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E-Post vs. De-Mail: Es lebe das Chaos! [Update]

Heute Nacht schrieb ich noch, dass wir noch viel Spaß mit „De-Mail“ und Konsorten haben werden. Here we go:


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E-Porto!

Ja, richtig gelesen. Man kann nun tatsächlich elektronische Postbriefe („E-Postbrief“, umgangssprachlich auch „E-Mail“) verschicken.* Also, bald zumindest. Erst muss man sich nämlich noch via PostIdent für eine „E-Postbrief Adresse“ registrieren!

Verschicken kann man diese „E-Postbriefe“ mit der guten alten Post. Die will sich mit diesem Angebot nicht weniger als erneuern. Und da so eine Erneuerung furchtbar viel Geld kostet, kostet ein E-Postbrief 0,55 Euro Porto. Ein Schnäppchen, wie ihr sicher jubelnd bestätigen werdet, immerhin darf man für 0,55 Cent ganze 20MB verschicken! Einschreiben mit Einwurf und Einschreiben mit Empfangsbestästigung (online, wohlgemerkt!) kosten extra: Je 1,60 Euro.

Allein, mit „De-Mail“ hat das alles – wie man nun vorschnell vermuten könnte – nicht viel zu tun. Laut Heise Online handelt es sich beim „E-Postbrief“ um ein Konkurrenzangebot zur bundesverbindlichen „De-Mail“  (im letzten Jahr wollte die Post übrigens noch bei „De-Mail“ mitspielen):

Die Post prescht mit einem Service vor, den die De-Mail-Initiative der Bundesregierung erst im Laufe des nächsten Jahres verspricht. Im Unterschied zu dieser „digitalen Alternative zum heutigen papiergebundenen Briefverkehr“ belässt es die Post nicht allein bei der reinen Online-Variante. Nutzer, die nicht an das Internet oder das Portal der Post angeschlossen sind, erreicht der Online-Brief in seiner hybriden Variante: Das Unternehmen druckt und kuvertiert ihn, bevor es wie bisher vom Postboten zugestellt wird. […] Die Konkurrenz von der De-Mail-Initiative – zu Beginn mischte die Post hier noch mit – kommt ohne eine explizite Verbindung zur gewohnten Briefzustellung aus.

Wobei, ich sehe es gerade, das Zitat da oben ist ein wenig verwirrend. Es ist nämlich so: Nicht nur, dass die Post so nett ist, eMails „E-Postbriefe“ auf Wunsch auszudrucken und per Post (also klassisch, per Postbote, nicht elektronisch …) zuzustellen. Nein, die Partner des „De-Mail-„Projektes (also nicht die Post …) planen ähnliche Dienstleistungen! Das nennt sich dann auf beiden Seiten „Hybrid-Mail“:

Bis zum Sommer dieses Jahres soll es möglich sein, dass man vom Web-Browser aus gegen einen Aufpreis von voraussichtlich 10 Cent auf das Porto herkömmliche Briefe kuvertieren und zustellen lässt. Anders herum soll es einen Scan-Dienst geben, der eingehende Papierbriefe digitalisiert und in die GMX- oder Web.de-Inbox befördert.

Fassen wir zusammen: „De-Mail“ kommt, in seiner ganzen Schönheit vsl. erst nächstes Jahr. „De-Mail“ soll so eine Art Bundes-Email werden und wird daher auch gerne „Bürger-E-Post“ genannt, kommt aber nicht von der BundesPost. Die „Bürger-E-Post“ kommt von der Telekom, T-Online, T-Systems, GMX und noch ein paar anderen. „De-Mail“ soll rechtsverbindlich sein und den Segen des Innenministeriums erhalten.

Das Produkt der Post hingegen nennt sich „E-Postbrief“. Sicher und rechtsverbindlich soll selbstverständlich auch dieser sein. Ob der „E-Postbrief“ den Segen des Innenministeriums erhalten wird? Fraglich. Dafür spielen Allianz, ADAC, DekaBank, DFB, Lotto Hessen, Mercedes-Benz Motorsport und SAP im gelben Team mit.

Nachtrag: Zur Rechtssicherheit des „E-Postbriefs“ hat Goro unten in den Kommentaren den Link zu einem interessanten Artikel in der Frankfurter Rundschau gepostet. Wenn ich zitieren darf:

Ist der Online-Brief der Post schon rechtssicher?

Genau genommen nicht. Brief-Vorstand Jürgen Gerdes hat bereits im März eingeräumt, dass der Postbrief ein „sicheres Produkt, aber nicht rechtssicher“ ist. Dies nimmt die Post offenbar in Kauf, um ihr Produkt vor der Konkurrenz auf dem Markt zu platzieren. Der Konzern beteuert, dass er seinen E-Postbrief synchron zur Gesetzesentwicklung gestaltet und ihn zertifizieren lassen will. […] Weka, ein führender Anbieter von multimedialen Fachinformations-Lösungen, warnt Kommunalverwaltungen: Weil das Bürgerportalgesetz noch nicht verabschiedet sei und der E-Postbrief auch nicht „die Kriterien der qualifizierten Signatur nach dem Signaturgesetz“ erfülle, sei er „keine nach den Vorschriften des Verwaltungsrechts zugelassene Form der Bekanntgabe“.

Dass die Kriterien der qualifizierten Signatur nicht erfüllt werden, dürfte sich nicht zuletzt auch für Unternehmen als Showstopper erweisen.

So, und das erklärt nun bitte mal jemanden, der sich nicht den ganzen Tag mit diesem Internetkram beschäftigt. Viel Spaß.

*Jaja, konnte schon einmal ePost mit der Deutschen Post AG verschicken. Von 2000 bis 2005 war das, die Älteren werden sich erinnern. Nur mit den lebenslangen E-Mail-Adressen hat es damals nicht so ganz geklappt …

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77 Kommentare
  1. „So, und das erklärt nun bitte mal jemanden, der sich den ganzen Tag mit diesem Internetkram beschäftigt.“

    Fehlt da nicht ein ’nicht‘? ;-)

  2. Es wird kein Chaos geben: entweder ist das Konzept an sich erfolglos oder die E-Post macht das Rennen und sahnt die Kunden ab, bevor DE-Mail an den Start kommt. Wir werden also voraussichtlich 0 oder 1 Anbieter in der Zukunft haben. Und da E-Post größtenteils aus Open Source gebaut wurde, ist es unwahrscheinlich, das DE-Mail durch günstigere Preise trumpfen kann.

  3. Wie druckt die Post denn dann einen Anhang der kein Dokument ist aus? Einfach die Datei mit dem Editor öffnen und dann Buchstabensalat drucken?!?

    Wir werden wohl wirklich noch viel Spaß haben damit^^

  4. Also kann ich 20MB Textdateien an eine (nicht digitale) Adresse verschicken? Und das fuer 55ct.
    Da haben die Postboten aber zu schleppen :).

    1. Das finde ich gut: 20 MB Text. Wenn ich also gerade keine Lust hab mir ein größeres Dokument selbst auszudrucken schick ich mir eben das PDF selbst zu:
      Keinen Stress mit dem Drucker, den hat die Post, und billiger kommt man auch nicht hin. Und das alles komfortabel bis an die Haustüre!

      Genialer Service!

  5. „Wir bringen das Postgeheimnis ins Internet“
    Was fürn Witz.
    Von Verschlüsselung konnte ich bisher nichts lesen.
    Und warum soll ich dafür einen Cent zahlen?
    Für die Zertifizierung tät ich ja noch ne Bearbeitungsgebühr berappen, aber fürs Verschicken? Was fürn Witz.

  6. Das ist alles großer Blödsinn. Hier macht sich mal wieder der Kapitalismus breit. Jetzt soll man dafür bezahlen E-Mails zu versenden. Auf nichts anderes wird es hinaus laufen. Kapitalimsu abschaffen!!!

  7. @fagri: Ein Anhang muss ein PDF-Dokument sein, das allerdings nur bestimmte Schriften haben darf. Für zusätzlich 0,10 Euro/Seite geht das auch in Farbe. Siehe https://service.deutschepost.de/epost/faq/welche-dateiformate-k%C3%B6nnen-auch-auf-dem-klassischen-weg-zugestellt-werden

    @nfqbun: Leider nein, die Tabelle im Artikel oben gilt eben nur für die elektronische Zustellung. Alle Tarife, auch die für die Papierzustellung im Überblick unter https://service.deutschepost.de/epost/downloads/154/Preisliste_E-Postbrief.pdf

    @manka: Naja, so eine Art Verschlüsselung gibt es wohl schon, siehe Leistungsbeschreibung unter https://service.deutschepost.de/epost/downloads/7/Leistungsbeschreibung_E-Postbrief.pdf

    Ich persönlich werde es mal ausprobieren. Wenn ein dreiseitiger Hybridbrief 0,55 Euro kostet, spart man ja immerhin Kosten für Papier, Umschlag und Tinte/Toner – und den Weg zum Briefkasten.

  8. @Manuel: Laut Post für Kommunikation mit gesicherten Identitäten (via Postident), was also etwa Versicherungen ermöglichen soll, dir auch Sachen online zuzustellen, für die eigentlich die Offline-Post vorgeschrieben ist.

    Außerdem für Verschlüsselung (die aber, im Gegensatz zu der von De-Mail, nicht den Ansprüchen des Signaturgesetzes genügt) und die damit verbundene Vertraulichket, die eben nur, hust, die Post bieten kann.

  9. Allianz und ADAC ist ja schön und gut und dass der ePost-Service sofort starten kann (Ausnahme Lotto Hessen, da läuft schon eine Klage) ist auch nett. Am Rande ist erwähnt, dass die Post bei De-Mail ausgestiegen ist. Damit dürfen Behörden bei ihr kein ePostfach haben siehe den hier veröffentlichten Referentenentwurf. Ich nehme an, dass sich auch die Post um die Zertifizierung kümmern wird, wenn De-Mail startet und dies nur jetzt nicht explizit erwähnt, um epost.de-Kunden zu scheffeln. Wer anno 2000 noch nicht auf die lebenslange E-Mail-Adresse reingefallen ist, darf das jetzt tun. Es ist mir völlig unbegreiflich, wie man diesen verbrannten Namen wieder aufnehmen kann, das zeigt die geringe Bedeutung, die das Projekt bei der Post hat. –Detlef

  10. @Goro: Die Identifikation kostet maximal 5€ pro Person.
    Das eigentliche Senden ist für die Post dann mit minimalen Kosten verbunden und ein elektronischer Briefkasten in der heutigen Welt kostet auch fast nichts.
    Also ab 10 versendeten Mails sind die Kosten gedeckt und dann nur noch Gewinn?

    Diese Preise für die rein elektronische Zustellung sind doch einfach lächerlich.

  11. Ich halte die Konzepte für unbrauchbar, sofern ich keine rechtlichen Aspekte unberücksichtigt lasse ist es doch so:

    Unternehmen werden sicherlich nicht 0,55 € für eine E-Mail bezahlen. Zur automatisierten Rechnungsstellung und den Versand per Post gibt es APIs. Ende im Gelände ;).

  12. @Detlef: Die Frage, ob sich die Post um eine Zertifizierung bemühen werden, ist tatsächlich spannend. Deine Kollegen bei Heise scheinen derzeit ja eher von einem konkurrierenden Angebot auszugehen, das sich dann aber nicht nur durch einen früheren Start abgrenzen müsste.

    Nun, schaun‘ mehr mal. Ich finde es, mit Blick auf so ziemlich alle Menschen, die ich im normalen Leben kenne, vollkommen hinrissig, jetzt Konfusion in einem Bereich zu stiften, wo Vertrauen und Sicherheit eine Schlüsselkomponente sein sollten.

    @Dominik: Für Unternehmen dürfte es Staffelpreise geben. Andererseits stellt sich die Frage, ob und bei welchen Transaktionen rechtsverbindliche Mails gefordert werden.

    (Nachtrag: Wenn ich Goro oben richtig verstehe und das Post-System nicht den Anforderungen des Signaturgesetzes genügt, gibt es da ja bereits ein Problem mit Rechnungen/dem UStG, richtig? Siehe auch Detlefs Hinweis auf die QES unten)

    Wie auch immer, das ePorto wird am Ende ebenso eingepreist, wie normales Porto. Da muss man sich wohl keine Sorgen machen.

  13. @20 „Unternehmen werden sicherlich nicht 0,55 € für eine E-Mail bezahlen.“

    Das ist es ja, was stutzig macht. Viele großen Unternehmen schicken ihre Rechnungen mit QES signiert auch an hänschen.klein@bin.allein, wenn der Kunde so eine Adresse angegeben hat. Sie müssen nix überprüfen, nur die Einverständniserklärung des Kunden speichern und sind auf der rechtlich sicheren Seite. Sie brauchen die Zertifizierung nicht. Anders sieht es bei den Behörden aus, darum De-Mail.

  14. Kann mir jemand sagen, warum es nicht einfach eine staatliche Zertifizierungsstelle geben kann und wir dann unsere Mails mit PGP unterschreiben und dann die Identität auch gesichert ist? Reschtssicher wäre das doch sicher auch?!

    Ich hoffe ich werde nie in meine Leben für E-Mails einen Pro-Stück-Preis zahlen müssen!

  15. Hehe,

    dann schicke ich in Zukunft meine 500 Seiten Skripte (ca. 20 MB) an eine Nicht-Digitale-Adresse und spare mir so ordendlich Druckkosten ;)
    Danke Deutsche Post…

  16. Vorweg: Ist schon wieder 1. April?

    Kann mir jemand erklären, was den „E-Postbrief“ rechtsverbindlich machen soll? Ist damit die Schriftform (§ 126 BGB) gemeint? Das klingt momentan extrem nach Marketing und weniger nach Realität.

  17. Dieser ganze Irrsinn hat hoffentlich bald ein Ende!
    Soweit ich gelesen habe hat vor kurzem die EU Kommission die Digitale Signatur explizit abgeschafft!
    Die deutsche Regierung hat mal versprochen die Digitale Signatur noch dieses Jahr abzuschaffen.

    Ich hoffe mal das kommt bald, wenn auch die jetzige Regierung nicht gerade schnell im Gesetze machen ist…

  18. Witzig – da kommt die Post aus Ihrer Haut nicht raus.

    Der Standardbrief kostet 55 Cent für *20* Gramm, *20* MB E-Post auch.

    Hurra, nun wissen wir es endlich! 1MB wiegt also 1 Gramm! Kein Wunder das die Router an der Datenlast soo schwer zu tragen haben…

  19. @Sepp
    Du kannst dir sicher sein, dass ich das gleiche machen werde. Mann, was wir da an Geld sparen können. Vor allem: wir müssen uns dabei nicht einmal vom Rechner wegbewegen :)
    Liebe Deutsche Post: mit der Idee hättet ihr schon vor zwanzig Jahren kommen müssen. Wenn es ums Geld sparen geht, sind wir immer und bei allem dabei.

    @Netzpolitik
    Ihr wisst aber schon, dass WordPress inzwischen eine Reply-Funktion hat, oder? Also das Dropdown-Menü unter dem Captcha sieht leider sehr Amateurhaft aus. Das würde ich schnellstens anpassen.

  20. Allen, die glauben sich jetzt 20MB Textbündel ausgedruckt für 55cent schicken zu lassen:
    Die Postzustellung kostet nur bis zu 3 Seiten die 55cent – danach kostet es pro Seite 10cent Aufschlag.

  21. \Einschreiben mit Einwurf und Einschreiben mit Empfangsbestästigung\
    Kann mir jemand erklären wie das online gehen soll? Also vor allem wo soll der Sinn liegen wenn das ohne Rechtssicherheit passiert? Ein Einschreiben ohne ist doch völlig sinnfrei.

  22. @Felix Nagel: Über das Einschreiben bin ich auch gerade gestolpert.

    Vor allem interessiert mich das elektronische Pendant zu „Einschreiben Einwurf“. Bei der normalen E-Mail ist es klar: Eine E-Mail wird an den Empfängerprovider verschickt. Ob sie ankommt, ist nicht sicher, wie beim Brief.
    Ein Einschreiben mit Rückschein müsste dann so etwas sein wie mit Bestätigung des Empfangsproviders. Aber wie wollen die das technisch lösen? Fragen die dann per Telefon nach, ob die Mail auch im Postfach gelandet ist? ;-)

    Naja und Einschreiben „Einwurf“ ist doch bescheuert. Wo wirft die Post denn ein? Sie kann hier genausowenig überprüfen, was der empfangene Provider damit anstellt.

  23. Frage: E-Postbrief – brauche ich das?

    Die Deutsche Post prescht mit einem E-Mail-System vor, bevor überhaupt die Voraussetzung für seine zweifelsfreie Rechtsverbindlichkeit geschaffen ist. Warum macht sie das? Streng genommen ist ihre E-Mail nämlich nicht vollständig rechtssicher. Das entsprechende Gesetz dafür ist noch gar nicht verabschiedet und wird wohl auch bis Ende des Jahres noch auf sich warten lassen.

    Die wenigen Male, die ich „rechtssicher“ versenden muss, werde ich das herkömmliche „Einschreiben“ nutzen, bevor ich mir das ganze Procedere der Registrierung zumute und nicht weiß, was mit meinen Daten geschieht!
    Und darüber hinaus: Ich nutze bereits seit über 2 Jahren den Online-Briefversand (Hybridpost) des Brief-online-Portals (www.briefonlineportal.de) und bin sehr zufrieden! Egal, ob Rechnungen, Angebote oder größere Mailingaktionen – das Handling dieses Online-Briefversands ist extrem anwenderfreundlich und zeitsparend: Anleitungen im PDF-Format sowie Videos erleichtern den sofortigen Einstieg. Die Registrierung ist mit wenigen Mouseclicks erledigt. Der Preis stimmt, Übertragung der Daten mit hohem Sicherheitsstandard (128-Bit-Verschlüsselung mit SSL und SFTP)!

    Warum sollte ich jetzt den E-Postbrief der Deutschen Post nutzen?

  24. @Felix/Rainer: Vorsicht! Zumindest bei De-Mail wird es so sein, dass der Provider verpflichtet ist, der absendenden Behörde eine Zustellbestätigung zu schicken, sobald der User sein Postfach öffnet. Kein Witz, steht so im Referentenentwurf. Da die Post mittelfristig eine Zertifizierung anstrebt, wird es beim E-Postbrief ähnlich sein.

    Oh, und nochwas:

    Wie bei der Papierpost gilt die Zustellfiktion des Verwaltungszustellungsgesetzes, dass ein Bescheid nach drei Tagen zugestellt ist, auch wenn der Bürger in dieser Zeit nicht in sein De-Mail-Postfach schaut oder im Ausland weilt. Anders als bei der Papierpost gilt diese Frist auch an Sonn- und Feiertagen, zu denen der vorliegende Referentenentwurf keine Aussagen macht.

    Endlich darf muss man always on sein, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen ,)

    @Gunther: Ach, mit dem „amateurhaften DropDown“ können wir durchaus noch ein paar Tage leben. Im Zweifel konzentrieren wir uns lieber auf Inhalte.

  25. … hahaha. Ich stell mir gerade meine Nachbarin vor. Die ist 85 Jahre alt und wird dann wohl auch noch das neue Zeitaler der „Post“ erleben dürfen oder, wenn Sie in Zukunft Versicherungskram etc. via E-Post bekommt. Willkommen in Deutschland. Mal ehrlich. macht der ganze Kram wirklich Sinn, oder haben da mal wieder manche Leute zuviel Zeit/Geld und denken sich immer wieder neue ganz tolle Sachen aus, um den Endanwender völlig zu verwirren.

  26. Das wird bestimmt lustig: die deutsche Post verspricht hier das Blaue vom Himmel herunter.
    Haben die eigentlich irgendetwas von Datenschutz gelesen oder kapiert? Der Blödsinn ist doch der alte E-Post-Quatsch von früher. Und was habe ich noch alles zu bedenken: rechtliche Problematiken bezüglich irgendwelchen dämlichen Zustellfristen usw. Im urlaub darf mir meinen Computer dann mitnehmen.
    Wäre die Zeit nicht besser für Sinnvolleres genutzt?

  27. ich wollte mich registrieren, bekam auch die Bestätigung dass mein name frei ist, doch bei der handynr. verivizierung bin ich gescheitert, 3 x, ich bekam keine sms mit einem code. Was ist da los?

  28. Für diejenigen, die nicht ständig ihr Handy anhaben (meins schalte ich alle 2 Monate einmal ein), ist ePost komplett unbenutzbar: wenn ein eBrief kommt, gibt’s eine SMS – aber keine mail ins Standard-email-postfach!
    Ich müsste also jeden Tag manuell meinen ePost-Briefkasten öffnen, um festzustellen, ob ePost da ist.
    Fazit: ePost nutzen – aber lediglich als Empfänger von Papier. Sollen die anderen doch 55ct zahlen, wenn sie mir ihre mail nicht direkt, sondern ausgedruckt in den Hausbriefkasten zustellen wollen.
    Nur bloß nicht als Nutzer anmelden: dann gibt’s nämlich nichts mehr in Papierform – dann wird gnadenlos per ePost und SMS zugestellt!

  29. Für diejenigen, die nicht ständig ihr Handy anhaben (meins schalte ich alle 2 Monate einmal ein), ist ePost komplett unbenutzbar:

    Naja, vielleicht nicht unbenutzbar, aber wir haben hier tatsächlich ein Problem, was den Überblick über das eigenen Machtbe^H^H Postfach betrifft.

    Menschen, die kein Handy besitzen oder es nur sporadisch nutzen, gibt es durchaus noch einige. Meine Mutter beispielsweise schaltet ihr Handy nie ein, sondern nimmt es lediglich als mobile Notfallsäule im Auto mit. Ich habe ihr Ostern auf den AB gesprochen, bisher keine Antwort ,)

    Nur bloß nicht als Nutzer anmelden: dann gibt’s nämlich nichts mehr in Papierform – dann wird gnadenlos per ePost und SMS zugestellt!

    Das ist ein wenig missverständlich formuliert. Briefpost wird natürlich auch weiterhin regulär zugestellt.

    1. Ich bin zum Beispiel so einer. Ich benutze mein Handy nie… außer als Notrufsäule, wie Deine Mutter. Wenn ich die Stadt nicht verlasse, liegt es sogar zu Hause und ist oft aus, weil der Akku leer ist. Ich könnte mich nicht mal für ePost registrieren, da ein Handy zwingend erforderlich ist, ich aber niemandem meine Nummer gebe. Es könnte ja jemand vergeblich versuchen, mich zu erreichen. Eine TAN auf’s Festnetz zu schicken, dagegen verweigert man sich bei ePost.de. Also werde ich weiterhin die Briefpost benutzen.

  30. Der ganze Mist heißt doch nur deswegen nicht DE-Mail, weil für die DE-Mail die gesetzlichen Grundlagen noch nicht draußen sind und man es deswegen nicht so nennen kann. Warten wir mal ein Jahr ab. Dann werden die aktuellen Produkte kompatibel zur DE-Mail sein. Gestartet wurden die ohnehin nur deswegen jetzt schon, um Vorsprung vor Konkurrenten zu haben.

    Ganz abgesehen davon weiß ich auch nicht, was man mit dem Mist anfangen und warum man es sich holen sollte…

  31. Wie war das eigentlich gemeint mit der Registrierung innerhalb von 3 bis 4 Tagen man hat wohl vergessen das Jahr zu erwähnen wann e-post nutzbar sein soll.

    Ich warte schon geschlagene 12 Tage auf die Freischaltung.

    Bei der Schneckenpost wundert mich schon gar nichts mehr.

  32. Postfach habe ich mir gesichert. Man weiß ja nie wieviele es mit meinem Namen gibt.
    Habe ich ja schon mal vor Jahren gemacht, als die Post die „lebenslange“ eMailadresse versprach.
    Und wieder die ganze Procedur mit Postident und dann die vielen SMS Tans bis man es dann nutzen kann.
    Und nun. Was soll ich damit ?
    Die Freischaltung des ePostfachadresse habe ich gleich mal unterlassen. Es soll sich einer unterstehen, mir eine ePost, in mein Postfach zu stellen. Der Aufwand, das dann täglich zu öffnen, dann noch auszudrucken, das ist mir zu viel.

    Und warum ich so umständlich eine ePost schreiben sollte, wird mir auch nicht klar.

    Aber man hats halt, obwohl man es nicht braucht.

  33. Seit 9:10 Uhr lese ich in verschiedenen Foren (unter anderem ‚E-Post ist laut Kleingedrucktem unbenutzbar‘ Reizzentrum – bitte googlen) einiges zum Thema ‚epost‘, um meinen Namen resevieren zu lassen; jeder möchte gerne der erste sein; es hat auch geklappt, doch den Registrierungscode werde ich vorerst nicht einlösen. Aber darüber wollte ich nicht schreiben, obwohl es der Auslöser zu meinen nun folgenden Utopien sind, wohlweißlich, dass doch so manche Utopie sich später eingebürgert hat. Mit der epost oder De-Mail werden wir in Zukunft arbeiten, wie beim jetzigen OnlineBanking, das ich anfänglich auch boykottierte. Mittlerweile geht bei mir ohne OnlineBanking nichts mehr und tausende Bankangestellte sind ihren Job losgeworden – was ich ja nicht wollte, so sozial, wie ich damals eingestellt war! Naiv?! Die zwei konkurrierenden Anbieter (epost und De-Mail mit Ihren finanzstarken Unternehmen im Hintergrund – oben, in diesem Forum, werden ja einige genannt) werden alleine schon dafür sorgen. Wenn Versicherungsgesellschaften, Banken, Großunternehmen, Autohersteller/-händler/-zulieferer, Verlage, öffentliche Einrichtungen und Behörden, Alten-/Pflegeheime u. Krankenhäuser ..usw. dieses System anwenden, bleiben am Ende doch nur noch von Privatpersonen geschriebene Briefe und Postkarten übrig. Die Deutsche Post oder auch die privaten Postdienste werden nicht mehr die nötige Menge an Briefe, Postkarten transportieren, so dass es für unrentabel wird. Die Portokosten werden steigen. Doch es kommt noch besser! Es wird keine Vorort Postzustellung mehr geben! Die Post (Briefe + Postkarten) kommt nicht mehr zum Empfänger, sondern der Empfänger holt seine Post bei einer PostStation selbst ab! Die Deutsche Post hat nicht umsonst Millionen in diese ‚PaketStationen‘ und künftig auch nutzbare ‚BriefStationen‘ investiert, um sie nach ein paar Jahren zu verschrotten. Man sieht doch jetzt schon immer weniger oder keine Poststellen in kleinen Orten oder Stadtteilen! Ich glaube an meine Utopie! In Zukunft hole ich meine Geburtsbriefe, Urlaubskarten und Kataloge an der PostStation ab, wo ich mein Postfach habe; obwohl ich das nicht will! Alte – gebrechliche, nicht motorisierte – Menschen werden sich die Post dann zustellen lassen (müssen) für 3, 5 oder mehr Euro pro Zustellung/Tag, weil sie nicht über die Technik verfügen oder sich nicht rechtzeitig dafür interessiert haben oder einfach aus ihrer Lebenseinstellung es nicht können/wollen oder generell der Technik nicht gewachsen sind oder für sie fremd ist. Diese utopischen Ansichten können nur gestoppt werden, wenn wir uns diesem technischen digitalen Fortschritt widersetzten! Und wer will das bzw. wer schafft es sich dem zu widersetzen, wenn es einmal eingeführt ist? Handy wollte ich nicht – habe ich aber! OnlineBanking wollte ich nicht – habe ich aber! De-Mail wollte ich nicht – habe mich aber angemeldet! Epost will ich nicht – zweifle aber daran und warte bis zum 31.12.2010, denn dann verfällt der Registrierungscode! Wieviel bestimmen wir noch, was außerhalb von uns passiert und unseren inneren Prozess manipuliert?

  34. Es gibt doch längst E-Mail-Systeme, die eine vertrauliche und verschlüsselte Versendung erlauben: Kommerziell mit S/MIME oder besser noch open-source mit Open-PGP. Diese lassen sich sehr bequem mit Thunderbird, aber auch mit Outlook, Apple Mail oder anderen E-Mail-Programmen nutzen. Der Vorteil: Ich bin weder auf die Post noch auf GMX oder Web-de angewiesen und auch der Geheimdienst kann vielleicht nicht ganz so leicht mitlesen.

  35. @Mark: Bei PGP hat sich in den letzten Jahren viel getan (Ich habe noch das vom FoeBuD 1992 herausgegebene PGP-Buch am Bett liegen ,), für Otto Normalanwender ist PGP/GnuPG aber einfach nicht zugänglich. Es ist immer noch viel zu komplex (Plugins, Schlüsselerstellungn, ggf. Signieren …).

    Genau in diese Lücke stoßen ePost und De-Mail: Anmelden und gut ist. Hinzu kommt, und das ist ein Punkt, der für „Systemverweigerer“ noch ein Problem werden könnte, die Zertifizierung für die Kommunikation mit Behörden/im Bereich eCommerce.

  36. @Jörg-Olaf Schäfers: „Es ist immer noch viel zu komplex. Genau in diese Lücke stoßen ePost und De-Mail“

    Da haben Sie absolut recht. Es müsste natürlich nicht so kompliziert sein. Die Technik ließe sich leicht in E-Mail-Clients integrieren. Aber gerade die Hersteller kommerzieller E-Mail-Clients scheinen wenig Interesse daran zu zeigen. Und mit Webmail sieht das Ganze schon schwieriger aus.

    (Es ist übrigens interessant, wie einerseits immer mehr Kommunikation und andere Dienst im Browser auf Fremden Servern abgewickelt wird, andererseits aber Dank des Apps-Trend auch wieder ein Trend zu lokalen Clients zu beobachten ist. Aber das ist ein anderes Thema…)

  37. Ist doch alles recht kompliziert , mal sehn wie sich das entwickelt ;o)
    Eins ist sicher Ich werde weder de-Mail noch E-Post nutzen, Onlinebanking kommt mir ja auch nicht ins Haus.Also wenn irgendwer mir was zustellen möchte , dann nur in Papierform. Rechnungen online oder Onlinegeschäfte sind für mich ebenso ausgeschlossen.

  38. also mal ehrlich, wenn ich überlege, dass ich bisher 55 cent nur für den versand bezahlt hab… jetzt druckt, faltet, kuvertiert und versendet die post für den selben preis. wenn ich an die ganzen druck-, papierfalt/ kuvertiermaschinen- und wartungskosten etc. denke, die der post blühen werden *grins*… oder anders herum heißt das doch: das bisherige, konventionelle frankieren für einen brief ist momentan total überteuert…

    punkt 2: hab letztens nen beitrag zur e-post gesehen. es werden pdfs übermittelt, die dann gedruckt werden. problem hierbei ist momentan leider, dass die pdfs nicht 1-zu-1 aus dem drucker und schließlich beim evtl. kunden oder chef (bewerbung etc.) ankommen… sehr peinlich für den e-post-anwender und schließlich auch für die post.

    punkt 3: die de-mail bietet also demnächst auch einen scan-dienst für hybrid-post an?? alles „abgesegnet“ vom bundesinnenministerium (im folgenden BIM)… WATT ISN DAAA LOOOOOS???? die öffnen also meine post, um sie einzuscannen und zu verschicken?? ich glaube grade noch nicht, dass das (im gegenteil zum drucken, falten, kuvertieren, adressieren, frankieren…) schon vollautomatisch und sicher über die bühne gehen kann (man möge mich eines besseren belehren).
    da muss ich doch spontan an die nett gestalteten sticker denken, die überall in deutschland aufgeklebt sind mit nem schönen bild vom schäuble und der aufschrift „stasi 2.0“. ich glaub, wir haben grad „stasi 3.0“ vor uns, daneben natürlich dann ein hübsches portrait vom maizière, oder wer sich das auch ausgedacht hat. watt isn mit datenschutz? demnächst kommt bestimmt noch die forderung, dass alle e-posts/de-mails durchgecheckt werden – aus terrorangst.

    wo wir gerade bei datenschutz sind, punkt 4:
    briefgeheimnis per internet? ich warte gerne auf die erste nachricht vom computer-chaos-club, dass die zig-millionen steuerbescheide ausm netz geangelt haben.

    da fällt mir doch gerade punkt 5 ein:
    und in ein paar jahren schickt mir die bank meine neue PIN und die TAN-Liste per de-mail oder was????

    und wie schon angesprochen, punkt 6:
    einschreiben? klopft da demnächst der virtuelle postbote und verlangt ne unterschrift, dass er das zeug übermittelt hat? was ist mit urlaub? da lieg ich also am strand auf fuerteventura und da klingelt dann mein ipad und sagt mir, dass der vollzugsbeamte zuhause auf mich wartet? darf ich mich nicht mehr vom netz trennen? virtuelle welt schön und gut, aber manchmal ne auszeit, lecker cocktails mit sonnenuntergang, kopf abschalten, das wollen die mir nehmen?? pffff…

    punkt 7: was kommt als nächstes? e-ups, e-dhl??? kommt meine hantelbank von amazon jetzt auch per e-mail, oder was???
    das ist doch n witz. n bischl zu früh für unsere zeit. LEUTE, BIM, POST, wartet doch einfach noch 10 jahre. da ist dann das internet vielleicht etwas sicherer für so nen quatsch.

    punkt8: wie seriös ist eine email von „max.schmidt.12574249@web.de-mail.de“ ????
    außerdem tun mir die leute leid, die viele umlaute oder ß im namen haben?? das sieht doch bestimmt total bescheuert aus.

    punkt 9: ist denn eine „e-mail“ rechtverbindlich, wenn sie nicht unterschrieben ist? was ist wenn die kinder, oder der ehepartner etc. mit dem mail-account bockmist veranstalten??

    einen vorteil hat das ganze aber:
    wenn e-post und de-mail mal irgendwann die konventionelle e-mail ablöst und es nur noch via e-post/de-mail postverkehr im netz gibt könne perverse wichser keinen scheiß mehr anstellen.

  39. Ja gehts denn noch??!! Nach dem schon der vielgepriesene neue schöne Personalausweis mehr Sicherheitsmängel hat als der IE grenzt dieses E-post Zeugs ja schon an digitalen Wahnsinn um den Bürger noch etwas gläserner für unseren Staat zu machen. Nein Danke!

  40. Ich habe mich bei ePost angemeldet, was alleine schon eine unerträgliche Prozedur war.

    Das schlimmste aber ist: ePost funktioniert überhaupt nicht! Ich habe es bisher nicht geschafft, auch nur einen einzigen Brief zu schreiben und per Briefpost zustellen zu lassen!

    Ich bin weiß Gott kein Computerlaie und habe die komplizierte Anmelde-Prozedur (von der ich vorher nichts wußte) über mich ergehen lassen, incl. Post-Ident-Verfahren (zum Postschalter mit Personalausweis gehen) und zig SMS auf mein Handy mit Codes geschickt bekommen, die mich als legitimen Nutzer ausweisen sollen.

    Trotzdem ist mir mir bisher nicht einmal gelungen, einen Brief per klassischer Zustellung zu schreiben, ungefähr mit dem Text: “ Hallo, viele Grüsse, ich wollte mal einen ePost-Brief schreiben und schauen, wie der auf Papier so bei Euch ankommt“.

    Selbst grundlegendste Textverarbeitungsfunktionen sind nicht verfügbar.
    – ein als Entwurf gespeicherter Brief kann nicht mehr geändert werden (schlimmer geht´s nimmer, absolute Steinzeit, das konnte MS Word schon vor 20 Jahren besser)
    – Das einfügen gespeicherter Adressen aus dem privaten Verzeichnis ist völlig unbrauchbar
    – Das verschicken des Briefes funktioniert auch nicht. Für den Testbrief sollte ich 56 Cent von meinem Konto abbuchen lassen, was ich auch genehmigt habe (Wohlgemerkt, nicht die eigentlich erforderlichen 55 Cent, nein, 56 Cent, worüber sich die ePost-hotline sehr wunderte. Ich habe dann einen Abbuchungsauftrag über 3 x 56 Cent = 1,68€ erteilt. Die 1,68 € stehen nun als Guthaben bei ePost, ein verschicken von Briefen ist dennoch nicht möglich. Laut ePost-Hotline darf man nur glatte Euro-Beträge auf sein Guthaben-Konto buchen, was aber nirgendwo steht.

    Und so weiter und so fort, es ist eigentlich unbeschreiblich, dieses System. Man hat nicht einmal das Gefühl, dies sei eine Beta-Version, nein, selbst Gamma- oder Delta-Version wären dafür noch zu hoch gegriffen

    Fazit:
    Ich weiß nicht, was ich von diesem System halten soll. Es kann doch nicht sein, dass ein Unternehmen wie die Deutsche Post seinen Kunden einen derartigen Schrott anbietet, oder?

  41. Wollte wichtige Vertragsdokumente weiterleiten auf meinen epost-Account. Der Exchange Server versuchte eine Woche lang erfolglos zuzustellen.

    Heute habe ich die Funktion versucht eine E-Mail vom epost-Account an meine normale E-Mail Adresse zu versenden.

    beim Klicken auf Senden, musste ich zuerst eine per SMS bekommene TAN eingeben.

    Dann kam die Fehlermeldung, dass der Versand nicht funktioniert, jedoch kein Hinweis, warum nicht. Auch Speichern vom Entwurf war nicht möglich.

    Ja, da werden gerade Millionen zum Fenster raus geworfen und am Schluss ist noch niemand dafür verantwortlich bzw. der Verantwortliche erhält eine dicke Prämie, wenn er das Unternehmen verlässt

    :-(

  42. Wichtige Vertragsdokumente, Datensicherheit, formelle Zustellung … ja ja, da muss noch vieles geklärt werden, sicher. Alles sehr problematisch. Und schlecht programmiert noch dazu. Jeder von uns hätte das doch besser …

    Ich wundere mich nur, dass hier Viele die ganz normalen Alltagsvorteile offenbar nicht sehen, insbesondere bei der Hybridzustellung – chaos-kadir denkt immerhin schon mal in die richtige Richtung:

    Sagen wir mal,ich arbeite lange und habe noch dazu einen langen Heimweg. Von 21:30-22:00 noch schnell eingekauft (ja, prügelt mich nur, ich bin jedenfalls überglücklich, dass das heutzutage möglich ist). Jetzt geht es auf Mitternacht, übermorgen hat Oma Geburtstag, sagt meine Tochter, hat wieder keiner rechtzeitig dran gedacht. Wir schreiben gemeinsam den E-Brief, speichern das aktuelle Familienfoto inklusive handgekrakelter Grüße von Kinderhand drauf als PDF und tschüss. Übermorgen holt Oma den Brief aus ihrem Briefkasten.

    Jetzt fragt mich b i t t e nicht, warum wir denn Oma keine email schreiben :-(

    Ja kapiert denn keiner, was wir hier für 55 Cent für eine unglaubliche Dienstleistung kriegen? Muss ich wirklich in die Details der Alternative gehen? Foto drucken. Ergebnis unerwartet, weil, rot ist all. Neue Patrone da? Glück gehabt. Briefmarke da? Nein? Aber man kann doch aus dem Internet … ok, noch mal 10 Minuten, sw schafft der Printer noch. Passender Umschlag da? Nein? Und so weiter. Morgen dann zum Briefkasten. Und wann wird der geleert? Vielleicht doch lieber den Umweg zur Hauptpost machen, das ist doch sicherer …

    Zeit ist ein wichtiges Gut, Leute. Ich spare nicht nur eigene Zeit. Ich bezahle mit meinen 55 Cent auch die Zeit und Arbeit der Postfrau bei Oma im Dorf, die vielleicht extra wegen meiner Einwurf E-Post drei Häuser weiter radelt. Ja was gibt’s denn da zu meckern? Der, der das PDF druckt, sieht unser Foto? Ja heult doch. Was glaubt ihr, was die Jungs in den Entwicklungslabors für Fotos gesehen haben und noch sehen, juckt Euch doch auch nicht. PDF drucken klappt noch nicht so bei der Post? Ja verdammt, klappt denn bei Euch alles vom Start weg? Jeder der mit Software zu tun hat weiß, wie übel das am Anfang sein kann, und immerhin, die Reaktion der Post auf die Kritikpunkte der Stiftung Warentest war so übel nicht.

    Ob Oma, wie Reinhard düster prognostiziert, bald 5 Euro für die Hauszustellung ihres Geburtstags-E-Hybridbrief zahlem muss, und ob daran das E-Post Verfahren schuld ist, weiß ich nicht. Im Moment jedenfalls finde ich es super.

    Und mit den formellen Zustellungen wenn ich handyfrei am Strand liege und den Inhalten, die höhere Sicherheit erfordern: Wir alle haben doch ein Hirn eingebaut, oder? Beim Online-Banking und online-Bezahlen überlege ich mir doch auch jedesmal wieder, was ich riskiere und was nicht. Und wenn ich bei Schriftverkehr mit dem Amtsgericht oder einem Geldeintreiber einen Rückschein zum Abheften brauche, dann werde ich einen anderen Weg gehen als beim dem Geburtstagsbrief.

    So, jetzt dürft Ihr über mich herfallen … Ach ja, ich sichere mir gerade noch schnell meine De-Mail Adresse, man weiß ja nie ;=)) …

  43. Hallo,

    @Wopot

    wir bieten den Hybrid Brief schon seit einigen Jahren an. Unsere Kunden sind meistens kleinere Unternehmen, die ein wenig an Porto sparen wollen. Es gibt noch ein paar andere Anbieter, wie lange man sich gegen die Post durchsetzen kann ist noch fraglich. Aber wenn man mal über den Preis für eine Email nachdenkt stehen die Chancen nicht schlecht ;)

  44. So, nun ist es inzwischen 2012 und das ganze funktioniert immer noch nicht richtig! Ich fand die Idee ja erstmal gut. Aber nach x Einwählversuchen, dann das unlogische Gestoppel über diverse Buttons, … es kostet mich definitv weniger Zeit, wenn ich 1km zum Briefkasten laufe, gleichzeitig habe ich meine Nerven geschont!!

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