Absolut lesenswert ist die Zusammenfassung auf Gulli von mehreren Kommunikationsversuchen von besorgten Bürgern mit Mitgliedern des Bundestages zum Thema Urheberrechtsreform: Heute bei der Sendung mit der Maus: Die Demokratie und die neue Urheberrechtsnovelle. (Vielleicht hätte man als Erzählmetapher besser Kafka genommen anstatt die „Sendung mit der Maus“?)
Eigentlich wollte ich nochmal einen längeren Artikel darüber schreiben, wie der Bundestag so funktioniert und wieso es dazu kommt, dass man immer dieselben Standardbriefe von den Abgeordneten als Antworten bekommt. Hoffentlich komme ich nächste Woche dazu.
Nur mal vorab soviel: Es gibt quasi immer weniger als eine Handvoll Menschen in einer grösseren Fraktion, die etwas zu einer komplizierten Materie wie dem Urheberrecht sagen können. Dies sind meist die Rechts- und/oder Medienreferenten der Bundestagsfraktionen. Manchmal auch noch die Mitarbeiter der Abgeordneten, die sich im Rechts- und/oder Medienausschuss mit dem Thema „federführend“ beschäftigen. Und der grosse Rest stimmt einfach dafür, was diese wenigen Menschen als Richtung vorgeben. Eigentlich ganz einfach, aber im realen Leben sind die Abläufe etwas komplexer. Aber vielleicht erklärt das schonmal dieselben Antworten von verschiedenen Abgeordneten, denn diese werden immer von einem der Handvoll Menschen geschrieben und als Musterantworten an alle Bürger verschickt, die sich mit einer Mail oder einem Brief an einen Abgeordneten wenden…
Was aber jetzt wichtig wäre, ist, die Abgeordneten in allen Fraktionen zu kontaktieren, die Verbraucherschutz als Schwerpunktthema haben. Diese haben vermutlich wegen Vogelgrippe, Nikotin-Eiern und anderen Lebensmittelskandälen noch gar nicht wirklich mitbekommen, dass die Urheberrechtsreform ansteht und dass es dort massiv um Verbraucherrechte geht!