Digital Rights

  • : Diskussion: The Future of Internet Rights
    Diskussion: The Future of Internet Rights

    Letzte Woche fand an der London School of Economics eine interessante Diskussion über „The Future of Internet Rights: A Conversation with Industry’s Leaders“ statt, die es auch als MP3 (43 MB) gibt.

    Richard Allan is director of European public policy, Facebook. Kasey Chappelle is Global Privacy Counsel, Vodafone. Alma Whitten is Privacy Engineering Lead, Google. Usama M. Fayyad is CEO, Open Insights

    Will the market and innovation decide the future of the internet, or will the future be led by law and policy? The Internet is rapidly evolving and has mutated in the space of a decade from a static information source to a dynamic organism. In the future its shape will be dramatically different, as the online space moves even further to the centre of almost every aspect of our lives.

    One of the key issues facing all online providers is the extent to which the rights of users should be protected and enhanced. Can users themselves be empowered to take greater control of their information? Recent controversies over new policies and practices also show that policy agendas and market pressures may collide on issues around privacy, security, and end-user autonomy.

    This very special discussion with the leading internet and telecommunications companies will identify the key policy and technological challenges for the coming years. Innovation in this space is dramatic. The companies taking part in this fireside chat are the buzz of the marketplace, and are constantly developing new devices and new platforms that substantially influence the online world.

    1. Februar 2010 1
  • : SWIFT wartet auf Europaparlament
    SWIFT wartet auf Europaparlament

    Futurezone berichtet: SWIFT gibt Finanzdaten nicht an USA.

    Der in Belgien beheimatete Finanzdienstleister SWIFT hat am Montag bestätigt, vorerst keine Daten an die US-Anti-Terror-Fahnder übermitteln zu können. Solange das EU-Parlament nicht zugestimmt habe, gebe es keine Rechtssicherheit. „Wir können die Daten nicht herausgeben“, sagte eine SWIFT-Sprecherin am Montag auf Anfrage von ORF.at. „Wir sehen das Abkommen als nicht rechtskräftig an, solange die Zustimmung des Parlaments fehlt. SWIFT kann die Daten nur dann übergeben, wenn es eine umsetzbare Vereinbarung gibt.“

    1. Februar 2010 2
  • : SpOn erklärt ACTA
    SpOn erklärt ACTA

    Konrad Lischka hat für Spiegel-Online „die wichtigsten Fragen zum Copyright-Pakt ACTA“ zusammen gestellt.

    Thomas Hoeren, Richter und Jura-Professor für Informations‑, Telekommunikations- und Medienrecht in Münster, bezeichnet die ACTA-Verhandlungen gegenüber SPIEGEL ONLINE als „eine der eigenartigsten Netzregulierungs-Geschichten, die ich erlebt habe“.[.…] Netzrechtler Thomas Hoeren kritisiert diese Art der Regulierung gegenüber SPIEGEL ONLINE scharf: „Ich sehe das ACTA-Abkommen als eine perfide Strategie der Musik- und Filmindustrie: Weil es zum Beispiel im EU-Parlament Widerstand gegen die Three-Strikes-Regel und Providerhaftung gab, werden diese Punkte nun über ein völkerrechtliches Abkommen eingebracht.“

    1. Februar 2010 5
  • : Net Neutrality: Towards a Co-regulatory Solution
    Net Neutrality: Towards a Co-regulatory Solution

    Das Buch „Net Neutrality: Towards a Co-regulatory Solution“ von Chris Marsden gibts als Hardcover zum kaufen und unter einer CC-Lizenz zum Download (PDF).

    Ich hab es noch nicht gelesen, aber um die Perspektive in der Debatte soll es gehen:

    The network neutrality debate is only in part about economics and technology, despite what you might surmise from various pro-competitive statements by academics and the shape of the US and European debates. The extent to which even lawyers have been drawn into an open-ended debate regarding the merits of duopoly versus inset competition in telecoms, or the relative merits of open interoperable software environments versus proprietary property rights-based or corporate developments, or the benefits of end to end ‘dumb’ networks versus intelligent networks, displays the capture of the subject by economists and corporate technologists. The issues at stake are more fundamental to society than that. As a lawyer who has written for over a decade in favour of pro-competitive telecoms and media policy, I am not ashamed or abashed to state that I emphasize that communications policy is about fundamental rights of citizens as well as public welfare for consumers, and that it is about educated and informed users as well as optimally priced access networks.

    [via]

    31. Januar 2010
  • : Kindernet? JMStV-Entwurf muss vom Tisch!
    Kindernet? JMStV-Entwurf muss vom Tisch!

    kindernetÜber die Gefahr einer Netzzensur im durch den aktuellen Entwurf zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag, hatten wir die Woche schon berichtet. Der AK Zensur warnt davor in einer Stellungnahme vor gefährlichen Entwicklungen.

    Die Politik fühlt sich natürlich missverstanden und erklärte, dass das ja so nicht gemeint wäre. Das dürfte sicherlich daran liegen, dass der Entwurf an einigen Stellen natürlich etwas missverständlich formuliert ist. Oder so. Alvar Freude kommentiert im Blog des AK Zensur die aktuelle Debatte: Der JMStV-Entwurf muss vom Tisch!

    Die zweite wichtige Forderung, mit der wir aus der Anhörung gehen ist: Wenn die Rundfunkkommission der Länder nun wirklich weder Zwangskennzeichnung noch Access-Blocking will, dann muss dies auch aus dem Gesetz deutlich werden. Und das bedeutet: Die Möglichkeiten von Sperrverfügungen der KJM gegen Access-Provider müssen ganz rausfallen, auch aus den bisherigen Regelungen. Eine Verantwortlichkeit nach dem JMStV darf sich nur auf die Anbieter eigener Inhalte beziehen. So wie dies im Telemediengesetz vorgesehen ist. Auch ist die Alterskennzeichnung einzelner Webseiten oder ganzer Sites aus dem Gesetzesentwurf zu streichen – freiwillig kann das ja weiterhin jeder Anbieter machen der dies wünscht. Ergänzung: Seit über zehn Jahren ist schon mehrfach durchdekliniert, dass dies nicht funktioniert. In unserer JMStV-Stellungnahme gibt es einen eigenen Abschnitt dazu.

    Lesenswert ist auch der Kommentar von Kristian Köhntopp:

    Sie zeigen aber nicht, daß sich hier gerade eine unheilige Allianz von Politik und Großmedien aufbaut, denen eine solche Entwicklung genau die gewünschten Veränderungen erzeugt:

    1. Die Publikation von kostenlosen, kooperativ erzeugten freien Inhalten wird aufwendiger.
    2. Es wird die Überwachungs- und Zensurinfrastruktur legitimiert, die schon im Rahmen der Zensursula-Diskussion gewünscht wurde.
    3. Das ganze wird am Ende ein Muster-Anwendungsfall für den elektronischen Personalausweis, der notwendig wird, um sich beim Provider und beim Site-Betreiber für den Internet-Zugang und den Inhaltszugriff zu legitimieren und die Bedarfsträger können endlich mit Identitäten statt IP-Nummern operieren, wenn sie ermitteln wollen.
    4. Mit diesen Identitäten lassen sich auch Meldungen und ihre Weitergabe ausgezeichnet tracken, sodaß wir auch eine technische Basis für den Verteilschlüssel der Einnahmen aus dem neuen Leistungsschutzrecht haben.

    Diesen politischen und wirtschaftlichen Drücken stellt man sich entgegen, wenn man gegen diesen Entwurf ist. Um den Jugendschutz geht es dabei nur am Rande.

    Es gibt übrigens etwas Grund zur Hoffnung, dass die Politik die derzeitigen schlechten Entwürfe noch fixt. Aus dem Bundestag hört man, dass dort kein Interesse an einer erneuten Diskussion über Meinungsfreiheit im Netz besteht. Zensursula lässt grüßen! Aber darauf sollte man sich nicht verlassen und wachsam sein.

    [Foto ist von Twitgeridoo]

    29. Januar 2010 44
  • : Europäischer Datenschutztag 2010
    Europäischer Datenschutztag 2010

    Heute ist Europäischer Datenschutztag 2010. Eine schöne Übersicht über Möglichkeiten zur informationellen Selbstverteidigung bietet das deutsch-französische Blog vasistas. Dort findet sich eine lange Liste an Hinweisen und Werkzeugen in französisch und deutsch.

    28. Januar 2010 1
  • : ACTA in 3 Teilen erklärt
    ACTA in 3 Teilen erklärt

    Der kanadische Rechtswissenschaftler Michael Geist hat das Anti-Piraterie-Abkommen ACTA nun in drei Teilen genauer beschrieben und mit vielen Links zu Quellen versehen:

    The ACTA Guide, Part One: The Talks To-Date.

    ACTA Guide, Part Two: The Documents (Official and Leaked).

    ACTA Guide, Part Three: Transparency and ACTA Secrecy.

    Erfreulicherweise hat gestern auch mal Spiegel-Online darüber berichtet: Bürgerrechtler nennen Copyright-Pakt Gefahr für Meinungsfreiheit. Der Artikel ist mehr oder weniger eine deustche Übersetzung der Pressemitteilung von Reporters sans Frontiers zu ACTA: Threat to online free expression from imminent international accord.

    27. Januar 2010
  • : Netzneutralität in 2,5 Minuten
    Netzneutralität in 2,5 Minuten

    Stefan Römermann hat für MDR-Info in 2,5 Minuten die Diskussion rund um die Netzneutralität beschrieben. Dabei kommen u.a. Jürgen Kuri von Heise und Falk Lüke vom VZBV zu Wort. Hier ist die MP3.

    27. Januar 2010 4
  • : Das Public Domain Manifesto
    Das Public Domain Manifesto

    Das Netzwerk Communia hat in den letzten Tagen ein Manifest für die Public Domain veröffentlicht:

    The digital networked information society has brought the issue of the Public Domain to the foreground of copyright discussions. In order to preserve and strengthen the Public Domain we need a robust and up-to-date understanding of the nature and role of this essential resource. This Public Domain Manifesto defines the Public Domain and outlines the necessary principles and guidelines for a healthy Public Domain at the beginning of the 21st century.

    Das Manifest betont die Bedeutung gemeinfreier Werke und der Schranken des Urheberrechts für unsere Gesellschaft. Es erinnert daran, dass die Public Domain gepflegt werden muss, um der Allgemeinheit zugute zu kommen:

    Taken together, the public domain, the voluntary sharing of works and exceptions and limitations to copyright, fair use and fair dealing go a long way to ensure that everyone has access to our shared culture and knowledge in order to facilitate innovation and cultural participation for the benefit of the entire society. It is therefore important that the Public Domain in both its incarnations is actively maintained so that it can continue to fulfill this key role in this period of rapid technological and social change.

    27. Januar 2010 1
  • : Diverse Änderungsanträge zum Digital Economy Bill
    Diverse Änderungsanträge zum Digital Economy Bill

    Stefan Krempl hat für Heise einmal die von diversen Seiten eingebrachten Änderungsanträge zum britischen „Three Strikes“-Gesetz zusammengefasst:

    [Die Mitglieder des Oberhauses] wollen die rechtsstaatlichen Prüfungen vor einer Sperre des Internetzugangs nach wiederholten Copyright-Verletzungen gemäß dem Ansatz „Three Strikes“ verbessern. Hauptsächlich geht es in den Anträgen darum, die Kontrolltätigkeiten der Regulierungsbehörde Ofcom zu stärken und direkte Befugnisse der Regierung einzuschränken.

    27. Januar 2010
  • : Die Linke legt Aufhebungsgesetz vor
    Die Linke legt Aufhebungsgesetz vor

    Ein Aufhebungsgesetz für das Zugangserschwerungsgesetz ist in den letzten Wochen lautstark von SPD und Grünen angekündigt worden. Die Linke ist den beiden zuvorgekommen und hat in ihrer gestrigen Fraktionssitzung einen Gesetzentwurf beschlossen. Dieser wurde uns als PDF zugeschickt und dazu eine kurze Erläuterung, wie die Aufhebung mit Hilfe des Instruments eines „Mantelgesetzes“ funktionieren soll.

    1) Der Bundespräsident unterschreibt (weiterhin) nicht: Dann tritt die Änderung des TMG aus Artikel 1 inhaltlich an die Stelle des noch nicht in Kraft getretenen ZugErschwG. Ähnlich wie im Falle des Lissabon-Vertragsgesetz nach der Entscheidung des BVerfG braucht es dann nicht weiter verfolgt werden – mit der entsprechenden Formel: Da es noch nicht ausgefertigt und verkündet ist, ist eine Aufhebung weder möglich noch notwendig.

    2) Der Bundespräsident unterschreibt: Dann tritt eine Aufhebung des ZugErschwG nach Artikel 2 in Kraft – mit der entsprechenden Formel: Insofern es ausgefertigt und verkündet wird, erfolgt seine Aufhebung.

    Mal schauen, wann SPD und Grüne ihre Versionen fertig haben. Schön wäre es ja, wenn sich die drei Oppositionsfraktionen dann koordinieren und auf einen Gesetzentwurf einigen könnten.

    27. Januar 2010 8
  • : Frontal21: Überwachungstechnik für den Iran
    Frontal21: Überwachungstechnik für den Iran

    Frontal21 hat heute über die Überwachungstechnik berichtet, die Nokia-Siemens an den Iran geliefert hat: „Menschen erhalten Droh-SMS“. Ein 12 Minuten langes Interview mit Erich Moechl von der Futurezone / Quintessenz.at gibt es in der ZDF-Mediathek zu sehen. Sehenswert! Dürfte sicher bald auch woanders im Netz zu finden sein, dann kann ich es hier einbinden.

    Hier ist schon mal der Frontal21-Bericht: „Iran: Opposition wird mit deutscher Hilfe unterdrückt“.

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    Danke an Robert für die Befreiung des Interviews mit Erich Moechl:

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    26. Januar 2010 17
  • : 1C3 in der Tagesschau
    1C3 in der Tagesschau

    Das Retrozentrale-Blog hat einen Tagesschau-Bericht über den ersten Chaos Communication Congress im Jahre 1984 ausgegraben:

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    26. Januar 2010 16
  • : SourceForge sperrt Nutzer in „Schurkenstaaten“ aus (Update)
    SourceForge sperrt Nutzer in „Schurkenstaaten“ aus (Update)

    Das Portal für die Entwicklung von Open-Source-Software ist seit letzter Woche für Nutzer mit IP-Adressen aus Syrien, Cuba, Iran, Nordkorea und dem Sudan nicht mehr zu erreichen. Diese Ländern stehen auf der Boykott-Liste der Vereinigten Staaten. In einem Blog-Eintrag des Unternehmens heißt es:

    [I]n addition to participating in the open source community, we also live in the real world, and are governed by the laws of the country in which we are located. Our need to follow those laws supersedes any wishes we might have to make our community as inclusive as possible. The possible penalties for violating these restrictions include fines and imprisonment.

    26. Januar 2010 28
  • : FSFE mit Theodor Heuss Medaille ausgezeichnet
    FSFE mit Theodor Heuss Medaille ausgezeichnet

    Die Free Software Foundation Europe (FSFE) erhält die Theodor Heuss Medaille 2010 für ihr außerordentliches Engagement für die gleiche und gerechte Teilhabe an der Informationsgesellschaft. Seit 2001 setzt sich die FSFE auf allen Ebenen von Gesellschaft und Politik für die Freiheit ein, Software zu nutzen, zu untersuchen, zu verändern und weiterzugeben. Die Stiftung führt aus: „Die FSFE trägt als zukunftsweisende Organisation mit dazu bei, Regeln für eine ‚good global governance’ zu erarbeiten und durchzusetzen.“

    „Freie Software ist die unverzichtbare Komponente einer freiheitlichen Gesellschaft im digitalen Zeitalter. Sie sichert den gleichberechtigten Zugang aller Menschen zur Informationsgesellschaft,“ sagt Karsten Gerloff, Präsident der FSFE seit Juni 2009, der sich hoch erfreut über die Auszeichnung zeigt.

    26. Januar 2010 5
  • : Juristische Kommentare zur Abschaltung von Dresden-Nazifrei.de
    Juristische Kommentare zur Abschaltung von Dresden-Nazifrei.de

    Zur vom LKA Sachsen geforderten Abschaltung der Seite Dresden-Nazifrei.de haben sich nicht nur wir und unsere Leser Gedanken gemacht.

    Zwei Drei äusserst lesenswerte juristische Kommentare finden sich in den Blogs von Simon Möller, RA Thomas Stadler, sowie von Prof. Henning Ernst Müller in einem Blog des juristischen Fachverlags Beck:

    Alle drei kommen letztendlich zum gleichen Ergebnis: Die vom LKA Sachsen geforderte Abschaltung der Aktionswebseite gegen den Naziaufmarsch am 13. Februar in Dresden ist juristisch nicht zu halten.

    25. Januar 2010 12
  • : LKA Sachsen gegen Dresden-Nazifrei.de
    LKA Sachsen gegen Dresden-Nazifrei.de

    Am 13. Februar mobilisieren Nazis für einen Aufmarsch in Dresden. Dagegen wehrt sich ein großes zivilgesellschaftliches Bündnis und ruft zu friedlichen Protesten und zivilem Ungehorsam auf: Dresden Nazifrei. Doch die Domain und die verwendeten Poster kommen nicht überall gut an. Da werden Bundestagsabgeordnete beim Poster kleben verhaftet, Infoläden durchsucht und Poster beschlagnahmt und nun will das LKA Sachsen auch die Domain sperren. Laut dem Dresdner Mobilisierungsbündnis wurde dem Provider der Seite Dresden-Nazifrei.de eine Verfügung zugestellt und die Abschaltung der Seite gefordert. Begründung: Mit der Homepage würde zu Straftaten aufgerufen. Damit meint das LKA wohl den Aufruf zu zivilem Ungehorsam, sich den Nazis in den Weg zu stellen.

    Dem wollen wir uns mal anschließen: Wer am 13. Februar noch nichts vor hat und zufällig nach Dresden fahren kann, kann sich gerne Karmapunkte erarbeiten, indem man sich den Nazis in den Weg stellt. Weitere Karmapunkte kann man sich auch erarbeiten, indem man fleissig auf die Proteste hinweist.

    Update: Samstag Abend um 20 Uhr zeigt dresden-nazifrei.de nur noch eine 403-Seite. Es ist noch unklar, ob der Provider der Sperr-Verfügung nachgekommen ist oder ob man die Seite einfach runtergenommen hat. Es gibt auf jeden Fall diverse Spiegelungen.Update: Der 403-Fehler war nur kurzfristig. Variante 2 war es dann wohl: Die Betreiber haben den Inhalt von der Seite genommen und durch ein großes „Zensiert“-Banner ersetzt.

    Update: Mir wurde freundlicherweise der Text der Sperrandrohung als PDF zugeschickt. Da kann sich jeder selbst ein Bild von machen.

    Der grüne Bundestagsabgeordntete Christian Ströbele hat die Aktion gestern in einer Pressemeldung kritisiert und als „rechtlich nicht nachvollziehbar und politisch instinktlos“ bezeichnet.

    Update: Nachdem hier in den Kommentaren eine leicht skurrile Diskussion entstanden ist, ob man überhaupt gegen Nazis auf die Strasse gehen und zivilen Ungehorsam praktizieren darf (Was übrigens in den vergangenen Jahren u.a. in Köln („Köln stellt sich quer“), Freiburg und einigen anderen Städten in der Vergangenheit von Links bis Rechts von der ganzen Zivilgesellschaft erfolgreich praktiziert wurde – nur in Sachsen, wo Nazis Rekordergebnisse bei Wahlen einfahren soll das nicht möglich sein?), gibt es jetzt einige rechtliche Bewertungen zur Sperrverfügung. Sowohl Telemedicus als auch Thomas Stadler finden diese äussert merkwürdig. Und das war ja Thema dieses Postings. Bei Metronaut kann man auch nachlesen, warum es ist legitim, Nazidemos zu blockieren.

    23. Januar 2010 164
  • : Video-Zusammenfassung Datenschutz-Dialog
    Video-Zusammenfassung Datenschutz-Dialog

    Von der ersten Dialogveranstaltung der Reihe „Perspektiven deutscher Netzpolitik“ gibt es jetzt eine 30 Minuten lange Zusammenfassung auf Video:

    In diesem Fenster soll der Inhalt eines Drittanbieters wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an diesen Anbieter. Aus technischen Gründen muss zum Beispiel Deine IP-Adresse übermittelt werden. Viele Unternehmen nutzen die Möglichkeit jedoch auch, um Dein Nutzungsverhalten mithilfe von Cookies oder anderen Tracking-Technologien zu Marktforschungs- und Marketingzwecken zu analysieren.

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    Zur Datenschutzerklärung von Vimeo

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Update: Keine Ahnung, warum das Video wieder entfernt worden sind. Die Webseite wurde auch gelöscht und gerade wohl durch eine neue ersetzt. Hab das Video mal aus dem Sourcecode rausgefischt, da man wohl auf einmal das Embedding ausgeschaltet hat. Wie mir gerade am Telefon erklärt wurde, gab es kurze technische Probleme.

    Man könnte das Video übrigens auch zum Download online stellen.

    22. Januar 2010 35
  • : Gesperrt, gefiltert, abgeklemmt: Das unfreie Netz
    Gesperrt, gefiltert, abgeklemmt: Das unfreie Netz

    Der data-epi-spacing Elektrischer data-epi-spacing Reporter data-epi-spacing berichtet data-epi-spacing heute data-epi-spacing über data-epi-spacing Gesperrt, data-epi-spacing gefiltert, data-epi-spacing abgeklemmt: data-epi-spacing Das data-epi-spacing unfreie data-epi-spacing Netz.

    Hier klicken, um den Inhalt von www.elektrischer-reporter.de anzuzeigen.

    Elektrischer data-epi-spacing Reporter data-epi-spacing – data-epi-spacing Gesperrt, data-epi-spacing gefiltert, data-epi-spacing abgeklemmt: data-epi-spacing Das data-epi-spacing unfreie data-epi-spacing Netz

    Die data-epi-spacing Tage data-epi-spacing des data-epi-spacing freien data-epi-spacing Surfens data-epi-spacing im data-epi-spacing Internet data-epi-spacing könnten data-epi-spacing bald data-epi-spacing vorüber data-epi-spacing sein. data-epi-spacing Länder data-epi-spacing wie data-epi-spacing China data-epi-spacing oder data-epi-spacing Iran data-epi-spacing überwachen data-epi-spacing bereits data-epi-spacing heute data-epi-spacing schon data-epi-spacing jeden data-epi-spacing Klick data-epi-spacing ihrer data-epi-spacing Bürger data-epi-spacing und data-epi-spacing stellen data-epi-spacing Vorschriften data-epi-spacing auf, data-epi-spacing welche data-epi-spacing Seiten data-epi-spacing diese data-epi-spacing aufrufen data-epi-spacing dürfen data-epi-spacing und data-epi-spacing welche data-epi-spacing nicht. data-epi-spacing Aber data-epi-spacing auch data-epi-spacing in data-epi-spacing Europa data-epi-spacing ist data-epi-spacing die data-epi-spacing Bewegungsfreiheit data-epi-spacing im data-epi-spacing Web data-epi-spacing in data-epi-spacing Gefahr. data-epi-spacing In data-epi-spacing Frankreich data-epi-spacing können data-epi-spacing mittlerweile data-epi-spacing Nutzer data-epi-spacing mit data-epi-spacing einem data-epi-spacing Surfverbot data-epi-spacing bestraft data-epi-spacing werden, data-epi-spacing wenn data-epi-spacing sie data-epi-spacing dreimal data-epi-spacing beim data-epi-spacing illegalen data-epi-spacing Musiktausch data-epi-spacing erwischt data-epi-spacing werden.

    In data-epi-spacing Deutschland data-epi-spacing sollten data-epi-spacing durch data-epi-spacing das data-epi-spacing so data-epi-spacing genannte data-epi-spacing Zugangserschwerungsgesetz data-epi-spacing virtuelle data-epi-spacing Stopp-Schilder data-epi-spacing vor data-epi-spacing kinderpornographischen data-epi-spacing Inhalte data-epi-spacing errichtet data-epi-spacing werden. data-epi-spacing Auch data-epi-spacing wenn data-epi-spacing dieses data-epi-spacing Gesetz data-epi-spacing vorläufig data-epi-spacing auf data-epi-spacing Eis data-epi-spacing liegt: data-epi-spacing Kritiker data-epi-spacing dieser data-epi-spacing Regelung data-epi-spacing befürchten, data-epi-spacing dass data-epi-spacing es data-epi-spacing nur data-epi-spacing noch data-epi-spacing eine data-epi-spacing Frage data-epi-spacing der data-epi-spacing Zeit data-epi-spacing ist, data-epi-spacing bis data-epi-spacing andere data-epi-spacing unliebige data-epi-spacing Inhalte data-epi-spacing wie data-epi-spacing Computer- data-epi-spacing oder data-epi-spacing Glücksspiele data-epi-spacing zensiert data-epi-spacing werden. data-epi-spacing Derweil data-epi-spacing tagen data-epi-spacing die data-epi-spacing hinter data-epi-spacing verschlossenen data-epi-spacing Türen data-epi-spacing die data-epi-spacing führenden data-epi-spacing Wirtschaftsnationen data-epi-spacing zum data-epi-spacing Thema data-epi-spacing “geistiges data-epi-spacing Eigentum” data-epi-spacing – data-epi-spacing auf data-epi-spacing ihrer data-epi-spacing Tagesordnung data-epi-spacing stehen data-epi-spacing auch data-epi-spacing Netzsperren data-epi-spacing bei data-epi-spacing Urheberrechtsverstößen. data-epi-spacing Der data-epi-spacing Elektrische data-epi-spacing Reporter data-epi-spacing über data-epi-spacing Zensurmaßnahmen data-epi-spacing und data-epi-spacing ihre data-epi-spacing Folgen.

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    22. Januar 2010 13
  • : Video präsentiert Arbeit des Bundesdatenschutzbeauftragten
    Video präsentiert Arbeit des Bundesdatenschutzbeauftragten

    In einem kleinen Film wird die Arbeit des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI) vorgestellt. Der Film gibt dabei einen kleinen Überblick über die vielfältigen Aufgaben sowie die Arbeitsweise des BfDI.

    Es wäre noch schöner, wenn man den Film auch in einem offenen Format herunterladen könnte. Im Quelltext findet man wenigstens die FLV-Datei.

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    21. Januar 2010 7