Generell
Allgemeine Berichte aus der Welt, in der wir leben, der Politik und der Kultur Deutschlands und des Internets.
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: Gesichter ungeeignet für den ePass
: Gesichter ungeeignet für den ePass Dass es mit der Biometrie im ePass zu Problemen kommen würde war abzusehen, dass diese aber schon jetzt und so massiv auftreten überrascht doch etwas. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, wurden in den ersten Wochen nach der Umstellung bis zu 80% aller Anträge abgelehnt. Inzwischen sei die Zahl auf 50% gesunken. Grund hierfür sind Fotos, die nicht dem ICAO-Standard entsprechen. Bei ca. 10% der Personen seien die Gesichter selber anscheinend zu schmal oder zu breit und somit nicht konform, schätzt ein hamburger Fotografenmeister. Auch schiefe Nasen können zur Ablehnung des Fotos führen. Das Bundesinnenministerium hört – nach fast einmonatigem Betrieb – zum ersten Mal davon, so eine Sprecherin. Bereits am 7.11. hatte das BMI aber gegenüber heise zum Problem der „Lichtbildbelehrung“ Stellung genommen. Damals mussten Bürger mit nicht konformen Fotos eine Abtretung von Schadensansprüchen gegenüber ausstellenden Passbehörden unterschrieben, wenn sie einen neuen Pass bekommen wollen.
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: Softwareübersicht: Podcasting unter Linux
: Softwareübersicht: Podcasting unter Linux Der Begriff „Podcast“ geistert bereits das ganze Jahr durch die Medien. Ob künstlich gehypt oder nicht, die Idee des Privatradios von und für jedermann ist nicht neu. Ein Podcast ist eine aufgezeichnete Radiosendung, die ein Hörer über RSS-Feeds abonnieren und automatisch herunterladen kann. Das bedeutet zunächst, dass die Zeiten des langen Wartens auf eine gestreamte Datei obsolet sind. Natürlich lassen sich diese Radiosendungen auch unter Linux „empfangen“ und erstellen, hierfür wurden mehrere Abspielprogramme entwickelt. Ein Radiotipp: Das Programm des Chaosradios ist äußerst informativ und findet sich nicht ohne Grund ganz oben in den Podcast-Charts von iTunes.
Das Podcast-Phänomen haben wir dem ehemaligen MTV-Moderator Adam Curry zu verdanken. Er war an der Entwicklung des ersten Programms iPodder als Podcast-Bringdienst maßgeblich beteiligt. Die Podcast-Revolution startete vor gut einem Jahr und als deren Initiator wird Curry gern als „Podfather“ bezeichnet. Mittlerweile hat er mit seiner Firma PodShow zur Vermarktung von Podcasts mehrere Millionen an Venture Capital gesammelt. Seine Software iPodder wurde vor kurzem in Juice Receiver umbenannt ist nach wie vor beispielhaft in Design und Bedienung: Einfach den gewünschten Podcast auf der jeweiligen Webseite über den RSS-Feed auswählen und in den Juice Receiver kopieren. Bei jedem Start des Programms lädt er sich automatisch die aktuelle Sendungen herunter. Die Software ist unter der GPL veröffentlicht und für Windows und Mac verfügbar. Eine Linux-Version soll bald erscheinen.
Eine weitere Empfehlung geht an amaroK: Die Software hat seinen Namen nach dem gleichnamigen Poptitel von Mike Oldfield und bedeutet in der Sprache der Inuit „Wolf“. Die Freie Software ist unter der GNU Public Licence lizenziert und wurde ursprünglich für die KDE-Oberfläche entwickelt. Handlich gestaltet mit einer ansprechenden Nutzeroberfläche erfreut es sich immer größerer Beliebtheit. Schon seit einiger Zeit unterstützt AmaroK Podcasting durch eine komfortable Podcast-Verwaltung.
Einfacher geht‚s nicht: Der gPodder lädt Podcasts automatisch, die zuvor per Abonnement mittels RSS Feeds ausgewählt wurden. Nach dem Starten der Software trägt man die Feeds ein. Nach der Aktualisierung des Programms wird eine Liste der verfügbaren Radiosendungen aus dem Netz angezeigt, ein einfaches Anklicken und Auswählen genügt.
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: Linux für Blinde für BIENE-Award nominiert
: Linux für Blinde für BIENE-Award nominiert Übernächste Woche wird er vergeben: BIENE (Barrierefreies Internet eröffnet neue Einsichten) (1) ist ein Wettbewerb von der Aktion Mensch und der Stiftung Digitale Chancen. Er prämiert Webseiten, die in besonderem Maße für Behinderte zugänglich sind. 26 Seiten aus den Bereichen EGovernment, EBusiness, Bildung, Kultur und Medien haben sich in die Endrunde qualifiziert, das Finale findet nun am 9. Dezember statt. „Vieles spricht dafür, sich an diesen Webseiten ein Beispiel zu nehmen, so dass zukünftig wesentlich mehr – wenn nicht gar alle – Webseiten allen Nutzern zugänglich sind“, sagt Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen über die Kandidaten.
Unter den Finalisten ist auch Simon Bienlein mit seiner Webseite „Linux für Blinde“: Der blinde Informatikkaufmann und Programmierer hat es sich zum Ziel gesetzt, dass auch Blinde problemlos Linux auf ihrem Rechner installieren können. Dafür hat Bienlein die Installations-CD für Debian 3.0r1 GNU / Linux mit einer Unterstützung für die Braille-Schrift erweitert. Auf den Seiten gibt er eine Einführung in Linux und Debian, beispielsweise wie man eine Netzwerkverbindung herstellt und man mit dem Editor Vi umgeht.
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: KDE 3.5 ist erschienen
: KDE 3.5 ist erschienen Vor zwei Wochen gab es den Release Candidate, heute wurde die Stabile Version von KDE 3.5 veröffentlicht. Sämtliche Verbesserungen sind in einer kleinen visuellen Führung auf der KDE-Webseite veranschaulicht: Die freie Dekstop-Oberfläche für UNIX-Systeme bietet unter anderem eine Verbesserung der Browser-Sicherheit. Das Surfen mit dem Konqueror wird mit einem Pop-Up-Blocker und durch sein integriertes AdBlock Content-Filtering angenehmer. Konqueror hat nun auch den „Acid2“ CSS-Kompatibilitätstest bestanden. Wie sein Konkurrent Firefox kann der Konqueror jetzt in verschiedenen Suchmaschinen mittels der Menüfunktion „Select Search Engines…“ stöbern. Endlich arbeitet der E‑Mail-Client KMail nun deutlich besser mit dem IMAP-Protokoll: E‑Mails können online, also auf dem Server über einen Filter aussortiert werden.
Auch der RSS-Reader aKregator hat eine deutliche Verbesserung seiner Performance erfahren: Man kann über den Feed einstellen, ob statt eines eingeblendeten RSS-Contents die Webseite direkt aufgerufen wird. Das ist für Newsfeed nützlich, die nicht den vollen Inhalt unterstützen. Weitere Neuerungen: Der Instant Messenger Kopete unterstützt nun auch Webcams, sowie die MSN- und Yahoo- IM Dienste. Das Verwalten verschiedener Accounts wird durch das Exportieren des globalen Spitznamen („Nickname“) und der globalen Identität wesentlich vereinfacht. Begrüßenswert ist auch die Erweiterung der „Kicker Tooltips“: Beim Scrollen mit der Maus werden auf der Arbeitsoberfläche animierte Informationen zu den verfügbaren Programmen angezeigt und welches gerade angewendet wird. Mit der Applikation „SuperKaramaba“ können interaktiv neue Module eingebaut werden. Erweiterungen sind zum Beispiel die aktuelle Wetteranzeige, ein Newsticker oder ein System-Monitor.
Für Benutzer auch interessant ist die Neuerung, dass externe Speichergeräte wie Festplatten oder USB Flash-Sticks jetzt in einem Menüfenster angezeigt und verwaltet werden können. Zwei neue Programme bereichern die Auswahl: blinKen, ein Retro-Memory-Game aus den Siebzigern und KGeography, eine Lernsoftware für Erdkunde.
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: EU Ministerrat für Aufnahme biometrischer Merkmale in Personalausweise
: EU Ministerrat für Aufnahme biometrischer Merkmale in Personalausweise Nachdem die alte Bundesregierung bereits Anfang des Jahres ihre Pläne zur Aufnahme biometrischer Merkmale in Personalausweise zugab, wird dieses Vorhaben jetzt auch auf EU Ebene weiter vorangetrieben. Die britischen Ratspräsidentschaft, die sich seit den Anschlägen von London im Bereich der Inneren Sicherheit besonders hervor tut, riefen kurzfristig eine Expertengruppe zu diesem Thema ein. Deren Vorschläge zur Angleichung des Sicherheitsniveaus der nationalen Personaldokumente an die Standards des neuen ePasses werden vorraussichtlich am 1. und 2. Dezember vom europäischen Rat der Justiz- und Innenminister verabschiedet. Die Experten raten unter anderem zum Abgleich der Anträge mit „existierenden Datenbanken“.
Wieder einmal werden nationale Volksvertretungen und das EU-Parlament nicht in die Entscheidungsprozesse eingebunden. -
: ePass in Österreich ab 2006
: ePass in Österreich ab 2006 Ab dem Frühsommer 2006 wird auch Österreich biometrische Pässe ausgeben. Wie auch in Deutschland setzt man sich mit einer 10 jährigen Gültigkeit über die Empfehlungen der ICAO hinweg. Ebenfalls gleich sind die Anforderungen an das neue Passbild, Frontalfoto mit neutralem Gesichtsausdruck. Die Kosten von 69 Euro bleiben, nach dem Beschluss des Ministerrates kommenden Dienstag und des Parlaments im Januar, konstant. Die Aufnahme von Fingerabdruecken folgt in Österreich vorraussichtlich 2009. Interessanterweise werden die Dokumente per Post verschickt, was dem Diebstahl wohl Tür und Tor öffnet. http://futurezone.orf.at/futurezone.orf?read=detail&id=277743
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: Äpfel mit Birnen vergleichen
: Äpfel mit Birnen vergleichen Die Washington Post scheint eine API ihrer RSS für die Leser geöffnet zu haben, damit diese die RSS-Feeds remixen können. Ähnliches macht bereits die BBC mit ihrer Webseite. Spiegel-Online berichtet ausführlich darüber: „Washington Post“ lässt Leser Nachrichten remixen.
Einen grossen Schnitzer leistet man sich aber mit dem folgenden Absatz:
Für die Zeitung ist das Remix-Projekt, das sie selbst auch liebevoll „Mashingtonpost“ (von „to mash“ = vermanschen) nennt, einerseits eine Möglichkeit, mit ihren aktivsten Lesern in Kontakt zu kommen. Andererseits lassen sich so auf simple und kostenfreie Weise Ideen darüber sammeln, wie man Nachrichten online noch präsentieren könnte. Mit einem anderen Versuch, Leser einzubeziehen, war die „Los Angeles Times“ vor einigen Monaten kläglich gescheitert: Leser, die ein Editorial im Netz frei bearbeiten konnten, überfluteten das Textfenster mit Flüchen und sogar obszönen Bildern. Bei der „Washington Post“ hat man wohl aus den Fehlern der Kollegen gelernt: In die Inhalte eingreifen dürfen sie nicht.
Mir ist überhaupt nicht klar, wieso hier noch der Vergleich mit dem gescheiterten Los Angeles Times – Experiment unbedingt rein musste. Vielleicht weil Spiegel Online beides noch nicht ausprobiert hat? Bei der Los Angeles Times Sache ging es um ein Editorial zum Irak-Krieg, welches die Leser in einem modifizierten Wiki schreiben sollten. Leider hat man damals soviele handwerkliche Fehler gemacht, dass die Aktion nach einer Nacht abgebrochen werden musste und das Experiment scheiterte. Trotzdem war es eine sympathische Idee und mit ein wenig mehr Grips und weniger handwerklichen Fehlern (Kein Irak-Krieg als erstes Thema, nicht die besten Funktionen aus dem MediaWiki einfach entfernen, über Nacht wenigestens beobachten, was da passiert…) hätte das wahrscheinlich sogar geklappt.
Auf jeden Fall sind das zwei so unterschiedliche Sachen, als wenn man Äpfel mit Birnen vergleichen würde. Da hätte man auch gleich Spiegel-Online selbst heran ziehen können, da durch die Foren-Funktion genauso die Leser „einbezogen“ werden wie bei dem Wiki-Experiment oder beim öffnen einer API zum Remixen. Schade eigentlich.
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: Günther Beckstein zum Thema Killerspiele-Verbot
: Günther Beckstein zum Thema Killerspiele-Verbot Günther Beckstein wurde vom ZEIT-Zünder u.a. zum Thema „Killerspiele“ interviewed: „Auch im Netz gibt es Grenzen“.
Der Koalitionsvertrag zwischen SPD und Union sieht vor, die sogenannten „Killerspiele“ unter ein Totalverbot zu stellen…
Das war mir ein ganz persönliches Anliegen. Ich habe mir von meinen Mitarbeitern Spiele zeigen lassen, bei denen Menschen geschlachtet werden wie Tiere. Bei denen man mit Handgranaten auf Leute wirft und dann beobachten kann, wie diese Menschen in scheußlichster Weise verletzt werden. Dass solche Killerspiele die Hemmschwelle gegen Gewalt herabsetzen, ist für mich eindeutig, auch wenn wissenschaftliche Belege hierfür noch umstritten sind. Es reicht nicht, solche Spiele nur mit Verleihverboten zu belegen. Die lassen sich ja billig reproduzieren und unter der Hand weitergeben. Dann kauft es der 22-jährige und gibt es seinem 16-jährigen Bruder. Ich kenne die rechtlichen Probleme, aber wir wollen das verbieten, weil es eine abstumpfende und gewaltfördernde Wirkung hat. Wir können nicht werktags so etwas zulassen und uns dann sonntags über die zunehmende Gewalt beklagen.
Ein Großteil junger Menschen bezieht sich die Spiele ohnehin aus dem Netz.
Das ist richtig, aber schauen Sie sich das Thema Kinderpornographie an. Auch hier ist heute das vorwiegende Medium das Internet und trotzdem greift das Verbot. Kinderpornographische Angebote werden wegen ihrer Strafbarkeit viel weniger genutzt, als wenn sie frei auf dem Markt verfügbar wären.
Abgesehen davon, dass ich die Idee aus verschiedenen Gründen schwachsinnig und unnötig finde, frage ich mich gerade, was der Vergleich mit Kinderpornographie soll. Soll das Verbot ähnlich wie bei Kinderpornographie durchgesetzt werden? Also polizeiliche Ermittlungen, Razzien in Kinderzimmern (und nicht nur dort), Knast für den Besitz von Counterstrike & Co?
Morgen diskutiere ich u.a. über das Thema mit Malte Behrmann vom Computerspiele-Entwicklerverband „G.A.M.E. Bundesverband“ im Rahmen der monatlichen Digital Game Archiv Veranstaltungsreihe: Politikum Computerspiel.
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: Datenschutzabbau-Kampagne der Bundesregierung: Heute die Mautbrücken
: Datenschutzabbau-Kampagne der Bundesregierung: Heute die Mautbrücken Im Koalitionsvertrag der grossen Koalition wurde der weitere Abbau des Datenschutzes schon angekündigt:
Wir werden jedoch die im Grundsatz bewährte Sicherheitsarchitektur wo es nötig ist weiterentwickeln und überprüfen, inwieweit rechtliche Regelungen, etwa des Datenschutzes, einer effektiven Bekämpfung des Terrorismus und der Kriminalität entgegenstehen.
Der neue Bundesinnenminister Wolfang Schäuble hat in einem Interview mit dem Deutschlandfunk am 24.11. schon ein erstes konkretes Projekt benannt, wo man weniger Datenschutz haben möchte, und zwar bei den Mautbrücken:
Wir haben jetzt vor ein paar Tagen diesen Fall gehabt in Baden-Württemberg, wo ein Parkwächter auf einem Parkplatz überfahren worden ist und wo wir durch das Gesetz über die Maut für LKWs gehindert sind, die Strafverfolgungsbehörden, diese Informationen zu bekommen. Da sind wir uns einig, dass wir so etwas ändern müssen. Es muss im Zweifel unter rechtsstaatlichen Voraussetzungen möglich sein, Straftaten zu verfolgen aber natürlich vor allen Dingen auch sie zu verhindern.
Weiter heisst es in dem Interview, dass der Datenschutz eigentlich auch nur abgebaut werden soll, damit die Freiheit erhalten bleibt:
Ich sagte vorher schon, wir machen das ja alles, um die Freiheitsordnung des Grundgesetztes zu schützen. Insofern sind diejenigen, die für die innere Sicherheit eintreten ja nicht Gegner von Freiheitsrechten. Darauf muss man immer achten. Da kann es im Einzelfall schwierige Abwägungsfragen geben, etwa bei der Frage, die wir ja haben. Natürlich müssen die Sicherheitsbehörden darauf achten, dass die Verschwiegenheitspflichten der Mitarbeiter eingehalten werden.
Benjamin Franklin formulierte vor sehr langer Zeit schonmal perfekt, wohin sowas führen kann:
Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.
Mittlerweile gibt es massive Kritik an den Plänen einer umfassenden Verkehrsüberwachung.
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: Zürich: Diskussion – Was tun? Wie weiter? Wege zur Digitalen Allmend
: Zürich: Diskussion – Was tun? Wie weiter? Wege zur Digitalen Allmend Am Donnerstag bin ich in der Roten Fabrik in Zürich bei der Diskussionsveranstaltung „Was tun? Wie weiter? Wege zur Digitalen Allmend“. Die Diskussion ist der Abschluss einer kleinen Veranstaltungsreihe mit dem Titel „Digitale Allmend“. Drei Veranstaltungen fanden schon statt und es gibt mittlerweile Audiomitschnitte der Vorträge unter einer Creative Commons Lizenz.
Aus der Ankündigung:
In der bisherigen Veranstaltung wurde die digitale Allmend aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet. So erfolgten ein Einstieg über die Geschichte und Konflikte rund ums Urheberrecht, sowie ein Blick auf die Wissens- und Kulturallmend. Im Sinne der Digitalen Allmend sind die bisherigen Vorträge als Audiodatei unter einer Creativ Commons Lizenz verfügbar und dürfen weiterverbreitet und teilweise sogar verändert werden.
Die letzte Veranstaltung am 1.12.2005 um 20:00 in der Roten Fabrik ist die „Diskussion – Was tun? Wie weiter? Wege zur digitalen Allmend?“. Auf dem Podium sind Personen welche unterschiedliche Ansätze einer digitalen Allmend propagieren. Unter Anderem geht es um kollektive Verwertungsgesellschaften und Creative Commons.
Eingeladen sind:
* Adi Blum (European Writers’ Congress)
* Markus Beckedahl (Netzwerk Neue Medien, Netzpolitik.org)
* Bernhard Wittweiler (SUISA)
* Wolf Ludwig (comunica-ch)
* Thomas Bader (Digitale Allmend)
* Moderation: Daniel BoosDer Eintritt ist frei.
Ich bin auf Zürich gespannt und freue mich schon. Bisher wurde es mir immer als das Berlin der Schweiz in höchsten Tönen gelobt. Leider muss ich schon wieder Samstag Abend in Berlin sein, aber zwei Tage reichen hoffentlich auch, um mir Zürich etwas näher anschauen zu können.
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: Deutsche Fußball Liga (DFL) fordert Internet-Zensur
: Deutsche Fußball Liga (DFL) fordert Internet-Zensur Im Vorfeld der Fussball-Weltmeisterschaft haben so einige Pressemeldungen ein großes desaströses Potenzial. Diesmal trifft es die Deutsche Fußball Liga, die im Auftrag des DFB mit Verwertungsrechten und dem ‚operativen Geschäft des Lizenzfußballs’ betraut ist. Frisch auf den Tisch gekommen soll eine (berichtete) Forderung der DFL nach einem massiven Eingriff in die freie Infrastruktur des Internets sein:
Medienberichten zu Folge wollen die Deutschen den Zugang deshalb über die Internet-Access-Provider verbieten.
Wir finden gerade im Netz keine qualifizierte Quelle für diese Forderung. Evtl. ist ein zitierter Focus-Artikel die Quelle (Vielleicht hat den jemand zur Hand und kann die Behauptung verifizieren?).
Hintergrund ist eine (Windows only) Software, die bei pplive.com (englisch) zum Download angeboten wird, und mit der man gestreamte Inhalte aus China (hier vom staatlichen Sender CCTV‑5) überall auf der Welt kostenlos empfangen kann. Das Magazin ‚TV Spielfilm’ fasst das ganze so zusammen:
Auch in Deutschland können die Spiele über eine schnelle DSL-Verbindung kostenlos per Live-Stream angeschaut werden. Die Chinesen begnügen sich nicht einmal mit der Bundesliga – hinzu kommen sogar die Spiele der Champions League und der englischen Premier League. Außerdem können Sendungen des US-Sportskanals ESPN und des US-Kabelsenders HBO über pplive.com verfolgt werden.
Das geht manchen Deutschen gegen den Strich, genauer diametral gegen die existenzielle Finanzierungsquelle der 1. und zweiten Bundesliga, nämlich die Fernsehübertragungsrechte, wie die Bundesliga-Durchführungsbestimmungen das benennen. Die Forderung nach Zensur durch deutsche Internet-Provider widerspricht nicht nur dem Grundgesetz Artikel 5 (1), sondern ist auch inhaltlich kurzschlüssig. Wie kann man dann zugleich dafür sorgen, dass z.B. in Deutschland lebende chinesische Staatsbürger das von ihren eigenen Steuern bezahlte Fernsehangebot nutzen können?
Diese Kurzsicht beschränkt sich nicht nur auf die DFL. Auch die europäischen Rechteverwerter stricken bereits an technischen Maßnahmen zur Zensur. In einer sich globalisierenden Welt, positiv als Netz des freien Zugangs verstanden, sollte möglich und legal sein, dass
… zum Beispiel ein deutscher Fan über eine französische Internetseite den Elitekickern zuschaut. „Wir haben einen Mix aus Sicherheitsmaßnahmen, um das Herkunftsland der Zuschauer festzustellen“, kündigte der Chef der UEFA Media Technologies, Alexandre Fourtoy, an.
Wie Golem berichtet, ist genau diese Art der (womöglich IP-basierten) Zensur Ziel der UEFA Media Technologies, einer Tochter des europäischen Fußballverbandes. Sie arbeitet nach Focus-Informationen an entsprechenden Lösungen und will eben das ausschließen. Diese Forderung, seitens der UEFA und besonders der DFL, kommen einer ‚chinesischen Mauer’ im deutschen Internet gleich, also einer Mauer gegen chinesische Inhalte.
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: Geo-Daten öffnen!
: Geo-Daten öffnen! BITKOM hat ein Defizit bei Geoinformationsdaten entdeckt und fordert die Einrichtung einer zentralen staatlichen Stelle zur Koordination. Quasi eine „Clearing-Stelle“. In einem Artikel bei de.internet.com dazu bin ich auf das „Memorandum der Kommission für Geoinformationswirtschaft“ aus dem April diesen Jahres gestossen. Auf einer Seite des Bundeswirtschaftsministerium finden sich mehr Informationen darüber:
Die Kommission für Geoinformationswirtschaft (GIW-Kommission) ist die Schaltstelle zwischen Wirtschaft und Verwaltung zur Erschließung des wirtschaftlichen Nutzens von Geoinformationen und dauerhafter Schöpfung von zusätzlichem Mehrwert. Die GIW-Kommission stellt damit einen weiteren Baustein zum e‑Government.
Ein Defizit bei Geoinformationsdaten sehe ich auch. Leider finden sich sowohl im Memorandum als auch auf den Seiten der Geoinformationswirtschaft immer nur Informationen und Forderungen zum Thema „Nutzungsrechte“ und „Lizenzgebühren“. Meiner Meinung nach sollten die Geoinformationsdaten kostenlos vom Staat zur Verfügung gestellt werden, um mehr Innovation zu ermöglichen. Wieso soll nur die Wirtschaft innovative Modelle, beispielsweise rund um „Local-Based-Services“, entwickeln dürfen. Wenn man die Geodaten gleich frei zur Verfügung stellen, haben auch freie Projekte, kreative Programmierer und andere die Möglichkeit, neue Services zu entwickeln und damit mehr Innovation in diesem Bereich zu entfachen.
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: Wiener Erklärung: Microsoft antwortet auf Vorwürfe
: Wiener Erklärung: Microsoft antwortet auf Vorwürfe Die Microsoft-Änderungen der „Wiener Erklärung“ zum WSIS halten sich weiter in den Medien. Eine de.internet.com-Meldung wertete die „Wiener Erklärung“ gleich zum UN-Dokument auf. Das ist nicht ganz richtig, da die Erklärung ein österreichischer Beitrag zum WSIS-Prozess war, wie beispielsweise unsere „Charta der Bürgerrechte für eine nachhaltige Wissensgesellschaft“, die wir vor zwei Jahren zum WSIS verfasst haben. Aber ein Beitrag zu einem Prozess der Vereinten Nationen ist nicht gleich ein UN-Dokument.
Trotzdem ist die de.internet.com-Meldung interessant, weil darin der Öffentlichkeitsmensch von Microsoft Österreich zu Wort kommt:
Microsoft beantragte die Änderung, da das Original eine einseitige Sichtweise auf die IT-Industrie bietet, so Thomas Lutz, Verantwortlicher für Öffentlichkeitsarbeit bei Microsoft Österreich. „Es ist nicht das Ziel der Anhänger freier Softwarte einen gesunden Wirtschaftszweig aufzubauen, sondern Einnahmen durch Software als kommerzielles Produkt unmöglich zu machen“, führte Lutz aus.
Ich denke mal, in diesem Fall kann man schon von bewusster Falschaussage, dummer Propaganda und gezielter Manipulation sprechen. Mir ist neu, dass das Ziel Freier Software sei, „Einnahmen durch Software als kommerzielles Produkt unmöglich (zu) machen“. Und als Unternehmer im Freie Software Umfeld verwehre ich mich gegen die Behauptung, dass es „nicht das Ziel der Anhänger freier Softwarte (sei,) einen gesunden Wirtschaftszweig aufzubauen“. Was für ein Schwachsinn. Was im IT-Markt im Moment fehlt, ist Chancengleichheit, woran das Microsoft-Monopol mit die Hauptschuld trägt.
de.internet.com bezieht sich auf einen Artikel aus ZDNet UK, den Georg Greve in seinem Blog aktuell kommentiert. In dem Artikel („Microsoft: Linux is anti-commercial“) findet sich noch eine andere Aussage von Thomas Lutz:
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: Biometrische Aufrüstung der Schweiz zur EM 2008
: Biometrische Aufrüstung der Schweiz zur EM 2008 Biometrische Aufrüstung der Schweiz zur EM 2008
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: Die Zeit zum SonyBMG Rootkit
: Die Zeit zum SonyBMG Rootkit Die Zeit hat einen ausgesprochen interessanten Artikel über das SonyBMG Rootkit veröffentlicht: Sony-Piraten.
Vielleicht hat Sony aber nur Pech gehabt, indem es beim Hacken seiner Kunden ertappt worden ist. Etliche andere Musikfirmen erproben ähnlich trickreiche Methoden, um ihre CDs vor dem Kopieren oder dem Übertragen auf tragbare Geräte wie iPods zu schützen. Digital Restrictions Management (DRM) ist dafür das Fachwort, und eine Fülle (inkompatibler) Lösungen und Teil-Standards existiert dafür inzwischen. DRM ist längst Bestandteil von Computer-Betriebssytemen wie Windows, so dass Firmen wie Microsoft eine wesentliche Kontrolle über die Mediennutzung ihrer Kunden erhalten. Hardware-Hersteller wie IBM/Lenovo haben begonnen, „Sicherheitschips“ in neue Computer einzubauen, die auch im Dienste des Kopierschutzes verwendet werden können.
Besonders übel ist der Umstand, dass die meisten Programme spitzeln – sie informieren Sony oder Microsoft, wenn sich jemand eine bestimmte CD anhört. Ein anderes Problem besteht darin, dass viele DRM-Techniken legitime Nutzungen der Musik verbieten, wie etwa das Abspielen auf einem iPod.
[via freedom bits]
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: WSIS: Offener Brief an Kofi Annan
: WSIS: Offener Brief an Kofi Annan Eine internationale Koalition aus zivilgesellschaftlichen Organisationen und Personen hat einen Offenen Brief an Kofi Annan wegen der vielzahligen Repressionen durch tunesische Sicherheitsbehörden während des WSIS verfasst. Kofi Annan wird darin u.a. aufgefordert, Untersuchungen gegen Tunesien als Gastgeberland einzuleiten. Gleichzeitig werden die Vereinten Nationen aufgefordert, aus den Ereignissen zu lernen und Mechanismen zu entwickeln, damit zivilgesellschaftliche Organisationen bei zukünftigen Weltgipfeln nicht mehr so massiv durch das Gastgeberland in ihrer Arbeit gestört werden können und Menschenrechte eingehalten werden.
Dear Mr. Secretary-General,
This week in Tunis, at the World Summit on the Information Society, both inside and outside the official Summit, we have witnessed serious attacks on human rights and the right to freedom of expression. These attacks have included harassment of delegates, assaults on Tunisian and international journalists and human rights defenders, denial of entry to the country, the blocking of websites, the censorship of documents and speeches, and the prevention and disruption of meetings.
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: Raubkopierer sind Verbrecher goes Europe
: Raubkopierer sind Verbrecher goes Europe Die EU-Kommission erarbeitet gerade im Rahmen der Strategie „Film Online“ in Zusammenarbeit mit der Content-Industrie und grossen Internetprovidern einen Massnahmenkatalog zur Eindämmung der „Piraterie“ in Europa. Gemeint ist damit wohl auch explizit Filesharing und das private Kopieren von digitalen Werken. Ziel der Kooperation sei die Erarbeitung einer Aufklärungskampagne für Verbraucher und Politiker sowie eine bessere Zusammenarbeit mit den Providern beim Kampf gegen Raubkopierer, wie Heise berichtet: EU und Content-Industrie wollen Kampf gegen illegale Kopien verstärken. Klingt für mich, als ob „Raubkopierer sind Verbrecher“ nun europaweit laufen wird. vermutlich wegen des grossen Erfolges in Deutschland…?
Berechtigte Kritik kommt von BEUC, dem Verband der europäischen Verbraucherschutzzentralen. Der Verband ist nämlich mal wieder von den Leitungsgesprächen ausgeschlossen wurden. Das kommt häufiger vor, wenn es um das Thema Urheberrechte geht. Verbraucherrechte stören in der Debatte ja auch nur.
„Die Angelegenheiten, die in dieser Gruppe behandelt werden, sind von größter Bedeutung für den Verbraucherschutz in der digitalen Umwelt, auf Grund ihrer Auswirkungen sowohl auf das wirtschaftliche Interesse als auch auf die Privatsphäre“, hat sich BEUC-Direktor Jim Murray in einem besorgten Brief am gestrigen Donnerstag an Reding gewendet. Es könne nicht angehen, dass die als „Sherpa“-Einheit bezeichnete Führungsmannschaft bei „Film Online“ sich nur aus Vertretern der europäischen Musik- und der amerikanischen Filmindustrie sowie großer Provider rekrutiere. Repräsentanten öffentlicher Interessen würden damit komplett außen vor gehalten. Es sehe so aus, schreibt Murray weiter, dass die Kommission mit dieser Verfahrensweise gegen ihre Selbstverpflichtung verstoße, möglichst alle Interessensgruppen bei derart wichtigen Fragen einzubeziehen. Von den angekündigten besseren Konsultations- und Regulierungsversprechen bleibe so nichts mehr übrig.
Sehr empfehlenswert ist die Verbraucherschutzkampagne „Consumers Digital Rights“ von BEUC.
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: Running-Gag: Unterausschuss Neue Medien
: Running-Gag: Unterausschuss Neue Medien Der Unterausschuss Neue Medien im Bundestag wird zum wiederholten Male als nicht sonderlich nützlich angesehen. Letzte Legislaturperiode gab es schonmal dieselben „Bedenken“, meist geäussert von Parlamentariern, denen man Medienkompetenz im digitalen Zeitalter mehr oder weniger abstreiten kann. Klar ist und bleibt ein Unterausschuss eher ein „zahnloser Tiger“. Die Entscheidungen werden im Medien- und Kulturausschuss getroffen, der Unterausschuss diskutiert Themen vor. Trotzdem war und ist es wichtig, dass Netzpolitik im Allgemeinen in einem Ausschuss diskutiert wird und zwar von entsprechenden Fachpolitikern. Den Kulturpolitikern aller Fraktionen traue ich diese Debatten noch weniger zu.
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: Kleine Server-Auszeit heute nachmittag
: Kleine Server-Auszeit heute nachmittag Der Server war heute nachmittag mal etwas down. Lag wohl hauptsächlich an einer DDos-Attacke von BoingBoing und anderen Seiten, welche auf die Videoclips der Jam-Session von Richard Stallman und Gilberto Gil verlinkten. Die Webseite des brasilianischen Kulturministerium hat sie mittlerweile auch übernommen.
Update: Auch die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ hat darüber einen Artikel verfasst: Gilberto Gil, jam session con Stallman.
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: PHP-ProgrammiererIn gesucht
: PHP-ProgrammiererIn gesucht Mal schauen, ob dieses Weblog auch zur Rekrutierung von neuen Mitarbeitern genutzt werden kann. Wir suchen momentan für ein grösseres Projekt noch mindestens eine/n PHP-Programmierer/In mit MySQL‑, HTML- und CSS-Kenntnissen. Vielleicht findet sich ja unter den Lesern eine Person, die momentan Zeit hat, erstmal als Freelancer für uns arbeiten möchte und später eventuell übernommen werden kann. Da für das Projekt öfters Meetings mit dem Kunden notwendig sind, suchen wir jemanden aus Berlin. Gerne auch Studenten oder Schüler, die über das notwendige Know-How verfügen. Bei dem Projekt geht es um ein kleines Portal System mit 3000 Nutzern, wo in der derzeitigen Phase u.a. ein erweiteres Sicherheits- und Rechtesystem integriert werden soll.