Dieser Artikel ist mehr als 18 Jahre alt.

BKA speichert IP-Adressen seit 2001

Heute bei „Heute im Bundestag“: BKA speichert IP-Adressen seit 2001 Berlin: (hib/SUK) Das Bundeskriminalamt (BKA) speichert seit Juli 2001 „anlassbezogen“ die Internet-Protokoll-Adressen (IP-Adressen) von Besuchern seiner Homepage. Das teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/6938) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion 816/6754) mit. Dies geschehe im Rahmen einzelner Ermittlungsverfahren, die Datensätze würden nach Abschluss des…

  • Markus Beckedahl

Heute bei „Heute im Bundestag“: BKA speichert IP-Adressen seit 2001

Berlin: (hib/SUK) Das Bundeskriminalamt (BKA) speichert seit Juli 2001 „anlassbezogen“ die Internet-Protokoll-Adressen (IP-Adressen) von Besuchern seiner Homepage. Das teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/6938) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion 816/6754) mit. Dies geschehe im Rahmen einzelner Ermittlungsverfahren, die Datensätze würden nach Abschluss des Strafverfahrens „datenschutzkonform“ gelöscht. Daher sei auch eine Aussage zur Gesamtmenge der überprüften IP-Adressen nicht möglich. Die Regierung schreibt weiter, die Bundesregierung habe gegen diese Vorgehensweise des BKA „keine Bedenken“. Die Speicherung der IP-Adressen könne wertvolle Ermittlungsansätze liefern und stelle eine „sinnvolle und effiziente Ermittlungsmaßnahme“ dar.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


Veröffentlicht

Kategorie

Ergänzungen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge. Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

8 Kommentare zu „BKA speichert IP-Adressen seit 2001“


  1. freut mich, das ich davon auch was erfahre :)


  2. Natürlich ist es effizient, schließlich greift es intensiv in die Privatsphäre der User ein…


  3. Enthüllung: BKA speichert IP-Adressen!…

    Jetzt muss ich Euch etwas gestehen: Ich habe eine Zeitlang die Logfiles meiner Webserver aufgehoben, und zwar auch welche deutlich VOR 2001. Da sind auch IP-Adressen drinnen. Komme ich jetzt ins Gefängnis?…


  4. erlehmann

    ,

    hast du sie denn benutzt, um mal eben so ins blaue hinein leute mit ermittlungsmaßnahmen zu belästigen ?


  5. @Peterchen: Aber auch hier kann man sich fragen, ist denn das nötig gewesen?

    Und diese Frage stellt sich bei staatlichen Organen natürlich umso mehr. Dabei ist es erstmal tatsächlich unerheblich, ob diese Daten weiter verwendet und aufgrund dessen Verdachtsmomente geschaffen werden.

    …Und schwups sind wir mitten drin in der Diskussion um die Vorratsdatenspeicherung. Nicht umsonst entwickelt sich langsam eine Selbstverpflichtung zur Nicht-Speicherung der IP-Adressen.


  6. Helmut Kohl sagte seinerzeit einmal : Es soll im Osten werden wie im Westen ! Allerdings denke Ich Er meinte es andersrum !
    Diese Zustände der Bespitzelung der Bürger erinnert mich nur an eines .…. Die DDR !! Daher NEIN DANKE


  7. Im Zuge des Urteils zur Vorratsdatenspeicherung ist das Thema ja immer noch hoch aktuell…

    Ich frage mich nur: Wieso analysieren die die IPs der Besucher Ihrer Homepage?

    Denken die, dass deren Webseite vor allem von Kriminellen frequentiert wird?

    Und wenn man es genau nimmt: „Wir“ mit Domain und Hosting haben ja „unsere“ IPs auch (wie Peterchen ja festellte)…

    Habt Ihr die alle gelöscht?

    Ich muss da bei mir mal nachsehen…


  8. […] weiter und so fort – die Annahme, dass IPs gespeichert und zurückverfolgt werden, ist ja von Verschwörungstheorie weit entfernt. Wie kann ich also vermeiden, dass Bekannte, denen ich nur eine interessante Info zukommen lassen […]

Dieser Artikel ist älter als 18 Jahre, daher sind die Ergänzungen geschlossen.