Am 9. November hatte ein belgisches Gericht entschieden, dass Facebook das Surfverhalten von denjenigen Internetnutzer_innen nicht verfolgen darf, die nicht Mitglieder des sozialen Netzwerks sind. Es ging dabei um den Identitäts-Cookie „datr“, den Facebook im Browser der Nutzer_innen speichert um Informationen über deren Surfverhalten zu sammeln. Dem Sozialen Netzwerk wurde einerseits vorgeworfen, den Cookie auch bei Nicht-Mitgliedern zu speichern, die lediglich die Facebook-Webseite besuchen – und andererseits, dass der Cookie auch nach der Deaktivierung eines Facebook-Kontos noch zwei Jahre auf dem Computer bleibe.
Wie die BBC berichtet, reagiert Facebook nun, da diese Woche die gerichtliche Anordnung zugestellt werden soll. Das Unternehmen hatte bereits bei der Urteilsverkündung bekanntgegeben, das Urteil anfechten zu wollen. Dennoch sollen Facebook-Seiten, auch solche mit öffentlichen Inhalten, für Nicht-Mitglieder künftig komplett blockiert sowie der Tracking-Cookie entfernt werden.
Facebook betonte wiederholt, der Cookie diene Sicherheitszwecken und verhindere Online-Angriffe und das Erstellen falscher Profile. So seien laut einer Facebook-Sprecherin in den vergangenen Monaten 33.000 Angriffsversuche unterbunden worden.