Das Erfurter Filmkollektiv Filmpiraten wurde von der rechtspopulistischen österreichischen Partei FPÖ verklagt und bittet nun um Spenden, um die Kosten des Prozesses zu tragen.
Grundlage der Anklage ist, dass die FPÖ auf ihrem Youtube-Kanal „FPÖ-TV“ Material der Filmpiraten über den Prozess gegen den Studenten Josef S. in Wien verwendete. Dabei verstieß die Partei jedoch gegen die Creative Commons-Lizenz CC by-nc-sa, welche die eindeutige Nennung der UrheberInnenschaft fordert.
Auf die Unterlassungsaufforderung der Anwältin an die FPÖ reagierte diese mit der jetzigen Klage. Sie werfen den Filmpiraten vor, falsche Behauptungen zu stellen und damit die Meinungsfreiheit der FPÖ zu behindern.
Obwohl die FPÖ-Klage aus Sicht der Filmpiraten-Anwältin wenig Aussicht auf Erfolg hat, so stellt sie doch eine existenzielle Bedrohung für den Verein dar. „Die FPÖ versucht durch die finanzielle Hintertür das Verfahren zu gewinnen und treibt uns in den Ruin“ so der Sprecher Jan Smendek der Filmpiraten.
Da der Verein sich hauptsächlich aus Spenden finanziert, sind die Kosten von 10.000 Euro in erster Instanz nicht zu tragen. Weitere Informationen und Hinweise zu den Spenden finden sich auf der Homepage der Filmpiraten.