Generell

Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.

  • : Creative-Commons-Werke mit Google finden
    Creative-Commons-Werke mit Google finden

    Mit Googles Erweiterter Suche kann man jetzt auch Suchergebnisse gezielt nach Inhalten unter Creative-Commons-Lizenzen filtern, die eingeschränkt weiterverwendet werden dürfen („allow some forms of re-use“) oder nur wenig Einschränkungen haben („can be freely modified, adapted or build upon“). Leider geht das bisher nur via google.com, noch nicht auf der deutschen Version der Suchmaschine.

    Google folgt damit dem Vorbild von Yahoo, wo bereits seit einem halben Jahr (wir berichteten) explizit eine CC-Suche existiert.

    [via Lawrence Lessig]

    5. November 2005
  • : TechnoFeminism: Gender Relations in a Digital Age
    TechnoFeminism: Gender Relations in a Digital Age

    Interessante Veranstaltung am Montag in Berlin: TechnoFeminism: Gender Relations in a Digital Age.

    Vortrag von Judy Wajcman am 7. November 2005 innerhalb des Interdisziplinären Forschungscolloquiums „Wissenschaftsforschung als Geschlechterforschung“

    5. November 2005 1
  • : Nachrichtenüberblick 04.11.
    Nachrichtenüberblick 04.11.

    Ungefähr 90 Tage braucht die Polizei in England, um Festplatten von (potentiellen) Terroristen durchsuchen zu können: How long does it take to crack a terrorist hard drive?

    Unter dem Motto »Race against root« wird am 9. September 2006 nach Treuchtlingen eingeladen: Wettstreit der Betriebssysteme wird mit Seifenkisten entschieden. Treuchtlingen ist übrigens eine kleine Gemeinde in Bayern, wo schon seit bald drei Jahren in der kommunalen Verwaltung auf Alternativen gesetzt wird.

    Der Stern berichtet über OpenOffice 2.0: Her mit den Billigarbeitern.

    Die Mozilla-Foundation veranstaltet unter dem Motto „Extend Firefox“ einen Erweiterungs-Wettbewerb, damit beim Erscheinen von Firefox 1.5 genug Plugins zur Verfügung stehen. Es gibt auch einige Preise zu gewinnen: Firefox 1.5: Erweiterungs-Wettbewerb.

    Gestern schon berichtete Heise über Probleme beim Start des biometrischen Passes: Und wenn der Mensch ein Mensch ist: Holpriger Start für den ePass.

    Wie zu erwarten, kümmert sich die grosse Koalition äusserst schnell um weitere Sicherheitspakete. Die Antiterrordatei soll kommen und sonst sieht es für den Datenschutz auch nicht gut aus: Schwarz-rote Koalition will Datenschutz auf den Prüfstand stellen.

    Aber auch Dänemark plant weitere Anti Terror Massnahmen, darunter die Videoüberwachung öffentlicher Plätze, eine Vorratsdatenspeicherung von einem Jahr, weniger Datenschutz nd das übliche Verschärfungsprogramm: Dänemark will neue Gesetze gegen den Terror.

    Die neu entfachte Debatte um die Broadcast-Flag in den USA spiegelt sich auch in deutschen medien leicht wieder. Heise berichtet ausführlich darüber: US-Abgeordnete beraten über Kopierschutz für digitalen Content . Und Mathias Spielkamp hat für Golem einen Artikel darüber geschrieben: US-Gesetzentwurf soll TV-Aufnahmen einschränken.

    Äusserst lesenswert ist ein Kommentar von Bruce Schneier zur drohenden Einführung von RFID in US-amerikanischen Pässen: Fatal Flaw Weakens RFID Passports.

    Überraschung: Urheberrecht verzögert Internet-TV.

    4. November 2005 1
  • : James Boyle zum 15. Jahrestag des WWW
    James Boyle zum 15. Jahrestag des WWW

    James Boyle hat eine Kolumne in der Financial Times zum 15. Geburtstag der ersten Webseite geschrieben. Seiner Meinung nach würde das Netz, wenn es heute erschaffen werden würde, keine Chance haben: Web’s never-to-be-repeated revolution.

    That is a shame, because there are three things that we need to understand about the web. First, it is more amazing than we think. Second, the conjunction of technologies that made the web successful was extremely unlikely. Third, we probably would not create it, or any technology like it, today. In fact, we would be more likely to cripple it, or declare it illegal.

    Schuld daran sind seiner Meinung nach u.a. Anwälte, Interessensverbände wie die Musik- und Filmindustrie und internationale Organisationen wie die WIPO, welche massiv versuchen, das Netz zu regulieren.

    Sein Fazit:

    And of course it is. But it is also much, much more. The lawyers have learnt their lesson now. The regulation of technological development proceeds apace. When the next disruptive communications technology – the next worldwide web – is thought up, the lawyers and the logic of control will be much more evident. That is not a happy thought.

    Aber zum Glück wurde das Netz vor 15 Jahren erschaffen. Hoffnung bleibt also noch.

    4. November 2005
  • : Reporter ohne Grenzen kündigen Bündnis gegen Zensur an
    Reporter ohne Grenzen kündigen Bündnis gegen Zensur an

    Reporter ohne Grenzen haben für den kommenden Montag eine Pressekonferenz in New York angekündigt. In dieser soll ein Bündnis von 25 Investmentfonds, Forschungsinstitute und Stiftungen mit insgesamt 21 Mrd Dollar Investitionsvermögen eine Absichtserklärung vorstellen, zukünftige Investitionen in Technologieprojekte darauf zu überprüfen, ob diese Zenurtechnologien fördern. Diese berichtet die Pressefreiheitsorganisation auf ihrer Homepage und auch die Netzeitung hat einen Artikel darüber: Verzicht auf Investitionen in Internet-Zensur.

    Passend dazu gibt es noch bei der Deutschen Welle einen Artikel über die Zensur des bei den BoBs nominierten chinesischen Weblogs: Chinesische Blog-kade.

    4. November 2005
  • : Meinungsfreiheit in China: Blog gesperrt
    Meinungsfreiheit in China: Blog gesperrt

    Das Weblog von Wang Yi, welches in der Kategorie Meinungsfreiheit bei den „Best of the Blogs“ der Deutschen Welle nominiert wurde, ist kurz nach der Nominierung durch eine staatliche Intervention aus dem Netz genommen worden.

    Reporter ohne Grenzen gab dies heute in einer Pressemitteilung bekannt und kritisierte die Intervention: Chinese blog shut down just days after being nominated for free expression contest.

    „We call for the immediate reopening of this blog and we point out that the Chinese constitution is supposed to guarantee free expression,“ the press freedom organisation said. „In a country where self-censorship reigns, we should salute the courage of the few bloggers like Wang who dare to publicly protest against government bans.“

    3. November 2005
  • : Interview zu Open Source und Usability
    Interview zu Open Source und Usability

    Julius Stiebert hat für Golem ausführlich die Usability-Expertin Ellen Reitmayr zum World Usability Day über „Open Source & Usability“ befragt. Dreimal „Usability“ in einem Satz war schon bewusst, immerhin ist dieser Tag heute.

    3. November 2005
  • : Nachrichtenüberblick 03.11.
    Nachrichtenüberblick 03.11.

    Science@ORF berichtet über wissenschaftliche Podcasts und stellt einige erfolgreiche vor: Podcasts erobern die Wissenschaft.

    Heute scheint wohl der Tage des Online-Journalismus zu sein. Die FAZ berichtet über die Tagung der „Online News Association“ (ONA) in den USA, wo sich der Herausgeber der New York Times ausgiebig zu Blogs und Wikis geäussert hat: Journalismus im Internet – Der neue Wilde Westen.

    In unserem Lande findet der „2. Frankfurter Tag des Onlinejournalismus“ statt. Die Tagesschau hat dazu ein Dossier über Online-Journalimus erstellt und dazu gibt es einen Artikel über den Status quo und Zukunft des Online-Journalismus: Was Google, DSL und Blogs für die Medien bedeuten.

    Das „Internet Governance Project“ hat einen Bericht zur Zukunft des DNS-Systems und die Frage um ICANN veröffentlicht. Monika Ermert beschreibt die Essentials auf Heise: Forscher fordern „ent-nationalisierte“ ICANN.

    Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, fordert eine Vorratsdatenspeicherung von mindestens zwölf Monaten und will gleichzeitig die Industrie zur Terrorabwehr einsetzen.

    Und die US-amerikanische Filmindustrie fordert 600000 Dollar von einem 67-jährigen Rentner, weil dessen 13-jähriger Sohn vier Filme via Filesharing heruntergeladen hat. Der Propaganda-Feldzug wird härter, bald geben sie auf?

    Heise weist auf eine interessante Umfrage der Zeit in Zusammenarbeit mit der HU-Berlin hin: Allgegenwärtige Infotechnik vs. informationelle Selbstbestimmung?

    Die Wochenzeitung Die Zeit hat gemeinsam mit der Berliner Humboldt-Universität eine Online-Umfrage zu den Auswirkungen von Ubiquitous Computing, RFID, Data Mining mit Kundenkarten und Scoring auf die Privatsphäre gestartet. Die Erhebung soll Erkenntnisse für das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Projekt Taucis (Technikfolgen-Abschätzung Ubiquitäres Computing und Informationelle Selbstbestimmung) bringen, welches das Institut für Wirtschaftsinformatik der Uni gemeinsam mit dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz in Schleswig-Holstein durchführt. Ein Schwerpunkt von Taucis stellt die Frage dar, inwieweit die in immer mehr Lebensbereiche eindringende, allgegenwärtig werdende Informationstechnik die (informationelle) Selbstbestimmung des Menschen einschränkt und inwiefern sich die Bürger eine Gängelung durch die Maschinen gefallen lassen.

    Dazu bietet die Zeit ein interessantes Interview mit der Forscherin Sarah Spiekermann zu der Umfrage: Soll das Auto die Werkstatt alarmieren?

    ZEIT: Um welche Technik geht es dabei konkret?

    Spiekermann: Es geht um Ubiquitäres Computing, kurz auch UbiComp genannt. Übersetzt könnte man es »Allgegenwärtiges Rechnen« nennen. Der Grundgedanke dahinter ist, dass ein Großteil unserer Alltagsgegenstände »intelligent« werden soll. Das heißt: Sie sollen durch Chips oder Sensoren so weit mit Rechenpower ausgestattet werden, dass sie dem Menschen neuartige Serviceleistungen bieten können. Ein gutes Beispiel sind Skipässe. Früher hatte man ein Stück Papier um den Hals hängen, das vom Kontrolleur eingesehen wurde. Heute läuft man durch eine Zugangskontrolle, die den Chip im Skipass automatisch ausliest und überprüft. Außerdem sollen Gegenstände miteinander vernetzt werden, vielfach drahtlos über Funkschnittstellen. Man spricht deshalb in diesem Zusammenhang auch häufig vom »Internet der Dinge«.

    Das Europaparlament ringt um eine gemeinsame Position bei der Vorratsdatenspeicherung. Im federführenden Ausschuss für Bürgerrechte, Justiz und Inneres sollen insgesamt 237 Änderungsvorschläge auf über 150 Seiten zum Kommissionsentwurf eingegangen ein. Heise berichtet darüber: Zahlreiche Änderungsanträge zur Richtlinie über TK-Vorratsdatenpeicherung.

    3. November 2005
  • : SonyBMG reagiert auf Kopierschutz-Kritik
    SonyBMG reagiert auf Kopierschutz-Kritik

    SonyBMG reagierte nun auf das massive PR-Desaster rund um seinen neuen Kopierschutz. Allerdings ist die Antwort nicht gerade befriedigend und hält das Thema sicherlich noch weiter in den internationalen Medien. Wie die BBC und Heise berichten, können Kunden zwar über ein Kontaktformular eine Software anfordern, welches das „Rootkit“ wieder rückstandsfrei vom System entfernt. Aber die gekaufte CD ist dann auch nicht mehr abspielbar. Tolle Sache, da fühlt man sich als Verbraucher richtig ernst genommen.

    Mehr zu dem Thema gibt es auch beim Register und der Futurezone.

    3. November 2005 2
  • : Wikipedia – Das Buch
    Wikipedia – Das Buch

    Noch in diesem Monat will der Berliner Verlag DirectMedia „Wikipedia – Das Buch“ herausbringen. Wie es sich für ein Buch über die Wikipedia gehört, findet sich der Text schon in einem Wiki. Wer also lernen will, wie die Wikipedia funktioniert, welche Regeln gelten und wie das Projekt entstanden ist, kann dort schonmal nachschauen.

    3. November 2005
  • : WSIS-Interview mit Rainer Kuhlen
    WSIS-Interview mit Rainer Kuhlen

    Due Deutsche Welle hat Rainer Kuhlen vom WSIS-Koordinierungskreis zum UNO-Weltgipfel zur Informationsgesellschaft, dem Streit um ICANN und Menschenrechten in Tunesien befragt: Regierungen dürfen Internet nicht steuern.

    Ein großer Kritikpunkt ist, wie Tunesien mit den Menschenrechten umgeht. Ist es denn falsch, ausgerechnet den Weltinformationsgipfel in einem Land auszurichten, in dem Presse- und Meinungsfreiheit nicht ausreichend respektiert werden?

    Es ist schwierig von außen einzuschätzen, was ist Propaganda, was ist Gegenpropaganda. Der tunesische Präsident Ben Ali wertet es als Vertrauensbeweis der Welt für die politische Weitsicht seines Landes, dass der Gipfel in Tunesien stattfinden kann. Das Ereignis wird eindeutig politisch vereinnahmt. Andererseits gibt es massive Kritik von „Reporter ohne Grenzen“ und anderen Menschenrechtsorganisationen. Aktuell sind acht oder neun Menschen im Hungerstreik, die gegen die Politik Tunesiens protestieren. Sie fordern Presse- und Versammlungsfreiheit und die Befreiung politischer Gefangener. Die Zivilgesellschaft tut sich sehr schwer, dass ausgerechnet der Weltgipfel, der ja ein Gipfel der Informationsfreiheit sein soll, in einem Land stattfindet, wo die Menschenrechte nicht gerade gefördert werden.

    3. November 2005
  • : EDRI-gram – Nummer 3.22, 3 November 2005
    EDRI-gram – Nummer 3.22, 3 November 2005

    Das EDRI-gram – Nummer 3.22 vom 3 November 2005 ist mit folgenden Themen erschienen:

    * European Parliament: no retention of internet data
    * Article 29 WP rejects data retention once more
    * Big Brother Awards presented in 4 countries
    * French minister: copyright above privacy
    * Citizens’ Summit on the Information Society
    * Greek court will rule on CCTV
    * European Data Protection Supervisor newsletter
    * Petition update: over 55.500 signatures

    3. November 2005
  • : Morgen: World Usability Day
    Morgen: World Usability Day

    Da heute anscheinend nichts Netzpolitik-Relevantes passiert ist, gibts jetzt nur nochmal den Hinweis auf den morgigen World Usability Day, welcher leider unter Ausschluss der medialen IT-Öffentlichkeit stattzufinden scheint.

    Wenn ich aber irgendwas heute übersehen habe, freue ich mich natürlich über Hinweise in den Kommentaren.

    2. November 2005 2
  • : Nachrichtenüberblick 01.11.
    Nachrichtenüberblick 01.11.

    SonyBMG hat einen neuen Kopierschutz für Musik-CDs, der für Furore und sehr schlechte PR sorgt. Schuld ist Mark Russinovich, der in seinem Blog seine Beobachtungen dokumentiert hat, was das DRM denn so alles mit dem System macht. Joerg-Olaf Schaefers kommentiert die Restriktionen bei Medienrauschen: „Sony Music: DRM reicht nicht mehr, nun wird gehackt“. Sehr ausführlich berichtet u.a. Heise darüber: „Sony BMGs Kopierschutz mit Rootkit-Funktionen.“

    In den Lizenzvereinbarungen (EULA) der CD – der man zustimmen muss, damit die darauf befindliche Abspiel-Software für PCs startet – steht laut Russinovich nichts davon, dass eine Software installiert würde oder sich gar tief im System verankert. In der Diskussion zur Sysinternals-Meldung werfen Teilnehmer ein, dass dieses Vorgehen des Kopierschutzes wohl in Kalifornien nach dem California Business & Protections Code Section 22947.3 illegal sei und mit bis zu 1.000 US-Dollar Strafe pro betroffenem Computer geahndet werden könne.

    Linksys hat einen neuen Router auf den Markt gebracht, welcher nicht mehr Linux als Basis-System hat und wo die Firmware nicht mehr so einfach erweitert werden kann. Ich bin etwas verwundert über die Firmenstrategie, da gerade die erweiterbare Firmware viel Kreativität auslöste und mit OpenWRT ein spannendes Community-Projekt entstand. Nun ist der Kaufreiz sicher nicht mehr so gross und Linksys verpielt meiner Meinung nach leichtfertig mit diesem Schritt das Potential von offener Innovation.

    Die Filmindustrie setzt mal wieder zu einem neuen Anlauf für eine Broadcast-Flag in den USA an.. Die Electronic Frontier Foundation spricht von „Halloween on the hill“ und Heise liefert den passenden Artikel: US-Filmindustrie will per Gesetz die „analoge Lücke“ schließen.

    1. November 2005 1
  • : Kambodscha: Freie Software auf khmer
    Kambodscha: Freie Software auf khmer

    Konkurrenz für Microsoft: Das Open Forum in Cambodia lässt Freie Software in die Landessprache übersetzen. Wie AsiaMedia berichtet, arbeitet die nicht-staatliche Organisation bei der „Khmer Open Software Initiative“ mit der Regierung zusammen und testet im Moment ein Office-Paket: OpenOffice.org 2.0 Beta ist bereits auf khmer erhältlich, hinzu kommen der Browser Firefox, auf khmer genannt „Mekhala“ und das E‑Mailprogramm Thunderbird unter dem Namen „Moyura“. Die kambodschanische Regierung möchte nach eigenen Aussagen das Monopol von Microsoft sprengen und die Verbreitung der Landessprache Khmer auf Computern unterstützen. Ein langwieriges Unterfangen, gestaltet sich doch die Technisierung nicht einfach: In dem Entwicklungsland besitzt nur ungefähr jeder tausendste Einwohner einen PC.

    Die nicht-staatliche Organisation Open Forum in Cambodia gründete sich vor elf Jahren in Phnom Penh, um die Einwohner in ihrer Meinungsbildung in sozialen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen zu unterweisen und in dessen Folge die Zivilgesellschaft zu stärken. Die Initiative des Open Forum in Cambodia ist ein wichtiger Schritt für die kambodschanische Gesellschaft, in der die Mehrheit der Bevölkerung außer khmer keiner weiteren Sprache mächtig ist. Dementsprechend schwierig sind die Bedingung bei Computerkursen, bei denen sich die Lernwilligen nicht nur ein Betriebssystem,
    sondern auch noch seine Anwendung in einer fremden Sprache beibringen müssen. Gerade für die junge Generation vom Land könnte das laut AsiaMedia eine Chance auf bessere Jobs in den Städten sein, ohne sich teure Englischkurse leisten zu müssen. Auch wehren sich die Kambodschaner gegen den Einsatz von
    Microsoft-Programmen in Ämtern und Behörden, da diese bislang nur auf englisch erhältlich sind.

    1. November 2005 2
  • : Nachrichtenüberblick 31.10.
    Nachrichtenüberblick 31.10.

    Der morgen startende biometrische Reisepass ist auch heute wieder Thema in vielen Medien. Die Rheinische Post meldet einen grossen Ansturm auf den „alten“ Pass in den letzten Tagen. Heise, Tagesschau.de und Futurezone berichten über die Kritik an der vorschnellen Einführung.

    Der Rechtsberater der Free Software Foundation, Eben Moglen, hat der eWeek ein Interview zur GPL 3.0 gegeben. Heise und Golem berichten darüber. Im November soll die Road-Map veröffentlicht werde.

    Die Firma Blizzard macht sich gerade mit einer Anti-Cheating Software für World of Warcraft wieder unbeliebt. Die Software sorgt nicht nur dafür, dass keine Cheats in der Spielwelt genutzt werden können, sondern spioniert auch noch ausführlich die Spieler und ihre Tätigkeiten am PC aus. Natürlich werden die Informationen nicht von Blizzard verwendet, wie ein Firmensprecher verkündet. Schön blöd, wenn man diese Funktionalität trotzdem in der Software lässt und sich ein Nutzer mal ausführlich damit beschäftigt, was nach Blizzard übertragen wird: Warcraft game maker in spying row.

    Während heute in Berlin die „Chaos-Tage“ gestartet sind, sind mehr Informationen über die Koalitionsverhandlungen öffentlich geworden. Die Vorratsdatenspeicherung wird kommen, anscheinend ist nur noch unklar, ob für sechs oder zwölf Monate: Schwarz-Rot nimmt Kurs auf Vorratsspeicherung von TK-Verbindungsdaten.

    In der Schweiz fand im Kanton Zürich ein eVoting statt: Erste elektronische Wahl per SMS in der Schweiz erfolgreich.

    Ansonsten soll es jetzt noch in Berlin ein WiMax-Netz geben. Das freut die Menschen z.B. in Pankow, welche noch weitere zwei Jahre auf DSL warten dürfen. Vielleicht geht das ja mit dem Breitband jetzt etwas schneller.

    Und Wired berichtet darüber, wie Public Enemy mit dem Netz rumspielt: Public Enemy Takes It to the Net.

    31. Oktober 2005
  • : Interview mit Cory Doctorow als OGG
    Interview mit Cory Doctorow als OGG

    Mein Interview mit Cory Doctorow auf der EuroOSCON letzte Woche in Amsterdam ist jetzt Dank dem Wetterfrosch geschnitten und als OGG (19MB) verfügbar. In dem Interview geht es um die Entstehung von BoingBoing, welche Gefahren die Broadcast-Flag zukünftig für Innovation, Wettbewerb und Distribution im Internet bedeutet, wieso Cory für sein neuestes Science Fiction Buch die von Richard Stallman scharf kritisierte Creative Commons Development Licence verwendet, den Sturm auf die WIPO und über Digital Rights-Activism.

    29. Oktober 2005 5
  • : Dieser Reisepass ist Eigentum der Bundesrepublik Deutschland
    Dieser Reisepass ist Eigentum der Bundesrepublik Deutschland

    Eine coole und politische Animation ist „Dieser Reisepass ist Eigentum der Bundesrepublik Deutschland“ aus dem „Artificial Eye“-Blog. Die Animation steht unter einer Creative Commons Lizenz und ist knapp 15MB gross.

    [via Tim]

    29. Oktober 2005
  • : Neues Fahndungsplakat ist online
    Neues Fahndungsplakat ist online

    Das neue Fahndungsplakat zu den BigBrotherAwards ist soeben online gegangen. Zum selber ausdrucken und aufhängen findet sich hier noch ein PDF, wahlweise in hoher oder niedriger Auflösung.

    28. Oktober 2005 1
  • : Die Gewinner der deutschen BigBrotherAwards
    Die Gewinner der deutschen BigBrotherAwards

    Gerade noch die Preisverleihung der deutschen BigBrotherAwards in Bielefeld läuft, die Gewinner stehen aber schon fest. Keine Überraschung ist die Verleihung für das „Lebenswerk“ an Otto Schily.

    Hier sind die Preisträger nach Kategorien sortiert:

    28. Oktober 2005 3