Events

  • : LinuxTag 2006 in Wiesbaden
    LinuxTag 2006 in Wiesbaden

    Der LinuxTag 2006 wird vom 3.–6. Mai in Wiesbaden stattfinden. Nachdem dieser in den Vorjahren traditionell Ende Juni stattfand, ist beim nächsten Mal die Fussballweltmeisterschaft im Weg. Deswegen eine terminliche Vorverschiebung. Positiver Nebeneffekt ist sicherlich, dass es nicht wieder 35°C im Schatten sein wird.

    Der Ortswechsel von Karlsruhe nach Wiesbaden war u.a. dadurch notwendig, dass die alte Messe im Herzen Karlsruhes nicht mehr als Veranstaltungsort genutzt werden kann. Die neue Messe auf der „grünen Wiese“ hat aber nicht die notwendige Infrastruktur vor Ort, um beispielsweise Helfer, Referenten und Organisatoren nahe in Hotels unterzubringen. Deswegen ein Ortswechsel. Es standen ein paar Standorte zur Auswahl, im Endeffekt bot Wiesbaden den Besten Rahmen, den LinuxTag weiter zu entwickeln und gleichzeitig den Charme zu erhalten. Wir haben dazu heute morgen eine Pressemitteilung der Freien Software Presseagentur rausgegeben, die leider schon gestern Abend trotz Sperrfrist auf Pro-Linux zu lesen war.

    14. Oktober 2005
  • : Zürich: Veranstaltungsreihe Digitale Allmend
    Zürich: Veranstaltungsreihe Digitale Allmend

    Schade, dass Zürich soweit weg ist. Die folgende Veranstaltung klingt echt spannend:

    Kennst Du Wikipedia, Blogs, Podcasts, den Apache Webserver oder Creative Commons? Im Rahmen der vierteiligen Veranstaltungsreihe „Digitale Allmend“ werden diese Projekte und andere vorgestellt, diskutiert und Hintergründe aufgezeigt.

    Die Veranstaltungsreihe „Digitale Allmend“ im Clubraum der Roten Fabrik in Zürich besteht aus drei thematischen Abenden mit Referaten und einer Diskussion rund um das Thema des geistigen Eigentums in der Informationsgesellschaft und dessen zukünftige Entwicklung.

    Der Auftakt findet am Donnerstag, 20.10.2005 mit drei Vorträgen unter dem Motto „Blick auf die Allmend“ statt. Die Historikerin Monika Domman zeigt mit einem Blick zurück, wie in der Vergangenheit bei neuen Technologien Anpassungen des Urheberrechts ausgehandelt wurden. Felix Stalder’s Referat setzt sich mit dem wachsenden Konflikt zwischen Verfechtern eines eingeschränkten und den Verfechtern eines offenen Zugangs zu Wissen auseinander. Zum Abschluss stellt Alex Schröder freie Lizenzen vor, welche das Urheberrecht nutzen, einen offenen und freien Zugang zu Wissen zu garantieren.

    Das Thema der zweiten Veranstaltung am Donnerstag 3.11.2005 ist die Wissensallmend. Marcus M. Dapp zeigt auf, wie sich Freie/Open Source Software in den letzten 20 Jahren entwickelt hat und weshalb sie wichtig ist für eine digitale Nachhaltigkeit. Christian Seidl, Wikipedianer, berichtet aus seinen Erfahrungen mit Wikipedia. Michael Wechner, Mitentwickler freier Software, berichtet aus seinen Erfahrungen mit der Freien/Open Source Bewegung und Sandro Feuillet spricht über Blogs als neue Technologie für die Verbreitung von Nachrichten.

    Das Thema der dritten Veranstaltung am Donnerstag 17.11.2005 ist die Kulturallmend. Der Schwerpunkt des Abends ist Musik, wobei neue Verbreitungstechnologien, wie Podcasting, Netzlabels und die Nutzung von freien Lizenzen, wie Creative Comons für Musiker thematisiert werden.

    Abgeschlossen wird die Veranstaltungsreihe am Donnerstag 1.12.2005 mit einer Diskussion mit dem Titel: „Was tun? Wie weiter? Wege zur Digitalen Allmend“.

    12. Oktober 2005
  • : Es blinkt wieder: Blinkenlights in Berlin
    Es blinkt wieder: Blinkenlights in Berlin

    Blinkenlights kommt an den Ort zurück, wo alles gestartet ist: Das „Haus des Lehrers“ am Berliner Alexanderplatz ist wieder mit ausreichend Kabeln und Lampen ausgestattet, um im Rahmen des „Festival des Lichts“ vom 13.–19. Oktober Berlin zu verschönern. Auch „Pong“ ist wieder dabei, so dass man mit einem Handy bequem auf dem Alexanderplatz stehen kann, um auf einem überdimensionalen Bildschirm zu spielen.

    11. Oktober 2005 4
  • : Nur die Gedanken sind frei? – Die Grenzen der Meinungsfreiheit im Internet
    Nur die Gedanken sind frei? – Die Grenzen der Meinungsfreiheit im Internet

    Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse vom 19.–23. Oktober bietet die Deutsche Welle drei Veranstaltungen an. Eine davon ist besonders spannend und diese findet am Sonntag, den 23. Oktober 2005 von 11.30 – 12.30 Uhr in Halle 6.1 E 913 statt: Nur die Gedanken sind frei? – Die Grenzen der Meinungsfreiheit im Internet.

    Weblogs sind mehr als einfach nur „Online-Tagebücher“: Sie sind zu einer wichtigen Informationsquelle im Internet geworden. Insbesondere dort, wo Presse- und Informationsfreiheit durch Zensur und Repression eingeschränkt oder gefährdet sind. Dennoch: Wer in totalitären Staaten seine Meinung in einem Weblog äußert, riskiert viel.

    * Prof. Dr. Kleinsteuber, Universität Hamburg
    * Julien Pain, Reporter ohne Grenzen, Paris
    * Mario Sixtus, Medienjournalist und Blogger

    Moderation: Holger Hank, Deutsche Welle, DW-WORLD.DE, Bonn

    4. Oktober 2005
  • : Vortrag: LyX – Die etwas andere TeXtverarbeitung
    Vortrag: LyX – Die etwas andere TeXtverarbeitung

    Ein wenig kurzfristig, aber wir haben am Dienstag, den 04.10. um 19.00h einen Vortrag zu „LyX – Die etwas andere TeXtverarbeitung“ im newthinking store, Tucholskystr. 48 in Berlin-Mitte:

    LyX ist ein grafisches Interface ähnlich wie OpenOffice, für das professionelle Satzsystem LaTeX. Mit LyX muss der Anwender keinen Editor erlernen und sich auch nicht erst in die teilweise komplexe Syntax von LaTeX einarbeiten um einen Text zu erstellen.

    Mit LyX kann der Anwender sofort loslegen. Er muss sich nicht um das Layout kümmern und erstellt in professioneller Qualität seine Schriftstücke. Die Textverarbeitung LyX eignet sich sowohl zur Erstellung eines Briefes, Artikels, als auch zur Erstellung eines Buches mit komplexen Verzeichnissen. Auch vor der Erstellung von Vortragsfolien, Flyern und Expose’s schreckt LyX nicht zurück.

    Der Eintritt ist wie immer frei.

    3. Oktober 2005
  • : Pong-Weltmeisterschaften in Berlin
    Pong-Weltmeisterschaften in Berlin

    Am morgigen Samstag, den 1. Oktober, finden nach Angaben der Veranstalter die dritten Pong-Weltmeisterschaften im Lovelite in Berlin statt. Antreten kann wohl jeder, dazu gibts eine Party auf zwei Floors. Mehr Infos und zwei Trainingsspiele im Browser finden sich auf der Webseite der Veranstaltung.

    30. September 2005
  • : Veranstaltung: Biometrisch vermessen – leben wir so sicherer?
    Veranstaltung: Biometrisch vermessen – leben wir so sicherer?

    Biometrisch vermessen – leben wir so sicherer?

    Republikanische Vesper mit

    Frank Rosengart, CCC Berlin
    Jörg Radek, Mitglied im GdP Bundesvorstand, stellvertretnder Vorsitzender der GdP Bezirk Bundespolizei

    am Donnerstag, den 29. September, um 19.00 Uhr, im Haus der Demokratie und Menschenrechte (Greifswalder Str. 4, Nähe Alexanderplatz)

    Am 1. November ist es soweit. Als erstes Land der Europäischen Union werden biometrische Merkmale in die bundesdeutschen Reisepässe aufgenommen. Der Druck der US-Regierung, die Visafreiheit für Pässe ohne biometrische Angaben aufzuheben, und der Wunsch der EU-Innenminister, effektiver gegen den internationalen Terrorismus vorzugehen, waren für diese Entscheidung maßgebend.

    Was wird in den Pässen gespeichert? Was kann in ihnen gespeichert werden? Werden wir mit diesen Pässen sicherer leben? Welchen Verlust an Freiheit müssen wir befürchten?

    Veranstalter: Haus der Demokratie und Menschenrechte, Humanistische Union, Internationale Liga für Menschenrechte, Ossietzky

    27. September 2005
  • : IRC-Chat zum Anti-Zensur Leitfaden
    IRC-Chat zum Anti-Zensur Leitfaden

    Morgen gibt es um 16h CET einen IRC-Chat zum aktuellen Anti-Zensur Leitfaden von Reporter ohne Grenzen:

    Do you have questions about, criticisms of, or reactions to the Reporters Without Borders Handbook for Bloggers and Cyber-Dissidents? Global Voices will be hosting a live online chat to discuss the book on Tuesday September 27th at 11:00amNewYork / 15:00GMT / 18:00Cairo / 23:00Beijing.

    Reporters Without Borders Internet director Julien Pain will be there to answer your questions and discuss your reactions to the handbook. We are inviting all of the contributors to join us.

    Wenn es zeitlich klappt, werde ich auch dabei sein.

    26. September 2005 1
  • : Prepcom3 – Webcast
    Prepcom3 – Webcast

    Die ITU bietet auf ihrer Webseite einen sporadischen Webcast der Prepcom3 an.

    20. September 2005
  • : The Future of the Digital Commons?
    The Future of the Digital Commons?

    Etwas belustigt stelle ich gerade fest, dass am M.I.T. in den USA eine zweistündige Diskussion mit dem Titel „The Future of the Digital Commons“ stattfindet. Belustigt deswegen, weil das der Titel der letzten Wizards of OS im Juni vergangegen Jahres in Berlin war – immer noch eine der interessantesten Konferenzen, wo ich jemals war und mitwirkte. Aber unser Programm war um einiges besser, grösser und differenzierter.

    Die Wizards of OS 4 findet übrigens nächstes Jahr wieder in Berlin statt. Einen richtigen Titel gibt es noch nicht, aber die Planungen laufen schon seit einem halben Jahr.

    20. September 2005
  • : EU-Event in Strassburg zu Menschenrechte in der Informationsgesellschaft
    EU-Event in Strassburg zu Menschenrechte in der Informationsgesellschaft

    Am Montag und Dienstag veranstaltet das „Council of Europe“ in Strassburg eine Veranstaltung zum Thema „Human Rights in the Information Society: Responsible Behaviour by Key Actors“. Zu der Veranstaltung wird es noch einen Web-Cast geben.

    Building an inclusive Information Society, based on respect for human rights, requires new forms of solidarity, partnership and cooperation among governments, civil society, the private sector and international organisations. Through open discussions and exchanges of information worldwide, a multi-stakeholder governance approach will help shape agendas and devise new regulatory and non-regulatory models which will account for challenges and problems arising from the rapid development of the Information Society.

    The Council of Europe is inviting interested representatives of states, industry (e.g. internet service providers, mobile phone operators, gaming industry, software manufacturers, etc), civil society and the media, as well as other organisations, institutions and experts, to take part in the Pan-European Forum on “Human Rights in the Information Society: Responsible Behaviour by Key Actors” which will take place at the Council of Europe, Strasbourg, on 12 and 13 September 2005.

    In the light of a recent Declaration of the Committee of Ministers on Human Rights and the Rule of Law in the Information Society and Council of Europe priorities regarding the protection of children and internet content, the Forum will identify and discuss responsible and irresponsible behaviour by key actors in the Information Society and how states, industry and civil society can work together (inter alia through partnerships, policy making, greater awareness and education) to ensure the promotion and protection of human rights in the Information Society.

    11. September 2005
  • : Ars Electronica – Digital Communities
    Ars Electronica – Digital Communities

    Gestern kam ich leider nicht mehr dazu, die Ars Electronica besuchen zu können. Ganze 8h brauchte ich von Berlin nach Linz, da Air Berlin „nur“ zwei Stunden Verspätung hatte und sich der Umstieg in Wien immer weiter hinausverzögerte. Aber Abends in Linz angekommen, konnte ich mal die offenen Hotspots ausprobieren – und sie klappen. Meistens jedenfalls und es kommt auch ganz darauf an, wo am Hauptplatz man sitzt. Sowas wünsche ich mir auch für Berlin, im Park sitzen und WLAN haben.

    Hier startet jetzt der heutige Tag und in einer ersten Session werden die Preisgewinner des Prix Ars im Bereich „Digital Communities“ vorgestellt. Dieses Jahr musste die sechsköpfige Jury aus 350 Projekte die Gewinner auswählen. Letztes Jahr ging es noch um die volle Bandbreite an Communities. In der zweiten Runde in diesem Jahr ist die Latte etwas höher gelegt worden. Nur eine Community haben reicht diesmal nicht, sondern der soziale Impact auf die Gesellschaft wurde dieses Mal mit in die Wertung eingerechnet. Und die Bedeutung für den Erhalt und Ausbau von Meinungsfreiheit.

    Das Ambiente ist wirklich nett, viele Beamer, etwas festlich und angenehmes Licht. Überhaupt finde ich die ganze Ars Electronica, bzw. den kleinen Teil, welchen ich bisher gesehen habe (Anscheinend gibt es sechs verschiedene Festivalorte in Linz) sehr ansprechend. Viele interessante Multimedia-Installationen und draussen ist Sommer. Später gibts Bilder. Meine Kamera zeigt mir leider im Moment an, dass ich neue Batterien brauche, die ich erst am Nachmittag holen kann.

    Die Gewinner des Prix Electronica sind:

    * Akshaya (Goldene Nica)
    * Free Software Foundation
    * Telestreet / New Global Vision
    * BitTorrent (Sonderpreis)

    Das Akshaya-Projekt ist das erste grosse „e‑literacy“-Projekt in Indien. Im Malappuram Bezirk des indischen Bundesstaates Kerala wurde eines der grössten WLAN-Netze der Welt aufgebaut. In einem Testprojekt wurden 600 Telecenter in Dörfern angeschlossen. Das Ziel ist, 600,000 Haushalte mit mehr als 3.6 Millionen Menschen in weniger als sechs Monaten den Zugang zum Internet zu ermöglichen. Jedes der Telezentren hat mindestens 5 Computer, einen Drucker, Scanner und Breitbandnetz. Die Telecenter sind geographisch so angelegt, dass möglichst alle Häuser im Umkreis von 3km liegen. Die bisherigen Erfolge werden hier aufgelistet.

    Muss ich noch was über die Free Software Foundation schreiben? Wenn eine Organisation diesen Preis verdient hat, dann eindeutig die FSF mit ihrer 20-jährigen Geschichte und ihrem grossartigen Beitrag zur Entwicklung Freier Software. Die Vision und Ausdauer über 20 Jahre spielten eine grosse Rolle bei der Auswahl. Die Ethik der Freiheit dahinter und die Pionierarbeit für Offene Standards waren richtig ausschlaggebend.

    Telestreet / New Global Vision sind Community-TV Projekte auf Basis Freier Software und p2p-Software. Mein Italenglisch (Englisch mit starkem italienischem Akzent) ist leider nicht besonders trainiert, so dass ich hier für die nähere Beschreibung auf die Ars-Seite zurückgreifen kann. Jetzt spricht gar einer nur auf Italienisch, hab mir leider kein Übersetzungstool geholt, um jetzt über Kopfhörer was zu hören. Die gezeigten Videos und Tools sehen aber cool aus und sind ein guter Weg, in Berlusconi-Land mit Bürger-Medien eine kritische Öffentlichkeit abseits der gleichgeschalteten Massenmedien zu schaffen.

    New Global Vision und Telestreet sind Projekte, die gegen die Monopolstellung der großen TV-Stationen auftreten. Bürger können eigene Fernsehprogramme gestalten. Durch wechselseitige Verlinkung und Zusammenarbeit erreichen beide Projekte zusammen eine optimale Kombination der Medientechnologien Fernsehen und Internet.

    Telestreet hat einen Weg gefunden, mit relativ geringem Aufwand so genannte „Straßen-TV-Sender“ zu gründen. Auf diese Weise wurden in Italien bereits 250 Mini-Sender ins Leben gerufen, die jeweils von 10–15 Menschen betrieben werden. Mit Hilfe von Antennen auf privaten Häusern wird ein Sendebereich von jeweils etwa 300 Metern abgedeckt. Werden mehr Antennen zusammengeschaltet, vergrößert sich dieser Bereich entsprechend.

    Telestreet ermöglicht erstmals einen einfachen Zugang zum Medium Fernsehen. Beiträge können von jedem gestaltet und auch gesendet werden – eine Videokamera und ein PC reichen als Ausrüstung.

    New Global Vision ist das erste frei zugängliche Archiv Italiens, das unabhängiges Videomaterial abseits der großen TV-Sender und Medienkonglomerate zur Verfügung stellt. Es wurde von einer Gemeinschaft von Künstlern, Web-Designern, Videokünstlern, Technikern und Hackern geschaffen, die ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen einbrachten. Das Projekt entstand unmittelbar nach den Ereignissen von Genua im Jahr 2001. Es gab eine große Menge an Videomaterial von Demonstranten, das jedoch von den Massenmedien weitgehend ignoriert wurde. Eine Vielzahl freier politischer Gruppierungen fühlte sich zensiert – das Bedürfnis nach einer Plattform, auf der man unabhängig Videomaterial einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung stellen konnte, erwachte. New Global Vision bietet nun auch Amateurfilmern die Möglichkeit, ihr Material schnell zu publizieren.

    Den Sonderpreis der Jury in der Kategorie „Digital Communities“ bekam BitTorrent. Die p2p-Software revolutioniert wie kaum eine andere Technik vorher die Distributionswege digitaler Medien.

    Letztes Jahr gewannen übrigens u.a. Creative Commons und die Wikipedia den Prix Ars Electronica.

    Nach der Preisverleihung und einer kleinen Pause fand der Table Talk zum Thema „Welche Bedürfnisse und Interessen treiben eine Community an?“ im selben Saal statt. Diesen fand ich sehr angenehm, nicht nur wegen der bequemen Sessel, die um einen Tisch herum aufgestellt waren. Ist mal etwas anderes als die typische Podiumsdiskussion, wo man die Diskussionspartner immer nur von der Seite sieht und frontal zum Publikum sitzt. Ich hatte vorher gefragt, ob ich livebloggen darf. Allerdings sass letztes Jahr an derselben Stelle Joi Ito und tat genau das und es wurde eher als kontraproduktiv empfunden. Also habe ich nur ein paar Fotos gemacht, das Notebook in der Tasche gelassen undmich geärgert, dass ich noch keine Zeit hatte, mir einen brauchbaren MP3-Player zum aufnehmen zu kaufen, um die Diskussion aufzunehmen und zu podcasten (Nochmal danke an all die Kommentare in meinem Beitrag dazu).

    Auch die Teilnehmer waren sehr interessant. Georg Pleger von Creative Commons Österreich berichtete über ein Jahr Creative Commons Lizenzen in Österreich und wie mühsam es ist, bei Entscheidungsträgern sehr niedrigschwellig Bewusstsein für Open Content zu schaffen.

    Sehr interessant war Roman Bleichenbacher von Codecheck.ch. Die Plattform war eigentlich die Diplomarbeit von Roman und wächst kontinuierlich. Die Idee dahinter ist ein System, wo Verbraucher ihren Barcode, bzw. die Ziffernfolge eingeben können und Produktinformationen erhalten. Die Produktinformationen werden in einem kollabrativen Prozess gesammelt. Jeder kann daran teilnehmen, man muss sich nur registrieren. Seine Ideen gehen mittlerwile weiter. Ein grosses Problem ist noch die digitale Spaltung, nicht jeder hat heute Zugang zum Netz. Eine Möglichkeit wäre, Codecheck mit einem Text-to-Speech System auszustatten, damit Konsumenten am Telefon die Ziffern eines Barcode diktieren können und das System die Informationen aus der Datenbank vorliest.

    Franz Schmidtbauer war als Jurist und u.a. als Webmaster der österreichischen Richtervereinigung geladen. Seit 1995 arbeitet er daran, das Bewusstsein bei Richtern für den Komplex Technik & Gesellschaft zu erhöhen. Eine sehr mühseelige Aufgabe, wie er berichtet. Er plädierte u.a. für eine Neuausrichtung der Grundrechte im digitalen Zeitalter, inklusive eines Recht auf Anonymität, da die Entwickler unserer Verfassung das digitale Zeitalter und seine Probleme noch nicht voraussehen konnten. Er berichtete hauptsächlich über absurde Gesetzgebung in Österreich (Läuft genauso wie in Deutschland) im Bereich Bürgerrechte und Datenschutz. Ein passender Kommentar von ihm war, dass die Menschen, welche bei unserer Diskussion nach 10 Sekunden wegen zuvieler Fachwörter aussteigen würden, als Richter oder Politiker über die Zukunft des Netzes entscheiden.

    Ich war hauptsächlich als „Blogger“ geladen und berichtete ein wenig über meine Arbeit und dieses Blog. Eine Frage an mich bezog sich auf das in Österreich eingeführte Telemediengesetz. Dies sieht eine Impressumspflicht für jede Webseite vor, d.h. auch jedes Blog ist verpflichtet, einen Realnamen und die Stadt anzugeben. Meine Position ist, dass es weiterhin Räume im Netz geben muss, wo man genau wie im realen Leben Anonymität ausleben kann. Dies ist gerade für eine freie Meinungsäusserung wichtig. Im Zeitalter von Google & Co werden Informationen vielleicht für immer gespeichert. Was ist beispielsweise mit Weblogs, wo Schwerkranke anonym von ihrem Leidensweg bloggen. Sollen diese durch eine Impressumspflicht und die Speicherung in Suchmaschinen für ihr Leben stigmatisiert werden? Wo sie gerade durch die (Pseudo-) Anonymität im Moment die Möglichkeit haben, offen über ihre Leiden zu berichten und Gleichgesinnte zu finden, ohne das ein Text eindeutig ihnen zuzuordnen ist? Das Beispiel kann auf beliebige Sachverhalte übertragen werden. Franz Schmidtbauer pflichtete mir bei, erklärte aber das dieses Gesetz komplett unnützig sei und niemand dafür belangt würde, wenn er/sie aufs Impressum verzichtet.

    Donatella Della Ratta berichtete über ihre Arbeit als Journalistin bei einer unabhängigen italienischen Zeitung namens „Il Manifesto“. Die Zeitung gehört den Journalisten und existiert wohl seit 30 Jahren. Aufgrund des Berlusconi Medienmonopols ist es gerade in Italien für die Menschen wichtig, alternative Medien zu schaffen.

    Eine Zusammenfassung der Diskussion wird am kommenden Sonntag, den 11.9. um 22:30 in der Sendung Matrix im ORF-Radio gesendet. Wer nicht in Österreich sitzt, kann den ORF Livestream übers Netz empfangen.

    Mehr von der Diskussion stecken noch in meinem Kopf. Ich hoffe, ich komme später noch dazu, alles weitere niederzuschreiben. Jetzts chaue ich mir erstmal das Ars Electronica Center an, bevor es schliesst.

    6. September 2005 1
  • : Am Donnerstag: „Linux in Berlin“
    Am Donnerstag: „Linux in Berlin“

    Logo Linux in BERLINAm kommenden Donnerstag, den 8. September veranstalten wir die zweite „Linux in BERLIN“ im „the media centre“. Auf der halbtägigen Veranstaltung präsentieren Firmen und Projekte freie Lösungen mit dem Schwerpunktthema „Linux und Open Source für kleine und mittelständische Unternehmen“. „Linux in BERLIN“ klärt als Informationsplattform über die Potenziale Freier Software und Offener Standards auf.

    Ein spannendes Vortragsprogramm stellt verschiedene innovative und offene Lösungen vor. Verschiedene Workshops und eine Ausstellung runden das Programm der zweiten „Linux in BERLIN“ ab. Zu Weblogs gibt es auch zwei Workshops. Einmal werde ich Möglichkeiten von Weblogs im Unternehmenseinsatz vorstellen und Carsten von newthinking wird ausführlich in WordPress als Blog-Software einführen.

    Der Unkostenbeitrag für die Veranstaltung beträgt 5,- Euro (3,- Euro für Schüler/Studenten ermässigt). Die Teilnahme ist kostenlos, wenn Sie sich vorher bei uns per e‑Mail an linuxinberlin@newthinking.de anmelden. Die Voranmeldung ist nur bis Mittwoch, 7.9. 23:00 Uhr möglich.

    Das Programm im Überblick:

    5. September 2005
  • : Gleich gehts zur Ars Electronica 2005
    Gleich gehts zur Ars Electronica 2005

    Gleich werde ich über Wien nach Linz in Österreich zur Ars Electronica 2005 fahren. Dort bin ich eingeladen, einem Table Talk zum Thema „Welche Bedürfnisse und Interessen treiben eine Community an?“ am morgigen Dienstag zu sprechen. Schade, dass ich momentan keine Zeit habe, um mehr von der Ars Electronica mitzubekommen, die schon am 1.9. begonnen hat. Das Programm ist auf jeden Fall spannend und ich werde mal viele Bilder machen und Mittwoch dannw ieder zurück nach Berlin kommen. Vielleicht klappt ja auch ein Liveblogging direkt von der Diskussion.

    5. September 2005
  • : Livebloggen bei Lautgeben
    Livebloggen bei Lautgeben

    Passend zum TV-Duell auf allen Kanälen gibt es bei Lautgeben eine Liveberichtstattung direkt aus einem IRC-Chat. Hier findet sich die Anleitung zum Livebloggen.

    4. September 2005
  • : Am Wochenende: „Metarheinmain-Chaosdays“ in Darmstadt
    Am Wochenende: „Metarheinmain-Chaosdays“ in Darmstadt

    Dieses Wochenende findet folgender spannender Event in Darmstadt statt:

    Vom 2. bis 4. September finden in Darmstadt die „Metarheinmain-Chaosdays“ statt, eine Veranstaltung für alle am Bereich Informationstechnologie (IT) Interessierte. In Kooperation mit dem Fachbereich Informatik der TU Darmstadt richten die regionalen Chaostreffs des Chaos Computer Clubs im Rhein-Main-Gebiet und die Hochschulgruppe Chaos Darmstadt e.V. die inzwischen dritte Konferenz dieser Art aus. Dabei stehen der Informationsaustausch und die Förderung von Kontakten zwischen Entwicklern, Anwendern und Wissenschaftlern im Mittelpunkt. Es werden aktuelle Themen aus allen Gebieten der Informationstechnologie diskutiert, Schwerpunktthemen sind IT-Sicherheit, Kryptographie, Biometrie, Überwachung und Datenschutz. Daneben sollen verschiedene Großprojekte des Chaos Computer Clubs besprochen und bewertet werden.

    Die Metarheinmain-Chaosdays sind bewusst für ein breites Publikum offen, um möglichst vielfältige Perspektiven berücksichtigen zu können und auch gesellschaftskritische Aspekte der IT-Umsetzung näher ins Blickfeld zu rücken. +Es werden mehrere hundert Teilnehmer erwartet.

    Weitere Informationen: Veranstaltungsort: Audimaxgebäude der TU Darmstadt, Karolinenplatz 5. Zeit: Freitag, 02.09.2005, 16 Uhr bis Sonntag, 04.09.2005, 16 Uhr. Eintrittspreise: 13,37 Euro, bei Voranmeldung 3,37 Euro Rabatt.

    2. September 2005
  • : Deutsche Welle startet BestofBlogs 2005
    Deutsche Welle startet BestofBlogs 2005

    Die Deutsche Welle hat heute ihren Nominierungsprozess für ihre Weblog Awards „Best of Blogs“ gestartet. Dort werden im kommenden Monat Vorschläge für 13 Kategorien entgegen genommen. Anscheinend bin ich auch schon für den Reporter ohne Grenzen Special-Preis für Meinungsfreiheit vorgeschlagen worden. Ich freue mich ja über sowas, aber der Text klingt doch etwas merkwürdig, wie ich finde.

    Update: Wahrscheinlich können auch mehr Vorschläge für ein Blog eingereicht werden. Wer netzpolitik.org gerne nominiert sähe, kann natürlich eine schönere Begründung schreiben. Trotzdem danke für die erste.

    1. September 2005 2
  • : Berlin: Women Claiming The Information Society Conference
    Berlin: Women Claiming The Information Society Conference

    Nochmal die Heinrich Böll Stiftung. Hab gerade erst herausgefunden, dass es zwei Konferenzen zum Thema „Frauen in der Informationsgesellschaft“ gibt. Diese hier findet am 11. September im direkten Anschluss an die erste statt, klingt interessanter und wird im Rahmen des World Summit on the Information Society Prozesses durchgeführt: Women Claiming The Information Society Conference (WOCTIS).

    The UN World Summit on the Information Society (WSIS) process has by now been underway for about three years and will culminate in November 2005 in Tunis, Tunisia. From the local to the global level, many feminists have tried to direct this process towards gender equality, women’s empowerment, nondiscrimination and sustainable development. Meanwhile, other women’s rights activists have worked in different spheres and contexts to impact the shape of the Information Society.

    It is high time to bring these diverse experiences together and to intensify regional collaboration in knowledge generation, strategizing and networking regarding gender and media, including information and communication technologies (ICTs). The goal is to stake an unequivocal claim to the Information Society in order to create a more just, sustainable and enjoyable future for all.

    29. August 2005
  • : Konferenz: Frauen in der Informationsgesellschaft
    Konferenz: Frauen in der Informationsgesellschaft

    Vom 8.–10. September 2005 findet in der Berliner Humboldt-Universität eine grössere Konferenz zum Thema „Geschlechterperspektiven im 21. Jahrhundert“ statt. Die „Femme Globale“ wird von der Heinrich Böll Stifitung in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen durchgeführt. Eines der Schwerpunktthemen der Konferenz ist das Thema Informationsgesellschaft. Neben zwei Workshops gibt es eine interessante Podiumsdiskussion am Freitag, den 09.09.2005 von 11.15–13.00 h:

    Podiumsdiskussion: Frauen kämpfen um die Informationsgesellschaft – Von der Pekinger Aktionsplattform zum Weltgipfel der Informationsgesellschaft und darüber hinaus“.

    29. August 2005
  • : Livebloggen aus dem Verbraucherministerium
    Livebloggen aus dem Verbraucherministerium

    Der Tag der offenen Tür im Verbraucherschutzministerium hat heute um 10h begonnen. Wir sind im zweiten Hinterhof untergebracht, wo die Themenparks „Garten“ und „Büro“ sind. Wobei unser Pavillion wohl das „Büro“ darstellt. Um uns herum gibt es Stände der Stiftung Warentest, Verbraucherschutzzentrale Berlin, irgendeinem Freilandlabor und wenigen anderen Ökoständen. Wir haben Glück gehabt, dass wir nicht mit den Themenparks „Kindern“ und „Bauernhof“ zusammen gelegt worden, die sind im vorderen Hof. Ich vergesse irgendwie immer, dass das BMVEL ja noch das ehemalige Landwirtschaftsministerium ist. Uns wurde zwar eine DSL-Leitung zur Verfügung gestellt, die Zugangsdaten dafür mussten wir allerdings nachträglich von Zuhause holen. Danke schön, das hätte durch bessere Kommunikation im Vorfeld verhindert werden können. Aber jetzt haben wir hier ein Funknetz geschaffen und kommen wenigstens ins Netz.

    27. August 2005