Kultur

Unser Vermarktungsdilemma

Wir stecken echt in einem Vermarktungsdilemma und wissen keine Antwort. Daher stellen wir das gerne vor und fragen Euch nach Rat, wie wir das lösen könnten.

Das vorrangige Geschäftsmodell für Onlinejournalismus ist Werbung verkaufen und einblenden. Oftmals in Verbindung mit einer Querfinanzierung,aber wir haben kein gedrucktes Medium, die wir bewerben könnten. Die Rechnung ist einfach: Je mehr Reichweite man hat, um so mehr Werbung kann ausgesendet werden und umso mehr Geld bleibt für Journalismus. In der Theorie. An der Praxis verzweifeln wir gerade etwas. Bis vor kurzem hatten wir Zeit-Online als Vermarkter. Der Vertrag ist ausgelaufen und uns fehlen darüber 2000 Euro an Einnahmen, die sicher jeden Monat reinkamen (plus manchmal mehr, wenn Werbung verkauft wurde). Auf der Suche nach einem neuen Vermarkter haben wir einige Gespräch geführt und haben auch eine Präferenz. Das Problem: Wir haben hier viel Reichweite, aber zu wenig, um darüber ausreichend mit klassischen Werbeformen Einnahmen zu generieren.

Toller RSS-Feed mit kleinem Problem

Wir finanzieren uns fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Und das liegt an uns, aber auch an Euch. Unseren internen Statistiken zufolge lesen rund 40% der Besucher uns im Full-RSS-Feed. Machen wir ja auch. Aber dort wird keine Werbung angezeigt, also nicht ausgestrahlt, und auch für klassische Vermarkter spielt Werbung in RSS-Feeds wohl keine Rolle. Wo gibt es sonst noch Full-RSS-Feeds bei journalistischen Medien in Deutschland? Unsere Leserschaft ist technisch-versierter als die von anderen Medien. Damit fallen 40% der Leserschaft schonmal aus der klassischen Werbung-Refinanzierungs-Rechnung raus.

Ein großer Teil unserer Leserschaft fällt leider aus der klassischen Werbung-Refinanzierungs-Rechnung raus

Es gibt zudem große Differenzen zwischen dem, was Adserver bei uns messen und dem, was unser Server an Besuchern mitbekommt. Der Grund dürften Anti-Trackingtools wie Adblock oder vor allem Ghostery sein. Werbung wird geblockt. Unsere Leserschaft ist technisch versierter, außerdem nutzen wir das ja auch. Damit fällt ein weiterer großer Teil unserer Leserschaft aus der klassischen Werbung-Refinanzierungs-Rechnung raus. Bleiben vielleicht 10-20%, die überhaupt von über Adserver ausgelieferte Werbung etwas mitbekommen würden und bei sowas auch gezählt werden. Und das ist leider zu wenig, um eine notwendige Säule in unserer Finanzierung zu erhalten. Nun könnten wir Kampagnen fahren, dass Ihr Ghostery und/oder Adblocker hier ausschalten solltet. Aber wir wissen nicht, ob das signifikant etwas bringen wird.

Unser Ziel: Nicht alleine abhängig von Spenden sein

Im April letzten Jahres haben wir ein Modell der freiwilligen Leserfinanzierung gestartet. Darüber kommen jeden Monat um die 5000 Euro durch Euch rein. Das ist echt toll, wunderbar und sehr motivierend für uns. Das reicht leider alleine nicht und wir wollen uns nicht komplett abhängig von Spenden machen. Kann ja auch sein, dass diese Spenden demnächst runter gehen, wie das häufig auf lange Sicht bei ähnlichen Projekten ist. Wir brauchen also mindestens eine weitere Säule zur Finanzierung und das ist nunmal bei Journalismus Werbung – wenn man keine Paywall-Modell mag wie wir.

Was jetzt: Vermarkter probieren, Reichweite steigern oder Vermarktung selbst in die Hand nehmen?

Ein Vermarkter hat den Vorteil, dass wir uns auf das konzentrieren können, was wir können und mögen: Journalistische Berichterstattung rund um Netzpolitik machen. Um die Werbung kümmern sich andere, die mehr davon verstehen und vor allem die Kontakte zu denen haben, die Werbung platzieren wollen. Das lohnt sich aber erst, wenn ausreichend Werbung ausgeliefert werden kann. Eine Alternative ist, was wir bisher auch schon anbieten, aber bisher nicht ausreichend beworben haben: Eigene Werbeplätze verkaufen, die unabhängig von Adservern von unserem Server als Grafik ausgeliefert werden, wie aktuell rechts das Banner von Viprinet. Und das auch im RSS-Feed. Das würde aber auch bedeuten, dass wir mehr Zeit investieren müssen, um Werbung zu vermarkten, die dann wiederum fehlt, um journalistisch zu arbeiten.

Worauf wir keine Lust haben: Zukünftig nur noch über Themen zu schreiben, die gerade total hip sind und geklickt werden, nur um die Reichweite zu erhöhen. Und dafür wichtige Themen links liegen zu lassen, wie derzeit die EU-Debatten um Netzneutralität, die leider kaum interessieren. Oder eben nicht im Bundestag stundenlang Anhörungen verfolgen und diese für Euch aufbereiten.

Daher die Frage an Euch:

Was kann eine Lösung sein? Was haben wir bisher nicht bedacht? Was sollten wir ausprobieren? Wer möchte hier Werbung kaufen?

tl;dr: Wir brauchen Werbung als wichtige Säule in der Refinanzierung unserer Arbeit. Aber verweifeln daran, dass Anti-Tracking-Tools und Full-RSS-Feed dazu führen, dass Werbung kaum jemand erreicht.

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241 Kommentare
    1. „RSS ausmachen“ ist eine alberne Idee
      Das bringt die Leute die nur via Feedreader mitlesen auch nicht dazu hier per Brauser aufzuschlagen.

      Ansonsten muss man halt auch sagen wenn man das per Spenden finanzieren kann ist das schön, wenn nicht war es den Leuten wohl nicht wichtig genug. Sachen sterben… passiert.

      1. Abgesetzte Text-Werbeblöcke direkt in den HTML-Quelltext einer Nachricht einbauen wie einen regulären Text-Absatz. Dürfte für Adblocker kaum filterbar und RSS kompatibel sein.

      2. Dann ist die Seite für mich tot. Aggressive Werbestrategien wie diese greifen im Internet wie Krebs um sich und zerstören eine Seite nach der nächsten.

    2. Hier ist doch die Anzahl an Leuten, die einen Server besitzen sehr hoch. Wie wäre es, wenn $Leute sich nen cronjob einrichten der alle n Stunden auf die Seite geht und Werbung mitläd.
      Ob das mit lynx klappt hab ich ehrlich gesagt keine Ahnung…

      jm2c

  1. Hi Markus,

    habt ihr schon mal über eine sanfte Paywall, wie sie beispielsweise die TAZ einsetzt, nachgedacht. Ich finde die Idee dahinter klasse und könnte mir gut vorstellen, dass sie auch bei eurem Projekt funktionieren kann.

    Grüße

    Thomas

    1. Haben wir einmal im Dezember einmal eine Woche ausprobiert, das hat die Spenden auch gleich verdoppelt. Es gab aber auch Probleme mit diversen Mobilgeräten. Behalten wir uns vor, finden das aber auch nicht so wunderbar.

      1. Gut – es sollte technisch nicht so schwierig sein, die Paywall beim Ausliefern der Mobilseite zu deaktivieren – dürfte vermutlich eh nur einen geringen Prozentsatz der Visits ausmachen.

      1. eine Genossenschaft finde ich auch ein schönes Modell, müsste man mal überlegen ob das bei digitalen Dingen, Projekten eine Lösung sein kann oder ob eine e.G. der falsche Weg wäre.

        1. Wir sind hier mit schlanken Strukturen gut gefahren und befürchten, dass eine Genossenschaft alles verkompliziert, z.B. wenn viel mehr Menschen, die uns zwar unterstützen, aber die wir aber nicht kennen, an diesem Projekt mitdiskutieren wollen.

      2. @Markus
        Mit anderen Worten: Ihr wollt weiterhin einige wenige Auserwählte sein, die bestimmen, wo es langgeht, und eure Unterstützer sollen nur zahlen, ähnlich wie bei der digiges.

      3. @Querulator: Das ist doch völliger Quatsch!

        Man will offensichtlich wenig Arbeit haben (daher auch am liebsten einen Vermarkter nutzen). Das ist bei einer Genossenschaft so ja nicht mehr gegeben: Plötzlich können Leute mitreden, die eigentlich gar keine Ahnung haben. Wer mal einen Verein o. ä. geleitet hat weiß wie nervig sowas sein kann…
        Basisdemokratie ist eine nette Sache, verkompliziert aber vieles und macht die Wege werden länger.

  2. Was kommt denn so per Flattr rein? Ich werd mir jetzt mal wieder einen Account machen. Bei anderen funktioniert das ja wohl ganz gut, wenn’s auch hier nicht zu reichen scheint. Da kann man ja vor allem auch diese Dauerabos einstellen, das macht die Einkünfte dann vielleicht planbarer.

    1. Im letzten Monat kamen kanpp 700 Euro über Flattr rein, das scheinen fast durchweg Abos zu sein, weil Artikel so gut wie nie geflattert werden. Und Flattr selbst behält 10% Transaktionsgebühr, das ist mehr als alle anderen Bezahldienste.

  3. Hallo Markus,

    ich hätte nichts dagegen einen „limited RSS Feed“ zu abonnieren. Ich entscheide eh nach den ersten X Worten, ob ich den Artikel komplett lesen möchte.

    Ihr könntet in der RSS Sektion beide Feeds anbieten mit dem Vermerk, dass die Nutzung des Full-RSS-Feeds (aus werbetechnischen Gründen) „discouraged“ ist.

    1. Ich hätte auch nichts gegen einen reduzierten RSS-Feed, wenn die Seite auf Mobilgeräten besser lesbar wäre. Momentan wird kein mobiles Theme ausgeliefert, wenn man per Smartphone liest. Das ist zwar mit Zoomen lesbar aber da bin ich mittlerweile schönere Lösungen gewohnt. Gegen eine Werbeeinblendung am Ende des RSS-Teasers hätte ich auch nichts.

    2. +1
      ich find’s zwar toll,dass es einen full-feed gibt, aber ihr rettet RSS wohl leider auch nicht mehr und ich mache mir lieber 10 tabs auf, um danach in Ruhe Inhalte zu lesen. muss ich ja bei allen anderen Feeds eh so machen. Da fällt NP eh nicht auf.

    3. Seh ich ähnlich. Ich hab das zwar im RSS-Reader, aber klicke meist trotzdem auf den Link zum Artikel (liest sich besser).
      So oder so seh ich aus im Artiekl genannten Gründen eh keine Werbung und daher sollte es egal sein, ob ich grad im RSS oder auf der Seite lese. Na dafür gibts aber hin und wieder spenden von mir ;)
      @markus ich find das übrigens klasse, dass Ihr so offen mit dem Thema umgeht, echt sensibel!

    4. Mich nerven limited RSS Feeds zwar, aber ehrlich gesagt entscheide auch ich anhand der Überschrift und der ersten Sätze, ob ich einen Artikel lese.
      Von dem Her könnte ich auch damit leben.
      Das Problem ist halt nur, dass die Leute dann immer noch nicht den AdBlocker ausschalten.

    5. Also, wenn ihr Limited RSS-Feeds ausliefert, werde ich wohl deabonnieren müssen. Habe ich bei O’Reilly beispielsweise auch getan :-(

      Mein Flow: RSS daheim im WLAN herunterladen und unterwegs offline lesen (nein, ich bin nicht always-online. Nur situativ). Ich sehe bei netzwertig.com auch Werbung am Ende (bzw. Ersatzbilder, da kein alt-Attribut …).

    6. Ich selber beziehe meine Nachrichten von Euch über den RSS-Fead. Jedoch lese ich im Reader nur den Artikel an, oder klicke sogar schon bei einer interessanten Überschrift auf das Anzeigen im Browser.

      Jedoch wäre Werbung im RSS ein Grund, euch aus meinem Reader zu löschen. Und nur mal so schaue ich hier sicher kaum noch vorbei..

      Sprach eine bereits mehrfach spendende Person.

    7. Da ich euch hauptsächlich im Browser lese da ich gerade die längeren Artikel auf mobilen Geräten eher anstrengend finde, könnt ihr gerne auf den Full-RSS verzichten und nur noch die Teaser RSSen. Gerne auch mit Werbung drin, stört nicht, wenn man dann eh auf „visit website“ klickt.
      Die Idee oben mit zwei RSS-Feeds (Full und Teaser) finde ich auch super, das ist wie freiwillig den Adblock ausmachen (was ich auch getan habe).

  4. Ihr könntet euch ggf. über Crowdfunding finanzieren und vllt gewisse laufende Kosten damit decken. Außerdem kann man da gewisse Gimmicks kreieren, z.B. ein Abendessen mit einem eurer Redakteur*innen oder einen Besuch eurer Büros inkl. Führung o.ä. Ich mein, wenn Projekte wie Fairnopoly sechsstellige Beträge kriegen (http://www.startnext.de/fairnopoly2), dann schafft ihr doch wohl einen Teil einer fünfstelligen Summe für ein Jahr darüber. Als spezifische Plattform könntet ihr z.B. https://krautreporter.de/ in Erwägung ziehen.

    Beste Grüße

    1. Wie schon im Text geschrieben erzielen wir jeden Monat über freiwillige Spenden schon einiges an Geld. Spender können das sogar von der Steuer absetzen, weil der Netzpolitik e.V. gemeinnützig ist. Mehr würde wahrscheinlich auch nicht über Crowdfunding gehen, das würde sich vermutlich kannibalisieren. Wir würden das aber gerne noch durch Werbung gespiegelt haben.

  5. Ich schreib mal spontane Ideen ohne zu wissen was ihr schon tut. Ich bin Kommunikationsdesigner und könnte bei grafischen Aufgaben evtl aich helfen. Email habt ihr wegen dem Kommentar.

    – Werbung in der App würde ich trotz Zahlung akzeptieren.
    – Die ganzen Sperraddons werd ich jetzt deaktievieren.
    – per inapp kauf spendenfunktiin anbieten.
    – gängige Podcasts bitten Werbung zu machen oder sogar flattr buttons einbetten
    – vielleicht Youtubevideos veröffentlichen mit News. Audiopodcasts oder News auch auf Youtube verlffentlichen mit Bilduntermahlung (natürlich Werbung vorschalten)
    – nur snippets auf G+ facebook etc veröffentlich die zur Weiterleitung animieren.
    -bei Addblockbenutzung deauf hinweisen dass das bitte ausgestellt werden soll da Geld benötigt wird
    – Werbebanner erstellen und Lesern zur verfügung stellen die eine Homepage / Block haben und euch unterstützen wollen.

    1. DIe Idee die Besucher darauf hinzuweisen dass AdBlocker und Ghostery euch schaden finde ich gut. Ich habe zwar keinen AdBlocker, dafür noscript und Ghostery. Bisher habe ich nicht nachgedacht dass das euch schaden könnte.
      Was Klasse dabei wäre, die Dinge die an Scripten und Trackern die ihr benötigt, klar zu bennen, ich will so wenig wie möglich Daten hinterlassen ;)

      Ansonsten sind die obigen Ideen alle gut und allemal ein oder zwei Überlegungen wert.

      Wie dem auch sei, ich wünsche euch viel Erfolg, auf dass es euch gelingt eine stabile und gute Finanzierung zu ermöglichen.

      P.S.: Ich würde auch den Feed einkürzen, da die gesamten Artikel reinzustellen ist ja eher kontraproduktiv.

    2. Hi,

      Transparente Benennung zu geben welche/was skripte im hintergrund mitlaufen. Und was von ABE, Ghostery und NoScript gestoppt wird.
      Mit der aufforderung dieses doch zuzulassen. Hinweis auf nurWerbung&&nichtSammlung soweit möglich.

      Banner, in allen möglichen Größen themen, slogans und farben.
      würde gerne ein banner von euch auch bei mir und in foren signaturen platzieren.

      Und ich bin noch immer dafür mehr bitcoin buttons zu verwenden. gleichwertig/besser als paypal button ist es immer noch.
      https://coinbase.com/docs/merchant_tools/payment_buttons
      Kleiner Donation Button der zu einem Popup wird der addresse und QR anzeigt. verwende ich gerne zum bezahlen direkt mitn handy.
      Ja es gibt auch Bitcoin-User und nicht nur Bitcoin Spekulanten.

      ein Flattr Abonennt.

  6. Auf die Frage nach dem Umgang mit Werbung hab ich auch keine Antwort (auch wenn der Artikel mich daran erinnert hat, dass ich meine bereits eingeumschlagte Spende mal versenden sollte…).

    Wie sieht es denn mit der Suche nach Mäzenen aus?
    Gibt es irgendwelche Stiftungen an die man für eine Teilfinanzierung anleiern könnte?
    Ihr müsst nicht gerade einen auf Guardian machen, aber haltet ihr sowas für realisitisch?
    Die Sache mit der politischen Unabhängigkeit ist da dann auch nicht wesentlich schlimmer als bei der Eigenvermarktung von Werbung.

    PS: Bitte, bitte, bitte den Full-RSS-Feed nicht abstellen oder mit Werbung zuballern (zumindest nicht ohne ein Abomodell ohne Werbung oder wasweißich)

    1. Full-Text-RSS als Bonbon für (regelmäßiges) Spenden klingt für mich durchaus sinnvoll. Allein, die (verwaltungs-) technische Umsetzung könnte kompliziert werden.

    2. Wie sieht es denn mit der Suche nach Mäzenen aus?
      Gibt es irgendwelche Stiftungen an die man für eine Teilfinanzierung anleiern könnte?
      Ihr müsst nicht gerade einen auf Guardian machen, aber haltet ihr sowas für realisitisch?

      Uns ist leider keine Stiftung im deutschsprachigen Raum bekannt, die uns fördern würde. Wir haben gesucht, aber nichts gefunden. Natürlich freuen wir uns immer über sachdienliche Hinweis. Oder Angebote von Mäzen, die unsere Arbeit gut finden und uns unterstützen wollen.

      1. Gibt es vielleicht staatliche Förderprogramme? Z.B. von der Bundeszentrale für politische Bildung o.ä.?
        Oder ihr versucht unter den Schirm einer parteinahen Stiftung zu gelangen. Oder gleich von mehreren um eure politische Unabhängigkeit zu gewährleisten.

        1. Gibt es vielleicht staatliche Förderprogramme? Z.B. von der Bundeszentrale für politische Bildung o.ä.?
          Oder ihr versucht unter den Schirm einer parteinahen Stiftung zu gelangen. Oder gleich von mehreren um eure politische Unabhängigkeit zu gewährleisten.

          Wir sind hier zu politisch, um Förderungen zu erhalten. Und wollen weiterhin unabhängig bleiben, um unsere Meinung auch schreiben zu können.

      2. zu politisch.. ich lese Euch erst seit neuestem, endlich Nachrichten die mich interessieren.
        Vielleicht ein blöder Vorschlag, aber vielleicht auch nicht. Piraten als Mäzen.

  7. Mixed content blocking blockiert den request zu adspirit bei Aufruf von netzpolitik.org über https, da dieser über http läuft. Beim Aufruf von urban.adspirit.de über https ist das Zertifikat untrusted. Selbst wenn sie ein valides Zertifikat hätten würde bei mir der Aufruf nicht klappen, da urban.adspirit.de kein TLS unterstützt, sonder nur SSLv3.
    Letztlich läuft bei denen noch das uralte Apache 2.2.15, welches nicht mehr gerade als sicher anzusehen ist:

  8. Hallo,
    die Idee einer Pay-Wahl nach taz-Vorbild gefällt mir auch gut. Bin leider kein Programmierer, aber was wäre, den Link zum RSS-Feed an die Einmal-zahlung z. B. via Paypal zu binden, z. B. 3,99 oder so. Oder aber das ganze mit einem metered Modell zu verbinden: Ab dem z.B. fünften Feed wäre einmal zu zahlen.
    Good luck
    Thomas

  9. Äußerst sympathisch und hochqualitativ finde ich meist die Sponsor-Posts bei Grubers Daring Fireball. Die lese ich sogar freiwillig und klicke vielleicht so jedes dritte Mal auf den Link.
    Die Posts sind klar als Werbung erkennbar und vermutlich 10x effizienter für die Werbenden als andere Werbeformen.

    1. Das wäre auch mein Vorschlag. Sucht euch Werbepartner (evtl. für die Zielgruppe technisch versierte, netzaffine Kunden), die einmal Posts hier veröffentlichen (markiert, aber eben auch im RSS), und zum anderen Produkte etc. in speziellen Boxen vorstellen, die ihr direkt ausliefert (dann fallen die bei Adblock nicht weg).

      Sobald ihr über Ad-Server geht, fallen die meisten Views wegen Adblock etc. weg… da müsst ihr wohl eine andere Lösung finden.

  10. Von einer Pay-Wall, wie das z. B. die taz hat, halte ich überhaupt nichts. Finde das richtig nervig!

    Cirka 5000 Euro an Spenden pro Monat ist schon eine Menge Geld. Wie viel braucht ihr denn um die Kosten zu decken? Und gibt es bei euch evtl. noch Einsparungspotenzial? Vielleicht gibt es Unternehmen, die z. B. die Serverkosten übernehmen würden etc.

    1. Unsere Redaktion besteht aus drei Stellen, das ist neben mir noch eine 20 Stunden / Woche Stelle und eine 30 Stunden / Woche Stelle. Trotz dass wir uns wenig Geld auszahlen, reichen die Spenden nicht aus, das ausreichend zu finanzieren. Und bevor jetzt jemand rumrechnet: Natürlich müssen Sozialabgaben da eingerechnet werden. Wie stellst Du Dir Einsparungspotential vor, vor allem, wenn wir die Redaktion noch ausbauen wollen, um umfassender berichten zu können? Die Serverkosten sind dabei das kleinste Problem.

    2. Eine Paywall finde ich auch schrecklich, muss nicht sein.

      Es ist ja nicht so das es ein Geldmangel gibt, ist halt komisch verteilt. Das „Vermarktungsdilemma“ mal in Verbindung mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) bringen, das wäre schlau… .

      1. Das mit dem BGE spukte mir auch die ganze Zeit im Kopf rum, als ich den Artikel las. Aber leider sind die Menschen wohl noch nicht weit genug, und es wird noch zu lange dauern bis es kommt, wenn es überhaupt kommt. Und so lange wird netzpolitik.org nicht warten können.

        Habt ihr schon mal über ein kooperatives Geschäftsmodell nachgedacht? Seiten, Podcasts mit netzpolitischen Themen schmeissen die Einnahmen alle in einen Topf, jeder bekommt aus diesem Topf so viel, dass er Leben kann und das was übrig bleibt wird in vernünftige Projekte gesteckt.

  11. Es gibt Förderprogramme der EU für politische Bildung.
    Vielleicht wäre auch ein e-Paper in den gängigen iOS und Android Stores nicht schlecht, in dem ausgewählte Artikel erscheinen, mit ein paar Hintergrundinfos, Audiokommentaren… Naja, das kostet wahrscheinlich auch wieder zu viel Zeit/Geld…

      1. Ich kann aus Erfahrung sagen: EU-Förderprogramme gehen GAR NICHT! Ihr braucht de facto ne eigene Verwaltungsstelle nur für Berichte und Abrechnung.
        Wenn, dann macht das als Partner/Auftragnehmer/Bildungskooperation o.ä., wo man Rechnungen bei einem geschulten Projektträger einreicht. Aber eigene EU-Förderanträge: ARGH!

        Allerdings wäre die Option, einmal im Monat eine kostenpflichtige Bildungsveranstaltung für BPB-Bildungsfahrten oder Wirstschaftsbildungswerke durchzuführen (also jemand bucht Euer Wissen um Themen wie EU-Cookie-Richtlinien, Probleme im Urheberrecht, digitale Patenttrolle) doch eine Option?

    1. Für e-Paper mit detaillierteren Informationen gegen Bezahlung (ala c’t) könnt ich mich erwärmen.

      Hab nur kein iOS oder Android, sondern Firefox OS (In-App-Käufe sind dort möglich).

  12. Ersteinmal, vielen Dank für die Erinnerung, dass das was ihr hier leistet auch irgendwie finanziert werden muss, und ich dies eigentlich schon längst mal in Form einer Spende honorieren wollte :|

    Hier noch ein paar Gedanken und Anregungen dazu:
    – Ich selbst lese ausschließlich RSS-Feeds weil ich keine Werbung möchte, und wäre auch bereit dafür zu bezahlen. Von mir aus auch ein RSS-Feed hinter einer Paywall.
    – Hin und wieder Werbung in eigener Sache, wie es um die Finanzierung steht, finde ich gut. Ich habe es ja selbst recht schnell wieder vergessen das es irgendwie bezahlt werden muss.
    – Ein abgespeckter Feed, wie bei neusprech.org, wäre für mich keine Alternative. Lese ich nicht mehr.
    – Eure Spendenseite empfinde ich als unübersichtlich. Irgendwo online ein Zeitungsabo abzuschließen geht schneller und einfacher als sich über das Thema Spenden zu informieren.
    – Ein Anhaltspunkt für die Höhe der Spende, wie wenn man das Ganze als eine Art Zeitungs-Abo sehen würde wäre hilfreich.
    – Eure Publikation „Überwachtes Netz“, vor allem in gedruckte Form, fand ich super. Ich hatte mir sogar mehrere Exemplare gekauft, um auch mal Leuten in der Offline-Welt das Thema nahe zu bringen. Ich hoffe das es soetwas in Zukunft auch weiterhin geben wird.

    1. – Eure Spendenseite empfinde ich als unübersichtlich. Irgendwo online ein Zeitungsabo abzuschließen geht schneller und einfacher als sich über das Thema Spenden zu informieren.

      Danke für den Hinweis, wird alles mit dem kommenden Relaunch übersichtlicher. Den haben wir uns für die kommenden 1-2 Monate vorgenommen.

      – Eure Publikation “Überwachtes Netz”, vor allem in gedruckte Form, fand ich super. Ich hatte mir sogar mehrere Exemplare gekauft, um auch mal Leuten in der Offline-Welt das Thema nahe zu bringen. Ich hoffe das es soetwas in Zukunft auch weiterhin geben wird.

      Danke dafür! Wir sind noch am evaluieren, wieviel die Aktion eingebracht hat. Bisher wissen wir nur, dass das verdammt viel Arbeit war und wir in der Zeit nicht zu anderen Sachen kamen.

  13. Hi Markus,

    jdf hier in den USA sind „sponsored posts“ inzwischen Standard, das Beispiel daring fireball wurde ja schon genannt. Vorteil: Die Werbung wird wirklich gesehen (anders als die am Rand der Seite), die wird von Adblockern nicht erfasst und sie taucht auch im Full RSS Feed auf. Wenn man darauf achtet, dass man relevante und seriöse Produkte bewirbt, wäre das aus meiner Sicht ok.

    Viele Grüße!

  14. Hmm….

    das Problem treibt andere auch um, u.a. Golem.de (oder auch zeit.de)
    Es tut mir echt, dass ich euch bisher noch nicht (bei NoScript, ghostery) freigeschaltet hatte, aber habe es jetzt nachgeholt….

    Ansonsten würde ich, bezüglich Videos, auf golem.de verweisen. Dort läuft vor jedem Video ca. 10 bis 20 sec. Werbung(, diese Zeit nutze ich u.a. um den Text weiterzulesen). Vielleicht wäre dies eine Möglichkeit die Werbeeinnahmen zusteigern.

    Hier noch eine Anmerkung, bezüglich eines Aufrufes den Adblocker abzuschalten und die Folgen:
    http://www.golem.de/news/in-eigener-sache-was-auf-unseren-adblocker-aufruf-folgte-1306-99680.html

    1. Ich persönlich denke aber das Werbung genau das falsche Pferd ist auf das man setzen sollte. Eine Communitybezogene finanzierung ist einer Fremdfinanzierung meines erachtens nach vorzuziehen.

      vielleicht hilft das sog. „Patenkonzept“ weiter?

  15. Ich kann hier nur für noch sprechen, aber ein RSS-Feed mit nur den ersten Absatz würde mir auch genügen. Dann solltet ihr aber das Webdesign mit einer einspaltige Ansicht für mobile Geräte optimieren.
    Alles was von der Netzpolitik Domäne kommt blocke ich nicht, Drittanbietern müssen bei mir aber (soweit wie möglich) draußen bleiben.

    Gibt es kein Werbeformat, wo euer Server die Werbung selber bereitstellen kann?

    Dazu verwendet ich

    1. Ich kann hier nur für noch sprechen, aber ein RSS-Feed mit nur den ersten Absatz würde mir auch genügen. Dann solltet ihr aber das Webdesign mit einer einspaltige Ansicht für mobile Geräte optimieren.

      Kommt mit Redesign demnächst.

      Gibt es kein Werbeformat, wo euer Server die Werbung selber bereitstellen kann?

      Doch, aber wie wir beschrieben haben, fehlen uns dazu Ressourcen, Kontakte und Werbepartner.

    1. Werbung dort einblenden und die Werbeplätze auch vergleichbar mit Bannerplätzen auf Webseiten zu verkaufen ist leider nicht dasselbe. Das scheinen wohl Resteplätze zu sein für die man kaum Geld bekommt, aber alle nerven.

  16. Mal n paar Gedanken…

    1.) Vereinsgründung

    Gründet einen Verein. Dann ist netzpolitik.org zum einen eine eigenständige juristische Person nach außen – gut für Euch bei Gerichtsverfahren – zum anderen könntet Ihr als gemeinnützig anerkannt werden, was wiederum Steuervorteile und mehr Spenden heißt. Des weiteren habt ihr dann regelmäßig, zahlende Mitglieder. Diesen Mitgliedern könnte man dann einen exklusiven Bonus erteilen (internes Forum, internes Wiki, Jabber-Account, Gastartikel, Seite mit Auflistung der Mitglieder, Stimm- & Mitspracherecht). Alternativ zumindest einen Fördervein, wie es bei regensburg-digital.de der Fall ist.

    2.) Verstaatlichung

    Sprecht mit den Öffentlich-Rechtlichen, ob die nicht mit Euch kooperieren wollen oder netzpolitik.org als Plattform ganz „übernehmen“. Oder fragt mal bei dem neuen Ausschuss für Digitale Agenda an, ob Ihr nicht so ne Art staatliches Tochterunternehmen bzw- Tochterverein für die werden könntet. Ihr macht doch im Grunde deren Arbeit.

    3.) Holt euch einen dicken, fetten Sponsor an Board. Meinetwegen Telekom, Google oder sonst so’n Käse. Über die schreibt ihr halt dann nichts mehr negatives (macht halt dann n anderer Blog). Und bei dem Positiven wissen die Leser dann immer sofort „Stopp! Dat is ja da Sponsor!“.

    4.) Kooperation mit der Print-Presse
    Fragt mal bei Zeit Online / FAZ / Sueddeutsche / Spiegel an, ob Sie nicht Interesse an einem wöchentlichen erscheinenden Netzpolitik Themen-Teil haben. Bringt euch neue Leserschaft und evtl. auch Einnahmen.

    5.) DPA / Presse-Agenturen
    Könntet Ihr nicht euren Content an die DPA oder an eine andere Agentur liefern? Die müssten doch daran interessiert sein und auch zahlungswillig sein?

    6.) Internationale Ausrichtung
    Euer Klientel dürfte doch größtenteils der englischen Sprache mächtig sein. So würdet Ihr eine größere Zielgruppe ansprechen. Evtl. auch zweigleisig oder mit mehreren Sprachen fahren…

    7.) Bundestag bluten lassen
    Hab ich da nicht mal was gelesen, dass der Bundestag euren Feed eingebunden hat? Ich hoffe die zahlen ordentlich?

    8.) Netzpolitik.org Shop
    Jemand von euch oder irgendwer abwechselnd von der „Netzgemeinde“(TM) entwirft monatlich n geiles Ding, dass man exklusiv nur bei Euch überteuert kaufen kann. Cooles T-Shirt mit nem Spruch von nem Internetausdrucker, mal n Song oder sonst so n Zeug…

    9.) Netzpolitik.org „Städte-Tour“
    Jemand von Euch reist durch die verschiedensten Städte, labert über aktuellen Stoff und macht dabei die Hallen voll. Läuft bei Comedians und Musiker doch auch, wieso dann nicht bei Euch :-) Einfach überteuerte Tickets verballern, die ganzen Social Media Heinis kaufens schon :-)

    10.) Kostenpflichtige Tools
    Baut nen kostenpflichtigen Druck-Button ein, ja wirklich! Irgend so ein Opi ausm Bundestag zahlt dann schon fürs Ausdrucken eurer Artikel. Oder ein kostenpflichtiger Email-Newsletter. Gibt’s bestimmt paar Leute, die das wollen. Oder aber zwei verschiedene RSS-Feeds. Einmal Full (kostet) und einmal gekürzt.

      1. Was euch aber nicht interessieren muss, ist es nicht eure Zeit.

        Vielleicht wäre das ein guter Ansatz, nach einem ehrenamtlichen Übersetzer zu suchen. Direkt auf der Homepage, irgendwo unterhalb der Spenden.

        Wenn ich mit Leuten über „die Sache“ rede, heißt es immer „Ich würd gern was tun, weiß aber nicht was.“ (ich glaub das auch nicht ganz, aber egal)
        Wenn hier nun jemand vorbei kommt, keine Ahnung von Internet oder Politik hat, aber gut ins englische oder gar französiche übersetzen kann und bereit ist eine Stunde am Tag auf diese Weise aktivistisch tätig zu werden, voila!

        Wäre nur wieder ein billiger Versuch, der ins Leere laufen kann, aber schneit hier versehentlich die 60-jähige Oma mit französischen Wurzeln vorbei, die Angst um die Zukunft der Enkel hat, dann klingelts bei der möglicherweise.

        Ma

        1. Gute Idee, müssen wir einfach mal ausprobieren. Wobei reines übersetzen leider nicht reicht. Wenn wir einen Text über deutsche Politik schreiben, erklären wir ja viele Begriffe wie Bundestag oder Bundesrat nicht. Für ein ausländisches Publikum müsste man das immer miterklären.

      2. … Bla bla grand schmu de la eurovision Bundestag [1] cest la merde Bindesrat [2] asdfopweijfaslifja wpeoijf öad

        Aurevoir
        fr.netzpolitik.org

        [1] Bundestag => Cest la personas de la corruptive
        [2] Bundesrat => Cest la personas de la corruptive de la land

        Oder so. Ähnlich wie Wikileaks die Links innerhalb von Texten verlinkt. Erstmal nach unten auf die Seite.

        Gruß
        Le Má

  17. MERCHANISE!

    Netzpolitik.org-Kaffebecher, -T-Shirts, -Pullis, -Kondome, -Aufkleber, -Lego-Sets, -Flammenwerfer, -Diskussionsleitfäden (Religion, Netzfreiheit, Copyright, etc.), -PiPaPo, -etc.

    Alles ein bischen teurer als normal (Merchandise halt…) und ihr werdet sogar offline etwas mehr wahrgenommen. :)

    1. Ja, merchandise wäre super. So ne Tasse würde sich bei mir ganz gut machen. Und nen T-Shirt kann man sich auch gönnen, wenn das Design stimmt. (Bitte nicht nur schwarze machen)

      1. netzpolitik logo zentral auf weiße und schwarze tasse.
        mit und ohne schriftzug
        mousepads mit logo zentral und schriftzug unten. ohne schriftzug.
        anderer büroshice

        t-shirt und polo, schwarz und weiss. mit schriftzug am revers und großem logo am rücken.
        schriftzug und logo auf der brust.

        achte auf die Marke, Logo und wiederkennbarkeitswert. sowas zieht bei den menschen.

        Beilage in einem Wochenmagazin oder Inlay/Teilbereich in einer Tageszeitung zu einme bestimmten Tag wäre mir Recht.
        z.B.: derStandard.at oder diePresse.com ums mal nicht BRD style zu machen. in .at gibts angeblich auch deutsche muttersprachler.

      2. Das schreit doch nach einem Wettbewerb.

        Vielleicht hilft noch ein gelegentliches „wenn alle 50 Cent Dauerüberweisung machen würden reicht das zur Finanzierung“

      3. Klar Leute, Shop muss sein. Zum Beispiel der hier:
        http://www.spreadshirt.net/
        Da könnt man euer Zeugs gleich mit dem von Wikileaks bestellen, spart Versandkosten :)

        Klickt da oben links auf Create/Shop/Sell. Ich hab das nur kurz angelesen, aber es soll wohl recht fix gehen. Dann könnt ihr Tassen und Shirts und sonstwas verhökern. Logo, vielleicht paar kurz-kernige Sprüche, durchaus auch auf das finazielle Dilemma bezogen (Freiheit kostet Geld, Sorry (o.ä)), gut is.
        Ne Buro-Kaffeetasse mit eurem Logo könnte durchaus Pausengespräche anregen.

        Ganz nebenbei steh ich auf Supporter-Shirts, und würde auch gern eures durch den Dreck fahren.
        http://www.schmeissfliege.de/Sommeiller_Passhoehe_Schild_Ikke_Bike-S38-P3872.htm

        Kostet natürlich auch wieder wertvolle Zeit, die man sich erst teuer erkaufen muss, ist klar.

        Ma

  18. Entweder im Abo oder einzeln zum Kauf z.B. monatlich/vierteljährlich Dossiers (evtl. sogar gedruckt) zu bestimmten Themen erstellen, die an eurer Berichterstattung entlang das Thema umfassend darstellen, also eure Artikel als Basismaterial, chronologisch und mit zusätzlichem Hintergrund aufbereitet, evtl. im Stil eures Snowden-Buchs mit Gastkommentaren.
    Ich fürchte bloß, so journalistisch anspruchsvoll das klingt, so zu viel Aufwand wird das sein und so wenig Interesse wird das anziehen… :(

    Das Modell taz-paywall halte ich für eine gute Idee, nur bei der langfristigen Wirksamkeit hab ich so meine Zweifel. Bei der taz hab die nach ner Weile auch einfach weggeklickt.

    Wie siehts denn eigentlich mittlerweile mit dem Zuschuss/Verlustausgleich von New Thinking aus, das war ja damals mit einer der Gründe eure Spendenaktion zu starten, davon unabhängig zu werden? Schätze ohne Firma/Organisation/Stiftung/Genossenschaft/Mäzen/wasweißich im Rücken werdet ihr es schwer haben auf Dauer wenn ihr nicht nur von den Spenden abhängig sein wollt, gerade weil die ganzen Werbeformate eben auch alle nicht das wahre sind. Schwierig das alles.

    1. Wie siehts denn eigentlich mittlerweile mit dem Zuschuss/Verlustausgleich von New Thinking aus, das war ja damals mit einer der Gründe eure Spendenaktion zu starten, davon unabhängig zu werden?

      Das Ziel war und ist, dass netzpolitik.org finanziell unabhängig von newthinking wird und wir zusätzliche Finanzierung finden, um unsere Redaktion auszubauen.

  19. Ich halte weder etwas von Werbung noch von eingeschränkten RSS-Feeds, wäre aber schon bereit, meinen Dauerauftrag etwas aufzustocken.
    Prinzipiell würde ich versuchen, die Einzelspender zu Förderern zu machen und die Förderer dazu zu bringen, sich stärker zu engagieren. Dazu gehört aber, die Leute zu umtüddeln (Spendenbescheinigungen schon weit unter 200 Euro, irgendwelche mehr oder weniger exklusiven Infos, manche stehen auf Namensnennungen…).

  20. Hallo, ich gehöre zu den Full-RSS Lesern, empfinde das „Full“ daran, aber eher als störend. Ich möchte mich zwar täglich über alle Netzpolitik Ereignisse informieren, aber nicht über jedes in der Tiefe, die das Lesen des ganzen Artikels mit sich bringt. Aufgrund der Vollversionen im RSS bin ich „gezwungen“ alles für mich weniger relevante im Überfliegemodus zu konsumieren, was mir oft zu aufwändig ist. Deshalb würde ich es sehr begrüßen, wenn im RSS nur tldr; Varianten ausgefliefert würden, wie es ja bei den großen Tageszeitungen und Magazinen auch der Fall ist. Wenn mich etwas detailliert interessiert lasse ich mich gerne auf die – bitte unbedingt Mobile-optimierte – Webseite leiten, die natürlich auch gerne mit den bunten Werberechtecken versorgt sein darf, solange man sie als Ads erkennt. Der Nachteil ist für Euch natürlich die Aufbereitung der Kurztexte, denn schon Goethe schrieb bekanntlich seiner Schwester einen langen Brief, weil er für einen kurzen keine Zeit hatte…

  21. 1.) Das Thema Stiftungen weiter beleuchten. Vielleicht gibt es Stiftungen, die in politische Bildung investieren.

    2.) Wurde schon angesprochen: Nur noch einen reduzierten RSS-Feed ausliefern, um mehr Leser auf die Website zu bekommen. Ich würde keinen Full-RSS-Feed mehr anbieten.

    3.) Google Adsense wäre eine Möglichkeit, ohne viel eigenen Aufwand Werbung zu schalten. Aber dadurch liefert Ihr Euch und Eure Leser natürlich der Datenkrake aus. :-(

    4.) Ihr habt jede Menge gute Inhalte, vielleicht lassen sich noch mehr davon in eBooks wandeln und verkaufen.

    5.) VG-Wort, falls nicht schon geschehen.

  22. Erstmal ein großes Lob für die Transparenz und den Umgang mit dem Thema.
    Ich halte es für einen Irrweg, auf Werbung als zweites Standbein zu setzen. Die ist ebenso schnell wieder weg wie ggf. Spender.
    Ich sehe einen Unterschied zwischen Spenden und Fördermitglied sein. Letzteres hat eine höhere Verbindlichkeit und damit auch Planbarkeit.
    Als taz-Genosse halte ich große Stücke auf e.G.-Modelle, aber das ist für euch noch oversized.
    Das Vereinsrecht hält aber viele Konstrukte bereit, das alles auf eine Mitgliederbasis zu stellen, ohne euch ins tägliche Geschäft reinquatschen lassen zu müssen.
    Ich würde viel dafür geben, auf Werbung verzichten zu können. Als Nutzer der App fände ich eine Bezahlung über die App prinzipiell großartig, allerdings wird damit auch der Apfel gefüttert, insofern wäre das nicht in unser aller Sinn.
    Auch bei der Fördermitgliedschaft im e.V. wäre es machbar, das freiwillige taz-Preismodell mit drei möglichen Beitragsstufen abzukupfern.

    Wenn wir hier, als nporg-Community nicht selbst in der Lage sind, euch am Leben zu halten, dann können wir gleich ganz einpacken…

    André

  23. Was ist mit zielgruppenspezifischer Werbung statt klassische Werbung.

    Euer Tausenderkontaktpreis wäre doch viel besser als bei anderen Website, wenn ihr Werbung für die passenden Zielgruppen machen würdet. Dazu müsstet Ihr jedoch eure Zielgruppe gut kennen. Vielleicht sogar ein miteinander mit der Zielgruppe zu passenden Werbekunden. Qualität für Werbekunden statt Quantität wie bisher oft bei anderen Werbeplatzanbietern.

  24. Hallo

    Ich beziehe meine Informationen nur noch über RSS/Newsletter/Email-Benachrichtigungen.
    Wenn ihr den RSS-Feed auf eine kurze Zusammenfassung reduziert, hätte ich nichts dagegen. Es muß reichen um sich zu entscheiden ob man den Artikel lesen möchte oder nicht.

  25. Es hört sich hier ja so an, als würden viele zumindest zahlungswillig sein, es dann aber nicht tun, weil sie es vergessen o.ä.
    Wenn es nicht zu viel Aufwand ist kann man ja zwei gleiche rssfeeds bereitstellen, einen kostenpflichtig und einen kostenlos.

    Wenn man nur unauffällige Werbung hat könnte man ja oben auf der Seite einen dauerhaften Hinweis darauf setzen, dass Adblocker abgeschaltet werden können, ohne dass die Seite danach unbenutzbar ist.

  26. Warum wollt ihr euch unbedingt auch mit Werbung finanzieren? Ich sehe keinen Grund, nicht allein von Crowdfunding zu leben. Werbung ist immer eine schlechte Sache. Wer kritisch sein will, hat nun mal keine Freunde in der Industrie, das muss so sein. Ihr macht einmal im Jahr eine dicke Crowdfundingaktion und gut ist. Kann mir nicht vorstellen, dass dabei nicht genügend Geld rumkommt.

  27. Eine Seite wie
    http://krautchan.net/donations
    könnte die Spendenmoral erhöhen. Dazu vielleicht ein kleines Thermometer auf der Seite eingeblendet, wie viel ihr diesen Monat schon eingenommen habt. Natürlich sind die Zahlen nicht absolut, ich denke, dass ihr nach Möglichkeit etwas auf die hohe Kante legen wollt, falls dann mal doch nicht genug da ist.

  28. Guckt euch mal an, wie das innovations-report.de macht. Links lange Liste mit Links. Das können Unternehmen telweise aus Imagegründen machen, teilweise aus bloßer Sympathie, teils aus Werbegründen, teils um einen schönen Incoming Link zu haben. 4 Gründe zu zahlen ;) Und das ist doch Werbung, die niemandem weh tut, weil die ja nur aus einem Logo besteht, das stört so wenig wie „Bauhaus“ im Fußballstadion. Der Innovations-report hat übrigens noch eine B-to-B-Funktion, die auch den Unternehmen was kostet und für Nutzer ganz nützlich sind. Heißt: Denkt doch mal über ganz eigene Werbeforrmen für eure Site nach.

  29. Warum nicht lange Artikel vermarkten? Das TL;DR für Leute die in das Thema nicht einsteigen wollen, bzw. zunächst wissen ob sie das interessieren könnte.
    Der eigentliche Artikel, können ja auch von externen Autoren geschrieben, ihr übernehmt „nur“ die Vermarktung, mit Hintergrund und weiterführenden Informationen dann für einen kleinen Preis. Vermutlich werdet ihr eine Weile brauchen um die Balance zu finden.
    Für wichtig halte ich dass Bezahlen mit so wenig Hürden wie möglich zu ermöglichen.

  30. Also mein Adblocker blockt hier auch die Viprinet-Werbung automatisch weg. Der ist wohl gut ;)

    Und was Volltext-RSS angeht: bekomme ich den nicht, lese ich halt auch nicht weiter als der Anriss geht. Ich will einen Text lesen können, wie _ich_ es will. Ich will nicht erst noch einen weiteren Klick machen müssen. Und ich will auch kein tolles „Webdesign“ um den Text haben – einfach nur schwarz auf weiß im RSS-Reader.

  31. Danke für den Beitrag. Habe nicht daran gedacht, für Netzpolitik AdBlock und Ghostery auszuschalten. Habe dies sofort nachgeholt.
    Danke für die guten Beiträge, bin seit,,, längerem (?) begeisterte Leserin.

  32. Ich entscheide anhand der Überschriften im kleinen RSS welche Artikel ich lesen werde. Die Werbung zu herunter zu laden ist ja in Ordnung, nur sehen will ich sie nicht.

    Tipps?

    phile grüße

  33. Die Ideen die ich hätte sind in den Kommantaren über mir alle schon erläutert.
    Was ich aber machen könnte wäre folgendes.
    Ich habe eine kleine Internetagentur. Wenn sich die Preise im Rahmen halten, könnte ich Werbung bei Euch schalten.
    Könnt Ihr mir ein Angebot schicken?

    1. Nachtrag.
      Wenn Ihr mir ein Banner zuschickt mit einem Link zu einer Seite wo Ihr auf Eure Misere aufmerksam macht, veröffentliche ich diesen gerne kostenlos auf meinem privaten Blog. Da ist zwar nicht sooo viel los, aber besser als nichts.

  34. Ich mag ja die Art, wie SPON das macht:
    Die haben in ihrem CDN (ich vermute, dass es dort passiert) einen Zufallsgenerator, der gefühlt 1% der Seitenaufrufe statt mit dem Artikel mit einer Werbe-Zwischenseite beantwortet. Da ist nichts drauf, nur Werbung und ein „Weiter…“ Link.
    Sie sind clever genug, die Werbung aus dem eigenen CDN auszuliefern, und offenbar haben sie auch einen Weg gefunden, die PIs zu zählen. Die machen das jetzt schon so lange – das muss sich irgendwie bewährt haben. Und ich seh die Werbung, obwohl ich Adblocker an und JavaScript aus habe.
    Die Anzeigen sind groß, aber handverlesen – kein Sound, keine Animation und schrillen Farben – und nerven (mich) nicht.
    Wenn Ihr in Euren RSS-Feed nur einen Teaser packt und den Link zum Artikel könntet Ihr zumindest einen Teil dieses Traffics wieder „einfangen“.
    Im Zweifel sprecht doch mal den Frank Patalong an. Der hat das Angebot quasi von Kindesbeinen an mit aufgebaut und auch schon Vorträge darüber gehalten, was so geht und was nicht. Ist ein netter Kerl, der plaudert bestimmt gern aus dem Nähkästchen.

  35. Finanzierung durch Verkauf, wie die App. Geht auch mit jährlicher, monatlicher oder was-auch-immer-Erneuerung per In-App-Kauf. Ohne Werbung, keine Spendenaufrufe (zumindest nicht an 1. Stelle und nur zusätzlich).
    Sachen, die nichts bringen und nur kosten, wie RSS komplett, auf Appetithäppchen reduzieren.
    Artikel, die viel Arbeit machen, aber nicht gelesen werden: weglassen. Dafür mehr Klick-generierende-Themen, mit Diskussionsbedarf.
    Vollständigen Zugriff auf Artikel oder zugehörige Tabellen, Grafiken usw. erst nach Kauf bei der Website. Ansonsten mehr auf Apps setzen.

    Zusammengefasst: Artikel oder Thema gefällt? Dann *vorher* bezahlen.

    Die App habe ich schon mal gekauft, ließe sicht vielleicht ausbauen?

  36. Wäre es eventuell noch eine Möglichkeit zu versuchen in (Wochen?)Zeitungen zu syndizieren? Vielleicht hat ja ein Verlag interesse daran, eine wöchentliche NP-Kolumne zu drucken; oder Kooperationen mit Radiosendern, bei denen ihr den Gros des redaktionellen Teils stemmt.
    Reich wird man dabei als Freier sicherlich auch nicht, aber evtl. wäre das eine Möglichkeit mit vergleichsweise wenig journalistischem Mehraufwand ein kleines Zubrot für den Blog zu verdienen.

    1. Ein Erlös unserer Arbeit ist bereits eine wöchentliche Kolumne bei n24.de von mir. Das ist sicherlich ausbaufähig, aber mit jeder weiteren Kolumne verlieren wir natürlich auch Zeit, hier wichtige Themen unterzubringen. Und es muss auch immer ein Medium da sein, was uns Geld zahlt für eine wöchentliche Kolumne. Bisher laufen uns gute Angebote hier leider nicht die Tür ein.

  37. Wäre es nicht möglich aus netzpolitik.org einen „eingetragenen Verein“ zu machen, um Fördergelder bei Kulturämtern und Stiftungen zu beantragen?
    Und „Vereinsmitglieder“ könnten einmal Jährlich ihren beitrag leisten.

  38. Wie wäre denn eine App, in die die Inhalte der Webseite einfließen? Vielleicht kann man das so programmieren, dass ihr in der Redaktion nicht viel mehr Aufwand habt und vielleicht findet sich ja jemand in der Community, der das für euch programmiert. Die App könntet ihr dann verkaufen und/oder Werbung einblenden. Ich habe vor kurzem mal irgendwo gelesen, dass die Tageszeitungen damit mittlerweile eine ganz beachtlichen dritte Einnahmequelle haben.

    Zudem finden sich bestimmt viele, die die App aus Solidarität kaufen, wenn ihr die entsprechend bewerbt. Ich würde es jedenfalls tun…

    1. Es wäre sinnvoller das Geld und die Zeit für die App-Entwicklung zu sparen. Ihr braucht keine App. Hat man ein App, so muss man sie pflegen. Jedes Smart-Phone hat einen Browser. Zur Erfüllung Eurer „Mission“ reicht eine Webseite aus.

  39. Für mich (ohne Adblock unterwegs) ist eure Seite recht wichtig.
    Eine Paywall vergrault mich.
    Spenden immer wieder.
    Mein Vorredner (No. 34) hat ein Spendenbarometer angesprochen.
    Das währe auch für mich ein guter Vorschlag.
    Auf der Seite das Barometer mit Rot/Gelb/Grün (Gefährdet/Knapp/wir machen sicher weiter) mit einer möglichst einfachen Bezahlfunktion ( für mich z.B. ein einmaliger Lastschrifteinzug (klick 10/20/30/freie Eingabe).
    Darüber dann die Fixkosten abdecken (keine Zahlen, nur der analoge Balken). Werbung – andere Quellen kommt dann oben drauf und ermöglicht Weiterentwicklung.

  40. Evtl. wäre ein Spenden-Abo nicht schlecht – dann hättet ihr eine höhere Planungssicherheit, und bloßes „vergessen“ wäre kein so großes Problem mehr. Müsstet ihr euch aber mit dem Eintreiben der Gelder (Einzugsermächtigungen etc.) rumschlagen und die Daten verwalten sowie Kündigungen usw. – macht erstmal ein wenig Arbeit für den Aufbau der Verwaltung, aber wenn das mal läuft, könnte es ich lohnen, vorausgesetzt, genug Spender machen da mit.

    Umwandlung in einen Verein bringt Steuervorteile (auch für Spender / Mitglieder) sowie die Möglichkeit, leichter Fördergelder zu beantragen. Die Gemeinnützigkeit wäre wohl das geringste Problem…

  41. Ich würde versuchen, mich an Leuten zu orientieren, die das schon länger erfolgreich machen. Konkret denke ich dabei an This American Life. Die bekommen 10% ihres Budgets aus der öffentlichen Hand (also mit 100% Planungssicherheit) und holen sich den Rest durch regelmäßige pledge drives wieder rein.

    Das mit den pledge drives ist so eine Sache, die „dem Deutschen ans sich“ recht schwer fällt. Ihr macht ja schon was in die Richtung, aber das kann man durchaus noch aufdrehen. Insbesondere würde ich nicht nur „ohne euer Geld gehts nicht weiter“ verkünden, sondern auch auf konkrete Stories hinweisen, die ihr gemacht habt und die gute Resonanz hatten.

    Es stellt sich noch die Frage nach den 10% baseline-Finanzierung. Könnt ihr irgendwie Fördermitgliedschaften oder so was anbieten? Dann hättet ihr Mitglieder, die ihre Spende regelmäßig abgebucht bekommen und somit deutlich planbarer sind als Spenden an sich.

    Noch so ne Idee: Ihr habt ein Buch verkauft, das war schon mal ganz gut, auch wenn die meisten Leute sich gedacht haben dürften, dass sie die Texte ja sowieso schon alle gelesen haben. Meine Frage ist: WO IST DAS T-SHIRT? Vielleicht sogar ein Aufkleber, oder eine Tasse? Ja, das kostet Hemmungen, so was anzubieten, aber bringen dürfte insbesondere ein T-Shirt was.

    Was das Ad-Modell angeht, empfehle ich euch, dem nicht zu sehr nachzutrauern. Ihr habt halt das Pech, dass das unausweichliche Ende der werbebasierten Netzweltfinanzierung euch früher trifft als die anderen. Meine Frau war betroffen, als vor etwas mehr als einem Jahr die Werbeplattform von Zeit online Malware ausgeliefert hat (ja wirklich, das war keine Absicht, ist aber trotzdem passiert). Seitdem ist Adblock für mich und jeden der sich von mir „Beraten“ lässt ein muss.

    1. Die meistgelesenen Artikel würde ich im Freitags-Wochenrückblick unterbringen :-)

      Ich kenne auch einen Blogger, der in (un)regelmäßigen Abständen berichtet, über welchen Suchbegriff die meisten Leser auf welchen Artikel gestoßen sind …

  42. Traut euch ruhig, mal weniger Content zu produzieren.

    Seit der „mehr“-Kampagne gibt es viele zusätzliche Beiträge, die beim abendlichen Newslesen uninteressant sind. Das schließt neben nebensächlicheren Thematiken für mich insbesondere Medientypen wie Podcasts und Videos ein, da man sie nicht querlesen kann. Wenn es sie sowieso schon gibt und es keinen Aufwand macht, okay. Das Querlesen wird auch durch sehr lange Beiträge erschwert, wodurch ich die meistens auch wegklicke, obwohl sie wahrscheinlich die meiste Autorenzeit ausmachen. Ich kann hier aber nur für mich reden…

    Ein kleiner, schlanker Blog, wie Netzpolitik früher war, kann genau so gut sein, ja sogar informativer. Das war schließlich der Grund, öfter reinzuschauen. Also bitte nicht bloß „mehr“ produzieren wollen, insbesondere wenn ihr merkt, dass dann das Geld knapp wird ;) Das ist ein typischer Fehler, wodurch schon so viele Websites ruiniert worden sind.

    Und Markus könnte für die anderen Autoren ein Orthographieglas einführen ;)

    1. Ergänzung: Selbst bei Vorhandener Inhaltsangabe zum Querlesen würde ich in ruhiger Lesestimmung keinen Podcast oder Videostream abspielen.

    2. Ich lese auch regelmässig Netzpolitik und spende auch schon, und ich muss auch sagen dass mir das Newsaufkommen auch sehr hoch geworden ist. Sehr viele sehr lange Artikel, ich schaffe gar nicht die alle zu lesen. Und das obwohl ich grad ne Weile Urlaub hatte :-) Also mit weniger Content wär ich auch zufrieden.

      Andererseits ist es wohl so dass es einfach extrem viel netzpolitisch relevantes zu berichten gibt. Und das wird wohl auch nicht weniger werden.

    3. Dem schließe ich mich an, hier läuft so viel Zeug durch das einem ganz schwindelig werden kann. Wenn nicht genug Geld reinkommt konzentriert euch auf das wesentliche, nicht immer ist ständiges Wachstum die beste Lösung.

  43. Hallo beisammen,

    FullText RSS halte ich für entbehrliches Premiumfeature. Ich komme zum Beispiel meist via twitter auf Eure Seite und lese dann, was mich interessiert. Den meisten anderen scheint das ähnlich zu gehen – der Tenor ist ja „schaltet das FullText RSS doch ab“.
    Ich glaube allerdings, dass das allein keine höheren Einnahmen bringt (wg. Werbeblocker). Ein via Token authentifiziertes bzw. paywalled RSS mag als Premiumfeature ein paar Euro bringen. Für mich wäre es nichts.

    Die taz-Paywall nervt und hat auch bei mir dazu geführt, dass ich die Seite nicht mehr aufrufe. Genau da sehe ich aber ein großes Problem für Euch: Ihr habt nicht nur Content, auf den Leute scharf sind und den sie deshalb bezahlen, sondern Ihr habt eine Mission. Wenn Ihr Euch hinter einer Paywall verschanzt, erreicht Ihr Leute, die es nötig hätten, nicht mehr.

    Das andere Problem: Wir haben Tracking als massive Gefahr und Rechtseingriff erkannt. Werbung, die Geld abwirft, geht aber (wohl) nur mit Tracking – wenn sogar Ihr sagt, dass Trackmenot-Plugins euch Geld kosten. Das gleiche Dilemma hat die FAZ: Wenn Schirrmacher oder Morozov da gegen den Big-Data-Kapitalismus wettern, wird der Leser gleichzeitig getrackt. Ich glaube, schon deshalb müsst Ihr eine Einnahmequelle jenseits dieser Art Werbung finden. Dann sind aber Non-tracking-Plugins nicht das Kernproblem. Morozov würde Euch für Solutionisten halten.

    Ich schalte gern meinen Werbeblocker für Euch ab, aber: ich klicke allenfalls aus Versehen auf Werbung. Wenn Ihr keine PageImpressions bezahlt kriegt, bringt Euch das nichts. Deshalb finde ich den Vorschlag mit der zielgruppenorientierten Werbung gut.

    Ich denke, Ihr müsst ein Finanzierungskonzept aufstellen, das Eure Arbeit nicht konterkariert und Eure Integrität nicht in Zweifel zieht.
    – zB. Werbung von privatsphäresensitiven Softwareanbietern und hostern schalten. Die erreichen die Zielgruppe auch ohne Tracking.

    – baut mit taz, anderen Bloggern, NGOen und freien Programmierern eine freie flattr-Alternative, die Ihr selbst betreibt und die keine 10 % einbehält (oder diese 10% auf alle Teilhaber verteilt).
    – zieht mit anderen Initiativen eine Stiftung auf, die Spenden einwirbt. Sowas wie die Wikimedia Stiftung oder die EFF. Denen kann man dann auch mal die Geldgeschenke aus ’ner Geburtstagsfeier oder spenden. Oder (Vorschlag für Freunde des Berlin-Klischees) stellt Spendendosen im St. Oberholz und anderen Nerdhotspots auf. Wie die DGzRS.

    – nutzt Querfinanzierung:
    –nehmt (höhere) Honorare für Auftritte, Expertisen, Stellungnahmen etc. Klar speist sich Euer „Marktwert“ als Experten aus Eurer Reichweite.
    — startet in sich abgeschlossene Projekte, für die Ihr Fördergelder erhalten könnt oder die Gewinn abwerfen (beides zusammen wird wohl nicht gehen). Verkauft zB. das Überwachungsbuch teurer. Ich hab eines gekauft und fand es sehr günstig.
    — Merchandising könnte laufen. Allerdings mit witzigen, ironischen Slogans, nicht mit dem eigenen Namen. Sowas wie „sicheres Emailen kostet pro Monat nicht mehr als der Inhalt dieser Tasse“ , nur geistreicher und witziger.

    – und vertraut auf keinen Fall auf irgendwelche neunmalklugen Ratschläge in Blogkommentaren, sondern fragt jemanden, der sich damit auskennt:
    http://sozialmarketing.de/ressourcen/

    Ich mach Euch erstmal ’ne Spende fertig.

    Michael

  44. LÖSUNG: GANZ EINFACH

    Benutzt das TorBrowserBundle. Damit surft ihr anonymisiert und sicher. Geschwindigkeit und Usability sind ausreichend. Sicherheit und Privatsphäre werden hinreichend gewährleistet.

    DAS BESTE DARAN: Werbung wird durch das TorBrowserBundle NICHT geblockt. Ein Werbefilter-Addon wie „Adblock Plus“ ist nicht dabei.

    ABER: Das Tracking der Werbung läuft ins Leere aufgrund der Anonymisierungswirkung des TorBrowserBundle.

    FAZIT:
    netzpolitik.org -> Empfehlt das TorBrowserBundle.
    np.org-Leser -> Nutzt das TorBrowserBundle.

    WIN-WIN: np.org unterstützen und Privacy schützen. Zwei in eins!

      1. Seit wann funktioniert Werbung nur MIT Tracking?

        netzpolitik.org verkauft Werbeflächen auf dem Blog und erzielt damit Werbeeinnahmen.

        Die Leser von np.org KÖNNEN ZUSÄTZLICH sogar bedenkenlos auf das eine oder andere Werbebanner klicken und sich auf die Webseite des Werbenden weiterleiten lassen. Dadurch steigen die Werbeeinnahmen für netzpolitik.org nochmal.

        All das ist aus Privacy-Sicht unschädlich, weil das TorBrowserBundle das evtl. vorhandene Tracking der Werbung und der Webseiten der Werbenden anonymisiert und damit eliminiert.

        WIN-WIN!

  45. Ich wurde gerade auf diaspora* auf New Thinking GmbH hingewiesen.

    Darin sind auch Autoren von netzpolitik.org zu finden. (Ich glaube, jene Seite braucht ein Update – Markus ist mWn nicht mehr in der Enquete-Kommission … siehe Presseakkreditierungssache).

    Könnte man darüber noch etwas an der Finanzierung regeln?

    1. newthinking hat bisher alle Minuseinnahmen querfinanziert, die Idee ist aber, unabhängig davon agieren zu können, da ich als Mitgründer von newthinking nicht länger argumentieren kann, wie wir unseren Redaktionsausbau finanzieren sollen. Darum gehts.

  46. N’Abend.
    Adblocker ist für Euch eh schon immer aus. NoScript für die Hauptseite ebenfalls. Das kleine Gespenst musste ich gerade noch anpassen. *erledigt*
    Dabei viel mir mal die Aktion bei heise ein, die per „Skript“ die Ad-Ons festgestellt haben und darum baten diese doch bei ihnen aus den und den Gründen zu deaktivieren. Fand ich besser als einen eigenen Artikel darüber. Man hat es gesehen und konnte gleich handeln. Viele Ad-Ons laufen ja im Autopilot, da weiß man nicht immer sofort, wen man jetzt mal auch entspannt zulasse/vertrauen kann.

    Sorry, PayPal habe und will ich nicht. Flattr ist nicht meine Welt. Bleibe bei klassischer Überweisung.

    Den RSS-Feed von Euch habe ich noch nie genutzt, lese lieber gleich alles direkt.

    Da ich von der Artikelserie von Anna so begeistert bin, ihr aber eure ehemals käuflich erwerbbares Netzbuch doch komplett umsonst ins Netz gestellt habt: Wäre es nicht eine Idee größere Artikel(-serien) als käufliche PFDs anzubieten? Zeit verzögert oder zeitnah als Link zum Artikel bzw. aus der Bibliothek-Netzpolitik?? (Die Verbreitung der kostenlosen Version war ja doch beeindruckend, oder? Ich kenne es selber noch nicht. War da was mit Werbung gelöst? Zumindest in der Version fürs Netz???

    In der Berliner Gründerszene nach Ideen schauen oder Unterstützungen/Zuarbeiten an- und abfragen? In Berlin macht doch jeder „was in Medien“ – da sollte doch auch was möglich sein.

    Wie wäre es mit einer Art Projektseite bei Euch: Wo man lesen kann, was Ihr gerade benötigt und wer es umsetzen kann/möchte; Design, e-Books, .. So eine virtuelle Aufgabenverteilung.

    Soweit. Grüße

  47. Man könnte per Script abfragen, ob ein Blocker benutzt wird, und im positiven Fall in jeden Absatz der Texte einen EInzeiler einfügen, der darum bittet, den Blocker zu deaktivieren. So bleibt immernoch der volle Bloginhalt sichtbar, mit dem Manko dass da sone nervige Zeile dazwischen hängt. Der User kann sich dann überlegen, ob diese Zeile mehr nervt als ein paar Werbefelder.

    1. „… dann bau ich mir nen Blocker Blocker Blocker, der den Blocker Blocker blockt.“

      Wenn die Zeile dann wirklich nervt, dann wird sie ausgeblendet. Den o.g. Aufwand kann man sich sparen.

  48. Ihr habt das gleiche Problem wie alle Verlage, die sich online betätigen. Ihr habt allerdings den Vorteil, dass ihr wie einige wenige eine loyale Leserschaft habt. Da entlang habt ihr Möglichkeiten.

    Werbung ist mE Teil des Problems und nicht der Lösung. Werbung und die dahinter stehende Industrie sorgt erst für die meisten Probleme, die wir seit Jahrzehnten und immer noch zunehmend im Netz haben, mittlerweile werden Grundrechte dafür beseitigt. In einem Internet ohne Werbeagenturen wie Google, Facebook usw wären viele eurer Artikel unnötig.

    Öfter wurde in den Kommentaren die taz erwähnt. Es gibt da eine Reihe von Parallelen zu euch – loyale Community, Werbung war immer eine Problemzone, Unabhängigkeit ist wichtiger, ab und zu kurz vor der Pleite. Die taz hat auf die Problematik reagiert, indem sie ihre Einnahmen diversifiziert hat: Printabos erzeugen ein Grundrauschen, das entfällt für euch, Genossenschaft wurde gegründet, auch das dürfte bei euch zu viel Verwaltungsaufwand erzeugen, ihr könnt nicht noch eine Stelle in der Buchhaltung bezahlen.

    Deshalb: Organisiert die Zahlungen, die in eure Richtung gehen könnten, effektiv. Die taz-Paywahl wurde eingeführt, um zu erinnern, und um eine echte Paywall a la NYT oder NZZ zu vermeiden. Die nervt zwar, aber das ist genau ihr Zweck, denn der Spendenbutton bringt einfach nichts. Was ihr versuchen könnt, ist die Entsprechung zum taz-zahl-ich-abo. Denn dabei muss nicht jedesmal neu die Entscheidung getroffen werden, unterstütze ich die jetzt, ach wo ist denn die Kontonr, zu aufwändig, nächstes Mal, also fast nie. Sondern es ist eine einmalige Aktion, die ab dem Zeitpunkt läuft, befristet oder unbefristet. Und es verdienen nicht vorrangig irgendwelche Werbeagenturen oder externe Firmen und für euch bleiben am Ende ein paar Krümel übrig. Wenn die Zahlung dann bspw auch über Lastschrift laufen kann, habt ihr auch nicht so sehr die überzogenen Gebühren der tollen bequemen Zahlungsdienstleister am Hals, die ihr in anderen Artikeln zu Recht kritisiert, weil sie sich politisch betätigen und versuchen, US-Gesetze oder inoffizielle Direktiven auch in Europa durchzudrücken. Oder ihre Gutsherren-AGBs.

    Weiter hat die taz einen onlineshop und mehrere ekioske für die Downloadartikel. Auch das ist aufwändiger als viele denken, aber es generiert auch Einnahmen. Muß man abwägen. Das hält euch alles von eurer eigentlichen Arbeit ab, aber wenn ihr anders nicht bestehen könnt, ist es ein Weg.

    Geht doch einfach mal zur taz-Geschäftsführung und redet mit denen über ihre Erfahrungen. Vlt gibts ja auch Möglichkeiten der Kooperation. Politisch sind größere Ähnlichkeiten vorhanden. Inhaltlich ist der Netzbereich bei der taz nicht so prall, das wäre eher komplementär zu euch. Aber organisatorisch, als Verlag, haben die eine Menge kreativer Antworten.

  49. Erst mal DANKE für alle die vielen Jahre guten Journalismus. Aber das war es auch schon. Texte eins bis zwei, Design und Marketing fünf setzen, wie so viele hier immer sagen. Heute finden 68 Prozent der Internetzugriffe mit dem Smartphone oder Table statt, schwer steigend. Hab Ihr mal versucht eure Seite mit diesen Geräten zu lesen? Katastrophe. Und die Mehrheit ist heute verwöhnt. Einmal angeklickt und kein Aussehen, weggeklickt für immer. Das ist halt die Facebook-Generation.
    Sucht euch einen Freelancer der für eigene Werbung euch eine Seite programmiert die auf allen Geräten läuft, dass gibt es nämlich heute und dann braucht man keine APP um anderen die Tasche dick zu machen. Dies sind die einfachsten Mittel um erst mal mehr Klicks zu erreichen. Dann stellt Möglichkeiten zur Verfügung wo der nicht Programmierer auf seinen Block auf euch aufmerksam machen kann, und schon wieder mehr Klicks.

    Und eins Kopf hoch! Wie sagte mein OPA immer: Et is net enfach an dat Geld andre Leut zu komme!

    Ihr dürft mich ruhig ansprechen.

    Paul Udo

  50. also der größte Hebel wird RSS sein. Das wird sich zudem sofort auswirken! Einfach nur noch den Anriß dort zeigen und den Leser auffordern zum „weiterlesen“. Wenn der Traffic dann um 40% steigt, dürftet ihr für Vermarkter auch wieder lohnenswerter sein.

  51. Ich fände einen Full-RSS-Feed hinter einer Paywall gut. Daneben könnte man einen „Anfütter-RSS“ ohne Paywall machen und die Webseite mit Werbung und vollen Inhalten beibehalten. So kann sich jeder das raussuchen, was ihm gefällt.

  52. Hallo,

    wie wäre es mit einem prominenten Button, der beim Klick auf eine randomisierte Werbeanzeige weiterleitet – also quasi ein Link auf eine Webseite (innerhalb eurer netzpolitik.org-Domäne), deren Inhalt ausschließlich aus einer Werbeanzeige besteht? Der Button ist mit einem umgebenden Text und einer treffenden Beschriftung eindeutig und explizit als „Werbeknopf“ beschrieben, so dass jeder Besucher freiwillig mit einem Klick (oder auch mehreren) eure Werbeeinnahmen unterstützen kann, ohne durch nervige Werbung vom Artikel abgelenkt zu werden. Für diese Werbeseite kann (und muss) dann jeder Leser seinen Werbeblocker deaktivieren. So könnt ihr ohne Zwang und/oder Paywalls eure Inhaltsseiten anbieten und eure treue Leserschaft auch mit grundsätzlich aktiviertem Adblocker per Werbung monetarisieren. Und der Implementierungsaufwand sollte auch recht überschaubar sein…

    Bin gespannt, wie ihr euch entscheidet – es könnte Vorbildfunktion haben! :)

    Viele Grüße

  53. Hallo Markus,

    dieses Thema so offen anzusprechen, ist gut und verdient Respekt. Hier ging es bisher viel um technische Aspekte, die ich zunächst noch zurückstellen würde. Vorher müsste man ein paar andere Fragen klären, technische Umsetzungen leiten sich dann daraus von ganz allein ab.

    Gut wäre eine strukturierte Analyse der Situation und Eurer Erwartungen: was braucht Ihr, was habt Ihr, was könnt Ihr, was bietet Ihr? Das macht jedes (Medien-)Unternehmen so, kommt bei Journalisten (und anderen Kreativen) aber oft zu kurz.

    Ermittelt, welchen Finanzbedarf Ihr als untere Schmerzgrenze habt. Glaubt Ihr, das mit (optimierter) Spendeneinwerbung zu erreichen? Dann konzentriert Euch darauf.

    Wenn nicht, dann führt sowieso kein Weg an Werbung vorbei. Das ist keine Schande, Zeitungen leben auch von Werbung, und die haben zum Teil noch ganz andere Leserzahlen als Ihr (hier schauen: http://elektrischlesen.de/2350). Aus der Rezeptionsforschung weiß man, dass Werbung die meisten Leser nicht stört (sofern sie denn das Lesen selbst nicht stört). Im Gegenteil wird Werbung oft als informativ empfunden, man muss nur auf den passenden Inhalt der Anzeigen achten (hier schauen: http://enc.newsroom.de/lang/de/enc-2014/case-study-nrc-reader-eine-neue-erfolgsformel-weniger-nachrichten-fur-mehr-geldcase-study-nrc-reader-a-news-formula-for-success-less-news-for-more-money/). Abo-Werbung für die ZEIT würde zum Beispiel gut passen. Wer Werbung einführt/forciert, erlebt immer einen gewissen Gegenwind von den Lesern, das müssen alle Beteiligten einfach eine Weile aushalten. Wichtig ist nur, klare Grenzen zwischen Inhalt und Werbung zu ziehen, um die eigene Glaubwürdigkeit nicht zu beschädigen.

    Fühlt Ihr Euch selbst als Verkäufer, habt Ihr Ahnung vom professionellen Verkauf und habt Ihr ein nationales Kontaktnetz zu Werbeentscheidern (http://elektrischlesen.de/2487)? Wenn nicht, dann sucht Euch den Vermarkter Eurer Wahl. Er wird Euch dann auch sagen, welche Maßnahmen er empfiehlt (RSS in voller Länge ist dabei mit Sicherheit hinderlich). Eine solche Entscheidung ist ja auch nicht für die Ewigkeit. Wenn sich neue Finanzierungswege eröffnen, kann man Werbung auch wieder beenden.

    Parallel solltet Ihr versuchen, Content zu vermarkten, das ist ja Euer Hauptprodukt und verursacht keinen großen Zusatzaufwand. Der Tipp Syndication kam hier schon in einem Kommentar. Das ist aber auch Vermarktung (siehe oben), evtl. hilft eine Anfrage bei den Presseagenturen, ob sie Inhalte von Euch anbieten würden. Da kommt zwar weniger Erlös als im Direktvertrieb, dafür wird man sofort für alle Redaktionen sichtbar und muss sich um nichts weiter kümmern.

    Auch schon angesprochen wurde hier die Verbesserung der Spendenwerbung. Wenn ich es richtig sehe, kann man bei Euch spenden, was man will. Setzt einen Mindestbetrag und weitere Stufen fest. Das hilft den Spendern, sich zu orientieren. Nennt das Ganze nicht „Spende“. Einige lokale Online-Zeitungen haben „Freundeskreise“, schaut mal hier: http://www.prenzlauerberg-nachrichten.de/service/freundeskreis/ Der Unterscheid ist größer als die Wahl der Bezeichnung.

    Crowdfunding funktioniert eher für konkrete abgrenzbare Projekte. Wenn Ihr eine App programmieren wollt (gute Idee, weil Ihr damit auch auf Phones/Tablets von Leuten kommt, die mit RSS nichts am Hut haben – so was soll es geben, und die sind womöglich trotzdem politisch interessiert), dann könnte man sich dort die Finanzierung dafür besorgen. Den laufenden Betrieb zu co-finanzieren, wird nicht funktionieren.

    Zum Abschluss noch ein Tipp: http://www.lousypennies.de/ beschäftigt sich genau mit diesem Thema: wie finanziert man Online-Journalismus?

    Gute Leser werden und müssen verstehen, dass Eure Inhalte nicht auf Bäumen wachsen, sondern dass Schreiben (und alles davor und danach) Zeit und Geld kostet. Wer Eure Arbeit gut und bereichernd findet, der wird gerne dafür bezahlen oder die Finanzierungsbeiträge Dritter (Werbung) akzeptieren.

    Viele Grüße und viel Erfolg

    Stephan

  54. Schon mal der richtiger Weg, die Dinge beim Namen nennen (auch heise.de greift heute das Thema auf).

    Meine Vorschläge:

    – Nutzern mehr Möglichkeiten zum zahlen oder spenden geben
    (es muss schnell, einfach, nicht verpflichtend und auch anonym gehen)
    – Layout und Usability der Seite verbessern (die Seite ist nicht „sexy“ und das Auge kauft mit)
    – Lesern die Wahl lassen: mehr Werbung und kostenlos oder pay und dafür ohne oder mit wenig Werbung (das evtl. beim Aufruf der Seite)

    Das Flattr 10% behält wusste ich bisher nicht, welche Alternativen gibt es?

      1. Nun, mit nur einem Tool oder einer Idee lässt sich eine Seite nicht finanzieren ;) Vor allem bei Technik-Affinen Usern ist das sinnlos. Sonst würden nicht so viele Online-Nachrichtenseiten nach Finanzierungsmöglichkeiten suchen.

        Daher: Durchmixen. Ruhige Onlinewerbung, die der Adblocker zulässt, lange Artikel für 99 Cent, Artikelbündel zu einem Thema als PDF für 1,49 Euro, Spendengelder, Stiftungsgelder, Querfinanzierung durch Vorträge, Marchandise, Artikel etc.

        Ihr habt den Content doch schon, vermarktet ihn: Eine App mit Werbung, 1,99 Euro für eine App ohne Werbung. User die euch dabei helfen würden habt ihr genug.

        All das bringt keine Millionen. Aber alles zusammen kann eine Seite finanzieren. Einfach mal ausprobieren und auf die User hören. Werbung als Posts verkaufen würden hier z.B. gar nicht funktionieren. Vieles andere allerdings schon.

  55. Hallo lieber Markus, liebe Redaktion,

    ich bin auch so ein Fulltext-RSS Feed Leser und habe mich schon ein paar Mal gefragt ob das wirklich sein MUSS.
    Selber nutze ich zwar sowas nicht, aber es gibt ja so viele fiese Addons, die einfach nur einen RSS-Feed aufhübschen und die eigene Werbung drüber, drunter und daneben knallen. In dem Moment habt ihr so gar nix von dem Fulltext RSS, sondern auch noch einen Parasiten am Hals.

    Andere Seiten denen ich per RSS folge, blenden teilweise Werbung direkt im Feed mit ein – das fände ich absolut ok.

    Alternativ oder ergänzend – und das wäre wohl am zielführendsten – hätte ich absolut kein Problem damit wenn aus dem Fulltext RSS ein Teaser-RSS werden würde. Auf die interessanten Artikel klicke ich dann so oder so. Wenn ihr ganz dringend Kohle braucht oder eine sehr wichtige Kampagne habt, dann könntet ihr von mir aus sogar den RSS-Klick erstmal auf eine Kampagnenseite und von da aus mit prominentem Button auf die Artikelseite schicken.

    Natürlich ist das alles für mich als Leser nicht mehr ganz so easy. Aber ihr sagt ja selbst dass eure Leserschaft etwas anders tickt wie die der Mainstream-Seiten. Daher bin ich mir auch sehr sicher, dass wir als Leser bei euch eine höhere Toleranzschwelle haben! Meinen Segen habt ihr.

  56. Ich benutze eine (selbsterstellte) Filterliste für einen Adblocker, der Tracker anstatt Werbung blockieren soll. Das Problem an der Sache ist, dass Werbung von Drittanbietern den Nutzer auch verfolgt/ trackt.
    Auf dieser Website blockiert meine Filterliste Inhalte von adspirit.de, doubleclick.net, flattr.com, fonts.googleapis.com, vgwort.de und ivwbox.de.
    Auch ich möchte, dass sich Websites durch Werbung finanzieren können. Dies darf jedoch nicht zu lasten der Privatsphäre der Nutzer gehen.
    Ich finde es gut, wenn Websites Werbung selbst hosten, da hierdurch sich zwar Websites zumindest teilweise finanzieren, jedoch kein Datenschutznachteil entsteht. Dabei gibt es jedoch mit den Filterlisten ein großes Problem: Standardmäßige Filterlisten u.a. von Adblock Plus blockieren teilweise alles, was sich in Verzeichnissen, die /banner/ heißen oder mit /ad- beginnen, und teilweise sogar alles, das in einem div ist, welches als id „banner“ oder ähnliches verwendet. Damit schützen Werbeblocker keine Nutzer, sondern schaden den Websitebetreibern.
    Große Websites haben dazu noch das Problem, dass Werbebanner mit der genauen Pfadangabe der Bilddatei in den Filterlisten landen.
    Die Art und Weise der viprinet-Werbung könnte nur das letzte als Problem haben, wie ein Nutzer (arno nym) bereits angemerkt hat.
    Trotzdem ist es richtig, Werbung selbst zu hosten, um die Probleme zu umgehen.

    Und noch etwas: Wenn Ihr den Feed nicht mit Werbung zukleistern wollt:
    Verwendet doch zwei Versionen der Website, eine mit Werbung (auch im Feed) und eine kostenpflichtige ohne Werbung, auch nicht auf der Website.

    1. Dass Du Inhalte von ivwbox.de blockst ist eine ganz fiese Angelegenheit. Denn die IVW selber zeigt Dir ja gar keine Banner (nur mal hin und wieder eine Surveyeinladung).

      Allerdings ist die Zählung der IVW (ob nun sinnvoll oder nicht) für viele Werbetreibenden eine relevante Größe ob und welche Buchungen netzpolitik.org bekommt. Durch den Block reduzierst Du quasi den Werbewert. Das mag natürlich gewollt sein als Rundumschlag – aber Dein Text liest sich nicht so.

  57. Hallo,

    ich würde den Wikipedia-Ansatz fahren!

    Macht am Anfang vom Jahr einen Spendenbalken mit dem zu erreichden Jahresbudget bis der voll ist. So ist auch transparent was ihr pro Jahr an Kohle braucht. Da machen die Leute erfahrungsgemäss mit und ihr müsste überhaupt keine Sorgen mehr über Werbung/Budget machen bis zum nächsten Jahr!

    Grüsse
    Mike

    1. Wenn grundsätzlich, auch und vor allem im RSS-Feed die aktuelle Finanzierungssichheit des folgenden Quartals eingeblendet wird, als Balken, oder irgendwie anders, wäre das eine Aufforderung an jeden Leser, etwas für die kommenden Veröffentlichungen von Euch zu tun. Das erzeugt parallel dazu auch ein Gefühl der Transparenz beim Leser.

      Sicher nur ein Baustein. Aber vielleicht wirksamer, als irgend ein Eigenwerbungs-Hinweis am Rande der Seite.

      Ich glaube eher nicht, dass eine jährliche Aktion, wie bei Wikipedia, bei Euch ausreichend ist.

  58. Macht das was ihr am besten könnt -> schreiben,schreiben,schreiben.
    Versucht doch ein wöchentliches E-Book zu schreiben wie “ Das beste der Woche von Netzpolitik.org “ dazu braucht ihr noch nicht mal einen Verlag sondern könnt das bei Amazon selber reinstellen. Ein Versuch ist es wert,die Leute kaufen alles,den Eindruck habe ich jedenfalls wenn ich die Amazon Bestenlisten so sehe und gleichzeitig ist es Werbung für die Seite.

  59. Hallo Herr Beckedahl!

    Ich möchte Ihnen auch erst einmal für den tollen Artikel und die Offenheit danken! Respekt dieses Thema einfach so offen zu Diskutieren.

    So lange es in der BRD kein bedingungsloses Grundeinkommen gibt, werden Sie wohl mit diesem Thema immer wieder zu Kämpfen haben. Wenn Sie sich keinen finanzstarken „Partner“ suchen möchten, weil dieser Ihnen dann wohl möglich vorschreibt, welche Inhalte er möchte und welche nicht, bleibt Ihnen nichts anderes übrig als sich irgendwie Durch zu wurschteln…

    Ansätze dazu gibt es viele, jedoch ist jede Form von einem Werbekonzept auch wieder eins, an dem ein dritter Mit verdient.

    WENN SIE Konsequent unabhängig bleiben wollen würde ich Ihnen auch das Konzept von Wikipedia Vorschlagen. Friss oder Stirb!

    ERST wenn die Finanzierung für das nächste Jahr gesichert ist, wird weiter gemacht. OHNE WENN UND ABER^^

  60. Ich habe ABP, RequestPolicy und NoScript auf Netzpolitik.org abgeschaltet und sehe trotzdem keine Werbung. Ich wüsste auch keine anderen Addons, die die Anzeige von Werbung verhindern würden. Insofern: Ich würd‘ ja gerne Werbung zeigen, aber selbst mit der maximalen permissiveness, die mir mein Browser erlaubt, sehe ich keine. ;-(

  61. Adblocker seitenspezifisch auszuschalten ist nervig und beseitigt nicht die Datenschutzbedenken ggü. Werbenetzwerken. Die einzige Werbung die ich akzeptieren würde, wäre voll durch Euch kontrolliert total statisch, ohne Nutzerverfolgung und klar vom Inhalt getrennt – eben wie bei einer Printzeitung. Und ich wäre bereit monatlich X Euro an eine Gemeinschaft hochwertiger Internetveröffentlichungen zu zahlen, wenn ich im Gegenzug Y Artikel monatlich aus allen der zusammengeschlossenen Medien lesen dürfte und damit nicht gewiefte Nullzahler quersubventioniere. „Weak Pay-Walls“ reizen geradezu dazu, eben _nichts_ zu bezahlen, weil man sich beim Bezahlen als der ausgenutzte Dumme fühlt

  62. Es ist echt zum verzweifeln, dass ihr auf Werbung angewiesen seid. Es muss doch möglich sein öffentlich-rechtliche Gelder für euch bereit zu stellen. Wenn es möglich ist eine Petition gegen Lanz aufzusetzen, der auch soviel Zuspruch erhalten hat, dann sollte es hier auch möglich sein.

  63. Für Euer Problem gibt es IMHO nur eine nachhaltige Lösung: Schaltet ausschließlich statische (nicht animierte) Bilder mit ganze normaler Verlinkung mit „a … href“ und lasst sie von eurer eigenen Seite ausliefern. Das machen Facebook und Twitter in ähnlicher Art auch in ihrer Timeline.

    Das würde den Lesefluss kaum bis gar nicht stören, und einer DER Hauptgründe fürs Blockieren würde entfallen.

    Ich werde jedenfalls für nichts und niemanden die schützenden Mechanismen von NoScript und der AdBlocker so abschalten, dass mein Rechner zum offenen Scheuenentor mutiert – und mich schon gar nicht von großen Adservern tracken lassen.

    Viel Erfolg!

    1. Als „normaler“ Werbetreibender würde ich mich damit nicht zufriedengeben. Dabei spielt das Layout des Banners keine Rolle, sondern dass ich nicht sehen kann was und wie mit meiner Werbung passiert.

      Entweder das Banner kommt von meinem AdServer, oder ich bekomme ein Zählpixel ausgeliefert, damit ich meine Kampagnen im Blick habe.

      Natürlich ist das alles so furchtbar kapitalistisch – aber genau das ist ja das Problem: Im normalen Rahmen findest netzpolitik.org so keine Werbepartner. Entweder braucht es spezielle Partner die damit klar kommen, oder eben neue Ansätze. Ich glaube beides ist gleich schwer zu finden.

      1. Habt ihr mal an eine Partnerschaft mit Heise gedacht oder es schon probiert? Das Clientel ist sehr deckungsgleich, vermute ich mal. Werbung für deren Printmedien zu machen, dürfte die passende Zielgruppe treffen.

        Natürlich ist Heise auch ein Medienunternehmen, dass lieber Werbeeinnahmen als -ausgaben hat. Aber inhaltlich würde es passen denn eigentlich geht es nicht um die Zahl der Einblendungen, sondern um die Klicks. Und die dürften zahlreicher sein, als bei einem eingeblendeten Gemüsesschäler. ;-)

  64. Wie sieht es denn mit der Suche nach Mäzenen aus?
    Gibt es irgendwelche Stiftungen an die man für eine Teilfinanzierung anleiern könnte?

    Bei so einem Gehirnstürm kommt natürlich auch viel Unnützes zusammen, daher will ich meinen Vorschlag auch mal beisteuern: Die GLS-Bank hat m. W. auch diverse Stiftungen und verschenkt z. T. auch Geld (!) an förderwürdige Unternehmungen. Eigentlich liegt der Schwerpunkt dabei auf Umwelt, Nachhaltigkeit und sozialem Engagement. Letzteres dürft ihr euch aber auch auf die Fahnen schreiben, von daher wäre eine Anfrage dort im schlimmsten Fall umsonst (und kostenlos).

  65. An der Wurzel anfangen.

    Ich weiss nicht wie’s anderen geht, aber Werbung stört mich nicht. Was mich stört, ist, dass ein Aufruf einer Werbefinanzierten Seite mein Surfverhalten adn die Werbebranche liefert. Das ist genau der Punkt an dem man angreifen muss.

    Klar ist: Werbung funktioniert über Reichweitenmessung. Es ist IMHO Aufgabe der Seitenbetreiber die Reichweitenmesser dazu zu bringen, Technologie zu entwickeln die eine (gegenüber Werbekunden vertrauenswürdige) Reichweitenmessung beim Seitenbetreiber ermöglicht, und dabei (gegenüber den Seitenbesuchern) garantieren kann dass die Daten des Users beim Seitenbetreiber bleiben, und eben nicht beim Reichweitenmesser oder Werbekunden bleiben.

    Die einzige Werbung die ich tatsächlich sehe ist die auf leo.org [1], das GIF rechts oben wird bei denen gehostet.

    ____________________
    [1] http://www.leo.org/

  66. Über Spenden allein scheint eine Kostendeckung nicht machbar oder zumindest nicht längerfristig planbar zu sein. Bei einer reinen Werbefinanzierung könnte die Ausrichtung der Inhalte leiden (schliesslich müssen die Beiträge eine ausreichende Anzahl Leser anlocken und zwingen so in Richtung Mainstream).

    Klassische Printmedien verfolgen doch auch einen kombinierten Ansatz – das Magazin kostet Geld und enthält Werbung. In Anlehnung dazu wäre für mich neben einer öffentliche frei zugänglichen Seite mit Werbung ein im Abo erhältlicher werbefreier Zugang wünschenswert. Das gilt übrigens für viele von mir regelmässig besuchten Seiten, bietet nur keine davon an.

  67. Will keine Ratschläge verteilen, aber ich kann gerne einen Feedback zu dem Thema geben. Ich selbst beziehe die Seite nicht über RSS, lasse aber Adblock Plus seine Arbeit verrichten.

    Mit Werbung habe kein grundsätzliches Problem. Es wird aber dann zu einem Problem, wenn die Werbung nicht mehr harmonisch sich in die Seite einfügt, sondern gewaltsam die Aufmerksamkeit auf sich zieht. In böser Erinnerung ist mir dabei Xdrive von BMW der bei Spiegel-Online ohne Unterbrechung animiert hin und zurück sausen musste, bei Bild-online die aufklappenden Bilderrätsel wo man das x zum Schließen ca. 5 Minuten suchen musste (könnte jetzt nicht mehr sagen was die überhaupt beworben hatten), bei sport1 dauerte das Laden der Seite wegen der animierten Werbebanner länger wie das lesen der Seite und der Pseudotext bei Focus-online mitten im Artikel.
    Diese und ähnliche Fälle veranlassten mich Werbung blocken zu lassen. Dabei fehlt mir gute Werbung sogar. Mit den leeren Flächen sehen einige Seiten nackt aus und auch der Unterhaltungswert ist ohne Werbung geringer. Man vermisst die Frisur von Angela Merkel bei Sixt oder die Super Bowl Commercial von VW die ich extra bei youtube mir angesehen habe.

    Aber ich lasse mich von Argumenten gerne überzeugen und hab für netzpolitik.org eine Ausnahme hinzugefügt und erblicke da viprinet. Klicke auch noch darauf um ja Umsatz zu generieren :)

    1. Das unharmonische, das Lesen störende Werbegemetzel am Rande des Sichtbereichs der Augen stört mich ungemein. Gerade als der Spiegel im letzten Jahr für die Abschaltung des Webeblockers unter seinen Lesern geworben hat, habe ich das dort probiert. Schließlich lese ich SPON regelmäßig (und kritisch). Aber da schlängelte sich irgendwas von oben nach rechts und dann neben den zu lesenden Zeilen nach unten, dass ich den Adblocker schneller wieder eingeschaltet habe, als ich ihn vorher testweise abgeschaltet habe. Das habe ich denen auuch geschrieben.

      Es gibt gute Werbung, witzige Werbung, die man gerne mal ansieht. Aber es ist selten, wenn sowas über die Werbedienste eingeblendet wird. Von dort kommt meist Billigwerbung. Also: Gute und wirksame Werbung einzublenden bedeutet, jemanden nur damit zu beschäftigen. Wichtig zu wissen wäre, ob diese zuaätzliche Stelle mehr einspielt, als sie kostet.

  68. Full RSS deaktivieren und mehr Werbung schalten mit extra Hinweis für AdBlock Nutzer, ihr seid doch nicht die Heilsarmee. Dann jammern vielleicht ein paar User, aber nach zwei Wochen haben sich alle dran gewöhnt.

    Netztpolitik.org ist in Deutschland absolut einmalig, ich glaube nicht einen Moment daran, dass man durch solch völlig nachvollziehbare Änderungen relevant Leser verliert. „Der Postilion“ schaltet aufdringliche Werbung das es kracht und ist jeden Monat eine der meistverlinkten Seiten überhaupt.

  69. Einfach: acceptable ads. Soviel bashing, dabei ist es offensichtlich der richtige Weg. Wenns da keine Agentur gibt die sowas unterstützt, sollte vielleicht mal jemand eine gründen.

    Und beim RSS: einfach bloss den ersten Absatz / Zusammenfassung zeigen. Macht die Sache ohnehin übersichtlicher. Siehe Heise News.

  70. Fanware?. Tshirts kosten im Einkauf 2-4 Euro und lassen sich prima für 20+ Versand verkaufen. Vllt lassen auch die Bielefelder gleich mit rein in Ihren Shop und von jedem Sale geht dann ein Beitrag X direkt an euch?

  71. – Text-Werbung in den RSS Feed
    – Statische Banner / Text-Werbung / sponsored-by Logos statt „AdServer“-Werbeflächen
    – Haken: Technische Eigenlösung (keine Spy-Cookie-setzenden Zentrale-AdServer) machen Anbindung an existente Vermarktungs-Anbieter vmtl unmöglich, sind aber Datenschutz-freundlicher und werden vmtl erstmal nicht geblockt (zumind. bei Textwerbung und sponsored-by-Logos sollte das auch langfristig so bleiben, für Banner lassen sich die Blocker evtl ne Weile austricksen).
    – Also: Mehr Eigenvermarktung („liebe Leute, die hier Werben wollen, melden sich bei xy“) heisst im Zweifel auch mehr Marge.

    1. Vielleicht solltet ihr wirklich mal kalkulieren, ob eine zusätzliche Arbeitskraft, die solche Einblendungen von der Aquise über Vorbereitung der textlichen oder bildlichen Integration bis zur Abrechnung der Klicks mehr einspielt, als sie kostet. Ihr könnt das ja auch über ne befristete Projektarbeit testen. Dafür findet sich vielleicht eine guter StudentIn.

  72. Moin ihr,
    also, tja, naja, die Forderung zu erheben (der Konjunktiv ist gemeint) Werbungs-Blocker zu deaktivieren empfinde ich schon als recht dreist.
    Zwar empfinde ich diesen Blog, mal subjektiviert – auch wenn das etwas überzieht -, nicht als Vertreterin einer prinzipiell substantiellen Kapitalismuskritik, dennoch könnte man inhaltlich schon darauf schließen, dass viele der behandelten Themen den Anlass bieten könnten, sich zu dem sie umgebenden und die Inhalte bestimmenden politischen Wirtschaftssystem in eine kritische Haltung zu begeben.
    Sollte der Satz bei euch jetzt nicht auf vollständigen Widerspruch stoßen, würde ich davon ausgehen, dass sich eine Penetration der geneigten Leserinnen mit Konsumanreiz-Propaganda von selbst verböte. Letztendlich wollt ihr euch, und wir uns, ja schon in eine dialektische Position, also auf den Platz der Gegenthese, begeben.
    Die Frage nach dem Richtigen im Falschen stellt sich nicht neu, aber anscheinend immer wieder (auch wenn das Zitat langweilig und inkorrekt ist). Der daraus folgende Ratschlag sich deshalb in abwartende Kontemplation zu begeben ist so blöde und nicht zielführend, wie eben das mitmachen auch ist.

    Wenn ihr das Richtige machen wollt – macht nicht mit. Für eure Rolle, die ihr vermeintlich einnehmen wollt, bietet dieses Wirtschaftssystem wohlweislich keine verlässlichen Optionen.
    Ein Ausweg? Das ein wenig Falsche zu tun? Versucht es mit Spenden, Stiftungsgeldern, etc.? Die Lage bleibt dabei prekär.
    Viele Grüße, Tascha

  73. Was euch vielleicht nicht Unmengen an Geld bringen würde, aber einfach einzuführen wäre, sind Affiliate Links in Richtung der größeren Shops. (Amazon, AppStore, etc.)
    Also nicht in Artikel, aber halt direkt rechts in eurer Leiste. Bzw könntet ihr irgendwie die URL bereitstellen, so das wir das als Standardseite für diese Shops benutzen könnten und so euch im Alltag zusätzlich unterstützen.

    1. Affiliate-Links haben wir mal ausprobiert, hat nicht besonders viel gebracht. Zudem stärkt man damit leider auch die Marktmacht von Amazon, was wir nicht schön finden. Und viele Leser auch wiederum nicht. Ein weiteres Dilemma.

      1. Mh okay. Dachte jetzt nicht daran das ihr das dick bewerbt oder so.
        Halt bei den Spenden eine Liste mit Affiliate Links. So für die Leute die eh halt auf einer Seite was kaufen und sich dann zB auch Richtung Amazon einfach euren Link im Browser als Standard einrichten und gut ist.
        Wie gesagt geht ja nicht nur um Amazon, gibt ja noch genug andere die das anbieten und wäre nur so als zusätzliche Unterstützung gedacht. Ist halt praktisch da man selbst dadurch keinen finaziellen Mehraufwand hat und so da vielleicht auch Leute dazu kommen die sonst nicht spenden würden.

  74. 1. Das Modell der werbefinanzierten Inhalte in dieser gemütlichen Gesamtheit ist am Ende – und das war es auch schon vor dem Internet. Die Verlage konnten ihren Anzeigenkunden aber immer wieder Sand in die Augen streuen – Print wirkt nicht. Hat es auch nicht vor 20 Jahren, aber da gab’s eben auch kaum Alternativen.

    2. Das praktizierte Modell mit den Vermarktern ist gescheitert, weil diese ehrlosen Gesellen ein Jahrzehnt die Werbeplätze förmlich gespamt haben. Ich bekomme auf IT-Seiten Blumenwerbung und soll auf Pornoseiten DSL-Anschlüsse ordern, Abgesehen davon, dass die Seiten zum Teil mehr Traffic mit der Werbung generieren als mit der Nutzlast – was so weit geht, dass man in der Tat aktuelle Mehrkernprozessoren braucht, damit die Browser das noch in vertretbarer Zeit schaffen,

    3. Das grafische Gewerbe hat restlos versagt: Jeder Depp hat Anzeigen, gerne auch animiert gestaltet, nach den Regeln des Direktmarketings: Schrill, schriller, am schrillsten – nur Aufmerksamkeit zählt. Onlinewerbung ist langweilig, aufdringlich – ein Geschwür am Arsch des Journalismus.

    Ich kenn‘ die Lösung auch nicht. Wenn allerdings meine Analysen richtig sind, gibt es auch keine – zumindest keine, die sich ohne massive strukturelle Anpassungen in der Branche machen lassen.

    Ich denke, dass um die Eigenvermarktung kein Weg herumführt. Die Angebote, die das nicht können haben eben verloren – so war das in den Zeiten vor dem Internet auch. Nicht schön, aber ein kompletter Systemwechsel – wirtschaftlich und politisch – der sowas wie einen öffentlich-rechtlichen Journalismus ohne Refinanzierungszwang ermöglicht, scheint mir unwahrscheinlich.

    Werbung kann wiederbelebt werden, wenn sie fokussiert, nutzwertig, elegant daherkommt. Nicht als Eiterbeule, sondern als Schönheitsfleck.

    Es gibt keine Rettung für niemanden, solange die Werbevermarkter so eine Art legaler Arm der Botnetz-Spam-Mafia sind – und sich im Übrigen durchaus auch noch deren Methoden bedienen.

  75. Ihr habt soviel Qualität zu bieten, also zeigt endlich mal Selbstachtung und lasst eure Leser für eure Leistungen anständig zahlen. Nicht durch Spenden, nicht nur Bitten und Betteln, nicht durch Merchandising, sondern wie es jeder Dienstleister auf dem freien Markt normalerweise macht: indem er einen Preis für seine Leistung aufruft. Her mit der Paywall.
    Zeigt, was ihr wert seid. Zeigt, dass geistige Erzeugnisse einen Preis haben.

    1. Das so rigoros ist riskant. Wenn man neue Leser gewinnen will, müssen die auch die Chance haben, den Wert, einzuschätzen, der für sie relevant ist. Bei Printmedien liest man sie kurz quer und entscheidet im Laden ob man zahlt. Und wenn das Medium ddauerhaft gut ist, wird irgendwann aboniert.

      Querlesen bedeutet eben nicht den ersten Abschnitt oder einen Abstract zu lesen. Sonder wirklich quer einzuschätzen, was im Text steht.

      Vielleicht könnte eine Paywall funktionieren, wo jeder 3. Artikel vollständig lesbar ist und man nur zahlt, um alle Artikel lesen zu können. Man kann sich somit als Neuleser über die grundsätzlichen Inhalte und die Qualität des Mediums informieren. Und dann eben Abonent werden.

  76. Ganz kurz und knackig:

    – schaltet „nicht nervende“ Werbung. Keine Endlosanimation, kein Sound, kein Flash.
    – Wenn Adblocker erkannt werden, schaltet stattdessen einen „Unsere Werbung nervt euch nicht. Versprochen! Schaltet bitte Adblocker aus. Danke!“ Banner.

    Ich würd’s machen. Ich habe auch im ‚real life‘ nichts gegen Werbung – aber wenn die darin besteht, dass mich während des Stadtbummels ungefragt Leute anrempeln und anquatschen, dann schon. Und animierte Flash-Werbung mit Sound oder mitten in den Text platzierte Nervbanner tun genau das.

    Ich würde wirklich gerne wissen, wieviele noch so denken. Ich denke, es sind einige.
    Würden alle das machen, gäbe es gar keinen Grund für Adblocker …

  77. Also ich habe 2 Ideen:

    1) Artikel verkaufen an die Online Seiten. Ich glaube auch online Seiten sind froh wenn sie Günstige Artikel bekommen.

    2) Das Hauptproblem mit Werbeseiten sind die Tracker Pixel und die sehr aufreizende Werbung, die von den eigentlichen Inhalten ablenkt. hier sehe ich nur die Möglichkeit einen Vertrag mit einer Agentur einzugehen die den Werbeplatz nach festen öffentlichen Regeln vermarktet. Diese Regeln sind dann öffentlich.
    Das könnte die Bereitschaft Adblocker abzuschalten verringern.

    Ansonsten sehe ich nur die Möglichkeit diejenigen die Adblocker benutzen Auszusperren.

    1. Als wir noch von Zeit.de vermarktet waren, wurden wir bei IVW und AGOF gelistet. Aber dort wurden nur die Zahlen derjenigen gesammelt, die uns ohne RSS-Feed und Anti-Tracking-Tools lesen. Ich hab keine aktuellen Zahlen, aber letztes Jahr waren da mal 100K Unique Visitors gelistet. Unsere Serverstatistik kommt selbst bei konservativer Rechnung auf viel höhere Zahlen.

  78. Es muss an euer Werbung liegen, liefert sie anders aus, als per DoubleClick(im Router gesperrt), und dann sehe ich sie auch, denn ABP ist hier aus und Bilder blockt NoScript nicht

  79. Wenn das wirklich viele haben wollen, zahlen sie auch dafür.
    .
    .Darf ich auf die Musik verweisen? Für eine beliebte Gruppe (Orchester, Sänger, sonstwas) zahlen die Zuschauer/Zuhörer bis zu 100 Euro oder gar mehr, um das zu sehen und zu hören. Für etwas, was nur wenige interessiert, nun ja, …da gibt’s oft Subventionen – leider auch für Zeugs, das sowas von überflüssig ist…
    Und da ich gegen Subventionen bin, hilft nur: BESSER werden.
    (ich weiß, das ist leicht dahergesagt…)
    Es gibt zwei, drei, vier Beispiel im Netz, die durchaus Qualität haben und die (trotzdem?!) reichlich Besucher haben, eins davon GANZ ohne Reklame. Ja, es geht: Besser als die anderen sein.

  80. Ihr habt einfach zu viel Werbung gemacht. Der User geht dann auf die „Flucht“ nach vorne, bevor man ein bisschen und dann immer mehr genervt wird, dann gleich abwürgen. Es gibt Werbung die kommt Ohne Flash, Java oder andere Scripte aus und wirkt trotzdem, aber einmal ruiniert, lebt es sich ungeniert. Nun seid ihr am Jammern weil ihr verzweifelt. Tja, da hätte die Werbeindustrie mal früher nachdenken sollen. Zudem wenn ich heute Ehrenamtlich arbeite und dann hinterher beginne zu betteln weil ich mit den Unkosten des Ehrenamts nicht klarkommen, kann ich auch nicht betteln gehen nach Geld. Wenn dann von vornherein Spenden lassen und das klar Kommunizieren, oder ein Verein sein und Mitglieder haben. Irgend wie erinnert mich die Ganze sache an die Geschichte mit dem Bettler, der zwar arbeiten könnte, aber sich lieber beschwert warum ihm die Leute so wenig Geld schenken um auf der Strasse zu überleben.

    1. Wir können uns nicht erinnern, hier sowohl „viel“ Werbung als auch jemals Java-Werbung gesehen zu haben. Und wir arbeiten hier nicht ehrenamtlich, sondern wollen unser Angebot aufrecht erhalten und ausbauen, damit Du weiterhin hier auch lesen und kommentieren kannst.

    2. Zu der Idee mit dem Verein: Das Vereinsrecht ist eine super Sache. Allerdings gibt es da ein paar Kleinigkeiten bzgl. der Mitbestimmung, die man nicht immer so 1:1 für jeden Anwendungsfall übertragen oder gebrauchen kann. Einfach per Satzung abschaffen lassen die sich (aus gutem Grund) auch nicht. Das fängt schon bei der Einladung zur Mitgliederversammlung an. Im Kleinen alles dufte – aber wenn da mal ein paar hundert oder tausend Mitglieder drin sind, kann sowas schnell in reine Selbstbeschäftigung ausarten und dann kostet das immer auch noch gut Kohle. Sobald es hauptsächlich um die Generierung von Umsatz im weitesten Sinne geht, ist ein Verein fast ausschließlich suboptimal.

  81. Als kleine finanzielle Idee hätte ich Seminare im Angebot,
    dort könntet Ihr euer Wissen unter das Volk bringen.
    Das ganze könnte zusammen mit Crypto Party´s im Einklang laufen und ich denke CCC o.ä. Hacker Space´s würden sogar mithelfen.

    Falls das zu aufwendig oder vom Kostennutzen her sich nicht rechnet dann bleibt die Idee mit Paywall noch erträglich für mich.

    Ich mein von irgendetwas muss das ganze finanziert werden und als User zu sagen Werbung nein Danke geht gar nicht sollte man überdenken wenn die Werbung nicht monströs aufdringlich ist dann sollten wir Netzpolitik zuliebe damit leben können.

  82. Habt ihr Mal über ein Börse nachgedacht, wo ihr pro Verkaufter Dienstleistung 3 Prozent bekommt, oder als Reseller dieses könnte von VPN über Proxy bis zu Seedboxen durchaus Intressant sein.

    Auch gezielte Werbung vonseiten wie OVH, Lease und co. wären doch Intressant, das sie sich gegen ein kleines Entgelt ein Werbefeld kaufen können, die mit Vorgaben kein FLASH enthalten, und weder Blinken noch sonstigen Lärm machen dürfen.

  83. Dilemma trifft es ziemlich gut, ihr habt wirklich nur die Wahl zwischen unterschiedlich schlechten Optionen. Was Schade ist, ich mag eure Artikel.
    Ich würde sagen ein auf der Seite selbst gehostetes Werbebanner – als Werbung gekennzeichnet, nur (nicht blinkendes!) Bild mit Link – ist die beste Option.
    Meine persönlichen Gründe Adblocker zu benutzen sind einmal die Skripte, die irgend ein Dritter den ich nicht kenne und dem ich nicht vertraue so einschleusen kann, und die Reizüberflutung durch die ganze richtig aufdringliche Werbung. Alles was Töne macht ist ein absolutes no-go; animiertes Zeug, Popups und Banner die nicht auf den ersten Blick als Werbung erkennbar sind sind fast genauso schlimm.
    Mich bequatschen zu wollen auf Adblocker zu verzichten betrachte ich als unverschämt bis fast schon rücksichtslos, in Anbetracht der ganzen Malware die man sich über Skripte einfangen kann über die ihr keine Kontrolle habt (von Tracking&Co ganz zu schweigen). Und euch traue ich noch mehr als den meisten anderen zu, die richtigen Partner auszusuchen und die schwarzen Schafe schnell loszuwerden.

    1. Ich kann mich nur Autolykos anschließen!
      Das löst zwar nicht Euer Problem, aber zeigt auf, woher der Unmut der Nutzer kommt. Ich habe nicht das geringste gegen Werbung, wenn sie vernünftig gestaltet ist. Sie darf groß, bunt, ja vielleicht sogar schrill sein, aber die tägliche Überflutung mit animierten -möglichst noch geräuschbehafteten- und Script-abhängigen Dauerwerbevideos ist mir dann doch zu viel, daher läuft NoScript (abgesehen von anderen Vorzügen). Außerdem empfinde ich es durchaus als unangenehm, wenn Werbenetzwerke mich soweit analysieren (natürlich VOLLKOMMEN ANONYM), dass sie mir ständig passend zur vorangegangenen Shopsuche plötzlich vermeintlich passende Artikel präsentieren…

      tl;dr:
      Unaufdringliche Werbung (von mir aus auch über Vermarkter) als statische (Bild-)Information vergleichbar zur genannten Sponsorwerbung wäre ein Segen für Leser (und vermutlich auch für Anzeigenschaltende, was wiederum dem Seitenbetreiber zu Gute kommt)! Alles andere wird von mir nie geklickt oder schon vorher geblockt. Sorry!

  84. Ich gehöre auch zu den RSS Lesern. Komplett auf RSS zu verzichten würde für mich de facto heißen, dass ich wohl nur noch am Wochenende Netzpolitik lesen könnte. Ein Full-RSS-Feed muss es für mich gar nicht sein, ich bin auch gerne bereit aus dem Feed auf die Seite zu wechseln wenn mich der Artikel interessiert.
    Addblock benutze ich nicht, und selbst wenn ich Ihn benutzten würde wäre es kein Problem ihn auf der Netzpolitik Seite abzustellen. Im NoScript habe ich netzpolitik.org eben permanent freigegeben, aber ich werde sicher keinen Dritten freigeben (Sorry, No Way). Für Cookies gilt das gleiche.
    Prinzipiell wäre ich auch bereit für die Artikel zu bezahlen, habe aber keinen Bock mich dann jedes Mal von einem anderen Gerät aus wieder einzuloggen. Ich würde also vermutlich de Facto seltener vorbeikommen, und könnte keine Links zu interessanten Artikeln an weniger netzpolitisch interessierte Bekannte schicken. Außerdem würden wohl eine Menge der seltenen Besucher in Zukunft nicht mehr kommen, und das wäre schade.
    Ich verstehe wenn Ihr euch nicht von Spenden abhängig machen wollt, aber sonst sehe ich keine Möglichkeit. Ich halte euere Arbeit für sehr wichtig und wäre gerne bereit noch ein Schüppchen auf meine monatlichen Obolus drauf zu packen. Damit Netzpolitik so bleiben kann wie es jetzt ist.

  85. irgendwas entgeht mir hier.

    Wenn ihr Onlinejournalismus sein wollt -> dann liefert Qualität und verkauft den Inhalt (paywall, klassisch, oder zumindest teilweise). Also Geschichten, die nicht woanders zu lesen sind, oder gut rechechiert oder gut erklärt.

    Wenn ihr ein Blog seid und in der Meinungsbildung tätig -> Lebt‘ damit, dass man das nicht via Webauftritt finanziert bekommt.

  86. Folgendes ist mein wichtigster Grund, Ghostery und NoScript zu nutzen: Ich will nicht, dass Nutzerdaten über mich gespeichert und weiterverarbeitet werden. Ich will nicht kreuzweise über mehrere websites trianguliert und als gläserner Bürger ausspioniert werden. Ginge es bei den Trackern ausschliesslich darum, nachzuzählen ob ich eine website besucht und die Werbung gesehen habe, dann könnte ich das tolerieren. Aber die Tracker machen mehr, anderes und vor allem verwerfliches, was unsere persönliche Freiheit gefährdet.

  87. Also ich les auch 95% der netzpolitik posts per Feedreader, allerdings hätte ich durchaus kein Problem damit, wenn im Feed nur ein tl;dr -Absatz stehen würde und ich für den ausführlichen Artikel einem Link folgen müsste. Klar les ich dann vielleicht manche Artikel nicht, was ich jetz durch den Feed schon tue…
    Da mein AdBlocker auf netzpolitik.org aus ist, würde das von meiner Seite aus schon was bringen. Solange der Feed allerdings so ausführlich ist bin ich natürlich auch faul und les das ganze so. :P

  88. Vielleicht wäre es ja eine Möglichkeit, eine Art freiwilliges Abo anzubieten, bei dem am auf freiwilliger Basis über einen Bestimmen Zeitraum (z.B. 12 Monate) einen selbst gewählten Betrag bezahlt.
    Ich denke, das würden relativ viele machen, denn ihr liefert Content auf – meiner Meinung nach – sehr hohem Niveau. Als zusätzlichen Anreiz könnte man einige Artikel nur für Abonenten freigeben. Was aber – meiner Meinung nach – der falsche Weg wäre, ist die Komplette Seite kostenpflichtig zu machen, denn es ist wichtig, dass gute Berichterstattung weiterhin jedem kostenfrei zugänglich ist.
    Ich persönlich glaube, dass dieser Blog vielen aus der Community mindestens 5 Euro/Monat wert ist.

      1. Überlegt mal, ob ihr für Abonenten irgend einen Mehrwert schaffen könnt. Und wenn es auch sowas „sinnloses“ ist, wie eine „Netzpolitik-Ich-brauch-Dich-täglich“-Kaffeetasse, an Hand der man den Kollegen erklären kann, wo steht, was wichtig ist. Vielleicht nach der Überweisung für das zweite Abbo-Jahr.

        Manchmal sind kleine Gesten für zahlende Kunden Dank genug.

        Oder ihr veröffentlicht jedes Jahr ein Themenbuch auf dem Niveau dessen, was ihr letztes Jahr gemacht habt. Und die Abonenten bekommen es kostenlos. So, wie das 13. Monatsgehalt. ;-)

  89. bin jetzt kein experte was web-werbung angeht, aber wäre folgendes nicht evtl eine option?:

    extra seite mit einer reihe an werbebannern und wer euch unterstützen möchte ohne eigene kosten, macht die seite auf und klickt mal geschwind alle banner durch.

  90. Was mir einfällt wäre unter Spenden einen Link zu setzten, der nen popup öffnet, das komplett aus Werbung besteht (ohne tracking natürlich). Somit könnte man noch indirekt Geld spenden, auch wenn man kein Geld hat.

    1. Eine weitere Möglichkeiten die mir noch einfallen wären einmal nen Link zu Amazon (Sponsored Links oder wie immer das bei denen heißt) und ihr bekommt przentual (in etwa 8 %) vom Erlös der Einkäufe durch den Link Geld

  91. Ich bin überzeugter Adblocker-Benutzer. Nicht weil ich Werbung verachte, sondern weil ich a) nicht hinter meinem Rücken getrackt, geprofiled und verkauft werden möchte. WERBUNG OHNE TRACKING ist für mich akzeptabel. Und weil ich b) mein Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme ernstnehme. Vor dem Hintergrund, dass die Distribution von Schadcode über die Infiltration bekannter Werbenetzwerke schwer in Mode gekommen ist, kommt man nicht umhin festzustellen, dass ein Werbeblocker ein Sicherheitsfeauture ist.
    Und das genau scheint mir Euer Vermarktungsdilemma zu sein: Werbung, die diese beiden Kriterien erfüllt (kein Tracking, keine undurchsichtigen Werbenetzwerke), bringt einfach nicht genug ein.
    Also warum zieht ihr nicht Euer eigenes Ding auf? Die Etablierung einer fairen und sicheren Form der Onlinewerbung wäre darüber hinaus auch von gesamtgesellschaftlichem Wert. Ein kleines Firefox-Addon, dass es erlaubt, die eigenen Interessen kundzutun (z.B. Technik, Politik, Geschichte, Fußball etc.) und bestimmte Seiten für entsprechende Werbung freizuschalten, dürfte recht schnell programmiert sein. Im nächsten Schritt die Verwendung von Adblockern messen und bei Abnahme derselben gegenüber Anzeigenkunden argumentieren, dass die Anzeigen bei Netzpolitik.org häufiger ihren Adressaten erreichen als anderswo.
    tl;dr: Wenn es auf dem Markt keine existierende Lösung gibt, um mit FAIRER Werbung Geld zu verdienen, dann nehmt die Sache selbst in die Hand. Immerhin könnt Ihr Euch dabei auf eine große, hilfsbereite Community stützen.

  92. Wenn ihr Onlinejournalismus sein wollt -> dann liefert Qualität und verkauft den Inhalt (paywall, klassisch, oder zumindest teilweise). Also Geschichten, die nicht woanders zu lesen sind, oder gut rechechiert oder gut erklärt.

    Wenn ihr ein Blog seid und in der Meinungsbildung tätig -> Lebt’ damit, dass man das nicht via Webauftritt finanziert bekommt.

    ????
    In der „Meinungsbildung“ tätig sind ja wohl fast alle. Die einen mehr und die anderen weniger, dh es gibt ja wohl eher recht neutrale Blogger und ziemlich eingefärbte „Onlinejournalisten“. Und es gibt auch Blogger die recht aufwendige Recherchen betreiben und zwar auch in Bereichen, die nicht unbedingt der übliche Bloggerbereich sind. Brown Moses ist da ein Beispiel. Brown Moses versucht im Moment übrigens wohl auch Einkommen über eine eigene und andere Crowdfundingplatform zu generieren.

    Aber der Kommentar oben erinnert mich an eine Frage die schon immer stellen wollte: Ein grosses Problem in der Verwertung von journalistischen Inhalten scheint die Verkürzung des Anbietungszeitraums von „Sensationen“ zu sein. Dh früher gab es zumindest im Printjournalismus zwischen „Morgenaufreissern“ höchstens noch eine Abendausgabe oder im schlimmsten Fall eine Mittagsausgabe, die eine exklusive „Sensation“ aufgreifen konnte. Information ist in der Regel am dringlichsten (und damit am teuersten) wenn sie exklusiv und neu und eventuell ein- und umgreifend ist; durch die heutige schnelle Weitergabe von Original-Information, bei der teilweise oft noch nicht einmal die ursprünglichen Autoren genannt werden wird das natürlich verwässert. Eine Möglichkeit wäre hier, dass z.B. Medien/Journalisten eine Art Kodex einführen, nachdem die volle Exclusiv-Originalinformation (Agenturberichte seien hier mal als nichtexclusiv aufgefasst) nur zeitverzögert weitergegeben wird (also z.B. erstmal nur kurz auf die Originalmeldung verwiesen wird und ein, zwei Tage später genauer berichtet wird) – vorallem wenn es in der selben Sprache ist. Manchmal erscheint es mir, als würde so ein Kodex so ein bisschen zumindest in manchen Medien existieren, bin mir aber nicht sicher, ob das so ist, ist das so? Wenn ja wo wurde der festgelegt?

  93. Hallo Markus,

    re RSS: habt ihr euch mal einen RSS-Werbevermarkter wie Mediafed (aus UK) angeschaut? Die machen RSS-Distribution und auch Premium-Werbevermarktung, könnten euch also vielleicht helfen, mit dem RSS-Feed etwas Geld zu verdienen.

    Liebe Grüße,
    Christian

  94. Liefert die Werbung selbst aus, von eurem Server und ohne Tracking durch Dritte. Die Artikel lese ich überwiegend (alleine schon aufgrund der Länge) im Blog und ich hätte auch kein Problem damit bei jedem Aufruf einen der Sponsoren zu besuchen. Aber unvertraute Inhalte von Dritten, dazu gehört nun Mal auch Werbung, lasse ich nicht zu.

  95. Bei 100k Unique User wären mit OMS schon ein paar Tausend Euro pro Monat extra drin. Google Adwords wäre auch eine Option. Und unbedingt den Full-RSS abschalten!

    Verstehe nicht, warum man sich da so sehr um den Nutzerwillen von den RSS-Lesern und Adblocker-Nutzern kümmert.

    1. Vermutlich, weil’s hier sonst eher einsam wäre. Wer sich für Netzpolitik interessiert ist wahrscheinlich auch technikaffin und allergisch gegen zu aufdringliche Cookies und Skripte – und weiß sich zu helfen.
      Ich persönlich wäre tendentiell eher bereit zu bezahlen als meinen Adblocker abzuschalten – denn ich bin lieber der Kunde als das Produkt. Aber über Geschmack soll man nicht streiten…

  96. Hallo,

    hab diese News auch per RSS-Feed gelesen. Werde evtl mal wieder öfter hier so vorbei kommen. Auch ohne Addblocker…. Allerdings wundert mich, dass ich auch mit ausgeschaltetem Addblocker keine Werbung sehe?

    mfg

  97. Was evtl. funktionieren könnte, wäre die Verquickung mit Humor. Bei einem Klick auf die Werbung bekomme ich was von Euch geschenkt – z.B. einen guten Witz …

    Aber langfristig ist unspezifische Werbung keine Lösung, denn letztlich muss Werbung Käufe generieren, denn nur dann werden Werbekunden (oder deren Mediaplaner) Geld ausgeben um bei Euch zu schalten. Was soll es also helfen, wenn Leute ihre Adblocker ausstellen und trotzdem nichts kaufen …

    Nur Produkte die glaubwürdig sind – also authentisch – werden auch gekauft werden. Diese Produkte will man ja tatsächlich haben, das andere will niemand sehen (eure Leser sind dafür zu klug ;-) Wenn es sich also um echte Information handelt, dann sind die Leute auch bereit sich Werbung freiwillig anzusehen.

    Das Taz-Modell finde ich gut. Bei der Gesellschafter-Einlage wäre mir allerdings die Schwelle zu hoch (500 Euro pro Anteil).

    Was das Problem an Abo-Modellen ist, ist eigentlich nur deren Image. Bei Abo denkt man an Drückerkolonnen und an verpasste Kündigungsfristen (6 Wochen zum Jahresende usw.). Wenn ein Spenden-Abo allerdings jederzeit kündbar ist, dann gibt es keinen Grund es nicht abzuschließen. Hier wäre es wichtig herauszufinden, wie hoch der Preis sein müsste, damit er Eure Grundkosten deckt.
    Ich würde den Preis niedrig ansetzen. Das wäre dann eine Fördermitgliedschaft sozusagen im Abo …

    Der Jahresbeitrag in einer Stadtbibliothek liegt oft bei 15 Euro im Jahr. Was kostet die Mitgliedschaft in einer Partei? Die Leute sind bereit Geld dafür auszugeben ein Parteibuch zu haben. Wie wäre es mit einem »Staatenlosen-Pass« für Netzpolitik-Leser ;-)

    Viel Erfolg weiterhin.

  98. Auch die Ausgabenseite wäre zu untersuchen. Klar, nur 5000 Euro für 3 Lohnempfänger + Infrakstruktur zur Verfügung zu haben, bietet kaum Potential für weitere Einsparungen.

    Aber ihr könntet die Ressourcen besser nutzen. Aus Deinen Anmerkungen, Markus, entnehme ich, dass ihr zu sehr mit dem daily business beschäftigt seid, um Kapazitäten für neue Projekte, Tests und damit auch Innovation zu haben.

    1. Euren quantitativen Output reduzieren (wurde weiter oben schon vorgeschlagen).
    2. Holt Euch Praktikanten. Nicht als Finanzierungskonzept, sondern zur sinnvolleren Ressourcenverteilung bei Euch. Zudem wäre die Lernkurve in Eurem kleinen Team für Praktikanten enorm. Win-Win.

  99. Zwei Anmerkungen:

    1. Usability erhöhen und damit Nutzerkreis halten und erweitern. Problem: Viele verschiedene Themen mit viel Text und daher Unübersichtlichkeit, man kann nicht alles lesen. Lösung: Verschiedene Kategorien ggf. mit entsprechenden RSS-Feeds einbauen je Thema. Bsp: Remixes, Netzneutralität, Sonstiges, Full. Dann statt des kompletten Textes wie bei Zeitungsartikeln üblich einen Teaser-Absatz und dann den Link zum kompletten Artikel. So gibt es die volle Information, aber mehr Übersichtlichkeit.

    2. Einnahmen: Nicht nur mit Werbungs sondern auch mit „Premium“-Accounts o.ä. ABER vorsicht da hier viele User sensibel sind. Kostenlose Informationen sollten weiterhin vorhanden sein und die Seite weiterhin sinnvoll und benutzbar. Lösung: Kurze Teasertexte immer direkt kostenlos, die vollumfängliche Variante jedoch für die ersten 48 Stunden nur mit Premiumabo abrufbar, erst danach für alle. So wird niemand von der Information ausgeschlossen und die, die damit Geld machen oder die das volle Werk unmittelbar lesen wollen, müssten z.B. einen monatlichen Beitrag zahlen. Hier wären z.B. auch verschiedene Tarife denkbar (z.B. 20 Cent pro Beitrag, 5-10 Euro pro Monat, 99 Euro im Jahr oder ähnliches). Premium-Accounts sollten natürlich auch keine Werbung beinhalten.

    Ich denke, beide Optionen solltet ihr in Betracht ziehen, mal durchrechnen oder in einer Umfrage als Optionen berücksichtigen.

    Viel Erfolg!
    Ein Leser

    1. 1. Usability erhöhen und damit Nutzerkreis halten und erweitern. Problem: Viele verschiedene Themen mit viel Text und daher Unübersichtlichkeit, man kann nicht alles lesen. Lösung: Verschiedene Kategorien ggf. mit entsprechenden RSS-Feeds einbauen je Thema. Bsp: Remixes, Netzneutralität, Sonstiges, Full. Dann statt des kompletten Textes wie bei Zeitungsartikeln üblich einen Teaser-Absatz und dann den Link zum kompletten Artikel. So gibt es die volle Information, aber mehr Übersichtlichkeit.

      Ein Redesign wird es in den kommenden Wochen geben. Wir peilen den 1. Mai an und werden den Prozess demnächst nochmal transparent machen. RSS-Feeds gibt es übrigens schon durch WordPress. Man muss nur ein /feed hinter eine Kategorie oder einen Tag packen. :-)

      Variante 2 haben wir mal durchgespielt. Das Problem dabei ist aber, dass wenn wir hier Premium-Informationen haben, die innerhalb von 48 Stunden schon von diversen anderen Newsquellen nacherzählt worden sind. BildPlus ist da ein schönes Beispiel, dass das nicht so funktioniert.

  100. Hallo zusammen,

    zuerst einmal finde ich es gut dass ihr eure User über diese Situation informiert und auch um Vorschläge bittet. Ich lese euch zwar eher unregelmäßig aber jetzt wo ich über den Artikel gestolpert bin hab ich mir selbst ein paar Gedanken zu dem Thema gemacht.

    Vieles ist wahrscheinlich schon gesagt worden, ich hab jetzt nicht alles an Kommentaren gelesen, trotzdem hier meine Meinung zu dem Thema:

    1) Ich nutze Adblock, Noscript und Ghostery und das nicht nur weil ein Großteil der Werbung tierisch nervt (die „tolle“ rosa blinkende Telekom Werbung um nur 1 Beispiel zu nennen) sondern es sollte ja mittlerweile bekannt sein das Adserver nicht zum ersten mal als Virenschleudern auffällig wurden. Diese Programme abzuschalten kommt deshalb nur bedingt in Frage.

    2) Paywall. Ist für meine Seitenbesuche ein absolutes Todesurteil. Beispiel „DIe Welt“. Ich laß da öfters mal vorbei, wenn auch nicht regelmäßig. Seit die ihre Paywall oben haben ist diese Seite auf meiner schwarzen Liste. Nie wieder angeschaut.

    3) Abos. Find ich ne gute Idee. Man könnte dass ja staffeln:
    Bei kleinen Beträgen hat man immer noch Werbung aber deutlich unauffälliger. Bei größeren Beiträgen ist man werbefrei und beim maximum bekommt man ein Goodie. Meinetwegen eine jährliche Printausgabe oder so etwas.

    4) Supportshop. Find ich super! Tassen, T-Shirts, Mauspads, Handyhüllen und sowas eignen sich immer gut. Man hat das Gefühl der Seite geholfen zu haben und hat „trotzdem“ noch etwas dafür erhalten. Mir ist dabei durchaus klar dass es Zeit und Geld kostet sowas aufzusetzen, deswegen würde ich vorschlagen sich mit anderen zusammen zu tun. Es gibt mittlerweile viele Leute dir ihre eigenen kleinen Webshops haben wo ihr eure Produkte vielleicht einstellen könntet.
    Als Beispiel sei hiermal http://www.elbster.de genannt. Die Seite gehört jemandem der unter anderem mit Let’s Plays und E-Sports sein Geld verdient. Eine Kooperation mit so jemandem würde vielleicht auch die Jugend für netzpolitische Themen sensibilisieren.
    Um den Merchandise zu designen würde ich einen Wettbewerb ausrufen. Es gibt bestimmt einige Leute hier die sowas drauf haben und sich dafür begeistern können (Ich zum Beispiel ;-) ). Das Design des Gewinners kommt auf die Tassen usw. und dafür ladet ihr ihn in die Redaktion ein und spendiert ein Essen oder sowas.

    5) Spendenbuttons. Flattr, Paypall und der ganze Kram. Davon halte ich garnix. Find ich genauso unnütz wie Twittr und Facebook Buttons und stehen auch genau auf der Stufe.

    6) Printausgabe eurer gesammelten Themen. Fände ich auch eine gute Idee wenn man z.B. monatlich alles zusammenfasst und eine Printausgabe daraus macht, die man dann für einen gewissen Preis runterladen kann. Bei mir ist es trotz Tablet und Smartphone nach wie vor so dass ich längere Artikel lieber auf Papier als auf BIldschirm lese.

    Mir fällt vielleicht noch was ein aber dass ist jetzt schon lang genug geworden. Ich mache auf jeden Fall mal eine Spendenüberweisung fertig, danke fürs erinnern!

    MfG

  101. Nochmal kurz zur Spendensache.
    Was mich „damals“ sehr motiviert hat einen Dauerauftrag einzustellen war, dass Ihr auf der rechten Seite immer eingeblendet hattet was noch fehlt.
    Ich würde es gut finden wenn dort wieder eine Zahl steht etwa so:
    -ein mal das „Minumum“
    monatl- Spenden 2500 / 5000 Euro eingetroffen.
    -die zweite den Überschuss (falls denn einer da ist)
    Ausbau Redaktion 1000 / 5000 Euro / Monat.

    Das muss auch nicht tagesaktuell sein, 1 mal die Woche reicht vollkommen.
    Keine Ahnung ob das was bringt oder zu kompliziert ist, ich finde es einfach motivierend zu sehen dass etwas voran geht und man nicht allein spendet.

    PS 5000 € Monat, sind bei 500 Usern / 10 Euro … gibts doch gar nicht dass da nix Grösseres zusammenkommt .. frustrierend.

    Viel Glück :)

  102. Ich schmeisse Besicher meiner Seite nach 30 Sekunden Probelesen raus, wenn sie einen Adblocker aktiviert haben bzw fordere sie unmissverständlich auf diesen zu deaktivieren wenn sie weiter lesen möchten…

  103. Also ich habe schon einen Limited-RSS-Feed mit Werbung abonniert. In einem Full-RSS-Feed wäre das meiner Meinung nach erst recht vertretbar. Über die Platzierung (oben/irgendwo mittendrin/drunter) kann man nachdenken.

    Ansonsten bleibt zu hoffen, dass dieser Post einige Leute dazu bewegt, ihren Werbeblocker selektiv bei euch auszuschalten.

  104. Die Werbung hier ist tatsächlich (im Moment) nicht nervig und man kann dafür eine Ausnahme im Ad-Blocker machen. Da denkt allerdings nicht jeder dran. Ein Script, welches bei aktiviertem Ad-Blocker darauf hinweist, dass man die Seite damit unterstützen kann, dass der Ad-Blocker ausgeschaltet wird, könnte da vielleicht helfen.

    Einen Shop mit Merchandise und Büchern aufzuziehen würde erst mal Arbeit bedeuten, aber es hätte Potential. Wenn ich mir den Tranzparenzbericht bei Digitalcourage so anschaue, dann sind die Einnahmen aus dem Shop nicht unerheblich.

    Um noch mehr aufmerksam zu machen und zu informieren fände ich eine Spendengrafik oben unter dem Punkt „Spenden“ super. Dort könnte angezeigt werden wie viel von den monatlichen Kosten schon wieder als Spenden rein gekommen sind.

    Dankeschöns, die nur für Dauerunterstützer bereitstehen könnte die Spendenbereitschaft von punktuell zu langfristig verändern. Z.B. T-Shirts oder Tassen mit „Netzpolitik.org Unterstützer“ oder ähnlichem.

    Eine Statistik über die Spendenentwicklung evtl. aufgeschlüsselt nach den Spendenarten wäre auch interessant.

  105. Ihr sperrt Euch gegen Affiliate Links von Amazon, wollt aber irgendwie Geld reinbekommen, das nicht aus Spenden kommt – also das Prinzip: „Wasch mich, aber mach mich nicht nass“?

    Einen Tod muss man sterben, und auf die Marktmacht von Amazon habt Ihr herzlich wenig Einfluss. Man kann das auch eher so sehen, dass man denen damit schadet, wenn man 5-6% Provision von Leuten einstreicht, wo Amazon im anderen Fall den gesamten Gewinn behalten könnte :)

    Außerdem verkauft Ihr Eure Bücher doch auch über Amazon (mit Affiliate-Link). Für alle Interessierten: „&tag=netzpolitikor-21“ – bei meiner nächsten Katzenfutterbestllung werde ich mal Euern Tag verwenden :)

    Auf amazon.com gibt es die Möglichkeit, Blogs gegen eine Monatsgebühr von 99cnt bis U$ 2,99 für den Kindle zu abonieren, allerdings vermute ich, dass in Deutschland die wenigsten einen amazon.com Account haben.

    Was auch oft auf Amazon auftaucht sind die eBooks, die aus den Blog-Artikeln des letzten Jahres bestehen. Ähnliches machen diverse Zeitschriften, wie Spiegel usw. – da werden Dossiers zusammengestellt und als eBook für 2-5 Euro verkauft. Keine Ahnung, wie erfolgreich das ist, aber der Aufwand scheint überschaubar.

  106. Ich weiß nicht, ob das schon vorgeschlagen wurde, ich hab mir jetzt nicht alle Beiträge durchgelesen:
    Was haltet ihr von einer Art Dauer-Croudfunding durch uns Leser? Jene, die sich beteiligen, bekommen dann z.B. Ende des Jahres eine Druckversion der beliebtesten oder besten Artikel oder Tassen, T-Shirts, Taschen oder etwas in dir Richtung mit eurem Logo drauf!

  107. Noch ne Idee:
    Was haltet ihr von nem Preepayed Micropayment: Wir Leser können auf ein Konto Geld aufladen. Von diesem Konto wird dann für jeden Artikel, den man anklickt, ein Centbetrag abgebucht – keine Ahnung, vielleicht 1, 5 oder 10 Cent oder so.

  108. Ich bleibe dabei: ein Buchshop zu amazon.de mit Affiliate-Links ist schnell gemacht (die Links werden ja hier für die eigenen Bücher auch genutzt)

    Dossiers bei Amazon verkaufen sollte auch kein Hexenwerk sein, und notfalls bringt man einmal im halben Jahr noch ein eBook mit den besten und wichtigsten Artikeln.

    Spenden hin und her, habe auch schon öfter geflatrt, aber man kann auch nicht für jede Seite spenden, flatrn, zahlen… dann würde ich mir 1 bis 2 Seiten rauspicken, die mir das wichtigste liefern und der Rest würde links liegen gelassen…

  109. Als erstes solltet ihr diese Kommentar-Schreibe-Fenster mal über die bereits geschriebenen Kommentare setzen, damit man nicht komplett runterscrollen muss.
    Dann finde ich es sehr gut, dass ihr hier einen öffentlichen Aufruf startet und die Leser nicht mit nervigen Einblendungen vergrault.
    Aber was ich im gesamten Netz nicht verstehe: Anfangs wurden alle Seiten ohne Werbung finanziert. RTLnow o.ä. waren komplett werbefrei..Youtube war werbefrei, Foren waren werbefrei. BILD und alles konnte man komplett kostenlos ohne Werbung lesen. Wieso funktioniert dies heutzutage nicht mehr? Alle Seiten wollen unbedingt Werben…weil sie damit sich selbst finanzieren. Das ist doch blödsinn. Ging vorher doch auch. Ihr habt das hier ja schon gut und verständlich dargestellt. Aber bei großen Seiten, wie eben RTL, Ebay, Youtube oder BILD ist das völliger Quatsch. Die verdienen alle genug Geld. Jedoch wird man von solchen Seiten mit ihrer Werbung so genervt, dass man dann eben einen Addblocker benutzt. Ich habe mittlerweile eine richtige Aggression gegen Werbung. Und ich denke es geht mehreren Leuten so. Grundsätzlich würde ich den Addblocker schon auf solchen Seiten abschalten. Nur man mahct es dann eben doch nicht. Und da leiden dann eben meist die „kleineren“ Seiten drunter.
    Das mit der Werbung ist leider mittlerweile ein Wettrüsten geworden.. das muss aufhören..

  110. Also bevor ihr den RSS-Feed abklemmt, platziert ihn doch hinter einer Paywall.

    Garkein Feed wird jedenfalls nicht mehr Einnahmen generieren als ein kostenpflichtiger Feed.

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