Generell

Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.

  • : ZDF-Mittagsmagazin: Schily verbietet Lächeln
    ZDF-Mittagsmagazin: Schily verbietet Lächeln

    Gestern lief im „ZDF-Mittagsmagazin“ ein Beitrag zum neuen biometrischen Pass. Dieser findet sich nun in der ZDF Mediathek: Passfotos: Schily verbietet Lächeln.

    28. Oktober 2005
  • : BSI: Technische Richtlinie Sicheres Wireless LAN
    BSI: Technische Richtlinie Sicheres Wireless LAN

    Das BSI hat eine „Technische Richtlinie Sicheres Wireless LAN“ erstellen lassen. Diese findet sich bei Technology Review.

    Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat die Technische Richtlinie Sicheres WLAN (TR-S-WLAN) initiiert mit dem Ziel, Entwicklung und Betrieb sicherer, interoperabler und zukunftstauglicher Wireless LAN Systeme und Infrastrukturen nach den Standards der Serie IEEE 802.11 zu fördern. Die TR-S-WLAN liefert dazu konkrete Handlungsempfehlungen für die Planung, Auswahl, Installation, Konfiguration, Abnahme, Administration und Außerbetriebnahme von sicheren Wireless LANs, in der Wirtschaft sowie im Behördenbereich. Es werden dazu WLAN unterschiedlicher Größe und unterschiedlicher Anwendung (z. B. Büro, Hotspots, LAN-Kopplung) betrachtet.

    28. Oktober 2005
  • : Düsseldorf will WiMax-Netz
    Düsseldorf will WiMax-Netz

    Düsseldorf will ein stadtweites WiMax-Netz aufbauen. In einer Pilotphase soll dies erstmal nur Touristen und der Feuerwehr zur Verfügung stehen. Zur WM2006 soll Touristen ein mobiler Stadtführer auf Basis der Technologie angeboten werden. Die Feuerwehr soll wiederum via WiMax mit der Leitzentrale in mobiler Verbindung stehen, um Baupläne und bewegte Bilder vom Brandgeschehen austauschen zu können. Ein flächendeckendes Netz für alle ist wohl erstmal nicht zu erwarten.

    28. Oktober 2005
  • : Live-Stream von den BigBrotherAwards
    Live-Stream von den BigBrotherAwards

    Heute werden ab 16 Uhr im Historischen Saal der Ravensberger Spinnerei in Bielefeld die sechsten Deutschen BigBrotherAwards verliehen. Dazu wird es auch einen Live-Stream ins Netz geben.

    28. Oktober 2005
  • : Letzte Chance für alten Reisepass
    Letzte Chance für alten Reisepass

    Nachdem ich heute auf dem Amt meinen Reisepass beantragt habe, wollte ich nochmal alle daran erinnern, dass nur noch morgen (Freitag) und Montag die Chance besteht, den Reisepass im „Sonder-Tarif“ zu bekommen. Diesen Witz riss heute eine ältere Beamtin, bei der ich den Pass beantragte. Zusätzlicher Nutzen des „alten Reisepasses“ sind kein RFID-Chip drin und man darf auf dem Foto noch lächeln. Ab Dienstag gibts dann den neuen Pass, doppelt so teuer, mit RFID und garantiert ohne Lächeln.

    27. Oktober 2005 1
  • : CC in Review Teil3: Fair Use
    CC in Review Teil3: Fair Use

    Lwarence Lessig hat mittlerweile den dritten Teil über Creative Commons veröffentlicht: CC in Review: Lawrence Lessig on CC & Fair Use.

    That’s the problem that DRM creates for „fair use.“ How can Creative Commons help solve this problem?

    In two important ways:

    1. By building a layer of Creative Commons marked creativity, we increase the range of creative work that doesn’t need the locks of DRM.
    2. By banning the use of DRM that interferes with the freedoms guaranteed by our license, we assure that the freedoms we’ve built into our license are not restricted by DRM. Among these freedoms, the very first is „fair use.“ As section 2 of every license says, „Creative Commons licenses do not modify or restrict ‚fair use.’ “

    Thus we use our licenses to build the freedoms authors want upon a reinforced layer of „fair use“ freedoms. Creative Commons is thus „fair use“-plus: a promise that any freedoms given are always in addition to the freedoms guaranteed by the law.

    27. Oktober 2005
  • : Nachrichtenüberblick 27.10.
    Nachrichtenüberblick 27.10.

    Der SWR behandelt den „Streit um biometrischen Pass“.

    Über den massiven Ausbau der Überwachung in Frankreich berichten gleich mehrere Online-Medien, wie Heise, Telepolis und die Futurezone.

    Über ein Zukunftsgespräch des Instituts für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) in Berlin berichtet Heise ausführlich: RFID: Fußball-WM als Schrittmacher des Pervasive Computing.

    Der baden-württembergische Justizminister Ulrich Goll hat heute in Stuttgart eine Anhörung zum Thema „Vorratsdatenspeicherung“ durchgeführt. Monika Ermert war dabei und berichtet live vom Podium auf Heise: Baden-Württembergs Justizminister für Begrenzung der TK-Datenspeicherung.

    Gerd Gebhardt heisst jetzt Michael Haentjes. Zumindest hat die IFPI, der Verband der „Musikindustrie“ einen neuen Präsidenten. In dem Artikel dazu wird auch noch auf Gerüchte hingewiesen, dass der Verband der Unabhängigen Tonträger aus der IFPI austritt.

    Über dpa ging heute ein sehr kritischer Artikel über den World Summit on the Information Society und sein Tagungsland, Tunesien. Der Präsident von Tunesien gilt zwar als „Internetfreak“, sperrt aber alle Menschen ins Gefängnis, die das Netz zur freien Meinungsäusserung nutzen. Ich finde es gut, dass dpa dies so offen thematisiert und verschiedene Medien wie die Netzeitung, Futurezone oder die Mitteldeutsche Zeitung dieses Thema aufnehmen. Letztere mit der Überschrift „Informationsgipfel im Land der Zensur und Schikane“. Ich werde nächsten Monat live aus Tunesien über den Gipfel berichten.

    Gerade werden wohl wieder massiv Filtertechnologien zum Jugendschutz gefordert: Jugendschützer fordert von Internetanbietern mehr Engagement.

    Internetanbieter müssen beim Jugendschutz im Internet noch mehr Flagge zeigen, forderte der Vorsitzende der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) Wolf-Dieter Ring bei der Jugendschutzdiskussionsrunde auf den Münchner Medientagen. Der Leiter der länderübergreifenden Stelle Jugendmedienschutz.net, Friedemann Schindler, forderte außerdem eine verstärkte Diskussion über Sperrverfügungen gegen Access-Provider. Auch in Norwegen, England und Dänemark werde intensiv über Sperrungen nachgedacht.

    27. Oktober 2005
  • : Neue Computer-Seite bei der ZEIT
    Neue Computer-Seite bei der ZEIT

    Auf der „Zeit“-Webseite gibt es jetzt auch eine Unterseite „Computer“. Diese spricht ein eher jüngeres Publikum an, hat aber schon beim Start einige vielversprechende Artikel.

    Zum Beispiel jeweils ein Pro- und Contra-Artikel zum Geburtstag von Bill Gates:

    Pro: Darf man gratulieren?
    Contra: Womit haben wir Bill Gates und seine Software verdient?

    Oder um Thema Filesharing:

    Da habt ihr sie, eure Jugendrevolte

    27. Oktober 2005
  • : Chaosradio 107: Podcasting
    Chaosradio 107: Podcasting

    Gestern lief das Chaosradio 107 zum Thema Podcasting auf RadioFritz. Mit Tim im Studio war Johnny Haeussler von Spreeblick. Die Show hab ich zwar live verpasst, dafür gibt es jetzt einen Podcast des Chaosradio und die Sendung ist schon online verfügbar.

    27. Oktober 2005 2
  • : Politisches Flash: Arnolds Nachbarschaft
    Politisches Flash: Arnolds Nachbarschaft

    Ein sehr schönes Beispiel für virales Marketing in politischen Kampagnen ist die Flash-Animation „Arnold’s Neighborhood“. Die knapp zweiminütige ist witzig gemacht und bringt die Botschaft ganz gut rüber. Eher eine der besseren politischen Animationen. Weist auch darauf hin, dass der kalifornische Wahlkampf schon wieder los geht, Schwarzeneggers Umfragewerte sinken kontinuierlich.

    27. Oktober 2005
  • : Baumwolle gegen Urheberrecht
    Baumwolle gegen Urheberrecht

    Coole Aktion:

    Interessant: Die USA haben sich nicht an einen Beschluss der WTO gehalten, Baumwoll-Subventionen im eigenen Land abzubauen. Als Vergeltungsmaßnahme will Brasilien nun den Urheberrechtsschutz von Hollywood-Filmen aussetzen, weiß die Washington Post zu berichten.

    [via MixBurnRip]

    27. Oktober 2005 1
  • : ARD-Schleichwerbung für die GVU?
    ARD-Schleichwerbung für die GVU?

    Na, wenn das mal nicht der ARD Probleme mit Schleichwerbung macht: Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsdelikten (GVU) weist laut Heise in ihrem aktuellen Newsletter (nicht auf deren Seite zu finden) daraufhin, dass sich eine ARD-Serie im nächsten Monat des Themas „Raubkopien“ annimmt.

    In der besagten Folge stellt sich ein Toter als „ehemaliger Raubkopierer“ heraus, dessen Wohnung von einem Musiker „aus Zorn über Raubkopien“ verwüstet wurde.

    In der Folge sollen auch GVU-Angestellte zu sehen sein. Ich gehe mal davon aus, dass die GVU kein Geld dafür gezahlt hat, dass die ARD sich des Themas annimmt. Zumindest wäre die ARD sehr dumm, dies gerade jetzt zu machen. Trotzdem hege ich den Verdacht, dass man juristisch gesehen das Bereitstellen von Arbeitszeit (der GVU-Angestellten) durchaus als geldwerte Leistung betrachten kann und damit evtl. durchaus als „Schleichwerbung“. Juristen mögen mich hier bitte korrigieren.

    Abgesehen davon finde ich es bedenklich, dass ein Interessenverband mit sowas Einfluss auf die öffentliche Meinung in einem öffentlich-rechtlichen Sender nehmen darf.

    Wird aber garantiert eine coole Show, der „Plot“ verheisst schon richtig viel Spass.

    Heise bringt heute ein Update dazu:

    Die zuständige NDR-Redakteurin Diana Schulte-Kellinghaus korrigiert die Darstellung der GVU. Wohl sei die Gesellschaft bei der Erstellung des Drehbuchs beratend tätig gewesen, es würden aber in der Folge der Fernsehserie keine Ermittler auftreten. Auch werde das Thema „Raubkopien“ nur am Rande behandelt.

    Hat jemand vielleicht den nicht im Netz verfügbaren GVU-Newsletter und kann mir diesen weiterleiten?

    26. Oktober 2005 6
  • : TV-Spot: Das Internet ist ein gefährlicher Ort
    TV-Spot: Das Internet ist ein gefährlicher Ort

    Über Klicksafe hatte ich schonmal berichtet. Das ist eine Jugendschutz-Aufklärungsplattform, die massiv EU- und Landesgelder bekommen hat und dafür relativ wenig Output liefert. Jetzt gibt es einen TV-Spot, der reisserisch „Bewusstsein“ für die „Gefahren“ im Internet liefern möchte: „Wo ist Klaus?“ Zusammengefasst kann man sagen, dass ängstliche Eltern nach dem Spot denken, im Netz gibt es nur Nazis, Kinderschänder, Gewalt und Frauen (Hier sinnbildlich für Pornographie, aber das merkt man nicht wirklich, ich dachte, die wollen vor Parties warnen).

    Die Zeitschrift Werben&Verkaufen preist das Ganze als „Spot des Tages“:

    Nazis und Huren sind herzlich willkommen im Spot des Tages
    Besonders gastfreundlich ist die Mutter, die im Film der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz für das Internet-Portal Klicksafe.de wirbt. Egal ob Neonazis, Huren oder ein Killer – allen zeigt sie den Weg ins Obergeschoss zu ihrem Sohn. Was im wirklichen Leben nicht passieren würde, lassen Eltern im Internet oft zu: Dass ihre Kinder sich in Gefahr begeben.

    Die Pressemitteilung zu dem Spot ist auch interessant, da dort Filtertechnologien bei den Anbietern gefordert werden:

    Der Spot richtet sich primär an Eltern und Pädagogen und führt zur website klicksafe.,de, die über Chancen, aber auch Gefahren im Netz informiert. „Ich möchte aber auch deutlich machen,“ betonte Helmes weiter, „dass für die sichere Gestaltung des Internets in erster Linie die Anbieter verantwortlich sind. Sie müssen noch deutlich mehr für den Schutz von Kindern und Jugendlichen tun und Eltern bessere Filtermöglichkeiten zur Verfügung stellen.“

    Kommentar im IRC gerade:

    „wirklich, wenn das keine werbung _fuer_ das internet war und den spasz den man da haben kann“

    26. Oktober 2005 2
  • : Nachrichtenüberblick 26.10.
    Nachrichtenüberblick 26.10.

    Der ADAC möchte nicht ohne Zustimmung verlinkt werden und schreibt das in sein Impressum. Die TAZ hat darauf reagiert und eine Glosse geschrieben: im internet verlinkt: die gelben engel.

    Lieber ADAC, wir machen das jetzt so: Sie prüfen unsere Seite und mailen uns dann, ob das okay war, dass wir Sie verlinkt haben, ja? Und wenn Sie sauer sind, dass wir das so gemacht haben, dann schimpfen Sie uns ordentlich aus und wir stellen uns heulend in die Ecke und schämen uns, in Ordnung? Und dann, lieber ADAC, erklären Sie uns ganz in Ruhe das Internet, denn wir, ja wir allein kapieren das Internet nicht! Liebe Grüße, Ihre Wahrheit!

    In Schweden ist erstmals ein Filesharer verurteilt worden und muss 1700 Euro Strafe zahlen, wie BBC und Netzeitung berichten.

    In Österreich wurden gestern die BigBrotherAwards verliehen. Die Futurezone und Heise berichten über die Preisträger. In der Kategorie „Kommunikation“ konnte sich World of Warcraft gegen Google durchsetzen.

    26. Oktober 2005 3
  • : Humanistische Union lädt zum Bürgerrechts-Workshop ein
    Humanistische Union lädt zum Bürgerrechts-Workshop ein

    Die Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union lädt alle Interessierten vom 25. bis zum 27. November zu einem Wochenend-Workshop nach Berlin ein.

    Was macht ein selbstbestimmtes Leben in einer freiheitlichen, gerechten und solidarischen Gesellschaft aus? Zeichnen sich neue Bedrohungen der Bürgerrechte ab? Und haben wir Antworten darauf? Was kann die Humanistische Union leisten?

    26. Oktober 2005
  • : RFID im Verkehrsverbund Taipei
    RFID im Verkehrsverbund Taipei

    Taipei Easycard Terminal im Bus Wie die Verkehrsbetriebe in Taipei auf ihrer Webseite berichten (chinesisch/englisch) werden dort seit einigen Jahren berührungsfreie RFID-Tickets u.a. für den Nahverkehr eingesetzt. Die Technologie ist von Philips (Europa) und nennt sich Mifare, dort sind weitere Implementierungen verlinkt. Eine Flash-Animation verrät einige Details zur ‚Easycard’ (per Pop-Up, daher nicht direkt verlinkbar; oben auf den Showcases-Link klicken). Mich interessierten v.a. die Erfahrungen, die damit gesammelt werden konnten. Bei meinem Aufenthalt in Taipei hab ich auch einige Fotos gemacht, die die Verbreitung und Verwendung der Technik verdeutlichen.

    Solche Terminals wie oben auf dem Foto befinden sich in den Bussen und der U‑Bahn, man führt dann beim Aus- und/oder Einsteigen seine Easycard direkt vor dem Gerät vorbei und darf dann durch.

    25. Oktober 2005
  • : Die Hälfte der EU-Ämter arbeitet mit Freier Software
    Die Hälfte der EU-Ämter arbeitet mit Freier Software

    Laut einer Studie der Universität Maastricht arbeiten 49 Prozent aller Ämter in Europa mit Open Source / Freier Software (FLOSS) – manche ohne es zu wissen. Leiter Rishab Aiyer Ghosh, im Vorstand der Open Source Initiative (OSI), hatte bereits 1996 eine erste Studie zu den Produktionsbedingungen unter Open Source / Freier Software vorgelegt. Vor drei Jahren erarbeitete er eine der umfassendsten Untersuchungen zur Spezies der Entwickler und Anwender von Freier Software. Auf der Amsterdamer EuroOSCON, der „European Open Source Convention“ des O‚Reilly Verlages, wartete er letzte Woche mit der Nachfolgestudie auf: Das von der EU geförderte Projekt FLOSSPOLS analysiert die Verbreitung von Open Source / Freier Software in den Behörden mittels Befragung per Telefon und Fragebögen. 955 Antworten aus 13 Staaten der Europäischen Union belegen folgendes: Knapp die Hälfte aller staatlichen Institutionen benutzen Open Source / Freie Software. Erstaunlicherweise war einem Drittel der direkten und indirekten Anwender gar nicht bewusst, dass sie auf Open Source Software beispielsweise mit MySQL-Datenbanken, Apache-Servern oder unter GNU / Linux arbeiten. Hier wird auch deutlich, dass von dem verbleibenden Nicht-Nutzern diejenigen in Zukunft umsteigen könnten, die im Moment vor allem mit individuell zugeschnittener Software arbeiten. Als Grund für die zögerliche Migration auf Linux wird als erstes die Angst vor einem mangelnden Support angegeben. Allerdings stehen die Karten günstig für einen Umstieg: Die Hälfte aller Befragten muss in den nächsten zwei Jahren ihr Budget zurückfahren und will das mit gekürzten Lizenz-Ausgaben erreichen. Die Nicht-User spielen deshalb auch mit dem Gedanken, auf ein günstigeres Betriebssystem zu wechseln. Aufschlussreich ist die Verteilung von IT-Support in den Abteilungen: Während der Administrator eines Windows-Netzwerks in der Regel 53 Rechner beaufsichtigt, wartet der Linux-Techniker durchschnittlich 63. Beim Zusammenhang von Gebrauch von Linux und PC-Ratio gibt es mehrere Vermutungen: Entweder stellen die Administratoren auf Open Source um, weil sie mit den Rechnern überlastet sind – oder sie migrieren und können deshalb als Folge mehr Computer betreuen.

    Zur Erinnerung: Die große FLOSS-Umfrage von 2003 brachte Interessantes zur Entwickler-Spezies zu Tage. Nach der Befragung von 2784 Personen wurde bestätigt: Open Source-Entwickler sind fast ausschließlich männlich (98,9 Prozent) und zu 41 Prozent Single. Die Mehrheit ist zwischen 19 und 33 Jahren alt und bevorzugt Debian als Distribution. Ihr folgen Red Hat und Mandrake. Viele haben in der zweiten Hälfte der Neunziger damit begonnen – offensichtlich ist das Hantieren mit Open Source eine Generationsfrage: „Das Entwickeln von Open Source / Freier Software ist eher eine Angelegenheit der nachfolgenden Generation als eine der erfahrenen Software-Entwickler“, so der Report.

    25. Oktober 2005
  • : Heute Abend: MDR-Fernsehen über Biometrie
    Heute Abend: MDR-Fernsehen über Biometrie

    Wo wir schonmal dabei sind: Es scheint heute einen Biometrie-Themenabend im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu geben. Die MDR-Sendung „ECHT“ geht um 21:15h der Frage nach „Ob die neuen Reisepässe fälschungssicher sind? Allerdings scheint der MDR ausnahmsweise mal innovativer als der WDR zu sein. Auf der Seite gibt es einen acht Minuten langen Vodcast (MP4 / 22MB) des Biometrie-Teils, den man sich jetzt schon ansehen kann. Zwar stürzte mir die ersten Mal beim rumklicken jedesmal mein Firefox ab, aber irgendwann spielte der Film dann selbstständig. Zu sehen ist u.a. der Wetterfrosch, wie er Fingerabdrücke fälscht.

    Passend dazu bloggt Constanze Kurz vom CCC als Gast-Bloggerin einmalig beim MDR-ECHT-Blog.

    25. Oktober 2005
  • : Heute Abend: WDR-Fernsehen über Biometrie
    Heute Abend: WDR-Fernsehen über Biometrie

    Heute Abend läuft im WDR-Fernsehen um 21:00h die Sendung „Q21 – Wissen für morgen“. Q21 nimmt nach eigenen Aussagen alle 14 Tage „die gesellschaftlichen Auswirkungen des wissenschaftlichen Fortschritts unter die Lupe“ und will für Fragen des 21. Jahrhunderts stehen. Eines der drei für heute angekündigten Themen ist „Sicherheit: viele Löcher“

    Ab November 2005 gibt es nur noch sie – die biometrischen Reisepässe. Mit Datenchip, maschinenlesbar, sicher. Doch eine Studie mit mehr als 2.000 Versuchspersonen am Flughafen Frankfurt belegt: In der Praxis versagt die Biometrie. Zu viele Fehler. Datenschützer und Juristen warnen: Die Fehlerquote muss sinken, sonst ist der Einsatz des Dokuments nicht verfassungskonform. Ist das machbar?

    Es gibt leider keinen Stream, wie so oft im öffentlich-rechtlichen Fernsehen.

    25. Oktober 2005
  • : Britische Regierung fördert Remix-Culture
    Britische Regierung fördert Remix-Culture

    Das ist doch mal ein interessantes Projekt: Music site inspires remix culture. Die britische Regierung fördert mit Soundjunction eine Plattform, um jungen Menschen Musik nahe zu bringen. Aber nicht nur das, mehr als 50 Stunden Video- und Audiomaterial laden zum remixen und entdecken von Stilen ein, sowie deren Evolution. Mehr als 100 Musiker, Lehrer und Studenten haben Material dazu gesteuert. Verschiedene Instrumente werden ausführlich in ihrem Klangverhalten und ihrer Kultur vorgestellt, ausserdem wird erklärt, wie man Musik komponiert.

    „The essential basic idea was that it had to be a resource that would allow people to learn through listening, through creating, through discovery, rather a didactic written resource,“ said Derek Richards, project coordinator, from the Associated Board.

    Klingt prima und sehr sinnvoll, in Deutschland würde vermutlich wieder nur eine Aufklärungsseite über Urheberrechtsvergehen gefördert werden.

    25. Oktober 2005 1