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: WSIS: Beindruckendes Free Culture Erlebnis
: WSIS: Beindruckendes Free Culture Erlebnis Ich mag es kaum glauben. Ich sitze hier in einem verwinkelten Haus in der Innenstadt von Tunis und habe gerade Richard Stallman und Gilberto Gil (Kulturminister on Brasilien und berühmter Artist) vor mir sitzen. Richard Stallman singt und Gilberto Gil spielt Gitarre und ich nehme Sequenzen auf Video auf. Solange es der 1GB Chip in meiner Kamera erlaubt. Werde es später mal online stellen.

Jetzt jammt Gilberto Gil zusammen mit anderen Musikern herum. Echt beeindruckend. Ich zeichne es mit meinem MP3-Rekorder auf. Das beste Ereignis bisher in Tunis und sehr familiär. Hier findet die ganze Woche ein Free Culture Workshop statt mit Künstlern aus vielen Nationen. Ich habe schon ein paar Interviews mit Beteiligten gemacht und werde diese bearbeitet später hier veröffentlichen.
Update: Arne Hintz hat auf WorldSummit2005 einen kleinen Bericht über den Abend veröffentlicht: „Art and Free Knowledge“ event in Tunis.
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: WSIS: Impressionen in Form einer kleinen Bilderschau
: WSIS: Impressionen in Form einer kleinen Bilderschau Hie rsind mal ein paar WSIS-Impressionen in Form einer kleinen Bilder-Zusammenstellung.
Der Eingang zu den „Civil Society Offices“:

Der Eingang zur „Plenary Hall“:

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: WSIS-Podcasting: WIPO-Panel mitgeschnitten
: WSIS-Podcasting: WIPO-Panel mitgeschnitten Gestern fand hier auf dem WSIS ein Panel zum Thema „The Role of WIPO and NGO’s to Balance Intellectual Property Rights“ statt. Ich wollte es eigentlich komplett mitschneiden, wurde aber durch das BBC-Interview aufgehalten. So fehlen die ersten 24min, was aber anscheinend nicht so dramatisch ist. Die restlichen 88min sind auf jeden Fall interessant. Über die Qualität der Aufnahme kann ich gerade nicht viel sagen, scheint aber hörbar zu sein. Hier ist das OGG mit 44MB Grösse, ein MP3 wird wohl später noch folgen.
Moderator: ROBIN GROSS, IP Justice Executive Director
Speakers:
~ PHILIPPE PETIT, World Intellectual Property Organization (WIPO) Deputy Director General
~ JAMES LOVE, Consumer Project on Technology (CPT) Director
~ ALEX BYRNE, International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA) President
~ GEORG GREVE, Free Software Foundation Europe (FSFE) President -
: WSIS: Eindrücke vom Gipfel
: WSIS: Eindrücke vom Gipfel Offiziell läuft der WSIS jetzt schon seit fünf Stunden. Und ist anstrengender als gedacht. Es ist sehr laut, es ist sehr voll und der Schlafmangel der letzten Tage macht sich dadurch immer bemerkbarer. Und die mitgebrachten Club-Mate Vorräte sind aufgetrunken. Ich wundere mich über die Organisatoren. Diese haben mit 12000 Menschen gerechnet und mittlerweile sollen 27000 Menschen hier sein. Die Toiletten waren praktisch seit Montag nicht mehr nutzbar. Fast jede Berliner Club-Toilette sieht nach einer durchgefeierten Nacht sauberer aus. Ich frage mich die ganze Zeit, ob die Diplomaten und Polit-Promis auch dieselben Toiletten nutzen müssen. Alle Gänge auf dem Messegelände sind voller Menschenmassen. Das Netz wird immer langsamer und selbst die Civil Society Offices sind mittlerweile überfüllt. Ich werde mich gleich mal in ein Panel über die WIPO setzen und mitschneiden. Ist heute die interessanteste Veranstaltung hier. In der Plenary-Hall gibt es Politiker-Sonntagsreden, was sicherlich das unspannenste ist. Und nebenan findet die ICT4D-Messe statt, bunt wie eine CeBIT. Vielleicht sogar noch bunter, lauter und voller. Hoffe, es wird noch irgendwann besser. Abends ist es eh immer am nettesten, wenn man vom Gipfel-Trouble flüchten kann und viele Menschen aus anderen Nationen kennenlernt.
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: WSIS: Summit startet
: WSIS: Summit startet Eben ist der zweite World Summit on the Information Society offiziell eröffnet worden. Im Moment hält der tunesische Diktator seine Begrüssungsworte und wird dabei von vielen Jubel-Tunesiern frenetisch unterstützt. Sonst klatscht eigentlich kaum jemand. Ich habe zwar einen sogenannten „Overpass“, um die „Plenray Hall“ zu betreten, aber nachdem ich eine halbe Stunde draussen vor der Sicherheitsschleuse wartete, wurden die Türen vor mir geschlossen. Und keine Möglichkeit mehr, hinein zu kommen. Sehr bizarr waren die beinahe Tumulte vor der geschlossenen Tür, wo neben mir ein nach eigenen Angaben ukrainischer Minister beinahe ausrastete und sonst auch sehr viel gedrängelt wurde. Ich habs dann vorgezogen, mich in die Civil Society Offices zurück zu ziehen, wo ich gerade meine Ruhe habe. Hätte zwar die Rede von Kofi Annan gerne live gesehen, aber weiter da rumstehen hilft auch nicht wirklich. Also bleibt der Live-Stream auf der ITU-Seite. Dieser soll eigentlich Echtzeit-Übersetzung in die UN-Sprachenbieten, aber das klappt nicht wirklich.
Das „Tunis Commitment“ – Gipfel-Papier ist übrigens schon online und wird im Laufe der nächsten 24h in allen UN-Sprachen vorliegen.Bisher ist nur die englische Fassung online. Wie man es bei der UN gewöhnt ist, wird selbstverständlich das Doc-Format angeboten. Offene Standards fehlen immer noch.
Eben hat der Schweizer Präsident in seiner Eröffnungsrede Pressefreiheit und die Einhaltung der Menschenrechte auf dem Gipfel und ausserhalb des Gipfels eingefordert. Bei dem Statement hat er sehr viel Applaus bekommen.
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: WSIS: Tunesische Repression
: WSIS: Tunesische Repression Die Repression der tunesischen Sicherheitsbehörden wird immer sichtbarer. Für heute morgen war im deutschen Goethe-Institut in Tunis ein Treffen mit kritischen tunesischen NGOs geplant. Dies wurde verhindert, indem das Goethe-Institut weiträumig abgesperrt wurde. Durch die Polizeikontrollen kam niemand von der tunesischen Opposition durch. Dabei kam es auch noch zu Übergriffen durch die Polizei. Hier ist ein Augenzeugenbericht von Rikke Frank Joergenson als MP3.
Dasselbe Bild zeigt sich bei einer Veranstaltung,welche die Heinrich Böll Stiftung für heute geplant hat. Das Treffen sollte ein deutsch-arabischer Austausch werden, und zuerst wurde das gebuchte Hotel „aus Sicherheitsgründen“ gecancelt. Als neuer Treffpunkt wurde das Büro der “Association Tunisienne des Femmes Democrates” vereinbart. Erste Augenzeugenberichte von vor Ort berichten ebenfalls von einer weiträumigen Absperrung durch tunesische Polizei. Wir hatten eben ein Treffenmit dem deutschen Delegationsleiter, Michael Steiner. Er versprach uns zwar Solidarität, aber der Einfluss der EU in Tunesien ist nicht hoch in dieser Frage. Wir werden später trotzdem dorthin fahren und uns die Situation vor Ort ansehen. Die tunesische Organisation hat übrigens seit zwei Wochen kein Telefon und Internet mehr im Büro. Der Zugang wird auf wundersame Weise verhindert. Ihre E‑Mails kommen auch nur noch verkrüppelt an.
Der „Citizen-Summit“ steht auch immer noch auf wackligen Beinen. Die Organisatoren sind von der EU-Kommission in die EU-Vertretung eingeladen worden, um weitere Schritte zu besprechen. Mehr dazu gibt es auch bei WorldSummit2005.org: Tunisian government obstructs civil society events.
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: WSIS: Ankunft in Tunis
: WSIS: Ankunft in Tunis Endlich in Tunis angekommen nach einer anstrengenden Reise. Wenngleich auch ohne Netz. Aber das ist eine längere Geschichte. Los gings heute morgen um 4h nach einer Stunde Schlaf. Hatte eigentlich mehr eingeplant, aber mein Biorhythmus war da anderer Meinung. Mit dem ÖPNV in der Kälte nach Tegel und da um 6h den Flieger nach Rom genommen. In Rom gab es dann drei Stunden Aufenthalt, die ich mit Zeitunglesen verbrachte. Der nächste Flieger brachte mich dann nach Tunis, wo ich eigentlich auf die anderen Deutschen stossen sollte. Diese hatten einen bequemeren Flug etwas später über Mailand gebucht, aber da stecken sie immer noch fest.
Nebel verhinderte wohl, dass sie ihren Anschlussflieger bekamen. So
hatte ich wenigstens Glück im Unglück. In Tunis angekommen offenbarte sich mir erstmal das Polizeiaufgebot. Überall Soldaten mit Schnellfeuergewehren und das Personal auf dem Flughafen war auch nicht besonders freundlich. Dafür war das Wetter prima, aber ich hatte die falsche Kleidung an. Kein Wunder, wenn man nachts in Berlin startet. -
: Kleiner Vorgeschmack auf Tunis
: Kleiner Vorgeschmack auf Tunis Kleiner Vorgeschmack auf Tunis: Die Heinrich Böll Stiftung wollte zusammen mit der „Association Tunisienne des Femmes Democrates“ eine gemeinsame Veranstaltung am 14. November in Tunis machen, wo ich u.a. zu „Weblogs und Meinungsfreiheit“ sprechen sollte. Das ganze war als geschlossene Veranstaltung geplant, d.h. Zutritt nur mit Einladung. Das fest gebuchte Hotel hat nun wohl den Auftrag von höheren Stellen bekommen, die Veranstaltung zu canceln. Natürlich aus Sicherheitsgründen. Bin mal gespannt, was noch so alles kommt. Bisher haben wir nur die Sicherheit, dass auf dem Gipfelgelände aufgrund eines „Hostcountry-Agreement“ nichts passieren wird.
Aber beispielsweise der „Citizen Summit“, wo sich viele Menschenrechtsorganisationen mit der kritischen tunesischen Zivilgesellschaft solidarisieren wollen, fällt nicht unter das Agreement mit den Vereinten Nationen, weil die Veranstaltung ausserhalb des WSIS-Geländes stattfindet.
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: 22C3: Private Investigations
: 22C3: Private Investigations Die Planungen für den 22. Chaos Communication Congress des Chaos Computer Clubs gehen voran. Der 22c3 findet erstmalig vier Tage, vom 27.–30. Dezember 2005, im Berlin Congress Center statt. Das Motto lautet dieses Mal „Private Investigations“ und Joi Ito wird die Keynote dazu halten. Mittlerweile gibt es ein englischsprachiges Weblog, wo einzelne Vorträge vorgestellt werden. Antenne hat 22c3-Desktop-Wallpaper für verschiedene Auflösungen entworfen.
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: Montag ist Webtag
: Montag ist Webtag Morgen findet in Köln der so genannte „Web-Montag“ statt: Der Veranstalter Tim Bonnemann, der seit Mai in Kalifornien arbeitet, möchte damit auch in Deutschland das weite Feld von Social Software und Co. fördern und Interessenten zum öffentlichen Brainstorming einladen:
Web-Montag – bringt Anwender, Entwickler, Gründer, Unternehmer, Forscher, Pioniere, Blogger, Podcaster, Designer und sonstige Interessenten zum Thema Web 2.0 (im weiteren Sinne) zusammen.
Themen: Ajax, API, Atom, Collaboration, E‑Democray, E‑Learning, Emerging Technology, Feeds, FOAF, Folksonomy, Identity, Instant Messaging, Location-based Services, Long Tail, Microformats, Mobile, Multimodal Interactive (Wireless Voice), Open Source, Podcasting, Privacy, RFID, RSS, Search, Security, Semantisches Web, Social Bookmarking, Social Networks, Social Software, Spam, Syndication, Tags, Tagging, Voice over IP (VoIP), Web 2.0, Weblogs, Web Services, Wikis, Wireless, XFN…
Montag abend am 18 Uhr im Hallmackenreuther in Köln. Alle Informationen in Tims Wiki.
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: TechnoFeminism: Gender Relations in a Digital Age
: TechnoFeminism: Gender Relations in a Digital Age Interessante Veranstaltung am Montag in Berlin: TechnoFeminism: Gender Relations in a Digital Age.
Vortrag von Judy Wajcman am 7. November 2005 innerhalb des Interdisziplinären Forschungscolloquiums „Wissenschaftsforschung als Geschlechterforschung“
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: Die Gewinner der deutschen BigBrotherAwards
: Die Gewinner der deutschen BigBrotherAwards Gerade noch die Preisverleihung der deutschen BigBrotherAwards in Bielefeld läuft, die Gewinner stehen aber schon fest. Keine Überraschung ist die Verleihung für das „Lebenswerk“ an Otto Schily.
Hier sind die Preisträger nach Kategorien sortiert:
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: Live-Stream von den BigBrotherAwards
: Live-Stream von den BigBrotherAwards Heute werden ab 16 Uhr im Historischen Saal der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld die sechsten Deutschen BigBrotherAwards verliehen. Dazu wird es auch einen Live-Stream ins Netz geben.
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: Humanistische Union lädt zum Bürgerrechts-Workshop ein
: Humanistische Union lädt zum Bürgerrechts-Workshop ein Die Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union lädt alle Interessierten vom 25. bis zum 27. November zu einem Wochenend-Workshop nach Berlin ein.
Was macht ein selbstbestimmtes Leben in einer freiheitlichen, gerechten und solidarischen Gesellschaft aus? Zeichnen sich neue Bedrohungen der Bürgerrechte ab? Und haben wir Antworten darauf? Was kann die Humanistische Union leisten?
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: Creative Commons @ Berlinux
: Creative Commons @ Berlinux Ich werde morgen auf der Berlinux in der Technische Universität Berlin einen Vortrag über „Creative Commons“ halten. Leider morgens um 10h. Wir werden dort auch mit einem Firmenstand vertreten sein.
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: Cory Doctorow über Europas Broadcast-Flag
: Cory Doctorow über Europas Broadcast-Flag Gerade redet Cory Doctorow (EFF / BoingBoing) über „Europe’s Coming Broadcast Flag“. Eigentlich die beste Show bisher auf der Eurooscon. Zeichne sie gerade auch auf und muss gleichmal die Aufnahme nach der Rede checken. Ich habe mich eben lange mit ihm unterhalten und u.a. ein 30min Interview über BoingBoing, WIPO, Creative Commons und EFF aufgezeichnet.
Hier ist das Interview schonmal in einer Quick&Dirty Version. Werde es später nochmal bearbeiten. (28MB) Wenn jemand das Hosten über Bittorrent übernehmen könnte, wenn das Interview fertig bearbeitet ist, bitte melden! Das Interview steht unter einer Creative Commons Namensnennung – Lizenz.
Update: Ich habe eine MP3-Aufzeichnung der Rede, allerdings muss diese noch durch ein paar Filter gejagt werden, weil ich mit Aufnahmegerät im Publikum sass. Habs mir eben mal angehört und hat im rohen Zustand doch eher das Format „experimentiell“. Wird also erst am Wochenende was. Mein Audacity macht gerade etwas Probleme, weil ich nochmal was am System rumkonfigurieren muss. Wenn jemand Lust und Zeit hat, das Interview für mich zu bearbeiten (Anfang bitte rausschneiden und um die Minute 16 klingelte bei Cory das Telefon), nur zu – ich würd mich freuen. Könnte auch noch ein paar Filter gebrauchen. Danach einfach online stellen und mir einen Link schicken (markus add nnm-ev.de). Ich lads dann runter und ersetze auf dem derzeitigen Server die Rohversion.
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: Diskussion: Woman in Open Source
: Diskussion: Woman in Open Source Hier mal ein loses Mitbloggen der Diskussion „Woman in Open Source“ auf der Eurooscon. Wenn später noch Zeit ist, werde ich das mal ausformulieren.
Allison Randal, President, The Perl Foundation
Zaheda Bhorat, Manager, Open Source Programs, Google
Danese Cooper, Open Source Diva, Intel and Open Source Initiative
Paula Le Dieu, Director, Creative Commons International
Jo Walsh, Programmer, Wireless LondonDebian Woman entstand ursprünglich aus einem kleinen Kreis von Freundinnen von Debian-Entwicklern.
Woman@Apache besteht noch nicht wirklich, leichte Probleme mit männlichen „Chauvinisten“ im Apache-Umfeld.
Die Veranstaltung wurde auch aufgezeichnet. Ich hoffe, sie ist irgendwann als MP3 verfügbar.
Was kann eine Frau beisteuern?
Allisan:
für sie natürlich Code schreiben, aber auch Bildung, Dokumentation, , Supporting, Design
Ihr wurde im Alter von 8 Jahren programmieren beigebracht. Jetzt ist sie Projektmanagerin von Perl.
Ein eher jüngerer männlicher Herr im Publikum stellte gerade die gewagte These auf, dass Frauen einfach anders denken würden als Männer und den Männern besser das programmieren überlassen sollte. Er redete sich noch ein wenig mehr hinein, was teilweise bei jeder weiteren These für schalendes Gelächter unter den programmierenden anwesenden Frauen führte.
Wenn sich Firmen Frauen öffnen, wird zuerst eine Frau für HR eingestellt. Dann für Marketing…
Danese Cooper: Sun ist the bad boy of the industry, not the bad girl, very hard to climp up as a woman.
Mentoring wird als gute Förderungsmassnahme gesehen.
Programmierende Frauen werden ständig auf Veranstaltungen gefragt, wo ihr Freund ist. Niemnd erwartet „default-mässig“, dass auch eine Frau Programmiererin sein kann.
Paula le Dieu wurde gerade als Juristin eingeführt, wo es schon mehr „Gleichberechtigigung“ gibt. Sie kritisiert aber die strengen Hierachien in der Juristen-Welt, welche männlich dominiert sind (Partner sind Männer).
Ein grosser Fehler dieser Diskussion ist, zu sehr das Publikum eingebunden wird, ohne dass jeder auf dem Podium was gesagt hat. Im Publikum sitzen zwar prozentual gesehen viele Frauen, aber Männder dominieren mal wieder die Diskussion. Und bei weitem nicht jeder Redebeitrag ist intelligent und zur Sache. Eher nur wenige. Eine weibliche Perspektive hätte ich mir hier gewünscht.
Jetzt ist die Diskussion schon vorbei. Schade, dass z.B. Zaheda Bhorat gar nicht dran kam. Dafür hat Danese Cooper die Hälfte der Zeit durchgelabbert.
Ich habe mich danach noch lange mit Danese Cooper über das Thema unterhalten, aber wohl die falsche Taste bei meinem MP3-Player beim Teetrinken gedrückt. Leider gibts dadurch jetzt kein längeres Interview zu „Woman@OpenSource“. Aber vielleicht schreib ich nochmal einen längeren Artikel darüber, das Thema ist echt interessant und wichtig.
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: Event:Der Weltgipfel zur Informationsgesellschaft im Endspurt: Konflikte und Positionen
: Event:Der Weltgipfel zur Informationsgesellschaft im Endspurt: Konflikte und Positionen Am Freitag ist eine spannende Veranstaltung vom WSIS-Koordinierungskreis in der Heinrich Böll Stiftung in Berlin zum WSIS: Der Weltgipfel zur Informationsgesellschaft im Endspurt: Konflikte und Positionen.
Mit dem Abschlussgipfel vom 16.–18. November in Tunis wird der UN Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (World Summit on the Information Society, WSIS) abgeschlossen. Damit wird ein vierjähriger Diskussionsprozess beendet, dessen Ziel es war, Orientierungen für die Entwicklung einer globalen und inklusiven Informationsgesellschaft zu entwickeln. Über die detaillierten Inhalte der Gipfelerklärung wird derzeit noch gestritten.
Die Heinrich Böll Stiftung und der Zivilgesellschaftliche WSIS Koordinierungskreis (WKK) bieten mit dieser Veranstaltung der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit, mit einem ‚WSIS-Sherpa’ der Bundesregierung und Personen, die im WSIS Prozess die Zivilgesellschaft vertreten, ins Gespräch zukommen.
Die Referenten werden über den Diskussionsstand nach der Beendigung und Vertagung der letzten Vorbereitungskonferenz (PrepCom‑3) des WSIS informieren.
Im Zentrum des Abends stehen die noch ungelösten Konfliktthemen des Gipfels: der Streit um Internet Governance und um die Implementierung/Finanzierung des Aktionsplans und der WSIS Nachfolgeprozesse. Thematisiert wird ebenfalls die Kritik an der Situation im Gastgeberland Tunesien und die Erwartungen und Forderungen, die von vielen Seiten geäußert wurden, damit der Gipfel IN und nicht ÜBER Tunesien stattfindet.
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: EuroOSCON – bloggen (2)
: EuroOSCON – bloggen (2) Tag2 der EuroOSCON in Amsterdam
Die Keynotes heute morgen standen weitgehend im Zeichen der Sponsoren. Ich hatte eigentlich gehofft, pünktlich zu einer 15-minütigen Präsentation von ScienceCommons zu kommen, um die Marketing-Reden zu verpassen, aber das hat leider nicht geklappt. Musste also eine schlechte Keynote von CA über mich ergehen lassen, die vor dem ersten Kaffee leicht grausam war. Danach stellte Paula Le Dieu von Creative Commons die Idee von Science Commons vor. Die Zeit reichte aber leider nur dazu, einen sehr oberflächlichen Überblick der Idee von OpenAcess und Free Science zu verschaffen.
Danach setzte ich mich in „Easy Game Console Hacking: An introduction to Lua Player on the PSP“, was aber extrem nerdig war. Die meiste Zeit wurde nur BASIC-Code gezeigt und die Referenten konnten nicht besonders gut englisch reden.
Etwas enttäuscht war ich danach von „Adoption of Open Source in SMEs: Lessons from the Front Line“. Aber vermutlich bin ich auch keine Zielgruppe, da ich die Argumente alle schon kannte. War also genug Zeit, um mir einen Überblick über den Rest der Welt im Netz zu verschaffen.
Zum Mittagessen gabs wieder belegte Brötchen mit Salat. Wird mal wieder Zeit, dass ich etwas warmes zu mir nehmen kann. Aber es war genug Zeit für interessante Gespräche, die sich dann auch weit in die nächste Session hinzogen.
Diese musste ich allerdings abbrechen, um mir „Free and Open Source in the Developing World“ anzuschauen. Die Referentin Danese Cooper, nach eigenen Angaben „Open Source Diva“ von Intel und der Open Source Initiative, gab einen eloquenten Überblick über die Verbreitung von Freier Software in Schwellen- und Entwicklungsländern. Und auch der WSIS war Thema, wenngleich diemeisten damit nichts anfangen konnten.
Jetzt sitze ich gerade in „The Open Source Industry: Business Models for the Future“ und habe wieder das Gefühl, die falsche Zielgruppe zu sein. Ist eine niedrigschwellige Einführung für Einsteiger, was überhaupt ein Geschäftsmodell ist und wie diese sich in der proprietären und der freien Welt unterscheiden. Wenigstens bleibt mal Zeit für bloggen und bisher ist mir mein Rechner erst einmal heute „eingefroren“.
Verwundert bin ich über die niedrige Verbreitung von Linux-Rechnern auf der Konferenz, die immerhin eine „Open Source Konferenz“ sein will. Die grosse Mehrheit nutzt Apples oder Windows. Auch ein Teil der Aussteller stellt „Open Source Lösungen“ auf Windows-Rechnern vor, allen voran IBM und CA. Die Vorträge sind meist entweder sehr technisch, reines Marketing oder sehr niedrigschwellig. Ausnahmen sind Vorträge wie „Free and Open Source in the Developing World“. Gelohnt hat sich die Fahrt aber trotzdem, da viele interessante Menschen hier sind. Gespannt bin ich mal auf morgen, wo aus meiner Sicht drei der interessantesten Vorträge stattfinden: „Women in Open Source“, „Making Sense of Ajax“ und „Europe’s Coming Broadcast Flag“. Hab schon eine Verabredung mit Cory Doctorow für ein Interview morgen und hoffe, das klappt auch.
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: EuroOSCON – bloggen (1)
: EuroOSCON – bloggen (1) Heute beginnt die EuroOSCON in Amsterdam.
Die kurze Keynote von Tim O´ Reilly hab ich grösstenteils verpasst. Die letzten Slides gingen eher in die Richtung, dass O´ Reilly mehr Linux-Bücher verkauft als RedHat. Hat mich echt überrascht…
Simon Phipps, der COO von Sun redete über „The Zen of Free“. Den Erfolg eines Freie Software-Projektes kann man seiner Meinung nach in einer „Triangle“ (Dreieck ist wohl besser) zwischen Motivation, Licence and Governance erfassen. Ein Teil seiner kurzen Keynote ging auf Softwarepatente ein: „Softwarepatents happen“. Sein Vorschlag war, eine „Patents Commons“ aufzubauen. Denn Softwarepatente würden so lange passieren, bis der Welthandel reformiert sei. Klang schon ein wenig globalisierungskritisch. Ob sich SUN nun auch bei der WIPO für eine Reform des IP-Systems einsetzt wäre ja mal eine spannende Nachfrage. Aber die Keynotes sind so kurz, dass keine Fragen zugelassen sind.
Jeff Waugh von UBUNTU und GNOME erzählte danach was zum „Desktop 2.0“. Diesen Begriff wählte er als Anlehnung an „Web 2.0“, um zu zeigen, dass wir jetzt in eine neue Dekade der Desktopentwicklung kommen. Es war ne nette Show, aber eigentlich auch mehr Windows-Bashing und GNOME-Preisung. Seine abschliessenden Worte waren „Put your foot down and demand Freedom“. Bezieht sich wohl auf das GNOME-Logo, welches ein Fuss ist.
Ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist ja die amerikanische Sitte, in den Zwischenpausen schlechte US-Karibik-Reggae Musik laut aufzudrehen. Echt grausam vor dem ersten Kaffee.
Jetzt ist irgendwer von IBM vorne und bekommt sein Thinkpad nicht zum laufen. Also wieder schlechte Musik. Danach gabs nur eine kleine Werbeeinlage des Sponsors IBM und warum sie in Open OSurce investieren. Die Message: Wer sein Businessmodell nicht an Open Innovations anpasst, hat in der Zukunft verloren.
Dann sprach noch Alan Cox über die Security-Herausforderung in den nächsten 50 Jahren.
Jetzt sitze ich gerade in „Drupal API – An Advanced Web Application Framework“. Ich finde Drupal sehr spannend und werde mal nach dem Mittagessen zur nahe liegenden Drupal-Conference in einem anderen Hotel laufen. Der Vortragsstil war aber eher trocken und langweilig. Eigentlich schade, Drupal ist ein cooles Projekt.
Insgesamt kann man aber schonmal sagen, dass nicht mehr als zehn Frauen auf der Konferenz sind. Sehr männlich und nerdig alles. Verwundert bin ich imme rnoch über die Praxis von OReilly, meine Kontaktdaten an Sponsoren und sonstige Firmen rauszugeben, die mir dann Einladungen zu Pressekonferenzen schicken, bzw. von mir wollen, dass ich irgendwelche Firmenbosse interviewe. Eine solche Praxis bin ich aus Deutschland nicht gewohnt. Die Vorträge sind leider allesamt eher oberflächlich. Mehr ist in rund 35 Minuten leider nicht zu machen, jede „Session“ ist nur 45min lang, wenn man Auf- und Abbau mitberechnet, kommt halt meist nur eine Einführung dabei heraus.
Vor dem Essen gab es noch den Vortrag „Opening the Networking Platform: Hacking Hardware and Adding Services“. Eigentlich nichts neues, aber nochmal schön die Evolution von WLan erklärt.
Dann gabs Essen, was aus belegten Brötchen und (Obst-) Salat bestand.
Jetzt sitze ich gerade in dem Vortrag „The Do-It-Yourself Mindset“ von den Make-Magazine-Machern. Hier gehts eigentlich um alles, was man kreativ mit Hardware anstellen kann. Und das ist nicht grade wenig. Das MakeZine-Blog ist übrigens sehr lesenswert, wer sich dafür interessiert. Eben haben sie einen umgebauten IPod gezeigt, womit man reihenweise Fernseher ausschalten kann.
Gerade hat Sebastian Bergmann mit seinem Vortrag „PHP5 – The Year After“ angefangen. Mangels interessanter Alternativen schaue ich mir den Vortrag nochmal an, obwohl ich einen ähnlichen von ihm schon auf dem LinuxTag gesehen habe.
Dummerweise „friert“ mein Notebook des öfteren ein. Ich weiss noch nicht, woran es liegt, aber vermutlich an der Kubuntu Entwicklerversion, welche ich noch verwende (Muss mal dringend auf die Stable-Version updaten). Meine Vermutung ist, dass es jedesmal einfriert, wenn irgendwas mit dem WLAN ist. Entweder, wennd as Netz mal kurz weg ist, oder zuviele Apple User um mich herum ihr Netz starten. Dummerweise hilft da jedesmal echt nur noch ein kaltes Booten. Muss also öfters speichern. Und jedesmal wieder zwei Minuten warten, bis das System wieder oben ist. Hat jemand schonmal von diesem Bug gehört? Bis gestern hatte ich keinerlei Probleme mit WLAN, war mit dieser Version allerdings auch noch nie in einem grösseren Konferenz-Envirement.
Abends gabs dann eine kleine Zusammenkunft mit kleinem holländisch/US-amerikanischen Bier (Gibts eigentlich holländisches Bier, hier steht überall Heiniken drauf). Mittlerweile sitze ich mit Nico Lumma bei einer Präsentation von Open Solaris, wo uns Bier und Pizza versprochen wurde. Das gibt es auch, allerdings: Wen interessiert schon OpenSolaris ohne Bier? Ausser uns nur eine Handvoll Leute, und die sind wohl auch alle wegen Pizza und Bier hier. Eben hatte ich noch ein lustiges kleines Gespräch mit Simon Phipps von SUN, den ich auf seine Keynote ansprach. Er erklärte mir tatsächlich, dass SUN Softwarepatente in Europa verhindert hätte. Er wollte mir allerdings nicht ohne seine PR-Abteilung ein offizielles Interview dazu geben…