Vor über einem Jahr haben wir hier über die Weiterentwicklung und Finanzierung unserer Arbeit diskutiert. Dabei haben wir diverse Möglichkeiten vorgestellt, wie sich Online-Journalismus abseits der klassischen Online-Werbung finanzieren könnte. Eine Möglichkeit war eine „Freemium-Service werbefreie Seite“. Wir haben das nicht gemacht, weil das technisch etwas aufwändig ist und unsere Kapazitäten gesprengt hätte. Es machte einfach keinen Sinn, mit unseren kleinen Redaktion ein aufwändiges System dafür zu entwickeln. Wir haben uns für das Modell der freiwilligen Leserfinanzierung entschieden, wo unser Output allen offen zur Verfügung steht.
Golem.de ist alleine von den Festangestellten her fast zehnmal größer als wir und probiert einen Freemium-Service jetzt aus. Mit „Golem pur“ gibt es ein werbefreies Abomodell, das ohne Werbung, Tracking oder Profilbildung auskommt und „zusätzliche Komfortfunktionen für Seitenlayout und Technik bietet, die das Lesen und Videoschauen bei Golem.de bequemer machen.“ Ab 2,50 Euro ist man im Monat dabei. Wir wünschen der Redaktion viel Erfolg bei dem Experiment und sind auf Ergebnisse gespannt.
Wir sind bereits für alle Leserinnen und Leser Werbe-Tracking-frei auf netzpolitik.org und freuen uns auch weiterhin über freiwillige Abos, die als Spenden auch von der Steuer absetzbar sind, um unser Angebot weiter zu finanzieren und auch ausbauen zu können.