Generell

Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.

  • : Video Podcast der Tagesschau
    Video Podcast der Tagesschau

    Das ist doch mal eine schöne News: Die Tagesschau bietet endlich ein Video-Podcast an. Die Sendungen sollen kurz nach der Ausstrahlung online stehen und in einem MPEG4-Videoformat (mit h264 und AAC) kodiert sein.

    [via Tim]

    9. November 2005 6
  • : Neue Firefox-Kampagnen zum ersten Geburtstag
    Neue Firefox-Kampagnen zum ersten Geburtstag

    Zum einjährigen Geburtstag von Firefox hat DownhillBattle gleich zwei Kampagnen gestartet. Ziel der beiden Kampagnen ist es, IE-Nutzer zum Wechsel auf Firefox zu bewegen. Und den Marktanteil des Internet Explorers auf unter 50% zu bekommen. Momentan sind es immer noch ca. 85%.

    Kill Bills Browser“ bietet 13 Gründe, vom Internet Explorer auf den Firefox umzusteigen. Darunter beispielsweise:

    10. It’s like switching from dating a 14-year-old to dating an 18-year-old.
    …for a 16 year old, we mean. You know, it’s a win-win.

    Explorer Destroyer“ spielt mit einer Ankündigung von Google, für jeden neuen Firefox-Nutzer, welcher über das Google-Adsense Programm auf Firefox umsteigt, einen Dollar zu bezahlen.

    Die Leser von netzpolitik.org nutzen übrigens zu 41,3% den Firefox, nur 13,4% surfen mit dem IE hierher.

    9. November 2005 6
  • : Interview mit Lawrence Lessig zum WSIS
    Interview mit Lawrence Lessig zum WSIS

    Die Zeitschrift Foreign Policy hat ein Interview mit Lawrence Lessig zum WSIS geführt: Battling for Control of the Internet. Themen sind u.a. Internet Governance, Zensurtechnologien und die politische Regulation des Internets. Interessant ist ein Punkt, wo Lessig darauf verweist, dass ihm bei einer WSIS-Vorbereitungskonferenz untersagt wurde, über eine notwendige Balance im Urheberrecht zu sprechen. Das ist eigentlich bezeichnend für den ganzen WSIS-Prozess, entscheidende Fragen einer wachsenden Informationsgesellschaft wurden gerne von den Diplomaten ausgeblendet.

    LL: I question whether the [summit] is considering all the issues it needs to be. I was a speaker at one of the preparatory committees and, before my speech, I was asked about what I was going to talk about. I said I was going to talk about the need for balanced intellectual property rules in order to produce the best information society [possible]. The chairman of my session said I was not allowed to talk about intellectual property. She said that’s a problem for the World Intellectual Property Organization. It was ridiculous. It revealed a way in which the deal was struck to establish the World Summit on the Information Society, which was as long as you don’t touch intellectual property you can talk about whatever you want. The insane thing about that position is that there’s no way to strike the right balance unless you consider intellectual property. [For example,] database rights are going to fundamentally affect the future of the information society. The question remains whether the [summit] will be allowed to develop any coherent policy position about the proper balance for intellectual property. My skepticism suggests that they won’t. This issue will be negotiated off the table by those who want to keep control over that policy.

    Bei intern.de gibt es eine deutschsprachige Zusammenfassung des Interviews: Kontrollansprüche der EU – eine Folge der US-Außenpolitik.

    9. November 2005
  • : Drogen, Pornos, Waffen, Funkgeräte?
    Drogen, Pornos, Waffen, Funkgeräte?

    Eigentlich hatte ich die Idee, zum WSIS nach Tunesien vier Funkgeräte mitzunehmen, welche wir für grössere Veranstaltungen im Büro rumliegen haben. Würde einiges an Koordinierungkosten senken, da Internetzugang nicht wirklich gewährleistet ist und Handy-Roamingkosten nicht besonders günstig sind. Nun stelle ich nur ganz verwundert fest, dass eben diese explizt nicht eingeführt werden dürfen:

    Strengstens verboten ist die Einfuhr von Rauschgift, Pornographie, Gold (ausgenommen Schmuck zum persönlichen Gebrauch), Waffen (Ausnahme bei Jagdwaffen, für die besondere Bestimmungen gelten) sowie Sprechfunkgeräte jeder Art (auch CB-Funk).

    Also den Rest kann ich ja noch irgendwie nachvollziehen, aber Sprechfunkgeräte im Zeitalter von Handies verbieten? Haben die Angst vor nicht so leicht kontrollierbaren Funkgeräten? Auf jeden Fall schade. Und gut, dass ich diese Info nicht erst am Flughafen in Tunis bekomme.

    8. November 2005 2
  • : Nachrichtenüberblick 08.11.
    Nachrichtenüberblick 08.11.

    In Wien wurde gestern der Positivpreis der BigBrotherAwards an Europaparlamentarier vergeben. Dabei äusserte sich die Abgeordnete Eva Lichtenberger auch zur Vorratsdatenspeicherung. Heise hat mehr: EU-Abgeordnete: Nur Gerichte können TK-Vorratsdatenspeicherung stoppen.

    Brasilien startet mit der Auslieferung von preiswerten Linux-Rechnern, wie Pro-Linux zu berichten weiss.

    Neues vom SonyBMG-Rootkit Kopierschutz: Während SonyBMG im Moment versucht, das PR-Desaster damit zu beschwichtigen, dass die CDs nicht in Europa verkaft werden, kommen neue Informationen ins Netz. Demnach telefoniert das Rootkit „nach Hause“ und übermittelt Daten wie Uhrzeit, IP-Adresse und Album-ID. Diese eignen sich prima für detaillierte Nutzungsprofile, dienen aber natürlich nach Angaben von SonyBMG nur der Übertragung von Bannern. Wer’s glaubt…

    Der österreichische Datenschutzrat hat sich am Dienstag für eine umfassende Regelung der privaten Videoüberwachung ausgesprochen: Regeln für private Videoüberwachung.

    In Frankreich wurden die ersten drei Teenager verhaftet, welche in ihren Blogs zur Gewalt aufgerufen haben sollen. Bei Telepolis findet sich ein interessanter Artikel dazu: Frankreich geht gegen Blogger vor.

    Doch die von ihm angesprochene Kommunikation „von Ort zu Ort, von Stadt zu Stadt per Internet“ beweist nicht die „gegenseitige Koordination“, sondern nur, dass auch ausgegrenzte Kids neue Medien nutzen, um sich teilweise ihrer Aktionen zu rühmen oder bei einem makabren Wettkampf die Ergebnisse auszutauschen. Dass es eine steuernde Kraft gibt, ist fraglich. Bislang gibt es dafür keine Hinweise. Bei der massiven Berichterstattung bedarf es wohl auch nicht des Internet, um Nachahmer zu finden, wenn es zudem vergleichbaren Unmut im ganzen Land gibt.

    8. November 2005 2
  • : Grokster geschlossen
    Grokster geschlossen

    Grokster verkauft sich gerade an die „Musikindustrie“. „Die große Zeit des File-Sharings ist vorbei“, erklärte Franz Medwenitsch, Geschäftsführer der IFPI Austria, im Gespräch mit pressetext. Ich will ja keine Illussionen zerstören, aber die Aussage erscheint echt naiv. Wer nutzte denn schon/noch Grokster? Damit ist nur eine weitere Filesharing-Börse der zweiten Generation beendet worden. Längst haben sich die Nutzer den Tools der dritten Generation, wie eMule oder Bittorrent, zugewendet. Und die Downloadzahlen der DRM-Shops stagnieren weltweit.

    8. November 2005
  • : Internet Governance: US-Senator warnt vor „digitalem München“
    Internet Governance: US-Senator warnt vor „digitalem München“

    Die Debatte rund um „Internet Governance“ verschärft sich gerade in den USA. Ein Senator ist sich nicht zu schade, gleich vor einem „digitalen München“ zu warnen. Zuerst dachte ich ja, der meint die Entscheidung Münchens, auf Linux zu setzen. Aber tatsächlich kommt die Nazi-Keule raus und er meint den Nicht-Angriffspakt von 1938. Florian Rötzer fasst aktuelle Entwicklungen der Debatte auf Telepolis zusammen: Kampf um die Kontrolle des Internet.

    Bei den UN-Verächtern und Vertretern der US-Suprematie hat dies natürlich nicht gefruchtet. Man bleibt dabei, die alten Ängste zu schüren. Im Wall Street Journal durfte jetzt Senator Coleman noch einmal in einem Kommentar Position beziehen – und die viel bei einem bekannten Verächter der UN drastisch aus, der vor kurzem auch schon den Rücktritt von Kofi Annan gefordert hatte. Die Frage, wie das Internet verwaltet werden soll, wird gleich in den Hintergrund des Zweiten Weltkriegs eingetragen. Wer jetzt, wie beim Münchner Abkommen, nachgebe, begehe sozusagen Verrat an der Freiheit und arbeite den Kräften des Bösen zu. 1938 vereinbarten Hitler, Mussolini, Chamberlain und Daladier, dass die Tschechoslowakei um den Friedens Willen das Sudetengebiet an das Deutsche Reich abtreten müsse.

    Die UN gilt nämlich ausgerechnet der in Korruption, Tricksereien und Propagandamachenschaften tief verstrickten US-Regierung und vielen Republikanern als Hort der Korruption und der politischen Beeinflussung, während die USA als Garant des Rechts und der Freiheit dargestellt wird. Daher ruft Coleman zur Verteidigung des Internet als eines Mediums auf, das nicht unter die Kontrolle der UN geraten dürfe und weiterhin Freiheit und Unternehmertum dienen müsse. Drastisch wird, wie gerne, wenn es um das Verhältnis UN und USA geht, gemacht wird, eine Verschwörungstheorie aufgebaut:

    8. November 2005
  • : „Wirtschaftliche Ineffizienz“ dank Software-Patenten
    „Wirtschaftliche Ineffizienz“ dank Software-Patenten

    Die Studie des Center for Economic and Policy Research in Washington, D.C. suggeriert es bereits in seinem Titel „Open Doors and Smashing Windows“: Ökonom Dean Baker hat nicht nur alternative Finanzierungsmöglichkeiten für Software untersucht, seine Forschung beschäftigt auch sich damit, wie Copyright und Patente in Bezug auf geistiges Eigentum „zu wirtschaftlicher Ineffizienz führen“.

    Die Entwicklung von Freier Software, so Baker, würde dem amerikanischen Staat und dem Endverbraucher günstigere Software und infolgedessen auch billigere Computer bescheren. Der Grund sei, wie Baker erklärt: „Die Computersoftware-Industrie wird gewöhnlich als Speerspitze der US-amerikanischen Technologie angesehen. Gleichzeitig verlässt sich die Industrie zum Großteil auf den staatlichen Protektionismus in Form von Copyright und Patenten, den Relikten eines feudalen Zunftsystems, um die Entwicklung von neuer Software zu finanzieren. Die Abhängigkeit von diesen antiquierten Mechanismen führt sowohl zu ökonomischer Unfähigkeit für die Wirtschaft als ganze, als auch zu Software von schlechterer Qualität, als in einer Umgebung möglich wäre, in der alle Software gemeinfrei [public domain] ist.“ – Also der Öffentlichkeit zur freien Verfügung und Weiterverarbeitung offen steht. Die Studie empfiehlt außerdem zur Finanzierung von Unternehmen, die Freie Software entwickeln, eine Mischung aus direkter staatlicher Unterstützung und einem System aus individuellen Belegen.

    Wie CNET berichtet, ist die Entwicklung von Open Source-Software bereits für amerikanische Unternehmen attraktiver geworden: Eine Untersuchung der National Venture Capital Association besagt, dass letztes Jahr zwölf Software-Firmen unterstützt wurden, die 70 Millionen Dollar erwirtschafteten – das sind umgerechnet knapp 59 Millionen Euro. Im dritten Quartal 2005 haben nun bereits 18 Firmen in Amerika eine Förderung von insgesamt 145 Millionen Dollar erhalten.

    8. November 2005
  • : Steuern sparen in Europa mit Microsoft
    Steuern sparen in Europa mit Microsoft

    Das Microsoft seine europäischen Lizenzen in Irland versteuert, war ja schon länger bekannt. Die Computerwoche hat jetzt genauere Angaben, wie das Steuersparmodell funktioniert:

    Der Trick: Über eine Holding namens Flat Island Co. vergibt Round Island die Lizenzen für Microsoft-Anwendungen im gesamten Emea-Raum. Anschließend leitet die Gates-Company die Lizenzerlöse zurück nach Irland zu Round Island, das nicht einmal 17 Millionen Dollar Steuern an die 20 Länder abführt. Ein Großteil des Gewinns, immerhin 4,1 Milliarden Dollar in 2004, werden zu einem Unternehmenssteuersatz von gerade einmal 12,5 Prozent in Irland versteuert.

    Insgesamt spart Microsoft damit mehr als 500 Millionen Dollar im Jahr. Lesenswert.

    8. November 2005
  • : 2x WSIS und Internet Governance
    2x WSIS und Internet Governance

    Es gibt zwei neue aktuelle Artikel zum WSIS. In der Online-Ausgabe der ZEIT geht es um die umstrittene Frage des „Internet Governance“: „Monroe“ im Cyberspace.

    Möglicherweise will die EU die amerikanische Regierung mit ihrer Forderung nur unter Druck setzen und im internationalen Dialog halten. Der Frontverlauf ist nicht so eindeutet, und die USA sind nicht so isoliert, wie es den Anschein hat. Einiges deutet darauf hin, dass eine Lösung in einer Art Weltinternetforum liegen könnte, in dem die Entwicklung des Internets koordiniert würde in einer Form, die auch für die US-Regierung akzeptabel wäre.

    Und Wolfgang Kleinwächter berichtet auf Telepolis über eine Tagung des Global Business Dialogue on eCommerce in Brüssel, wo „Internet Governance“ auch eine Rolle spielte: Das Internet und die gefühlte Bedrohung.

    7. November 2005
  • : Reporter ohne Grenzen präsentieren Wirtschafts-Bündnis gegen Zensur
    Reporter ohne Grenzen präsentieren Wirtschafts-Bündnis gegen Zensur

    Reporter ohne Grenzen haben heute in New York eine Pressekonferenz veranstaltet, wo ein „Joint Statement on Freedom of Expression and the internet“ (PDF) von 25 Investmentfonds, Forschungsinstitute und Stiftungen mit insgesamt 21 Mrd Dollar Investitionsvermögen vorgestellt wurde. Hier ist ein Auszug aus der Pressemitteilung: Investment funds and analysts to monitor what Internet firms do in repressive countries.

    While pleased with this initiative, Reporters Without Borders wanted to go further and get other investment firms and business analysts to take a stand on the issue. So, together with Boston Common and Domini, it drafted a „Joint Statement on Freedom of Expression and the Internet.“ The signatories affirm that respect for free expression is one of the criteria they will take into account when deciding where to invest. They add that they will step up their monitoring of Internet sector companies whose business activities have an impact on the free flow of information online. And they also undertake to support resolutions favouring free expression that are presented at shareholders’ meetings.

    7. November 2005 1
  • : Raubkopierer sind Verbrecher Teil 234
    Raubkopierer sind Verbrecher Teil 234

    Raubkopierer sind Verbrecher Teil 234: Heise berichtet über die weitere Kampagnen-Präsentation. Es gibt eine neue Webseite mit einem „viralen“ Spot und das „Ende der Schonfrist“ wurde mal wieder mit markigen Worten eingeleitet.

    Die Message der Kampagne ist immer noch manipulierend und widersprüchlich. Mal heisst es, es würde mit der Kampagne nur das kriminelle gewerbliche Kopieren thematisiert. Dann wieder werden Falschaussagen gemacht: „Leute, das große Downloaden ist nach wie vor illegal, ihr könnt euch nicht verstecken.“ Ziel ist die ständige Manipulation, dass das private Kopieren auch schon ein Verbrechen darstellt.

    7. November 2005 2
  • : Gefährliche Blogs?
    Gefährliche Blogs?

    Mario Sixtus kommentiert in der Technology Review die Forbes-Titelgeschichte, wonach Blogs böse und gefährlich sind: Die Blogoschmiere.

    Blogs sind die bevorzugte Plattform des „Online-Lynch-Mobs“, sie versprühen „Lügen und Beleidigungen“ und sie haben nur ein Ziel: Zerstören. So lässt sich die aktuelle Titelstory des amerikanischen Wirtschaftsmagazins Forbes zusammenfassen. Autor Daniel Lyons schildert darin die Welt der Blogs als eine digitale Ausgabe des Wilden Westens, wo vermummte Desperados permanent über hilflose Geschäftsleute herfallen, wo Unternehmen zugrunde gehen – von Banden böswilliger Blogger in den Tod gehetzt. Den Artikel einseitig zu nennen, wäre eine Untertreibung, er ist vor allem eines: phantasievoll.

    Lesenswert.

    7. November 2005 1
  • : Data-Mining in Wahlkämpfen
    Data-Mining in Wahlkämpfen

    Gestern Abend lief im ORF-Radio die Sendung Matrix mit dem Titel „Computer als politische Waffe“. Das Thema ist sehr interessant, da es hier um Data-Mining in politischen Wahlkämpfen ging. Aus Effizienzgründen wird der Datenschutz über Bord geworfen, damit der Kampf um unentschlossene Wähler und die richtigen Zielgruppenansprache gewonnen wird. Der letzte US-Präsidentschaftswahlkampf zeigte, wohin die Reise geht. und auch bei der letzten britischen Wahl wurden dieselben Tools eingesetzt. Etwas pikant ist die Tatsache, dass Konservative gerne auf die Software Voter-Vault (Data-Mining im US-Wahlkampf) zurückgreifen, die via Offshoring in Indien programmiert wird. Auch im letzten Bundestagswahlkampf sollen vor allem die grossen Parteien Data-Mining zum „Mikro-Targeting“ eingesetzt haben. Der Futurezone-Artikel zur Sendung liefert einiges an Hintergrundinformationen.

    Hat zufällig jemand die Sendung mitgeschnitten und kann mir einen Link zum Download senden?

    7. November 2005
  • : WSIS-Blogs
    WSIS-Blogs

    Jetzt gibt es auch wieder einen Planet für Blogger, die beim WSIS teilnehmen: WSIS-Blogs. Werden vermutlich noch einige dazu kommen.

    7. November 2005
  • : Petition für offene Formate in Bundesbehörden
    Petition für offene Formate in Bundesbehörden

    Seit Anfang September gibt es die Möglichkeit, online Petitionen an den Bundestag einzureichen und unterschreiben zu lassen. Golem weist auf eine aktuelle Petition hin, welche den Einsatz von offene Formaten in Bundesbehörden fordert. Knapp 250 Unterschriften gibt es bisher, bis zum 27. Dezember kann noch unterschrieben werden.

    Hier ist der Text:

    7. November 2005 3
  • : WSIS wieder ohne Netz?
    WSIS wieder ohne Netz?

    Als vor zwei Jahren in Genf der erste World Summit on the Information Society (WSIS) stattfand, waren wir vor Ort ziemlich geschockt: Es gab kein freies Netz. Und das, wo doch mit diesem Gipfel erstmalig die Verringerung der digitalen Spaltung weltweit thematisiert wurde. Im Vorfeld hatte niemand wirklich damit gerechnet, da bei allen UN-Vorbereitungskonferenzen (Sogenannten Prepcoms) ausreichende WIFI- und Kabelanbindung gewährleistet war. Auf dem WSIS 1 gab es zwar ein riesiges Internetcafe, welches zu unserer Freude auch komplett unter Linux lief, allerdings waren die Rechner nicht nutzbar. Fast alle Ports waren weggefiltert, noch nicht einmal Webmail-Interfaces mit SSL konnten genutzt werden, vom Notebook anschliessen ganz zu schweigen. Für drei Tage sollten man umgerechnet 220 Euro für SwissCom-WIFI zahlen. Wir gaben damals eine Pressemitteilung dazu raus und planten Alternativen. Wir brachten einen eigenen WIFI-HotSpot mit nach Genf und dank eines schweizer Studenten, der unsere Pressemitteilung gelesen hatte, bekamen wir noch einen zweiten. So konnten wir wenigstens rund um die wenigen Civil Society Büros ein kleines freies Netz aufbauen, weil dort Kabel hin verlegt wurden. Bezeichnenderweise gab es damals jeden Abend freies Netz auf dem Gegengipfel. Das war für viele die einzige Möglichkeit, wenigstens mal Mails zu checken. Von einer netzbasierten Kommunikation während des Gipfels, wie von der Zivilgesellschaft im ganzen Prozess praktiziert, blieb so nichts übrig. Wikis, Mailinglisten, Chats und IM konnten nicht wirklich genutzt werden.

    7. November 2005
  • : Wer ist eigentlich Markus?
    Wer ist eigentlich Markus?

    Markus ist vermutlich zu bescheiden, um darauf hinzuweisen, also mach ich das mal: Falk Lüke hat für das Online-Magazin Zuender der „Zeit“ ein Portrait über Mr. Netzpolitik himself, Markus Beckedahl, geschrieben: Ein ungleicher Kampf.

    7. November 2005 2
  • : Kommentar von Kofi Annan zum WSIS
    Kommentar von Kofi Annan zum WSIS

    Der UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat in der aktuellen Washington Post ein Editorial zum in der übernächsten Woche startenden World Summit on the Information Society (WSIS) verfasst. Hier ist ein kleiner Ausschnitt daraus: The U.N. Isn’t a Threat to the Net.

    The main objective of the World Summit on the Information Society to be held this month in Tunisia is to ensure that poor countries get the full benefits that new information and communication technologies – including the Internet – can bring to economic and social development. But as the meeting draws nearer, there is a growing chorus of misinformation about it.

    One mistaken notion is that the United Nations wants to „take over,“ police or otherwise control the Internet. Nothing could be farther from the truth. The United Nations wants only to ensure the Internet’s global reach, and that effort is at the heart of this summit.

    Strong feelings about protecting the Internet are to be expected. In its short life, the Internet has become an agent of revolutionary change in health, education, journalism and politics, among other areas. In the United Nations’ own work for development, we have glimpsed only the beginning of the benefits it can provide: for victims of disaster, quicker, better-coordinated relief; for poor people in remote areas, lifesaving medical information; and, for people trapped under repressive governments, access to uncensored information as well as an outlet to air their grievances and appeal for help.

    6. November 2005
  • : Montag ist Webtag
    Montag ist Webtag

    Morgen findet in Köln der so genannte „Web-Montag“ statt: Der Veranstalter Tim Bonnemann, der seit Mai in Kalifornien arbeitet, möchte damit auch in Deutschland das weite Feld von Social Software und Co. fördern und Interessenten zum öffentlichen Brainstorming einladen:

    Web-Montag – bringt Anwender, Entwickler, Gründer, Unternehmer, Forscher, Pioniere, Blogger, Podcaster, Designer und sonstige Interessenten zum Thema Web 2.0 (im weiteren Sinne) zusammen.

    Themen: Ajax, API, Atom, Collaboration, E‑Democray, E‑Learning, Emerging Technology, Feeds, FOAF, Folksonomy, Identity, Instant Messaging, Location-based Services, Long Tail, Microformats, Mobile, Multimodal Interactive (Wireless Voice), Open Source, Podcasting, Privacy, RFID, RSS, Search, Security, Semantisches Web, Social Bookmarking, Social Networks, Social Software, Spam, Syndication, Tags, Tagging, Voice over IP (VoIP), Web 2.0, Weblogs, Web Services, Wikis, Wireless, XFN…

    Montag abend am 18 Uhr im Hallmackenreuther in Köln. Alle Informationen in Tims Wiki.

    6. November 2005