wochenrückblick KW 34 – Neue Überwachungsforderungen im Wochentakt Das Stakkato neuer Überwachungs- und Sicherheitsforderungen geht weiter: Vorratsdatenspeicherung für E‑Mail, Messenger und soziale Medien, automatische Gesichtserkennung, mehr Befugnisse und noch mehr. Gegenstimmen gingen unter. Außerdem: neue Erkenntnisse zur Landesverrats-Affäre und Entwicklungen im Fall Snowden.
-
: WhatsApp bietet nur Pseudo-Widerspruch zur Datenweitergabe an Facebook an
Wer WhatsApp aus Datenschutzgründen den Rücken kehren will, muss nicht zur Schreibmaschine greifen. Es gibt Alternativen. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC-BY-NC-ND 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/metrix_feet/14985501008/sizes/o/">Metrix X</a> : WhatsApp bietet nur Pseudo-Widerspruch zur Datenweitergabe an Facebook an WhatsApp hat angekündigt, die Telefonnummern seiner Nutzer an Facebook weiterzugeben. Dagegen hilft auch der Widerspruch nicht, den User einlegen können. Doch es gibt alternative Messenger, die höhere Datenschutzstandards versprechen.
-
: Signal zum Wechsel: WhatsApp gibt jetzt Daten an Facebook weiter
Etwa eine Milliarde Menschen nutzen WhatsApp. Es gibt datenschutzfreundliche Alternativen. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-BY 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/santaolalla/15503148251/sizes/l">Cebolledo</a> : Signal zum Wechsel: WhatsApp gibt jetzt Daten an Facebook weiter Der Messenger WhatsApp hat verkündet, dass er von nun an Daten an Facebook weitergibt. Zu diesen gehören die Telefonnummer und Daten, wann und wie oft ein Nutzer den Messenger nutzt. Mit diesen Daten kann Facebook seine Nutzer noch detailfreudiger analysieren.
Im PR-Sprech des Unternehmens liest sich die Änderung so:
Durch die Zusammenarbeit mit Facebook haben wir mehr Möglichkeiten, z. B. können wir grundlegende Kennzahlen über die Häufigkeit, mit der Benutzer unsere Dienste verwenden, verfolgen, und besser gegen Spam auf WhatsApp vorgehen. Indem deine Telefonnummer mit den Facebook-Systemen verbunden wird, kann Facebook dir besser Freunde vorschlagen und dir passendere Werbung anzeigen, falls du einen Account dort haben solltest. Du könntest z. B. Werbung von einem Unternehmen sehen, mit dem du bereits in Kontakt standst, anstatt eines vorgeschlagen zu bekommen, von dem du noch nie gehört hast.
WhatsApp war 2014 von Facebook gekauft worden und hat etwa eine Milliarde Nutzer. Das Unternehmen hatte zuletzt geräteübergreifend eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ausgerollt. Mit dem angekündigten Datenaustausch mit Facebook entfernt sich WhatsApp nun wieder von der datenschutzfreundlichen Linie, auch wenn die Verschlüsselung unangetastet bleibt. Bisherige Nutzer des Dienstes können allerdings teilweise dem Datenaustausch widersprechen.
Zeit für den Wechsel? Es gibt Alternativen
WhatsApp ist zwar der Messengerdienst mit den meisten Nutzern, beileibe aber nicht der einzige. Wir möchten hier zwei von vielen Alternativen zu WhatsApp vorstellen: Der kostenpflichtige schweizerische Messenger Threema bietet ähnliche Funktionen. Der Dienst ist jedoch nicht Open Source, dafür muss man ihn jedoch nicht mit einer Telefonnummer verknüpfen. Eine weitere Alternative zu WhatsApp ist Signal. Dieser Messenger ist Open Source, wird von einem Team rund um den Erfinder der WhatsApp-Verschlüsselung entwickelt und nutzt das gleiche Verschlüsselungsverfahren wie WhatsApp. Mit dem kostenlosen Messenger Signal kann man auch verschlüsselt telefonieren. Einziges Manko: Signal muss mit der Telefonnummer verknüpft werden.
Update 26.08.2016:
Das Blog Beimnollar hat nochmal einen anderen interessanten Aspekt der Datenschutzänderung bei WhatsApp beschrieben, die deutlich macht, dass es sich hier nicht um eine kleine Änderung der Datenschutzbestimmungen handelt:
Tatsächlich gibt es bei Facebook schon seit längerem für Werbekunden die Möglichkeit, Ihre Kundendatenbanken hochzuladen und mit der Facebook-Kundendatenbank zu matchen, z.B. anhand von emails, oder eben auch anhand von Telefon-Nummern. Nur war es bisher so, dass in vielen Fällen dieser match nicht klappte, z.B. weil Leute auf Facebook mit anderen emails arbeiten oder weil sie ihre Telefon-Nummer dort nicht ablegen…
Der ganze Whatsapp Deal macht jetzt schlagartig nochmal neuen Sinn, und diese Änderung der Datenschutzbestimmungen ist deutlich mehr als nur eine kosmetische Korrektur. In Zukunft werden also Firmen, die irgendwo mal an Eure Telefon-Nummer gekommen sind mit einfachsten Möglichkeiten Euch Werbebotschaften zustellen können, und zwar personalisierte. Also wirklich im Sinne von “Mayer, warum sind sie gestern so schnell aus dem Laden gestürmt?” Und das nicht nur auf Facebook, sondern zunehmend auch ausserhalb, denn FB baut die Möglichkeiten die eigenen Daten auf Fremdwebsites fürs Targeting zu nutzen permanent aus (wie Google übrigens auch).
Schön ins Bild dazu passt natürlich, dass Mobilfunk-Anbieter zunehmend am Datenbusiness teilnehmen wollen, und Anbietern ebenfalls ermöglichen zusätzliche soziodemographische Daten zur Mobilfunknummer anzureichern.
Damit wird die Mobilfunknummer langsam zu einer Art universal identifier, mit dem Tracking und Targeting über alle Grenzen hinweg möglich ist – im Vergleich dazu erscheinen die bisherigen Cookies wie eine Werbetechnologie aus einer Folge der Waltons.
-
: 98 Daten, die Facebook über dich weiß und nutzt, um Werbung auf dich zuzuschneiden
: 98 Daten, die Facebook über dich weiß und nutzt, um Werbung auf dich zuzuschneiden Aus 98 unterschiedlichen Datenpunkten versucht Facebook, Zielgruppen-gerechte Werbung auszuliefern. Vielen ist nicht bekannt, was das Unternehmen alles über einen gesammelt haben könnte. Wir haben eine lange Liste.
-
: Netzpolitischer Wochenrückblick KW 32: Im Zweifel für die Überwachung?
Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/teliko82/16369251264/">Thomas Helbig</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/">[CC-BY-NC 2.0]</a> : Netzpolitischer Wochenrückblick KW 32: Im Zweifel für die Überwachung? Die netzpolitische Woche zusammengefasst: Innenminister de Maizière holt zum Rundumschlag in der Überwachungsdebatte aus, das Land Hessen möchte gerne den digitalen Hausfriedensbruch als Straftat einführen, wir haben die Parteiprogramme Berliner Parteien untersucht und Facebook will Clickbait vertreiben, dafür aber auch Ad-Blocker.
-
: Black Lives Matter: Facebook entfernt auf Anfrage der Polizei potenzielle Beweise für Polizeigewalt
Im Sommer der Black-Lives-Matter-Proteste beschloss die Bundesregierung 9 Millionen Euro für einen "Rassismus-Monitor" auszugeben. : Black Lives Matter: Facebook entfernt auf Anfrage der Polizei potenzielle Beweise für Polizeigewalt Die Unruhen aufgrund von Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA halten an. Allerdings rückt eine neue Problemstellung ins Rampenlicht: Die Rolle und Verantwortung von Social Networks wie Facebook in gesellschaftlichen Konflikten.
-
: Facebooks Medienmacht: Acht Fragen zum „Kampf gegen Clickbait“
Bait ist das englische Wort für Köder. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC-BY-NC-ND 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/_breathless/5970789644/sizes/l"> BreathLes</a> : Facebooks Medienmacht: Acht Fragen zum „Kampf gegen Clickbait“ Eine zentrale Kommunikationsplattform der digitalen Öffentlichkeit verkündet, dass sie zukünftig bestimmte Nachrichten unterdrücken wird. Informationen zu Kriterien, Prioritäten, Transparenz oder Verantwortung sind rar – aber viele applaudieren. Ein kleiner Denkanstoß.
-
: Doch nicht so kompliziert: So sieht das Formular aus, das Strafverfolger bei Facebook nutzen
: Doch nicht so kompliziert: So sieht das Formular aus, das Strafverfolger bei Facebook nutzen Die Justiz- und Innenminister mehrerer Bundesländer fordern einen schnelleren und einfacheren Zugriff für Ermittler bei Facebook. Dabei hat das Unternehmen schon vor Jahren eine Seite eingerichtet, die auch deutsche Behörden nutzen. Ein geleaktes Handbuch aus den USA erklärt, wie das Strafverfolger-Portal funktioniert.
-
: Reaktionen auf Hashtag-Regelungen bei Olympia: „Alles viel zu kompliziert“
Auszug aus einer Facebook-Post des Unternehmens Garmin : Reaktionen auf Hashtag-Regelungen bei Olympia: „Alles viel zu kompliziert“ Die neuen Regelungen bezüglich Hashtags und der Nutzung von Social Media bei den Olympischen Spielen haben für Wirbel gesorgt. Der Deutsche Olympische Sportbund versucht sich mit einer Klarstellung.
-
: Türkei: Tweet für den Oberkommandanten
Pro-Erdogan-Demonstration am 24. Juli. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-BY 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/mtnorton/27909350633/sizes/h/">miketnorton </a> : Türkei: Tweet für den Oberkommandanten In der Nacht des Putschversuchs entdeckt der notorische Zensierer und Internet-Feind Erdogan plötzlich seine Liebe zu den sozialen Medien. In der Krisensituation sind sie ein wichtiger Kanal für den Machterhalt.
-
: Mehrheit der jungen Menschen ist gegen Klarnamenpflicht
<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC-BY</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/esthervargasc/9657863733/">Esther Vargas</a> : Mehrheit der jungen Menschen ist gegen Klarnamenpflicht Eine Mehrheit der jungen Menschen ist gegen Klarnamenpflicht. Das hat eine Umfrage des Stern rausgefunden. Eine Mehrheit der über 59-jährigen befürwortet hingegen etwas, wovon diese meist nicht betroffen sind.
-
: Privacy Shield: Neue Grundlage für transatlantischen Datenverkehr gilt jetzt – noch
Wird der Schild bald schon wieder fallen gelassen? Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-BY 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/30991136@N04/2902691597/"> housegirl_photos</a> : Privacy Shield: Neue Grundlage für transatlantischen Datenverkehr gilt jetzt – noch Der Safe-Harbor-Nachfolger Privacy Shield ist da. Es soll die Erfüllung europäischer Datenschutznormen bei Datenübermittlungen in die USA, wie sie bei der Nutzung von Social-Media-Plattformen täglich anfallen, sicherstellen. Kernforderungen von Datenschützern, EU-Parlamentariern und Zivilgesellschaft bleiben unerfüllt.
-
: Laudatio von Thilo Weichert: Facebook ist Informationsblockierer und erhält Negativpreis „Verschlossene Auster“
Thilo Weichert bei seiner Laudatio zur Verleihung der Verschlossenen Auster 2016 an Facebook. : Laudatio von Thilo Weichert: Facebook ist Informationsblockierer und erhält Negativpreis „Verschlossene Auster“ Das Unternehmen Facebook erhält für seinen intransparenten Umgang mit Hasskommentaren den Negativpreis „Verschlossene Auster“. Die Journalistenorganisation Netzwerk Recherche würdigt damit den Informationsblockierer des Jahres. Die Laudatio in Hamburg hielt der Datenschützer Thilo Weichert.
-
: Netzpolitischer Wochenrückblick KW 26: BND-Reform und Netzsperren vor der Tür, Netzneutralität am Horizont
Foto: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Long-tailed_Duck_(Clangula_hyemalis)_(2).jpg#">Ken Billington</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0">[CC BY-SA 3.0]</a> : Netzpolitischer Wochenrückblick KW 26: BND-Reform und Netzsperren vor der Tür, Netzneutralität am Horizont Die netzpolitische Woche zusammengefasst: Entscheidungen zur BND-Reform und EU-Netzsperren stehen vor der Tür, keine neue Videoüberwachung in Berlin und wie Du die Netzneutralität in Europa retten kannst.
-
: Türkei blockiert Twitter, Facebook und Youtube nach Terroranschlag
Beliebtes Streetart-Motiv, das bei den Gezi-Protesten in der Türkei auftauchte. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC-BY 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/igb/9303779433/sizes/o/"> igb</a> : Türkei blockiert Twitter, Facebook und Youtube nach Terroranschlag Nach dem Anschlag auf den Atatürk-Flughafen hat die Regierung eine Nachrichtensperre verhängt. Sie betrifft unter anderem soziale Netzwerke, die landesweit blockiert werden.
-
: Facebook nutzt Standort für Freundesvorschläge (Update)
Jenny hat gar keine Lust mit Peter zu reden und findet ihn richtig unsympathisch. Am nächsten Tag schlägt Facebook Peter vor, dass er sich mit Jenny befreunden könnte - und gibt ihm ihre Profildaten Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC-BY-SA 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/boolve/"> boolve</a> : Facebook nutzt Standort für Freundesvorschläge (Update) Facebook weiß, wo sich die Nutzer des Netzwerkes aufhalten. Jetzt kam raus, dass das Unternehmen seinen Nutzern auf Basis des Handystandortes Vorschläge nach dem Muster „Personen, die du vielleicht kennst“ macht.