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Dokumente zeigen, wie GCHQ und NSA Wikileaks ins Visier nahmen

Neu veröffentlichte Dokumente, die Snowden aus dem Netzwerk der NSA leakte zeigen, wie Wikileaks und andere in deren Umfeld im Fadenkreuz der Geheimdienstbeobachtung standen, das berichtete heute das neue Magazin von Glenn Greenwald und anderen für investigative Recherche, The Intercept. Dokumente von GCHQ zeigen, dass unter einem Programm namens „ANTICRISIS GIRL“ auch die IP-Adressen derjenigen gesammelt und ausgewertet werden,…

  • Anna Biselli
via wikileaks.org

Neu veröffentlichte Dokumente, die Snowden aus dem Netzwerk der NSA leakte zeigen, wie Wikileaks und andere in deren Umfeld im Fadenkreuz der Geheimdienstbeobachtung standen, das berichtete heute das neue Magazin von Glenn Greenwald und anderen für investigative Recherche, The Intercept.

Dokumente von GCHQ zeigen, dass unter einem Programm namens „ANTICRISIS GIRL“ auch die IP-Adressen derjenigen gesammelt und ausgewertet werden, die die Seite aufriefen, ebenso wie die Suchbegriffe, mit denen sie auf Wikileaks gestoßen sind. Dazu benutzte GCHQ unter anderem die weit verbreitete Open Source Webanalyse-Software Piwik. Dieses Tracking ist besonders kritisch in Hinblick auf die bis 2010 bereitgestellte „Dropbox“ Wikileaks, mit der anonym Dokumente geleakt werden konnten. Kennen die Geheimdienste die IP-Adresse, mit der die Dropbox aufgerufen wurde, kann daraus die Identität des Informanten ermittelt werden, solange keine Anonymisierungs-Software wie TOR verwendet wurde.

Außerdem ist eine Diskussion zwischen NSA-Vertretern dokumentiert, die beschließen, Wikileaks als „für Zwecke der Überwachung böswilligen auswärtigen Akteur“ darzustellen. Diese Einstufung bringt besondere Befugnisse mit sich und entbindet den Geheimdienst davon, US-Personen aus den Ermittlungen auszuschließen - auch The Pirate Bay wird in einer anderen Veröffentlichung als potentieller Kandidat für eine solche Einstufung erwähnt.

Es zeigt sich überdies, dass Assange in der „Manhunting Timeline“ der USA von 2010 auftauchte, die verzeichnet, dass die USA 10 Staaten aufforderte, Anklagen gegen Assange zu erheben. Namentlich verzeichnet sind darunter Großbritannien, Australien und Deutschland. 2010 war auch das Jahr, in dem Wikileaks die Afghanistan War Logs veröffentlichte.

Assange reagierte auf die neuen Enthüllungen mit dem Kommentar, eventuell weitere rechtliche Schritte in Erwägung zu ziehen:

Wir haben unseren Rechtsberater, Richter Baltasar Garzón, damit beauftragt, eine angemessene Antwort vorzubereiten. […] Die Nachforschungen über die Versuche, Wikileaks zu sabotieren werden so wie es nötig ist weiter gehen. Keine Frage: Die Verantwortlichen werden zur Verantwortung gezogen und vor Gericht gebracht werden.

Im Zusammenhang mit der Strafverfolgung Wikileaks waren gestern zeitlich passend ebenso aus anderer Quelle zwei neue Dokumente aufgetaucht, die die Ermittlungen der US Grand Jury gegen die Whistleblower-Plattform dokumentieren.

Über die Autor:innen

  • Anna Biselli
    Darja Preuss

    Anna ist Co-Chefredakteurin bei netzpolitik.org. Sie interessiert sich vor allem für staatliche Überwachung und Dinge rund um digitalisierte Migrationskontrolle.

    Kontakt: E-Mail (OpenPGP), Mastodon, Telefon: +49-30-5771482-42 (Montag bis Freitag jeweils 8 bis 18 Uhr).


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8 Kommentare zu „Dokumente zeigen, wie GCHQ und NSA Wikileaks ins Visier nahmen“


  1. Antisemitische Illustrationen sind verzichtbar.


    1. Kannst du das erklären? Ich versuchs zu verstehen bekomme aber den Zusammenhang nicht hin.


      1. Bildunterschriften lesen ist nicht jedermanns Sache, nicht wahr Ge Sichtet.

        https://en.wikipedia.org/wiki/Antisemitic_canard (unter Accusations of plotting to control the world)


    2. lattentreffer

      ,

      Bitte was?


    3. JimJackJones

      ,

      Was machen wir jetzt mit der Datenkrake? http://de.wikipedia.org/wiki/Datenkrake
      Sind jetzt alle Datenschutz-Demonstranten Antisemiten?


      1. Natürlich! Auch alle die gegen ACTA waren, und überhaupt jeder der irgendwie einen Kraken im Logo hat. Und natürlich jedes Naturkunde Museum das einen Kraken ausstellt. Und überhaupt…

        Wir schreiben das Jahr 2014, nicht 1938. Ein Datenkrake ist ein Datenkrake und keine Antisemitische Illustrationen. Die gleiche blödsinnigen Vorwürfe gab es schon bei ACTA Protest Logo.


  2. […] Dokumente zeigen, wie GCHQ und NSA Wikileaks ins Visier nahmen […]


  3. Mit der Datenkrake schmückt sicht die NSA doch selbst:
    http://www.huffingtonpost.com/2013/12/05/nro-satellite-logo_n_4394577.html

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