Events

  • : Morgen: Jabber-Vortrag
    Morgen: Jabber-Vortrag

    Am morgigen Donnerstag gibt es um 19:30h bei uns im newthinking store in Berlin-Mitte eine „Einführung in Jabber – Ein Überblick über den Stand der Entwicklung und Perspektiven“.

    15. Februar 2006
  • : Internet Governance Foum – Konsultation startet morgen
    Internet Governance Foum – Konsultation startet morgen

    Wolfgang Kleinwächter schreibt in Telepolis über das Internet Governance Forum, wozu in Genf morgen die ersten Konsultationen starten: Quatschbude oder Kreativitätstube?

    Sinn macht das Forum nur, wenn es sich den mehr horizontalen, transdisziplinären und interinstitutionellen Fragen zuwendet und sich den neuen Herausforderungen – von Sicherheit, Entwicklung und Menschenrechte bis Video over IP, RFID und dem „Internet of Things“ – stellt. Andernfalls würde sich das IGF als „Quatschbude“ und „Papiertiger“ bald von selbst erledigen. Als „Kreativstube“ und „Quelle der Inspiration“, die zugleich als Laboratorium für die neue Interaktionsformen zwischen Regierungen, Zivilgesellschaft und Privatsektor dient, kann das Forum jedoch Internet-Geschichte schreiben und sich einen wesentlichen Platz im weit verzweigten Gefüge der Mechanismen des Internet-Management erobern. Das würde jedoch erfordern, dass die Regierungen über ihren Schatten springen, sich gegenüber den nicht-gouvermentalen Stakeholdern weiter öffnen und im Forum nicht eine Fortsetzung ihrer diplomatischen Grabenkämpfe sehen.

    Ich bin mal gespannt, ob und in welche Richtung es sich entwickelt.

    15. Februar 2006
  • : LinuxTag 2006: Über 80 Bewerber beim Call for Projects
    LinuxTag 2006: Über 80 Bewerber beim Call for Projects

    Der LinuxTag ist als das bedeutendste Ereignis rund um Freie und Open-Source-Software zurecht die europäische Messe mit der größten Gewichtung. Auch dieses Jahr wieder, wo er vom 3. bis 6. Mai in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden abgehalten wird.

    Eben wurde nun die erste Etappe des Bewerbungsverfahrens, dem Call for Projects beendet: Bis zum 3. Februar konnten Interessierte ihre Projekte einreichen, die sich wissenschaftlich oder praktisch mit dem Thema Freie Software auseinandersetzen. Rund eine Woche nach Abschluss der ersten Runde zieht das Projekt-Komitee des LinuxTag eine überaus positive Bilanz: „Unsere Absicht, mit dem offiziellen Bewerbungsprocedere ein transparentes Verfahren zu schaffen, ist sehr gut aufgenommen worden“, berichtet Community-Beauftragter Wolfgang Drotschmann von LinuxTag e. V.

    „Von den über 80 Projekten, die sich beworben haben, entspricht der Großteil den Anforderungen. Der LinuxTag 2006 wird in dieser Beziehung alle vorherigen Veranstaltungen übertreffen und seiner Bedeutung als Europas größtes Event erneut gerecht werden. Und wer sich jetzt noch bewerben möchte, hat immer noch gute Chancen – Projekte können sich auch nach Abschluss der ersten Runde weiterhin vorstellen“, so Drotschmann.

    14. Februar 2006
  • : Arbeit vor Ort: FOSS in Afrika
    Arbeit vor Ort: FOSS in Afrika

    Bereits im Januar fand die Konferenz „Africa Source II“ (AS II) in Uganda statt. Abgehalten auf einer Insel mitten im Viktoriasee wurde in einem achttägigen Workshop die Einbindung von Freier und Open Source Software (FOSS) bei Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) praktisch erörtert. Über 130 Mitarbeiter der NGOs und angeschlossene Experten kamen – geladen wurden unter anderem Wahlhelfer, Projekt-Manager, System-Administratoren aus gemeinnützigen Organisationen und Berater.

    Auf der Africa Source II wurde vor allem ein Punkt eingehend erörtert, nämlich die Frage, wie Technologie am besten beim digitalen Zugang und für die Inhalte gemeinnütziger Projekte angewendet werden kann. Ziel war, die NGOs an die Anwendung von Open Source-Software heranzuführen, um ihre Effizienz zu verbessern. Ein wichtiger Bereich war dabei die Vermittlung und Anwendung Freier Software: wie jeder Bürger damit Informationen verarbeitet und sie eigenständig im Internet veröffentlicht. Als wichtigstes Ergebnis von Africa Source II bezeichnet Mitorganisator Allen Gunn bei newsforge die Stärkung des sozialen Netzes der Open Source-Verfechter untereinander. „Das ist wesentlich für den Aufbau von FOSS-Kapazitäten in Afrika“, erklärt Gunn. Er begrüßt die relativ hohe Beteiligung an weiblichen Teilnehmern mit 35 Prozent und hofft, in Zukunft die Geschlechterverteilung ausgleichen zu können. Das sei auch afrikanischen Frauenorganisationen wie LinuxChix Africa zu verdanken.

    Die Konferenz wurde bereits in ähnlicher Form seit 2003 in Kroatien, Namibia, Indien und Tadschikistan abgehalten und soll dieses Jahr noch einmal im Mittleren Osten stattfinden.

    7. Februar 2006
  • : Berliner Zeitung über Netlabels
    Berliner Zeitung über Netlabels

    Die Berliner Zeitung hat in der heutigen Ausgabe die komplette „Berlin Kultur“-Seite dem Thema Netlabels gewidmet. Anlass ist die am Samstag erstmalig veranstaltete „Netlag“-Party der Berliner Netlabels Pentagonik und Pulsar im RAW-Tempel.

    Auch im Netz nachzulesen: Der Hauptartikel Labels aus dem Netz, ein Interview mit Timor Kodal (Die GEMA bekommt keinen Cent), dann werden vier Berliner Labels vorgestellt (Musik aus dem Web) und auf die kommenden Veranstaltungen hingewiesen (Musik aus dem Internet wird tanzbar).

    1. Februar 2006
  • : OECD-Konferenz zu „Digital Content“
    OECD-Konferenz zu „Digital Content“

    Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veranstaltet heute und morgen in Rom eine Konferenz über die Zukunft der digitalen Wirtschaft“. Im Mittelpunkt der Diskussion über “Digital-Content – Creation, Distrubution and Access“ stehen die gesetzliche Regulierung von Kopierschutzsystemen sowie die Ausgestaltung von VerbraucherInnen Rechten in der digitalen Welt.

    Monika Ermert schreibt im Heise Newsticker:

    „Bevor die Umgehung von DRM-Systemen unter Strafe gestellt werden soll, sollte diese gesetzlich reguliert werden,“ forderte Jamie Love, Direktor des Consumer Project for Technology (CPTech). Die rund 350 Konferenzteilnehmer sollten sich einmal eine Welt vorstellen, in der das digitale Rechtemanagement perfekt funktioniere. Da alle bislang von der Existenz digitaler Inhalte profitiert hätten, warb Jamie Love, Direktor des Consumer Project for Technology für einen völkerrechtlichen Vertrag über den Wissenszugang, wie ihn derzeit verschiedene Entwicklungsländer im Rahmen einer Reform der World Intellectual Property Organisation (WIPO) fordern.

    Das Berkam Center for Internet & Society an der Harvard Law School hilft bei der Navigation durch die Readings der 350 KonferenzteilnehmerInnen:

    If you are interested in questions concerning digital media, please check out the conference’s „background reading,“ which includes reports on music, scientific publishing, the online computer and video game industry, and mobile content.

    In einem Interview mit Urs Gasser sagt der Rechtsexperte der Harvard Law School über sein Panel „new user habits and social attitudes“:

    I think the common denominator is that we are really seeing a move towards a more participatory information environment where users are no longer passive receivers of information.

    We are increasingly much more interactive, we participate in the production of different things, like open source software, which is a huge phenomenon with large-scale contributions by amateurs. Another example is Wikipedia, peer-produced content as a new mode of how we produce knowledge or entertainment.

    Den KonferenzbesucherInnen wird im Hinterkopf auch der Gedanke an die dieses Jahr zu verhandelnde Erneuerung des Broadcasting Treaty der World Intellectual Property Organization (WIPO) nicht fehlen: Ob ihnen eher nach DRM für DVB oder der letztes Jahr zurückgewiesenen und wieder auferstandenen Forderung nach einer „Broadcast Flag“ ist lässt sich schwer einschätzen.

    Die Meldung auf Heise stellt voran, dass der Stratege eines Werbe- und PR-Dienstleisters auf der Auftaktveranstaltung sagte:

    Während die rasante Zunahme digitaler Inhalte eine Gefahr für traditionelle Medien und Vertriebswege ist, bietet sie vor allem Chancen für Newcomer.

    Ob er dabei auch an „Newcomer Countries„dachte, ist nicht überliefert.

    Markus hat im vergangenen November mit Jamie Love ein 28 Minuten langes Podcasting-Interview (Hier als OGG) zum Thema „Access to Knowledge“-Völkervertrag gemacht.

    30. Januar 2006
  • : Veranstaltung: Rechtspolitischer Journalismus
    Veranstaltung: Rechtspolitischer Journalismus

    Hinweis am Rande: ich bin im Berliner Arbeitskreis Rechtswirklichkeit; wir haben uns u.a. die Vernetzung von NachwuchswissenschaftlerInnen in fächerübergreifender Diskussion zum Programm gesetzt. Kommenden Montag haben wir eine der interessanteren Veranstaltungen auf dem Programm: Christian Rath, Journalist u.a. für die taz, spricht am 6.2. (kommende Woche Montag) zu „rechtspolitischem Journalismus“. Ankündigungstext:

    Das Bild der „Wirklichkeit“ in einer modernen Welt wird im wesentlichen durch die Medien geprägt. Dies gilt natürlich auch für das Recht und die Rechtspolitik. Im Vortrag sollen deshalb die Rolle und die Besonderheiten des rechtspolitischen Journalismus vorgestellt werden. Christian Rath spricht dabei aus eigener Erfahrung. Er ist seit über zehn Jahren rechtspolitischer Korrespondent der taz und anderer Tageszeitungen. Er kennt also zumindest die „Wirklichkeit“ der rechtspolitischen Berichterstattung.

    Veranstaltungsort ist die Humboldt-Universität, Kommode, Bebelpatz 1, Raum 319 Zeit: 19:30 Uhr. Ich werde auch dort sein.

    30. Januar 2006
  • : Berlin:Net-Lag Party ist heute
    Berlin:Net-Lag Party ist heute

    Wer in Berlin ist undheute Abend noch nichts vor hat, sollte die Net-Lag Party im RAW-Tempel nicht verpassen. Es wird nur freie elektronische Musik von Netlabels gespielt.

    28. Januar 2006
  • : Live-Stream von Urheberrechtsanhörung
    Live-Stream von Urheberrechtsanhörung

    Gerade ist die Anhörung der Bundesregierung zum „2.Korb“ der Urheberrechtsreform gestartet. Und glücklicherweise gibts hier im Gebäude des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung“ ein freies WLAN, was aber kaum genutzt wird. Mir ist gerade ein Link zu einem Live-Stream zugespielt worden. Bitte gebt mal von aussen Feedback, ob der klappt. Danke, scheint zu klappen.Für die Nebengeräusche kann ich leider nichts. Und ab und an fällt hier im Raum das Mikrophon aus. Der Raum ist fast voll, schätzungsweise 150 Menschen sind hier. Ich fühl mich trotz Sakko etwas „underdressed“, dafür senken wir den Altersdurchschnitt enorm. Notebooks gibts übrigens ganze vier Stück im Raum und die befinden sich alle in unserer Reihe.

    Die Gastgeber von Seiten der Bundesregierung sind Herr Weis, Leiter der Abteilung Handels und Wirtschafstrecht im BMJ, dann sitzt hier noch Herr Dr. Hucko, Vorgänger von Herr Weis, steht dem BMJ mit Rat und Tat zur Verfügung und stellt seine Erfahrung zur Verfügung (Ähm, ist der jetzt Rentner und hilft hier aus?) und Frau Dr. Pakuscher, Leiterin des Referates Urheberrecht im BMJ.

    Bisher gehts um Geräteabgaben und Phrasen wie „kalt enteignet“ und „strikt verfassungswidrig“ hört man von den Rechteinhabern und Geräteherstellern. Der Herr von SHARP, hier auch im Auftrag von Bitkom, bringt Arbeitsplätzeabbau ins Spiel. Als ob SHARP in Deutschland noch viele Arbeitsplätze in der Produktion hätte, mit deren Abbau man drohen könnte. Aber das Wort des Tages ist bisher „Verordnungsermächtigung“, was immer wieder in Zusammenhang mit der Neuregelung der Geräteabgaben fällt.

    Für einen Lacher sorgte gerade ein Vertreter der Business Software Alliance, nach eigenen Worten die mächtigste Lobby im Raum: „Wir vertreten nicht nur die grössten Rechteinhaber weltweit,sondern auch die grössten Hardwarehersteller.“ Und zwar begrässt die BSA zwar den Entwurf, lehnt aber das ganze Gesetz ab, weil es noch zu sehr analog angelegt sei. Stattdessen fordern sie viel mehr DRM, weil das ja funktionieren würde, wie sie festgestellt haben. Abschliessend von der BSA: „Wir können leider so dem Gesetz nicht zustimmen.“

    Jetzt gehts schon eine Zeit lang um „unbekannte Nutzungsarten“. Der Börsenverein hat grosse Angst vor Google und sehnt sich nach Abwehransprüchen und seit bald zwanzig Minuten prasseln Paragraphen auf mich ein. Muss mir gleich erstmal Kaffee organisieren, bevor es spannend wird. „Unbekannte Nutzungsarten“ ermüden doch sehr.

    So, jetzt gehts endlich mal um den letzten Punkt, den sogenannten „Schrankenregelungen“, weshalb die meisten vermutlich hier sind. Die bekannteste Schrankenregelung ist sicherlich die Privatkopie.

    Jetzt spricht Professor Rainer Kuhlen vom Aktionsbündnis „Urheberrecht und Wissenschaft“: Bildung und Wissenschaft sind durch die sicher gut gemeinten Formulierungen in den Paragraphen 52 und 53 massiv bedroht. Wissenschaftler werden damit nicht leben können und wollen. Wissenschaftler werden zu kreativer Innovation und ziviler Ungehorsam beim Umgehen der DRM-Systemen greifen müssen. Kuhlen erinnerte nochmal an den Koalitionsvertrag der grossen Koalition, wo ein „bildungs- und wissenschaftlich freundliches Urheberrechts“ versprochen wird. Dies würde dieser Entwurf nicht einlösen. Man sollte sich vielleicht eher an Merkels „Mehr Freiheit wagen“ halten und so forderte Kuhlen abschliessend „Mehr Freiheit im Umgang mit Wissen und Information wagen.“

    Jetzt spricht Peter Zombik vom Phonoverband und zitiert einen Haufen von Studien, dass die Kopien rasant ansteigen und die Verbraucher machen,was sie wollen. Allergrösste Sorge bereiten ihm intelligente Aufnahmesysteme, die Webcasting-Quellen und Sender so anzuzapfen, dass sie gezielt nach Titeln suchen können. Mit seiner verschwörerischen Stimme klingt das gerade so,als ob diese intelligenten Aufnahmesysteme den Untergang des Abendlandes bringen werden. Sein Verband vermisst das Verbot der Anfertigung von Kopien durch Dritte. Private Vervielfältigung soll sich auf das Kopieren der eigenen Originale beschränken.

    Der Vertreter des Börsenvereins kommentierte das Statement von Rainer Kohlen zusammenfassend mit den Worten „Im Bildungsbereich soll das Urheberrecht abgeschafft werden“. Aha… Wenn man also die Beibehaltung tradioneller Schrankenregelungen fordert, wird man sofort in die Kommunismusecke gesetzt.

    Als Vertreter der Filmindustrie fordert Film20 wieder ein Karenzjahr, d.h. sie wollen eine Sonderstellung. Die Idee dahinter ist, dass die Schrankenregelung bei Filmen im ersten Jahr nach dem Erscheinen ausgesetzt werden, d.h. die Verbraucher dürften ihr Recht auf Privatkopie nicht nutzen. Die Bundesregierung lehnt diese Sonderstellung im Entwurf ab und Film20 will sie trotzdem haben, da es ja soviele Kopien im Internet gäbe und niemand mehr ins Kino geht. Film20 hat übrigens auch was mit „Raubkopierer sind Verbrecher“ zu tun. Jetzt wollen sie auch noch ein Auskunftsanspruch und Schadensersatzansprüche gegen Filesharer. Ob man jetzt mal nachfragen sollte, wieso die GVU vorgestern durchsucht wurde?

    Jetzt gehts um Straftatsbestände und Bagatellklausel. Die Rechteinhaber unterstützen unseren Kulturstaatsminister bei der Forderung nach einer Kriminalisierung von Filesharing-Nutzern. Kleiner Beifall aus einer Ecke, wo viele Rechteinhaber sitzen. Herr Klingborn von „Raubkopierer sind Verbrecher“ spricht jetzt wieder mal für die Filmwirtschaft und redet von einer nationalen Katastrophe, wenn es die Bagatellklausel gibt. Weil dann könnte ja jeder Filme im Kino abfilmen, ohne bestraft zu werden. Aha, eigentlich ist das ja was anderes.

    Überraschung, jetzt packt eine weitere Dame der Filmindustrie mal wieder deren aktuellste Brenner-Studie heraus. Da Stichwort ist heute noch nicht gefallen. Und jetzt gibt es wieder viele Zahlen, wie böse doch die deutschen Verbraucher sind, weil diese ihre digitale Technik anwenden und Kopien erstehen. Warum jetzt nur das Argument kommt, dass Freunde von der Dame in Tschechien auf dem Flohmarkt von Vietnamesen gebrannte Filme kaufen, fragt sich wohl der halbe Raum. Was hat die Lobbyistin der Filmindustrie für Freunde, die kommerzielle Raubkopierer unterstützen und was macht dieses Argument in dieser Anhörung und in dieser Diskussion um die Bagatellklausel gerade?

    Die MPAA ist auch da und erklärt gerade, dass die Bagatellklausel ja Diebstahl legalisieren würde. Ausserdem wird das TRIPS-Abkommen ausgiebig zitiert.

    Die Verbraucherschutzzentralen begrüssen die Bagatellklasel, weil sonst viele Millionen Bürger, vor allem Jugendliche, vom Strafrecht bedroht wären.

    Eine weitere Dame von Film20 (Wieviele gibts eigentlich von denen im Raum?) erinnert gerade nochmal an das Versprechen der Informationsgesellschaft, dass Wissen doch eine zentrale Ware wäre, die gehandelt wird und schützenswert wäre. Und hetzt gegen Verbraucherschutz, der hier nur hinderlich wäre. Schön, die Industrie redet von der Informationsgesellschaft mit der Ware Wissen und wir reden von einer Wissensgesellschaft, wo der Zugang zu Wissen und die kulturelle Teilhabe in den Vordergrund gestellt werden. Hierzu sollte man nochmal eine eigene Anhörung machen.

    Jetzt ist mir gerade Rainer Kuhlen zuvor gekommen, darauf zu antworten. Jetzt gibts etwas Tumult, was denn ein fairer Zugang zu Wissen ist, die Rechteinhaber protestieren lautstark.

    Ein „Hotel und Gatsstättenverband“ beschwert sich gerade, keine Einladung bekommen zu haben. Hab ich auch nicht bekommen und musste mich quasi selbst einladen und mich per Mail „bewerben“. Uns hatten sie nämlich vergessen einzuladen.

    So, jetzt ist Schluss. Endlich. Die Vertreter der Filmindustrie laufen jetzt in einer grossen Gruppe zusammen in die Filmförderungsanstalt um die Ecke, wo es ein Festessen für alle geben soll. Also alle Lobbyisten der Filmindustrie, uns hat niemand eingeladen.

    Kleines Resumee:

    Von dem Ziel, das Urheberrecht weiter zu modernisieren und den Anforderungen der Wissensgesellschaft entsprechend zu gestalten, ist der derzeitige Entwurf noch weit entfernt. Weder ist die Balance gewahrt, noch wird der veränderten gesellschaftlichen Realitäten Rechnung getragen, dass Verbraucher die notwendige Technik zum Kopieren von digitalen Inhalten besitzen und auch benutzen. Die Bagatellklausel ist nicht unser Wunsch, allerdings sehen wir sie als Kompromiss an, um keine „Kriminalisierung der Schulhöfe“ zu erreichen. Wir fordern weiterhin eine Stärkung der Verbraucherrechte durch ein durchsetzungsfähiges Recht auf die Privatkopie, welches in der aktuellen Debatte leider kaum eine Rolle spielt.

    Wir haben übrigens im letzten Jahr zum damals gestarteten ersten Versuch des „2. Korbes“ zwei Stellungnahmen in den Prozess eingebracht. Wer sich dafür interessiert, findet diese hier und hier als PDF zum Download.

    Ein paar Hintergrundinformationen zur heutigen Anhörung findet man beim WDR: Novelle könnte den Weg in Archive ebnen.

    Und das Bundesjustizministerium hat auch eine Pressemitteilung zur Anhörung herausgegeben: Der nächste Schritt zum „Zweiten Korb“: Die Modernisierung des Urheberrechts wird fortgesetzt.

    Update: Mir wurde jetzt ein Mitschnitt der Anhörung zugespielt.

    26. Januar 2006 11
  • : Medienkompetenz von Lifestyle-Wunderkindern
    Medienkompetenz von Lifestyle-Wunderkindern

    Detlef Borchers über den Digital Lifestyle Day in München: Mit Google am Pool der coolen People.

    Bis auf zwei Ausnahmen hatte jeder Referent Schwierigkeiten mit seinem Laptop. Reihenweise standen Lifestyle-Wunderkinder ratlos auf der Bühne, weil sie nicht wussten, wie man die Bildschirmauflösung ändert, wo das Beamer-Kabel angeschlossen werden muss oder wie man ohne Maus Powerpoint zähmt. Ein überraschendes Ergebniss, das man den Pionieren des digitalen Lebens nicht zugetraut hätte.

    Scheint ja spassig gewesen zu sein.

    25. Januar 2006 1
  • : Lawrence Lessig bei Second Life
    Lawrence Lessig bei Second Life

    Lawrence Lessig hat eine virtuelle Vorlesung in der Virtual reality Welt „Second Life“ gehalten. Der 90-minütige Event rund um die Themen „Copyright und Demokratie“ findet sich als 29 MB grosse MP4-Datei bei Archive.org.

    Update: Jetzt gibt es auch das Transcript der virtuellen Vorlesung.

    23. Januar 2006
  • : Vortrag: Einführung in Podcasting
    Vortrag: Einführung in Podcasting

    Am kommenden Donnerstag, den 26. Januar, wird Tim Pritlove im newthinking store in das Thema „Podcasting“ einführen und anschaulich zeigen, wie man selbst Podcasts erstellen kann. Tim macht u.a. den Chaosradio-Express-Podcast, den ich nur empfehlen kann. Und da Tim’s Lieblingsplattform Apple ist, werde ich wahrscheinlich in naher Zukunft mal eine Einführung in Podcasting mit Freier Software machen.

    22. Januar 2006 3
  • : Creative Commons Netlabel-Party in Berlin
    Creative Commons Netlabel-Party in Berlin

    Am Samstag, den 28. Januar 2006 findet im RAW-Tempel in Berlin-Friedrichshain die erste Netlabel-Party statt: Net-Lag. Dort wird dann den ganzen abend 100% Creative Commons lizensierte Musik gespielt. Organisiert wird das ganze von den Berliner Netlabels Pulsar Records und Pentagonik.

    [via The Lunatic Fringe]

    20. Januar 2006 6
  • : EU bereitet Überarbeitung der Regeln zur elektronischen Kommunikation vor
    EU bereitet Überarbeitung der Regeln zur elektronischen Kommunikation vor

    2006 steht eine Revision des EU-Rahmens zum gemeinsamen Markt im Bereich elektronische Kommunikation und Dienste an. Es geht dabei um folgende EU-Richtlinien:

    • Framework Directive (2002/21/EC)
    • Authorisation Directive (2002/20/EC)
    • Access Directive (2002/19/EC)
    • Universal Service Directive (2002/22/EC)
    • Directive on Privacy and Electronic Communications (2002/58/EC)

    Die Kommission veranstaltet dazu am 24. Januar Februar einen Workshop in Brüssel, der allen interessierten Parteien offen steht (Tagesordnung, Anmeldeformular). Schriftliche Stellungnahmen zu dem aktuellen Konsultations-Dokument, das auch eine Reihe von interessanten Fragen enthält, können bis zum 31. Januar eingereicht werden.

    19. Januar 2006 2
  • : Nächster Webmontag in Berlin am 20.2.
    Nächster Webmontag in Berlin am 20.2.

    Nach dem grossen Andrang am letzten Montag zum ersten Webmontag in Berlin war das Interesse an einem Nachfolgetermin gross . Ich hab jetzt einfach mal den 20.2. als kommenden Termin im Wiki vorgeschlagen.

    Unsere Räume bieten wir gerne wieder an, nur beim nächsten Mal sind wir besser auf Menschenmassen vorbereitet. Das bedeutet, dass wir den hinteren Raum noch öffnen werden, um dort eine Raucherlounge vorzubereiten. Dies wird die Nichtraucher im grossen Raum sicherlich freuen und dadurch wird es auch viel mehr Sitzplätze geben.

    19. Januar 2006 2
  • : LinuxTag 2006: Call for Projects
    LinuxTag 2006: Call for Projects

    Für den erstmals in Wiesbaden Anfang Mai stattfindenden LinuxTag 2006 wurde ein „Call for Projects“ gestartet: Freien Projekten wird die Möglichkeit gegeben, sich kostenlos auf Europas größter Linux-Messe und ‑Konferenz zu präsentieren. Seit Beginn des LinuxTag gehört es zu seiner Philosophie das Miteinander von Unternehmen und Projekten zu fördern. Den Community-Projekten wird eine kostenlose Plattform zu ihrer Darstellung geboten. So wird der Öffentlichkeit die Vielfalt Freier Software vor Augen geführt.

    17. Januar 2006
  • : Webmontag beginnt!
    Webmontag beginnt!

    In diesem Moment beginnt der Webmontag in Berlin. Der Laden ist rappelvoll.

    thumb webmontag1

    webmontag2

    Im Moment spricht Jörg Richter über DeepaMehta. Wir werden weiter berichten, was passiert. :)

    16. Januar 2006 5
  • : Bald ist Transmediale
    Bald ist Transmediale

    Vom 3.–6. Februar 2006 findet in Berlin die 19. Transmediale statt:

    The 19th transmediale festival again explores how art and society are changing under the influence of media and technologies which become more and more dominant in our everyday lives. In contemporary art, digital media like video and electronic networks are now so wide-spread that a strict definition of what constitutes ‘media art’ seems no longer possible. We have therefore decided to alter the subtitle of the festival: transmediale is no longer called ‘international media art festival’, but ‘festival for art and digital culture’. This name is supposed to demonstrate the step away from
    the niche of ‘media art’, yet still points to the field of tension between culture and digital technologies, which continues to form the main driving force of the festival.

    16. Januar 2006
  • : Heute ist Webmontag in Berlin
    Heute ist Webmontag in Berlin

    Nochmal als kleine Erinnerung: Heute findet ab 19h der erste Webmontag in Berlin bei uns im newthinking store in der Tucholskystr. 48 statt.

    16. Januar 2006