Causa Vorbeck in der New York Times: Amerikanischer Hinweis an deutsche Spione deutet auf komplexere Beziehung hin

Die New York Times schreibt in der Printausgabe am 4. Juli: An American Tip to German Spies Points to a More Complex Relationship


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When he appeared before the committee, two days shy of his 64th birthday, Mr. Vorbeck himself was cagey. When Mr. von Notz raised the Bild am Sonntag reports and asked for more detail, the demoted intelligence officer replied that he „did not know much more than what has been in the papers,“ according to a transcript on a live-blog at netzpolitik.org, a website that tracks intelligence matters.

André Hahn, a lawmaker for the opposition Left party, asked Mr. Vorbeck whether he had a good relationship with Mr. Heiss – „at first,“ Mr. Vorbeck answered – and whether he had ever been charged with betraying secrets. „Not then and not now,“ Mr. Vorbeck replied, according to the netzpolitik blog.

Damit wird Aufklärung in der Causa Vorbeck immer dringender. Es mehren sich die Hinweise, dass das Bundeskanzleramt schon zwei Jahre vor Snowden wusste, dass Kanzleramt und Medien (oder beide) von US-Geheimdiensten überwacht werden und keine Konsequenzen gezogen wurden – außer einen Beamten strafzuversetzen.

9 Kommentare
  1. „netzpolitik.org, a website that tracks intelligence matters.“

    Damit müsst ihr nun leben;)

    Überwachte Journalisten. Irgendjemand verwundert? Die werden schon wissen, warum
    sie die Selektorenlisten nicht rausrücken.

    Nebenkriegsschauplatz:
    Spiegel Spionage Geschichte:
    „When SPIEGEL reported extensively on the events surrounding the arrest of three Islamist terrorists in the so-called „Sauerland cell“ in Germany, as well as the roles played by the CIA and the NSA in foiling the group, the US government complained several times about the magazine. In December 2007, US intelligence coordinator Mike McConnell personally raised the issue during a visit to Berlin.“

    http://www.spiegel.de/international/germany/the-nsa-and-american-spies-targeted-spiegel-a-1042023.html

    Die US-Regierung beschwerte sich mehrfach über die Berichterstattung zur Sauerland-Gruppe?
    Warum? Das war doch so eine tolle Erfolgsstory für die deutsch-amerikanische Geheimdienst-Kooperation.

    Oder doch eine konzertierte sting operation?

    https://machtelite.wordpress.com/2015/05/21/die-sauerland-gruppensa-erfolgsstory-oder-geheimdienst-pr/

    Da müsst ihr jetzt ran, als frisch auserkorene Geheimdienst-Experten.

  2. statt sich immer mit eurem „LiveBlog“ selbst in höchsten Tönen zu loben könntet ihr auch mal für eine Verföffentlichung der Protokolle eintreten, aber dann wär ja das tollste Werbezugpferd weg, also lieber nicht

      1. na ich erinnere mich z.B. an diesen Artikel:
        https://netzpolitik.org/2015/wikileaks-stellt-oeffentliche-protokolle-des-nsa-untersuchungsausschusses-online/

        der gefühlt zehmal den leiveblog erwähnt und dass die protokolle ja nichts neues bringen. Dass die öffentlichen Protokolle viel detaillierter sind, besser zu lesen etc. erwähnt ihr nicht. Auch bietet ihr sie nicht „befreit“ an oder verlinkt sie beispielsweise in den alten Liveblogs. Normalerweise würde ich denken, müsste man sich auf diese Protokolle stürzen um zu sehen was da noch zu finden ist und was sich vielleicht sogar unterscheidet wegen eventueller Einflussnahmen von den Zeugen etc.

        So und jetz zeig du mir doch mal, wo ihr alles die Veröffentlichung der offiziellen Protokolle gefordert habt, hält sich meiner Meinung seeehr in Grenzen, vielleicht kannst du mich ja eines besseren belehren.

    1. Es gibt in Kommentaren scheinbar immer welche, denen die Milch noch nicht sauer genug ist. :-/ Das hat, für mich zumindest, immer ‚a Geschmäckle ‚ in Richtung Diskreditierungsversuch, vor allem wenn so offensichtlich falsche Behauptungen aufgestellt werden. Wir sind zum Glück hier weder bei SPON, noch bei BILD.de – es springen also nicht gleich noch Dutzende mit auf diesen Zug auf.

  3. Was für ein dümmlicher Kommentar.
    Netzpolitik macht sich die Mühe, setzt sich in jede Sitzung und maulst hier herum, als ob sie das aus purer Leidenschaft täten. Sag du doch bitte einmal, wann DU die Veröffentlichung der Protokolle forciert und gefordert hast?

    Netzpolitik ist zu Recht nun sogar bei der NYT zitiert. Perfiderweise profitieren ALLE Zeitungen, auch die großen und auch eine angesehene IT-Website von Netzpolitik zumeist OHNE auch nur zu zitieren. Unsägliche, billige Eifersucht, billiger, unredlicher Journalismus der anderen. Netzpolitik macht weiter so, ihr habt einen Glaubwürdigkeitsvorteil, den sich die Leidmedien längst mehrfach verspielt haben.

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