Öffentlichkeit

Gesperrt, gefiltert, abgeklemmt: Das unfreie Netz

Der Elektrischer Reporter berichtet heute über Gesperrt, gefiltert, abgeklemmt: Das unfreie Netz.


netzpolitik.org - unabhängig & kritisch dank Euch.

Elektrischer Reporter – Gesperrt, gefiltert, abgeklemmt: Das unfreie Netz

Die Tage des freien Surfens im Internet könnten bald vorüber sein. Länder wie China oder Iran überwachen bereits heute schon jeden Klick ihrer Bürger und stellen Vorschriften auf, welche Seiten diese aufrufen dürfen und welche nicht. Aber auch in Europa ist die Bewegungsfreiheit im Web in Gefahr. In Frankreich können mittlerweile Nutzer mit einem Surfverbot bestraft werden, wenn sie dreimal beim illegalen Musiktausch erwischt werden.

In Deutschland sollten durch das so genannte Zugangserschwerungsgesetz virtuelle Stopp-Schilder vor kinderpornographischen Inhalte errichtet werden. Auch wenn dieses Gesetz vorläufig auf Eis liegt: Kritiker dieser Regelung befürchten, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis andere unliebige Inhalte wie Computer- oder Glücksspiele zensiert werden. Derweil tagen die hinter verschlossenen Türen die führenden Wirtschaftsnationen zum Thema “geistiges Eigentum” – auf ihrer Tagesordnung stehen auch Netzsperren bei Urheberrechtsverstößen. Der Elektrische Reporter über Zensurmaßnahmen und ihre Folgen.

Hier ist die MP4.

13 Kommentare
  1. Hm, ich klicke ER-Videos immer an, weil sie ja eigentlich interessante Themen haben. Aber durch diese affektierte Betonung habe ich nach 20 Sekunden keine Lust mehr… Bin ich da der einzige?

  2. @Hendrik (#1) „Bin ich da der einzige?“ Gegenfrage: Bist du überzeugter CDU- Wähler?

    Ich persönlich finde diesen Sixtus- Beitrag köstlich und informativ. In knapp 10 Minuten wird selbst jemandem, der sich bislang noch nicht (richtig) mit dem Thema Zensur beschäftigt hat, sehr schön verdeutlicht, wohin der politische Marsch geht…

    Da gab es sicher schon schlechtere Sixtus- Beiträge…

    Gruß,
    J.D.

  3. Johannes: Nur mal aus Neugier: Wie kommst Du von „durch diese affektierte Betonung habe ich nach 20 Sekunden keine Lust mehr“ auf „Bist du überzeugter CDU-Wähler“?

    Ist jeder, der einen anderen Geschmack hat, direkt einer aus dem anderen Lager? Umgibst Du Dich nur mit Leuten, die exakt die gleiche Medienrezeption haben?

  4. Seltsam, dass ER nicht erkennen konnte, dass dieselbe Technologie von NSN, die ihm Iran eingesetzt wird auch in fast allen EU-Ländern zum Einsatz kommt. Dass paket inspection nicht erklärt wird, vermisse ich bei so einem Erklärstück schmerzlich. Dass die Netzsperren-Diskussion möglicherweise viel tiefere Beobachtungsprogramme verdeckt (ELENA,INDECT) ist seltsam.

    Was aber beim unfreien Netz besonders beachtet werden sollte, ist der Einsatz des Web im „kleinen“ persönlichen Raum: Facebook-Bewerbungen, Verbindungsdatenspeicherung Web/Mobil, SWIFT etc.

    Aber es sollte wohl nur um die offiziellen staatlichen Netzeingriffe gehen. Spannend wäre ein zweiter Teil über NSA, echolon und ähnliche
    Themen, die deutlich mehr die Freiheit einschränken als die lustigen Gesetzesvorhaben, die jedesmal als Wahlgeschenke verteilt werden und nach der Wahl vom BundesPräsidenten, der EU oder dem Verfassungsgericht kassiert werden…

  5. Die ersten Male habe ich mich auch ein wenig an der betont „gekünstelten“ Sprechweise von Mario Sixtus gestört, Sie schafft jedoch eine gute scheinbare Distanz zu den Inhalten, was ja angeblich den guten, öffentlich rechtlichen Reporter ausmacht. Jetzt finde ich nur noch klasse, wie in diesem Kurzbeiträgen komplexe Inhalte für Laien und Insider nachvollziehbar auf den Punkt gebracht werden.
    Einfach nur Klasse.

    P.S.: „CDU-Wähler“ als Verunglimpfung zu benutzen, sollte sich für einen aufrechten Demokraten eigentlich verbieten.

  6. Wenn ich das richtig mitgekriegt habe, ist die Sprechweise Absicht und eine Quasi-Hommage an die Kittelfraktion des öffentlich rechtlichen Wissenfernsehens a la Joachim Bublath. Und sozusagen das rhetorische Gegenstück zu den verwendeten Clips von anno dazumal.

  7. Leute, wie man Seitens von Providern richtig viel Geld verdienen kann, habe ich wieder mal vor kurkzem erlebt.

    Die Provider schaffen auf Deiner ePost ein Problem, was Du ja nicht weißt. Du versuchst eine Lösung zu finden und rufst Deinen Provider an, fßr 0,14 Euro/min. Die versuchen Dir zu helfen, das Problem zu finden und schaffen dies nicht. Dann verbinden diese Dich zum Technischen Service und schaffen dies auch nicht. Dabei findest Du heraus, daß diese Wartungsarbeiten durchführen. All dies kann allerdings Tage und mehrere Anrufe dauern.

    Wenn Du dann Deine Rechnung erhälst, ist diese bei weitem Überzogen und Du fragst Dich wie dies zustande kommt. Nun findest Du herhaus, das die Verbindung zum Technischen Service eine Verbindung war, die fast 1 Euro/min kostet. Habt Ihr die Trickserei verstanden ?

    Armes Deutschland.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.