Netzpolitik

Netzpolitik hauptsächlich in Deutschland, aber auch international. Kernthema dieses Blogs.

  • : Noch zwei Wochen bis zur re:publica 2010
    Noch zwei Wochen bis zur re:publica 2010

    Im Moment geht ein Teil meiner Zeit dabei drauf, die kommende re:publica 2010 zu organisieren. Die re:publica ist unsere jährliche Konferenz über Blogs, soziale Medien und die digitale Gesellschaft, die vom 14.–16. April zum vierten Mal in Berlin stattfindet. Dieses Jahr erwarten wir rund 2500 Besucher im Friedrichstadtpalast, Kalkscheune und Quatsch Comedy Club. Das Programm hat mittlerweile ein spätes Beta-Stadium erreicht, auch wenn wir noch fleissig Referenten hinterherlaufen müssen, um z.B. Fotos einzusammeln. Insgesamt gibt es mehr als 150 Stunden Programm an den drei Tagen auf bis zu acht Bühnen gleichzeit. Und es ist diesmal recht viel Netzpolitik dabei, u.a. eine ganze Subkonferenz zum Thema Netzneutralität, ein kleiner Schwerpunkt-Track auf Opendata und eine weitere Subkonferenz zum Thema Online-Campaigning, die re:campaign..

    Tickets gibts noch zum Preis von 90 Euro, solange der Vorrat reicht. Wem das zuviel ist: Wir suchen noch Helfer für die Durchführung.

    30. März 2010 8
  • : Axel E. Fischer erklärt Netzpolitik
    Axel E. Fischer erklärt Netzpolitik

    Die Deutschlandradio Kultur Sendung „Breitband-Online“ hatte heute den designierten Vorsitzenden der Enquete-Kommission zu „Netzpolitik und digitale Gesellschaft“, Axel E. Fischer (CDU), als Interviewgast dabei. Das ist hörenswert! Diplomatisch gesprochen ist das Interview ein grandioses Lehrstück, wie gut Politiker auf Fragen antworten können, die sie nicht verstanden haben. Respekt an den Moderator, dass er so ernst weiter seine Fragen stellen konnte.

    Im Moment gibt es nur die komplette Sendung als MP3. Das Interview startet ab Minute 6.

    (Danke an christoph)

    Update: Danke an Scanlines und Marc (und evtl noch mehr) für das Transcript in den Kommentaren.

    27. März 2010 53
  • : Im Angesicht der Piraten
    Im Angesicht der Piraten

    Der Stern.de – Redakteuer Florian Güßgen war beim Netzpolitik-Dialog des Bundesinnenministeriums dabei und hat einen Artikel dazu verfasst: Im Angesicht der Piraten.

    Im Internet hat sich eine Szene aus Aktivisten und Interessierten gebildet, eine junge, digitale Schicht, die sich durch zweierlei auszeichnet: Sie ist technisch tausendmal versierter als viele Minister, als viele ministeriale Stäbe, von der großen Mehrheit der Bundestagsabgeordneten ganz zu schweigen. Und sie hat immer besser gelernt, ihre politischen Ziele zu artikulieren und durchzusetzen, Unterstützung zu mobilisieren – ob über Blogs, über Twitter, aber auch über Klagen und Lobby-Arbeit. Dabei ist die „Szene“ zwar kein einheitlicher Block, ein paar gemeinsame Anliegen gibt es dennoch: Im Kern geht es dabei um die Abwehr staatlicher Zugriffe im Netz, die Bewahrung von Freiheiten und die Forderung nach Gesetzen, die der vermeintlichen Wirklichkeit des Netzes Rechnung tragen, etwa bei der Benutzung bislang illegaler Tauschbörsen. Teile der Netz-Community dringen etwa auf eine radikale Form des Urheberrechts.

    Leicht bizarre Außensicht auf mich als „Guru“. Hab gerade nochmal in der Wikipedia nachgeschlagen, was die genaue Definition ist, weil religiöses Zeug machen wir hier nicht:

    Neben dem rein sprirituellen Führern bezeichnet man auch jene als Guru, die Künste wie Gesang, Tanz etc. unterrichten, da diesen noch heute sehr starke religiöse Bedeutung zukommt. Im zeitgenössischen westlichen Sprachgebrauch kann mit ‚Guru‘ jeder bezeichnet werden, der durch seine religiösen oder philosophischen Aussagen Anhänger um sich schart. Im weiteren Sinne kann ein Guru einfach ein Fachmann mit überdurchschnittlichem Wissen und langer Erfahrung sein. In diesem Zusammenhang wird die Bezeichnung manchmal auch abwertend oder spöttisch gemeint.

    Bleibt die Frage, ob das auf den vorletzten oder letzten Satz bezogen ist.

    26. März 2010 8
  • : Kurzbericht: Internet als Mehrwert
    Kurzbericht: Internet als Mehrwert

    Gestern war ich bei der zweiten Runde der vom Bundesinnenministerium organisierten Veranstaltung „Perspektiven deutscher Netzpolitik“. Thema war diesmal „Internet als Mehrwert“. Im Gegensatz zur ersten Veranstaltung rund um Datenschutz war die Runde diesmal breiter aufgestellt, was mehr Diskussion und Debatte brachte. Wann hat man mal in einer Runde das BKA, den AK-Vorratsdatenspeicherung, den CCC, die Musikindustrie, Provider, iRights und sonstige, die direkt miteinander interagieren können? Die Diskussion war auch weniger formalistisch als beim ersten Mal. Eigentlich waren zwei Blöcke zeitlich vorgegeben, aber die Themen Urheberrecht und Bekämpfung von Kinderpornographie haben sich durch die bunte Runde in der Diskussion immer wieder überschnitten. Wie man sich das vorstellen kann, prallten bei Themen wie Urheberrecht, Jugendmedienstaatsvertrag und Internetsperren Kulturen aufeinander.

    Mein persönliches Highlight war, als BKA-Chef Ziercke seine verbale Horror-Show auspackte und die Vorratsdatenspeicherung vehement zurück forderte und direkt danach zufällig Patrick Breyer auf der Redeliste stand und ihm direkt kontra mit vielen Statistiken geben konnte.

    Hat es was gebracht? Das wird man sehen müssen. Es hat aber wenigstens Spaß gemacht, was ja nicht immer der Fall bei solchen Terminen ist. Auch wenn ich mich immer noch frage, ob es protokularisch in Ordnung gewesen wäre, wenn ich die letzten Pralinees von unserem Bundesinnenminister gegessen hätte, mit dem ich einen Teller teilte, weil er zufällig neben mir saß. Ich hab mich dann lieber zurück gehalten.

    Von der knapp dreistündigen Diskussion gibt es schon eine MP3 (66MB). Eine Videoaufzeichnung als Zusammenfassung ist geplant und soll auch bald online gehen.

    25. März 2010 3
  • : Deutsche Telekom will Netzneutralität aufweichen
    Deutsche Telekom will Netzneutralität aufweichen

    Ebenso wie das spanische Telekommunikationsunternehmen Telefonica will auch die Deutsche Telekom die Netzneutralität aufweichen und Inhalteanbieter zur Kasse bitten. Das schreibt das Manager-Magazin relativ kritikfrei: Obermann will Google zur Kasse bitten.

    Diese Ungleichgewicht will Obermann nun ausbalancieren. „Wir können nicht alles umsonst anbieten“, argumentiert der Telekom-Chef, „zahlen müssen diejenigen, die die Netze stark beanspruchen“. Wer besonders datenintensive Premiuminhalte anbietet, soll demnach eine Gebühr entrichten. Je mehr Bandbreite ein bestimmter Web-Dienst benötigt und je öfter er genutzt wird, so die Logik, desto mehr soll der jeweilige Anbieter bezahlen. Neben den Internetkonzernen soll die Regelung große Filmstudios betreffen, die hoch auflösende Videos über das Web anbieten. Die Gründe für den Vorstoß leuchten ein.

    Die Hintergründe und Probleme zu dieser Strategie werden z.B. in den Netzpolitik-Podcasts 074 und 081 beleuchtet.

    22. März 2010 47
  • : Politikcamp10: Netzneutralität
    Politikcamp10: Netzneutralität

    Auf data-epi-spacing dem data-epi-spacing Politcamp10 data-epi-spacing hab data-epi-spacing ich data-epi-spacing gestern data-epi-spacing einen data-epi-spacing Vortrag data-epi-spacing über data-epi-spacing „Netzneutralität“ data-epi-spacing gehalten. data-epi-spacing Diesen data-epi-spacing kann data-epi-spacing man data-epi-spacing sich data-epi-spacing noch data-epi-spacing im data-epi-spacing Stream data-epi-spacing anschauen:

    Hier klicken, um den Inhalt von embed.zaplive.tv anzuzeigen.

    Heute data-epi-spacing gab data-epi-spacing es data-epi-spacing dort data-epi-spacing noch data-epi-spacing eine data-epi-spacing Podiumsdiskussion data-epi-spacing mit data-epi-spacing Politikern data-epi-spacing zum data-epi-spacing Thema data-epi-spacing Netzneutralität. data-epi-spacing Auf data-epi-spacing dem data-epi-spacing Podium data-epi-spacing sassen data-epi-spacing Matthias data-epi-spacing Groote data-epi-spacing (SPD/MdEP), data-epi-spacing data-epi-spacing Sebastian data-epi-spacing Blumenthal data-epi-spacing (FDP/MdB), data-epi-spacing Konstantin data-epi-spacing von data-epi-spacing Notz data-epi-spacing (Grüne/MdB) data-epi-spacing und data-epi-spacing Stefan data-epi-spacing Engeln data-epi-spacing von data-epi-spacing der data-epi-spacing 1und1 data-epi-spacing Internet data-epi-spacing AG. data-epi-spacing Das data-epi-spacing gibt data-epi-spacing es data-epi-spacing zwar data-epi-spacing schon data-epi-spacing als data-epi-spacing Stream data-epi-spacing im data-epi-spacing Netz, data-epi-spacing aber data-epi-spacing es data-epi-spacing wurde data-epi-spacing noch data-epi-spacing keine data-epi-spacing Sprungmarke data-epi-spacing eingebaut. data-epi-spacing Die data-epi-spacing Diskussion data-epi-spacing beginnt data-epi-spacing nach data-epi-spacing etwa data-epi-spacing 2h data-epi-spacing und data-epi-spacing 10 data-epi-spacing Minuten. data-epi-spacing

    21. März 2010 16
  • : CDU/CSU zu Netzneutralität: Voraussetzung für Innovationen
    CDU/CSU zu Netzneutralität: Voraussetzung für Innovationen

    Der CDU-Abgeordnete Peter Tauber hat im Blog der CDU/CSU-Fraktion einen interessanten Beitrag zur Netzneutralitäts-Debatte geschrieben: Netzneutralität: Voraussetzung für Innovationen.

    Positiv ist, dass die CDU/CSU der Netzneutralität einen hohen Wert für ein Innovationsklima zubilligt.

    Es erlaubt jedem etwas beizutragen und innovativ tätig zu sein, ohne jemanden um Erlaubnis zu fragen. Nach meiner Ansicht muss das auch so bleiben. Dass es so bleibt, ist aber keineswegs selbstverständlich. Die Netzneutralität ist nämlich nicht nur in Diktaturen wie China in Gefahr.
    [.…] Technische Möglichkeiten der Provider wie „Deep Packet Inspection“ oder Protokollerweiterungen dürfen nicht dazu verwendet werden, einzelne Dienste zu behindern oder zu untersagen. Die Kontrolle der transportierten Datenpakete darf allein der Sicherung der Qualität der Netze und nicht des Inhalts dienen. Eine inhaltliche Priorisierung oder Zensur und Blockierung lehne ich entschieden ab.

    Auch bei diesem Hinweis auf China bleibt zu hoffen, dass sich die progressiven Kräfte in der CDU/CSU gegenüber ihren Kollegen durchsetzen, die immer noch von Netzsperren träumen.

    Ein Punkt ist aber etwas missverständlich ausgedrückt, der aber nach Rücksprache etwas anderes meint:

    Alle Nutzer müssen einen gleichen Zugang sowie eine ausreichende Übertragungsqualität zur Verfügung haben. Die Notwendigkeit einer ausreichenden und sicheren Finanzierung der durch die Netzbetreiber angebotenen Leistungen steht außer Frage. Dies bedeutet, dass ein Netzbetreiber bessere, qualitativ höhere Übertragungsleistungen anbieten und diese einem Kunden zur Verfügung stellen kann, wenn dieser dies wünscht und die Kosten trägt.

    Man könnte das auch so verstehen, dass Netzbetreiber die Möglichkeit haben, z.B. Unternehmen Schnellstraßen im Backbone durch Priorisierung des Datenverkehrs zu verkaufen. Das ist aber nach Rücksprache nicht gemeint. Sondern nur die Unterscheidung, dass ISPs unterschiedliche Angebote an Endkunden verkaufen können, z.B. die Unterscheidung eines 2MB/s Anschluss gegenüber einer 16 MB/s Variante. Dagegen spricht nichts, weil das nicht die Netzneutralität gefährdet.

    Insgesamt bin ich erfreut, eine solche Position aus der CDU-/CSU-Fraktion zu hören. Ich bin aber immer noch nicht wirklich davon überzeugt, dass der Markt schon selbst Netzneutralität sichern wird.

    19. März 2010 13
  • : Leseempfehlungen für’s Wochenende: Schnarre & Kurz (+1)
    Leseempfehlungen für’s Wochenende: Schnarre & Kurz (+1)

    Bevor alle ins Wochenende abtauchen oder zum Politcamp nach Berlin aufbrechen:

    Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) lehnt sich ausgerechnet in einem Interview mit der Online-Ausgabe des Börsenblatts für den Deutschen Buchhandel (eines der führenden Organe der Verlegerlobby) ziemlich weit aus dem Fenster. Für die Lesefaulencer gibt es bei Heise Online eine Zusammenfassung. Und hier natürlich, noch kompakter und damit auch für die Kaffeepause geeignet:

    1) Mit der schwarz-gelben Koalition wird es keine Internetsperren bei Urheberrechtsverletzungen geben.
    2) Bei ACTA setze Sie sich für „für mehr Transparenz und Offenheit“ ein, um „unbegründeten Befürchtungen und Fehlinformationen vorzubeugen“. Die Verhandlungstexte (also z.B. diese hier) sollten (nun auch offiziell) veröffentlicht werden.

    Siehe aktuell auch: EU will „Anstiftung“ zu Copyright-Verstößen international strafbar machen bei Heise Online.

    Hmmja. Ich bin ja Zwangsoptimist. Andererseits fehlt mir manchmal einfach der Glaube. Und für ein euphorisches „Go, Schnarre, go!“ bin ich einfach nicht Lyssa genug. Sei’s drum, die Worte sind vernommen, ab ins Archiv damit.

    Schließlich brauchen wir noch ein paar Minuten für Constanze Kurz’ neue Kolumne im Faz.net. Constanze berichtet in der dritten Ausgabe von ihrem Treffen mit der CDU-/CSU-Fraktion, rantet ein wenig über den JMStV und liefert zum Schluß die Analogie der Woche als Cluehammer:

    19. März 2010 8
  • : Zugangserschwerungsgesetz: Offener Brief an die CDU/CSU-Fraktion
    Zugangserschwerungsgesetz: Offener Brief an die CDU/CSU-Fraktion

    Seit wenigen Wochen nun ist das lange umkämpfte Zugangserschwerungsgesetz (ZugErschwG) in Kraft, mit dem eine hochumstrittene Sperr-Infrastruktur für Webseiten geschaffen werden sollte. Die FDP hatte bereits im Wahlkampf angekündigt, Internetsperren in Regierungsverantwortung ein Ende zu bereiten. Bislang allerdings hat sich die schwarz-gelbe Koalition lediglich dazu durchgerungen, das BKA anzuweisen, keine Sperrlisten zu erstellen und sich auf das Löschen von Webseiten mit dokumentiertem Kindesmissbrauch zu konzentrieren. Jederzeit aber könnte diese Anweisung rückgängig gemacht, die Sperrlisten erstellt und die Sperr-Infrastruktur in Betrieb genommen werden.

    In einem Offenen Brief an die CDU/CSU-Fraktion (PDF) im Deutschen Bundestag fordern Aktive aus dem Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur (AK Zensur) die Unions-Abgeordneten daher nun auf, sich nun endgültig und im Einklang mit den bislang getätigten Ankündigungen – auch aus den eigenen Reihen – von dem unnötigen, kontraproduktiven und gefährlichen Sperrgesetz zu verabschieden. Möglichst bald sollen sie dazu ein Aufhebungsgesetz mit auf den Weg zu bringen, so die Bitte:

    Sehr geehrte Abgeordnete der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag,

    17. März 2010 8
  • : Nichts Neues vom JMStV?
    Nichts Neues vom JMStV?

    Es ist ruhig geworden um den Jugendmedienschutzstaatsvertrag, der, wenn ich mich recht erinnere, bereits am 25.03. den Ministerpräsidenten der Länder zu Unterschrift vorgelegt werden soll. Im 1&1‑Blog gibt es aktuell noch einmal eine Zusammenfassung von Justitiarin Saskia Franz aus Providersicht.

    Bemerkenswert finde ich – natürlich – einen Punkt, der mir irgendwie bekannt vorkommt:

    Es deutet sich an, dass die politische Initiative einiger Akteure letztlich auf den von der KJM geforderten netzseitigen Jugendschutzfilter beim Zugangsprovider zielt. Jugendschutzprogramme, die beim Zugangsprovider netzwerkseitig filtern, sind aber das Gegenteil einer nutzerautonomen Lösung.

    Mit etwas Pech wird meine Utopie Dystopie offenbar also schneller Realität, als ich es selbst für möglich gehalten hätten.

    Der JMStV wird auch auf Politcamp am 20. März in Berlin Thema sein. Eingeladen sind unter anderem Martin Stadelmaier, Chef der federführenden Staatskanzlei Rheinland-Pfalz, und Constanze Kurz vom CCC.

    Aus Rheinland-Pfalz hörte ich derweil auch, dass „Mitte März aller Voraussicht nach ein aktueller Arbeitsentwurf des JMSTV zur Verfügung stehen soll“. Das wäre nächste Woche. Schaun’ mer mal.

    12. März 2010 7
  • : Lawrence Lessig: Internet is freedom
    Lawrence Lessig: Internet is freedom

    Lawrence Lessig hat am 11. März vor dem italienischen Parlament eine Rede über „Internet is Freedom. A new frame to a central theme.“ gehalten. Ein Video findet sich bei blip.tv:

    Hier klicken, um den Inhalt von blip.tv anzuzeigen.

    12. März 2010 3
  • : Die Zukunft des Internets zwischen Kultur und Recht
    Die Zukunft des Internets zwischen Kultur und Recht

    In der Sendung artmix.gespräch auf Bayern2 gab es vergangene Woche ein Gspräch von Ania Mauruschat mit dem Internetforscher Urs Gasser vom Berkman Center über „Die Zukunft des Internets zwischen Kultur und Recht“.

    Hier ist die MP3.

    9. März 2010
  • : CSU plant Netzrat
    CSU plant Netzrat

    Die CSU will jetzt auch ihre Netzpolitik-Kompetenz verbessern und plant laut Handelsblatt die Einrichtung eines „Netzrates“. Lustig ist vor allem, dass man allen Ernstes verkündet, man sei „die erste Partei, die ein derartiges Expertengremium beruft.“ Da funktioniert die Gegnerbeobachtung wohl nicht.

    „Wir brauchen Antworten, auf die politischen Fragen, die sich im Internet zunehmend zu einem eigenen Politikfeld entwickeln. Die CSU wird in Zukunft mit einer eigenen „Internet-Politik“ auftreten“, sagte CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt Handelsblatt Online. […] Die CSU ist nach eigenen Angaben die erste Partei, die ein derartiges Expertengremium beruft.

    Mehr Netzpolitik-Kompetenz bei der CSU kann ja nicht schaden.

    8. März 2010 10
  • : BMI-Diskussion: Das Internet als Mehrwert erhalten
    BMI-Diskussion: Das Internet als Mehrwert erhalten

    Das Bundesinnenministerium hat zur zweiten Diskussionsrunde der „Perspektiven deutscher Netzpolitik“ eingeladen. Am 24. März soll in Potsdam über „Das Internet als Mehrwert erhalten“ diskutiert werden.

    Das sind die Fragestellungen in der Tagesordnung:

    15:05 Uhr Erste Diskussionsrunde
    Das Internet als Mehrwert erhalten

    Leitfragen
    Illegale Inhalte:
    Wie gehen wir mit Konflikten zwischen der Freiheit des Informationszugangs und der Bekämpfung rechtswidriger Inhalte im Internet um?
    Wie können rechtliche Instrumente ausgestaltet werden, um illegale Inhalte zu bekämpfen, ohne die Freiheitsrechte der Beteiligten mehr als notwendig einzuschränken?
    Welche Verantwortung haben Internet-Dienstleister bei der Bekämpfung illegaler Inhalte?
    Sind Netzsperren als Ultima ratio denkbar? Wenn ja, unter welchen Voraussetzungen (rechtlich/technisch)?
    Wie können wir den Grundsatz „Löschen statt Sperren“ international umsetzen? Was tun wir, wenn die internationale Kooperation an Grenzen stößt?
    Welche Ausstattung benötigen Polizei und Staatsanwaltschaften, um besser gegen illegale Inhalte vorgehen zu können?

    Geistiges Eigentum:
    Wie können Medien zum Herunterladen im Internet nutzerfreundlicher angeboten werden?
    Wie gehen wir mit massenhaften Bagatellverstöße gegen das Urheberrecht um?
    Wie kann ein gerechter Ausgleich zwischen den Interessen der Künstler und Verwerter einerseits und der Nutzer von Internetangeboten andererseits aussehen? Brauchen wir alternative, pauschale Vergütungslösungen („Kultur-Flatrate“)?

    18:00 Uhr Ende der Veranstaltung
    und kleiner Imbiss

    Eingeladen sind diesmal:

    Prof. Dr. Jo Groebel (Moderator), Dr. Lothar Thomas de Maizière, Markus Beckedahl, Patrick Breyer, Prof. Dr. Josef Drexl, Vera Falck, Prof. Dr. Petra Grimm, Dr. Florian Güßgen, Franziska Heine, Dr. Till Kreutzer, Annette Kroeber-Riel, Constanze Kurz, Stefan Michalk, Cornelia Rogall-Grothe, Prof. Michael Rotert, Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer, Alexander Skipis, Jörg Ziercke

    8. März 2010 26
  • : Weltfrauentag
    Weltfrauentag

    Am 8. März ist jedes Jahr der Weltfrauentag. Daher gibt es hier mal drei empfehlenswerte Links zum Thema.

    Kathrin Ganz hat im Blog des Feministischen Institut Hamburg über „Netzpolitik und soziale Gerechtigkeit. Ein queer-feministisch-intersektional inspirierter Blick auf die Themen der digitalen Bürgerrechtsbewegung“ geschrieben:

    Netzpolitische Themen wie die Vorratsdatenspeicherung oder Internetsperren haben in den letzten Jahren eine erstaunliche Mobilisierungsfähigkeit bewiesen. Dies hat nicht zuletzt der Achtungserfolg der Piratenpartei bei der letzten Bundestagswahl gezeigt. Die Debatten um staatliche und privatwirtschaftliche Eingriffe in das Internet und den Schutz der Privatsphäre im digitalen Zeitalter werden in der Öffentlichkeit als Themen wahrgenommen, mit denen sich vor allem technisch versierte und meist männliche Internetnutzer_innen beschäftigen. Anhand des Themas Netzneutralität und zwei Beispielen aus dem Bereich Datenschutz möchte ich zeigen, was Netzpolitik aus einer queer-feministisch-intersektionalen Sicht bedeutet, die vielfältigen sozialen Positionierungen entlang komplexer Verhältnisse sozialer Ungleichheit Rechnung trägt.

    Antje Schrupp hat sich „Drei verbreitete Irrtümer zum Feminismus“ näher angeschaut und diese Irrtümer widerlegt:

    Irrtum 1: Feminismus muss es nur geben, wenn Frauen diskriminiert werden
    Irrtum 2: Feministinnen müssen für alle Frauen sprechen
    Irrtum 3: Feministinnen müssen Männer zu ihren Gruppen zulassen

    Die Mädchenmannschaft bloggt regelmäßig über feministische Themen.

    7. März 2010 57
  • : Wie schaffen wir die Vorratsdatenspeicherung in der EU ab?
    Wie schaffen wir die Vorratsdatenspeicherung in der EU ab?

    Nach dem Urteil am Dienstag, das ja die EU-Richtlinie nicht grundsätzlich in Frage gestellt hat, haben AK Vorrat und andere schnell die Parole ausgegeben: „Dann gehen wir halt jetzt nach Europa.“

    Das kann zweierlei bedeuten: Straßburg (EuGMR) bzw. Luxemburg (EuGH), also die juristische Schiene. Da ist mir als Nicht-Jurist noch etwas unklar, ob und wie es genau weitergehen kann, wenn das Gesetz erstmal nicht mehr gilt. Das sollen bitte die Juristen schnell klären, ich höre aber bereits unterschiedliche Meinungen. Mögliche Klagen dort sind aber derzeit noch ohnehin mehr Mobilisierungs- („es besteht noch Hoffnung“)- und Droh- („wenn ihr politisch nicht hört, dann…“)-Potenzial.

    Wie ist es dann mit der politischen Schiene – also dem Marsch nach „Brüssel“?

    Ich finde es zunächst richtig und wichtig, dass die Message „wir müssen nach Europa“ so breit angekommen ist. Da kommt die Vorratsdatenspeicherung nämlich her. Und das wäre eh der Schritt gewesen, der in der Bewegung seit ein, zwei Jahren anstand („Freedom not Fear“ war ja schon ein punktueller Versuch), nun haben ihn aber viel mehr Leute verstanden. Lustig fand ich persönlich, dass ich mehrfach damit zitiert wurde, dass die nächste „Freiheit statt Angst“-Demo in Brüssel sein soll, obwohl ich das nur als Idee und eher als Frage in den Raum geworfen hatte. Es scheint also einen Resonanzboden dafür zu geben.

    Der Zeitpunkt für eine stärkere Europäisierung ist darüber hinaus äußerst günstig. Die EU-Kommission sitzt ohnehin gerade an einer Evaluation der Vorratsdatenspeicherung. (Nebenbemerkung: Es gab Ende 2009 eine öffentliche Konsultation dazu, hier die Stellungnahme des AK Vorrat. Wer jetzt hektisch Pressestatements der Justizkommissarin Viviane Reding und der Innenkommissarin Cecilia Malmström zitiert und diese als Reaktion auf das Urteil versteht, der bringt Kausalität und Koinzidenz durcheinander.) Die EU hat sich mit dem Lissabon-Vertrag eine Grundrechtecharta gegeben und sich verpflichtet, bald auch der Menschenrechtskonvention des Europarates beizutreten. Und das mit dem Lissabon-Vertrag gestärkte EU-Parlament hat bei SWIFT bereits beweisen, dass es bereit ist, für Datenschutz auch den offenen Konflikt mit den Regierungen zu suchen.

    Dennoch ist ein Abschaffen der EU-Richtlinie sehr voraussetzungsvoll. Es geht nämlich hier nicht mehr darum, einzelnen Veto-Playern den Rücken zu stärken, um zukünftigen Schaden abzuwenden. Es geht darum, eine Mehrheit dafür zu organisieren, die etwas aktiv  ändern kann und das Kind wieder aus dem Brunnen holt. Das bedeutet: Kommission, Rat und Europaparlament müssen mehrheitlich dafür sein, die Richtlinie aufzuheben oder massivst einzuschränken. Im Einzelnen:

    Kommission: Viviane Redings Position ist noch etwas unklar. Sie will vermutlich nach überall auf der sicheren Seite sein, scheint aber eher näher an uns als an den Überwachern zu sein. Jedenfalls hat sie bei ihrer Anhörung vor der Wahl der neuen EU-Kommission im Januar durchblicken lassen, dass die Vorratsdatenspeicherung damals, wenn es nach ihr gegangen wäre (sie war da noch Kommissarin für Informationsgesellschafts-Angelegenheiten), gar nicht beschlossen worden wäre. Dabei arbeitet sie aber z.T. gegen ihren eigenen Apparat. Wir hatten bei einer EDRi-Konferenz vor ein paar Wochen den Herrn eingeladen, der die Evaluierung macht, und der ist ein klarer Hardliner-Apparatschik. Reding braucht also unsere Hilfe. Sie wird sich aber nicht radikal positionieren, solange sie den Eindruck hat, dass sie im Rat eh auf Granit beissen wird. Und bei der neuen Innenkommissarin Cecilia Malmström, immerhin auch eine Liberale, sieht das alles schon nicht mehr so eindeutig aus.

    Rat: Bislang haben wir dort m.E. nur Rumänien (vermutlich aber nur widerwillig wegen des dortigen Verfassungsgerichtsurteils) sowie einen Teil der österreichischen und deutschen Regierungen hinter uns. Die schwedische Regierung hält die Füße still bis zur Wahl im Herbst (die haben Piratenangst). Die großen Parteien dort wollen aber die VDS umsetzen.

    Europäisches Parlament: Das EP könte sich eventuell auf unsere Seite schlagen, weil die Abgeordneten sich derzeit fraktionsübergreifend gerne als Datenschützer sehen. Allerdings haben die europäischen Sozialdemokraten unter ihrem Fraktionsvorsitzenden Martin Schulz damals auch der Vorratsdatenspeicherung zugestimmt. Das wird also auch nicht leicht, ist aber evtentuell  machbar, vor allem im Kontext der anstehenden SWIFT- und PNR-Auseinandersetzungen. Hier ist massive Lobbyarbeit gefragt.

    Das Hauptproblem bleibt also der Rat. Und dort brauchen wir eine Mehrheit. Die Herausforderung besteht im ersten Schritt darin, in ca. zehn anderen EU-Staaten ein öffentliches Bewusstsein dafür zu schaffen, dass es hier überhaupt ein Problem gibt. Das wird schon nicht einfach. Wir können dazu die aktuelle Debatte und potenzielle weitere Konflikte in Brüssel nutzen, aber auch bei SWIFT haben wir gemerkt, dass das außerhalb von Deutschland und Österreich kaum ein Medienthema war.

    Das heisst: Wir brauchen jetzt massive Unterstützung und Aufbauarbeit im europäischen Ausland. Dazu brauchen wir vor allem Leute, die Freunde in anderen Staaten haben, viel reisen, übersetzen können, sich mit interkultureller Kommunikation auskennen, Öffentlichkeitsarbeit können, Leute vernetzen können, EU-Prozesse ein wenig kennen, Lust haben auf internationale Freiheits-Sommercamps, etc. (Das alles natürlich nicht pro Person, sondern ergänzend.) Die „No Border“-Bewegung macht das ja schon sehr gut mit ihren Sommercamps (in Lesbos waren 2009 um die 500 Leute).

    Dennoch wird das alles schwer, weil in vielen Staaten die Vorratsdatenspeicherung bereits umgesetzt und damit nicht mehr Medienthema ist. Da muss man nationale thematische Schnittstellen finden zu anderen, ähnlich gelagerten Themen, die dort aktuell sind.

    In dieser Perspektive sind die Überlegungen für den Fortgang der Kampagne in Deutschland (FDP unter Druck setzen, De Maiziere zum Schäuble 2.0 stigmatisieren, …) nur ein kleiner, wen auch notwendiger Baustein im Gesamtkonzept. Der Schwerpunkt muss auf der europäischen Aufbauarbeit liegen. Selbst wenn wir die gesamte Bundesregierung hinter uns kriegen sollten (mal rein theoretisch), hilft uns das EU-weit nicht viel weiter.

    Wir haben also eine riesige Aufgabe vor uns. Das sollte uns aber nicht schrecken. Wir sind bisher mit unseren Aufgaben gewachsen und haben bereits heute mehr Wissen, mehr Erfahrung, mehr Netzwerke, mehr Öffentlichkeit und mehr (Infra)Strukturen als noch vor wenigen Jahren. Wir werden im Ausland oft bewundert für das, was wir aufgebaut haben. Die Leute dort haben große Lust, mit uns zu kooperieren. Darauf können wir aufbauen. Wir müssen es nur hinbekommen, dass die europaweite Bewegung sich nicht nur an (wichtigen, aber) recht selektiven Zusammenhängen wie EDRi entwickelt, sondern genauso eine Grassroots-Bewegung wird wie unsere hier.

    Packen wir es an. Das wird sicher viel Spaß machen.

    4. März 2010 25
  • : Notizen: GK Netzpolitik der SPD
    Notizen: GK Netzpolitik der SPD

    Liebe Blogleser,

    diesen Beitrag könnt ihr überspringen. Nein, ernsthaft, es ist nur eine kurze Notiz mit ein paar Schnippseln, die seit ein paar Tagen meine Zwischenablage blockieren. Lest besser Markus’ Kommentar zum VDS-Urteil. Oder fragt freundlich bei der nächsten Staatskanzlei an, wie die Politik sich das nun konkret vorstellt, mit dem Jugendschutz und dem Internet und so.

    3. März 2010 17
  • : Deutschland gegen Transparenz bei ACTA
    Deutschland gegen Transparenz bei ACTA

    Was haben Belgien, Dänemark, Portugal, Singapur, Süd-Korea und Deutschland gemeinsam? Alle Staaten sprechen sich laut einem geleakten Dokument gegen mehr Transparenz beim ACTA-Abkommen aus. Michael Geist hat eine Liste der Staaten erstellt, die laut dem Dokument für oder gegen mehr Transparenz bei dem Anti-Piraterie-Abkommen sind.

    Es ist mir vollkommen unverständlich, warum das federführende Wirtschaftsministerium in dieser Sache weiter Geheimniskrämerei betreiben will. Solange hier nicht mehr Transparenz reinkommt, müssen wir mit dem Schlimmsten rechnen. Und können nur mutmaßen, dass Deutschland im Geheimen an Internetsperrungen nach dem 3‑Strikes Modell arbeitet.

    28. Februar 2010 19
  • : Bundesregierung äussert sich zum Internet
    Bundesregierung äussert sich zum Internet

    Kommende Woche findet wieder die Cebit statt. Das ist dann die Zeit, wo Politiker sich verstärkt zum Internet äusern. Auch dieses Jahr kann man das wieder beobachten. In ihrer wöchentlichen Podcast-Ansprache erzählt Bundeskanzlerin Angela Merkel von den Gefahren im Netz und erklärt, dass das Internet kein rechtsfreier Raum sei (Transcript als PDF)

    Den rechtsfreien Raum hat Constanze Kurz bei tagesschau.de schon passend kommentiert:

    „Seit Jahren ist bekannt, dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist, es war es auch nie“, wundert sich der Chaos Computer Club. „Zur Verbesserung der Ausstattung der Landespolizeien verliert sie dagegen kein Wort, auch wenn sie ‚Rechtssicherheit’ einfordert.“ Dabei sei es bekannt, dass „es Vollzugsdefizite sind, die Probleme verursachen“, sagt die Informatikerin Kurz.[…] Merkel solle sich „vielleicht an ihrem vergleichsweise modernen Innenminister orientieren“, der einen „wegweisenden Text zur Netzpolitik“ veröffentlicht habe, empfehlen die Computerexperten und Datenschützer des CCC.

    Ganz ohne rechtsfreien Raum kommt hingegen Innenminister Thomas de Maiziere in einem relativ entspannten und liberal gehaltenen Gastbeitrag im Tagespsiegel aus: Digitaler Datenverkehr.

    Das Internet bietet große Chancen zur Selbstverwirklichung. Zugleich wachsen mit seiner Komplexität und Undurchschaubarkeit die Risiken. Umso wichtiger ist es deshalb, das Internet gemeinsam so zu gestalten, dass die verantwortliche Selbstbestimmung tatsächlich im Mittelpunkt steht.

    In dem Artikel kündigt de Maiziere u.a. eine Arbeitsgruppe zum Datenbrief an, um für diesen ergebnisoffen mit Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft ein Konzept zu entwickeln. Verrückte Welt: Klar gegen den Datenbrief ist hingegen die FDP.

    28. Februar 2010 7
  • : Die letzten Links der vergangenen Woche
    Die letzten Links der vergangenen Woche

    Hier sind einige Links der letzten Woche, die ich bisher nicht gebloggt habe.

    Zeit.de: Was Microsoft alles der Polizei verrät.

    All die Daten, die Seiten wie Facebook über Nutzer sammeln, kann auch die Polizei bekommen. Was genau sie kriegt, steht in Handbüchern, die nun veröffentlicht wurden.

    Lobbycontrol: Parteitags-Lobbyismus aus Insider-Sicht.

    Mal abseits von zweifelhaften Angeboten für Gespräche mit Rüttgers – Was läuft eigentlich sonst in den Vorhallen der Parteitage? Um uns ein genaueres Bild zu machen, haben wir mit Leuten gesprochen, die in der letzter Zeit mit (eher kleineren) Ständen auf verschiedenen Parteitagen vertreten waren. Sie haben uns ihre Eindrücke geschildert:

    Guardian: Is copyright getting in the way of us preserving our history?

    The issue of copyright is a global nightmare for anyone interested in digital preservation

    Spiegel: Konkurrenten wollen Google Manipulation nachweisen.

    Sie haben Intel und Microsoft zu Rekordstrafen verdonnert – jetzt knöpfen sich Europas Wettbewerbshüter Google vor. Sie prüfen, ob der IT-Riese Konkurrenten bei der Anzeige von Suchergebnissen benachteiligt. Der Konzern reagiert gelassen, doch interne Papiere zeigen: Die Vorwürfe haben Gewicht.

    Spiegel: Google will nicht für Nutzerinhalte haften.

    Google soll büßen: Weil das von einem Nutzer hochgeladene Video einer Misshandlung nicht schnell genug von einer Seite der Firma verschwand, wurden Manager zu Bewährungsstrafen verurteilt. Google ist empört – und warnt vor den Folgen einer solch „hanebüchenen“ Rechtsprechung.

    GigaOm: On Google, Italy and the Future of Media.

    Jürgen Kuri bei Webciety über „Digitale Aufklärung“.

    28. Februar 2010