Öffentlichkeit

Unser Vermarktungsdilemma Teil 3 – Spaß mit RSS

In dem Beitrag „Unser Vermarktungsdilemma“ hatte ich vergangene Woche bereits beschrieben, worüber wir uns gerade den Kopf zerbrechen.


Netzpolitik.org ist unabhängig, werbefrei und fast vollständig durch unsere Leserinnen und Leser finanziert.

Wahrscheinlich rund 40% unserer Leserinnen und Leser konsumieren uns im RSS-Feed, der rund 4,5 Millionen mal im Monat abgerufen wird. Das machen wir ja selber auch, RSS ist immer noch mein Lieblingsmedium und dort erfahre ich als erstes, wenn ein neuer Artikel hier erscheint. Allerdings besteht unser Dilemma darin, dass uns die derzeitige Auslieferung eines Full-RSS-Feeds zur Monetarisierung und damit Refinanzierung unserer Arbeit nichts bringt. Außer den freiwilligen Abos in Form von Spenden unserer Leserinnen und Leser, die aber nur zwischen 1-2% der Leserschaft ausmachen.

Jetzt stehen wir vor verschiedenen Möglichkeiten, wie wir mit dem RSS-Feed umgehen, und bevor wir uns für eine entscheiden, freuen wir uns über Euer Feedback.

  1. Einfach den Full-RSS so lassen wie bisher. Kann man machen, löst aber nicht unser Dilemma: 40% der Leserschaft fällt bei Werbung raus, die wir zur Refinanzierung als weitere Säule aber benötigen, weil nur 1-2% sich an den Unkosten beteiligen.
  2. Einfach den Full-RSS lassen und Werbung rein packen. Hier gibt es auch wieder zwei Möglichkeiten: Werbeplätze (Banner oder Text) selbst vermarkten (Kostet Zeit und dann braucht man auch noch Kontakte zu Werbetreibenden) oder an Werbevermarkter auslagern. Letzterer setzt dann wiederum Trackingtools ein, nicht jeder RSS-Reader hat einen Adblocker und viele werden sich sicher deswegen beschweren. Vor allem: Soweit wir das verstanden haben, ist Werbung in RSS-Feeds in Deutschland eher eine Resterampe bei Vermarktern. Weil sonst ja kaum jemand Full-RSS-Feeds anbietet und dann einfach ganz billige Werbung noch zu den abgekürzten RSS-Feeds gepackt wird. Mag sein, dass wir uns irren und nur nicht die richtigen Kontakte haben, aber so überzeugt sind wir davon noch nicht. Aber generell Werbung im Feed unterzubringen steht zur Diskussion.
  3. Was immer wieder vorgeschlagen wird: Wir könnten den RSS-Feed als kostenpflichtigem Mehrwert anbieten. Abonnenten bekommen einen Full-RSS, der Rest nur einen Feed, der z.B. nur die Überschriften sendet, wahlweise mit den ersten hundert Zeichen. Ist nicht unüblich, bei deutschsprachigen Medien ist das eher die Regel. Kann man machen, aber das bedeutet natürlich auch einen Aufwand. Wir müssten mehr Daten unserer Abonnenten verwalten und eine Infrastruktur schaffen, wo individuelle Zugänge zu Feeds gemanaged werden. Weil die Sache sicher nicht einfach so klappt, dass man eine andere URL für den Full-Feed nutzt, weil dann wieder ganz viele damit beschäftigt sein werden, anderen diesen Feed zur Verfügung zu stellen. Und dann können wir es eigentlich auch sein lassen. Abgesehen davon, gibt es WordPress-Seitenprojekte, die genau an solchen Lösungen bereits arbeiten?
  4. Immer wieder gerne vorgeschlagen wird die Möglichkeit, den RSS-Feed einfach zu kürzen. Kann man machen, dann klicken wahrscheinlich mehr Menschen auf diese Webseite. Aber solange wir das Vermarktnugsdilemma in die Richtung nicht gelöst haben, ob wir uns jetzt vermarkten lassen oder uns selbst vermarkten und ob darüber auch ausreichend Werbegeld reinkommt, ist es eigentlich irrelevant, ob uns jemand im Full-RSS-Feed liest oder auf dieser Seite.
  5. Diese Variante lässt sich natürlich auch noch erweitern, indem man einen gekürzten RSS-Feed aussendet und diesen mit Werbung aus der Resterampe (wahlweise Google-Ads) vollpackt. Da schreien dann sicher wieder viele Tracking!, aber die meisten davon haben dann trotzdem den gekürzten Heise-Online-Feed mit derselben Werbung im Feed-Reader.

Bevor wir würfeln oder basisdemokratisch in der Redaktion abstimmen oder den RSS-Feed gleich ganz auf den Müllhaufen der Technikgeschichte werfen, freuen wir uns über Euer Feedback. Was sagt Ihr dazu, welche Lösungsvorschläge habt Ihr? Was haben wir noch nicht bedacht?

Gestern beschrieb ich in dieser Reihe „Unser Vermarktungsdilemma“ in Teil 2, wie bei uns die Säule der freiwilligen Finanzierung funktioniert und wieviele dabei mitmachen.

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71 Kommentare
  1. Lasst die Leute die eine RSS-client am Desktop benutzen, ihn auf die Webseite einstellen, dass somit die Webseite mit Werbung angezeigt wird.
    Dies geht auf jeden Fall beim Thunderbird, dieser holt die Seite des Artikels auf die Plattte mit Werbung

  2. So moderat, wie ihr das bisher mit der Werbung auf der Hauptseite behandelt würde sie mich auch im Feed nicht stören.
    Wie wäre es wenn ihr einfach mal eine Abstimmung unter den Lesern macht, entweder, welchen Weg was Werbung angeht sie bevorzugen würden oder alternativ wo die Schmerzgrenze liegt. Das würde vielleicht ein besseren Überblick geben, da bestimmt nicht jeder sich die Zeit für ausführliche Kommentare nimmt, aber ein kurzes Abhaken von ein oder zwei Feldern wird wohl möglich sein.

  3. Hm, Variante 3 birgt das Risiko, dass viele (die meisten?) der RSS-Nutzer schlicht nicht dafür zahlen würden, und Ihr viele Leser, die Euch ausschließlich via RSS konsumieren, verlieren würdet.

  4. Oder zwei Feeds zur Auswahl anbieten: einen werbefreien gekürzten, der die Leute auf die Webseite lockt, und einen Fullfeed mit Werbebannern (wenn die nicht zappeln, dann stören die eigentlich auch im Feedreader nicht).

    1. Sehe ich auch so. Dann muss man zwar aus dem RSS-Reader raus und auf die Website, aber das ist zumutbar.

      Wenn es genug Leute gibt, die für einen Full-RSS-Feed zahlen wollen, wäre das ja auch ok. Allerdings: wie läuft das mit der Anmeldung? Packen das alle RSS-Reader, ohne dass man jedes Mal ein Passwort eingeben muss?

      1. Aus dem RSS-Reader raus ist doof: Braucht 1. Zeit, die ich nicht habe und 2. eine Internetverbindung, die ich unterwegs auch nicht habe (lohnt sich nicht, hab ja Feeds lokal gespeichert).

        HTTP-Auth oder so was funktioniert übrigens nicht mit allen Tools, da braucht es eine Feed-URL mit Token drin.

  5. Mir ist das egal. Ich nutze Newsblur. Der kann sich auch bei gekürzten feeds die Story anzeigen. Manchmal sieht man dann Werbung, manchmal nicht (Flash und Grafiken eher nicht).

    Tipp:
    Schaut mal bei der Süddeutschen rein. Die haben einen gekürzten Feed mit Werbung.

  6. Ich zahle gerne für Netzpolitik.org. Ich sehe es tatsächlich eher als eine Spende für eine offenere Politik-Berichterstattung an, weniger als ein Zeitungs-Abo. Ich lese netzpolitik.org ausschließlich über RSS. Ich werde aber auch bei einem verkürztem RSS feed meinen Dauerauftrag nicht beenden.

    Da hier aber keine Tests für irgend welche Produkte beschrieben werden, die irgend wie Kaufentscheidungen beinflussen, glaube ich nicht, dass über Werbung viel rein kommen wird. Freue mich aber, wenn ich mich irre ;-)

  7. * ich lese Eure Seite (und viele andre auch) ausschliesslich via RSS.
    * ich befürchte, selbst wenn Ihr da Werbung reinpackt wird die dank request policy im PC-Browser und adaway im Android-Handy nicht angezeigt werden. Werbung akzeptiere ich auch nur als notwendiges Übel, wenn sie bei Euch gehostet ist. Siehe tracking.
    * ich hab derzeit (seit einem Jahr glaub ich) eine flattr-subscription auf netzpolitik.org laufen
    * Wenns hart auf hart kommt würde ich RSS full feed ohne Werbung gegen Abo-Gebühr am besten finden.
    * Seiten, die einen limited feed anbieten werden bei mir zum Abhol-Zeitpunkt von einem daemon zerlegt und die relevanten Inhalte wieder feed-ähnlich eingepackt. Das ist bei TinyTinyRSS das plugin namens FeedMod. Keine Ahnung was die Werbevermarkter daraus machen würden, ob das für die so aussieht als hätte man die Werbung gesehen oder nicht.

    1. Ohne Mist, ich dachte seit einiger Zeit: „Man muss doch eigentlich nur ein Programm entwickeln, dass ein Budget über einen Button auf „Schaffende“ aufteilt und fertig ist das Donation-System. Jetzt lese ich hier „flattr“ und denke: „Mh?“ …. naja da habe ich direkt einen Account erstellt.

  8. Ich stelle einfach mal die These auf, dass die meisten Nutzer, die einen RSS-Feedreader nutzen auch einen Adblocker im Browser installiert haben.

    Werbung im RSS-Feed wäre etwas grausames und würde den Zweck des Ganzen ziemlich fragwürdig aussehen lassen.
    Jetzt frage ich mich schon, warum ihr z.B. den Flattr-Button in den RSS-Feed einbaut. Solche Buttons gehören auf Webseiten, aber nicht auf minimale Feeds, in denen Stylesheets meistens alles nur kaputt machen.
    Werbung hingegen lenkt mich persönlich vom Inhalt ab und somit blockiere ich die Werbung entweder oder zeige der entsprechenden Nachrichtenquelle die kalte Schulter – es sind viele Fische im Meer. Da mir kein Feedreader mit Adblocker bekannt ist, müsste ich dann entweder einen extra Proxy laufen lassen, der Werbeinhalte filtert ODER euch entfernen. Worauf dies hinausläuft, sollte klar werden..

    Wenn ihr den RSS-Feed kostenpflichtig anbietet, würde dies doch ziemlich nach Zwei-Klassen-Web aussehen, oder? Netzneutralität, anyone?

    Ihr könnt liebend gerne die Inhalte der Feeds kürzen. Ich lese diese im News-Reader meistens nur minimal an und öffne es dann sowieso im Browser. Gefällt mir lieber.
    Jedoch verzichte ich dort ebenfalls auf Werbung und dafür habe ich euch auch schon das eine oder andere Mal ein paar Bitcoinstücke gesendet.

    Was man schlussendlich machen soll? Keine Ahnung, aber vergewaltigt doch bitte nicht den armen RSS-Feed.

    P.S.: Scheinbar gibt es jetzt auch schon Probleme mit eurem RSS, welches manche Aggregatoren ankotzt: https://schwerdtfegr.wordpress.com/2014/03/03/hej-netzpolitik-org/

    1. Jetzt frage ich mich schon, warum ihr z.B. den Flattr-Button in den RSS-Feed einbaut. Solche Buttons gehören auf Webseiten, aber nicht auf minimale Feeds, in denen Stylesheets meistens alles nur kaputt machen.

      Es gab seinerzeit während des Flattr-Hypes einige Nachfragen, genau dies zu machen, damit man ohne Medienbruch im RSS-Reader flattern kann.

      Wenn ihr den RSS-Feed kostenpflichtig anbietet, würde dies doch ziemlich nach Zwei-Klassen-Web aussehen, oder? Netzneutralität, anyone?

      Was hat das nochmal mit Netzneutralität zu tun? Verletzte Heise.de die Netzneutralität, nur weil sie Dir keinen Full-Feed anbieten.

      P.S.: Scheinbar gibt es jetzt auch schon Probleme mit eurem RSS, welches manche Aggregatoren ankotzt: https://schwerdtfegr.wordpress.com/2014/03/03/hej-netzpolitik-org/

      Es gab Probleme mit einem Plugin, was leider nicht mehr maintained wird, und was wir dank dieses Hinweises erstmal ausgeschaltet haben.

  9. Ich bin absolut kein Freund von Werbung, daher bin ich auch ueberall mit dem Adblocker unterwegs. Auf der anderen Seite ist mir klar das ihr nicht alleine von Luft unserer Liebe ueberleben und schreiben koennt, deswegen spende ich per Dauerauftrag.

    Offensichtlich bin ich als regelmaessiger Spender in der Minderheit und kann verstehen wenn ihr nicht fuer 0,x % der Leser ne Extrawurst programmieren wollt/koennt, gesagt haben moechte ich es aber trotzdem mal.

    Vielleicht aber trotzdem noch als Anregung: Sollte es nicht moeglich sein in einem CMS Artikel an zwei Stellen zu veroeffentlichen? Die eine ohne Login mit Werbung, die andere fuer „Bezahler“ ohne Werbung? Man muss das Rad ja auch nicht neu erfinden, Loesungen gibt es dafuer bestimmt (sag ich jetzt einfach mal in meinem jugendlichen Leichtsinn :P)

    Gruss

  10. Ich bin stark für Variante 3. Das funktioniert schon, mit dem separaten Feed, der einfach eine andere URL hat und nicht auf eurer Seite veröffentlicht wird. Ich denke, dass nur wenige aktiv nach einem „geleakten“ Full-RSS Link suchen, schließlich geht es doch darum, Euch zu unterstützen.
    Ich kenne das schon von der Unfliter-Show von Jupiterbroadcasting.
    Da gibt’s einen Link zum RSS der erweiterten „Supporters Show“ in der wöchentlichen e-Mail, die alle Abonnenten bekommen. Die wenigsten Leute verbreiten den Link, weil sie ja dafür bezahlt haben und möchten, dass auch Andere dafür bezahlen und die Macher unterstützen. Das funktioniert so gut, dass die auf Werbung komplett verzichten (um unabhängig zu bleiben) und aktuell ca 350 Abonnenten haben.

    Außerdem könntet Ihr zählen, wie viele Abonnenten Ihr habt und wie viele den Full-RSS nutzen und falls die Zahlen zu stark von einander abweichen, die URL einmal alle 6 Monate oder so erneuern und den Abonnenten den neuen Link mailen.

    1. Das ist ja praktisch, daß da jemand schon genau das geschrieben hat, was ich schreiben wollte. Spart Arbeit :-)

      (Und einen Dauerauftrag hab ich heute auch eingerichtet!)

  11. Ich hoffe sehr, dass es für Euch eine andere Lösung gibt, als den Feed mit Werbung auszuliefern. Ich mag absolut keine Werbung in reinen Informationsmedien (als ein solches stufe ich Netzpolitik momentan ein) und würde bei Anzeigen im Feed vermutlich ein kleines Skript schreiben, welches die Werbung entfernt, und dann dieses Skript anstatt eures Feeds abonnieren.

  12. Ich bin kein Fachmann und kann daher auch nicht sagen was der Aufwand wäre, aber was wäre denn, wenn man parallel zum RSS eine eigene App erstellt?

    Viele Menschen haben inzwischen Smartphones und Tablets, sprich eine große Menge an Lesern kann erreicht werden.
    In der App könnte dann eine angepasste Webseite dargestellt werden, mit Werbung oben oder unten. (als Nutzer bevorzuge ich unten)
    Und wer eine werbefreie App haben möchte, kann sich die kostenpflichtige runterladen, was dann einer Einmalspende gleichkommt.

    Außerdem kann man in die App doch dezente und SELTENE pushnachrichten einbauen ala: „um unabhängig zu bleiben und weiterhin gut recherchierte Beiträge anzubieten, würden wir uns über eine kleine Spende freuen“.

    wie gesagt, ich bin kein Fachmann. Aber ich bin ein großer Fan von netzpolitik. ;)

      1. Was ist mit anderen Plattformen, bzw. einer werbefinanzierten Gratisversion? Wenn Werbung in einer App ist, bekommt ihr dann nicht regelmäßiger ein bisschen rein?

    1. Würde ich dann wahrscheinlich auch machen.

      Bei humblebundle bekommt man auch nicht Kopierschutz geschütze Spiele und trotzdem gibt es noch genug die zahlen. Von daher wäre ich für einen Pay What You Want RSS-feed

  13. Fuer mich liest sich die ganze Debatte nach einem ganz anderen Thema.

    Netzpolitik hat unentgeltlich angefangen, und es geht nun darum zu entscheiden, ob und wie die Seite kommerziell werden und wachsen kann.

    Die Frage ist also, welche Dienste will man weiterhin kostenlos anbieten, und welche nicht.
    Sobald das geklaert ist, kann man sich Gedanken zur Abrechnung machen.

    Und die Unsicherheit welche man in den Postings dann heraus liest, ist: Wird es genung zahlende Kunden geben?

    lg

  14. Hallo,

    euer Dilemma besteht nicht nur darin das die Mehrheit Werbung ablehnt, aus den vielfältigsten Gründen, sondern buhlt Ihr auch um die begrenzten Mittel der User. Tausende von Websites, Blogs, OpenSouce Projekte oder was auch immer bitten um Spenden (flattr, Paypal usw) und die Zahl wächst. Crowdfounding hat erstmals die 1 Mrd € überschritten. Doch jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden.

    Ihr habt Erfahrung mit Paywalls gemacht und die Einnahmen stiegen. Die User sind also bereit zu zahlen. Warum gehen die Einnahmen nach der Abschaltung der Paywall wieder zurück? Einfach: Bequemlichkeit. Man hat den Artikel gelesen und klickt zum nächsten Artikel oder auf die nächsten Website und das „ich wollte doch noch flattrn…“ ist vergessen oder zwischen den anderen Aktivitäten untergegangen. Die Aufmerksamkeitsspanne ist im allgemeinen nicht besonders hoch.

    Man wird es nie allen recht machen können, ob jetzt mit Werbung oder einer Paywall. Richtet die Paywall wieder ein, bietet Mehrwertdienste (E-Books usw) an und viel wichtiger: geht raus aus dem Web und startet Events wie Spendenpartys, so bekommt Ihr auch jene die Online-Zahlungen nicht mögen oder misstrauen. Über solche „PR-Partys“ erweitert Ihr euren Bekanntheitsgrad und somit eventuelle Mehreinnahmen. Natürlich ist das Ganze mit Mehraufwand und Kosten verbunden und niemand kann für einen Erfolg garantieren. Bei vernünftiger Vorbereitung und Kalkulation lassen sich die Risiken aber minimieren.

    Kurz Gesagt:
    Ihr steht in Konkurrenz zu unzähligen Projekte die gefördert werden wollen und die finanziellen Mittel der User nehmen kontinuierlich ab. Viele gute und wichtige Projekte sind verschwunden und es werden weitere folgen.

    Lee


    1. und viel wichtiger: geht raus aus dem Web und startet Events wie Spendenpartys, so bekommt Ihr auch jene die Online-Zahlungen nicht mögen oder misstrauen.

      Ich mag zum Beispiel ungern permanente Abbuchungen;
      kann sein, ich habe eine Zeit lang garkeine Zeit, die Artikel zu lesen, aber die Abbuchung läuft weiter…
      …oder: es gibt auch noch andere Seiten, die ich unterstützen will… also allerlei permanente Abbuchungen.
      Wenn dann mal der Job Weg ist, muss ich das alles wieder canceln. Da bin ich auch einfach zu faul, was diese Bürokratie angeht.

      Andereresits: bei so einem Live-Event würde ich dann auch mal den Geldbeutel raus holen und – „man gönnt sich ja sonst nichts“ – auch gerne mal eine „Einmalspende“ machen (und beim nächsten Event auch nochmals).

      Dann habe ich die Kontrolle, wann ich was geben will.
      Ob ich zu einem Konzert gehe oder Essen gehe – da geht das Geld auch raus. Also würde ich bei so einem Event (als Spende…. oder Bezahlung gegen Eintritt, falls der Eintrittspreis nicht zu happig ist) auch gerne was zahlen.

      Den Vorschlag finde ich daher super.
      Und da ich ohnehin immer vor dem Rechner hocke,
      wäre das auch mal ein guter Anlaß, mal echte Menschen im RealLife zu erleben ;-)

  15. Also wenn ihr schon vermarkten müsst, dann in Gottes Namen Variante 2 oder 4. Mein RSS-Reader (QuiteRSS) hat seit neuestem einen Adblocker, kA ob der auch funktioniert. Bei Variante 4 kann ich aber nicht versprechen, ob ich eure Artikel auch in Zukunft noch komplett lesen, denn den Weg aus dem Feeder und in den Browser gehe ich ehrlich gesagt nur selten.


    1. Bei Variante 4 kann ich aber nicht versprechen, ob ich eure Artikel auch in Zukunft noch komplett lesen, denn den Weg aus dem Feeder und in den Browser gehe ich ehrlich gesagt nur selten.

      Ist ja auch nicht notwendig, wenn ohnehin alles komplett im Feed steht….

  16. Werbung im Feed würde mich mehr als eine Kürzung stören. Solange die Webseite nicht unter der Werbung verschwindet kann ich auch nach Anlesen im Feed auf die Webseite wechseln.

  17. Ihr könntet euch den Aufwand mit der Benutzerverwaltung eines Pay-RSS auch sparen und diesen einfach zahlenden Kunden so zur Verfügung stellen. Wer sich einen „geleakten“ RSS-Link besorgt, würde sich wohl eh nicht zu den zahlenden Kunden gesellen.

    Ansonsten halte ich von Werbung im RSS-Feed nichts – im RSS-Reader ist der Adblocker schon wegen einiger anderer Feeds an und dann liefert ihr zwar Werbung aus, ich blocke sie dann aber.

  18. Wenn der feed gekürzt wird oder im feed Werbung eingeblendet wird werde ich glaube ich auf kurz oder lang aufhören ihn zu abonnieren. Ich öffne manche Artikel im Browser und flattr die, die mir gefallen. Wenn der feed nicht mehr bei mir im Reader drin ist würde euch dieses Einkommen also fehlen. Ich vermute ich wäre da nicht der einzige. [Der flattr button im feed kann übrigens weg, da er in den clients die ich benutze eh nicht richtig funktioniert und einfach nicht da rein gehört]

  19. Wie wärs damit: RSS Feed kürzen. Sponsoren können dann Monatsweise den Full-RSS Feed sponsoren, so wie z.B. Daring Fireball das macht. Alternativ kann man sich den Full-RSS Feed auch crowdfunden lassen. Oder eine Konbination aus beidem.

  20. Ich bin nach wie vor für den bezahlten Fulltext-RSS. Man hätte das Gefühl etwas für sein Geld zu bekommen (was bei einer Spende viel weniger unmittelbar ist). Und ganz ehrlich, die Leute die euren Feed „raubkopieren“ würden hätten ohnehin nichts dafür bezahlt.

    Eine separate App werde ich mir nicht antun, ich verwende RSS gerade *weil* ich diese Fragmentierung in einzelne Apps und derlei Geschiss hasse. Ebenso lege ich keinen Wert auf Snippets, die womöglich noch die ersten x Zeichen des Artikels sind statt einer Zusammenfassung oder so.

    Ich muss ganz ehrlich sagen dass mir Netzpolitik gerade wichtig genug ist mich darüber aufwandslos zu informieren. Daher bin bin wahrscheinlich einer der ersten die abspringen wenn der Feed verkrüppelt wird, ohne Möglichkeit ihn (gegen Geld) zu reparieren.

    1. Und weil ich’s vergessen habe anderswo zu sagen: Wenn ihr euch wundert dass euer Buch sehr oft runtergeladen wurde aber keine Sau etwas gespendet hat, ist das vielleicht ein Zeichen dass man nächstes Mal 99 Cent dafür verlangen könnte (mit der Option, mehr zu zahlen).

      1. Ja, aber das löst leider immer noch nicht das 30% Problem der VErmittlungsgebühr. So gerne ich solche Modelle mehr ausprobieren würde, so uncool finde ich es, nur wegen der einfachen Transaktionsmöglichkeit diese 30% teilen zu müssen.

      2. Wollen die denn *immer* 30% haben, oder wird das weniger wenn die Geldsumme größer wird?
        Und klar, ihr müsst euch überlegen was ihr als Minimum haben wollt. 1.29 sieht immer noch nicht viel bedrohlicher aus als 0.99…

  21. Ganz klar: Lösung Nr. 4

    Ich spreche jetzt nur für mich, aber ich habe nicht die Zeit, mich täglich auf allen Webseiten mehrmals täglich über Neuigkeiten oder Updates zu informieren. Dafür habe ich schließlich einen RSS-Reader, der für mich die aktuellen Meldungen einsammelt und anzeigt. Nachrichten- oder politische Seiten, die kein RSS anbieten, klicke ich oftmals weniger als einmal per Woche an.

    Wenn mich aber ein Beitrag interessiert, dann lese ich ihn mir direkt auf der im Browser geöffneten Seite durch, der RSS-Reader erfüllt also nur die Funktion einer „Schlagzeilen-Sammlung“. Insofern bräuchte es keinen Full-Text im RSS, ein einfacher Hinweis „Es gibt da was neues zu dem und dem Thema / Überschrift“ wäre meiner Meinung nach die beste Lösung, bei der ihr keine Leser verprellt und evtl. mehr Seitenaufrufe generieren könnt.

  22. Ich vermute, selbst wenn ihr es schafft, dass – wie auch immer – mehr Leser Werbung sehen, wird das langfristig gar nichts bringen. Solange wie daraus nicht wirklich Umsatz beim Werbenden generiert wird, bleibt keiner der wirbt lange dabei. Es hilft also nicht, nur die Anzeige zu sehen oder mit guten Willen zu klicken – es muss auch gekauft werden.

    Wenn also die Masse der Leser hier nie „kauft“, bleiben eigentlich nur „Spenden“ über. Das kann ja durchaus eine Firma sein, die trotzdem bucht und sich von Anfang an bewusst ist, dass es sich nur um eine Spende handelt, weil praktisch kein Umsatz darüber generiert wird. Aber die sind schwer zu finden – bleibt der Leser selbst, der schließlich auch der „Profiteur“ der Seite ist.

    1. Das sehe ich ähnlich und füge noch hinzu: Bei längeren Beiträgen springe ich ohnehin aus dem Reader auf die Website und spätestens, wenn ich kommentiere, bin ich hier.

      Bisher habe ich in dieser Debatte noch keinen Senf abgegeben, auch wenn ich sie schon lange hier auf netzpolitik.org verfolge. Sie ist ja nicht neu, sondern die Finanzierungsfrage kommt nach meinem Gefühl schon seit langem immer wieder.

      Was mich dabei wundert ist, dass relativ offensichtlich ist, dass sich das Blog nicht durch Werbebanner in Text und Bild finanzieren lässt und trotzdem immer wieder darüber nachgedacht wird. Daran scheitern im Moment auch die großen Medienhäuser und sind auf der Suche nach anderen/neuen Modellen. Warum schüttelt netzpolitik.org den Gedanken nicht endlich ab, dass sich das Projekt mit konventioneller Werbung finanzieren lässt?

      Es ist natürlich großer Mist, dass das mit diesem Finanzierungsweg nicht funktioniert, aber dann bringt es aus meiner Sicht auch wenig, den noch auszuweiten oder das RSS-Feed zu sperren, weil dort die Werbung nicht gesehen wird.

      Schaut mal da hin. Bei den meisten Blogs kommt nur ein Bruchteil der Einnahmen aus Text-Anzeigen. Vielleicht sind da auch gleich ein, zwei Ideen für die Redaktion dabei? Oder ihr denkt mal darüber nach Geld über YouTube (mehr) zu verdienen (vielleicht habt ihr da schon Erfahrungen von Jung&Naiv)? Oder ihr bietet Ref-Links zu allen großen Onlinehändlern (z.B. auch durch mehr Buchbesprechungen etc.)? Oder es steht am Ende die Erkenntnis, dass sich netzpolitik.org einfach durch Werbung und Spenden nicht finanzieren lässt und weiterhin die Arbeit für „die gute Sache“ von den Autoren und newthinkig querfinanziert werden muss.

      Bitte nicht falsch verstehen: Ich schätze sehr eure Arbeit (!) hier, aber ich glaube mit dem ständigen Kreisen um die richtige Finanzierung durch konventionelle Werbung, gehts leider auch nicht weiter.

  23. Irgendwie ergibt der Artikel für mich wenig Sinn. Als erstes wird erklärt das RSS ein Problem darstelle weil 40% der Leser nur den Full-RSS-Feed lesen würden, und nicht auf der Webseite gehen und die Werbung sehen.

    Eine Frage die man nebenbei stellen kann ist für mich eher wie man überhaupt die Statistik erhebt das es 40% sind. Aber gut das mal beiseite gestoßen ist das Problem. Full-RSS und da sieht man keine Werbung.

    Und später bei Punk 4 wird dann gesagt: „… , ist es eigentlich irrelevant, ob uns jemand im Full-RSS-Feed liest oder auf dieser Seite.“

    Okay, wenn es anscheint irrelevant ist das ihr im RSS-Feed gelesen werdet da ihr euch ohnehin nicht vermarktet wie kann dann der Full-RSS-Feed ein Problem darstellen?

    Dann würde ich doch eher sagen das ihr derzeit ein Problem mit der vermarktung habt. Ihr müsst also wenn überhaupt erstmal das hier klären:

    „Aber solange wir das Vermarktnugsdilemma in die Richtung nicht gelöst haben, ob wir uns jetzt vermarkten lassen oder uns selbst vermarkten und ob darüber auch ausreichend Werbegeld reinkommt,“

    Nicht ob ihr ein Full-RSS-Feed anbietet oder nicht.

    Die Idee überhaupt kein RSS-Feed anzubieten halte ich nebenbei aber für volkommen „dämlich“. Ich nutze Hauptsächlich RSS um im Bilde zu sein wo es neue News gibt. Ich selbe lese so gut wie nichts im RSS-Feed sondern wechsle immer zu den Seiten. Das gilt auch für Netzpolitik und auch für Netzpolitik habe ich den Werbeblocker ausgeschaltet. Daher auch irgendwie die Frage woher ihr sicher seit das euch 40% der Benutzer im RSS Feed kein Geld erbringt. Oder ist das einfach nur ein Bauchgefühl?

    Würde der RSS-Feed ganz wegfallen würde ich eher gar nicht mehr hier vorbei schauen, da ich keine webseiten manuell aufrufe um dort zu schauen ob es neuigkeiten gibt.

    Mit einem gekürzten RSS-Feed hätte ich auch keine Probleme. Wie die meisten Aussagen die ich hier bisher gefunden habe lese auch ich meist nur die Überschrift oder die ersten paar Zeilen um zu entscheiden ob ich den ganzen Artikel lesen möchte oder nicht. Und dann öffne ich den Artikel auch direkt in einem eigenem Browser-Tab.

    1. Die Stats sind sowohl aus piwik und awstats ermittelt. März, zum Beispiel:

      520011 Aufrufe/Ansichten aus 1267766 Ansichten (alle aus dem ‚Top 10‘)

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      /feed/atom/ 15937
      /category/podcast/feed/ 5376

      also, 41%

      1. Sorry, aber das ist eine hanebüchene Rechnung, denn i.A. rufen feedreader, insb. aber Aggregatoren, was wohl das Gros ausmachen dürfte, den feed recht häufig ab, ca. aller 1-6h. So oft klickt aber niemand.

      2. 41% was? Woher willst du Wissen das jemand der den RSS-Feed abruft auch definitiv nicht zur Seite wechselt?

        Ich selber wechsle immer zur Seite trotz Full-RSS Feed, und wenn ich hier die Aussagen von einigen lese dann handhaben das auch eine menge anderer Leute so.

  24. Also für mich klingt 2,3 und 4 okay.
    Bei 3. würde mich interessieren was ihr euch für ein RSS abo verlangen würdet. :)

    Über 1. will ich gar nicht reden, geht ja um eure Finanzierung.

  25. Wenn ihr das tödliche Halbwissen jung & naiv weglassen würdet wäre ich auch bereit etwas mehr zu zahlen ;)

    Ich finde eure Seite fast immer perfekt und es sind höchstens Kleinigkeiten die einen stören, aber dieser jung & naiv Kram regt mich jedes mal bis zum erbrechen auf. Was da immer für ein Müll geredet wird. Darüber hinaus habe ich in der Zeit in der das Video läuft mehr gelesen und die wahren Fakten gefunden (Habe es schon getestet). Für mich wirkt jung & naiv wie für RTL Gucker die nen Alibi für politisches Themeninteresse brauchen oder wie auch immer man das formulieren mag.

    1. Ach und das eine Kommentar scheint verschwunden zu sein.

      Ich bin für Lösung zwei. Die für mich einzig vertretbare. Bei den anderen Lösungen würde ich fern bleiben. Habe alle RSS Feeds die nur 5 Zeilen oder so des Artikels zeigen gelöscht. Ich brauch doch keinen RSS Reader wenn ich dann doch auf die Seite springen muss. Aus meiner Sicht Missbrauch des RSS. Der dient ja dann nur wie ein aktualisiertes Werbebanner. Wofür wird denn das Geld benötigt? Ich weiss es gab mal so ne Auflistung, aber die anderen Blogs die ich lese haben meistens nichtmals einen Spendenbutton und übermässig viel Werbung finde ich dort auch nicht :/

      Einige davon bloggen/posten weitaus mehr und detaillierter (jedoch zu anderen Themen) als ihr hier.

      Versteht mich nicht falsch, das ist kein Vorwurf oder ne Unterstellung, ich will es nur nachvollziehen. Da ich selbst mal einen Blog hatte weiss ich dass manche Sachen viel Aufwand bedeuten, aber ich wäre als ich den Blog noch mitgeführt hatte, nie auf die Idee gekommen Geld dafür anzunehmen oder zu verlangen. So Aufklärung sollte man doch gerade der Aufklärung willen betreiben.

      Bloggt ihr nur und habt keine Jobs? Wie gesagt auch hier keine Unterstellung oder böse Gedanken ;)

  26. Keine Werbung wäre die beste Variante.

    Bevor ihr euch die Arbeit macht die Werbung selbst zu vermarkten schafft lieber einen kostenpflichtigen Dienst. Der RSS-Feed muss wegen den mobilen Lesern full bleiben! Unbedingt.

    Alternativ: App für alle Betriebssysteme mit Premium-Login + gekürzter RSS-Feed.

  27. Ich finde die Option gekürzter RSS am Besten. Nehmt’s mir nicht übel, aber oft sind mir Eure Artikel zu lang und nicht alles interessiert mich. Eine kurze Zusammenfassung würde mich persönlich bei Themen, die mich dann wirklich interessieren direkt zum Klick auf die Webseite „verleiten“. Und ich schalte auch gerne ABP bei euch ab :)

    Gegen ein Nag-Banner „Hey, du benutzt AdBlock und verschwierigst damit unsere Finanzierung“ hätte ich eigentlich auch nichts einzuwenden (sofern es nicht vom Content ablenkt).

  28. Hallo,

    auch ich bin ein reiner RSS-Feed-Leser, da ich häufig offline lese. Die Seite besuche ich fast nur, wenn ich einen Link weiter geben will.

    Gegen Werbung im Feed hätte ich nichts, allerdings wäre ich auch keiner, der die Werbung beachtet, wenn auch nicht blockt. Somit wäre das im Ganzen betrachtet keine Lösung.

    Obwohl ich nicht alle Artikel (vollständig) lese, würde ich gerne spenden, da ich eure Arbeit für richtig und wichtig halte. Momentan ist mir dies nicht möglich, was doof klingen mag.

    Ich würde auch die Seite aufsuchen, wenn es nur noch gekürzte Feeds geben würde. Adblocker habe ich da nicht aktiv, aber auch wenn ich dort Werbung sehen würde, werde ich kein potentieller Käufer.

    Danke für die offene Erarbeitung einer Lösung.

  29. Adblocker Nutzungsspende/lizenz in limitierer Auflage von 1000 Stück zu einem spendablem Preis anbieten. Hochwertiges Shirt per Digitaldruck mit Seriennummer versehenes Unikat. Build-to-order ;)
    Für einen höheren Preis kann man sich Wunschnummern nach ‚reservieren‘, später werden die Nummern zufällig aus dem Pool vergeben.

    Spendenstaffel ermöglicht Auswahl unterschiedlicher Produkte:
    Mütze,Shirt, Longsleve, Hoody, Superhoody, whatever
    oder auch unterschiedlichen ‚Laufzeiten‘.

    Die Obsidian-Edition wird bestimmt stolz bei den nächsten Veranstaltungen präsentiert.

    phile grüße
    ps: ich hätte gern schon mal die #0242 reserviert

  30. Bitte keine Werbung im Feed!

    Würde aber auch reichen, im Feed nur die Abstracts bzw. Unterüberschriften zu haben…aber ooops, habt Ihr ja garkeine.
    Solltet Ihr vielleicht mal einbauen…

    Jedenfalls lese ich oftmals doch mit dem Browser, weil’s
    optisch mit dem Schriftsatz besser kommt (obwohl ansonsten Konsole-Fan).

    Wenn dann da Werbung zu sehen ist, die nicht den Großteil der Seite einnimmt, sondern am Seitenrand zu sehen ist, und wenn das nicht blinkt (oder gar Geräusche macht?!), wie bei allerlei anderen Seiten, dann ist das IMHO ok.
    Werbung kann ja manchmal auch interessant sein,
    gelegentlich ist’s ja auch was es Neues, was man anders nicht so ohne weiteres gefunden hätte. Ein bischen das Zufalls-Element sozusagen.

    Nur vom Text ablenken sollte es nicht!
    Und die Werbung sollte thematisch zum Blog passen, sonst kann es sogar eher ärgerlich werden.

    Ich brauche im RSS-Feed jedenfalls knappe Information:
    Überschrift, Abstract/Unterüberschrift und Link auf die Artikelseite.
    Wenn ich dann mal nach Infos suche in den Feeds, und allerlei Werbung auftauchen würde, wäre das Medium – oder zumindest der Feed, der Werbung drin hat – für mich gestorben.

    Werbung auf den Webseiten kann ich lesen oder ignorieren.
    Aber eine Suchbegriff-Recherche auf dem RSS-Feed soll mir eindeutig NUR nützliche ON-TOPIC Information rausgeben.

  31. Ich lese euch über euren RSS Feed und spende jedes Monat was mit Flattr, aber keine Werbung in den Feed wixxen. >.<

    Am besten lasst alles so wies ist.

  32. Was sagt denn die allseits beliebte ;-) Wikipedia zu RSS?


    RSS (engl. ursprünglich Rich Site Summary, später Really Simple Syndication) ist eine seit dem Anfang des Jahres 2000 kontinuierlich weiterentwickelte Familie von Formaten für die einfache und strukturierte Veröffentlichung von Änderungen auf Websites (z. B. News-Seiten, Blogs, Audio-/Video-Logs etc.) in einem standardisierten Format (XML).
    (…)
    Ein RSS-Channel versorgt den Adressaten oft, ähnlich einem Nachrichtenticker, mit kurzen Informationsblöcken, die aus einer Schlagzeile mit kurzem Textanriss und einem Link zur Originalseite bestehen.

    Soweit so gut.

    Weiter im Text:

    (…)Zunehmend werden aber auch komplette Inhalte klassischer Webangebote ergänzend als Volltext-RSS bereitgestellt. (…)

    Ja, so eine neue Mode halt…

    …wahrscheinlich gibt’s auch bald die pdf’s im RSS-Feed,
    und die mp3’s und „ach, schick mir das Video doch per RSS!“

  33. Ich lese Euch schon lange und auch meistens über den RSS-Feed, um schnell über neue Arttikel informiert zu werden.
    Die Idee vom kostenpflichtigen Full-Feed finde ich sehr gut! Zum einen kann jeder über einen gekürzten Feed noch informiert werden und muss zum Lesen auf eure Seite und jeder, der den vollen Feed hat, zahlt eine monatliche/jährliche Gebühr.
    Damit ist das Gefühl „Ich gebe was ab und ich merke Vorteile“ auch da, was auch eher zum Spenden anregt ;)

  34. RSS belassen u nicht killen. Wer viel oder fast ausschließlich mit mobilen Readern wir feedly.com unterwegs ist, ist darauf angewiesen!
    Ob Full oder nur Überschrift ist egal aber bitte ohne Werbung. Klickt/ tippt keiner drauf u nervt nur!
    Dann lieber ein Abo oder eine Bezahlschranke wenn man den vollen Artikel lesen will. So wie bei der taz z. B.?

  35. Ich sitze 90min täglich im RE so gut wie ohne Internetverbindung und rege mich jetzt schon auf, dass es kaum möglich ist, diese Zeit für den Feedreader zu nutzen, weil fast alle Feeds gekürzt sind.
    Von Portalen, die nur gekürzte Feeds anbieten, lese ich in der Regel nur die Überschrift, manchmal nehme ich einige Tabs im Browser mit. Ärgerlicherweise aktualisiert der sich gerne beim Aufruf, deswegen ist das keine Lösung im großen Maßstab.
    Es wäre schade, wenn das bei netzpolitik.org auch so wäre, ich würde sicher weniger lesen. Und das ohnehin mit Adblocker.

    Eine kleine Anekdote noch: Nach meinem Kirchenaustritt habe ich die Feeds von Amnesty und Human Rights Watch abonniert um zu schauen, wer ein Teil von meinem eingesparten Geld bekommen könnte. Aber – Überraschung! – die Feeds sind alle gekürzt, ich habe kaum einen Artikel gelesen. Ich finde das befremdlich, wenn Organisationen, die vor allem mit der Öffentlichkeit funktionieren, die Möglichkeiten für die geneigten Leser so einschränken. Geld bekommt jetzt keine von diesen Organisationen. (Ihr schon!)

    Bitte lasst mir den Full Feed! Was soll ich sonst so lange im Zug machen?

  36. Oh, und noch ein Nachtrag: Wurde schon genannt, ist mir aber auch wichtig:

    Der Feedreader ist vor allem praktisch weil alle (für mich) wichtigen Nachrichten dort gebündelt werden. Zerstückelung in einzelne Apps ist ein Problem, Ladezeiten sind lästig, ob es nun am lahmen Internet liegt oder weil eine zweite App gestartet werden muss.
    Früher (ohne Feedreader) habe ich sekundenlang gewartet bis der nächste Artikel geöffnet war – bitte lasst mich nicht in diese alten Zeiten zurückfallen.

  37. Hallo,

    leben könnte ich mit allen fünf Varianten. Wenn der full-feed gekürzt würde, fände ich’s schade, kanns aber verstehen, aber dann im Feedreader die Website laden (vermutlich mit Werbeblocker).
    Weiterhin werde ich, egal für welche Variante ihr euch entscheidet per Überweisung vielleicht auch mal per Duerauftrag spenden. Irgendwelche Spezial-Apps kommen für mich nicht in Frage.

  38. Jaja, die alte Geschichte mit der Werbung. Zum einen eine der wenigen Möglichkeiten im Internet Geld zu verdienen, zum anderen (zurecht) meist eine Tracking Maschine ohne gleichen.

    Zum RSS-Feed finde ich 4) am besten. Im Feed selbst nur ein kurzer Text, wer den Artikel komplett lesen will muss auf die Seite. Bitte aber ohne Tracking Zeug im Feed (also nicht Option 5), nur weil Heise das schlecht vormacht müsst ihr es nicht nachmachen ;-)

  39. Generelles Statement: Wenn es den RSS-Feed nur gegen Bezahlung gäbe – Ihr würdet in diesem Falle gar keine Spende (nie wieder) bekommen. Wenn ich euch finanziere, möchte ich, dass jeder die (bequeme) Möglichkeit hat, eure größtenteils wichtigen Inhalte zu verfolgen. Künstliche Verknappung ist sowas von 90er …

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