Generell
Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.
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: WSIS-Podcasting: GlobalVoicesOnline
: WSIS-Podcasting: GlobalVoicesOnline
Hier ist noch ein Interview mit Rebecca MacKinnon über „GlobalVoicesOnline“ und Blog-Brücken zwischen Kulturen und Sprachen. GlobalVoivesOnline ist eine Initiative des Berkman Center for Internet & Society. GlobalVoicesOnline hat übrigens bei den BOBs der Deutschen Welle den Preis für das Beste englischsprachige Weblog gewonnen. -
: WSIS-Podcasting: Hungerstreik in Tunesien beendet
: WSIS-Podcasting: Hungerstreik in Tunesien beendet Der Hungerstreik von tunesischen Oppositionellen ist heute beendet worden. Seit dem 18. Oktober befanden diese sich in einem Hungerstreik, um auf die Menschenrechtssituation in Tunesien aufmerksam zu machen. Wolf Ludwig war heute vor Ort und berichtet darüber in einem kleinen Interview.
Dazu passt auch noch der folgende Heise-Artikel: WSIS: Tunesische Bürgerrechtler beenden Hungerstreik.
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: WSIS-Podcasting:Human Rights in China
: WSIS-Podcasting:Human Rights in China Hier ist ein sehr interessantes Interview mit Sharon Hom, die Executive Director von „Human Rights in China“ ist, zur Zensur in China, dem Einsatz von westlichen Filtertechnologien und wie diese funktionieren.
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: WSIS-Podcasting: Julien Pain von Reporter ohne Grenzen
: WSIS-Podcasting: Julien Pain von Reporter ohne Grenzen
Hier ist ein Interview mit Julien Pain, dem Internet-Koordinator von Reporter ohne Grenzen. In dem Interview geht es um die Mission und Arbeit von Reporter ohne Grenzen, was Weblogs mit Pressefreiheit zu tun hat und die Probleme der Organistion beim WSIS in Tunesien. -
: T‑DSL in Berlin mal wieder ausgefallen
: T‑DSL in Berlin mal wieder ausgefallen Und ich wundere mich schon die ganze Zeit, weshalb niemand aus meiner Firma online ist:
In Teilen von Berlin und dem brandenburgischen Umland kommen die Kunden der Telekom derzeit nicht ins Internet. Die DSL-Wählverbindungen seien teilweise ausgefallen, bestätigte ein Sprecher des Konzerns auf Anfrage der Netzeitung.
Sobald das Netz in Berlin wieder da ist, gibts hier weitere Interviews, u.a. mit „IP-Justice“, „Reporter ohne Grenzen“ und „Human Rights in China“.
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: WSIS: Netzeitungs-Interview
: WSIS: Netzeitungs-Interview Die Netzeitung hat ein längeres Interview mit mir zum WSIS gemacht, was jetzt online ist: UN-Gipfel: «Wichtig ist Zugang zu Informationen».
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: WSIS: Beindruckendes Free Culture Erlebnis
: WSIS: Beindruckendes Free Culture Erlebnis Ich mag es kaum glauben. Ich sitze hier in einem verwinkelten Haus in der Innenstadt von Tunis und habe gerade Richard Stallman und Gilberto Gil (Kulturminister on Brasilien und berühmter Artist) vor mir sitzen. Richard Stallman singt und Gilberto Gil spielt Gitarre und ich nehme Sequenzen auf Video auf. Solange es der 1GB Chip in meiner Kamera erlaubt. Werde es später mal online stellen.

Jetzt jammt Gilberto Gil zusammen mit anderen Musikern herum. Echt beeindruckend. Ich zeichne es mit meinem MP3-Rekorder auf. Das beste Ereignis bisher in Tunis und sehr familiär. Hier findet die ganze Woche ein Free Culture Workshop statt mit Künstlern aus vielen Nationen. Ich habe schon ein paar Interviews mit Beteiligten gemacht und werde diese bearbeitet später hier veröffentlichen.
Update: Arne Hintz hat auf WorldSummit2005 einen kleinen Bericht über den Abend veröffentlicht: „Art and Free Knowledge“ event in Tunis.
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: WSIS: “Expression Under Repression.”
: WSIS: “Expression Under Repression.” Gerade fand eine sehr spannende Diskussion zum Thema “Expression Under Repression” statt. Die von Rebecca MacKinnon (GlobalVoicesOnline) moderierte Diskussion thematisierte Weblogs und Meinungsfreiheit. Mit dabei waren drei Blogger, die in Ländern ihre Weblogs betreiben, wo die Meinungsfreiheit keinen hohen Stellungswert haben. Taurai Maduna (Simbawne), Hossein Derakshan (Iran) und Isaac Maon (China). Die Diskussion war sehr spannend und interessant.
Beinahe hätte ich sie nicht gefunden, denn sie findet in den Konferenz-Räumen der ICT4D-Messe statt. Im Gegensatz zu den WSIS-Panels, welche unter UN-Hoheit stehen, ist dies tunesisches Gebiet. Und die Veranstaltung wurde aus dem Programm gestrichen und an den ganzen Info-Ständen gab es keine Information. Zum Glück fand ich sie dann doch noch. Einige Zeit nach dem Start füllte sich der Raum immer mehr mit tunesischen Geheimdienstlern und es drohte die Gefahr des Abbruchs. Deshalb musste auf eine Pause im Programm verzichtet werden, um den tunesischen Geheimdienstlern keine Gelegenheit zu geben, den Raum zu sperren. Schnell wurden per SMS andere Menschen mobilisiert. Das klappte ausgesprochen gut. Die Diskussion konnte daher weitergeführt werden. Gerade geht es im zwieten Teil um Filtertechnologien, die zur Zensur eingesetzt werden. Quasi „Zensurtechnologien für Anfänger“. Jemand von der OpenNet Initiatives führt in verschiedene Technologien ein. Die Blogger-Diskussion wurde aufgezeichnet, wenn alles klappt, hab ich heute Abend schon den Link zum MP3.
Die Filtereinführung kann ich leider nicht aufzeichnen, weil ich gleich zum P2P-Filesharing-Panel muss.
Update: Im APC-Blog gibt es eine schriftliche Zusammenfassung. Und auch Global Voices berichtet darüber.
Der Panel-Mitschnitt ist leider immer noch nicht online. Dafür gibt es schon einen kurzen Mitschnitt von Hossein Derakshan Einführungsbeitrag, den Andy Carvin auf seiner Seite veröffentlicht hat. Ich habe letzte Nacht noch ein Interview mit Hossein Derakshan über Blogs im Iran gemacht, was ich später noch veröffentliche.Hier ist jetzt der Link zum Mitschnitt.
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: WSIS: Impressionen in Form einer kleinen Bilderschau
: WSIS: Impressionen in Form einer kleinen Bilderschau Hie rsind mal ein paar WSIS-Impressionen in Form einer kleinen Bilder-Zusammenstellung.
Der Eingang zu den „Civil Society Offices“:

Der Eingang zur „Plenary Hall“:

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: WSIS-Podcasting: WIPO-Panel mitgeschnitten
: WSIS-Podcasting: WIPO-Panel mitgeschnitten Gestern fand hier auf dem WSIS ein Panel zum Thema „The Role of WIPO and NGO’s to Balance Intellectual Property Rights“ statt. Ich wollte es eigentlich komplett mitschneiden, wurde aber durch das BBC-Interview aufgehalten. So fehlen die ersten 24min, was aber anscheinend nicht so dramatisch ist. Die restlichen 88min sind auf jeden Fall interessant. Über die Qualität der Aufnahme kann ich gerade nicht viel sagen, scheint aber hörbar zu sein. Hier ist das OGG mit 44MB Grösse, ein MP3 wird wohl später noch folgen.
Moderator: ROBIN GROSS, IP Justice Executive Director
Speakers:
~ PHILIPPE PETIT, World Intellectual Property Organization (WIPO) Deputy Director General
~ JAMES LOVE, Consumer Project on Technology (CPT) Director
~ ALEX BYRNE, International Federation of Library Associations and Institutions (IFLA) President
~ GEORG GREVE, Free Software Foundation Europe (FSFE) President -
: WSIS-Podcasting: Was ist Internet Governance
: WSIS-Podcasting: Was ist Internet Governance Eigentlich sollte der WSIS das Thema „Bridging the digital Gap“ behandeln, aber das Thema fiel fast hinten herunter. Stattdessen bestimmte die Debatte um „Internet Governance“ die internationalen Schlagzeilen und vor allem den zweiten Teil des WSIS-Prozesses. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff „Internet Governance“ und worum dreht sich die politische Debatte genau? Ich habe dazu gestern Jeanette Hofmann befragt, die u.a. Co-Koordinatorin des Internet Caucus der internationalen Zivilgesellschaft im WSIS-Prozess ist und hier zusammen mit mir als zivilgesellschaftliche Vertreterin in der Regierungsdelegation ist.
DIesmal gibt es erstmal nur OGG, ein MP3 folgt später. -
: WSIS: Artikel vom 17.11.
: WSIS: Artikel vom 17.11. Taz: Mehr Transparenz fürs Netz
Der Streit über die Freiheit des Internets beherrscht den UN-Gipfel zur Informations- gesellschaft in Tunis. Diktaturen ohne Meinungsfreiheit sind dabei nur ein Problem
Die Welt: Folgenloses Netzpalaver
Der „Weltgipfel“ der UNO zur Informationsgesellschaft, auf dem in diesen Tagen in Tunis Tausende von Staats- und Wirtschaftsvertretern mit Gesandten nichtstaatlicher Organisation um die Herrschaft über das Internet streiten, wirkt dagegen wie das Palaver vorgeschichtlicher Stammesgesellschaften. Diktaturen streiten mit Demokratien, Netz-Utopisten mit Technokraten, Techniker von Großkonzernen mit Graswurzel-Programmieren. Der rasante technische Fortschritt ist von einem fatalen politischen Rückschritt begleitet, so scheint es. Warum?
Mitteldeutsche Zeitung: Symbolische Schlacht um die Macht im Netz
In der tunesischen Hauptstadt Tunis aber tobte gleichzeitig die Schlacht um die Macht im weltweiten Datennetz. Die liege, so protestierte im Vorfeld des 2. UN-Weltgipfel der Informationsgesellschaft ein Chor aus Asien, Afrika, Südamerika und Europa, völlig zu Unrecht immer noch bei der US-Regierung. Das Internet aber sei längst international, und so müsse es künftig auch verwaltet werden: Am besten von der Uno oder einer vergleichbaren, neu zu schaffenden Institution.
Berliner Zeitung: Vertagter Streit um die Macht
Statt dessen gibt es in der tunesischen Hauptstadt vor allem eins: Streit. Streit um die Macht der USA im Internet. Und um die Politik des Gastgeberlandes Tunesien. Dessen Präsident Zine el Abidine Ben Ali zeigte jedenfalls, dass er eine unabhängige Berichterstattung in seinem Land nicht goutiert: Unbotmäßige Journalisten verschwanden im Gefängnis; einzelne für den Gipfel angereiste Pressevertreter wurden verprügelt. Die Gefangenenhilfsorganisation Amnesty International brandmarkte die Gastgeber: In Tunesien sei „Pressefreiheit praktisch nicht vorhanden“. Versammlungsfreiheit wohl auch nicht: Einem Gegengipfel von Nicht-Regierungs-Organisationen wurde in Tunis der Veranstaltungsort gekündigt.
Tagesschau.de: USA kontrollieren weiter Web-Adressen
Die in Tunis erzielte Übereinkunft sieht vor, dass die Icann künftig von einem internationalen Forum ergänzt wird. Dieses „Internet Governance Forum“ soll im nächsten Jahr von UN-Generalsekretär Kofi Annan eröffnet werden. Dabei wird angestrebt, dass die gegenwärtig nur mit lateinischen Zeichen geführten Internet-Adressen um die Zeichensätze anderer Sprachen wie Chinesisch, Arabisch und Urdu ergänzt werden. Auch die Eindämmung von Spam – unerwünschten Werbe-E-Mails – soll ein Thema des Forums sein.
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: WSIS: Tunesisches Fernsehen zensiert Schweizer Bundespräsidenten
: WSIS: Tunesisches Fernsehen zensiert Schweizer Bundespräsidenten Der Schweizer Bundespräsident Samuel Schmid hat heute in seiner Eröffnungsrede beim WSIS das Gastgeberland Tunesien wegen der Menschenrechtsverletzungen dort kritisiert. Prompt wurde die Live-Übertragung im tunesischen Fernsehen mit Übersetzung ins Arabische unterbrochen. Grund der Unterbrechung waren folgende Worte:
«Es ist unannehmbar, dass Bürger aus dem einzigen Grund, weil sie ihre Regierung im Internet oder in der Presse kritisiert haben, im Gefängnis landen. Jede Wissensgesellschaft achtet die Unabhängigkeit ihrer Medien so, wie sie die Menschenrechte respektiert. Ich erwarte deshalb…»
Die Tunesier konnten dann die anschliessenden Worte nicht mehr hören, wie z.B.:
«Für mich ist es selbstverständlich, dass in Tunis, in diesen Mauern, aber auch ausserhalb, jeder und jede in voller Freiheit diskutieren können. Das ist für uns die wichtigste Voraussetzung für das Gelingen dieses Gipfels.»
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: WSIS: Visions in Process II
: WSIS: Visions in Process II Die Heinrich Böll Stiftung hat zum WSIS eine neue Publikation veröffentlicht, die als PDF zum Download zur Verfügung gestellt wird: „Visions in Process II“
Ein neues Buch versammelt Einschätzungen von Frauen aus aller Welt, die in den verschiedenen zivilgesellschaftlichen Gruppen im WSIS-Prozess aktiv waren. Ihre Beiträge diskutieren die Kontroversen innerhalb der Diskurse von Regierungen und Zivilgesellschaft, die sich um den Kern der erklärten Gipfel-Vision einer menschen-zentrierten, entwicklungs-orientierten und inklusiven Informationsgesellschaft ranken: Menschenrechte, Entwicklung, Teilhabe.
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: WSIS: OpenNet Initiatives veröffentlicht Bericht über Zensur in Tunesien
: WSIS: OpenNet Initiatives veröffentlicht Bericht über Zensur in Tunesien Die „OpenNet Initiatives“ hat einen neuen Bericht über die Zensurtechnologien in Tunesien veröffentlicht: Internet Filtering in Tunisia in 2005: A Country Study. Wir hatten den Bericht glücklicherweise schon vor Veröffentlichung gesehen und konnten uns besser auf die Filterinfrastruktur einstellen. Wie fast überall auf der Welt kommt die Zensurinfrastruktur natürlich aus dem „Land der Freiheit“, der USA.
Drawing on open sources and a detailed year-long technical investigation, ONI research describes Tunisia’s aggressive targeting and blocking of on-line content, including political opposition Web sites, human rights groups, and sites that provide access to privacy-enhancing technologies. ONI research reveals that Tunisia’s government Internet agency, ATI, uses SmartFilter – filtering software produced by Secure Computing, a US-based company – as the basis of its filtering regime. Since all of Tunisia’s ISPs operate through ATI, the system is difficult to circumvent. Moreover, Tunisia’s public policy on filtering is opaque at best. The state falsifies the information provided to users who try to reach filtered sites; the error page received claims the site is not accessible for technical reasons. In sum, Tunisia’s control over its citizens’ access to Internet content places it at odds with the goals of the World Summit on the Information Society.
Update: Das ging ja schnell: Schon wurde der Report im tunesischen Netz zensiert, wie ich gerade feststelle.
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: WSIS: Artikel vom 16.11.
: WSIS: Artikel vom 16.11. dpa: «Maskerade in Tunis» – Gastgeber wirft Schatten auf UN-Gipfel
Tunis (dpa) – Drinnen im Konferenzzentrum beraten etwa 150 Länder, wie sie das Internet künftig «managen» und bis in die letzte Hütte bringen wollen. Unterdessen laufen draußen in den Straßen von Tunis ausländische Medienvertreter Gefahr, bedrängt oder gar tätlich angegriffen zu werden. Der Schatten des Gastgebers liegt über dem zweiten Weltinformationsgipfel, den UN-Generalsekretär Kofi Annan am Mittwoch eröffnete.
Telepolis: Internet Governance 2005: The Deal is Done
Der Hauptgewinner des Tunis-Deals ist für den Moment die Zivilgesellschaft. Durchgängig bezieht sich das Tunis-Dokument auf das Multistakeholder-Prinzip, was heißt, dass die Zivilgesellschaft hier in Tunis ein verbrieftes Mitspracherecht für die zukünftige Entwicklung des Internet erhalten hat – und zwar gleichberechtigt neben Regierungen und der Privatwirtschaft. War man vor zwei Jahren in Genf beim intergouvermentalem Endspiel noch aus dem Konferenzraum geflogen, so saßen diesmal die zivilgesellschaftlichen Vertreter bis zur letzten Sekunde mit im Verhandlungssaal „Sidi Bou Said“. Ja mehr noch, viele zivilgesellschaftlichen Experten waren Mitglieder ihrer Regierungsdelegationen und bestimmten nicht unwesentlich die schlussendlichen Formulierungen des finalen Dokuments mit.
Die Welt: Annan: Internet-Verwaltung durch US-Stiftung Icann sinnvoll
Der UN-Generalsekretär fordert auf dem IT-Weltgipfel in Tunis aber Verhandlungen über ein neues Internet-Regime. Der Gipfel will ein internationales Gremium einsetzen.
Tagesschau.de: Kompromiss über Internet-Herrschaft
Im Tauziehen zwischen den USA und anderen Ländergruppen um eine neue „Weltordnung“ für das Internet hat UN-Generalsekretär Kofi Annan weitere Verhandlungen gefordert. Gegenwärtig sei die Verwaltung des weltweiten Netzes durch die amerikanische Stiftung ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) sinnvoll, sagte er in Tunis zum Auftakt des zweiten Weltgipfels der Uno zur Informationsgesellschaft. Die Vereinten Nationen seien nicht „die geeignete Institution für eine derartige Internet-Regierung“.
SWR-Radio: Einigung im Internet-Streit (Real / WMV)
Golem: USA behalten Kontrolle über ICANN
Spiegel: Ausgerechnet Tunesien
In Tunis sollen die Weichen für die Informationspolitik und ‑kultur der Zukunft gestellt werden: Hehre Ziele wie die Überbrückung der „digitalen Kluft“ stehen auf dem Programm. In tunesischen Knästen sitzen derweil Menschen, weil sie im Web ihrer Meinung freien Ausdruck gaben.
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: WSIS: BBC World-Service Interview
: WSIS: BBC World-Service Interview Gerade hat der BBC World-Service ein Interview mit mir zu den Ergebnissen des WSIS gemacht. Vor allem ging es um „Internet Governance“. Das Interview wird wohl im Rahmen einer Sendung über den WSIS auf BBC World-Service um 18h CET ausgestrahlt. Es gibt einen Live-Stream der Radiosendung.
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: WSIS: Eindrücke vom Gipfel
: WSIS: Eindrücke vom Gipfel Offiziell läuft der WSIS jetzt schon seit fünf Stunden. Und ist anstrengender als gedacht. Es ist sehr laut, es ist sehr voll und der Schlafmangel der letzten Tage macht sich dadurch immer bemerkbarer. Und die mitgebrachten Club-Mate Vorräte sind aufgetrunken. Ich wundere mich über die Organisatoren. Diese haben mit 12000 Menschen gerechnet und mittlerweile sollen 27000 Menschen hier sein. Die Toiletten waren praktisch seit Montag nicht mehr nutzbar. Fast jede Berliner Club-Toilette sieht nach einer durchgefeierten Nacht sauberer aus. Ich frage mich die ganze Zeit, ob die Diplomaten und Polit-Promis auch dieselben Toiletten nutzen müssen. Alle Gänge auf dem Messegelände sind voller Menschenmassen. Das Netz wird immer langsamer und selbst die Civil Society Offices sind mittlerweile überfüllt. Ich werde mich gleich mal in ein Panel über die WIPO setzen und mitschneiden. Ist heute die interessanteste Veranstaltung hier. In der Plenary-Hall gibt es Politiker-Sonntagsreden, was sicherlich das unspannenste ist. Und nebenan findet die ICT4D-Messe statt, bunt wie eine CeBIT. Vielleicht sogar noch bunter, lauter und voller. Hoffe, es wird noch irgendwann besser. Abends ist es eh immer am nettesten, wenn man vom Gipfel-Trouble flüchten kann und viele Menschen aus anderen Nationen kennenlernt.
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: SonyBMG Rootkit – Rückrufaktion
: SonyBMG Rootkit – Rückrufaktion SonyBMG hat eine Rückruf-Aktion für CDs gestartet, welche mit dem sehr umstrittenen „Rootkit“-Kopierschutz versehen sind. Zuerst wurden Plattenläden informiert und anscheinend wird gerade an einer Rückruf-Aktion für Verbraucher vorbereitet, welche eine der 49 damit ausgestatteten CDs erworben haben. Laut Heise scheinen sich die Vermutungen bestätigt zu haben, dass SonyMBG mit dem Kopierschutz die LGPL verletzt hat.
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: WSIS: Erste politische Bewertung
: WSIS: Erste politische Bewertung Wir haben mittlerweile ein wenig mehr das Gipfelpapier analysiert, so dass ich eine erste politische Bewertung vornehmen kann. Positiv kann man vermerken, dass die Internetnutzer gewonnen haben. Die Regierungen übernehmen nicht das Internet und haben somit nicht den gewünschetn Einfluss auf das Netz. Gerade für die Menschen in totalitären Systemen wäre das verheerend gewesen. Negativ ist zu vermerken, dass die USA immer noch die Kontrolle über ICANN haben. Allerdings konnte sich die EU mit dem Vorschlag durchsetzen, ein Forum rund um die Frage des „Internet Governance“ zu schaffen. Dieses Forum soll den „Multistakeholder-Ansatz“ weiter verfolgen, d.h. Regierungen, Zivilgeselllschaft und Privatwirtschaft diskutieren gleichberechtigt. Damit konnte die USA „embedded“ werden, d.h. sie muss sich den Diskussionen stellen und kann nicht mehr alleine mit ICANN machen, was sie will. Mittel- bis Langfristig muss das ICANN-Modell endlich verändert werden – hin zu mehr Transparenz, Offenheit und Teilhabe. Am Besten ohne Regierungen.
Im Endeffekt ist eigentlich das beschlossen wurden, was wir erwartet haben: Nicht viel. Schön, dass wir mal darüber geredet haben. Unsere Erwartungen waren aber auch nicht besonders hoch. Von einer gemeinsamen Vision einer Informationsgesellschaft kann immer noch keine Rede sein. Und Lösungen werden auf solchen Gipfeln auch selten präsentiert.
Wir werden später noch eine Pressemitteilung dazu veröffentlichen.