Gekaufte Vorfahrt – Abschied vom neutralen Internet?

Der Deutschlandfunk hat in der Sendung Hintergrund gestern über Netzneutralität berichtet: „Gekaufte Vorfahrt – Abschied vom neutralen Internet?“


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Grundsätzlich gilt bisher: Alle Daten werden gleich schnell durchs Netz geleitet. Altgedienten Internetaktivisten – unter ihnen viele politisch und sozial engagierte Bürger – ist dieses Prinzip heilig. Neue Geschäftsmodelle basieren aber auf anderen Verkehrsregeln – ein Ende der Netzneutralität wäre die Folge.


Hier ist die MP3.

6 Kommentare
  1. der „stream“ des länderspiels bei der ARD war ne sammlung von standbildern.

    aber was machen eigentlich strom- und wasserversorger auf der „letzten meile“?

  2. Ich finde es nicht \so schlimm\ wenn Angebote, die einen stetigen Mindestdurchsatz benötigen diesen bekommen.
    Doch die selbe Technik lässt sich einsetzen um ein Netz lahm zu legen oder einzelne Anbieter/Konsumenten vom Netz zu trennen, indem man ihnen eine sehr sehr niedrige Priorität gibt.
    Oder anders herum gedacht. Eine Land (z.B. Ägypten) kauft sich eine riesige Bandbreite und flutet das Netz mit Paketen. Diese haben eine sehr hohe Priorität und werden weitergeleitet. Alle anderen Pakete bleiben stecken.
    Ohne lange darüber nach zu denken fallen mir noch andere Möglichkeiten ein so eine Priorisierung zu missbrauchen.

  3. Am Ende des Streams wird es auch angesprochen. Wenn pauschal Medieninhalte anders behandelt werden als Emails, dann könnte man von einer Netz-Optimierung ausgehen.
    Aber den Anbietern geht es ja nicht (nur) darum Kapazitäten besser zu nutzen, sondern eigene Inhalte zu bevorzugen, bzw. eine bevorzugte Behandlung zu verkaufen. Also nicht mehr basierend auf dem Protokoll, sondern auf dem Portemonnaie.

  4. Das ist doch der Einstig in klassengesellschaft auch im Internet. Zudem ist es Möglich schlicht wichtige Meldung( Meinungsfreiheit) Auszubremsen.

    Ich finde das Bedenklich

  5. @Kasriel

    Das ist natürlich ein berechtigter Einwand.

    Ist die Technik ersmal da, kann sie nicht nur gegen Geld (was man noch verbieten könnte) zu einsatz kommen, sondern auch nach gesetzlichen Vorschriften. Frau Guttenberg und Frau von der Leyen (die Namen richtig geschrieben?) dürfen dann nie Internetministerin werden.

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