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: wolfgang-schaeuble.de gehackt: DNS-Update fällig
: wolfgang-schaeuble.de gehackt: DNS-Update fällig Nach der schönen Anhörung soeben im Bundestag überrascht einen der heise Newsticker mit der erheiternden Meldung, dass heute wolfgang-schaeuble.de mal einen anderen DNS-Eintrag besitzt, welcher wieder zurück auf die lokale IP-Adresse eines jeden Nutzers, der die Seite aufrufen will verweist.
Letzte Woche wurde wohl eine Lücke in dem Standardprogramm für DNS-Server bind gefunden und die CDU sieht das offensichtlich mit den regelmäßigen Updates in ihren Sicherheitskonzepten nicht so sehr vor. Merkt man ja sonst auch.
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: Und zum Sommerloch ein Lesetip
: Und zum Sommerloch ein Lesetip Das wollte ich mir dann doch noch geben: Am letzten Sitzungstag vor der Sommerpause findet im mitlerweile zweitätigen Plenum mit nur noch etwa siebzig reisewilligen Abgeordneten noch schnell die erste Lesung des neuen Gesetzes zur Vorratsdatespeicherung und Telekommunikationüberwachung statt. Vereinzelt fahren im Hintergrund auf der Plenarebene die ersten Kofferkullis vor, als der knapp vorletzte Tagsordnungspunkt aufgerufen wird. Erst der Staatssekretär, dann hat jede Fraktion vier-fünf Minuten.
Weder Zypries noch Schäuble waren da. Die FDP gabs sich ähnlich kritisch wie später Ströbele von den Grünen, wenn auch Tauss manchmal dazwischen brabbelte. Der einzige Befürworter aus Parlamentsreihen, von der CDU/CSU-Fraktion, begann mit einer absurden, Blutdruck-steigernden Argumentation, verheddert sich dann aber in ein für ihn unschönes Zwiegespräche mit Ströbele und Jerzy Montag. Am Ende klatschte nicht mal wer aus den eigenen Reihen.
Ich weiss nicht mehr genau, welche rote Fraktion ihre Rede zu Protokoll gab, glaube aber überrascht darüber gewesen zu sein, dass der redende SPD-Mann (?) doch sehr gut Kontra redete.Der SPD Mann legte seine Pro-Erklärung schriftlich zu Protokoll.Die ganze Slapstick lässt sich im Protokoll nachlesen.
Aber auf dem langen Weg bis zum nächsten Verfassungsgerichtsurteil heissts erstmal; ab in die Ausschüsse und vorher in die Sommerpause. Schreibt doch mal eine kleine Karte, liebe BerichterstatterInnen, nachdem ihr vielleicht folgendes Buch gelesen oder Film gesehen habt …
ps.: Ja, das Bild ist zum Distributieren gedacht ;)
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: Nebeneinkünfte: Amtlich Verfilzt
: Nebeneinkünfte: Amtlich Verfilzt Welche wirtschaftlichen oder auch zivilgesellschaftlichen Verpflichtungen, Mitgliedschaften und Vortrags-Ständchen die Bundestagsabgeordneten so treiben, die auch amtlich genannt werden müssen, kann man nun ab heute in den Biographien auf bundestag.de nachlesen.
Nebeneinkünfte – wie Schilys ohnehin bekannte Mitgliedschaft in den Aufsichtsräten zweier Biometrie-Firmen unmittelbar nach seiner Amtszeit als Innenminister in der er biometrische Ausweise einführte ‑werden nun nach besten Gewissen festgehalten:
byometric systems AG, Mitterfelden,
Mitglied des Aufsichtsrates
(…)
SAFE ID Solutions AG, Unterhaching,
Mitglied des AufsichtsratesAuf das wir uns ein besseres Bild machen können, wie die Regierigen sich so verankern.
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: Deutsche Bibliotheken online nutzen
: Deutsche Bibliotheken online nutzen Wie heise zu entnehmen ist, starten schon ganze vier Bibliotheken in Deutschland das Portal Bibliothek Digital, über das sich Werke auch online ausleihen lassen. Dazu muss man einen Bibliotheksausweis von einer der teilnehmenden Bibilotheken (Hamburg, Köln, München und Würzburg, sieben weitere sind derzeit geplant) besitzen und sich online registrieren.
Ein zusammen mit der Firma DiViBib entwickeltes DRM-System für PDFs und Windows Media Files soll dafür sorgen, dass man nach der „Onleihe“ das Buch auch nicht mehr zurückbringen braucht (Zitat: „Eine Rückgabe ist somit nicht nötig und es fallen keine Mahngebühren an.“). Das Wiesbadener Unternehmen verhandelte mit verschiedenen Verlagen über die Rechte, als Ergebnis steht wohl ein Wildwuchs von Druck- und Kopierrechten innerhalb des DRM-Systems, welche Werk-spezifisch erteilt werden oder eben nicht.
Sind wem noch andere Angebote deutscher Bibliotheken bekannt, die eine Onlineausleihe ermöglichen?
Im Wuerzblog berichtet der Betatester Ralf über technische und organisatorische Erfahrungen aus der Testphase. Die Würzburger Bibliotheken bieten lediglich 10 000 Medien an. Ein ausgeliehenes Wert kann man nicht zurückgeben, wenn man sie nur kurze Zeit benötigt. Es ist immer für sieben Tage ausgeliehen und damit in der Zeit nicht wieder entleihbar.
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: Iconset für Datenschutzerklärungen
: Iconset für Datenschutzerklärungen Datenschutzerklärungen sind meist langatmige Texte, deren Kernaussagen sich nicht unbedingt leicht erschließen lassen. Webdienste werden international genutzt. Persönliche Daten werden in immer komplexeren Strukturen gespeichert und verarbeitet. Aber wer liest schon die Datenschutzerklärung, geschweige denn AGBs?
Um als Webseiten-Anbieter im Dschungel der eigenen Datenspeicherung dem Nutzer einfach erklären zu können, mit welchen seiner Daten wie umgangen wird, schlage ich vor, ein Iconset zu entwickeln.
Dieses sollte möglichst alle allgemeinen Datenfelder und Verarbeitungsschritte enthalten, darf aber natürlich auch nicht zu umfangreich werden, damit es nicht mehr Unübersichtlichkeit schafft, als es aus dem Weg räumen will.
Vorschläge für weitere Felder oder vielleicht auch Kürzungen können gerne in die Kommentare geschrieben werden. z.B. fehlt noch ein gutes Symbol für „Kontoverbindung“.
Hiermit seien auch ersteinmal alle Typografen und Typogräfinnen aufgerufen, sich mit der Simplizität der Vektor-Symbole auseinander zusetzen und vielleicht sowas wie einen gemeinsamen Stil zu etablieren.
Vorläufiger Höhepunkt sollte dann in naher Zukunft einmal ein kleiner Webservice sein, mit dem sich einfache Schaubild-Websites erstellen lassen, die die Datenschutzerklärung visuell ansprechend darstellen und als Textform auch in mehreren Sprachen übersetzt. Wenn sich jemand für die Programmierung berufen fühlt, kann er oder sie sich gerne melden.

Das „Iconset for Data-Privacy Declarations“ v0.1 als PDF.
Das ganze steht natürlich unter einer CC BY-Lizenz.
Update: Es wird noch ein SVG zum bearbeiten geben. Und hier ist ist ca. 7 Minuten langer Podcast als MP3 zum Thema, der die Idee mal genauer beschreibt.
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: Die Verbotene Zahl
: Die Verbotene Zahl Leute, die folgende Zahl weitergeben, werden verfolgt:
13256278887989457651018865901401704640
Diese Zahl ist als Schlüßel notwendig, um DVDs der nächsten Generation abspielen zu können. Diese Zahl soll geheim bleiben, damit nur vom DVD-Konsortium lizensierte Software die neuen Bluray- und HD-DVDs abspielen kann. Diese „legale“ DVD-Software darf keinerlei Kopiermöglichkeiten bieten.
Warum Kopierschutz-Techniken doch gleich besonders kritisch zu hinterfragen sind, liest Du am besten hier nach.
Der Verwalter des Kopierschutzes, der AACS LA (Advanced Access Content System Licensing Administrator), ist nun bemüht diese Zahl aus dem Netz zu bekommen. Auf Basis des „Digital Millenium Copyright Acts“ (DMCA) soll niemand diese Zahl im Zusammenhang mit dem Kopierschutz von Bluray- und HD-DVDs nennen dürfen. Zwischenzeit hat die AACS LA bereits den Schlüssel ausgetauscht, so dass sich künftig erscheinende DVDs mit dieser Zahl nicht abspielen lassen. Aber die neue kommt sicher auch bald raus …
Die Community-Linksammlung digg.com hat Beiträge, die die Zahl beinhalteten, erst gelöscht. Nach vielem Protest sieht der Gründer von digg, Kevin Rose nun davon ab und veröffentlicht die Zahl selbst.
Man dürfte sich darüber freuen, wenn das andere auch tun. Schließlich lässt sich die Zahl auf sehr viele verschiede Arten ausdrücken. Da ist auch sicher eine für Dein Blog dabei!
Etwa zur Basis 16:
09-f9-11–02–9d-74-e3-5b-d8-41–56-c5-63–56–88-c0
Oder binär:
100111111001000100010000001010011101011101
001110001101011011110110000100000101010110
1100010101100011010101101000100011000000Oder als kleine Rechenaufgabe:
41425871524967055159433955941880327 * 320 = HD-DVD
Oder auf Japanisch.
Sehr schön auch die Umrechnung der Hexadezimalzahl in einzelne RGB-Farbwerte, dargestellt als Farb-Fahne (Dank an John von Badmouth):

Die Werte (das +C0 steht für „Crime Zero“):
#09F911 #029D74 #E35BD8 #4156C5 #635688Oder als Morsecode (MIDI-Datei):

Sehr kreativ auch die aktustische Darstellung als DTMF-Tonfolge, mit der sich Telefone steuern lassen von Julia.
Oder als Braille-Schrift:

Oder als Barcode:

pedro.custodio stellte dieses Zahlenbild unter die CC BY Lizenz:

Dank an Andre Heise aus Lübeck für die Verschlüsselung mit der Enigma-Maschine, die die Deutschen im 2. Weltkrieg nutzten.

Schickt weitere Darstellungen bitte nicht an uns, sondern veröffentlicht sie selbst ;)
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: Bundestag: Anhörungen zum Urheberrecht
: Bundestag: Anhörungen zum Urheberrecht Wie die Presse- und Kommunikationsstelle des Bundestages auf Anfrage mitteilt, sind folgende Termine für die nächsten Anhörungen zur Novellierung des Urheberrechts angesetzt:
- 8. November 2006, 13 Uhr
- 20. November 2006, 11 Uhr
Wir wünschen allen Menschen, die sich am demokratischen Prozess beteiligen wollen, viel Spaß und Erfolg.
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: Popkomm ohne Popkomm
: Popkomm ohne Popkomm Eigentlich hätte Markus garnicht einfach so als Journalist über die popkomm berichten dürfen. Denn schließlich ist in der popkomm-Welt ein Onlinemedium nicht als Presse definiert. So wie die Musikindustrie es verpasste passable Angebote fürs Netz zu schaffen – ehe sie mit der Verteufelung von Filesharingusern begann, so verpasst sie es jetzt zu ihrer größten Messe uns Netz-Journalisten als solche anzuerkennen.
Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit-Abteilung der Messe wusste am Telefon um unseren Stellenwert als Blog netzpolitik.org zwar deutlich bescheid. Und wenn es nach unserer, dem Menschen „am Counter unten“ vorgesetzten, Gesprächpartnerin ginge, würden wir auch sofort akkreditiert werden. Aber auf die popkomm käme man eben nur gemäß den Akkreditierungsrichtlinien – und diese schließen „Mitglieder von Internet-Redaktionen“ wegen der „allgemeinen Zugänglichkeit des Internets und der damit verbundenen mangelnden Überprüfbarkeit der eigenen journalistischen Leistung“ aus, wenn sie keinen anerkannten Presseausweis besitzen.
Vielen Dank an die Mitarbeiterinnen der Tageszeitung aus Berlin, die uns Unterschlupf gewährte!
Dass man aber auch ohne auf der popkomm anwesend zu sein gute Schlagzeilen generieren kann, zeigt eine Aktion des CCC Regensburg: Diese verteilten unter dem Titel „Pimp my Rights, Vol. I“ Audio-CDs mit Freier Musik an Passanten auf der Straße. Ganz ohne Popkomm.

Das Statement von Tina aus dem Chaostreff Regensburg dazu:
Dass sich die Musikindustrie seit längerem bei ihren Kunden unbeliebt macht, ist kein Geheimnis: da werden Gleichnisse herbeigezerrt, die CD-tauschende und ‑kopierende Jugendliche explizit mit Pädophilen und Nazis vergleichen; in Werbespots werden grade männliche Jugendliche, die Musik tauschen, kriminalisiert und herabgewürdigt und jetzt finanzieren unsere CD-Käufe seit Neuestem auch noch Razzien bei: genau, uns – den Endkunden.
Ich finds mitlerweile doch ganz lustig, dass die popkomm nach Berlin gezogen ist. Aber in Regensburg wär sie bestimmt auch gut aufgehoben.
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: npTV #2 Vorschau: Interview mit Bundesdatenschützer
: npTV #2 Vorschau: Interview mit Bundesdatenschützer Heute data-epi-spacing fand data-epi-spacing ein data-epi-spacing sehr data-epi-spacing spannender data-epi-spacing von data-epi-spacing ver.di data-epi-spacing organisierter data-epi-spacing Workshop data-epi-spacing zum data-epi-spacing Thema data-epi-spacing „Staatlichkeit data-epi-spacing in data-epi-spacing der data-epi-spacing Informationsgesellschaft“ data-epi-spacing statt. data-epi-spacing Markus data-epi-spacing und data-epi-spacing ich data-epi-spacing waren data-epi-spacing dort data-epi-spacing und data-epi-spacing haben data-epi-spacing die data-epi-spacing ein data-epi-spacing oder data-epi-spacing andere data-epi-spacing Aufnahme data-epi-spacing gemacht. data-epi-spacing Später data-epi-spacing werdet data-epi-spacing Ihr data-epi-spacing an data-epi-spacing dieser data-epi-spacing Stelle data-epi-spacing mehr data-epi-spacing über data-epi-spacing die data-epi-spacing Veranstaltung data-epi-spacing erfahren.
Da data-epi-spacing jetzt data-epi-spacing erstmal data-epi-spacing ein data-epi-spacing Festivalwochenende data-epi-spacing ansteht, data-epi-spacing werden data-epi-spacing wir data-epi-spacing die data-epi-spacing fertig data-epi-spacing geschnittene data-epi-spacing Show data-epi-spacing nicht data-epi-spacing vor data-epi-spacing Montag data-epi-spacing online data-epi-spacing bekommen.
Darum data-epi-spacing zeigen data-epi-spacing wir data-epi-spacing jetzt data-epi-spacing schon data-epi-spacing vier data-epi-spacing Minuten data-epi-spacing lang data-epi-spacing und data-epi-spacing ungeschnitten data-epi-spacing unseren data-epi-spacing Stargast, data-epi-spacing Peter data-epi-spacing Schaar, data-epi-spacing Datenschutzbeauftragter data-epi-spacing dieser data-epi-spacing wunderschönen data-epi-spacing Bundesrepublik.
Er data-epi-spacing fasst data-epi-spacing uns data-epi-spacing kurz data-epi-spacing zusammen, data-epi-spacing wie data-epi-spacing es data-epi-spacing derzeit data-epi-spacing um data-epi-spacing die data-epi-spacing Datenschutz-Großwetterlage data-epi-spacing bestellt data-epi-spacing ist. data-epi-spacing Viel data-epi-spacing Spaß.
Videodatei data-epi-spacing als data-epi-spacing MP4 data-epi-spacing (massenkompatibel, data-epi-spacing H264-Codec, data-epi-spacing 10 data-epi-spacing MB) data-epi-spacing und data-epi-spacing als data-epi-spacing OGG/Theora data-epi-spacing (frei, data-epi-spacing 14 data-epi-spacing MB).
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: Kommentar: Frei von Meinung
: Kommentar: Frei von Meinung Wenn man über sowas schreiben will, weiss man garnicht, was man denn dazu sagen soll: Das EU-Parlament verabschiedet eine „Resolution für Meinungsfreiheit im Internet“. Jetzt auch im Netz!
Der Grund, das für den Raum „Internet“ nocheinmal klarzustellen, ist ein sehr ernster und keineswegs zu vernachlässigender: Es ist die Bereitschaft der Unternehmen Google, Yahoo und Mircrosoft mit ihrem Geschäft in China korrekt die dortigen Regeln in ihre Businesswelt zu implementieren. Diese „Filterregeln“ sind alles andere als okay – sondern diskriminirend, Freiheits-beraubend und schlichtweg undemokratisch.
Aber diese Resolution ist für mich schon teilweise eine Farce, wenn sie Unternehmen aus einem Land anspricht, in dem das Recht auf Meinungsfreiheit meinem Empfinden nach weiter gefasst ist, als hier. Etwa, weil dort nationalistische Meinungen eher zugelassen sind, als hier. (Ich bin kein Nazi – finde es aber legitim bescheuerte Meinungen wie „Wegen der Arbeitslosigkeit gehören alle Ausländer nach Hause geschickt“ artikulieren zu dürfen. Wenn der Schmalz eben nicht mehr hergibt, ist das nicht mein Problem …)
Sollten doch – wider erwarten – hierzulande solche Meinungen gedulded werden (rechtlich, nicht tatsächlich), bleibt für die Überwachung von Kommunikation weiterhin das Argument der Kinderpronographie.
Also was soll das bitte: Hierzulande wird uns das digitale Wahrnehmen des Rechtes auf Meinungsfreiheit unschmackhaft gemacht, weil man fürchten muss, dass Dank TKÜV und Vorratsdatenspeicherung offiziellen Stellen schnell klar ist, wer welche Meinung (öffentlich) postuliert. Auch in Nordamerika war neulich das „Bespitzeln der eigenen Bevölkerung“ Thema und sogar Anlass für Empörung.
Die Jungs und Mädels von „Reporter ohne Grenzen“ mussten ähnliche Schwierigkeiten in der Kommentierung dieser Resolution haben: Da geht die Flotte der Privatsphäre und mit ihr einher die der Meinungsfreiheit auf beiden Kontinenten unter. Und um in Sachen China irgendetwas tun zu können, muss das EU-Parlament einen Resolutionsentwurf des US-Kongresses (den Global Online Freedom Act (GOFA)) unterstützen.
International ist das natürlich ein lobenswertes Zeichen – aber wird allein diese Form der Auseinandersetzung mit dem Thema „Meinungsfreiheit“ unser Schiff nennenswert langsamer sinken lassen?
Die Reporter kennen keine Grenzen und freuen sich auch über diesen Tropfen auf den heißen Stein, ich tue es ja auch:
Dieser Beschluss zeigt, dass sich Europa über die besondere Bedeutung freier Meinungsäußerung im Internet und den Bedarf an Regelungen in diesem Gebiet bewusst wird.
Sehr lobenswert von den Jungs, dass sie mit dieser Formulierung die EU dazu drängen, sich selbst mit der Thematik auseinander zu setzen. Tapfer, Leute! Auf dass aus diesen Tropfen ein kalter Regen wird.
ps.: Nach erster Kritik (auch von Markus) habe ich diesen Kommentar überarbeitet – ich hab ihn in der ersten Fassung auch einfach zynisch runtergeschrieben und ohne ihn auch nur einen Moment sacken zu lasssen, veröffentlicht.
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: Föderalismusreform als Podcast
: Föderalismusreform als Podcast Der Deutsche Bundestag lässt uns an seinem parlamentarischem Geschehen teilhaben: Die Diskussion um die Föderalismusreform gibt es als „Audio- und Videomitschnitte (Podcasts)“, wie sein Nachrichtendienst „heute im bundestag“ (bislang nur per Mailverteiler) mitteilt.
Das ganze is auch noch hübsch nach Wortbeiträgen und ihren Themen gegliedert. Noch sind nicht alle Tage der Debatte geschnitten. Die Videos lassen auch noch auf sich warten.
netzpolitik.org sagt: Langsam gehts los.
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: Presentation: Free Content for a Free Society
: Presentation: Free Content for a Free Society This presentation explains and propagates the spirit of the free software movement. It describes the application of the model of free software licensing to other kinds of culture as well. This is a gift from me to the community. It is licensed under the German Creative Commons attribution license and is ready to be built upon and reworked!
You can watch this presentation on my flickr userpage and link to it. If you wish to show it or print it out, use the screen PDF version (4:3) respectively the letter-sized PDF version. For compiling I used InDesign, you can use the proprietary sources (english and german, 15 MB).
Thanks very very much to Elizabeth Stark and Julian Finn for the translation!
Die überarbeitete, deutsch-sprachige Fassung gibt es als flickr-Set, als Screen-PDF und als A4-PDF
I wish you happy linking and re-using!
This presentaion was part of my application to the course of studies on society and economic communications the university of arts (Berlin). About 13 hours of my net-livetime before deadline i thought: ok, you have to change the hole concept of your application and make something different …
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: Piratenparty am Swarthmore College
: Piratenparty am Swarthmore College Vom 21. bis zum 23. April findet am Swarthworth College in Pennsylvania, USA, das jährliche Treffen der FreeCulture.org-Community statt. Zur Pirate Parrrty ist jedeR aufgefordert am Pirate Video Remix Contest teilzunehmen. Bedingung ist, dass die Videos mindestens 10 Sekunden „pirate footage“ enthalten, mit Tanzmusik unterlegt sind und sich mit dem Videoplayer VLC abspielen lassen.
Die Regeln des Contest sprechen zwar ausdrücklich von „traditional ARRR MATEY sea-going pirates“, die in dem Clip enthalten sein müssen, allerdings wird dies in der Berichterstattung dazu (etwa auf boingboing) nicht deutlich. Eine gewisse Zweideutigkeit hat sich wohl nicht vermeiden lassen. Zu sehen gibts die Filme dann auf der Party am 21. April ab 22h lokaler Zeit.
Die Sternchen des dreitätigen Kongresses sind:
- Peter Decherney, a U Penn professor who is writing a book on copyright
- Nelson Pavlosky, co-founder of FreeCulture.org
- Prometheus Radio, leading a low-power FM workshop
- Holmes Wilson of Downhill Battle, leading a workshop on “Free culture campus strategy”, and…
- Lawrence Lessig, the Stanford Law professor who inspired us with his book Free Culture!
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: Präsentation: Freie Werke für eine freie Gesellschaft
: Präsentation: Freie Werke für eine freie Gesellschaft Die neue, zweite Version der Präsentation findet Ihr unter den Links zu den PDFs bzw. zur flickr-Seite. Es gibt auch eine englische Übersetzung.
Diese zwölfseitige Präsentation erklärt und propagiert den Geist der Open-Source-Bewegung. Sie drückt den Gedanken der Übertragung des Lizenzmodells Freier Software auf andere geistige Schöpfungsarten aus. Mit der Veröffentlichung unter der Creative Commons Namensnennungs-Lizenz schenke ich sie hiermit der Community und biete damit die zahlreiche Verwendung und gemeinsame Verbesserung an.
Auf die Präsentation lässt sich auch über meine flickr Nutzerseite zugreifen und verlinken. Zum Offline-Zeigen und Ausdrucken gibt es auch je ein PDF im Format eines 4:3 Monitors bzw. eines Blattes A4 Papier. Gesetzt wurde die Präsentation in InDesign, die Quelldaten gibt es für die beiden Versionen (deutsch und englisch) als ZIP (15 MB). Für eine englische Übersetzung hat sich bereits Julian vom zeitspuk.de-Blog gemeldet, Danke! Diese gibts hier dann in den nächsten Tagen.
I wish you a happy linking and re-using.
Die Präsentation fertigte ich als Arbeitsprobe für meine Bewerbung auf das Fach Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste (Berlin) an. Circa 13 Stunden Nettolebenszeit vor Abgabe der Bewerbung kam ich auf die Idee, das ganze Konzept meiner Mappe zu ändern und kam auf …
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: Personennummer für WM-Ticketkauf in erster Instanz legal
: Personennummer für WM-Ticketkauf in erster Instanz legal Ein Dresdener klagte gegen die Erhebung seiner Personalausweisnummer für die Teilnahme an der Verlosung der Tickets für die Fussball-WM. Statt sich zu freuen, dass er Karten in der Verlosung gewonnen hatte, verlangte der Jurastundent die Löschung seiner Personalausweisnummer und die der anderen Ticketinhaber. Das Bundesverfassungsgericht hat 1969 das Erstellen von „teilweisen oder weitgehend vollständigen Persönlichkeitsprofilen, ohne dass der Betroffene deren Richtigkeit und Verwendung zureichend kontrollieren kann“ mit Hilfe von Personenkennzeichen (PKZ) für verfassungswidrig erklärt. Als solche würde die Personalausweisnummer verwendet werden, argumentierte der Dresdener. Dieser Einschätzung schloss sich das Amtsgericht Frankfurt im Eilverfahren nicht an. Der beklagte DFB argumentierte, dass die Ziffern als eindeutiges Identifikationsmerkmal notwendig seien und daher nicht weggelassen werden könnten. Der Kläger wird dagegen als letzte Instanz Revision beim Landesgericht beantragen. Unterstützt wird er dabei vom FoeBuD.
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: Elektroschrott ab jetzt in Deine kommunale Sammelstelle
: Elektroschrott ab jetzt in Deine kommunale Sammelstelle Du darfst nun Deinen vermeindlichen Elektroschrott nicht mehr einfach in die Tonne werfen.
Seit Freitag muss es in jeder Kommune (nicht WG) eine Sammelstelle für Elektroschrott geben, die – wohl etwa komplex einzusortieren – von jedermann und ‑frau mit bis zu 20 wegwerfwürdigen Geräten (max. fünf einer Art) beehrt werden kann. Wiederholungstaten sind nach ortsüblicher Müllmannkulanz enstprechend frequentiert möglich. Der Schrott wird dann von den Herstellern dort regelmäßig abgeholt. Wie die Kosten dafür gezahlt werden – ob es der Verbraucher per Müllgebühren seitens der Kommunen oder ob es der Verbraucher per erhöhtem Gerätepreis seitens der Industrie bezahlen muss, ist noch ungeklärt. (via netzeitung.de)
Mehr zum Elektro-Gesetze bei der Deutschen Umwelthilfe.
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: Brasilien: EMI-Abenteuer-Kopierschutz
: Brasilien: EMI-Abenteuer-Kopierschutz Die EMI hat sich in Brasilien einen ganz besonderen Kopierschutz einfallen, dessen rechtliche Grundlage selbst gut geschützt ist: Stell Dir vor: Brasilien. Du kaufst eine CD, tust sie in Deinen Computer, bekommst ein Setup-Programm vor die Nase geworfen, das Dir einen im Vollständigen nur englischsprachigen Lizenztext anzeigt, der die Installation einer Software zum Abspielen der CD begründet, sich dank Flash weder Copy&Pasten noch ohne gewaltigen Zuckungen durchscrollen lässt und auf eine HTML-Version verweist, die es nicht gibt.
Würdest Du der Lizenzvereinbarung zustimmen wollen?
Ronaldo tat es nicht und berichtet auf boingboing.net von einem beinahe Herzinfarkt ähnlichem Zustand:
After reading all the above, I decided to reject it, and pressed the „reject“ button. Immediately a screen with the word „Initializing“ appeared, the proprietary software was installed, and the music started to play in my computer using the proprietary EMI player, as if I had „accepted“ the whole thing.
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: Tagung: Wie frei ist unsere Mediengesellschaft?
: Tagung: Wie frei ist unsere Mediengesellschaft? Am heutigen Freitag findet im Plenarsaal in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin die Tagung „Wie frei ist unsere Mediengesellschaft?“ statt. Der Eintritt ist kostenlos und Brigitte Zypries wird um 10:00h den 2. Korb der Urheberrechtsreform vorstellen. Sicher dürfen Besucher der Tagung auch kritische Fragen stellen und den Abbau von Verbraucherrechten im Urheberrecht thematisieren.
Netzpolitik.org war da und hat sich die Beiträge von Brigitte Zypries („Zur Regelung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft“), Christian Sprang und Helge Malchow („Entgegnungen“), Joachim Kersten („Scannen, googlen und microsoften oder Wo bleibt das Urheberrecht im Netz?“) angehört und anschließend Mitschnitte zugespielt bekommen (Siehe Link hinter den Sprechern). Leider ist die Qualität dieser Kopien (War das Original kopiergeschützt?) etwas dürftig, aber sie sind verständlich.
Ein paar Notizen: Frau Zypries vertrat eingangs die These, dass „Open-Source-Literatur“ zwar „frühen Ruhm begründen, aber Autoren nicht ernähren“ könne. Sie wisse, wann der Kompromiss in Sachen Urheberrecht am Besten sei; nämlich dann, wenn es von allen Seiten am lautesten schreit. Eine „Kulturflatrate“ sei mit europäischen Recht nicht vereinbar. Die Tatsache, dass die Bagatellklausel nicht ihren Weg in den neusten Entwurf fand, empfindet die Justizministerin als Beibehaltung der jetzigen Gesetzeslage: Wer einzelne Kopien macht, bleibt nicht belangbar, da das Prinzip der Staatsanwaltschaft gelte, Verfahren wegen Geringfügigkeit einzustellen. Das mag wohl soviel heissen wie „Wir können uns um soviel Kleinvieh nicht kümmern, darum lassen wir es – und vielleicht kommt einmal der automatisierte Richter.“ Die Höhe der pauschalen Abgaben sollen nach dem Entwurf die Verwertungsgesellschaften und Gerätehersteller aushandeln – „das ist dem Verfahren bei Tarifverträgen ähnlich“, bemerkt Frau Zypries. „Das funktioniert zwar nicht, aber wir sind frohen Mutes.“ Kommt es nach 12 Monaten zu keiner Einigung entscheidet erst das Oberlandes- und bei Revision das Bundesverwaltungsgericht.
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: Das Zentralkommitee der KPDRM
: Das Zentralkommitee der KPDRM Spieße lassen sich umdrehen. Wenn die Kulturindustrie im Recht auf Privatkopie eine Enteignung der Rechteinhaber sieht, so sieht Peter Glaser – ein fitter, alter Hase des CCCs – im Kopierschutz die Enteignung der Verbraucher. Im Blog der „Technology Review“ schreibt er:
Bei der Neubewertung des Urheberrechts scheint es im Kern darum zu gehen, das Privateigentum abzuschaffen. Eigentlich paradox, der Kommunismus ist an diesem Versuch gescheitert. Nun soll die Idee also mit den Mitteln des digitalen Kapitalismus umgesetzt werden. Ob die Völker diesmal die Signale hören, auch wenn sie keinen Freischaltcode kaufen können?
Danke Peter!
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: Kopierschutz 2.0
: Kopierschutz 2.0 Vielen ist trotz großem Widerstand nicht klar geworden, was es heisst, wenn die „Initiative für eine vertrauensvolle Computerplattform“ ihre Träume verwirklicht. Diese Initiative nannte sich Trusted Computing Plattform Alliance (kurz TCPA) und benannte sich nach erster Kritik in die Trusted Computing Grup (TCG) um. Sie setzt sich aus den allermeisten Herstellern von Computerhardware zusammen. Ihr Ziel ist letztlich die Entmündigung des Computerbenutzers – nicht Herr seiner Daten zu sein, um das kopieren urheberrechtlich geschützter Werke zu unterbinden. Dem Sinnbild nach entspricht das einem ferngesteuerten Kugelschreibers, der nur das Schreiben der Worte zulässt, für die ich bezahlt habe.
Wem diese Einschätzung zu abstrakt und theoretisch ist, kann seit heute in einem sehr gut geschriebenen Artikel von Bernd Graff nachlesen, was die Kulturindustrie von einem neuen Kopierschutz erwartet. Erschienen ist er unter dem Titel „Digitale Schutzstaffel“ in der Süddeutschen Zeitung, hier ein Auszug:
Es sieht fast so aus, als habe diese Konsum-Pause, dieses Patt zwischen zwei Formaten der Industrie ideal in den Kram gepasst. Denn im Hintergrund des Formate-Streits haben sich – tatsächlich rasant – eben jene ganz anderen Entwicklungen vollzogen, die allesamt nur ein Ziel hatten: Die völlige Absicherung der künftigen, prachtvoll hochaufgelösten Digital-Inhalte gegen unerlaubte Vervielfältigung. Man hat im Rahmen des „DRM“ zwischenzeitlich den wasserdichten Kopierschutz entwickelt. Nicht mehr die einzelne DVD allein wird künftig für den Kopierschutz Sorge tragen, sondern das Abspielgerät selbst.
Ein Angebot, dass sich auf dem Weg in diese Kopierschutzwelt befindet, wurde jüngst von Universial Pictures für Filme angekündigt. Gulli.com beleuchtet das Angebot sehr kritisch und bemerkt, dass die Kundenfreundlichkeit im Umgang mit den gekauften Filmen deutlich zu wünschen nachlässt. Drum kommt der Autor zu dem zynischen Schluss:
Man kann nur hoffen, dass sich trotzdem Käufer für das Angebot finden. Sonst waren wieder die bösen Raubkopierer schuld.



