Nachrichtenüberblick 11.11.

Die USA wollen nun auch ein Gesetz, um den Missbrauch von Urheber-, Marken- und Patentrechten besser sanktionieren zu können. Das Gesetz heisst „Intellectual Property Protection Act of 2005“ und ist vergleichbar zur Richtlinie zur Durchsetzung Geistigen Eigentums, welche in der Version 2.0 gerade auf europäischer Ebene diskutiert wird: US-Regierung verstärkt ihren Feldzug gegen Copyright-Verletzung.

Das iTAN-Verfahren galt bei der Deutschen Bank und der Deutschen Post als Lösung für das Phishing-Problem. Allerdings brauchten deutsche Forscher nur einen Tag, um das Verfahren zu knacken. Kommentar eines Forschers: „Es war viel einfacher, als wir uns das vorgestellt hatten“. Spiegel hat mehr: „Wir haben nie behauptet, dass es absolut sicher sei“.

Gestern war Tom Steinberg von mysociety.org wieder in Berlin. Ich habs es diesmal wegen zuviel WSIS-Vorbereitungsstress verpasst, aber Richard Sietmann war für Heise dabei und berichtet ausführlich überd ie spannenden Projekte von mysociety.org: e-Demokratie: Die Rolle des Internet im „Voter Relationship Management“.

Bertelsmann hat seine Verfassungsbeschwerde gegen eine Schadenersatzklage in den USA zurückgenommen, die wegen des alten Napster-Engagements noch am laufen ist. Geschätzter Schaden sollen 17 Milliarden Dollar sein. Mal schauen, was da noch kommt: Bertelsmann verzichtet auf Hilfe vom Verfassungsgericht.

Biometrie in Coffeeshops gabs noch nicht, jetzt aber in Venlo: Biometrie gegen Drogenkonsum durch Minderjährige. Wieso da nicht auf eine Ausweiskontrolle zurückgegriffen wird, ist mir unklar.

Noch einer mehr im Kommunismus-Klub. Shai Agassi, der bei SAP den Bereich Technologie und Produktentwicklung leitet und im Vorstand des Konzerns sitzt, hat einen Einblick in sein komisches Weltbild gegeben: SAP-Vorstand wettert gegen Open Source.

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