Heute fand bei der GEMA in Berlin die Kunstaktion von Johannes Kreidler statt, der Formulare für 70.200 Samples bei der GEMA ablieferte. Julia Seeliger war dabei und hat ein paar Fotos gemacht, u.a. dieses, und berichtet in ihrem Blog:
In der Taz erklärte Kreidler die Tage, worum es ihm bei der Kunstaktion geht: „Kopiert wird dauernd“.
Warum benutzt ein Komponist 70.200 Samples für ein eigenes Werk?
Erst einmal ist es heute schlicht technologisch möglich, mit so große Datenmengen zu hantieren. Etwa am Computer ein Stück zu programmieren, das vorhandene Stücke fragmentiert und verwendet. Ich mache das mit diesen großen Mengen aber nicht nur, um die Technologie zu demonstrieren, denn das ist bekannt. Mir geht es dabei darum, zu symbolisieren, dass wir im Internet heute riesige Mengen an Musik zur Verfügung haben, riesige Mengen an Daten verwalten und weitersenden können. Und das geschieht ja auch täglich millionenfach. Ich setze das in ein Kunstwerk um, indem ich eine so große Zahl von – übrigens nicht von der Gema verwalteten und daher für mich kostenlosen – Ausgangsstücken verwende, die man sich nur schwer vorstellen kann.

