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ARD-Plusminus: Die Google Republik

Gestern Abend berichtete das ARD-Magazin Plusminus über „Die Google-Republik: Wie der US-Konzern Deutschland im Griff hat„. Das gibts in der Mediathek und auf Youtube.

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Google ist für viele das Tor zum Internet. So erfolgreich wie in Deutschland ist der US-Konzern fast nirgends auf der Welt. Doch das bringt auch Nachteile. Einige deutsche Unternehmen sind von Google regelrecht abhängig. Und für Nutzer sind die praktischen Dienste nur auf den ersten Blick kostenlos. Sie zahlen mit ihren privaten Daten – und die Politik schaut zu.

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22 Kommentare
  1. … ich traue Google mehr als unseren Krankenkassenkarten, unserem maschinenlesbaren Personalausweis, dem NFC Wahnsinn der Banken in jüngster Zeit und und und. Viel mehr.

    1. Wieso?
      Im gegensatz zu den genannten hat Google im grunde keine rechtliche Verpflichtungen deinen Daten gegenüber, insofern ist mißtrauen dort angebrachter.

      1. Dafür bricht der Staat die Gesetze praktisch ohne Konsequenzen fürchten zu müssen (oder schafft sie sich so, wie sie ihm passen) und hat, anders als Google, auch wesentlich mehr Macht um mir mit diesen Daten Schaden zufügen zu können.

        Macht Google nicht besser, aber auf der Liste der Schurken können sie den westlichen Regierungen ihren Platz leider nicht streitig machen.

  2. Zu deinem Beitrag der Sendung, Markus:
    Ich glaube es ist nicht besonders erfolgsversprechend zu warten, bis die Politik Google strengeren Datenschutz vorschreibt und Google diesen wirklich umsetzt. Wie soll das auch aussehen? Google bekommt in Zukunft Einschränkungen vorgeschrieben, welche Daten sie erheben/verknüpfen dürfen und wir können all die coolen Google Produkte sorgenfrei weiternutzen …. wäre ja schön …. ein bisschen zu schön um wirklich dran zu glauben.

    Ich stimme ja zu, dass Google Produkte meistens sehr hohe Qualität haben und leicht zu benutzen sind. Aber wer nicht von Google komplett überwacht werden möchte, sollte zu Alternativen wechseln und die gibt es auch in eigentlich allen Fällen. Google Dienste (aus bequemlichkeit) weiter zu nutzen und dabei zu warten, dass Google irgendwann sein Geschäftsmodell ändert/ändern muss und selbst Datenschutzfreundlicher wird, halte ich für den falschen Weg.

    1. Guter Beitrag! Google macht Angebote. Ob wir sie nutzen oder nicht, ist unsere Entscheidung, die von einem jeden Einzelnen um genau zu sein. Wenn mir der Umgang Googles mit meinen Daten nicht gefällt, nutze ich Googles Dienste nicht.

      Kostenlos sind solche Dienste nie: Entweder ich zahle mit Geld oder mit meinen Daten. Darüber aufzuklären, ist richtig und wichtig. Wie sich dann der Einzelne entscheidet, geht jedoch außer ihm selbst niemandem etwas an.

  3. Im Prinzip ein guter Beitrag. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass man noch mehr auf die um die 8 Minuten-Stelle geäußerte, und bestimmt von vielen geteilte Meinung „Ich sehe mich als langweiligen Nutzer“ eingegangen wäre. Stattdessen wird danach nur in einem Nebensatz die NSA, und erst im Abspann die Shoppingtouren von Google erwähnt. Primär geht es nach diesem wie ich finde zentralem Gedankengang der meisten Menschen erstmal wieder darum wieso die Gesetze noch nicht streng genug sind. Das ist aber für die meisten nicht so interessant! Man hätte mehr die Gefahren die sie sich durch die Datenmacht ergeben eingehen sollen.

  4. Vielleicht könnte man, um die Monopolstellung von Google zu brechen, einfach verordnen, dass der Zugang zu Google in der BRD für eine bestimmte Zahl an Tagen pro Monat gesperrt wird, zufällig ausgewählt. Das müsste Google doch zum Einlenken bringen, oder?

    1. Das ist doch wohl nicht Dein Ernst? Keiner könnte sich mehr davon unterrichten, ob die „Sperrung“ gerechtfertigt ist. Google würde zum Märtyrer gemacht. Die „Monopolstellung“ von Google hat Gründe. Eine Sperrung würde nichts an diesen Gründen ändern.

      Keine gute Idee. Sorry.

      1. Sicher, eine verrückte Idee. Was sind deiner Meinung nach die Gründe für Googles Monopolstellung? Die Qualität und Einfachheit seiner Produkte, eine geschickte Verzahnung bzw. Verschränkung aller Angebote in eine Gesamtstrategie? Bessere Resultate als bei anderen Suchmaschinen, um ein Angebot zu nennen? Bessere Ideen? Moderneres Image?

      2. @Alban zu „Gründe für Googles Monopolstellung?“
        zum Beispiel das Verhalten der Nutzer. Für Viele ist Google = Internet.
        Ein anderer Grund ist, dass Firmen (siehe z.B. Yahoo, aber z.B. auch Siemens, Telekom usw.) Dinge verschlafen haben. Außerdem ist Google einfach in vielen Dingen wirklich gut (wie Du gerade angedeutet hast).

        Es ist kurzsichtig, diese Gründe Google zum Vorwurf zu machen. Wir könnten zwar Google zerschlagen, doch dann wäre da ein Loch, das z.B. MS nur zu gerne „füllen“ würde. Es würde nichts besser und wir (Nutzer, Industrie, Staat) würden nicht schlauer.

        Bessere Ansätze könnten auf Netzneutralität, Datenschutz, demokratische Netzverwaltung, Wissenschaft, besserer Gesetzgebung (Urheberrecht, Störerhaftung, Jugendschutz usw), europäische und weltweite demokratische Zusammenarbeit und vor allen Dingen Ausbildung, gerade auch von Schülern etwa im Punkt Medienkompetenz, beruhen.

        Kurz: sich an die eigene Nase fassen.

        Was da „hilft“ ist einfach „Bildung“ (wenn es denn nur so einfach wäre) .

      3. @Joachim: Ja, da stimme ich dir zu. Dass Microsoft die Lücke füllt, wäre für mich nicht wünschenswert, weil ich damit noch weniger Datenschutz und Privatsphäre gewährleistet sähe.

  5. Zufällig gerade gegoogelt, ähhhh gefunden…:

    Dauer, für die am 17. August 2013 alle Google-Dienste störungsbedingt ganz oder teilweise offline waren, in Minuten = 5

    Rückgang des gesamten Internet-Datenverkehrs während dieser Zeit, in Prozent = 40

    1. Es ist so weil die meißten Internetnutzer heutzutage kein Bock mehr auf tippen haben. Die Software Variante ist mir aber neu. Muss mal danach googeln :)
      Nebenbei man sollte wirklich google-Derivate verwenden. Für fast alles liefern diese die gleichen Ergebnisse und ohne die Google Krake unnötig weiter zu füttern vor allem weil seit ein paar Jahren immer mehr Mist auf den ersten Seiten gelistet wird. Da wird aus einer banalen Anfrage schnell eine Schatzsuche unter den Ergebnissen.

      Man sollte sich auch mal selbst mit der Thematik Internetsuchmaschinen auseinandersetzen um mal zu verstehen WIE der Suchmaschinenmarkt sich etabliert hat. Das moderne WWW ohne Suchmaschinen? Never.

      Einen Webcrawler oder Spider zu benutzen um mal eben einen Bruchteil des Netzes auszubuddeln ist doch schon arg hoffnungslos.

  6. Die Aussage, dass das Datenschutzgesetzt völlig veraltet ist und mit einem neuen (europäischen) alles besser wird, weil Google dann nur noch Daten verarbeiten darf, wenn der Anwender zustimmt, ist falsch. Schon heute darf Goolge nur verarbeiten, wenn der Anwender zustimmt. Leider machen das so viele Leute, weil sie ein kostenloses Postfach und andere Dienste haben wollen. Was sich mit einem europäischen Gesetz ändern würde, ist, dass viele andere Länder auf das deutsche Datenschutz-Niveau gehoben werden.

  7. Man sollte Google nicht nur in Bezug auf den Datenschutz betrachten. Google bestimmt im Zweifel Meinungen, denn was man über Google findet ist allein deren intransparente Entscheidung.

  8. Ich nutze sehr gern etools.ch, ertappe mich aber immer wieder dabei, zu Google zu wechseln.
    Der größte Schwachpunkt von etools, ixquick, startpage etc.: sie integrieren nicht verschiedene Suchgebiete. Am lästigsten ist das bei Adressen, die ich sowohl auf Webseiten suchen möchte, als auch in einer Karte sehen will. Oder der einfache Wechsel zu Bildersuche, Videosuche etc.

    1. Ich nutze startpage.com seit Jahren. Was genau ist da nicht integriert? Es gibt dort eine Bilder- und Videosuche. Dahin kann ich mit genau einem Klick wechseln. Wo genau ist jetzt das Problem?

      1. Nach meiner Information ist Startpage nur ein „Frontend“ für Google.
        Du bekommst die gleichen Ergebnisse wie bei Google, nur dass die Suchanfragen, laut eigener Aussage, nicht gespeichert werden.

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