Digital Rights
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: Zwei Jahre gesperrt, in 30 Minuten gelöscht – desaströse Bilanz der Sperrpolitik
: Zwei Jahre gesperrt, in 30 Minuten gelöscht – desaströse Bilanz der Sperrpolitik Alvar Freude hat sich wieder mal Sperrlisten aus dem Ausland angeschaut und Provider der Seiten angemailt, die tatsächlich Kinderpornographie enthalten haben. Hier ist die Pressemitteilung des Arbeitskreis Zensur dazu: „Netzsperren bedeuten Wegsehen statt Handeln“.
Zwei Jahre gesperrt, in 30 Minuten gelöscht – desaströse Bilanz der Sperrpolitik
Internetsperren werden als angeblich wirksame Lösung gegen die Verbreitung von Kinderpornografie angepriesen. Seit Jahren setzen Länder wie Großbritannien, Schweden und Dänemark dieses Mittel ein. Doch ein Praxistest des Arbeitskreises gegen Internetsperren und Zensur (AK Zensur) in Zusammenarbeit mit anderen europäischen Bürgerrechtsorganisationen zeigt: Statt Missbrauch zu bekämpfen, dienen die Internetsperren in der Praxis dazu, Versäumnisse der Politik und der Polizeibehörden zu übertünchen. Webseiten bleiben zum Teil jahrelang auf den Sperrlisten, obwohl sie bereits gelöscht sind oder einfach zu löschen wären.
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: Heute noch: Censilia-Anhörung im Europaparlament
: Heute noch: Censilia-Anhörung im Europaparlament Gestern und Heute findet im (Bürger-)Rechtsausschuss im Europaparlament die Anhörung über die Censilia-Netzsperren-Pläne statt. Bis ca. 12:30 Uhr gibt es hier noch einen Livestream. Ralf Bendrath twittert auch von vor Ort. Über die gestrige Sitzung hat Heise berichtet: EU-Kommission plädiert weiter für Websperren.
Maria Asenius, Kabinettschefin von EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström, hat bei einer Anhörung im Innenausschuss des EU-Parlaments den Vorstoß der Brüsseler Behörde für Websperren verteidigt. Die EU-Kommission will eine Kombination von Löschen und Sperren kinderpornographischer Webseiten gesetzlich verankern: Das Entfernen einschlägiger Angebote sei zwar „besser“ als die reine Zugangserschwernis, meinte die Politikerin am gestrigen Dienstag. Es sei aber schwer, dieses Ziel trotz einer engen Zusammenarbeit vor allem mit den USA und Russland immer auch durchzusetzen. Daher sei es wichtig, beide Ansätze parallel zu verfolgen, um die Verbreitung von Kinderpornographie im Netz „weniger profitabel zu machen“.
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: The Internet Freedom Fallacy and the Arab Digital activism
: The Internet Freedom Fallacy and the Arab Digital activism Sami ben Gharbia hat sich in einem ausführlichen und spannenden Essay mal die Strategie des US-Außenministeriums angeschaut, mit Internetfreiheit die arabische Welt zu demokratisieren und was daraus geworden ist: The Internet Freedom Fallacy and the Arab Digital activism. Hintergrund ist, dass das US-Außenministerium seit einiger Zeit Unmengen Gelder an Stiftungen und Projekte vergibt, die irgendwie die Demokratisierung des nahen Ostens durch Internet erreichen soll. Da reden dann aber meist westliche Experten miteinander und viel erreicht wird natürlich nicht.
This article focuses on grassroots digital activism in the Arab world and the risks of what seems to be an inevitable collusion with U.S foreign policy and interests. It sums up the most important elements of the conversation I have been having for the last 2 years with many actors involved in defending online free speech and the use of technology for social and political change. While the main focus is Arab digital activism, I have made sure to include similar concerns raised by activists and online free speech advocates from other parts of the world, such as China, Thailand, and Iran.
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: Registrierungspflicht für Blogger in Saudi-Arabien
: Registrierungspflicht für Blogger in Saudi-Arabien Saudi-Arabien will eine Registrierungspflicht für Blogger einführen. Techcrunch zitiert den Sprecher des saudi-arabischen Ministeriums für Information und Kultur, wonach alle Onlinemedien inklusive Blogs und Foren offiziell bei der Regierung registriert werden sollen. Natürlich will man damit nicht die Meinungsfreiheit beschneiden, sondern lediglich gegen Beleidigungen und Diffamierungen vorgehen. Mangels Kenntnisse in arabischer Sprache kann ich leider die Originalquelle nicht lesen.
Unklar ist auch, ob man seinen Twitter-Account anmelden muss.
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: In anderen Staaten kann bloggen gefährlich sein
: In anderen Staaten kann bloggen gefährlich sein Es gibt aktuell zwei Beispiele aus repressiven Staaten, die wieder ins Bewusstsein rufen, in welcher Luxus-Situation wir hier in Deutschland bloggen können. Aljazeera berichtet, dass der weißrussische Blogger Oleg Bebenin erhängt aufgefunden wurde: Belarus web activist ‚found hanged’ . Er soll Blogger auf einer der führenden Oppositionsseiten (Charter97) gewesen sein, seine Freunde und Kollegen bezweifeln, dass er Selbstmord begangen hat.
Und dann gibt es traurige Neuigkeiten von Hossein Derakshan. Der iranische Blogger wurde nach seiner Wiedereinreise im Herbst 2008 verhaftet und ihn erwartet Berichten zufolge die Todesstrafe. Erste Gerüchte scheinen wohl von seiner Familie bestätigt worden zu sein. Mehr dazu hat auch der Spiegelfechter: Hossein Derakhshan droht die Todesstrafe .
2005 hab ich mit Hossein Derakshan ein Interview über Blogs im Iran für den Netzpolitik-Podcast gemacht.
Update: Hossein Derakshan wurde wohl zu 19,5 Jahren Gefängnis verurteilt.
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: Censilia-Debatte: Offener Brief von Privacy International
: Censilia-Debatte: Offener Brief von Privacy International Privacy International hat einen offenen Brief an die Mitglieder des Europaparlaments zur aktuellen Sperr-Debatte (#Censilia) geschrieben, der nochmal einige Argumente aus der Datenschutzecke in die Debatte bringt: PI appeals to European Parliament to reconsider blocking measures.
„Function creep“: Traditionally, Internet blocking has been done through the fairly unsophisticated method of “DNS blocking”. As blocking is generally symbolic, nobody has ever demanded anything more functional. However, this is likely to change. Once implemented, there is nearly always a function creep, in that the scope of the policy and the technologies will increase over time. The purposes for which blocking will be deployed will grow because it will be simple to add more criteria, once the blocking infrastructure is in place. Similarly, techniques for monitoring transactions will be enhanced because we have breached the principle that communications are sacrosanct. These changes are already happening. Virgin Media in the UK has announced plans for deep packet inspection on a trial basis, for example. Commissioner Malmström acknowledged this point in a newspaper interview in March and raised no particular worries about where this could lead us. It won’t be long before we see calls for other forms of communications tampering.
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: Ein Jahr nach der Wahl: Etwas besser, etwas schlechter
: Ein Jahr nach der Wahl: Etwas besser, etwas schlechter Vor einem Jahr wurde der neue Bundestag gewählt. Es hat sich einiges gebessert im Verhältnis der Politik zu internetaffinen Bürgern. Die verschiedenen parteiverorteten Minister der Koalition streiten über Google Street View. Abgeordnete sitzen mit Sternchen aus der Netzszene und Dieter Gorny gemeinsam in einer Enquete-Kommission. Und irgendwo im Hintergrund lauert immer noch die latente Gefahr: Piraten! Die Freibeuter sind zwar derzeit mit interner Nichtorganisation, dem Versuch der Positionierung und dem Schreiben von Software zur Demokratisierung der Demokratie beschäftigt. Aber wenn sie damit irgendwann fertig sind oder das ganze einfach nur auf später verschieben, sich eine funktionierende Funktionsebene geben und sich zu tagespolitischen Themen plötzlich zu äußern beginnen würden? Dann wäre der Nerdmob wieder bedrohlich für die Parteien, für deren Konstellationswünsche es in den verschiedenen anstehenden Wahlen wieder knapp werden könnte. Zwei Prozent können sehr weh tun.
Netzpolitik ist ein Thema, mit dem man in der Nische und unter extremen Besserwisserbedingungen arbeiten muss. Aber es ist ein Thema, das alle angeht. Das hat das StreetView-Thema bei aller Absurdität geschafft: klar zu machen, dass es jeden betrifft. Und nicht nur jene, die Androiden eben nicht im Juweliergeschäft suchen würden.
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: Depub.org und die Tagesschau aus dem digitalen Jenseits
: Depub.org und die Tagesschau aus dem digitalen Jenseits Das WDR5-Medienmagazin Töne, Texte, Bilder hat mich über depub.org und Depublizieren interviewt: Depub.org und die Tagesschau aus dem digitalen Jenseits. Das wurde heute ausgestrahlt und hier ist die MP3.
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: Engadget interviewt Tim Wu über Netzneutralität
: Engadget interviewt Tim Wu über Netzneutralität Das data-epi-spacing Blog data-epi-spacing Engadget.com data-epi-spacing hat data-epi-spacing Tim data-epi-spacing Wu data-epi-spacing über data-epi-spacing Netzneutralität data-epi-spacing und data-epi-spacing auch data-epi-spacing den data-epi-spacing damit data-epi-spacing verbundenen data-epi-spacing Verizon/Google-Deal data-epi-spacing interviewt. data-epi-spacing Davon data-epi-spacing gibt data-epi-spacing es data-epi-spacing eine data-epi-spacing editierte data-epi-spacing Kurzversion data-epi-spacing und data-epi-spacing eine data-epi-spacing 35 data-epi-spacing Minuten data-epi-spacing lange data-epi-spacing Originalversion, data-epi-spacing die data-epi-spacing empfehlenswert data-epi-spacing ist. data-epi-spacing Dabei data-epi-spacing ist data-epi-spacing auch data-epi-spacing eine data-epi-spacing gute data-epi-spacing Animation, data-epi-spacing die data-epi-spacing die data-epi-spacing US-Diskussion data-epi-spacing schön data-epi-spacing beschreibt. data-epi-spacing
Edited data-epi-spacing version
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: RoboCopyright ACTA
: RoboCopyright ACTA La Quadrature du Net hat ein lustiges MashUp zu den ACTA-Verhandlungen online gestellt. Die Original-Filmszenen scheinen aus Robocop zu sein, aber der Ton ist ein anderer. Hollywood-Schauspieler erklären in dem knapp drei Minuten langen Video, was die Probleme bei ACTA sind.
Hier ist die MP4 und hier die webm.
RoboCopyright ACTA from netzpolitik on Vimeo.
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: Beginn der ACTA-Verhandlungsrunde in Tokyo
: Beginn der ACTA-Verhandlungsrunde in Tokyo Heute fängt die 11. Verhandlungsrunde über das Antipiraterie-Abkommen ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement) in Tokyo an. Das Abkommen soll den Schutz von Urheberrechten im Internet verbessern und Produktfälschungen, gefälschte Medikamente und Datenklau bekämpfen. Die bisher geheim gehaltenen Verhandlungen finden nicht unter der Aufsicht der Welthandelsorganisation (WTO) oder der World Intellectual Property Organization (WIPO) statt. Zu den 39 verhandelnden Staaten gehören neben Europa die USA, Australien, Marokko, Kanada, Japan, Korea, Mexiko, Neuseeland, Singapur und die Schweiz. Durch die vielkritisierte Geheimhaltung und Intransparenz kamen Verhandlungstexte bisher immer nur unvorhergesehen an die Öffentlichkeit. Wie ZeroPaid gestern berichtete, hat wohl noch keine demokratische Institution Großbritanniens den Text zu Gesicht bekommen.
Michael Geist, Professor für Rechtswissenschaft an der University of Ottawa, hat zur wahrscheinlich letzten Verhandlungsrunde die Plattform ACTAwatch.org ins Leben gerufen, auf der man die letzten geleakten Verhandlungstexte, Links zu offiziellen und nicht-offiziellen Dokumenten, Informationen zu länderspezifischen Diskussionen, Analysen und Videos finden kann. Einzig die Tatsache, dass alle Links auf der Seite zu seinen eigenen Analysen führen, ist ein bisschen schade.
Die Abgeordnete für die Fraktion der Grünen im Europaparlament Ska Keller hat gestern Yoshihiro Takeda, im Außenministerium für Urheberrechtsfragen zuständig, ein Schreiben zukommen lassen. Die Abgeordnete erklärt, dass ihre Partei, und wie sie vermutet auch anderer Organisationen, nur sehr kurzfristig über das Datum der Verhandlungen informiert wurden und Experten oder Vertreter der Zivilgesellschaft so erst in der nächsten Woche dazu stoßen könnten.
Sie erinnert noch einmal an die Entschließung vom 10. März und die schriftliche Erklärung 12/2010 des Europäischen Parlaments. Zudem betont sie die Tatsache, dass das Europäische Parlament durch den Vertrag von Lissabon erst dem Abkommen zustimmen muss, bevor es Inkrafttreten kann.
You might be aware of the European Parliament Common Resolution of March 10, its Written Declaration in September and that under the Lisbon Treaty, the European Parliament has to provide its consent to the Agreement before it can enter into force.
(Crossposting von vasistas?)
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: Stefan Müller und der Statistik-freie Raum
: Stefan Müller und der Statistik-freie Raum Am Montag haben wir Stefan Müller, Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag, zum Politiker des Tages erklärt. Seine Glanzleistung war ein ziemlich Faktenfreier Meinungsbeitrag zur Vorratsdatenspeicherung in der Bild-Zeitung. Auf knappen Raum schaffte Müller es, einerseits das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Vorratsdatenspeicherung aus dem April 2010 für 200.000 Straftaten im Jahre 2009 verantwortlich zu machen. Andererseits erklärte er mal kurz das Urteil dafür verantwortlich, dass die Aufklärungsquote im Netz auf unter 1% gesunken sei (Von 1000 Kriminellen… können nur sieben identifiziert werden), während die offizielle Polizeistatistik bei rund 75% liegt.
Torsten Kleinz hat mal nachgefragt, wo die Zahlen herkommen. Ein Ursprung konnte in einem Artikel der Rheinischen Post gefunden werden, die wiederum BKA-Chef Ziercke damit zitierte. Da stand:
Nachhaltig ermahnte Ziercke die Politik, das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung anzupacken. Derzeit könne vieles nicht aufgeklärt werden. Unter 1000 Verdächtigen hätten vor dem Stopp der Speicherung mehr als 800 ermittelt werden können, jetzt seien es noch sieben.
Das BKA weiß aber nichts davon und antwortete auf Nachfrage:
Auf unsere Nachfrage hat das Bundeskriminalamt diese Formulierung dementiert: der BKA-Präsident habe in einer Pressekonferenz zwar ein Ermittlungsverfahren beschrieben, bei dem von 1100 IP-Adressen nur zehn nachverfolgt werden konnten und zu acht (sic!) Verdächtigen führten. Ein allgemeines Bild der Aufklärungsquote bei Internet-Straftaten spiegelt dieser Extremfall jedoch nicht wieder. Der Zusammenhang sei eventuell missverstanden worden, erklärt das Bundeskriminalamt.
Unklar ist, ob Stefan Müller seine Falschaussagen korrigieren möchte.
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: Animation: NO ACTA – Stop the Kraken
: Animation: NO ACTA – Stop the Kraken „NO ACTA – Stop the Kraken“ ist eine nette Animation, die das Anti-Piraterieabkommen ACTA und seine Auswirknugen auf unsere Grundrechte näher beschreibt. Der Autor ist unbekannt (anonymous) und das Video steht unter der CC-BY-NC-SA-Lizenz.
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: Politiker des Tages: Stefan Müller
: Politiker des Tages: Stefan Müller Es ist mal wieder Zeit für einen Politiker des Tages. Stefan Müller ist Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Bundestag. Bisher hab ich bis heute noch nichts von ihm gehört. Heute hat er einen Gastkommentar in der Bild-Zeitung zum Internet und der Vorratsdatenspeicherung geschrieben, wo man sich fragt, warum er sich vorher nicht mal hat briefen lassen. Auf wenig Raum kommt ganz schön viel Unkenntniss zusammen und es entstehen Stilblüten wie:
Das bedeutet: Von 1000 Kriminellen, die im Internet Benutzernamen und Passwörter abfischen, die E‑Mail-Konten knacken und bei Online-Auktionen betrügen, die Bankkonten und Kreditkarten leer räumen und die Kinder vergewaltigen und entsprechende Filme im Internet anbieten, können nur sieben identifiziert werden.
Lieber Herr Müller: Das ist ja alles traurig, aber auch vor dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes im Frühjahr diesen Jahres konnte zur Ermittlung dieser Straftaten nicht auf die Daten der Vorratsdatenspeicherung zurückgegriffen werden. Verfassungswidrig und so. Und damit ist auch der Rest Ihres Meinungsbeitrages hinfällig. Aber das Bild-Publikum interessiert solche Details sicher nicht.
Und überhaupt, wo kommen eigentlich Ihre Zahlen her? Die polizeiliche Kriminalstatistik kommt zu ganz anderen Ergebnissen.
Update: Joerg Heidrich ist noch ein weiterer Höhepunkt aufgefallen:
Großes Polit-Tennis: Das Urteil zur VDS aus 2010 führt zu 200.000 Straftaten im Jahr 2009!
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: Peter Hahne wirbt im ZDF für Netzsperren
: Peter Hahne wirbt im ZDF für Netzsperren Ich habe den ZDF-Moderator Peter Hahne noch nie wirklich gemocht. Vielleicht lag es an seiner Art, vielleicht lag es an seinen evangelikal-konservativen Ansichten, die er immer wieder gerne auf verschiedenen Kanälen mitteilte. Heute weiß ich es genauer, warum ich ihn unsympathisch finde, nachdem ich seine Talkshow „Peter Hahne“ im ZDF gesehen haben (Mediathek). Zu Besuch war Stephanie zu Guttenberg, die ja gerade auf Tournee für ihr Innocence in danger-Buch ist und ein Teil des Gespräches drehte sich um Netzsperren und die Zensursula-Pläne. Dabei wusste man gar nicht so genau, wer von den beiden jetzt der wirkliche Hardliner ist, weil Peter Hahne immer wieder extrem wertend die Richtung vorgab. Hier ist ein kleines Ausschnitt, den ich schon transcribiert habe. Danach motiviert Hahne zu Guttenberg noch, sie müsse sich mehr einsetzen, mehr mit Politikern reden und die EU sei ja auch noch wichtig.
Ab ca. 12. Minute:
Peter Hahne: Und der Staat muss auch handeln, kann auch handeln in Sachen Eingriff in das Internet. Also Verbot. Ursula von der Leyen hat das ja versucht, im letzten Jahr, 2009, hat gesagt, wir verbieten das einfach im Internet. Das hat sich irgendwie nicht so verwirklichen lassen. Und jetzt hat man so einen typisch faulen Kompromiss gemacht. Wir schauen uns das erstmal ein Jahr an, ob das auch freiwillig geht und dann müssen wir vielleicht eingreifen. Sie waren ja für die harte Lösung!
Stephanie zu Guttenberg: Ja, die harte Lösung.
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: Mitmachen: Urheberrechtsradikalisierung auf EU-Ebene stoppen
: Mitmachen: Urheberrechtsradikalisierung auf EU-Ebene stoppen Das ist eine deutsche Übersetzung eines Aufrufes von La Quadrature du Net, den Kirsten freundlicherweise übersetzt hat. Nehmt Euch für einen Anruf Eurer MdEPs in Straßburg 5 Minuten Zeit, um gegen die repressive Durchsetzung von geistigen Eigentumsrechten in Europa zu kämpfen. (Bitte neben ACTA einordnen)
Sollte der Gallo-Bericht vom Europäischen Parlament angenommen werden, würde dieser eine starre und repressive Sicht im Hinblick auf das Urheberrecht propagieren, die für die zukünftige EU-Politik richtungsweisend ist. Der Bericht fordert beispielsweise repressives Vorgehen gegen nicht-kommerzielles Filesharing im Netz. Ein kürzlich vorgelegter Resolutionsvorschlag der ALDE-Fraktion (Allianz der Liberalen) beinhaltet dieselben Ungenauigkeiten und den einseitigen Ansatz – und ist daher fast ebenso schlecht.
Andererseits wurde auch eine alternative Resolution der S&D (SPD), Grüne/EFA und GUE/NGL (Linke) vorgelegt, die einen ausgewogeneren Ansatz bietet, mit verbesserter Durchsetzung gegen die Fälschung von Sachgütern (was auch die eigentliche Gefahr ist und Verbrauchern schadet) und einen Aufruf zur differenzierten Reflexion bezüglich der Auswirkungen von Filesharing.
Du kannst jetzt aktiv werden, um den Mitgliedern des Europäischen Parlaments (MdEPs) bei ihrer Meinungsbildung zu helfen und Ihnen erklären, warum es besser ist, für die alternative Resolution zu stimmen.
Der Gallo-Bericht
Der „Gallo-Bericht“ ist ein Initiativbericht (nichtlegislativer Text), der von der französischen Sarkozy-Parteigängerin Marielle Gallo zur besseren „Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums im Binnenmarkt“ erarbeitet wurde. Er wurde durch den Rechtsausschuss (JURI) des Parlaments angenommen und am 22. September wird hierüber im Plenum abgestimmt.
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: Wird NDR gegen depub.org vorgehen?
: Wird NDR gegen depub.org vorgehen? Gestern haben wir über depub.org berichtet, einer Plattform, wo die depublizierten Inhalte von tagesschau.de für die Nachwelt gerettet werden. Heute berichtet Carta, dass der NDR auf Nachfrage erklärt habe: NDR will mit “allen juristischen Mitteln” gegen Depub.org vorgehen.
Der NDR wird mit allen juristischen Mitteln gegen Depub.org vorgehen, soweit dies möglich ist.
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: Niederlande: Sperren ohne Richterbeschluss?
: Niederlande: Sperren ohne Richterbeschluss? Der niederländische Justizminister Ernst Hirsch Ballin würde gerne die Staatsanwaltschaft mit dem Recht ausstatten, Webseiten ohne Richterbeschluss ’schließen’ zu können, wenn diese ‚illegale Informationen’ beinhalten. Den fragwürdigen Begriff ‚illegale Information’ definiert er als „Information, die gestohlen worden ist oder vertraulich war.
Es geht also, wie sollte es auch anders sein, um Filesharing und Whistleblowing (Wer gönnt sich die Freude, Herrn Ballin darauf hinzuweisen, dass er KiPo ganz vergessen hat?).
Interessant ist, wie schnell sich in Holland ein wirklich breites Bündnis gegen Ballins Idee gebildet hat. Wer der niederländischen Sprache mächtig ist, kann sich hier den Brandbrief an Ernst Hirsch Ballin und die lange Liste der Unterzeichnenden ansehen. Die Argumente sollten unseren geneigten Lesern bekannt sein.
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: Help us to prevent Internet filters in Europe!
: Help us to prevent Internet filters in Europe! (Englische Übersetzung. Original ist hier: Mitmachen: Die Netzsperren-Pläne in der EU stoppen)
The debate on Internet filters reaches the hot phase now on EU level, as discussions begin in the EU parliament. It is now urgently necessary to make ourselves heard. We cannot lean back now and complain later.
On September 28th/29th, the committee on Civil Liberties, Justice and Home Affairs will consult on “Combating sexual abuse, sexual exploitation of children and child pornography”. The hearing is split into different sessions. The list of invited experts hints at the general tendency: It doesn’t look good at all! -
: Mitmachen: Die Netzsperren-Pläne in der EU stoppen
: Mitmachen: Die Netzsperren-Pläne in der EU stoppen Die Debatte um Netzsperren erreicht auf EU-Ebene jetzt die heiße Phase mit dem Beginn der Diskussion im EU-Parlament. Einmischen ist dringend notwendig. Zurücklehnen und hinterher beschweren gilt nicht.
Am 28. und 29. September findet im (Bürger-)Rechtsausschuss (LIBE) im Europaparlament eine Anhörung zu den Censilia-Netzsperren-Plänen auf EU-Ebene statt. Der Titel der Anhörung ist „Combating sexual abuse, sexual exploitation of children and child pornography“ und an den beiden Tagen ist die Veranstaltung in verschiedene Sessions geteilt. Die Liste der eingeladenen Sachverständigen sagt einiges zu der Tendenz aus: Das sieht nicht gut aus! Beispielsweise gibt es am 29. September die Session „National perspective and best practices“. Zu den sieben Sachverständigen dieser Session gehören u.a. Julia von Weiler (Innocence in danger) und Sigrid Valentin vom BKA.
Die überwältigende Mehrheit der eingeladenen Sachverständigen dürfte mehr oder weniger klar Pro Netzsperren sein.