Demokratie
Digitale Demokratie, politische Kommunikation, e‑Government, Wahlen & Wahlkampf, Lobbyismus, Campaigning, soziale Bewegungen & Protest.
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: Internetpolitik von Gestern
: Internetpolitik von Gestern Wolfgang Kleinwächter schreibt bei Telepolis über „Websperren: Internetpolitik von Gestern“. Darin kritisiert er u.a. das fehlende Engagement der Bundesregierung in neuen Politikprozessen rund um Netzpolitik auf internationaler Ebene. Das Engagement fehlt aber auch auf nationaler Ebene:
Die deutsche Politikkultur ist aber noch immer im 20. Jahrhundert: Sie kommt von oben und findet weitgehend hinter verschlossenen Türen statt, was einseitigen Lobbyismus und schräge Lösungen begünstigt. Auf den mündigen Bürger wird gerne in Sonntagsreden abgehoben, wenn er sich aber tatsächlich zu Wort meldet, ist das Erschrecken groß. Die Kanzlerin stärkt gerne den Rücken der Zivilgesellschaft in Russland und China. Das Argument aber, in Deutschland sei die Zivilgesellschaft ja über die Parteien im Parlament repräsentiert, greift im Informationszeitalter zu kurz. Die Repräsentationskette im politischen Betrieb ist mittlerweile so lang geworden, dass nur noch selten der Input von unten auch oben ankommt. Demokratieverdrossenheit ist eine der Konsequenzen der mitunter kafkaesken politischen Prozesse.
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: RWE – Die Wahrheit zum Spot
: RWE – Die Wahrheit zum Spot Der Energiekonzern RWE hat vermutlich eine Menge Geld ausgegeben, um mit einem Animations-Werbe-Spot das eigene Öko-Image zu polieren. Passenderweise gibt es davon schon einen guten Remix-Spot, der den Werbe-Film mit Fakten füllt: RWE – Energieriesen-Lüge – Die Wahrheit zum Spot.
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: Offline-Plakatflächen für Schäuble-Remixe mieten?
: Offline-Plakatflächen für Schäuble-Remixe mieten? Nach einigen Tagen unterwegs sein, gehe ich die zahlreichen Einreichungen beim Schäuble-Wahlplakat-Remix-Wettbewerb durch. Und ich verliere fast den Überblick. Vermutlich gibt es mittlerweile mehr als 1000 Einreichungen. Diese alle auf den Flickr-Account cduremix09 zu packen, überfordert auch bei weitem unsere Ressourcen (Alleine beim Original-Beitrag gibt es schon rund 850 Kommentare!). Wir versuchen es trotzdem wenigstens mit den Einreichungen, die uns gut gefallen.
Von vielen kam auch der Vorschlag, man müsste die Plakate nun auch in die Offline-Welt bringen. Warum nicht? Die Möglichkeit gibt es zumindest. (Fast?) Alle Parteien nutzen aktuell Dienstleister, die Wahlwerbung auf Großplakate-Flächen platzieren. Teilweise wird das durch Sympathisanten und Partei-Mitglieder finanziert. Das könnte man theoretisch auch machen.
Einige Fragen ergeben sich aber daraus:
1. Für welches Plakat entscheidet man sich? Im Optimalfall hätte man ein soziales Voting-Tool, wo man alle Bilder bewerten könnte. Hab ich aber nicht. Alternativ fällt mir nur ein, dass ich eine „best of“-Auswahl raussuche und man in den Kommentaren mit den Füssen, bzw. Kommentaren abstimmt. Oder gibts eine Alternative?
2. Worüber sammelt man das Geld und mietet die Plakat-Flächen? Ich würde das ungern über mein eigenes Konto machen. Gibt es da Ideen?
3. Wer übernimmt die Produktion der grafischen Vorlagen? Ein kleines Web-Bild einschicken wird für die großen Plakat-Flächen wenig bringen. Müsste also jemand übernehmen.
4. Wo klebt man das Remix-Motiv auf? Irgendwas zentrales in Berlin würde sich zumindest anbieten, damit ich Beweisfotos rumschicken kann.
5. Irgendwas hab ich sicher noch vergessen. Bitte hier die fehlende Frage einbauen.
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: Obama ist zweifellos der erste Internet-Präsident
: Obama ist zweifellos der erste Internet-Präsident Der data-epi-spacing Elektrische data-epi-spacing Reporter data-epi-spacing hat data-epi-spacing die data-epi-spacing Rohfassung data-epi-spacing eines data-epi-spacing Interviews data-epi-spacing mit data-epi-spacing Micah data-epi-spacing Sifry data-epi-spacing online data-epi-spacing gestellt:: data-epi-spacing “Obama data-epi-spacing ist data-epi-spacing zweifellos data-epi-spacing der data-epi-spacing erste data-epi-spacing Internet-Präsident”.
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Hier data-epi-spacing ist data-epi-spacing die data-epi-spacing MP4.
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: Wikipedia: Projektseite zur Aktion Bundestagswahl 2009
: Wikipedia: Projektseite zur Aktion Bundestagswahl 2009 Die deutsche Wikipedia-Community bereitet sich mit der Projektseite zur Aktion Bundestagswahl 2009 des WikiProjekts Politiker auf die Bundestagswahl 2009 vor. Das Ziel ist:
Es sollen fehlende Artikel zu den Mitgliedern des Bundestags erstellt werden. (Beginnend ab der 6. Wahlperiode.) Nach der Wahl sollen die fehlenden Artikel der 17. Wahlperiode angelegt werden.
Mitmachen ist, wie immer in der Wikipdia, erwünscht.
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: Wahlwerbung remixen sollte legal sein
: Wahlwerbung remixen sollte legal sein Vorgestern haben wir unseren Schäuble-Wahlplakat-Remix-Wettbewerb gestartet und gestern gab es eine Mail der Fotografin, die mit Hinweis auf ihr Urheberrecht eine weitere Nutzung untersagte. Einige Fotos der CDU-Werbekampagne stammen von Frau Laurence Chaperon. Sie macht schöne Politiker-Portraits, wie man auf ihrer Seite sehen kann und verdient ihr Geld damit, professionell Fotos zu machen und diese zu verkaufen. Ich habe zweimal mit ihr telefoniert, und dabei haben wir unsere Standpunkte ausgetauscht. Ihre legitime Meinung ist, dass sie als Urheberin ihre Bilder als Kunstwerk begreift und unerlaubte Nutzung unterbinden will. Das respektiere ich und kann ihren Standpunkt verstehen. Ich finde es auch lobenswert, dass sie mir vorab eine Mail mit der Aufforderung geschickt hat, die Bilder zu entfernen. Andere schicken sofort die Abmahnung. Aber das Urheberrecht ist nicht schrankenlos.
Ich habe lange überlegt, wie ich mich verhalte. Eine Möglichkeit ist, der Aufforderung nachzukommen und alle Bilder in diesem Blog zu löschen. Die sind eh schon überall im Netz verteilt und können dort nicht mehr so einfach mit vielen Anwälten rausgeklagt werden. Diese Option würde mir möglicherweise eine Menge Stress ersparen, der mit einem Rechtsstreit einher geht. Die Alternative ist, zu meiner Meinung und Rechtsauffassung zu stehen, dass das Remixen und damit das kreative Auseinandersetzen mit Parteien-Werbung in einer demokratischen Gesellschaft vor allem im Wahlkampf möglich sein sollte. Und abzuwarten, was da rechtlich auf mich zurollen könnte.
Nach einigen Telefonaten mit Rechtsanwälten wie Thorsten Feldmann von JBB (der mir schon in der Auseinandersetzung mit der Deutschen Bahn geholfen hat), Henning Krieg und Udo Vetter, sowie einigen Gesprächen mit Freunden bin ich aber zu dem Entschluß gekommen, das notfalls rechtlich durchzuziehen. Ich halte die ganze Aktion und die Remixe für legitim, sonst hätte ich sie auch nicht gestartet. Und ich glaube, der schwarze Peter liegt bei der CDU. Auf ihrer Webseite steht ganz klar bei den Plakat-Motiven:
Die Bilder dürfen ausschließlich zur redaktionellen Berichterstattung über die CDU-Bundestagswahlkampagne 2009 genutzt werden. Die Nutzung ist bis zum 31.12.2009 honorarfrei. Danach tritt die Honorarpflicht zugunsten der jeweiligen Agentur/des jeweiligen Fotografen gemäß deren AGBs in Kraft. Eine Weitergabe an Dritte ist untersagt. Die Weitergabe an und Nutzung durch weiterverbreitende Agenturen und Pressedienste ist nicht gestattet.
Es sollte vollkommen offensichtlich sein, dass der Remix-Wettbewerb im Rahmen einer redaktionellen Berichterstattung im Bundestagswahlkampf 2009 stattgefunden hat. Insofern gehe ich weiter davon aus, dass die Aktionen im Rahmen der von der CDU eingeräumten Nutzungsbedingungen stattgefunden haben. Dazu sind auch verschiedene Freiheiten im Spiel: Die Sache berührt sowohl das Zitatrecht, als auch die Kunst- und Satirefreiheit. Und durch die eingeräumten Nutzungsfreiheiten durch die CDU dürfte es auch die Pressefreiheit berühren.
Der Fall hat noch eine andere Dimension: Der Rechtsfall kann jedem passieren, der oder die ein Blog betreibt und Remixe von Wahlwerbung darüber verbreitet (wenn auch nicht jeder einen Remix-Wettbewerb startet). Sollte es in unserer Demokratie möglich sein, unliebsame politische Satire durch das Urheberrecht wegklagen zu können oder ist das von der Meinungsfreiheit gedeckt, wenn man ein Remix-Bild in sein Blog einbindet und damit eine Meinung äussert? Meine Meinung ist ganz klar: Das muss eine demokratische Gesellschaft aushalten können.
Danke für die viele Unterstützung, die mir seit gestern kommuniziert wurde. Danke auch für die vielen Angebote, mich im Falle eines Rechtsstreits durch Spenden zu unterstützen. Darauf werde ich zurück kommen müssen, wenn es hart auf hart kommt, was ich aber nicht hoffe.
Ich hab die Auswahl der geremixten Werke stark eingeschränkt und bin damit der Aufforderung zur Löschung zum Teil nachgekommen. Die schönsten Motive lasse ich aber drauf. Den Rest findet man durch den Hash-Tag #cduremix09 im Netz und es soll auch schon einen praktischen Remix-Generator zum selber basteln geben.
Man hört ja immer von Seiten der CDU, das Internet sei ein rechtsfreier Raum. Das wäre in dieser Frage mal zu klären.
Absolut inakzeptabel und kontraproduktiv sind übrigens beleidigende Mails an die Fotografin. Benehmt Euch, bitte. Es geht hier um eine sehr sachliche Frage: wo beginnt die Kunstfreiheit und endet das Urheberrecht?
Update: Die Sache ist erledigt. Frau Chaperon verzichtet freundlicherweise auf ein Verfahren, was ihr und mir eine Menge Stress erspart. Viel Spass beim Remixen. Besonders praktisch ist der Remix-Generator. Von Seiten der CDU wird wohl nichts kommen.
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: CDU-Plakate darf man nicht remixen?
: CDU-Plakate darf man nicht remixen? Gestern hat die CDU ihre Werbekampagne für die Bundestagswahl 2009 vorgestellt. Wir haben dazu aufgerufen, das Plakat-Motiv mit Wolfgang Schäuble kreativ zu verändern. Das haben sehr viele Menschen tatsächlich gemacht und dabei sind mehr als 170 CDU-Wahlwerbe-Motive innerhalb eines Tages entstanden.
Heute kam eine Mail des Fotografen, der uns erklärte, dass sein Motiv nur für die CDU lizenziert wurde und nicht für „Wettbewerbe“ und „Diffamierung“ freigegeben worden sind. Verbunden war die Mail mit der Aufforderung, die Seiten zu löschen. Meiner Meinung nach fallen die Remixe unter die Satire- und Meinungsfreiheit, was mir Anwälte eben auch bestätigt haben. Ich überlege gerade noch, ob wir die Bilder und Links auf Bilder im Netz hier löschen oder es auf einen Rechtsstreit ankommen lassen, um die Sache zu klären.
Backups aller Einreichungen sind auf jeden Fall vorhanden.
Die Remix-Aktion hat es heute Morgen tatsächlich in das ZDF-Morgenmagazin geschafft:
Update:
Ich hab gerade mit der Fotografin telefoniert und sie besteht darauf, dass ich die Bilder entfernen soll. Die Argumentation ist, dass die Bilder nur zu bestimmten Bedingungen an die CDU lizenziert worden sind. Und für sie ist es eine Verletzung ihrer Kunst, wenn die Bilder so zerhackt werden. Die Ansicht ist legitim (aus ihrer Sicht). Aber meine Sicht halte ich auch für legitim. Das Problem könnte sein, dass es im Falle eines Rechtsstreits zu einem Duell zwischen mir und der Fotografin kommen würde. Und nicht unbedingt um die Frage geht, ob man (CDU-)Werbematerialien einfach so remixen kann im Sinne der Satire- und Meinungsfreiheit, sondern ob einfach eine Urheberrechtsverletzung vorliegt. Ich bin immer noch unschlüssig, was ich tun soll und ob ich mir den Rechtsstreit ans Bein binden soll, wo es doch viele sinnvollere Dinge gibt, die man in der Zeit tun könnte.
Update: Absolut inakzeptabel und kontraproduktiv sind beleidigende Mails an die Fotografin. Benehmt Euch, bitte. Es geht hier um eine sehr sachliche Frage: wo beginnt die Kunstfreiheit und endet das Urheberrecht?
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: Erste Ergebnisse: Die Schäuble Plakat-Remixe
: Erste Ergebnisse: Die Schäuble Plakat-Remixe Ich hab mir mal die ersten (gefühlten) 120 Einreichungen beim Schäuble Plakat Remix-Wettbewerb angeschaut und in mühevoller Kleinarbeit hier eine Auswahl zusammengestellt. Erstmal danke für die vielen Vorschläge. Da wird sich die CDU über den kreativen Input wahrscheinlich sehr freuen. Einige davon gefallen mir schon ausgesprochen gut. Bis zur Wahl ist es ja noch ein wenig Zeit. Da ist noch viel Raum für weitere Kreativität. Und ja: Ihr dürfte gerne weitere Vorschläge machen und am Besten im Originalartikel verlinken. dort finden sich auch alle anderen Vorschläge. Ich musste leider eine Auswahl treffen, weil das ganze bearbeiten ganz schön viel Zeit nimmt. Also nicht traurig sein, wenn Eure vorschläge hier nicht sind.
(Update: Ich hab wegen der Androhung eines Rechtsstreits einige Bilder gelöscht. Die sollten woanders im Internet mit dem Has-Tag cduremix09 aber weiter zu finden sein. Mehr dazu gibts am Mittwoch Mittag)
ajo:


Rene:

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: Bundestagswahl bei Xing
: Bundestagswahl bei Xing Nach der MeinVZ-Wahlzentrale hat das Social Network Xing nun auch noch eine Extra-Seite zum Bundestagswahlkampf 2009 gestartet. Bisher war Politik auf der Plattform mehr oder weniger unerwünscht, Parteien dürften keine Gruppen gründen und betreiben. Nun gibt es zumindest für die Parteien mit Fraktionsstärke im Bundestag die Möglichkeit, sich in einer Gruppe zu versammeln. Dazu kann man noch an Abstimmungen teilnehmen.
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: Amazon-Kindle: Anti-DRM-Petition gestartet
: Amazon-Kindle: Anti-DRM-Petition gestartet Die Anti-DRM-Kampagnenplattform Defective by Design aus dem Umfeld der Free Software Foundation hat eine Petition gegen die restriktiven DRM-Fesseln im Kindle von Amazon gestartet:
We believe in the freedom to read
We believe in a way of life based on the free exchange of ideas, in which books have and will continue to play a central role. Devices like Amazon’s are trying to determine how people will interact with books, but Amazon’s use of DRM to control and monitor users and their books constitutes a clear threat to the free exchange of ideas. That is why we readers, authors, publishers, and librarians demand that Amazon remove all DRM, including any ability to control or access the user’s library, from the Kindle. Amazon’s assurances that it will refrain from the worst abuses of this power do not address the problem. Amazon should not have this power in the first place. Until they give it up they will be tempted to use it, or they could be forced to by governments or narrow private interests. Whatever Amazon’s reasons for imposing this control may be, they are not as important as the public’s freedom to use books without interference or supervision.
Zu den Erstunterzeichnern gehören u.a. Lawrence Lessig, Richard Stallmann und Clay Shirky. Bei ars technica gibt es einen ausführlichen Artikel zur Aktion: New petition demands an end to Kindle DRM, faces long odds.
Big Brother is watching you, and the Free Software Foundation wants the surveillance to stop. They are demanding an end to DRM on Amazon’s popular e‑book reader, the Kindle.
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: Politiker auf Wählerfang im Internet
: Politiker auf Wählerfang im Internet Ich war letzte Woche u Gast beim Deutschlandradio Kultur und heute wurde das Gespräch als Thema im Radiofeuilleton gesendet: „Gruscheln“ mit Angela Merkel – Politiker auf Wählerfang im Internet“
Der Beitrag besteht aus einer Einleitung (MP3) und dem Gespräch (MP3).
Hier ist jetzt auch das Transcript meines Gespräches.
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: Interaktive Karte der Berliner Lobby-Szene
: Interaktive Karte der Berliner Lobby-Szene Lobbycontrol verweist auf eine interaktive Karte der Berliner Lobby-Szene in der ZDF-Mediathek:
Frontal21 (ZDF) begleitete Heidi Klein von LobbyControl bei einer lobbykritischen Stadtführung in Berlin und daraus eine interaktive Karte der Berliner Lobby-Szene gemacht. Mit einem Klick auf ausgewählte Adressen lassen sich kleine Infofilme über die dort sitzenden Lobbygruppen aufrufen, wie etwa den Energiekonzern E.ON, den deutschen Zigarettenverband oder die PR- und Lobby-Agentur Pleon.
Schön gemacht.
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: Crowdsourced Geht wählen-Spot
: Crowdsourced Geht wählen-Spot Jens Scholz fand den „Geh nicht hin“ Spot auch nicht so toll und würde gerne einen besseren Wahlmobilisierungs-Spot machen. Dazu braucht er Mithilfe:
Ich bräuchte dazu nur möglichst viele Leute, die sich für 30 Sekunden vor ihre Webcam setzen und sowas sagen wie „Ich geh wählen, weil…“ und dann ein wirklich gutes Argument dranhängen. Ich denke, wir haben bis zum Ende des Wochenendes* kommenden Wochenende in nullkommanichts fünf Minuten zusammen, in denen mindestens 20 bessere Gründe und nochmal 20 lustigere Statements um wählen zu gehen genannt werden als es die Möchtegern-Celebrities auf die Reihe bekommen haben.
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: Anti-Atom Spot von Campact
: Anti-Atom Spot von Campact Die Kampagnenplattform Campact hat eine nette Aktion zur Atom-Debatte gestartet. Auf einer Plattform namens Younuke gibt es im Youtube-Design ein Video, was einen „heimlichen Mitschnitt aus einer PR-Agentur“ vermitteln will. Man kann einen Namen eingeben, und dieser Name wird dann mehrfach im Video als Überwachungs-Opfer genannt. Der Name wird dabei im Link zum Video verschlüsselt mitgesendet.
Anscheinend kam das Video aber bei der Zielgruppe nicht als Satire an, so dass Campact nun die Sache nochmal öffentlich erklären musste: Anti-Atom-Video: Humor ist, wenn man’s trotzdem macht!
Die Idee ist nicht neu, sondern wurde schon vom Campact-Vorbild Moveon.org beim letzten US-Präsidentschaftswahlkampf mit einem fiktiven CNNBC-Fernsehspot genutzt. Trotzdem eine nette Umsetzung, auch wenn einige Features noch fehlen. Ich würde ja gerne das Video hier einblenden, aber so muss man auf Younuke.de gehen.
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: Geh nicht hin
: Geh nicht hin „Geh nicht hin“ ist ein deutsches Copycat des US-Originals „Don’t vote“. In knapp 3:30 Minuten erzählen mehr oder weniger Prominente (Wer sind eigentlich die anstrengenden Prolls darunter?) erstmal, dass man nicht wählen soll und zur Hälfte des Clips wird dann irgendwann die Message gedreht und man soll doch wählen gehen. Mir gefielt der US-Clip recht gut, was auch an der Originalität liegt. Bei der deutschen Kopie bin ich etwas unschlüssig. Ich kann mir vorstellen, dass ein nicht unerheblicher Teil der Zuschauer ziemlich schnell ausschaltet, weil es teilweise echt anstrengend ist, den Clip zu schauen. Kann auch sein, dass man damit andere Zielgruppen erreicht, die schalten dann aber wiederum ab, wenn die Maischberger oder Mike Krüger kommen. Auf jeden Fall stand ich oftmals kurz davor, das Video zu beenden.
Seit heute gibt es den Clip in einer zweiten Version. Zuerst hatte man eine Version ohne Drehung veröffentlicht, um die mediale Aufmerksamkeit zu steigern. Es kann aber auch sein, dass sich einfach das Erste weiter prominenter verbreitet. Erfreulich ist, dass man eine Creative Commons Datei für den Videoclip verwendet hat.
Etwas witziger ist der Spreeblick-Remix „Nicht rausgehen!“.
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: Sonderzüge zur Demo „Freiheit statt Angst“ am 12. September
: Sonderzüge zur Demo „Freiheit statt Angst“ am 12. September Zur Großdemonstration „Freiheit statt Angst – Stoppt den Überwachungswahn!“ am 12. September in Berlin wird es diesmal Sonderzüge geben – unter der Voraussetzung, dass vorher genügend Bahntickets verkauft werden.
Die Tickets können ab sofort auf dem Buchungsportal beim Bündnispartner AK Daten e.V. vorbestellt werden. Anhand der Vorbestellungen bis 15. August wird entschieden, ob eine Strecke tatsächlich befahren wird und wie der Streckenverlauf genau ist. Nach dem 15.8. sind Tickets nur noch verfügbar wenn in den bestätigten Zügen freie Plätze vorhanden sind.
Achtung: Die Zahlung wird mit der Zugbestätigung am 15.8. direkt fällig. Alle im Voraus bestätigten Tickets müssen dann bis 18.8. bezahlt werden. Also sofort nach der Bestätigung bezahlen und nicht verpeilen!
Die derzeitigen Preise sind die Maximalpreise. Günstigere Preise gibt es dann, wenn Züge in den Startregionen stärker als geplant ausgelastet sind. Es können auch Teilhabe-Tickets (zur Unterstüzung einkommensschwacher Anreisender) und Mitwirkenden-Tickets (zur Unterstützung der anreisenden Mitwirkenden) steuerlich abzugsfähig erworben werden.
Tickets für Brandenburg und Teile Mecklenburg-Vorpommerns können voraussichtlich erst ab dem 24.8. gebucht werden (Auffüllplätze zu Sonderkonditionen) da in diesen Ländern die Nahverkehrsregelungen i.d.R. günstiger kommen. Es soll ab dem Wochenende auch die Möglichkeit geben, Tickets per Post / Fax und in einzelnen Regionen anonym über die Ortsgruppen/Gliederungen der Bündnispartner zu buchen.
Alle Details findet ihr unter http://foerderdaten.de/fsa . Lest unbedingt vor der Buchung die Hinweis-Seiten !
Die Züge fahren übrigens morgens los und abends wieder zurück. Es ist wohl geplant, dass man am Abend möglichst lange nach der Demo noch in Berlin bleiben kann, aber die genauen Zeiten hängen vom Streckenverlauf und damit von den vorbestellten Tickets ab. Also los!
Alternativen: Wer nicht mit der Bahn fahren will, kann auch mit dem Bus (aus NRW) oder dem Rad anreisen.
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: Hälfte der Internetnutzer informiert sich online über Politik
: Hälfte der Internetnutzer informiert sich online über Politik Die Forschungsgruppe Wahlen hat wieder 4.136 Personen über 18 Jahren zur Internetnutzung befragt. Und hat im Rahmen des Bundestagswahlkampfes auch gefragt, wer sich im Netz über Politik informiert. Die Ergebnisse sind nicht wirklich überraschend, aber dafür aktuell (PDF):
Gut ein Drittel der Deutschen bediente sich im II. Quartal 2009 des Internets, um Nachrichten über Politik abzurufen. Bezogen nur auf die Gruppe der Internet-Nutzer sind dies 47 Prozent. Auch hier zeigt sich in geschlechtsspezifischer Hinsicht ein unterschiedliches Nutzungsverhalten: In allen Altersgruppen rufen wesentlich mehr Männer als Frauen Politiknachrichten im Internet ab. Außerdem nutzen Jüngere diese Möglichkeit viel häufiger als Ältere.
Ebenfalls keinen Unterschied zu früheren Befragungen ist die Parteipräferenz unter den Internet-Nutzern. FDP und Grüne profitieren davon, dass sie sowohl gebildetere Zielgruppen ansprechen als auch ein jüngeres Publikum (Das Durchschnittsalter der Parteimitglieder ist auch jünger als bei den anderen drei Parteien).
Ebenso wie in der Gesamtheit der Deutschen fällt der Anteil der Internet-Nutzer bei den Parteianhängern der SPD (72 Prozent) aus. Bei der Linken liegt er bei (71 Prozent). Etwas unterdurchschnittlich ist er bei jenen der CDU/CSU (68 Prozent). Überdurchschnittlich hoch fällt der Anteil hingegen bei den Anhängern der FDP (83 Prozent) und der Grünen (86 Prozent) aus.
Ich frag mich nur, warum der Landesgeschäftsführer der Linken in Sachsen nur auf 10% der Wähler kommt, die man über das Netz erreichen kann? Das sagte er zumindest zu dpa:
«Das Internet spielt eine Rolle für die Mitglieder und die Wähler, aber man sollte es nicht überbewerten», findet Landesgeschäftsführer Rico Gebhardt. Nur etwa zehn Prozent der Wähler seien auf diesem Wege erreichbar. «Wir befinden uns nicht in Amerika.»
Es würde aber vielleicht auch erklären, warum die Linke bei ihren Aktivitäten im sozialen Netz am wenigsten Zulauf bekommt, wie wir regelmässig in unseren Kurzstudien zu „Politik im Web 2.0“ herausfinden.
Zum Thema Onlinewahlkampf war ich heute Morgen auch im Rahmen eines telefonischen Kurzinterviews auf RadioEins zu hören: „Der Online-Wahlkampf läuft – Echte Innovation oder nur bunte Fassade?“ Davon gibts eine MP3.
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: Neustart bei Junge Union TV
: Neustart bei Junge Union TV Die Junge Union hat einen eigenen Youtube – Channel. Nun beschwert sie sich über einen „mutmasslichen Hackerangriff“, durch den wohl alle Videos gelöscht wurden. Man wisse noch nicht, ob es „durch einen unwahrscheinlichen technischen Defekt“ oder „mutwillig durch Dritte geschehen“ ist. Das Erste kann man wohl ausschließen und vermutlich hat man ein Passwort verwendet, was sehr einfach durch ausprobieren zu finden war.
Die Aktion ist nicht schön und ziemlich daneben. Sie zeigt aber wieder anschaulich, wie wichtig (halbwegs-) sichere Passwörter sein können. Schon die kurzfristige Übernahme des CDU_News-Twitter Accounts Anfang Mai zeigte, dass nicht ur in Wahlkampfzeiten die eigenen Kanäle ähnlich gut verriegelt werden sollten wie das eigene Wahlkampfbüro. Letzteres bleibt doch auch nicht (halbwegs) offen, indem man den Schlüssel an der Tür lässt.
Der „rechtsfreie Raum“ darf auch nicht in der Pressemitteilung fehlen: „Das Internet ist kein moral- oder rechtsfreier Raum. Deshalb fordert die Junge Union einen fairen Internetwahlkampf und tritt gerade in Wahlkampfzeiten für einen offenen und freien Meinungsaustausch im Netz ein.“
[Danke an Michael]
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: Freiheit statt Angst – der Trailer
: Freiheit statt Angst – der Trailer Alexander Svensson hat vor zwei Jahren das grandiose Video „Planet unter Beobachtung“, ein Mobilisierungsvideo für die erste Grossdemo und die Massenklage gegen die Vorratsdatenspeicherung, gemacht. Ich hatte ihn eigentlich nur angefragt, ob er das Datum in dem Video ändern kann, so dass wir es für den 12. September 2009 nutzen können. Daraus ist aber gleich ein neues Video entstanden: „Freiheit statt Angst – der Trailer“
Freiheit statt Angst – der Trailer from Alexander Svensson on Vimeo.
Das Video steht unter der CC-BY-SA und findet sich bei Vimeo, Sevenload und Youtube. Bei Vimeo gibt es auch eien Downloadmöglichkeit in HD-Auflösung. Alexander hat in seinem Blog Wortfeld noch ein paar Worte dazu geschrieben: „Nicht im Kino“.
Update: Verschiedene Downloadmöglichkeiten gibt es jetzt bei Archive.org. U.a. als Quicktime oder OGG.
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: Open-Government Petition
: Open-Government Petition Es gibt eine neue ePetition, die sich für offene APIs einsetzt: Behörden und Verwaltungsverfahren – Bereitstellung einer Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung. Bisher hat sie 617 Mitzeichner
Der Deutsche Bundestag möge eine API (Application Programming Interface) für sämtliche im Zusammenhang mit dem demokratischen Prozess erhobenen Daten bereitstellen, um so die Transparenz zu erhöhen.
Begründung
Daten wie z.B. Wahlergebnisse auf Bundes‑, Länder- und Kommunalebene, Statuszustände von Gesetzesvorhaben, Abstimmungsverhalten von Abgeordneten bei öffentlichen Abstimmungen, alle öffentlich zugänglichen Daten, die bereits im demokratischen Prozess erhoben werden, sollten über eine moderne und standardisierte Schnittstelle programmatisch abrufbar sein. Es soll technisch versierten Bürgern möglich sein, die Daten für Softwareentwicklung zu nutzen, weiterzuverarbeiten und in aufbereiteter Form wieder zu veröffentlichen. Damit könnte die Transparenz unserer Demokratie erhöht werden und eine Partizipation am demokratischen Prozess unterstützt werden. Die um die API entstehende Software wird dem Bürger den Zugang zu diesen Informationen erleichtern.

