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bürgerlich auch Matthias Mehldau, interessiert sich für unabhängige Infrastrukturen, Datenschutz, Informationsfreiheit und Überwachung. Er gestaltet gerne und bewegt sich meist leider nur im Hintergrund der Redaktion. Twitter: wetterfrosch, Mail: wetter_ätt_netzpolitik_dott_org, GPG-Key: AB0CB6B0 , JID: wetterfrosch@jabber.berlin.ccc.de.

  • : Karlsruhe fällt Grundsatzurteil zu Wahlcomputern
    Karlsruhe fällt Grundsatzurteil zu Wahlcomputern

    Mit Spannung wurde heute das Grundsatzurteil (Volltext) des Bundesverfassungsgerichts über die Verfassungsmäßigkeit von Wahlcomputern erwartet. Dies zeigen auch die rund 150 Meldungen, welche Google-News bereits vorab zusammenfasst. Grundlage für das Urteil ist unter anderem ein Gutachten, welches von Mitgliedern des Chaos Computer Clubs verfasst wurde.

    Update 10:07h: Da haben wirs. Verfassungswidrig. Denkbar ist der Einsatz nur in engen Grenzen (etwa mit sogenanntem „Paper-Trail“)

    Und weils so schön is, zitieren wir mal ganz ungeniert Reuters in voller Länge:

    Der Einsatz von Wahlcomputern bei der Bundestagswahl 2005 war verfassungswidrig. Die Benutzung der Computer habe gegen den Grundsatz der öffentlichen Wahl verstoßen, entschied das Bundesverfassungsgericht am Dienstag. Die Wähler hätten dadurch weder die abgegebenen Stimmen noch deren Auszählung kontrollieren können. Die Bundestagswahl müsse jedoch nicht wiederholt werden.

    Ein Zitat aus der 2. AP-Zusammenfassung:

    Der Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, betonte, dass mit dem Urteil Computerwahlen kein endgültiger Riegel vorgeschoben worden sei. Aber die bisher eingesetzten Geräte hätten Mängel: Der Wähler müsse die wesentlichen Schritte der Wahlhandlung und der Ergebnisermittlung zuverlässig und ohne besondere Sachkenntnis überprüfen können. Dazu gehöre, dass er sehe, ob seine Stimme richtig erfasst worden sei. Das sei bei den bislang eingesetzten Geräten nicht der Fall.

    Update 10:52h: Die Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts liegt vor. Wir fassen die Highlights aus den Erwägungsgründen mal kurz zusammen:

    II. […] Der Einsatz von Wahlgeräten, die die Stimmen der Wähler elektronisch erfassen und das Wahlergebnis elektronisch ermitteln, genügt nur dann den verfassungsrechtlichen Anforderungen, wenn die wesentlichen Schritte von Wahlhandlung und Ergebnisermittlung zuverlässig und ohne besondere Sachkenntnis überprüft werden können. […]
    Der Gesetzgeber ist nicht gehindert, bei den Wahlen elektronische Wahlgeräte einzusetzen, wenn die verfassungsrechtlich gebotene Möglichkeit einer zuverlässigen Richtigkeitskontrolle gesichert ist. […]
    Einschränkungen der bürgerschaftlichen Kontrollierbarkeit des Wahlvorgangs können nicht dadurch ausgeglichen werden, dass Mustergeräte im Rahmen des Verfahrens der Bauartzulassung oder die bei der Wahl konkret eingesetzten Wahlgeräte vor ihrem Einsatz von einer amtlichen Institution auf ihre Übereinstimmung mit bestimmten Sicherheitsanforderungen und auf ihre technische Unversehrtheit hin überprüft werden. […]
    III. Während die Verordnungsermächtigung des § 35 BWG keinen durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken begegnet, ist die Bundeswahlgeräteverordnung wegen Verstoßes gegen den Grundsatz der Öffentlichkeit der Wahl verfassungswidrig. […]
    IV. Auch die Verwendung der oben genannten elektronischen Wahlgeräte bei der Wahl zum 16. Deutschen Bundestag verletzt die Öffentlichkeit der Wahl. […]
    V. Die festgestellten Wahlfehler führen nicht zu einer Wiederholung der Wahl in den betroffenen Wahlkreisen. […]

    Update 11:12h: Der Bundeswahlleiter mahnt auch schon die Gemeinden an Wahlhelfer zu sammeln:

    Die Gemeinden haben nunmehr hinreichend Zeit, um eine ausreichende Zahl an ehrenamtlich tätigen Wahlhelfern bis zu der am 7. Juni 2009 anstehenden Europa- und der am 27. September 2009 anstehenden Bundestagswahl zu gewinnen.

    Update Abends: Der Vorsitzende des Wahlprüfungsausschusses des Bundestags, Thomas Strobl, MdB, und sein Stellvertreter, Dr. Carl-Christian Dressel, MdB, kommentieren das Urteil scheinbar etwas Zähne-knirschend:

    Das Bundesverfassungsgericht hat mit diesem wichtigen Urteil festgestellt, dass bei der Bundestagswahl 2005 kein konkreter Wahlfehler vorgelegen hat. Festzuhalten ist auch, dass es bei dieser Wahl keinen einzigen Fall einer Unregelmäßigkeit, einer Manipulation oder einer sonstigen Auffälligkeit beim Einsatz der Wahlgeräte gegeben hat. Darüber hinaus hat das Gericht ausdrücklich auch das geltende Bundeswahlgesetz nicht beanstandet. Im Übrigen hat sich das Gericht auch nicht grundsätzlich gegen den Einsatz von elektronischen Wahlgeräten bei Bundestagswahlen ausgesprochen. […]
    Die Abgeordneten Strobl und Dr. Dressel begrüßen, dass das Bundesverfassungsgericht den Grundsatz der Öffentlichkeit der Wahl und die Anforderungen an die Nachvollziehbarkeit der Stimmabgabe in dieser besonderen Weise konkretisiert und präzisiert hat.
    „Daran wird sich die künftige Praxis beim Einsatz von Wahlgeräten zu orientieren haben“.

    Es twittert(e) übrigens @wahlcomputer.

    3. März 2009 22
  • : Hausdurchsuchung bei Blogger, der dänische Kinderporno-Sperrliste verlinkt
    Hausdurchsuchung bei Blogger, der dänische Kinderporno-Sperrliste verlinkt

    Die auf Wikileaks aufgetauchte Sperrliste von kinderpornographischen Websites der dänischen Behörden ist nun [Korrektur: einem Blogger, der einen Beitrag des Blogs schutzalter verlinkte, welcher auf die Sperrliste verlinkte] in Form einer Hausdurchsuchung am vergangenen Freitag zum Verhängnis geworden.

    Laut Begründung der Hausdurchsuchung (PDF) ist durch ihr/sein Posting „davon auszugehen, dass der Beschuldigte vor Verlinkung des Artikels dessen Informationsgehalt zu Eigen gemacht hat,“ und ferner ist es „ebenso wahrscheinlich, dass er sich durch diesen Vorgang die Informationen der Internetseite und somit auch kinderpornographisches Material zumindest im Cache seines/ihres Computers gespeichert hat“ – das wäre natürlich strafbar als Besitz kinderpornographischer Schriften gemäß §184b. Udo Vetter hält diese Begründung im Durchsuchungsbeschluss gegen den Weblog-Verlinker für „bemerkenswert“.

    Annika Kremer schreibt dazu auf gulli.com:

    Die auf Wikileaks verlinkte Kopie der Liste ist, wie es Blogger und Rechtsanwalt Udo Vetter in seinem lawblog ausdrückt „für die deutschen Ermittlungsbehörden ein willkommener Anlass, Ermittlungsverfahren einzuleiten und Hausdurchsuchungen vorzunehmen. Und zwar gegen deutsche Seitenbetreiber, die sich lediglich an der Diskussion über Internetsperren beteiligen und hierbei direkt oder indirekt auch auf die Sperrliste verlinken.“ Indirekte Links bedeutet in diesem Fall, dass auch der Link auf eine Seite, die wiederum die Sperrliste verlinkt, unter Umständen schon ein gewisses Risiko bedeutet. Was das in einem vernetzten Medium wie dem Internet bedeutet, kann sich jeder halbwegs erfahrene Nutzer desselben vorstellen.

    Im Blog des Betroffenen ist nun zu erfahren, dass auch der Vorwurf der Verbreitung von kinderpornographischen Material erhoben wird:

    Wie ich vorgestern durch eine polizeiliche Vorladung erfahren habe, wird nun auch gegen mich ermittelt, und war sogar wegen „Verbreitung von Kinderpornografie“. […]
    Ich muss sagen, dass ich dem Ausgang dieser Sache recht gelassen entgegen sehe. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass ich mich durch meinen Artikel strafbar gemacht haben könnte. Schlimm genug finde ich es allerdings, dass dieser Vorwurf überhaupt ernsthaft erhoben wird und im Raum steht. […]
    Bemerkenswert ist es übrigens, dass ich bis jetzt noch keinen Appel oder gar eine Aufforderung erhalten habe, diese behauptete Verbreitung von Kinderpornografie einzustellen. Ich meine, einem Irren, der mit einem Messer andere Leute verletzt, würde man doch auch erstmal zurufen „hör auf damit“, ihm zureden, ihm drohen oder Gewalt gegen ihn einsetzen. Oder würde man ihn zu einer Anhörung einladen und ansonsten gewähren lassen?

    via @Annika_K

    3. März 2009 20
  • : Gegen Kinderpornographie im Netz – aber richtig
    Gegen Kinderpornographie im Netz – aber richtig

    Ursula von der LeyenBundesfamilienministerin Ursula von der Leyen fordert nun – grade rechtzeitig zum Start des IT-Gipfels – dazu auf, dass Internetprovider über das Telemediengesetz in die Pflicht genommen werden sollen, Filtersysteme für das Internet vorzuhalten.

    Ihr Ziel ist es „gegen die Flut der Bilder einen Damm zu bauen“: ISPs sollen verpflichtet werden den Zugriff auf durch das BKA bestimmte Websites zu unterbinden.

    Ich schätze die Arbeit der Kinderpornographie-Abteilung des BKAs sehr. Erst vor kurzem hatte ich die Gelegenheit mich mit einer leitenden Beamtin dieser Abteilung zu unterhalten. Diese forderte im Gespräch zunächst den Zugriff auf die Daten der Vorratsdatenspeicherung – „Access-Blocking“, wie es Frau von der Leyen nun fordert, hatte sie allerdings auch schon auf dem Zettel.

    Meine ehrliche Einschätzung dazu ist: Beide Maßnahmen können maximal kurzzeitig (für vielleicht ein Jahr) die Aufklärungsquote leicht erhöhen bzw. eine Verbreitung des Materials unterbinden. Danach würden sie die Ermittlungen eher behindern, als bereichern. Es gibt tausend und eine Möglichkeit die Vorratsdatenspeicherung zu Umgehen – ferner können Kriminelle auch mit Trojanern oder Fake-IP-Adressen arbeiten, um unbescholtene Mitbürger in den Verdacht zu ziehen.

    Das nun geforderte Access-Blocking ist ebenfalls nicht zielführend: Dieses lässt sich mit Anonymisierungsdiensten oder Proxies im Ausland ebenso umgehen, wie die Vorratsdatenspeicherung. Es würde letztlich nur Kosten mit sich ziehen und nebenbei unter der Absicht der Verbrechensbekämpfung eine Infrastruktur schaffen, die sich sehr leicht missbrauchen lässt, um Zensurmaßnahmen umzusetzen. Denn defakto ist es nichts anderes: Der Staat verlangt an dieser Stelle ein System, dass Inhalte nach ihrer Quelle filtern soll. Sollte dies einmal etabliert sein, wäre es sicher nur ein Frage der Zeit, bis andere Inhalte in Frage kommen. Die Kontrollierbarkeit dieses Apparats würde mit zunehmenden Umfang massiv sinken.

    Zielführend wäre es hingegen mehr auf das so genannte „Notice & Takedown“-Verfahren zu setzen: Bei diesem werden lediglich die Internetprovider, welche die Server, von denen Kinderpornographie aus abrufbar ist, informiert. Diese sind dann angehalten den Server direkt an der Quelle vom Netz zu nehmen bzw. die relevanten Inhalte zu sperren.

    Denn auch Ursula von der Leyen sagt in ihrem heutigen Interview im Hamburger Abendblatt: „Das Allerwichtigste ist, dass das BKA wie bisher Täter ermittelt und gezielt Quellen schließt.“ Genau, die Quellen – nicht die unbeteiligten Dienstleister: Wenn ein Versandhaus illegale Waren verschickt, kann man der Post schließlich auch nicht sagen, dass sie keine Pakete mehr von diesem Händler zustellen soll.

    Oft wird an dieser Stelle entgegnet, dass es für das „Notice & Takedown“-Vorgehen nicht die notwendigen internationalen Abkommen existieren – dann wäre doch eine Baustelle, auf die man sich als ambitionierter Politiker begeben können. Ich bin mir sicher, dass die allermeisten ISPs keinen Bock drauf haben Pädophile als „Kunden“ zu führen und für jeden Hinweis dieser Art dankbar sind, die Kisten auch zügig vom Netz nehmen und sogar bei der Ermittlung der Identität behilflich sein würden. Wahrscheinlich wäre es sogar schlauer, erst einmal auf diese freiwillige Art der Kooperation mit Providern zu setzen, als eine internationale Definition von „illegalen Inhalten“ abzuwarten. Probiert-es-doch-einfach-mal-aus.

    Der Austausch von Kinderpornos ist schließlich nur das Symptom einen viel tieferliegenden Problems, dass sich nur gesellschaftlich und nicht technisch lösen lässt.

    Nachtrag: Ein weiterer zielführender Vorschlag meinerseits, der im Sinne unserer Bundesministerin auch tatsächlich etwas bewirken kann, ist es besorgte Eltern darauf Aufmerksam zu machen, dass sie an ihren eigenem PC Filter installieren können: Anstatt unwirksame Filtersystem auf Kosten der ProviderKunden oder des Staates zu entwickeln, sollten vielleicht einfach ein paar passende Plugins für die gängigsten Betriebssysteme programmiert werden, mit denen Eltern ihren Kindern den Zugriff die in der BKA-Liste erfassten Websites sperren können.

    Ein http-Proxy unter bluemchenwiese.bmfsfj.de wär doch schonmal ein Anfang.

    Update: Eco, der Branchenverband der Provider kommentiert in seiner heutigen Pressemitteilung die Forderung von der Leyens sehr ähnlich:

    Leider zeigt die Praxis, dass so genannte Internet-‚Sperren’ lediglich Scheinerfolge erzielen. Sie verdrängen das Geschehen aus dem für alle sichtbaren Bereich, aber dadurch wird das Leid keines einzigen Kindes unterbunden, kein einziger Täter gefasst und kein einziges Bild aus dem Internet entfernt. Es ist nach Meinung aller technischen Experten nicht machbar, den Zugang zu diesen Machwerken unmöglich zu machen, wie es die Familienministerin fordert. Effizienter und wirksamer ist es, an der Quelle anzusetzen. Mit unserer Internet-Beschwerdestelle sammeln wir Hinweise, mit denen in internationaler Zusammenarbeit und in enger Kooperation zwischen Strafverfolgern und Wirtschaft erfolgreich Täter überführt und illegale Inhalte entfernt werden. Diese erfolgreiche Kooperation wollen wir fortsetzen.

    Update II: Alvar Freude vom Fitug hat dazu einen offenen Brief an Frau von der Leyen geschrieben (Danke Tim).

    20. November 2008 11
  • : Neues Bundestags Petitionssystem sieht ziemlich alt aus
    Neues Bundestags Petitionssystem sieht ziemlich alt aus

    Alvar Freude hat sich dem neuen Petitionssystem des Deutschen Bundestages angenommen und diverse grobe Schnitzer festgestellt, die wohl der Auswahl des billigsten Anbieters verschuldet sind. Das Fazit seiner längeren Analyse im Perl-Blog:

    Dass die Umsetzung der Online-Petitions-Webseite alles andere als optimal ist, ist deutlich zu sehen: Schlechte Bedienung, fehlende Funktionalität bzw. nicht eingehaltene Anforderungen, mangelnde Barrierefreiheit, sicherheitskritische Basis, altbackenes Design und rechtswidrige Datenabfrage.

    Es handelt sich um eine aufgebohrte Version des Forensystems „Simple Machines“, das in unsauberen und unsicherem PHP programmiert ist. Bei der Umsetzung der nocht-nicht-mal-Freien-Software wurde gleich zu Beginn von einem aufmerksamen Blogger ein Lizenzverstoß festgestellt. Bei der Umsetzung des Pflichtenheftes war man wohl besonders im Bereich „Usability“ recht schluderig.

    Eine schöne Maßnahme wäre es jetzt doch, wenn der Hersteller die Software in ein öffentliches Sourcecode-Repository legt, so dass jeder die ausgemachten Schwachstellen ausbessern kann.

    10. November 2008 3
  • : 007 Vorpremiere wegen DRM-Fuckup abgebrochen
    007 Vorpremiere wegen DRM-Fuckup abgebrochen

    Ja, sie schießen sich so richtig schön selbst ins Knie – in der Vorpremiere in Bukarest wurde mitten im Film die Vorstellung abgebrochen. Grund:

    «Unsere US-Partner hatten uns Passwörter für die Ausstrahlung des Films gegeben, da es ja die Vorpremiere war, aber die sind um 22 Uhr abgelaufen», zitiert das Online-Magazin Mediafax einen Kinovertreter. […] «Jetzt wissen wir, dass der Schutzmechanismus gegen Raubkopien funktioniert»

    Von 20minuten.ch via Fefe, Danke. (AFP)

    10. November 2008 9
  • : Was bringt Rot-Grün in Hessen?
    Was bringt Rot-Grün in Hessen?

    Der Koalitionsvertrag von Rot-Grün in Hessen (PDF) ist nun veröffentlicht. Anlass sich einmal die Abschnitte Inneres, Polizei, Justiz und Medien genauer anzuschauen.

    Zu Anfang verschlug es mir schon leicht die Sprache, als ich folgendes las:

    Dabei muss er [der Staat] der tatsächlichen Bedrohungslage Rechnung tragen und für ein subjektives Sicherheitsgefühl seiner Bürgerinnen und Bürger sorgen.

    Bislang kannte ich diese Floskel nur als Kritik an der staatlichen Praxis – was nützt ein erhöhtes Sicherheitsgefühl, wenn dadurch Geld ausgegeben, Freiheitsrechte ausgehöhlt und nicht wirklich was gegen Gefahren getan wird? Immerhin wirbt der Vertrag für eine deutliche personelle Aufstockung der Polizei und nicht für weitere Überwachungsmaßnahmen.

    „Unverhältnismäßige Eingriffsbefugnisse“ werden abgelehnt – diese Betonung scheint angebracht zu sein, wo der ohnehin rechtsstaatlich verankerte Verhältnismäßigkeitsgrundsatz immer mehr ins Vergessen zu geraten scheint.

    Zu Datenschutz und staatlicher Transparenz werden nicht viele und nur meist unkonkrete Worte verloren:

    Den Datenschutz wollen wir in Hessen verbessern und neu organisieren. Gleichzeitig werden wir die Transparenz staatlichen Handelns erhöhen und den Bürgerinnen und Bürgern mehr Beteiligungsrechte ermöglichen.

    Ferner soll es nun auch ein Landesinformationsfreiheitsgesetz geben und im Zuge dessen der Datenschutzbeauftragte auch auch der Beauftragte für Informationsfreiheit werden. Dafür soll er auch eine Hauptamtliche Stelle bekommen. Aus dem Büro des Datenschutzbeauftragten soll, ähnlich wie in Schleswig-Holstein, ein unabhängiges Zentrum werden, dass sich auch mehr um die Privatwirtschaft kümmern soll. Von einer Aufstockung seiner finanziellen oder personellen Mittel ist leider keine Rede.

    DNA-Tests für unter 14-jährige sowie die automatische Kennzeichenerfassung werden abgeschafft. Ob das auch die Mautbrücken meint?

    Dem „demokratisch kontrollierten Verfassungsschutz“ wird weiterhin ein Existenzrecht zugesprochen, wobei dem Trennungsgebot zwischen ihm und der Polizei weiterhin „ein hoher Stellenwert“ zugesprochen wird.

    Ferner will man immerhin die weitere Einführung von SAP-Software im Verwaltungs- und Justizbereich „kritisch überprüfen“. Zum Stichwort „eGovernment“ darf man gespannt sein, was hieraus folgen wird:

    Die E‑Government-Anwendungen für Bürgerinnen und Bürger werden wir verbessern und Beteiligungsmöglichkeiten durch „E‑Partizipation“ schaffen.

    Im Medienabschnitt findet sich der Wille ganz Hessen mit Breitband-Anbindung zu versorgen, bekennt man sich zum Dualismus von Öffentlich-Rechtlichen wie privaten Anbietern und zu „der Schaffung von [ÖR-]Angeboten im Internet“. Was das – angesichts des jüngsten Beschlusses der Ministerpräsidentenkonferenz – genau meint, wird nicht weiter ausgeführt.

    Sehr löblich ist hingegen das Vorhaben das Presserecht so zu ändern, dass Zeitungen und Co im Impressum offen legen müssen, wer jeweils Eigentümer von dem Laden ist.

    Folgende Suchanfragen auf das Dokument führten leider zu keinem Ergebnis: „Freie Software“, „Linux“, „Wahlcomputer“, „Onlinedurchsuchung“. Alles in allem hätte ich schon ein bisschen mehr von einer rot-grünen Regierung erwartet.

    30. Oktober 2008 1
  • : Wahlcomputer sind sicher! Äh, Wahlgeräte!
    Wahlcomputer sind sicher! Äh, Wahlgeräte!

    Heute verhandelt das Bundesverfassungsgericht über die Rechtmäßigkeit von Wahlcomputern. Zumindest liegt darin unser Kritikpunkt: Es handelt sich um Geräte, die elektronisch arbeiten ‑nicht mechanisch. Bislang erlaubt das Gesetz den Einsatz von „Wahlgeräten“. Ein Wahlgerät kann beides sein; mechanisch wie elektronisch.

    Aber darin besteht ein großer Unterschied; habe ich beim „Sezieren“ eines mechanischen Wahlgerätes noch die Möglichkeit physisch nachzuvollziehen, was welcher Hebel bewirkt, so muss ich bei einem Wahlcomputer auf die Analyse virtueller Software vertrauen. Und ob beim Übertragen der Software (vielleicht auch nur wegen des kosmischen Rauschens) ein Bit kippt, ist für mich schlichtweg nicht überprüfbar.

    Nun hat gestern der Vorsitzende des Wahlprüfungsausschusses des Deutschen Bundestages, Carl-Christian Dressel (SPD), über den Parlaments-eigenen Pressedienst HiB seine Stellungnahme verbreiten lassen. Ihre Überschrift lautet: Abstimmung mit Wahlgeräten ist sicher

    Nur wer die HiB-Melden via E‑Mail abonniert hat, kann nachvollziehen, dass 20 Minuten vorher der Titel noch lautete: Abstimmung mit Wahlcomputern ist sicher.

    Tja, kein einfaches Thema, oder Herr Dressel? Solang Sie noch wissen, worum’s geht.

    Ebenfalls wurde gestern ein ausführlicher Bericht des Chaos Computer Clubs zu Wahlcomputern (PDF) veröffentlicht.

    ps.: Inhaltlich will ich da garnicht groß drauf eingehen, beim Überfliegen les ich aber grad: „Von der einfachen Handhabung der elektronischen Wahlgeräte sind besonders ältere Wähler positiv überrascht.“ – vermutlich darüber positiv überrascht, dass man daran denkt ihnen eine Lupe für die viel zu kleine Beschriftung der Felder an den Computer zu hängen *scnr*.

    Als Hintergrund-Informationen passt der mittlerweile zwei Jahre alte Netzpolitik-Podcast mit Andreas Bogk vom Chaos Computer Club ganz gut: Wahlmaschinen hacken.

    28. Oktober 2008 8
  • : Mitschnitt der Anhörung zum BKA-Gesetz
    Mitschnitt der Anhörung zum BKA-Gesetz

    Der Bundestag stellt einen Mitschnitt der sechsstündigen Anhörung zum BKA-Gesetz vom vergangenen Montag im RealVideo-Format für DSL und Modem zur Verfügung.

    Update: Chris hat den Stream mal als *.rm gecaptured und via BitTorrent verfügbar gemacht.

    Weiterlesen:

    Sonst meinte das Web-TV-Team des Bundestags übrigens noch, dass sie sich auch über Feedback hinsichtlich der präferierten elektronischen Darreichungsform ihrer Inhalte freuen. In welchen Formaten hätten wirs denn gern?

    Politisch korrekt wäre wohl OGG/Vorbis, massentauglich aber eher h264 in nem MP4-Container und nen Flash zum Embedden für die Webkiddies. Und die drei bitte sowohl für die Files danach als auch für die Livestreams. Ah – einzelne RSS-Feeds für jeden Ausschuss wärn auch schon.

    Was noch?

    18. September 2008 20
  • : BKA-Gesetz: Anhörung live ausm Bundestag
    BKA-Gesetz: Anhörung live ausm Bundestag

    Noch data-epi-spacing bis data-epi-spacing 16h data-epi-spacing kann data-epi-spacing man data-epi-spacing die data-epi-spacing öffentliche data-epi-spacing Anhörung data-epi-spacing des data-epi-spacing Innenausschuss data-epi-spacing zum data-epi-spacing neuem data-epi-spacing BKA-Gesetz data-epi-spacing auf data-epi-spacing der data-epi-spacing Website data-epi-spacing des data-epi-spacing Deutschen data-epi-spacing Bundestags data-epi-spacing als data-epi-spacing Live-Videostream data-epi-spacing verfolgen. data-epi-spacing

    Einen data-epi-spacing Mitschnitt data-epi-spacing der data-epi-spacing sechsstündigen data-epi-spacing Anhörung data-epi-spacing stellt data-epi-spacing der data-epi-spacing Bundestag data-epi-spacing im data-epi-spacing RealVideo-Format data-epi-spacing für data-epi-spacing DSL data-epi-spacing und data-epi-spacing Modem data-epi-spacing zur data-epi-spacing Verfügung.



    Hier klicken, um den Inhalt von www.bundestag.de anzuzeigen.



    Ich data-epi-spacing hörte, data-epi-spacing dass data-epi-spacing es data-epi-spacing danach data-epi-spacing wohl data-epi-spacing keinen data-epi-spacing Mitschnitt data-epi-spacing auf data-epi-spacing der data-epi-spacing Website data-epi-spacing des data-epi-spacing Bundestags data-epi-spacing geben data-epi-spacing wird data-epi-spacing – data-epi-spacing wenn data-epi-spacing also data-epi-spacing jemand data-epi-spacing selber data-epi-spacing noch data-epi-spacing einen data-epi-spacing Mitschnitt data-epi-spacing anfertigen data-epi-spacing könnte, data-epi-spacing wär data-epi-spacing das data-epi-spacing großartig. data-epi-spacing Quellformat data-epi-spacing ist data-epi-spacing ein data-epi-spacing Adobe data-epi-spacing SWF, data-epi-spacing dass data-epi-spacing scheinbar data-epi-spacing hier data-epi-spacing rausfällt, data-epi-spacing sich data-epi-spacing aber data-epi-spacing zumindest data-epi-spacing mit data-epi-spacing VLC data-epi-spacing nicht data-epi-spacing abspielen data-epi-spacing lässt.

    Spätestens data-epi-spacing ab data-epi-spacing Mittwoch data-epi-spacing wird data-epi-spacing auf data-epi-spacing den data-epi-spacing Seiten data-epi-spacing des data-epi-spacing Bundestages data-epi-spacing auch data-epi-spacing ein data-epi-spacing Mitschnitt data-epi-spacing (als data-epi-spacing RealVideo) data-epi-spacing zur data-epi-spacing Verfügung data-epi-spacing gestellt, data-epi-spacing wie data-epi-spacing uns data-epi-spacing das data-epi-spacing Web-TV-Team data-epi-spacing soeben data-epi-spacing am data-epi-spacing Telefon data-epi-spacing erklärte. data-epi-spacing Man data-epi-spacing ist data-epi-spacing dort data-epi-spacing im data-epi-spacing Übrigen data-epi-spacing auch data-epi-spacing Dankbar data-epi-spacing für data-epi-spacing Hinweise data-epi-spacing und data-epi-spacing Wünsche data-epi-spacing hinsichtlich data-epi-spacing der data-epi-spacing technischen data-epi-spacing Umsetzung data-epi-spacing (Formate!). data-epi-spacing In data-epi-spacing der data-epi-spacing nächsten data-epi-spacing Ausbaustufe data-epi-spacing des data-epi-spacing Projekts data-epi-spacing „Web-TV“ data-epi-spacing möchte data-epi-spacing der data-epi-spacing Bundestag data-epi-spacing die data-epi-spacing Mitschnitte data-epi-spacing dann data-epi-spacing wenigstens data-epi-spacing auch data-epi-spacing als data-epi-spacing Flash-Video data-epi-spacing anbieten.

    Wir data-epi-spacing haben data-epi-spacing auch data-epi-spacing einen data-epi-spacing Blogger data-epi-spacing vor data-epi-spacing Ort, data-epi-spacing der data-epi-spacing anschliessend data-epi-spacing hier data-epi-spacing berichten data-epi-spacing wird.

    15. September 2008 3
  • : Christof Fjellner (MdEP) on Telecoms Package
    Christof Fjellner (MdEP) on Telecoms Package

    Today in Bruxelles we spoke with Christofer Fjellner, Member of the European Parliament for the Swedish Conservative Party, about the telecom-packet; it itends, it actual state and the issues of filtering and netneutrality.

    Hier klicken, um den Inhalt von video.google.com anzuzeigen.

    Besides that he tells us how it feels to discuss – as the second youngest member of parliament – such topics with his older collegues. Thanks for the Interview, Christof!

    (CC-NC-ND licensed. Feel free to embed! Hosted at Google Video.)

    Here is the MP4.

    29. August 2008 7
  • data-epi-spacing data-epi-spacing data-epi-spacing data-epi-spacing data-epi-spacing data-epi-spacing data-epi-spacing data-epi-spacing data-epi-spacing data-epi-spacing data-epi-spacing : data-epi-spacing Kunstaktion data-epi-spacing am data-epi-spacing 12.9.: data-epi-spacing Papierberge data-epi-spacing für data-epi-spacing die data-epi-spacing GEMA data-epi-spacing data-epi-spacing data-epi-spacing data-epi-spacing data-epi-spacing data-epi-spacing data-epi-spacing data-epi-spacing
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    Zur data-epi-spacing Datenschutzerklärung data-epi-spacing von data-epi-spacing YouTube/Google

    Zur data-epi-spacing Datenschutzerklärung data-epi-spacing von data-epi-spacing netzpolitik.org

    Und data-epi-spacing hier data-epi-spacing gibts data-epi-spacing das data-epi-spacing 33 data-epi-spacing Sekunden data-epi-spacing lange data-epi-spacing Stück data-epi-spacing zum data-epi-spacing (leisen) data-epi-spacing Vorhören:

    Hier klicken, um den Inhalt von www.archive.org anzuzeigen.

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  • : Fingerabdruck im Personalausweis nur freiwillig
    Fingerabdruck im Personalausweis nur freiwillig

    Der innenpolitische Sprecher der Unions-Fraktion, Hans-Peter Uhl (CSU) sagte der Neuen Osnabrücker Zeitung heute: „Es läuft darauf hinaus, dass der Bürger selbst entscheiden kann, ob er seine Fingerabdrücke abgibt oder nicht.“ Dieser Kompromiss sei eine Einigung zwischen Schäuble und Zypries, um Protesten aus der SPD-Fraktion entgegen zu treten, so Uhl weiter.

    SPD-Fraktionsvize Fritz Rudolf Körper wird in indirekter Rede zitiert, dass sich so „die Ängste in der Bevölkerung zerstreuen, der Staat wolle Stück für Stück den gläsernen Bürger“.

    Weicht also die „Politik der gefühlten Sicherheit“ etwa der „Politik der gefühlten Paranoia (ggü. dem Staat)“?

    Sehr an Dieter „Vorratsdatenspeicherung-hat-mit-Terrorismusbekämpfung-relativ-wenig-zu-tun“ Wiefelspütz erinnert fühlt man sich beim Lesen des letzten Satzes:

    SPD- Innenexperte Sebastian Edathy argumentierte: «Ein Dokument mit biometrischen Merkmalen wäre für den Bürger teurer als der bisherige Ausweis, brächte aber keinen Sicherheitsgewinn.»

    Und wann wird die Fingerabdruck-Abgabe-Pflicht im Reisepass abgeschafft, Herr Edathy?

    12. Juni 2008 14
  • : RIPE-Meeting diskutiert Vorratsdatenspeicherung mit Wiefelspütz
    RIPE-Meeting diskutiert Vorratsdatenspeicherung mit Wiefelspütz

    Zum Abschluss der RIPE-Tagung in Berlin diskutiert am kommenden Freitag (9. Mai) die Internet Society, German Chapter e.V. zusammen mit Dieter Wiefelspütz (SPD, Innenpolitischer Sprecher), Vertretern des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und Mitgliedern der ISOC über die Vorratsdatenspeicherung sowie die Onlinedurchsuchung.

    Los geht’s ab 14h im Hotel Palace (nahe Gedächtniskirche). Um Anmeldung mit dem Betreff „Anmeldung“ an info@isoc.de wird gebeten.

    Hier die das Tagesprogramm als PDF.

    1. Mai 2008 1
  • : Klassische Hausdurchsuchung online bestellt
    Klassische Hausdurchsuchung online bestellt

    Auf der niedersächsischen „Online-Wache“ trudelte folgende Anzeige für den Landkreis Harburg gegen den 20jährigen „Steffen S.“ ein, wie die Kreiszeitung Wochenblatt am Samstag berichtet:

    Ein gewisser „Little Boy“ hat sich in meinem Forum registriert und geschrieben, Schwarzpulver und Acetonperoxid bei sich zu Hause zu haben. Zudem äußerte er sich in einer radikalen Art und Weise über seinen ehemaligen Lehrer und deutete an, gegen ihn vorgehen zu wollen. Er verlinkte zu seiner Seite www.xplosives.org und veröffentlichte ein Video, dass eine von ihm gezündete Bombe zeigt.

    Mit freundlichen Grüßen,
    www.chemikalien-forum.de

    Die Domain chemikalien-forum.de gibt es nicht. xplosives.org mit entsprechenden Inhalten schon – nur ist sie auf einen Menschen aus Berlin registriert.

    Das scherte den zuständigen Ermittlungsrichter Christoph Haak vom Amtsgericht Tostedt nicht: Er ordnete, so die Wochenzeitung, offenbar allein Aufgrund dieser Anzeige und ohne jede weitere Überprüfung eine Hausdurchsuchung mit 15 Polizisten inklusive Sprengstoffspezialisten in der Kleinstadt Jesteburg an.

    Über den Betroffenen weiß die Zeitung folgendes zu berichten (Quelle):

    Der Abiturient und jetzige Auszubildende zum Fachinformatiker setzt sich in seiner Freizeit durchaus kritisch mit Themen wie Datenschutz und Überwachungsmethoden in Deutschland auseinander, ist Webmaster einer Homepage, auf der Internet-Nutzer darüber kontrovers diskutieren können. Zudem leistet er bei der Hompage www.xplosives.org, die Informationen über Chemikalen zur Verfügung stellt, den technischen Support. War die ganze Aktion also vielleicht nur ein Schuss vor den Bug, um Steffen von höchster Ebene einzuschüchtern?

    Welche Ebene der Autor hier auch immer meint – einen Teil der Ermittlungen hat er hiermit schonmal gemacht. Auf die richterliche Begründung der Durchsuchung bin ich mal gespannt. Die Sachbearbeiterin im Kommissariat machte zu dem Fall erstmal keine Aussage.

    <zyn>Vermutlich muss man jetzt die Möglichkeit nicht-persönlich Anzeigen zustellen zu können mit TOR-Server-Verboten und elektronischen Personalausweisen bewerfen.</zyn>

    22. April 2008 13
  • : Heute in der Uni: „Der fiktive Staat Ozeanien …“
    Heute in der Uni: „Der fiktive Staat Ozeanien …“

    In folgender Sache kam gestern die taz-Autorin Jessica Riccò auf den CCC zu: Informatik-Professor Udo Lipeck der Uni-Hannover bittet seine Studenten im Aufgabenblatt 2 zu einer Datenbank-Vorlesung in Praktischer Informatik das Datenbankmodells eines Überwachungsstaats zu konstruieren.

    Der fiktive Staat Ozeanien möchte die Telekommunikation seiner Bürger überwachen. Zu diesem Zweck soll eine Datenbank anhand der folgenden Anforderungen erstellt werden. […]

    Alle Unterstellungen ignoranten Zynismus vergessen liest sich die Aufklärung dieser kleinen Geschmacklosigkeit heute in der taz doch gleich wie eine Demonstration des Professors für mehr Ethikkurse im Informatikstudium (Das möchte ich nur unterstützen):

    „Wir haben hier in Hannover leider keine begleitende Veranstaltung für den Bereich ‚Informatik und Gesellschaft’, wie es ihn etwa an der Uni Dortmund und der TU Berlin gibt“, sagt der Dozent. Das Institut wolle keineswegs Studenten für halblegale Projekte vereinnahmen. Vielmehr habe er mit der Aufgabenstellung seine Studenten provozieren wollen und prüfen, ob die Aufforderung, am Überwachungsstaat mitzuarbeiten, stillschweigend hingenommen wird. „An vielen Stellen ist es leicht möglich, Datenbanksysteme zu missbrauchen. Darauf wollte ich meine Studenten aufmerksam machen.“
    Natürlich könne man die Entity-Relationship-Modelle auch anders üben, sagt Lipeck noch. Mit dem Tempo, in dem die Hausaufgabe bei der Zeitung gelandet sei, habe er das Ziel der Veranstaltung allerdings erreicht.

    Mangelfinanzierung macht eben erfinderisch. Über Punktabzüge für diejenigen, welche die Aufgabe bearbeitet haben, macht der Artikel keine Aussage.

    22. April 2008 19
  • : Innenministerium will Wanze zurück
    Innenministerium will Wanze zurück

    Da gabs im letzten Jahr ja noch das §129a-Verfahren, wo jemand aus Bad Oldesloh einen GPS-Peilsender an seinem Auto fand. Das zuständige Innenministerium Schleswig-Holsteins will die Wanze nun zurück – oder 2500 Euro.

    Juristisch abgefasst liest sich der Wille des Ministeriums das in der taz nord heute nun so:

    „Der Beklagte behandelt den Peilsender wie eine Fundsache“, empört sich das Kieler LKA. Der Sender sei jedoch „nicht verloren gegangen“, sondern sei „unter der Stoßstange des Wagens der Beklagten versteckt“ worden. Schenk habe erkennen müssen, dass das Gerät „nicht Bestandteil“ seines neu erworbenen Autos war. Erst durch den Ausbau in „verbotener Eigenmacht“ sei dem LKA der Peilsender aus dem Besitz „entzogen“ worden.

    Pikant: Die Anwältin des Betroffenen hatte noch kurz nach Auffinden des Senders alle möglichen Polizeistellen nach möglichen Ermittlungen gefragt, die allseits verneint wurden. Nachdem das BGH den §129a-Faktor aus dem Fall nahm, ist das Anbringen der Wanzen im Nachhinein als unrechtmäßig interpretierbar.

    22. April 2008 10
  • : Webdemo zur Verabschiedung vom Grundgesetz
    Webdemo zur Verabschiedung vom Grundgesetz

    Traueranzeige für das Grundgesetz

    Morgen wird das Grundgesetz verabschiedet. Wir sagen tschüß, mit dieser Traueranzeige des AK Vorratsdatenspeicherung.

    Du kannst Sie als eigenständige Ebene über Dein Blog legen, die jedeR BetrachterIn beim ersten Besuch Deiner Website eingeblendet wird. Dazu musst Du nur irgendwo, etwa in einem Blog-Posting, den hier angegeben Code einfügen. Wer bei so einem großen Bloganbieter wie wordpress.com ist, muss sich leider darauf beschränken wie hier nur das Bild einzubinden.

    Die Vorratsdatenspeicherung wird am morgigen Freitag zwischen 13 und 14 Uhr im Plenum des Bundestages verabschiedet.

    Ruft noch heute Eure Abgeordneten in der Großen Koaltion an und fragt sie, was das soll!

    (Crosspost auf einmachglas.info)

    8. November 2007
  • : 40 Mahnwachen für die Grundrechte (Dienstag, 17 Uhr)
    40 Mahnwachen für die Grundrechte (Dienstag, 17 Uhr)

    In über 40 Städten werden morgen überall in Deutschland zwischen 17h und 19h Mahnwachen zu Ehren des Grundgesetzes stattfinden.

    Wegen der derzeitigen Maßnahmen, die der inneren Sicherheit dienlich sein sollen aber die Freizügigkeit des einzelnen schwächen, demonstrieren Bürgerrechtlicher vor Bundes- und Landeseinrichtungen.

    Bringt Kind, Kegel und Laternen mit nach:

    Beginn ist normalerweise um 17h, solange nicht anders angegeben. Schaut sicherheitshalber auf die jeweilige Wikiseite für genauere Details.

    5. November 2007 11
  • : Nochmal: Fingerabdrücke sind kein Sicherheitsmerkmal
    Nochmal: Fingerabdrücke sind kein Sicherheitsmerkmal

    Angesichts der biometrischen Entwicklung, kram ich mal ein altes Video hervor:

    Fingabdrücke fälschen: Das hat der CCC doch schon mal ganz genau erklärt.

    1. Die heutigen Pässe sind sicherer, als die Rente: In den letzten fünf Jahren gab es sechs Fälschungen. (Laut Bundesregierung!)
    2. Die Verschlüsselung des Funkchips im Reisepass, auf dem Gesichtsbild und Fingerabdrücke drahtlos auslesbar sind, wurde bereits gehackt.
    3. Der Staat muß einer GmbH vertrauen, dass sie die Abdrücke nach der Produktion auch wirklich löscht.
    4. Fingerabdrücke hinterlässt man überall, jeder kann sie duplizieren (siehe Video) und woanders hinterlassen.
    5. Meinen Fingerabdruck habe ich bereits veröffentlicht – jeder kann meine Spuren hinterlassen.
    6. Mein neuer Pass ist auch gültig, wenn der Chip kaputt ist.

    (Dies Crossposting ist auf einmachglas.info auch mit einem kleinen Schreiben an Wolfi versehen.)

    2. November 2007 11
  • : Aktion! Transskript: Philosophisches Quartett mit Schily
    Aktion! Transskript: Philosophisches Quartett mit Schily

    Hier mein Startschuss das gestrige „Philosophische Quartett“ mit Schily und Sloterdijk mal ordentlich zu transskribieren (Video: AVI, 840 MB und als MPEG TS, RAW DVB, 2,8 GB, Release it!, Audio: Mitschnitt, 15 MB, OGG, fast komplett).

    Aktion!!
    Kurz gesagt: Ich schreibs runter, wer sinnvoll die Woche rumkriegen will, korrigiert Tipp‑, Großklein- und später Satzbaufehler in diesem Wiki. Die Mitschrift ist schon fast fertig!

    In dieser Nacht gab es eine tolle Diskussion im philosophischen Quarett des ZDFs. Lasst sie uns aufschreiben.

    Es ging über Bürgerrechte, Freiheit, Sicherheit und so weiter … bei Peter Sloterdijk auf den Sofas saßen nebst Otto Schily auch der schweizer Journalist Frank A. Meyer und Rüdiger Safranski. Mitunter eine sehr heitere Runde. (Welcher Caterer schenkt denen eigentlich den Wein ein?)

    Wir transkribieren die ganze Nummer! Danach kann man die Argumente auch schön formalisieren. Aber erstmal abtippen!

    Das Tippen übernehm ich erstmal – wer auch nen Mitschnitt hat, kann sich ja mal melden und mitmachen – und wer Groß- und Kleinschreibung sowie die Rechtschreibfehler korrigieren mag, ist auf dieser Wikiseite gut aufgehoben.

    update von markus: ich hab den artikel mal neu angelegt, da zu früher stunde einiges zu schnell ging.…

    1. Oktober 2007 22