Kultur

Eine Woche freiwilliges Netzpolitik-Abo: Wir haben erste Zahlen!

Vor einer Woche haben wir als zusätzliche Refinanzierungssäule ein freiwilliges Abo gestartet. Der Grund dafür sind rund 4.000 Euro Minus, die wir aktuell verbrennen und eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Refinanzierung für uns nicht in Frage kommen, um unsere Unabhängigkeit und Offenheit zu erhalten. Andere ziehen wir schon in Betracht und haben 24 Möglichkeiten hier zur Diskussion gestellt. Wir freuen uns natürlich noch über weitere Hinweise und Ideen, welche zusätzlichen Säulen zur Refinanzierung und dem Ausbau unserer Art von Onlinejournalismus möglich sind und werden diese in einer kleinen Reihe nochmal gesondert vorstellen.

Wir finanzieren uns zu fast 100 % aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Nach einer Woche können wir auch erste Zahlen nennen!

Insgesamt haben uns 439 Spender bisher 11.776,51 Euro geschenkt. Das reicht erstmal, um die kommenden drei Monate auszufinanzieren. 293 Spender haben uns 8548 Euro über Banküberweisung zukommen lassen, 146 Personen haben 3228,51 über PayPal geschenkt. Die Einnahmen über Flattr sehen wir kommenden Monat und die 5.65607733 Bitcoins waren eben 528.84 Euro wert. Wir fragen uns momentan noch, ob wir würfeln sollen, um eine belastbare Prognose bekommen sollen, ob wir die Bitcoins jetzt abstossen oder weiter behalten und an Wert gewinnen lassen sollen.

Die höchste gespendete Summe per Banküberweisung waren 500 Euro, die höchste gespendete Summe per Paypal waren 100 Euro. Das durchschnittliche freiwillige Abo beträgt momentan 26,8 Euro (ohne Flattr & Bitcoin). Auf 455 Euro belaufen sich aktive Daueraufträge. Gehen wir mal optimistisch davon aus, dass diese Zahl monatlich reinkommen könnte, dann haben wir zusätzlich zu den bereits auf dem Konto liegenden 11.776,51 Euro weitere 5460 Euro. Das macht dann 17236,51 Euro plus Flattr plus 5,6 Bitcoins.

Wir sind ja immer noch zuversichtlich, dass es gelingen kann, ohne einen Mehrwert einen signifikanten Anteil unserer Leserinnen und Leser dazu zu motivieren, durch eine freiwillige Spende zur Refinanzierung der Ausgaben beizutragen. Was ist Euch unsere Arbeit wert?

Infografik_netzpolitik_klein

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
7 Kommentare
  1. Meine Meinung: Die Bitcoins würde ich verkaufen. Im Moment kann man zwar davoin ausgehen, dass die weiter steigen, andererseits ist das zur Zeit eine Risiko-Geldanlage, und das sollte man nur machen wenn man das Geld wirklich nicht braucht.

    1. Die Bitcoins sind nur so viel wert, wie man ihnen vertraut. Jedoch vertraue ich persönlich diesem System mehr als dem der EZB und habe deswegen Netzpolitik mit Bitcoins unterstützt.

      Damit sie aber zu einer Währung werden, sollten sie nicht, wie in deinem Kommentar oder im Artikel beschrieben, gehortet werden, sondern benutzt werden. Es gibt schon viele Gegenstände, welche sich für Bitcoins kaufen lassen. So wäre es z.B. möglich, dass der Server und die Domain für NP künftig mit Bitcoins bezahlt werden – es gibt bereits genug Hoster, die eine Zahlung per BTC ermöglichen.

  2. Die Blogs können das schaffen was die großen Verlage bis heute nicht ausreichend umgesetzt haben – Bezahlung für Online-Inhalte.
    Dabei darf es aber keine Zwei-Klassen-Nutzer geben und keinen Zahlungs-Zwang. Ebenso problematisch sind penetrante Zahlungsaufforderungen wie z.B. auf taz.de.

    Wenn man den Nutzern allerdings die Wahl lässt, kann dieses Modell langfristig funktionieren.

    1. @Hurz: Genau das probieren wir aus und lassen und überraschen, ob das in der Praxis auch funktioniert. Die Taz hat übrigens ihre freiwilligen EInnahmen durch die Penetranz verdoppeln können. Das ist vielleicht auch ein Signal.

      1. Aber stellt euch vor, es würde jeder machen… Bei Medien ohne Relevanz funktioniert das nicht. Also Medien, die für Person X nicht regelmäßig Wichtiges bringen, sondern nur mal so zwischendurch zu Rate gezogen werden. Der Abonnent der Neuzeit muss im Netz ja auch keine sensiblen Adressdaten weiterleiten, kein Aboservice ihm hinterherrennen und abmahnen.

        Man könnte sich bei einer Zeitung auch vorstellen, dass für einen Artikel freiwillig gezahlte Beträge zum Teil an den Autor gehen und man hätte im Vorbeigehen noch ein zweites Problem entschärft. So kann auch Blogger X in die Wertschöpfungskette zurückgeholt werden und digitale Zweitveröffentlichungen würden eher akzeptiert, da sie nicht nur auf einen Artikel, sondern auch auf die Bezahlmöglichkeit linken.

        …we’re getting there!

      2. Ich finde dei Fußzeile bei euch ganz in Ordnung. Das erinnert einen immer mal wieder drann, wenn man per RSS einen Artikel gelesen hat. Auf meine 5 EUR im Monat könnt ihr zählen (hab ja eh für ein Jahr im Voraus gezahlt :D)

  3. Hallo Markus und Mitstreiter,

    hab mir erlaubt, Teile (10 Euro) meines vor kurzem gekündigten Zeitungsabos nun monatlich zu Euch „umzuleiten“.

    Grüße und viel Glück für Eure Finanzierungsbemühungen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.