Deutschland
-
: Lokalisierte Ranglisten von Alexa
: Lokalisierte Ranglisten von Alexa Die Amazon-Tochter Alexa beglückt die Internetwelt schon seit einiger Zeit mit bunten Graphiken. Auch wenn die Datenbasis nicht ganz so klar ist wie manche hoffen, so geben die Zahlen auf alexa.com einen guten Hinweis darauf, wie populär einzelne Seiten sind. Bisher geschah dies primär auf einer weltweiten Basis.
Nun gibt es von Alexa Ranglisten jeweils bezogen auf die Klickgewohnheiten von Einwohnern eines Landes.
Ich bin das mal für Wikipedia durchgegangen, die Kürzel beziehen sich jeweils auf das Land (nicht die Sprache):
Länder mit XX haben wikipedia.org nicht in der gemessenen Top100 von Alexa.
07 DE
08 AT
08 CH
08 NZ
09 PL
10 CO
10 PK
11 PT
12 CA
12 GB
12 NL
12 PR
12 RO
12 UK
13 FR
13 IE
13 IL
13 IT
…
67 VN
73 LB
73 QA
86 TH
97 HK
XX KR
XX SA
XX TW
XX ZHDie Zahlen sind jeweils immer mit Vorsicht zu betrachten. Schaut man sich einmal die Situation in Deutschland an, zeigt sich die gewisse Googledominanz:
1. google.de
3. google.com
15. blogger.com
17. 72.14.203.104
75. 72.14.207.104
100. google.co.uk -
: Der Bundestag erklärt „Geistiges Eigentum“
: Der Bundestag erklärt „Geistiges Eigentum“ Der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages erklärt heute mal den Begriff „Geistiges Eigentum“.
Höhepunkt ist der folgende Absatz:
„In einer Informationsgesellschaft setzt sich mehr und mehr die Erkenntnis durch, dass das Recht des geistigen Eigentums gleichwertig neben dem Recht des Sacheigentums steht und es eine Aufgabe der rechtswissenschaft darstellt, neben den Unterschieden zwischen Patent‑, Marken- und Urheberrecht stärker die gemeinsamen Strukturen in einem Gesetzbuch bis hin zu einem „Allgemeinen Teil des geistigen Eigentums“ herauszuarbeiten“.
Insgesamt ist der Text mehr als unkritisch.
-
: Ostern noch nichts vor?
: Ostern noch nichts vor? Das Chaos-nahe Easterhegg beginnt morgen in Wien im neuen Metalab. Die ersten Fotos aus dem Metalab sehen sehr schön aus. Wer eher im Westen wohnt, kann an der Breakpoint 2006 in Bingen teilnehmen, das jährliche Treffen der Demoscene, diesmal mit dem Motto „Rumble In The Jungle“.
-
: LinuxTag 2006: Das Practical Linux Forum
: LinuxTag 2006: Das Practical Linux Forum Ein wichtiger Bestandteil des LinuxTag 2006 vom 3. bis 6. Mai in Wiesbaden ist das Practical Linux Forum. Es findet parallel zur Freien Vortragsreihe ebenfalls vom 3. bis 6. Mai jeweils von 10 bis 18 Uhr statt und wendet sich an Besucher, die praktische Tipps mit nach Hause nehmen wollen. Sowohl erfahrene Anwender wie auch Linux-Neueinsteiger lernen im Practical Linux Forum praxistaugliche Lösungsansätze für häufige Fragestellungen der Benutzung und des täglichen Betriebs. Die Präsentationen werden von erfahrenen Trainern und Dozenten gehalten und finden in unmittelbarer Nähe zur Ausstellung statt. Die Vorträge werden teilweise in deutsch und teilweise in englisch gehalten:
Der Mittwoch bietet ein breitgefächertes Programm von praktischen Anwendungen mit verschiedenen Desktop-Distributionen, die parallel in zwei Sälen vorgeführt und erklärt werden: Vom Anwendungspaket KOffice, über ein Blick hinter die Kulissen von OpenOffice.org, dem Aufbau von OpenJUMP bis zur Abspielsoftware amaroK. Auch wird eine distanzierte Beobachtung der Thematik nicht außer acht gelassen, wenn man sich mit den „Ethischen Fragen der Wikipedia“ befasst.
Der Donnerstag steht unter dem Zeichen der Datenbanken: MySQL, PostgreSQL, Fedora Directory Server und Samba 3.0. Am Samstag findet parallel zum Ubuntu Day eine Vortragsreihe zu den Belangen und Anforderungen der Nutzung von Content Management Systemen statt: Von Mozilla, PHP 6, Apache MyFacess und Hibernate bis zu Webapplikationen mit C++ werden zahlreiche Felder abgedeckt.
Die beiden Keynote-Höhepunkte des LinuxTag 2006 sind Andrew Morten, Haupt-Entwickler, Verwalter und Maintainer des Linux-Kernels, sowie der Gründer des Ubuntu-Projektes, Mark Shuttleworth aus Südafrika, der über die nächste Version von Ubuntu Drapper Drake berichten wird.
-
: Hamburger Datenschutzbeauftragter: Gläserner Mensch längst Realität
: Hamburger Datenschutzbeauftragter: Gläserner Mensch längst Realität Von Heise: Datenschützer: Gläserner Mensch längst Realität.
Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Hartmut Lubomierski hat die Bürger dazu aufgefordert, die allgegenwärtige elektronische Überwachung nicht einfach hinzunehmen. „Sicherheit darf nicht durch den Abbau von Freiheitsrechten erkauft werden“, sagte der Datenschützer am Dienstag bei der Vorlage seines Tätigkeitsberichtes 2004/2005 (PDF-Datei). Nie zuvor sei das Kommunikations- und Konsumverhalten so umfassend registriert worden wie heute, erklärte Lubomierski. Der „gläserne Mensch“ sei längst Realität, Datenschutz spiele kaum noch eine Rolle. „Ich fordere die Wiederherstellung der Balance von Freiheit und Sicherheit“, sagte Hamburgs oberster Datenschützer.
-
: Kontaktversuche mit Abgeordneten wegen Urheberrechtsreform
: Kontaktversuche mit Abgeordneten wegen Urheberrechtsreform Absolut lesenswert ist die Zusammenfassung auf Gulli von mehreren Kommunikationsversuchen von besorgten Bürgern mit Mitgliedern des Bundestages zum Thema Urheberrechtsreform: Heute bei der Sendung mit der Maus: Die Demokratie und die neue Urheberrechtsnovelle. (Vielleicht hätte man als Erzählmetapher besser Kafka genommen anstatt die „Sendung mit der Maus“?)
Eigentlich wollte ich nochmal einen längeren Artikel darüber schreiben, wie der Bundestag so funktioniert und wieso es dazu kommt, dass man immer dieselben Standardbriefe von den Abgeordneten als Antworten bekommt. Hoffentlich komme ich nächste Woche dazu.
Nur mal vorab soviel: Es gibt quasi immer weniger als eine Handvoll Menschen in einer grösseren Fraktion, die etwas zu einer komplizierten Materie wie dem Urheberrecht sagen können. Dies sind meist die Rechts- und/oder Medienreferenten der Bundestagsfraktionen. Manchmal auch noch die Mitarbeiter der Abgeordneten, die sich im Rechts- und/oder Medienausschuss mit dem Thema „federführend“ beschäftigen. Und der grosse Rest stimmt einfach dafür, was diese wenigen Menschen als Richtung vorgeben. Eigentlich ganz einfach, aber im realen Leben sind die Abläufe etwas komplexer. Aber vielleicht erklärt das schonmal dieselben Antworten von verschiedenen Abgeordneten, denn diese werden immer von einem der Handvoll Menschen geschrieben und als Musterantworten an alle Bürger verschickt, die sich mit einer Mail oder einem Brief an einen Abgeordneten wenden…
Was aber jetzt wichtig wäre, ist, die Abgeordneten in allen Fraktionen zu kontaktieren, die Verbraucherschutz als Schwerpunktthema haben. Diese haben vermutlich wegen Vogelgrippe, Nikotin-Eiern und anderen Lebensmittelskandälen noch gar nicht wirklich mitbekommen, dass die Urheberrechtsreform ansteht und dass es dort massiv um Verbraucherrechte geht!
-
: „Never mind the industry … this is iD.EOLOGY“ – netlabel culture live
: „Never mind the industry … this is iD.EOLOGY“ – netlabel culture live Am kommenden Ostersamstag gibt es eine interessante Veranstaltung des iD.EOLOGY-Netlabels in Berlin:
Was ist ein Netlabel? Was sind Creative Commons? Was ist die Idee dahinter und wie kann ich selbst ein Netlabel aufbauen?
Am Samstag, 15.04. ab 20:00 gibts nicht nur Antwort auf diese Fragen,
sondern ab 22:00 auch live zu hören und zu sehen was das Netlabel iD.EOLOGY zusammen mit dem [f.u.c.] für euch auf die Beine gestellt hat.Neben einem Workshop zum Thema „Aufbau und Betrieb eines Netlabels“ , einem feisten DJ-Programm und einer Ausstellung der Grafikkünstler des Labels startet ab kurz nach Mitternacht die Hauptattraktion des Abends: acht iD.EOLOGY Acts live auf zwei Floors. Von Electro, Advantgarde-Pop, Hip Hop, Funk und Soul bis Digital Laptop Reggae und Indietronic sowie Techdub und Minimal-House gibts gute 5 Stunden lang eines der wohl vielfältigsten Netlabels live und in Farbe.
Ort: die Villa, Landsberger Allee 54, Berlin-Friedrichshain
Datum: Samstag, 15. April 2006
Beginn: ab 20.00 Uhr
Beitrag: 9 Euro, die sich lohnen:::::Passend dazu ist auch ein aktueller Artikel in der Phlow zum Thema Netlabels: Die Welt ist eine Scheibe. Netaudio etwa auch?
Das Fazit: Netaudio ist wohl eine Szene. Sie agiert global und größtenteils unsichtbar, aber es gibt sie, und sie ist lebhaft, frisch und unverbraucht. Mail, IRC, ICQ, archive.org und scene.org sind die Manifestationspunkte dieser Szene. Liebe Fans elektronischer Musik, wir sind Teil einer Jugendbewegung. Wir sind die Proberäume des 21. Jahrhunderts. Wir sind global agierende Netzwerke. Wir haben das Internet mit der Muttermilch aufgesogen. Etwas neidisch sind wir manchmal schon auf die Jazzheads, die regelmäßig in kleinen Kaschemmen die Wände zum wackeln bringen. Aber hey, es ist Web 2.0, und wenn sich jemand mit Internet auskennt, so sind das sicherlich Netlabelbetreiber und Netlabelhörer.
Und aus aktuellem Anlass verweise ich hier nochmal auf einen Einführungsvortrag in die Möglichkeiten der Creative Commons Lizenzen, den ich morgen Abend um 19:30h im newthinking store in der Tucholskystr. 48 in Berlin-Mitte halte.
-
: Peter Schaar erneut Article29-Vorsitzender
: Peter Schaar erneut Article29-Vorsitzender Der Bundesdatenschutzbeauftragter Peter Schaar ist von der Artikel 29 – Arbeitsgruppe der EU-Datenschutzbeauftragten im Amt des Vorsitzenden bestätigt worden. Auf dem Treffen der Arbeitsgruppe wurde auch ein Papier zur Vorratsdatenspeicherung beschlossen, wie Heise berichtet: EU-Datenschützer fordern klare Begrenzung der TK-Vorratsdatenspeicherung.
In dem dreiseitigen Papier macht sich die so genannte Artikel 29-Arbeitsgruppe der EU-Datenschutzbeauftragten dafür stark, dass der Zweck der pauschalen Überwachungsmaßnahme im Sinne der von den Gesetzgebern immer wieder betonten Zielrichtung der Bekämpfung des Terrorismus und schwerer Kriminalität klar definiert und begrenzt wird. Die Datenschützer stellen sich damit gegen Pläne aus dem Bundesjustizministerium und dem Bundestag, Ermittler auch bei der Verfolgung „mittels Telekommunikation begangener“ Delikte in den anfallenden Datenbergen schürfen zu lassen.
-
: Einführung in die Creative Commons Lizenzen am 11. April
: Einführung in die Creative Commons Lizenzen am 11. April Am kommenden Dienstag, den 11. April, werde ich wieder umfassend in die Creative Commons Lizenzen einführen. Der Vortrag findet bei uns im newthinking store in der Tucholskystr. 48 in Berlin-Mitte statt und startet um 19:30h. Der Eintritt ist wie immer frei.
-
: Schulen ans Netz e.V.: Urheberrecht nicht mehr zeitgemäß
: Schulen ans Netz e.V.: Urheberrecht nicht mehr zeitgemäß Schulen ans Netz e.V. haben eine lesenswerte Stellungnahme zum 2. Korb veröffentlicht: Unterricht mit neuen Medien dürfen keine Steine in den Weg gelegt werden – Urheberrecht nicht mehr zeitgemäß.
[…]Dabei kann die seit vielen Jahren politisch geforderte Verankerung von neuen Medien als Alltagswerkzeug in der Schule nur durch ein bildungsfreundliches Urheberrecht gewährleistet werden. Ein solches Urheberrecht ist elementare Voraussetzung für die Heranführung von Kindern und Jugendlichen an einen sicheren und selbstverständlichen Umgang mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien, der aus gesellschaftlicher Perspektive zunehmend eine Schlüsselqualifikation darstellt. „Die berechtigten Interessen der Urheber sollen nicht in Frage gestellt werden“, betont Prof. Dr. Ulrich Sieber, Direktor am Freiburger Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht. „Gleichzeitig muss aber auch das berechtigte öffentliche Interesse an einem zukunftsfähigen Unterricht gewahrt werden. Dazu gehören klare und praxisnahe Regeln für die neuen digitalen Nutzungsformen.“[…]
-
: Nächster Berliner Webmontag am 24. April
: Nächster Berliner Webmontag am 24. April Wegen Ostermontag findet der 4. Berliner Webmontag am 24. April, eine Woche später als normal, wieder im newthinking store in der Tucholskystr. 48 statt.
-
: Verbraucher gegen Spam
: Verbraucher gegen Spam Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hatte im September des vergangenen Jahres die „Spam Beschwerdestelle“ präsentiert. Heute wurde verkündet, dass mittlerweile mehr als eine Million Beschwerdemails eingegangen seien. Gleichzeitig wurde die Kampagnenseite „Verbraucher gegen Spam“ präsentiert.
-
: ZDF und Ethik
: ZDF und Ethik Das ZDF sollte sich mal schnellstens um ethische Richtlinien für externe Produktionen kümmern:
Fernsehteam zahlte prügelnden Jugendlichen 200 Euro. -
: Danke T‑Systems: Hartz-IV Software kennt kaum Datenschutz
: Danke T‑Systems: Hartz-IV Software kennt kaum Datenschutz Was ja allgemein schon bekannt war, hat der Bundestag nun nochmal schriftlich bestätigt: Hartz-IV-Software: Mängel beim Datenschutz.
Die Grünen hatten bemängelt, dass die 40.000 Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit (BA) einen unkontrollierten Zugriff „auf sensible gesundheitliche und familiäre Daten von Hilfesuchenden, wie etwa Informationen über Drogensucht, Vorstrafen oder Eheprobleme“, haben. Nach Auskunft der Regierung konnten die datenschutzrechtlichen Mängel bisher nicht behoben werden, da die verwendete Software A2LL bislang nicht ausreichend funktioniere. Aus diesem Grunde habe die Regierung die BA nun schriftlich ermahnt, dass der Softwareanbieter T‑Systems bis Ende des Jahres in Zusammenarbeit mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten die Software entsprechend den Datenschutzbestimmungen anpassen müsse.
Ohne Worte…
-
: OLPC Germany
: OLPC Germany In den letzten Tagen habe ich zwischendurch mal wieder die Website von laptop.org (The Gadged commonly known as One Laptop Per Child / $100-Laptop / Das Ding mit der Handkurbel) in die deutsche Sprache übersetzt. Der Übersetzungsvorschlag liegt im Wiki von Laptop.org.
Außerdem gibt es dort auch nun die Seite OLPC Germany, die versucht, einige Informationen zu dem OLPC-Projekt zusammenzutragen, die sich auf Deutschland beziehen. Ich habe mal in englischer Sprache angefangen, vielleicht will ja jemand das auch in deutscher Sprache dorthin packen.
-
: Video: Wie funktioniert eigentlich Freifunk?
: Video: Wie funktioniert eigentlich Freifunk? Wie funktionieren eigentlich freie Funknetze? Das kann man sich jetzt mal in vier kurzen Folgen als Video von Flo Fleissig und Mario Behling zeigen lassen:
Freifunk auf dem Dach (Folge 1) [avi]
Freifunk in der Box (Folge 2) [avi]
Ich brat’ mir ’ne Freifunkantenne (Folge 3) [avi]
Freifunk: Die Suche nach dem Netz (Folge 4) [avi]Dazu gibt es die Videos mittlerweile auch bei Youtube und Google-Video.
-
: Zypries verteidigt Verbraucherrechteabbau im Urheberrecht
: Zypries verteidigt Verbraucherrechteabbau im Urheberrecht Brigitte Zypries im Interview mit der Netzwelt: „Verbraucherinteressen wurden berücksichtigt“.
Aus vielen Gesprächen weiß ich, dass es auch der Film- und der Musikindustrie nicht darum geht, den einzelnen Endverbraucher zu belangen. Ihnen ist es wichtig, diejenigen zu belangen, die mit der Einstellung von Dateien in Tauschbörsen die illegale Verwertungskette ins Rollen bringen.
Kleine Werbeunterbrechung zur Realität – Heise am gleichen Tag: Phonoverbände verschärfen Vorgehen gegen Tauschbörsennutzer.
Für die deutsche IFPI ist eine neue Klagewelle ihrer Dachorganisation Anlass, die Eltern vor illegalen Aktivitäten ihrer Zöglinge zu warnen. Auch die IFPI-Zentrale meinte, Eltern sollten sich genau anschauen, was ihre Zöglinge denn so mit den Internet-Anschlüssen anstellten: Es könnten empfindliche Strafen und hohe Schadensersatzzahlungen auf sie zukommen, wenn die Kids illegal Musik im Internet anböten. Die IFPI erklärte, sie habe 2000 neue Klagen in Europa gegen Personen eingereicht, die große Mengen von urheberrechtlich geschützter Musik im Internet bereitgestellt hätten. Außerdem habe man das juristische Vorgehen gegen illegale Tauschbörsennutzung auf Portugal ausgedehnt, wo der legale Musikmarkt durch illegales Filesharing verwüstet worden sei.
Klar, die wollen nur die Erstanbieter, die anderen sind sicherlich nur Kollateralschäden- Man beachte ausserdem die Kriegsrhetorik.
Wie man der IFPI-Pressemitteilung entnehmen kann, engagiert sich der Phonoverband jetzt mittlerweile auch im Krankheitswesen:
Zu den jüngsten Fällen gehört auch ein Krankenhaus in Kassel, das 5.500 Euro Schadensersatz zahlte, weil Mitarbeiter offensichtlich im Rahmen ihrer Dienstzeit knapp 2.000 Titel illegal zum Herunterladen angeboten hatten.
So, Werbepause vorbei.
Ansonsten gehts noch weiter mit Frau Zypries. Die Netzwelt stellte noch die Frage, ob Verbraucherinteressen denn unter den Tisch gefallen seien:
Zypries: Dem muss ich energisch widersprechen. Die Vertreter der Verbraucherinteressen und der Internet-Community waren bei der Erarbeitung des Gesetzentwurfs selbstverständlich ebenso beteiligt wie alle anderen betroffenen Gruppen auch.
Alle Probleme des Gesetzentwurfs wurden über Monate mit allen beteiligten Kreisen in themenbezogenen Arbeitsgruppen in einer Weise diskutiert, die wirklich beispielhaft war und weit über das hinausging, was bei der Vorbereitung von Gesetzen üblich ist. Dass im Ergebnis ein Ausgleich der Interessen gefunden werden muss, der zwangsläufig für jede Seite Abstriche mit sich bringt, liegt in der Natur der Sache.
Vielleicht sollte man das mal klarstellen. Es gab einen sogenannten Weg der „kooperativen Gesetzgebung“ bei der Diskussion des 2.Korbes. Das hiess, alle Seiten wurden mehr oder weniger in einen Raum gepackt und sollten diskutieren. Das bestand meist aus dem Vorlesen der eigenen Stellungnahme. Von Seiten der Verbraucherinteressen und Internet-Community waren ganze zwei (!) Personen geladen,soweit ich mich erinnere. Einmal die Verbraucherschutzzentralen mit einer Person und einmal Privatkopie.net mit einer. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wieviele unterschiedliche Lobbygruppen der Unterhaltungsindustrie daran noch beteiligt waren. Wobei ich hier gar nicht so sehr gegen den kooperativen Gesetzgebungsansatz schreiben möchte, sondern eher gegen die Verwendung von diesem als „Alibifunktion“ durch Brigitte Zypries. Denn nur wegen des kooperativen Ansatzes von wenigen Treffen sollte man nicht den Eindruck vermitteln, dadurch wäre automatisch eine ausbalancierte Lösung entstanden, die alle Interessen vertritt.
Abgesehen davon ist mir nicht ein Paragraph im neuen 2.Korb bekannt, wo Verbraucher etwas dazu gewonnen hätten. Stattdessen nur noch weiter ein Abbau von Verbraucherrechten. Aber sonst ist ja alles prima auf dem Weg in die Wissensgesellschaft.
Donnerstag debattiert übrigens der Bundestag über das Thema. Wer gerade noch etwas Zeit und Muse hat, Briefe an Abgeordnete zu schreiben, sollte dies jetzt tun.
Kommen wir nochmal zurück zur IFPI. Die behauptet doch tatsächlich, in Deutschland gäbe es mehr Nutzer legaler Musikshops als Tauschbörsennutzer:
Für den Dachverband ist diese Doppelstrategie auch bereits von einigem Erfolg gekrönt: 35 Prozent der Tauschbörsennutzer in Frankreich, Deutschland, Spanien, Schweden und Großbritannien hätten ihre Aktivitäten eingestellt oder zurückgeschraubt, nur 14 Prozent hätten sie ausgedehnt. 11 Prozent der britischen Internetnutzer, die Musik downloaden, seien von illegalen auf legale Angebote umgestiegen, und in Deutschland und Großbritannien übersteige die Zahl der Nutzer legaler Online-Musikshops mittlerweile die Zahl der illegalen Filesharer.
Allerdings frage ich mich dann, wo denn die ganzen Nutzer sind, wieso die nicht in den Verkaufscharts vorkommen und wieso dann das Vorgehen gegen Tauschbörsennutzer überhaupt notwendig ist. Es klingt sonst etwas peinlich, wenn man die eigens kommunizierten Statistiken nicht mehr kennt.
-
: Wissenschaftliche Texte veröffentlichen: So sieht es aus mit Open Access
: Wissenschaftliche Texte veröffentlichen: So sieht es aus mit Open Access Die juristischen Fakultät der Georg-August-Fakultät Göttingen hat jetzt einen Leitfaden für alle kostenlos online verfügbar gemacht, die etwas unter Open Access veröffentlichen wollen. Herausgeber Gerald Spindler von der Fakultät klärt mit seinem interdisziplinären Forschungsprojekt „Rechtliche Rahmenbedingungen von Open Access-Publikationen“: Nicht nur für wissenschaftliche Mitarbeiter ist eine Veröffentlichung ihrer Werke über Hochschulen, Bibliotheken und Rechenzentren immer attraktiver, weil für die Universitäten mit weniger Kosten verbunden. Ein freier Zugang zu Forschungsmaterialien wirkt dem entgegen, dass die Ergebnisse anschließend nach der Veröffentlichung bei kommerziellen Verlagen wiederum gekauft werden müssen. Der Leitfaden untersucht nun, welche Probleme beim Aufbau und Betrieb eines institutionalen Servers aufkommen, um wissenschaftliche Publikationen als Open Access, also frei zugänglich und kostenlos für jedermann online anzubieten.
Von der Begriffserklärung über den Einsatz an Hochschulen bis zu den urheberrechtlichen Problemen wie den Lizenzen und der Rechteübertragung sollen die rechtlichen Rahmenbedingungen geklärt werden – die nach Meinung des interdisziplinären Forschungsprojekts heute bereits ausreichend vorhanden sind. Neben den rechtlichen Möglichkeiten des so genannten „Digital Peer Publishing“ werden auch die Creative-Commons-Lizenzen auf ihren Einsatz unter deutschem Recht abgeklopft: Auch wenn sich manche Klauseln nicht mit deutschem Recht decken, wird CC als mögliche Alternative angesehen. Vorgenommen hat sich der Leitfaden auch das Verhältnis technischer Schutzmaßnahmen und die Fragen einer Retrodigitalisierung, also der Digitalisierung von analogen Medien wie Printerzeugnissen, Film- und Tonbänder.
„Rechtliche Rahmenbedingungen von Open Access-Publikationen“ kann kostenlos als PDF-Datei heruntergeladen werden, in Buchform ist er mit 267 Seiten beim Universitätsverlag bestellbar.
-
: Programm des LinuxTag 2006 online
: Programm des LinuxTag 2006 online Vom 3. – 6. Mai findet in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden der LinuxTag 2006 statt. Heute wurde das Freie Vortragsprogramm veröffentlicht, welches vom 4. – 6. Mai verschiedene Schwerpunkte anbietet.
Der Donnerstag steht im Zeichen von Sicherheit und Anwendungsentwicklung von Freier Software. Fans der BSD-Betriebssysteme sowie Linux-Kernel-Hacker kommen am Freitag jeweils mit einem Track auf ihre Kosten. Ein weiterer Schwerpunkt an diesem Tag sind Open-Source Content-Management-Systeme im Rahmen des OscomTag. In diesem Track werden verschiedene populäre freie CM-Systeme und Anwendungsszenarien vorgestellt.
Am Samstag behandelt ein technischer Track die Themen Virtualisierung und Clustertechnologien. Multimedia und Linux ist schon lange kein Widerspruch mehr, wie ein weiterer Schwerpunkt am Samstag beweist. Besucher erfahren hier mehr über das Potential von Linux im Wohnzimmer oder über komfortable Podcasting-Systeme. In die gesellschaftlichen Auswirkungen von Freier Software führen Vorträge am Samstagvormittag ein. Nachmittags organisiert die Free Software Foundation Europe einen Track zur Diskussion der GPL V.3.0.
Schon einen Tag vor dem offiziellen Start des LinuxTag findet der Free-Software / Open-Source-Telephony-Summit statt, internationaler Workshop und technische Konferenz für Entwickler und Anwender von Free Software / Open Source-Telefonie-Anwendungen zugleich. Dieser wird bereits zum dritten Mal von der German Unix User Group organisiert und findet zum ersten Mal auf dem LinuxTag statt.
Das Freie Vortragsprogramm bietet eine Vielzahl an Vorträgen in englischer und deutscher Sprache. Weitere Unterkonferenzen und das Practical Linux Forum sind kurz vor der Fertigstellung. Hierzu wird es kommende Woche noch mehr Informationen geben.
-
: Berlin: Datenschutzbericht 2005
: Berlin: Datenschutzbericht 2005 Nach § 29 Berliner Datenschutzgesetz hat der Berliner Beauftragte für den Datenschutz und Informationsfreiheit jährlich einen Bericht über das Ergebnis seiner Tätigkeit dem Abgeordnetenhaus und dem Regierenden Bürgermeister vorzulegen. Aktuell ist der Datenschutzbericht zum Jahr 2005 erschienen und für den Datenschutz sieht es im Allgemeinen nicht gut aus.
Die Berliner Zeitung berichtet darüber: Heimlich gefilmt – im Kino und zu Hause Berliner Datenschützer stellt Jahresbericht vor.
Berliner Kinobesitzer filmen ihr Publikum heimlich mit Nachtsichtgeräten, in Berliner Wohnsiedlungen können Bewohner ihre Nachbarn nach Gusto mit Videokameras bespitzeln, neugierige Arbeitsamtsmitarbeiter schnüffeln im Schlafzimmer von Hartz-IV-Empfängern herum, und die Kreditauskunftei Schufa petzt der Versicherung, dass man seine Handyrechnung nicht bezahlt hat. Deshalb bekommt man dann vielleicht keine Hausratsversicherung mehr.
[…]
Einen krassen Verstoß gegen den Datenschutz fand Dix in großen Berliner Wohnanlagen, wo ein Kabelnetzbetreiber die Bilder von Videokameras an den Hauseingängen als „TV-Programm“ allen Mietern im Kabelnetz zugänglich machte. So konnte jeder in seinem Wohnzimmer mitansehen und aufzeichnen, welcher Nachbar wann kam und wann ging, und wer von wem Besuch bekam. Das System namens Telecop wurde von Dix beanstandet.