Teil acht der kleinen Serie „Täglich VDS-Fakten“ behandelt ein weiteres beeindruckendes Beispiel für den Informationsgewinn durch Metadaten. Im Post vom April letzten Jahres geht es um die Ergebnisse eines Projekts von OpenDataCity. Das Unternehmen hatte als Beispiel für die Aussagekraft von Metadaten eine Visualierung der Metadaten des schweizerischen Nationalrats und grünen Fraktionspräsidenten Balthasar Glättli erstellt. Das Ergebnis ist erschreckend und beeindruckend zugleich.
Mit der Visualisierung macht OpenDataCity genau die Gefahren für die Privatsphäre sichtbar, die den Europäischen Gerichtshof bereits Anfang April dazu veranlasst hatten, die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung rückwirkend aufzuheben. Selbst den eifrigsten Befürwortern einer anlasslosen Massenspeicherung in Deutschland wird damit klar vor Augen geführt, wie das Leben eines Menschen mit Hilfe von Verbindungsdaten nahezu lückenlos verfolgt und seine Privatsphäre fast vollständig ausgeforscht werden kann […] Statt [den Stimmen der VDS-Verteidiger] nachzugeben, muss die Bundesregierung dem Grundrechtsschutz deshalb endlich oberste Priorität einräumen und das Vorhaben Vorratsdatenspeicherung ersatzlos beerdigen.
