Öffentlichkeit

Lösungen und Wege im Kampf gegen die Kinderpornographie

Die FDP-Fraktion lädt am 17. März zur Anhörung „Lösungen und Wege im Kampf gegen die Kinderpornographie“ in Berlin ein. Zur Anhörung kann man sich anmelden, sie findet von 14-17 Uhr statt. Aus der Ankündigung:

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Durch die aktuellen Fälle von Kindesmissbrauch ist eine bereits lang überfällige Diskussion wieder ans Tageslicht gekommen. Zur öffentlichen Anhörung der FDP-Fraktion wurden Fachreferenten aus verschiedenen Bereichen eingeladen. Nach einem Grußwort von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) wird es zunächst um Fragen rund um die Hintergründe und Ursachen des Kindesmissbrauchs und des Konsums von Kinderpornographie gehen. Prof. Beier von der Charité Berlin wird hierzu über die psychotherapeutische Behandlung pädophiler Täter und Tatgeneigter sprechen und dabei die Möglichkeiten der Prävention solcher Straftaten aufzeigen.

Zudem haben wir Herrn Böhm, Richter am OLG Karlsruhe, Oberstaatsanwalt Vogt und Rechtsanwältin Dr. Gräfin von Galen eingeladen, die über die Verfolgung und Ahndung von Sexualdelikten aus unterschiedlichen Blickwinkeln berichten werden. Weiterhin freuen wir uns, die Vorsitzende des Vereins „Trotz Allem“, Frau Scholz, sowie Herrn Dr. Wolfram Hartmann, den Präsidenten des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V., begrüßen zu dürfen. Beide haben viel Erfahrung im Umgang mit Opfern von Sexualstraftätern und können mit uns auch über eine mögliche Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Schulen, Behörden, Vereinen und Ärzten diskutieren.

Schließlich wird uns Herr Ackermann, Vizepräsident von INHOPE, Internationaler Dachverband der Internet-Beschwerdestellen, einen Einblick in seine Tätigkeit geben und über den Zweck und die Erfolge von Internet-Beschwerden berichten.

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11 Kommentare
  1. Es gibt eben Parteien, die mehr Wert auf Wahlkampf als auf sinnvolle Politik legen. Und die noch nicht mal davor zurückschrecken, das auf Kosten von Kindern zu tun.

  2. Man muß es auch positiv sehen – wenigstens ist zumindest bis jetzt nicht der ganze von der Leyensche und Guttenbergsche Rattenschwanz von Kinderschutzorganisationen eingeladen wie z.B. „Missing Children“ und „Innocence in Danger“ oder so, welche uns ja nicht zuletzt auch die ganze Hysterie um die Internet-Stoppschilder inklusive gefälschter Statistiken (Stichwort KiPo in Indien) geliefert haben.

    Also kann man in gewissen Grenzen auf eine sachliche Debatte hoffen, die dem Ziel gerecht werden könnte, in der Tat objektiv und analytisch die Ursachen sexuellen Mißbrauchs aufzuspüren und wirkungsvoll zu bekämpfen – und nicht eine Symboldiskussion, die mißbraucht wird als Werbe- und Networkingplattform für geschäftsorientierte „Kinderschützer“.

    1. @Andreas: Die von Dir zitierten Organisationen werden da auch nicht können. Parallel veranstaltet die CSU-Fraktion eine thematisch ähnliche Veranstaltung. Diese wird aber nicht öffentlich sein. Und dort sprechen dann BKA, Innocence in Danger und wie sie alle heißen.

  3. Können Politiker und Parteien nicht endlich mal aufhören den Begriff „Kinderpornografie“ zu verwenden? Das zeigt doch nur dass sie sich gar nicht mit dem Problem auseinandersetzen.

  4. Nicht jede verbotene Schrift über sexuelle Betätigungen ist eine Dokumentation realen Geschehens. Schließlich sind auch „wirklichkeitsnahe Phantasieprodukte“ wie z.B. entsprechende Romane, Zeichnungen, Malerei oder Zeichentrickfilme verboten, und eben nicht nur Photos und Filmkameraerzeugnisse. Da von „dokumentiertem Missbrauch“ (egal, wie man jetzt zu diesem Begriff steht) zu reden triffts auch nicht, denn der findet in diesen, von den aktuell gültigen Gesetzen ebenfalls erfassten Fällen, nicht statt.

  5. Gibt es überhaupt Lösungen und Wege…..meiner Meinung NEIN….es geht alles am eigentlichen Ziel vorbei.

    In diesem Sinne MfG Thomas Wiegand

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