Events

  • : „Never mind the industry … this is iD.EOLOGY“ – netlabel culture live
    „Never mind the industry … this is iD.EOLOGY“ – netlabel culture live

    Am kommenden Ostersamstag gibt es eine interessante Veranstaltung des iD.EOLOGY-Netlabels in Berlin:

    Was ist ein Netlabel? Was sind Creative Commons? Was ist die Idee dahinter und wie kann ich selbst ein Netlabel aufbauen?

    Am Samstag, 15.04. ab 20:00 gibts nicht nur Antwort auf diese Fragen,
    sondern ab 22:00 auch live zu hören und zu sehen was das Netlabel iD.EOLOGY zusammen mit dem [f.u.c.] für euch auf die Beine gestellt hat.

    Neben einem Workshop zum Thema „Aufbau und Betrieb eines Netlabels“ , einem feisten DJ-Programm und einer Ausstellung der Grafikkünstler des Labels startet ab kurz nach Mitternacht die Hauptattraktion des Abends: acht iD.EOLOGY Acts live auf zwei Floors. Von Electro, Advantgarde-Pop, Hip Hop, Funk und Soul bis Digital Laptop Reggae und Indietronic sowie Techdub und Minimal-House gibts gute 5 Stunden lang eines der wohl vielfältigsten Netlabels live und in Farbe.

    Ort: die Villa, Landsberger Allee 54, Berlin-Friedrichshain
    Datum: Samstag, 15. April 2006
    Beginn: ab 20.00 Uhr
    Beitrag: 9 Euro, die sich lohnen:::::

    Passend dazu ist auch ein aktueller Artikel in der Phlow zum Thema Netlabels: Die Welt ist eine Scheibe. Netaudio etwa auch?

    Das Fazit: Netaudio ist wohl eine Szene. Sie agiert global und größtenteils unsichtbar, aber es gibt sie, und sie ist lebhaft, frisch und unverbraucht. Mail, IRC, ICQ, archive.org und scene.org sind die Manifestationspunkte dieser Szene. Liebe Fans elektronischer Musik, wir sind Teil einer Jugendbewegung. Wir sind die Proberäume des 21. Jahrhunderts. Wir sind global agierende Netzwerke. Wir haben das Internet mit der Muttermilch aufgesogen. Etwas neidisch sind wir manchmal schon auf die Jazzheads, die regelmäßig in kleinen Kaschemmen die Wände zum wackeln bringen. Aber hey, es ist Web 2.0, und wenn sich jemand mit Internet auskennt, so sind das sicherlich Netlabelbetreiber und Netlabelhörer.

    Und aus aktuellem Anlass verweise ich hier nochmal auf einen Einführungsvortrag in die Möglichkeiten der Creative Commons Lizenzen, den ich morgen Abend um 19:30h im newthinking store in der Tucholskystr. 48 in Berlin-Mitte halte.

    10. April 2006
  • : Lack of choice, lack of innovation
    Lack of choice, lack of innovation

    Vom 2. bis 4. März 2006 fand in Mainz der 10. Bundeskongress der Bundeszentrale für Politische Bildung statt. Als Sponsor trat das Bibliographische Institut & F.A. Brockhaus auf, das gerade dabei ist, die 21. Auflage der Brockhaus Enzyklopädie für Geld an den Mann und an die Frau zu bringen.

    Sektion 8 des Kongresses galt der Frage (plus der eingekapselten Behauptung) Wissen ist Macht – wer verfügt über das im Internet vermittelte Wissen?, es nahmen dort Jeanette Hoffmann, Erik Möller und Bernd Kreissig teil, moderiert wurde diese Veranstaltung von Thorsten Schilling.

    Bernd Kreissig ist (einer von zwei) Geschäftsführer(n) der BIFAB-Tochter „Brockhaus Duden Neue Medien“, die beispielsweise im Auftrag des Verlages Produkte wie den „Brockhaus multimedial“ herstellt. Kreissig war für den BIFAB-Vorstandssprecher Alexander Bob eingesprungen, der zwar noch mit dem Beitrag „Die Grenzen freier Inhalte“ eingetragen war, diesen dann aber aus Zeitgründen nicht mehr einhalten konnte. Kreissigs Ersatzleistung lief ebenso unter diesem Titel, die 13 Thesen des Theologen stammen jedoch nach eigener Aussage vollständig aus seiner Feder. Der eigentliche Vortrag auf diesem Kongress orientierte sich recht nah an dem Text auf dem Thesenpapier, wie man auf MP3 bei mediaculture-online.de nachhören kann.

    Ich möchte einmal exemplarisch eine dieser Thesen aufgreifen und ein wenig Material dazu beisteuern, das meinetwegen auch dazu geeignet sein kann, Kreissigs Aussagen zu stützen. Vielleicht klappt es sogar, ein wenig über die Grenzen der Thesen hinaus einen Blick auf die aktuelle Situation von über das Internet vermittelten Inhalten zu werfern und (jetzt wird es spekulativ) auf die Zukunft.

    8. April 2006 2
  • : Beiträge für Creative-Commons-DVD gesucht
    Beiträge für Creative-Commons-DVD gesucht

    Heather Ford von iCommons sucht für den iSummit in Rio de Janeiro im Juni noch Beiträge für eine DVD, die zeigen soll, welche kreative Bandbreite an CC-lizenzierten Werken existiert. Alle Video- und Multimediakünstler sind aufgerufen, bis zu drei Werke einzuschicken:

    We thought that it would be a great idea to distribute a DVD at the Summit that compiles cc-licenced movies, videos, animations, music and multimedia from every country represented at the event. […] we’ll need to receive it (by post or downloading it on the web if possible) by May 12 so that we can develop the interface and print the DVD in time for the Summit.

    This will be a great resource for us all to take home so please make sure you send us your local examples! Please send no more than 3 examples from each category of videos, animations, music and multimedia – and try and choose examples that are particularly reflective of your local culture.

    The address you can use to send CDs and DVDs by post is:
    12 Sixth Street, Parkhurst, 2193, Johannesburg, South Africa

    Update (von Markus):

    Wir sammeln Videos/Animationen, Musik und Texte im CC-Wiki, was momentan noch unter netzpolitik.org/wiki läuft. Am Besten dort direkt links ergänzen.

    7. April 2006 1
  • : Schweiz: Neues Urheberrecht: Highway oder Sackgasse?
    Schweiz: Neues Urheberrecht: Highway oder Sackgasse?

    Zum Start einer Öffentlichkeitsdebatte zur Revision der Urheberrechts in der Schweiz hat das Institut für geistiges Eigentum ein Medienkonferenz veranstaltet. Dabei wurde das Ergebnis des Austausches zwischen verschiedenen Interessengruppen vorgestellt.

    Ergebnis dieses Austauschs sind die Informationsbroschüre «Urheberrecht im digitalen Zeitalter: Highway oder Sackgasse?» und die Website www.urheberrecht.ch. Im Zentrum stehen die unterschiedlichen Interessen und Standpunkte der Beteiligten.

    Zuerst erfolgte eine Vorstellung der Eckpunkte der Revision durch Carlo Govoni. Er erklärte, dass es zwei Vorlagen seien. Eine Vorlage zur Ratifikation der WIPO Abkomment WCT und WPPT mit dem Schutz von technischen Massnahmen in Form einer Gesetzesanpassung und eine Vorlage zum Ausbau und Anpassung der Schutzausnahmen. Der Bundesrat beabsichtige zudem keinen Paradigmenwechsel hin zu nur DRM, sondern geht davon aus, dass beide Systeme, das heisst Kollektivvergütung wie auch DRM nebeneinander existieren sollen. Das Referat abgeschlossen hatte er mit dem Spruch, dass es nicht um einen free flow of information, sondern um einen fair flow of information gehe.

    Anschliessend wurden die Interessenvertreter von 11 Gruppen gebeten ihre Standpunkte zur Revision in zwei minütigen Stellungsnahmen zu veröffentlichen und danach zu Fragen Stellung zu nehmen. Insgesamt ergab sich ein heterogenes Bild bei dem alle Seiten Punkte der Revision kritisierten. Was von Felix Addor, Direktionsmitglied IGE, als „gutschweizerischer Kompromiss“ bezeichnet wird.

    Die Revision geht nun fürs erste im Sommer an die Rechtskomission des Ständerates. Die verschiedenen Gruppen werden dann wohl versuchen ihre Interessen noch durchzudrücken.

    Zum Thema Sackgasse passt wohl das von Microsoft gesponserte Flash Piratenspiel auf der Startseite. Wer hat ein passenderes Spiel und kann es bereitstellen?

    Update:
    An der Nachmittagsveranstaltung vom Schweizer Forum für Kommunikationsrecht wurde folgendes treffende Zitat von Prof. Dr. Reto M. Hilty (Uni ZH), Präsident des SF-FS und Tagungsmoderator geäussert:

    Technische Schutzmassnahmen sind dumm, weil sie nicht zwischen geschützten und ungeschützten Werken/
    Inhalten unterscheiden können“

    7. April 2006 1
  • : Einführung in die Creative Commons Lizenzen am 11. April
    Einführung in die Creative Commons Lizenzen am 11. April

    Am kommenden Dienstag, den 11. April, werde ich wieder umfassend in die Creative Commons Lizenzen einführen. Der Vortrag findet bei uns im newthinking store in der Tucholskystr. 48 in Berlin-Mitte statt und startet um 19:30h. Der Eintritt ist wie immer frei.

    6. April 2006
  • : Nächster Berliner Webmontag am 24. April
    Nächster Berliner Webmontag am 24. April

    Wegen Ostermontag findet der 4. Berliner Webmontag am 24. April, eine Woche später als normal, wieder im newthinking store in der Tucholskystr. 48 statt.

    6. April 2006
  • : Programm des LinuxTag 2006 online
    Programm des LinuxTag 2006 online

    Vom 3. – 6. Mai findet in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden der LinuxTag 2006 statt. Heute wurde das Freie Vortragsprogramm veröffentlicht, welches vom 4. – 6. Mai verschiedene Schwerpunkte anbietet.

    Der Donnerstag steht im Zeichen von Sicherheit und Anwendungsentwicklung von Freier Software. Fans der BSD-Betriebssysteme sowie Linux-Kernel-Hacker kommen am Freitag jeweils mit einem Track auf ihre Kosten. Ein weiterer Schwerpunkt an diesem Tag sind Open-Source Content-Management-Systeme im Rahmen des OscomTag. In diesem Track werden verschiedene populäre freie CM-Systeme und Anwendungsszenarien vorgestellt.

    Am Samstag behandelt ein technischer Track die Themen Virtualisierung und Clustertechnologien. Multimedia und Linux ist schon lange kein Widerspruch mehr, wie ein weiterer Schwerpunkt am Samstag beweist. Besucher erfahren hier mehr über das Potential von Linux im Wohnzimmer oder über komfortable Podcasting-Systeme. In die gesellschaftlichen Auswirkungen von Freier Software führen Vorträge am Samstagvormittag ein. Nachmittags organisiert die Free Software Foundation Europe einen Track zur Diskussion der GPL V.3.0.

    Schon einen Tag vor dem offiziellen Start des LinuxTag findet der Free-Software / Open-Source-Telephony-Summit statt, internationaler Workshop und technische Konferenz für Entwickler und Anwender von Free Software / Open Source-Telefonie-Anwendungen zugleich. Dieser wird bereits zum dritten Mal von der German Unix User Group organisiert und findet zum ersten Mal auf dem LinuxTag statt.

    Das Freie Vortragsprogramm bietet eine Vielzahl an Vorträgen in englischer und deutscher Sprache. Weitere Unterkonferenzen und das Practical Linux Forum sind kurz vor der Fertigstellung. Hierzu wird es kommende Woche noch mehr Informationen geben.

    30. März 2006
  • : Heute: Chaosradio – Datentresore und Briefumschläge
    Heute: Chaosradio – Datentresore und Briefumschläge

    Heute ist wieder der letzte Mittwoch im Monat und deshalb sei wieder auf das Chaosradio verwiesen, was heute Abend ab 22 Uhr auf Fritz-Radio und via Stream läuft. Die heutige Sendung trägt den Namen „Datentresore und Briefumschläge“ und befasst sich mit Verschlüsselung in der Praxis.

    Team: Frank Rosengart, hukl, Harald Welte, Holger Klein

    Wenn der Laptop geklaut wird, ist das ärgerlich. Er ist weg. Besonders unangnehm ist aber auch, dass der Dieb die persönliche Fotosammlung durchklicken und sogar die heruntergeladenen privaten E‑Mails lesen kann. Aber nicht nur das – E‑Mails werden beim Versand wie Postkarten behandelt. Neugierige Mitarbeiter und vor allem auch die Ermittlungsbehörden können in Zukunft dank der anstehenden Vorratsdatenspeicherung noch einfacher auf unsere privaten Daten zugreifen.

    Auch ein aktuelles Urteil des Bundesverfassungsgerichts stellte jüngst klar: E‑Mails unterliegen nur beim Transport dem Briefgeheimnis. Sind sie einmal zugestellt, geniessen sie diesen rechtlichen Schutz nicht mehr. Chaosradio möchte euch Tipps geben, wie ihr eure Daten vor neugierigen Blicken schützen könnt, E‑Mails in Briefumschläge steckt und welche Daten in Zukunft unter besonderer staatlicher Aufsicht stehen.

    29. März 2006
  • : Veranstaltung: Wie kam das Netz eigentlich nach Deutschland?
    Veranstaltung: Wie kam das Netz eigentlich nach Deutschland?

    Oh, die deutsche Sektion der der Internet Society lebt noch? War mir gar nicht so bewusst. Auf jeden Fall wirft sie am 27.4.2006 einen Blick zurück, „Wie das Netz nach Deutschland kam“. Die Veranstaltung findet im schönen „Haus der Geschichte“ in Bonn statt und die Internet Society will die Entwicklung von den ersten Anfängen bis zur heutigen Allgegenwart des Internet nachzeichnen.

    Die Veranstaltung will die Frage beantworten, wo das Internet herkommt. Datex‑P, Bildschirmtext, European Academic Research Network (EARN), das Deutsche Forschungsnetz (DFN), European Usenet (EUNET), Xlink, European Academic Supercomputer Initiative Network (EASInet), Mausnet, Fidonet, der WDR Computer-Club mit Videodat und der Chaos Computer-Club stehen beispielhaft für Entwicklungen und Gruppen aus den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts. Sie haben eine Verbindung mit globalen Entwicklungen, haben aber auch einen starken regionalen oder nationalen Bezug. Bevor das Internet zum Massenmedium werden konnte, wurde viel entwickelt, diskutiert und ausprobiert – auch hier in Deutschland. Diese Arbeit wollen die Initiatoren und das Kuratorium der Internet Society würdigen.

    Eigentlich schade, dass die Veranstaltung nicht eine Woche früher stattfindet, wenn ich in Bonn verweile.

    29. März 2006 1
  • : 4. Internationale Linux-Audio-Konferenz in Karlsruhe
    4. Internationale Linux-Audio-Konferenz in Karlsruhe

    Vom 27.–30. April 2006 findet im ZKM in Karlsruhe die vierte „Internationale Linux-Audio-Konferenz“ statt. Wie jedes Jahr finde ich das Programm sehr spannend und schaffe es vermutlich aus Zeitgründen wieder nicht, daran teilzunehmen. Der Eintritt ist übrigens frei.

    29. März 2006
  • : Veranstaltung: Alternativen zum Verbot der Internet-Tauschbörsen – Erfahrungen aus Frankreich und USA
    Veranstaltung: Alternativen zum Verbot der Internet-Tauschbörsen – Erfahrungen aus Frankreich und USA

    Am kommenden Freitag gibt es eine Veranstaltung des Fairsharing-Netzwerks im Berliner Mehringhof: „Alternativen zum Verbot der Internet-Tauschbörsen – Erfahrungen aus Frankreich und USA“.

    Wir freuen uns deshalb, Jean-Baptiste Soufron, den Rechtsexperten im Vorstand der „Association des Audionautes“, und Elizabeth Stark, die mit „Freeculture Harvard“ in den USA für ähnliche Ideen streitet, bei einer Diskussionsveranstaltung am Freitag, den 31.März in Berlin begrüßen zu dürfen. Ab 19 Uhr werden sie im „Mehringhof“ einen Überblick über die Situationen in Frankreich und in den USA geben. Oliver Moldenhauer führt als Vertreter der FairSharing-Kampagne durch die Vorträge in englischer Sprache. – „Flüsterdolmetschung“ ins Deutsche steht zur Verfügung.

    Fr, den 31.03.06, 19:30, in Berlin, Mehringhof (Gneisenaustr. 2a)

    29. März 2006 3
  • : Neue LinuxTag eTickets zum verteilen
    Neue LinuxTag eTickets zum verteilen

    Ich hab einen Haufen neuer freier Community – eTickets für den LinuxTag (3.–6. Mai in Wiesbaden) zum verteilen bekommen. Wer eins möchte, schreibt mir am besten eine Mail an mb [add] newthinking [punkt] de. Wie beim letzten Mal gilt, solange der Vorrat reicht. Diesmal ist mein Vorrat aber um einiges grösser.

    50 35 15 Stück sind noch verfügbar

    27. März 2006
  • : Tagung: Wie frei ist unsere Mediengesellschaft?
    Tagung: Wie frei ist unsere Mediengesellschaft?

    Am heutigen Freitag findet im Plenarsaal in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin die Tagung „Wie frei ist unsere Mediengesellschaft?“ statt. Der Eintritt ist kostenlos und Brigitte Zypries wird um 10:00h den 2. Korb der Urheberrechtsreform vorstellen. Sicher dürfen Besucher der Tagung auch kritische Fragen stellen und den Abbau von Verbraucherrechten im Urheberrecht thematisieren.

    Netzpolitik.org war da und hat sich die Beiträge von Brigitte Zypries („Zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft“), Christian Sprang und Helge Malchow („Entgegnungen“), Joachim Kersten („Scannen, googlen und microsoften oder Wo bleibt das Urheberrecht im Netz?“) angehört und anschließend Mitschnitte zugespielt bekommen (Siehe Link hinter den Sprechern). Leider ist die Qualität dieser Kopien (War das Original kopiergeschützt?) etwas dürftig, aber sie sind verständlich.

    Ein paar Notizen: Frau Zypries vertrat eingangs die These, dass „Open-Source-Literatur“ zwar „frühen Ruhm begründen, aber Autoren nicht ernähren“ könne. Sie wisse, wann der Kompromiss in Sachen Urheberrecht am Besten sei; nämlich dann, wenn es von allen Seiten am lautesten schreit. Eine „Kulturflatrate“ sei mit europäischen Recht nicht vereinbar. Die Tatsache, dass die Bagatellklausel nicht ihren Weg in den neusten Entwurf fand, empfindet die Justizministerin als Beibehaltung der jetzigen Gesetzeslage: Wer einzelne Kopien macht, bleibt nicht belangbar, da das Prinzip der Staatsanwaltschaft gelte, Verfahren wegen Geringfügigkeit einzustellen. Das mag wohl soviel heissen wie „Wir können uns um soviel Kleinvieh nicht kümmern, darum lassen wir es – und vielleicht kommt einmal der automatisierte Richter.“ Die Höhe der pauschalen Abgaben sollen nach dem Entwurf die Verwertungsgesellschaften und Gerätehersteller aushandeln – „das ist dem Verfahren bei Tarifverträgen ähnlich“, bemerkt Frau Zypries. „Das funktioniert zwar nicht, aber wir sind frohen Mutes.“ Kommt es nach 12 Monaten zu keiner Einigung entscheidet erst das Oberlandes- und bei Revision das Bundesverwaltungsgericht.

    24. März 2006 5
  • : Berichterstattung „Clash of Realities“
    Berichterstattung „Clash of Realities“

    In Köln findet gerade die „Clash of Realities – Computerspiele und soziale Wirklichkeit““-Konferenz zum Thema Computerspiele statt, die ich leider nicht besuchen kann. Aber es gibt wenigstens etwas Online-Berichterstattung:

    Futurezone: Neue Sichtweisen der Gaming-Kultur

    Heise: Clash of Realities: Die Computerspieler und die „Killerspiele“

    Und das Zeitspuk-Blog berichtet von vor Ort.

    23. März 2006
  • : Dritter Webmontag in Berlin: Audiomitschnitte
    Dritter Webmontag in Berlin: Audiomitschnitte

    Auch der dritte Webmontag in Berlin war ein voller Erfolg. Rund 70 TeilnehmerInnen kamen in den newthinking store, um sich über neue Projekte zu informieren und auszutauschen.

    Es gab vier kurze Vorträge, die hier als OGG-Audiodateien verfügbar sind:

  • Laufrausch: Ein Google-Mashup für Jogger, vorgestellt von Peter Schink. (OGG, 6,6 MB)
  • Semapedia: Physical Hyperlinks für Handys, vorgestellt von Martin Schmidt. (OGG, 10 MB)
  • Webride.org: Annotation von Webseiten, vorgestellt von Arash Yalpani. (OGG, 10 MB)
  • Open-Logo-Project von Spreadshirt, vorgestellt von Andreas Milles. (OGG, 10 MB)
  • : Fernsehen war gestern
    Fernsehen war gestern

    Zwei interessante Reden im Web-Stream gibt es von einem „UNC Symposium on Intellectual Property, Creativity and the Innovation Process“. Cory Doctorow sprach zum Thema „When the Now is Too Long: How DRM & Old-World Copyright Fight the Future“ und James Boyle über „Four Ways to Ruin a Technological Revolution“.

  • : Easterhegg über Ostern in Wien
    Easterhegg über Ostern in Wien

    Die „Chaosnahe Gruppe Wien“ organisiert in diesem Jahr das Easteregg-Wochenende. Diese tradionell über Ostern stattfindende Veranstaltung findet dieses Jahr vom 14.–17.04. im FLUC am Praterstern in Wien statt. Anmeldungen werden jetzt online angenommen und in einem Wiki wird das Wochenende geplant.

  • : TACD-Konferenz: Politics and Ideology of Intellectual Property
    TACD-Konferenz: Politics and Ideology of Intellectual Property

    In Brüssel findet gerade die „Politics and Ideology of Intellectual Property“-Konferenz des „Transatlantic Consumer Dialogue“ statt. Das TACD ist ein Zusammenschluss verschiedener Verbraucherschutzorganisationen aus Nordamerika und Europa. Ich kann dieser sehr interessanten Konferenz leider aus Zeitgründen nicht beiwohnen, bin aber froh, dass Karsten Gerloff live aus Brüssel bloggt.

    Stefan Krempl scheint für Heise auch vor Ort zu sein: Politik, Wissensallmende und „Ideologie des geistigen Eigentums“

    Heute verhalte es sich mit virtuellen Gemeinschaften im Internet und insbesondere mit der Welt der freien Software nicht anders, führte Drahos aus. Entwickler würden sich dabei bewusst einverstanden erklären mit rechtlichen Arrangements wie der GNU General Public License (GPL), über die eine gemeinsame Eigentümerschaft an Code gewährleistet werde. Die Gegenseite müsse daher verstärkt auf „rhetorische Schachzüge“ zurückgreifen und bei Informationen sowie Wissen überhaupt von Eigentum reden, ihre „Privilegien“ zur Sicherung von Rechten betonen oder eine allgemeine Innovationsförderung reklamieren. Damit würden aber „tiefe Mängel“ in der freien Marktwirtschaft verkleidet. Die Forschwelt sei sich einig, dass eines lineare Beziehung zwischen dem Ausbau gewerblicher Schutzrechte und der Innovation nicht nachweisbar sei.

  • : Kulturelle Errungenschaften remixed
    Kulturelle Errungenschaften remixed

    Wettrennen mit umgebauten Walkmen

  • : LinuxTag: Freitickets für die Community
    LinuxTag: Freitickets für die Community

    Für den kommenden LinuxTag 2006, welcher vom 3.–6. Mai in Wiesbaden stattfindet, gibt es jetzt wieder das bewährte eTicket-System für Community-Freikarten. Insgesamt 5000 Tickets werden in den nächsten Wochen bis zum 22. April verlost. Heute Nacht geht es los und die ersten 50 Mails, welche nach 0h an tickets@linuxtag.org verschickt werden, bekommen vier Freikarten zum Weiterverteilen oder selbst behalten. Die Empfänger der weiterverteilten eTickets können wiederum eTickets weitergeben.

    Oliver Zendel, 1. Vorsitzender des LinuxTag e. V., erklärte das Ziel der eTicket-Aktion: „Unser Ziel ist die Förderung von Freier Software in der öffentlichen Wahrnehmung. Dieses Ziel ist nur durch die langjährige und vertrauenvolle Unterstützung der Community möglich, für die wir uns bedanken wollen“.

    Das genaue Procedure wird nochmal auf der LinuxTag-Webseite erklärt.

    Ich habe schon sechs eTickets zugewiesen bekommen und kann diese weitergeben. Wer von den Lesern und Leserinnen ein eTicket bekommen möchte, schicke mir bitte eine Mail an mb [at] newthinking [punkt] de oder per Jabber. Die ersten gewinnen und werden morgen freigeschaltet.

    Update: Alle weg.