Generell
Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.
-
: SonyBMG – Das wars dann wohl?
: SonyBMG – Das wars dann wohl? Die Einführungswoche von SonyBMGs Rootkit ist vorbei – mit vollem Erfolg. Jetzt hat sich wohl auch noch der Chef vom Homeland Security beschwert und es wurde ein Auslieferungsstop verkündet. Wir sollten uns trotzdem bei SonyBMG bedanken, eine so grandiose DRM-Einführung hätte ich nicht erwartet. Auch dachte ich eigentlich, ein so grosses Unternehmen hätte etwas Gespür für Krisenmanagement. Das ging wohl ziemlich in die Hose.
-
: WSIS: Zensur in Action – Heise geblockt?
: WSIS: Zensur in Action – Heise geblockt? Zensurtechnologien sind mysteriös. Vor wenigen Stunden konnte ich noch ohne Probleme von Tunesien aus auf Heise zugreifen, und jetzt scheint es gefiltert. Auf andere Seiten kann ich gerade problemlos zugreifen, z.B. Spiegel Online.

Mal schauen, ob es morgen wieder da ist. Auch wird WSISBlogs.org geblockt, wo viele Blogs derzeit aggregiert werden. Reporter ohne Grenzen sind auch nicht verfügbar, die deutsche Sektion schon. Ich wundere mich gerade, dass Amnesty International noch verfügbar ist. Soviel zur Meinungsfreiheit in Tunesien…
Update: Jetzt funktioniert Heise wieder, dafür ist BBC Sports weg, wie die Person neben mir gerade feststellte. Sport ist auch sehr politisch.
-
: Artikel zum WSIS vom 12.11.
: Artikel zum WSIS vom 12.11. Berner Rundschau: Tunesien protestiert gegen Leuenberger
Tunesien protestiert gegen Äusserungen von Bundesrat Moritz Leuenberger zum Weltinformationsgipfel (WSIS) in Tunis. Leuenberger hatte in einem Zeitungsinterview erklärt, am Gipfel müssten die Menschenrechte zur Sprache gebracht werden.
Deutsche Welle: „Die USA haben nur eine vage Macht über das Internet“
Wie viel Macht haben die USA über das Internet? Sabine Dolderer, Vorstand bei denic, erklärt im DW-WORLD-Interview, wie und ob die US-Regierung das weltweite Netz kontrolliert.
Der Standard: EU-Kommissarin kritisiert US-Dominanz bei Internet-Aufsicht
Vor dem Weltgipfel zur Informationsgesellschaft in Tunis hat die zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding die Dominanz der USA bei der Internet-Aufsicht kritisiert. Es dürfe nicht sein, dass ein einzelner Staat das Internet kontrollieren kann, sagte Reding in einem Interview mit dem am Montag erscheinenden deutschen Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“. Die 25 EU-Staaten forderten deshalb einstimmig ein neues Kooperationsmodell, bei dem alle interessierten Länder die Kernfragen des Internets an einem Tisch beraten.
-
: DLF: Tunesien: Der Traum von Meinungsfreiheit
: DLF: Tunesien: Der Traum von Meinungsfreiheit Heute Nachmittag lief folgender Beitrag auf dem Deutschlandfunk: Tunesien: Der Traum von Meinungsfreiheit.
Hier mal ein paar Notizen, die ich zugeschickt bekam:
große Polizeipräsenz in Tunis dieser Tage, Überwachung der Oppositionellen, der sich ausweitende Hungerstreik der Menschenrechtsorganisationen
Die Geheimpolizei schwärmt aus und terrorisiert Menschenrechtler – die Nerven liegen blank
Zitat eines regimetreuen Journalisten: „Wir denken, dass es sich dabei
um eine Strategie handelt, die darin bestehen soll, den UNO Gipfel von seinen weltumspannenden Themen abzulenken. Diese Oppositionellen werden von gewissen ausländischen Nichtregierungsorgansiationen unterstützt. Gruppen, denen es nur darum geht, den Gipfel in einen Anti-Tunesien-Gipfel umzumodeln.“[Danke Christine]
-
: Der erste neue ePass
: Der erste neue ePass Gestern vergab der scheidende Bundesinnenminister den ersten biometrischen Reisepass. Dazu sagte er: „Der neue ePass verbessert die Identitätsfeststellung, erhöht die Fälschungssicherheit, verhindert den Missbrauch von Pässen und erfüllt höchste internationale Sicherheitsstandards. […] Wer nach Europa kommt, soll nicht seine Identität verschleiern können.“ Dass man weiterhin mit Nicht-EU-Pässen einreisen und so die Identität verschleiern kann, wird nicht erwähnt.
-
: WSIS: Ankunft in Tunis
: WSIS: Ankunft in Tunis Endlich in Tunis angekommen nach einer anstrengenden Reise. Wenngleich auch ohne Netz. Aber das ist eine längere Geschichte. Los gings heute morgen um 4h nach einer Stunde Schlaf. Hatte eigentlich mehr eingeplant, aber mein Biorhythmus war da anderer Meinung. Mit dem ÖPNV in der Kälte nach Tegel und da um 6h den Flieger nach Rom genommen. In Rom gab es dann drei Stunden Aufenthalt, die ich mit Zeitunglesen verbrachte. Der nächste Flieger brachte mich dann nach Tunis, wo ich eigentlich auf die anderen Deutschen stossen sollte. Diese hatten einen bequemeren Flug etwas später über Mailand gebucht, aber da stecken sie immer noch fest.
Nebel verhinderte wohl, dass sie ihren Anschlussflieger bekamen. So
hatte ich wenigstens Glück im Unglück. In Tunis angekommen offenbarte sich mir erstmal das Polizeiaufgebot. Überall Soldaten mit Schnellfeuergewehren und das Personal auf dem Flughafen war auch nicht besonders freundlich. Dafür war das Wetter prima, aber ich hatte die falsche Kleidung an. Kein Wunder, wenn man nachts in Berlin startet. -
: Democracy Technology Online Conference 2005
: Democracy Technology Online Conference 2005 Die „Democracy Technology Online Conference 2005 (DTECHCON)“ ist eine interessante Konferenz am Samstag, den 26. November. Erik Möller organisiert diese und sie findet rein virtuell synchron in einem IRC-Chat und asynchron in einem Wiki statt. Das Ziel ist, Innovatoren, die sich mit Partizipationstechnologien – und möglichkeiten beschäftigen, in einem neutralen Forum zusammen zu bringen. Ich finds spannend, bin aber leider an dem Wochenende in Brüssel, und da hatte ich noch nie freies Internet (Soll es aber wohl geben, wie ich hörte).
There is no doubt that participatory technology (blogs, wikis, online voting, forums, social networking, and so forth) is changing the world. Can it be used to bring about fundamental changes in democratic societies and to enable regular citizens to participate in the democratic process? Is direct democracy becoming a realistic option?
-
: Nachrichtenüberblick 11.11.
: Nachrichtenüberblick 11.11. Die USA wollen nun auch ein Gesetz, um den Missbrauch von Urheber‑, Marken- und Patentrechten besser sanktionieren zu können. Das Gesetz heisst „Intellectual Property Protection Act of 2005“ und ist vergleichbar zur Richtlinie zur Durchsetzung Geistigen Eigentums, welche in der Version 2.0 gerade auf europäischer Ebene diskutiert wird: US-Regierung verstärkt ihren Feldzug gegen Copyright-Verletzung.
Das iTAN-Verfahren galt bei der Deutschen Bank und der Deutschen Post als Lösung für das Phishing-Problem. Allerdings brauchten deutsche Forscher nur einen Tag, um das Verfahren zu knacken. Kommentar eines Forschers: „Es war viel einfacher, als wir uns das vorgestellt hatten“. Spiegel hat mehr: „Wir haben nie behauptet, dass es absolut sicher sei“.
Gestern war Tom Steinberg von mysociety.org wieder in Berlin. Ich habs es diesmal wegen zuviel WSIS-Vorbereitungsstress verpasst, aber Richard Sietmann war für Heise dabei und berichtet ausführlich überd ie spannenden Projekte von mysociety.org: e‑Demokratie: Die Rolle des Internet im „Voter Relationship Management“.
Bertelsmann hat seine Verfassungsbeschwerde gegen eine Schadenersatzklage in den USA zurückgenommen, die wegen des alten Napster-Engagements noch am laufen ist. Geschätzter Schaden sollen 17 Milliarden Dollar sein. Mal schauen, was da noch kommt: Bertelsmann verzichtet auf Hilfe vom Verfassungsgericht.
Biometrie in Coffeeshops gabs noch nicht, jetzt aber in Venlo: Biometrie gegen Drogenkonsum durch Minderjährige. Wieso da nicht auf eine Ausweiskontrolle zurückgegriffen wird, ist mir unklar.
Noch einer mehr im Kommunismus-Klub. Shai Agassi, der bei SAP den Bereich Technologie und Produktentwicklung leitet und im Vorstand des Konzerns sitzt, hat einen Einblick in sein komisches Weltbild gegeben: SAP-Vorstand wettert gegen Open Source.
-
: Zum Abschluss der Sony Rootkit Einführungswoche
: Zum Abschluss der Sony Rootkit Einführungswoche Zum Abschluss der SonyBMG Rootkit-Einführungswoche gibt es natürlich wieder interessante Neuheiten für Verbraucher. Nicht nur Windows-Nutzer sind betroffen, das Rootkit greift auch Apple-Rechner an. Damit verschafft SonyBMG der Apple-Welt etwas mehr Innovation, nämlich einen Trojaner. Harald Welte ist sogar der Meinung, dass das Rootkit die LGPL verletzt. Vielleicht gibt es ja demnächst noch ein Verfahren durch GPL-Violations.org: Sony Rootkit allegedly is an LGPL license violation.
Edward W. Felten hat in seinem „Freedom to tinker“-Blog ein „SonyBMG DRM Customer Survival Kit“ zusammengstellt. Hier finden sich praktische Anleitungen für Verbraucher, wie man das Ding wieder entfernt bekommt.
-
: Reporter ohne Grenzen dürfen nicht zum WSIS?
: Reporter ohne Grenzen dürfen nicht zum WSIS? Dem Generalsekretär von Reporter ohne Grenzen, Robert Ménard, wurde die Einreise nach Tunis zum WSIS verwehrt. ROG haben dazu eine französische Pressemitteilung veröffentlicht: Robert Ménard, interdit d’entrée au SMSI à Tunis.
-
: Knowledge of Future Culture
: Knowledge of Future Culture World-Information.org hat eine Zeitung zum WSIS2 gedruckt und bietet diese auch als PDF zum Download an. Thema diesmal ist „Knowledge of Future Culture“ (3,2MB). Zu den Autoren der 16-seitigen Ausgabe gehören u.a. James Love und Richard Stallman.
-
: Mehr Artikel zum WSIS
: Mehr Artikel zum WSIS Das Interesse der Medien am zweiten UN Weltgipfel zur Informationsgesellschaft kommt mir im Moment grösser vor als vor zwei Jahren beim WSIS1. Hier sind einige weitere Artikel aus deutschsprachigen Medien:
Intern.de: ‚Mitsprache bei ICANN? Geschenkt!’
Spiegel: Das Ende von Icann als „Netzverwaltung“?
Basler Zeitung: Schweiz soll in Tunis für Meinungsfreiheit einstehen
NZZ: Weltgipfel zur Internet-Regulierung
SwissInfo: In letzter Minute den Welt-Gipfel retten
Golem: Einschneidende Veränderungen für die Internet-Verwaltung?
Heise: WSIS: Der Kampf um die Macht im Netz
AustralienIT: EU optimistic on net rule
Heise: WSIS: Deutsche Delegation für Internationalisierung der Netzverwaltung
News.com: Internet showdown in Tunis
-
: Was ist Science Commons?
: Was ist Science Commons? Während die Creative Commons Lizenzen für kulturelle Güter entwickelt wurden, gibt es mittlerweile auch das Science Commons Projekt. Hier geht es eher darum, einerseits Lizenzen für Open Access und andererseits auch beispielsweise Lizenzen für Forschungsdaten zu entwickeln. Im Creative Commons Weblog gibt es nun einen einführenden Text in den Sinn und Zweck des Science Commons Projektes:
Science Commons (SC) was launched in early 2005. SC is a part of Creative Commons – think of us as a wholly owned subsidiary – drawing on the amazing success of CC licenses, especially the CC community and iCommons. But we’re also a little different. Whereas CC focuses on the individual creators and their copyrights, SC by necessity has a broader focus. That necessity is caused by, for example, the fact that most scientists sign employee agreements that assign intellectual property rights to a host institution. Another example is that scientific journals regularly request that scientific authors sign over their copyrights, and scientists eagerly do so in return for citations in what are called „high impact“ journals. There’s a very real collective action problem here: no one individual or institution has strong incentives to change the system.
-
: Nachrichtenüberblick 10.11.
: Nachrichtenüberblick 10.11. Den Fahrplan zur Vorratsdatenspeicherung und weitere Neuigkeiten gibts bei der Futurezone: EU-Fahrplan zur Datenspeicherpflicht.
Die CIA will ein Open Source Center erschaffen. Hat aber nichts mit Freier Software zu tun, wie Telepolis berichtet.
Bei den Volksentscheiden in Kalifornien gab es Probleme mit den digitalen Wahlmaschinen. Ausgerechnet bei der Stimmabgabe von Arnold Schwarzenegger wurde angezeigt, dass er schon gewählt hat. War sicher medienwirksam: Am Wahlcomputer herumgespielt.
„Digitale Kluft“ in der EU wird größer, so die Futurezone. Vor allem zwischen Jungen und Alten, Griechen und Schweden.
-
: SonyBMG will Kopierschutz nach Europa bringen
: SonyBMG will Kopierschutz nach Europa bringen Und wieder das SonyBMG-Rootkit. Tagesschau.de berichtet, dass SonyBMG plant, ihren umstrittenen Kopierschutz nun auch in Europa einzuführen: Sony BMG will auch in Europa Kopierschutz einführen.
Passend dazu sind weitere Details aufgetaucht, dass der Kopierschutz nicht nur nach Hause telefoniert und eine Sicherheitslücke einbaut, mittlerweile geht man auch davon aus, dass bei erstellten MP3s jeder Art (nicht nur SonyBMG-CDs) automatisch Störgeräusche eingebaut werden. Und was kommt noch? Wie soll man da noch als Verbraucher ohne Bedenken CDs kaufen können?
Passend ist auch der Kommentar von Joerg-Olaf Schaefers:
Aber Manipulationen an offenbar beliebigen Audiofiles? Scheint, als habe jemand bei Sony BMG komplett den Bezug zur Realität verloren. Mir fällt gerade keine Möglichkeit ein, wie man das Vertrauen der eigenen Kundschaft noch effektiver verzocken kann. Wirklich nicht.
Währenddessen prüft die Electronic Frontier Foundation, ob sie gegen SonyBMG Klagen kann. Bisher hat die EFF 19 CDs gefunden, die das Rootkit enthalten. Die BBC berichtet auch darüber: Sony sued over copy-protected CDs.
Update: Jetzt gibt es auch noch den ersten Trojaner, welcher die Sicherheitslücke ausnutzt. Auch die von SonyBMG bereit gestellte Software zum Entfernen des Kopierschutzes soll nicht wirklich das tun: Sony BMG: Kopierschutzpläne für Deutschland.
-
: Neue Kampagne: Consumers Digital Rights
: Neue Kampagne: Consumers Digital Rights Eine neue Kampagne zum Thema „Verbraucherrechte im Urheberrecht“ hat der Dachverband der europäischen Verbraucherschutzzentralen BEUC heute gestartet: Consumers Digital Rights. Von den Vorbereitungen wusste ich schon etwas länger, aber das Ergebnis hat mich eben positiv überrascht. Die Kampagnenseite ist gut gelungen, liefert viele Informationen in englisch und französisch und man kann eine Petition unterschreiben. Viele Hintergrundinformationen zum Thema gibt es natürlich auch. Und ein Mix-Album mit freier Musik, wo 14 Stücke unter der Creative Commons NonCommercial-ShareAlike license zur Verfügung zusammengestellt wurden.
Stefan Krempl berichtet auf Heise darüber: Verbraucherschützer: Kopierende Konsumenten sind keine Verbrecher.
Und hier ist der Declaration-Text (Kann ich alles so unterschreiben):
Declaration
The time has come to guarantee consumers certain basic rights in the digital world, and to tell them what they can do with their digital hardware/content. This is our message in this campaign.
* Right to choice, knowledge and cultural diversity
* Right to the principle of “technical neutrality” – defend and maintain consumer rights in the digital environment
* Right to benefit from technological innovations without abusive restrictions
* Right to interoperability of content and devices Right to the protection of privacy
* Right not to be criminalisedWe urge policy makers to endorse the 6 Consumers Digital Rights, and demand: A legal framework that will encourage new means of exposure and distribution of digital content, while guaranteeing remuneration to artists, creators and performers and providing consumers and the public with new means of access, discovery and new uses;
A new balance between exclusive rights in the exploitation of digital content and public interest objectives in using and sharing such content, taking into account the new possibilities of content usage enabled by technical progress;
That industry desist from legal action against P2P downloaders to allow the market to find solutions for the on-line development of audio/visual distribution that takes due account of the public interest and the interest of artists, creators and performers;
Action to find solutions on how consumers can effectively exercise their private use rights and to guarantee that users of DRMs respect the legitimate interest of consumers in their personal autonomy and private sphere;
Mechanisms to ensure that TPMs or DRMs, which restrict uses legally exempted from copyright or not falling under copyright, do not benefit from legal protection;
A review of the EU legal framework on consumer protection and intellectual property in view of the 6 consumers rights demands expressed in this Declaration.
Schöne und notwendige Kampagne.
-
: Kleiner Vorgeschmack auf Tunis
: Kleiner Vorgeschmack auf Tunis Kleiner Vorgeschmack auf Tunis: Die Heinrich Böll Stiftung wollte zusammen mit der „Association Tunisienne des Femmes Democrates“ eine gemeinsame Veranstaltung am 14. November in Tunis machen, wo ich u.a. zu „Weblogs und Meinungsfreiheit“ sprechen sollte. Das ganze war als geschlossene Veranstaltung geplant, d.h. Zutritt nur mit Einladung. Das fest gebuchte Hotel hat nun wohl den Auftrag von höheren Stellen bekommen, die Veranstaltung zu canceln. Natürlich aus Sicherheitsgründen. Bin mal gespannt, was noch so alles kommt. Bisher haben wir nur die Sicherheit, dass auf dem Gipfelgelände aufgrund eines „Hostcountry-Agreement“ nichts passieren wird.
Aber beispielsweise der „Citizen Summit“, wo sich viele Menschenrechtsorganisationen mit der kritischen tunesischen Zivilgesellschaft solidarisieren wollen, fällt nicht unter das Agreement mit den Vereinten Nationen, weil die Veranstaltung ausserhalb des WSIS-Geländes stattfindet.
-
: Nachrichtenüberblick 09.11.
: Nachrichtenüberblick 09.11. Heise berichtet darüber, dass die EU-Parlamentarier einen Kompromiss zur TK-Vorratsdatenspeicherung erarbeitet haben. E‑Mail-Daten und Mac-Adressen sollen nicht gespeichert werden, allerdings konnte sich die Forderung nach einer Befristung von drei Monaten auch nicht durchsetzen. Wenigstens scheint eine Koppelung mit dem Katalog im Gesetz für den Europäischen Haftbefehl vorgesehen zu sein.
Wolfgang Kleinwächter berichtet über weitere Entwicklungen beim WSIS und welche Punkte bei den Abschlusspapieren noch umstritten sind: Mit Volldampf nach Tunis.
Die Berliner Zeitung berichtet über einen Lauschangriff des Bundesnachrichtendienstes auf deutsche Journalisten vor zwölf Jahren: Ins Visier genommen.
Heute berichten einige Medien (Wired, Heise, Tagesschau) über das Anti-Zensur Bündnis, welches Reporter ohne Grenzen am Montag zusammen mit Investmentfonds präsentiert haben.
Reporter ohne Grenzen haben Köhler und Merkel einen offenen Brief geschrieben, in dem diese aufgefordert werden, mehr Druck auf China wegen Menschenrechtsverletzungen zu machen. Hier ist ein kleiner Ausschnitt aus der Pressemitteilung:
„Pressefreiheit und der Zugang zum Internet sind wichtige Bestandteile des Rechts auf Information und freie Meinungsäußerung und, ebenso wie die Beachtung der anderen Menschenrechte, entscheidende Voraussetzung für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit“, heißt es in dem Brief. Angela Merkel soll als künftige Kanzlerin im Dialog mit den chinesischen Behörden ein besonderes Gewicht auf die Wahrung der Presse- und Meinungsfreiheit legen.
Die CSU macht Zugeständnisse bei Telefonüberwachung. Sieht aber immer noch schlimm aus.
In Australien wurden jetzt auch die BigBrotherAwards vergeben. Heise hat die Zusammenfassung.
-
: 22C3: Private Investigations
: 22C3: Private Investigations Die Planungen für den 22. Chaos Communication Congress des Chaos Computer Clubs gehen voran. Der 22c3 findet erstmalig vier Tage, vom 27.–30. Dezember 2005, im Berlin Congress Center statt. Das Motto lautet dieses Mal „Private Investigations“ und Joi Ito wird die Keynote dazu halten. Mittlerweile gibt es ein englischsprachiges Weblog, wo einzelne Vorträge vorgestellt werden. Antenne hat 22c3-Desktop-Wallpaper für verschiedene Auflösungen entworfen.