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Vorsicht, Freund hört mit!

Die FAZ hat einen Artikel des Internet-Forschers Evgeny Morozov übersetzt: Vorsicht, Freund hört mit! Sollten wir also die Finanzierung von Projekten der Demokratieförderung mittels Internet einstellen? Natürlich nicht. Selbst für einen Skeptiker wie mich sind die Vorteile unübersehbar. Nur sollten die Bemühungen um digitale Demokratie verbessert werden. Eine Möglichkeit bestünde darin, den Plattformen des digitalen…

  • Markus Beckedahl

Die FAZ hat einen Artikel des Internet-Forschers Evgeny Morozov übersetzt: Vorsicht, Freund hört mit!

Sollten wir also die Finanzierung von Projekten der Demokratieförderung mittels Internet einstellen? Natürlich nicht. Selbst für einen Skeptiker wie mich sind die Vorteile unübersehbar. Nur sollten die Bemühungen um digitale Demokratie verbessert werden. Eine Möglichkeit bestünde darin, den Plattformen des digitalen Aktivismus – Twitter, Facebook und so weiter – ihre neuen globalen Verpflichtungen bewusstzumachen, zu denen die Notwendigkeit zählt, die ihnen von Regimegegnern anvertrauten Daten zu schützen. Andernfalls werden Cyberangriffe auf NGOs zunehmen. Wir im Westen sollten darauf vorbereitet sein, uns in solchen Fällen einzuschalten und die kritischen Stimmen zu unterstützen, indem wir ihnen unentgeltlich helfen, so schnell und sicher wie möglich wieder online zu sein.

Evgeny Morozov wird auch eine der Keynotes auf der re:publica 2010 halten. Das Thema lautet dafür: „A Twitter Revolution without revoluationaries? What we know and what we don’t know about the impact of the Internet on authoritarian states.“

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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4 Kommentare zu „Vorsicht, Freund hört mit!“


  1. \Demokratieförderung\ meint doch im Kern Durchsetzung westlicher Ideen und Wirtschaftssysteme in Staaten, die vom Westen zum Feind erklärt wurden mittels von außen gesteuerter und finanzierter verdeckter Operationen zur Auslösung bunter Revolutionen: in Serbien, Belarus, Ukraine, Georgien, Russland, China, Iran, Venezuela etc.

    Bezeichnenderweise finden solche Revolutionen oder Versuche nicht in Staaten statt mit genau so katastrophalen oder weitaus schlimmeren Menschenrechtsverletzungen wie in der oberen Aufzählung: Mexiko, Kolumbien, Türkei, Saudi Arabien. Dabei handelt es sich ja um enge Verbündete des Westens.

    Bezeichnend ist auch, dass weder der FAZ-Autor noch der Blogger etwas dagegen zu haben scheinen, wenn westliche Polizisten und Geheimdienste in den sozialen Netzwerken herumschnüffeln: http://www.heise.de/ct/meldung/US-Strafverfolger-nutzen-soziale-Netzwerke-fuer-verdeckte-Ermittlungen-956796.html

    Dabei handelt es sich ja um die Guten!

    Durch diesen Beitrag hat sich das Blog netzpolitik.org in den Dienst westlicher Machtpolitik gestellt.


    1. @Fagus: Das ist ja mal eine spannende These!


  2. Bodo W.

    ,

    Trolle bitte nicht füttern.


  3. Wohl eher die traurige Wahrheit – Sozialismus oder Barbarei! ;-)

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