Linkschleuder

Türkei blockiert Twitter, Facebook und Youtube nach Terroranschlag

Nach dem Anschlag auf den Atatürk-Flughafen hat die Regierung eine Nachrichtensperre verhängt. Sie betrifft unter anderem soziale Netzwerke, die landesweit blockiert werden.

Beliebtes Streetart-Motiv, das bei den Gezi-Protesten in der Türkei auftauchte. Foto: CC-BY 2.0 igb

Die Türkei hat einem Bericht von Vocativ zufolge nur eine knappe Stunde nach dem Anschlag auf den Atatürk-Flughafen Twitter und Facebook landesweit mittels einer Drosselung (selective bandwidth throttling) blockiert:

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The order, issued by the Turkish Prime Minister’s office on the grounds of „national security and public order“, bans sharing of any visuals of the moment of explosion, blast scene, emergency work, of the wounded and dead, or any „exaggerated narrative“ about the scene. It also bans the act of sharing any information about the suspects.

It was initially posted to the website of the Supreme Board of Radio and Television (known by its Turkish acronym, RTUK) at 11:15 pm Turkish time. Less than an hour later, an Istanbul court extended the ban to „all news, interviews, and visuals regarding the incident“, and said it applied to „any written and visual media, digital media outlets, or social media“. Turkish internet service providers quickly blocked access to Facebook and Twitter.

Das Laden der Twitter-Startseite dauerte nach Angaben von @TurkeyBlocks etwa 23 Minuten.

Mittlerweile scheint auch Youtube gedrosselt zu werden. Das berichten zahlreiche türkische User – auf Twitter. Unter ihnen der Türkei-Korrespondent der Welt, Deniz Yücel. Die Dienste sind mittels Virtual Private Network (VPN) weiterhin erreichbar. Die Nutzung von VPNs ist in der Türkei wegen der häufig vorkommenden Zensur weit verbreitet.

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7 Kommentare
  1. Typisch diktatorische Reaktion auf ein Unglück, wenn eine Regierung Angst hat, im Land nicht mehr alles unter Kontrolle zu haben und die alleinige Macht auszuüben.

  2. Es ist mir wiederum völlig unverständlich das Leute zentralisierte Dienste wie Twitter, Youtube und Skype, Facebook überhaupt nutzen. Die machen es despotischen Regimen leicht und ziehen ihre Kommunikationspartner mit in den Abgrund.

    Für Twitter gibs GnuSocial, für Youtube mit Abstrichen MediaGoblin, für Skype (mein Gott wer benutzt denn noch Skype?) kann man z.B. XMPP / aka Jabber nutzen. Facebook ist doch eh die Hölle – und nein WhatsAPP ist keine Alternative.

    1. Lieber Rüdiger,
      Niemand versteht auch nur das Geringste von irgendwelchem IT-Gedöns. Wenn man von einer Sache so gar nix versteht, sich aber gezwungen fühlt, sich dennoch darauf einzulassen, wie orientiert man sich dann? Man orientiert sich an Marken. Marken versprechen einen Standard. Kaufst Du eine Marke, dann glaubst Du zu wissen was Du kaufst, vor allem wenn Hinz und Kunz die gleiche Marke benutzen und es einfach so funzt. Warum sollte sich irgendwer auf etwas völlig unbekanntes einlassen wenn er für Whatsapp nur die Telefonnummer des Kommunikationspartners braucht und sich beinahe 100%ig darauf verlassen kann, dass auf dem zugehörigen Gerät Whatsapp installiert ist? Wie bei MS in den 90igern.
      Nein, ich nutze keinen der von Dir genannten Dienste. Ich besitze nicht mal ein Smartphone. Jabber kann ich vergessen weil ich nicht wüsste, mit wem ich dort kommunizieren sollte. Ich habe einen Diaspora-Account, um das Prinzip eines solchen Dienstes besser zu verstehen. Ich finde es einfach nur schrecklich öde weil dort außer ein bisschen Geek-Scheiß nichts von Belang geteilt wird. Aber ich kann mir dadurch besser vorstellen, wie bei FB wirklich relevante Information geteilt wird.

    1. … das trauen sich unsere Politiker noch nicht!
      … noch …
      Worauf wir Deutschen uns verlassen dürfen ist, das sich unsere Regierigen etwas einfallen lassen, auch wenn es nur für ein paar Tage ist … wie bei VDS und BND Gesetz!

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