Generell

Arbeit vor Ort: FOSS in Afrika

Bereits im Januar fand die Konferenz „Africa Source II“ (AS II) in Uganda statt. Abgehalten auf einer Insel mitten im Viktoriasee wurde in einem achttägigen Workshop die Einbindung von Freier und Open Source Software (FOSS) bei Nicht-Regierungsorganisationen (NGOs) praktisch erörtert. Über 130 Mitarbeiter der NGOs und angeschlossene Experten kamen – geladen wurden unter anderem Wahlhelfer, Projekt-Manager, System-Administratoren aus gemeinnützigen Organisationen und Berater.


Netzpolitik.org ist unabhängig, werbefrei und fast vollständig durch unsere Leserinnen und Leser finanziert.

Auf der Africa Source II wurde vor allem ein Punkt eingehend erörtert, nämlich die Frage, wie Technologie am besten beim digitalen Zugang und für die Inhalte gemeinnütziger Projekte angewendet werden kann. Ziel war, die NGOs an die Anwendung von Open Source-Software heranzuführen, um ihre Effizienz zu verbessern. Ein wichtiger Bereich war dabei die Vermittlung und Anwendung Freier Software: wie jeder Bürger damit Informationen verarbeitet und sie eigenständig im Internet veröffentlicht. Als wichtigstes Ergebnis von Africa Source II bezeichnet Mitorganisator Allen Gunn bei newsforge die Stärkung des sozialen Netzes der Open Source-Verfechter untereinander. „Das ist wesentlich für den Aufbau von FOSS-Kapazitäten in Afrika“, erklärt Gunn. Er begrüßt die relativ hohe Beteiligung an weiblichen Teilnehmern mit 35 Prozent und hofft, in Zukunft die Geschlechterverteilung ausgleichen zu können. Das sei auch afrikanischen Frauenorganisationen wie LinuxChix Africa zu verdanken.

Die Konferenz wurde bereits in ähnlicher Form seit 2003 in Kroatien, Namibia, Indien und Tadschikistan abgehalten und soll dieses Jahr noch einmal im Mittleren Osten stattfinden.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!